Aus meinem Sinnieren über die eigenartige Protestkultur in diesen unruhigen Zeiten werde ich unsanft herausgerissen.
Im Zug neben mir sitzt ein junges Pärchen, beide offenbar nicht älter als 17, und sie sprechen unentwegt miteinander. Nun, genauer gesagt: Sie spricht, er glotzt, nur gelegentlich unterbrochen von — selbstverständlich wenig dezentem — Knutschen und Schmatzen, gefolgt von ebensolchem beiderseitigem Gekicher.
Inmitten ihres Monologs holt sie billige Philips-Ohrhörer aus einer Tasche und erwehrt sich der Versuche ihres Begleiters, selbige zu begutachten. Die Schmerzen, die die Parfümwolke bei Umsitzenden hervorruft, machen sich allmählich neblig bemerkbar, aber man ist ja sozial und rennt nicht einfach in ein anderes Abteil, um dort zu kotzen.
Zu Wort kommt er während der ganzen Fahrt nur einmal, damit er ihr die Geschehnisse während einer Shisha- und Trinkfeier schildern kann, der er im Alter von 14 Jahren beigewohnt hatte. Sie schaut interessiert, äußert jedoch nach jedem Halbsatz abwechselnd ihre Verwunderung darob, dass man mit 14 derlei Dinge tut, und ihre Überzeugung, dass sie in dem Alter — also nach eigener Aussage im Vorjahr — ja nicht so war.
Den beiden gebe ich keine zwei Wochen mehr. Mir allerdings — angeruchs der Wolke, die bereits das Abteil ausfüllt — sage ich auch keine große Zukunft mehr voraus.

Lustig geschriebene Geschichte, obwohl ich überhaupt nicht verstehe was sie mit dem ersten Satz zu tun hab. Aber, was solls? Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Leute auf dem Foto die herrschende Klasse gegen die sie demonstrieren, mehr schockieren könnten, wenn sie westliches Schuhwert (z.B. das) verwenden.
————————————————————————————————————————————————————————————————————————————
Hamster sind die besseren Haustiere
Der erste Satz ist ein Geschehnis und der Rest die Begründung hierfür.
Übrigens: Signaturen in Kommentarfeldern sind eher so naja.