KaufbefehleMusikkritik
The Ex: Jazzexperimente aus den Niederlanden

Ein aus­nahm­sweise nur kurz­er musikalis­ch­er Ein­wand für meine Musik hören­den Leser:

Der Zufall ließ mich in dieser Woche auf die nieder­ländis­che For­ma­tion The Ex stoßen. Das Quar­tett wurde 1979 gegrün­det, ist auf namhaften Jaz­zfes­ti­vals wie dem Roskilde Fes­ti­val und, wieso auch immer, auf dem ital­ienis­chen Anti Fas­cist Fes­ti­val 1981 in Bologna aufge­treten und hat bis dato 25 Musikalben veröf­fentlicht.

Von den ursprünglich drei Grün­dungsmit­gliedern ist nur noch Gitar­rist Ter­rie Hes­sels an Bord. Trotz fortschre­i­t­en­den Alters aber spie­len sie noch immer einen druck­vollen Jaz­zrock mit Free-Jaz­z‑, Punk- und anderen Ver­satzstück­en. Eine absolute musikalis­che Einord­nung ist schwierig, die Musik­presse behil­ft sich meist mit eigens erdacht­en Gen­res von “Afro-Punk” bis hin zu “impro­visiertem Jazz”.

Dass Jazz und Punk zusam­men­passen, mag erstaunlich scheinen, aber The Ex beherrschen die Kom­bi­na­tion. Ihr Spiel mit den Gen­res ist bere­its so leg­endär gewor­den, dass der britis­che “Guardian” im Jan­u­ar 2010 schrieb, es sei höchst unwahrschein­lich, dass es irgen­deinen Musik­stil der let­zten 50 Jahre gäbe, den The Ex noch nicht aus­pro­biert und in ihre Musik einge­bun­den — oder direkt wieder ver­wor­fen — haben.

Auf der Inter­net­seite der Band sind einige Stücke in der Orig­i­nal- oder ein­er über­ar­beit­eten Ver­sion im MP3-For­mat frei herun­terzu­laden, auch zwei bis­lang unveröf­fentlichte Lieder aus dem Jahr 2009 sind dabei. “Dou­ble Order”, eines der let­zt­ge­nan­nten bei­den Stücke, hat mich beson­ders beein­druckt; sozusagen unüber­hör­bar sind hier die Ähn­lichkeit­en mit den frühen Can eben­so wie die Wurzeln der Band im Jazz.

Ja, The Ex machen her­aus­ra­gende, viel­seit­ige, pri­ma Musik, und man sollte jedes ihrer 25 Alben kaufen und rüh­men. Diese Musik­er sind zu gut, um nicht beachtet zu wer­den.

Sonstiges
Einen hab’ ich noch: Polylogoi ©

Ich gebe zu, die Flaschen­post war beim let­zten Mal etwas schw­er zu errat­en, wie das bei poli­tis­chen Witzen eben immer so ist.

In Folge C der losen Serie “Poly­l­o­goi” ver­suche ich es stattdessen mal mit Reli­gion. Was sehen wir hier?

Na, naaa?

Die Auflö­sung gibt es dann, wie gewohnt, im näch­sten Teil.

(Nach­trag: Wer es eilig hat, der erfährt die Lösung auch in den Kom­mentaren.)

In den NachrichtenWirtschaft
Na endlich: Der Sozialismus rettet den Euro

Für das Han­dels­blatt schwätzt Franz Max Josef Strauß heute zum The­ma Koali­tions­bil­dung in Griechen­land dies ins Inter­net hinein:

Scheit­ert der Auf­bau ein­er mod­er­nen Ver­wal­tung in Athen, ist ein wirtschaftlich­er Auf­schwung nahezu aus­geschlossen, was zu mas­siv­en sozialen Prob­le­men führen würde.

Dann dro­ht das Land dauer­haft zum teuren Kost­gänger Europas zu wer­den, und nie­mand braucht davon zu träu­men, dass dann die griechis­chen Staat­san­lei­hen jemals zurück­bezahlt wer­den. Der europäis­che Steuerzahler müsste dann im Namen der Euro-Ret­tung diese Last schul­tern, was ein schlimmes Sig­nal an andere süd- oder osteu­ropäis­che Ver­wal­tun­gen und eine schwere Hypothek für den europäis­chen Eini­gung­sprozess wäre.

Griechen­land, der teure Kost­gänger Europas mit mas­siv­en sozialen Prob­le­men (der Sparkurs treibt zum Beispiel die dor­ti­gen Arbeit­slosen­zahlen in die Höhe), dessen Staat­san­lei­hen wohl nie­mand je wieder­se­hen wird und dessen Mis­s­wirtschaft von uns, den reichen Eurolän­dern, im Namen der “Euro-Ret­tung” (Strauß) aus­geglichen wer­den muss, würde ohne eine mod­erne Ver­wal­tung also bleiben, was es jet­zt ist.

Aber wie sieht eine “mod­erne Ver­wal­tung” aus? Tja, das find­et man ganz ein­fach her­aus, indem man die radikalsozial­is­tis­che Partei SYRIZA wählt:

Syriza ist wohl die einzige Möglichkeit, dass die Griechen aus eigen­er Kraft die bish­eri­gen kor­rupten „Eliten“ ablösen kön­nten, weil es den Rück­en frei hat und nicht auf ver­gan­gene Ver­strick­un­gen Rück­sicht nehmen muss. Dass Tsipras mit dem Ausstieg aus dem Euro – und den damit ver­bun­de­nen Ver­lus­ten der Gläu­biger Griechen­lands – dro­hte, soll­ten wir ihm als notwendi­gen The­a­ter­don­ner und Wahlkampfrhetorik zubil­li­gen.

Kor­rupte Eliten wird man am ein­fach­sten los, indem man eine linksradikale Regierung wählt, das hat ja auch in Deutsch­land — drüben in der Zone — schon mal so gut funk­tion­iert, dass einige von ihnen immer noch einiger­maßen hohe poli­tis­che Ämter in diesem Land bek­lei­den. Dass der Vor­sitzende der SYRIZA den Euro abzuschaf­fen fordert, ist sich­er nur ein Witz von ihm und gar nicht so gemeint, denn dann sähe es mit der Rück­zahlung der geliehenen Euro auch eher düster aus, und warum sollte Griechen­land seine Schulden nicht zurück­zahlen wollen? Das wäre doch nicht nett.

Und so schlimm ist das ja auch gar nicht mit den Alb­träu­men von der linken Ter­rorherrschaft, sagt der Strauß, weil Deutsch­land mit Linksradikalen bish­er erstaunlich gut zurecht­gekom­men sei:

Wir soll­ten uns vielle­icht an unsere eigene Geschichte erin­nern, näm­lich daran, dass 1968 auch bei uns Protestier­er in Massen hin­ter den Bildern kom­mu­nis­tis­ch­er Unter­drück­er und Dik­ta­toren her­liefen, um das bürg­er­liche Estab­lish­ment zu erschreck­en. Aus ihnen gin­gen im Laufe der Jahre viele demokratis­che Par­la­men­tari­er und Bun­desmin­is­ter her­vor, die so gar nichts mit den Bildern gemein haben, hin­ter denen sie mal herge­laufen sind.

Der Bekan­nteste dieser Par­la­men­tari­er und Bun­desmin­is­ter ist wahrschein­lich “Josch­ka” Fis­ch­er, der als früher­er Bun­de­saußen­min­is­ter nicht nur den ersten deutschen Angriff­skrieg seit 1945 zu ver­ant­worten hat, zu ihnen gehört des Weit­eren Otto Schi­ly, Träger des Big Broth­er Life­time Awards 2005 “für den Aus­bau des deutschen und europäis­chen Überwachungssys­tems auf Kosten der Bürg­er- und Frei­heit­srechte und für seine hart­näck­i­gen Bemühun­gen um die Aushöh­lung des Daten­schutzes unter dem Deck­man­tel von Sicher­heit und Ter­ror­bekämp­fung”.

Genau solche Leute braucht Griechen­land. Die wis­sen noch, worauf es ankommt.

In den NachrichtenPiratenpartei
Medienkritik LXIX: Türen verschlossen, Fenster weit offen

Ach, tagesschau.de, wofür bezahlen wir euch eigentlich?

In ein­er Rei­he von Gesprächen am Run­den Tisch tauscht­en Pirat­en in den ver­gan­genen Wochen Argu­mente und Mei­n­un­gen aus, mit Autoren und Buch­händlern, Musik­ern und Pro­duzen­ten, sog­ar mit der GEMA — und mit ihr sog­ar, ent­ge­gen den Gepflo­gen­heit­en der Pirat­en, hin­ter ver­schlosse­nen Türen.

(Her­vorhe­bung von mir.)

Dabei ist das sach­lich nicht mal falsch, der Tisch ist tat­säch­lich rund und die Türen waren ver­schlossen. Dass man die Videoaufze­ich­nung hier­von ent­ge­gen den Gepflo­gen­heit­en bei Gesprächen hin­ter ver­schlosse­nen Türen und entsprechend den Gepflo­gen­heit­en der Pirat­en trotz­dem anse­hen kann, hat allerd­ings auch nie­mand bestrit­ten. Die Türen ver­schlossen, das Fen­ster weit offen. Nur bei den Öffentlich-Rechtlichen ist man draußen geblieben.

“Fernse­hen zum Anklick­en” ist das momen­tane Mot­to des Webauftrittes des “Ersten”, in dem die Tagess­chau nor­maler­weise läuft. Ironie kön­nen sie schon ganz gut.

(Quelle: Inter­net.)


In weit­eren Nachricht­en: Face­book kauft Face.com. Ver­mut­lich sollte buch.de schon mal zit­tern.

NerdkramsIn den Nachrichten
Studie: Spammer spammen.

Zum Ver­ständ­nis des fol­gen­den Sachver­haltes ist es nötig, die Grundzüge von Twit­ter zu ver­ste­hen, weshalb ich einen entsprechen­den Exkurs voranstelle.

Der Kurz­nachrich­t­en­di­enst Twit­ter, eine Art “SMS für das Inter­net” und nicht etwa ein “soziales Net­zw­erk” im eigentlichen Sinne, basiert im Wesentlichen auf der Annahme, dass jed­er bis zu 140 Zeichen “twit­tern” kann, die dann in der öffentlichen Zeitleiste erscheinen. Dabei ist es auch möglich, gezielt einzelne Twit­ter-Benutzer anzupin­gen, indem man sie erwäh­nt. Eine solche Erwäh­nung kann es auch sein, einen “Retweet” zu senden, eine Mit­teilung eines anderen Benutzers also selb­st zu teilen. (Wie das wohl mit dem geplanten Leis­tungss­chutzrecht kor­re­liert?) Solche “Pings” erscheinen beim Erwäh­n­ten dann, sofern nicht block­iert oder gezielt aus­ge­blendet, an geson­dert­er Stelle.

Man kann einzel­nen Benutzern auch “fol­gen” und so ihre Mit­teilun­gen (“Tweets”) in der eige­nen Zeitleiste sehen, was ein wenig der “Pin­nwand” beziehungsweise dem “Stream” in diesen “sozialen Net­zw­erken” entspricht.

Der Sinn des Ganzen ist es, dass man seine gegen­wär­ti­gen Gedanken (“ich muss kack­en”) jedem mit­teilen kann, der sie lesen will; auch pro­fes­sionellere Zwecke sind aber mach­bar, so veröf­fentlichen zum Beispiel einige Blogs Hin­weise auf neue Artikel immer umge­hend bei Twit­ter, so dass man ihnen an einem zen­tralen Ort “fol­gen” kann, ohne sie per RSS/Atom (“dynamis­che Leseze­ichen” heißt das in Fire­fox) abon­nieren zu müssen. (Was ander­er­seits viel cool­er und vor allem prak­tis­ch­er ist, aber eben nicht jed­er ver­ste­ht.) Eigentlich ist Twit­ter also völ­lig über­flüs­siger Blödsinn.

Angesichts des großen Bekan­ntheits­grades und vor allem der Infor­ma­tion­s­geschwindigkeit von Twit­ter — so manche Rev­o­lu­tion wurde ja unter anderem per Twit­ter organ­isiert — ist es unver­mei­dlich, dass sich auch Spam­mer dort bre­it­machen, die mit­tels Erwäh­nun­gen oder auch bloßem Fol­gen auf sich aufmerk­sam machen, um dann bil­lig irgendwelche Penispillen oder bezahlten Blog­a­r­tikel unters Volk zu brin­gen. Mir selb­st “fol­gen” zurzeit — Stand 4:04 Uhr — 80 Twit­ter­nutzer. Etwaige Spam­bots, die ich (anders als etwa @big_ben_clock) nicht als “Ver­fol­ger” (und somit poten­zielle Nervquellen) wün­sche, sortiere ich unregelmäßig per Bot­P­wn aus. Hier endet der Exkurs.

Gehen wir in medias res: Meist suchen besagte Bots nach einem bes­timmten Schlüs­sel­wort und heften sich dann, sozusagen, an die Fersen des Twit­ter­ers. Gele­gentlich äußere ich auf Twit­ter etwa meinen Miss­mut über neue Entwick­lun­gen seit­ens Apple — zulet­zt bescherte mir das eine Apple-Nachricht­en­seite als “Fol­low­er”. Damit kön­nte ich jet­zt meine Späße treiben, aber das hebe ich mir für einen eventuell späteren Zeit­punkt auf. Tat­säch­lich also sind diese Bots nicht unbe­d­ingt Spamverteil­er, aber doch sel­ten erwün­scht. Man kön­nte solche Bots auch nutzen, um sein eigenes Pro­fil beliebter erscheinen zu lassen, aber für beson­ders große Fol­low­erzahlen bekommt man bei Twit­ter eben­so wenig Anerken­nung wie auf Face­book für eine vier­stel­lige Anzahl an “Fre­un­den”, weshalb man ein ziem­lich armes Würstchen sein muss, um das zu tun.

Und nun kommt heise.de ins Spiel. Dort schrieb Axel Kan­nen­berg gestern:

Fast die Hälfte der “Fol­low­er” viel­er großer Unternehmen auf Twit­ter kön­nten maschi­nenges­teuerte Fakes sein, wie eine Unter­suchung (…) des Mailän­der Medi­en­pro­fes­sors Mar­co Camisani Cal­zo­lari ergeben hat. (…) Einen möglichen Grund für die teil­weise hohe Zahl von Fake-Fol­low­ern sieht Cal­zo­lari laut Tech­no­rati in der Aus­lagerung der Social-Media-Aktiv­itäten an Agen­turen. Diese wür­den mitunter “Abkürzun­gen” über Bots nehmen, um ihren Auf­tragge­bern schnelle Erfol­gsmeldun­gen mit großen Fan­zahlen melden zu kön­nen.

Ziem­lich arme Würstchen sitzen also vor allem in Wer­beagen­turen. Wen wun­dert es? — Dies bei­seite gelassen: Selb­stver­ständlich fol­gen viele Twit­ter-Bots großen und erfol­gre­ichen Twit­ter­ern, und zwar aus dem gle­ichen Grund, aus dem E‑Mail-Spam nur sel­ten manuell und in Einze­laus­führung ver­sandt wird: Als Spam­bot­be­treiber — oder Spam­mer — ist man natür­lich an ein­er möglichst großen Zahl an Lesern inter­essiert. Für eine Studie, die so etwas her­aus­find­et, hat wom­öglich jemand Geld aus­gegeben? (Ganz toll ist ja auch die Über­schrift: “Studie: Twit­ter-Bots fol­gen Unternehmen”, ja, wem denn son­st?)

Sollte es so sein, dass es Twit­ter­ver­mark­tern allein um große Zahlen geht, dann gebe ich den betrof­fe­nen Unternehmen völ­lig unent­geltlich einen Tipp: Twit­tert über inter­es­sante Dinge (dann kom­men die Inter­essen­ten von allein) oder seid selb­st inter­es­sant. Mas­sig Agen­tur­bots, die so tun, als seien sie begeis­terte Kun­den, sagen über euch als Unternehmen anson­sten mehr aus, als euch lieb ist.

Wenn sich ander­er­seits das Treiben ein­er Wer­beagen­tur auf die Sim­u­la­tion von Inter­essen­ten (gener­ierte Besuche ein­er Web­site, gener­ierte Ver­fol­ger bei Twit­ter, gener­ierte “Fre­unde” auf MySpace) beschränkt und man nicht mal mehr kreativ sein muss, um in dieser Branche erfol­gre­ich zu sein, dann klingt das nach einem ziem­lich guten Beruf für mich. Wo muss ich mich bewer­ben?

PolitikIn den Nachrichten
Kurz verlinkt CVII: Terrorbekleidung

Gefahr im Anzug Verzug:

Im säch­sis­chen Land­tag hat der Präsi­dent heute die Polizei geholt, um alle Abge­ord­neten der NPD-Frak­tion abführen zu lassen. Die Par­la­men­tari­er waren von der Sitzung aus­geschlossen wor­den, weil sie – ent­ge­gen der Geschäft­sor­d­nung – Klei­dung des Labels Thor Steinar tru­gen. Erst als die Polizei kam, ver­ließen die Abge­ord­neten den Saal.

Der Land­tagspräsi­dent hat erstaunlichen Lang­mut bewiesen: Anstelle des schwarzen Blocks, der diesem unver­schämten Pöbel mal gezeigt hätte, wo der Bar­tel den Most holt, ließ er nur die Polizei anrück­en. Diese Maß­nahme war vol­lkom­men gerecht­fer­tigt, denn die Anwe­sen­heit gewählter Mit­glieder des Land­tages in Thor-Steinar-Bek­lei­dung in einem Land­tag ist ein für die Demokratie unhalt­bar­er Zus­tand: Ein aufrecht­es Mit­glied des säch­sis­chen Land­tages hat gefäl­ligst Anzüge von Hugo Boss zu tra­gen und nicht solche entarteten Klam­ot­ten von irgendwelchen Arabern!

Kein Fußbre­it dem Dings!

PolitikIn den Nachrichten
Pazifistische Weicheier!

Das deutsche Volk ist doch ein wankelmütiges! Da set­zt es sich jahre­lang dafür ein, dass Joachim Gauck endlich Bun­de­spräsi­dent wird, und nun, da er es gewor­den ist, mäkelt es ständig an sein­er Amts­führung herum.

Dabei set­zt er sich für die Belange jedes Bürg­ers ein, selb­st der Sol­dat­en dieses Lan­des, vor denen er eine fes­sel­nde Rede gehal­ten hat. Er, der er jahre­lang in einem Staat lebte, dessen “Nationale Volk­sarmee” eher gegen statt für das Volk gekämpft hat, weiß um die Vorzüge der deutschen Bun­deswehr:

Welch ein Glück, dass es gelun­gen ist, nach all den Ver­brechen der nation­al­sozial­is­tis­chen Dik­tatur und nach den Gräueln des Krieges, in diesem Land eine solche Armee zu schaf­fen: eine Armee des Volkes, im besten, eigentlichen Sinne, kein Staat im Staate, keine Parteien­armee, son­dern eine “Par­la­mentsarmee”, an demokratis­che Werte gebun­den, an Grundge­setz und Sol­datenge­setz; (…).

Eine Armee des Volkes, die gegen den aus­drück­lichen Willen des Volkes Zivilis­ten im Aus­land die Birne weg­ballert; aber eben wenig­stens nicht im Inland wie damals. Ja, es ist alles viel bess­er gewor­den. Wer aber würde die harte Arbeit der Sol­dat­en für Deutsch­land ern­sthaft kri­tisieren, wer aber erhebt störende Ein­wände gegen die Notwendigkeit der Gewalt? Natür­lich: Nur die Weicheier.

“Und dass es wieder deutsche Gefal­l­ene gibt, ist für unsere glück­süchtige Gesellschaft schw­er zu ertra­gen.” Aber: “ ‘Ohne uns’ als pur­er Reflex kann keine Hal­tung sein, wenn wir unsere Geschichte ernst nehmen”, mah­nte der Präsi­dent. (…) Die Abscheu gegen Gewalt sei zwar ver­ständlich, und Gewalt werde immer ein Übel bleiben, sagte Gauck in Ham­burg. “Aber sie kann (…) notwendig und sin­nvoll sein, um ihrer­seits Gewalt zu über­winden oder zu unterbinden”, betonte Gauck.

“Ich wün­sche nicht den Kampf. Wenn er mir jemals aber aufgezwun­gen wird, dann werde ich ihn führen, so lange in mir auch nur ein Atemzug lebendig ist… und ich kann ihn heute führen, weil ich weiß, dass hin­ter mir das ganze deutsche Volk ste­ht!”
– Adolf Hitler

“Diese Bun­deswehr ist keine Begren­zung der Frei­heit, son­dern eine Stütze unser­er Frei­heit”, betonte Gauck. Die Bun­deswehr habe sich von unseli­gen mil­itärischen Tra­di­tio­nen gelöst und sei heute fest ver­ankert in ein­er lebendi­gen Demokratie.

Das deutsche Volk ist doch ein wankelmütiges! Es will Frei­heit, Demokratie und Frieden, aber es will aus niederem Paz­i­fis­mus her­aus nicht, dass für Frei­heit, Demokratie und Frieden gekämpft und gestor­ben wird. Diesem ver­we­ich­licht­en Volk kann man nur schw­er­lich sein Ver­trauen schenken. Zum Glück ist die Bun­deswehr eine par­la­men­tarische und keine Volk­sarmee, son­st blieben ihr weit­ere Chan­cen auf die Vertei­di­gung der demokratis­chen Werte im Aus­land wohl ver­wehrt.

Was Chris­t­ian Wulff wohl ger­ade macht?

In den NachrichtenNerdkrams
Apple: Jetzt noch weniger Gerät für’s Geld

Zusam­men mit dem neuen OS X “Moun­tain Lion”, das dadurch besticht, dass es noch mehr Funk­tio­nen von Win­dows über­nom­men hat als bish­er (etwa die Laufw­erksver­schlüs­selung aus dem “Arbeit­splatz” her­aus), hat Apple heute auch neue Mac­books vorgestellt. Wenn man den Bericht­en glauben schenken darf, dann wird es dün­ner, dün­ner, dün­ner, dün­ner und schär­fer, dün­ner und vor allem dün­ner wer­den.

“Sehen Sie nur wie dünn das neue Mac­book ist!”
“ja und was bringt das?”
“SEHEN SIE DOCH WIE DÜNN ES IST!”

(@t5a per Twit­ter)

Ich find’ ja, die Änderun­gen sind zu dünn, um einen Neukauf zu recht­fer­ti­gen.

Montagsmusik
Led Zeppelin — Achilles Last Stand

Da wollte mir doch neulich ein­er erzählen, Tom Morel­lo (u.a. Rage Against The Machine) und “Slash” (Guns’n’Roses) seien Meis­ter an der Gitarre. Nun mag ich Rage Against The Machine, aber was ich noch bess­er finde, ist diese Livev­er­sion von Led Zep­pelins “Achilles Last Stand”, die das mit dem Meis­ter noch mal ganz anders definiert. Das finde ich ganz per­sön­lich.

Großar­tig, dieser Herr Page.

Guten Mor­gen!

Sonstiges
Blasentee

Soeben rauschte fol­gende Wer­bung für “Bub­ble Tea” an mir vorüber:

Ein­mal ganz abge­se­hen davon, dass mich die merk­würdi­ge Hin­ter­grundbeschal­lung an den Goosh­ers-Tanz erin­nert, wüsste ich wirk­lich gern, welche Klien­tel mit einem solchen Video ange­lockt wer­den soll. Da 15-jährige Mäd­chen, die sich ja nor­maler­weise jeden süßlichen Mist (Red Bull, Erd­beersekt, Vla) in hin­ter die Binde kip­pen, nor­maler­weise noch nicht zu viel LSD nehmen und sich somit mit dem blöde rumhüpfend­en Asi­atis­chstäm­mi­gen (“McTi”, welch amüsan­ter Scherz — noch lustiger wäre es freilich gewe­sen, die Pro­duzen­ten hät­ten stattdessen Mr. T, Ice‑T oder gle­ich bei­de ange­wor­ben) noch nicht iden­ti­fizieren kön­nen, fall­en sie schon mal aus.

“Bub­ble Tea”, was ist das eigentlich? Nun, der Sprech­er beschreibt es ja: “Leck­er Tee mit Frucht­bub­bles”, ich palme mein face. Die Wikipedia weiß mehr:

In den 1990er Jahren wurde Bub­ble Tea zu einem Trend­getränk in Asien und in Kali­fornien, von wo aus sich der Trend in den ganzen USA ver­bre­it­ete.

Ah, ein tai­wane­sis­ches Trend­getränk, das in den USA total toll gefun­den wird und deswe­gen zwei Jahrzehnte später unbe­d­ingt auch hier bre­it­ge­treten wer­den muss. Beson­dere Eigen­schaften? Süß, kle­brig, giftig.

Bub­ble Tea wird von Ernährung­sex­perten wegen seines hohen Zuck­erge­halts kri­tisiert (0,4 Liter enthal­ten 600 bis 1000 kcal).

Macht ja nix — Gesund­heit und Maße deutsch­er Kinder entsprechen noch zu wenig US-amerikanis­chen Stan­dards, da muss man etwas ändern.

“Bub­ble Tea, Bub­ble Tea, Bub­ble Tea!”

Darauf erst mal einen Grap­pa.

In den NachrichtenPolitik
Kurz verlinkt CVI: Apropos “Brot und Spiele”…

Sag’ ich doch:

Dass Fußball nicht ein­fach nur ein Sport ist, son­dern z.B. auch den Blick der Öffentlichkeit auf Prob­lem­felder lenkt, ist wichtig. Während der EM aber wollen wir ein­fach mal nur die Spiele genießen.

Genau, wen inter­essiert schon Poli­tik? Natür­lich wird die Bun­desregierung während der Fußball-Europameis­ter­schaft keine Beschlüsse fällen, die irgendwem miss­fall­en kön­nten, son­dern abwarten, bis die Bürg­er wieder mit voller Aufmerk­samkeit die Poli­tik­nachricht­en ver­fol­gen. So rück­sichtsvoll ken­nen wir sie ja, und dafür soll­ten wir dankbar sein.

So lange uns das Bürg­er­recht, Fußball zu guck­en, nur nicht genom­men wird, sind wir glück­lich, nicht wahr?

Persönliches
Flagge zeigen!

Offen­bar find­et zurzeit wieder eine Fußballmeis­ter­schaft statt, wie die beein­druck­ende Zahl an deutschen Flaggen an jed­er möglichen und unmöglichen Stelle zeigt. Natür­lich dienen diese allein dem Zweck, die deutsche Mannschaft zu unter­stützen, denn selb­stver­ständlich spie­len die deutschen Gurken (5 Gegen­tore durch die Schweiz. Die Schweiz!) weniger mies, wenn sich die Zuschauer von irgendwelchen Negerkindern in Drit­teweltlän­dern zusam­menge­tack­erte Flaggen an ihr japanis­ches, kore­anis­ches oder spanis­ches Auto kleben.

Mit dem außer­halb Deutsch­lands dur­chaus erwün­scht­en “Nation­al­is­mus” — mein­ten Sie: Patri­o­tismus? — habe diese Lust am Bebildern nichts zu tun, son­dern mit Sol­i­dar­ität mit der eige­nen Mannschaft, heißt es.

Es ist schon merk­würdig: Bis­lang war ich der Ansicht, im Sport gin­ge es darum, dass der Bessere am Ende als Sieger her­vorge­ht, ein­mal abge­se­hen vom Rad­sport, wo let­ztlich der Teil­nehmer mit dem besten Arzt das Ren­nen macht, und vom Imkre­is­fahren (“Formel 1”), das ich nicht als Sportart akzep­tiere. Warum sollte das aus­gerech­net beim Fußball anders sein?

Meine “Heim­mannschaft” — die Fußball­mannschaft meines gegen­wär­ti­gen Aufen­thalt­sortes — ist der­art untal­en­tiert, dass sie von ein­er nen­nenswerten Liga weit ent­fer­nt ist. Die erfol­gre­ich­ste Fußball­mannschaft aus dem weit­eren Umkreis ist Ein­tra­cht Braun­schweig, momen­tan Zweitligist und nicht unbe­d­ingt spielerisch überzeu­gend. Sollte ich nun Anhänger dieser Mannschaft wer­den, weil ich alle paar Wochen ein­mal in der Nähe ihres Sta­dions unter­wegs bin, obwohl ich ihr keinen größeren Erfolg in abse­hbar­er Zeit voraus­sage? Ich meine: Nein.

Und so ist das auch mit unser­er Mannschaft, der “deutschen Elf”. Ich beurteile Fußball­mannschaften nach ihrem spielerischen Kön­nen und nicht nach der Nation­al­ität ihrer Spiel­er. (Über die Herkun­ft der “deutschen Spiel­er” reden wir lieber gar nicht erst, son­st bliebe von der deutschen Elf wohl keine zweis­tel­lige Zahl mehr übrig.) Der großar­tige Erfolg dieser Mannschaft während der let­zten inter­na­tionalen Wet­tbe­werbe lässt nur den Schluss zu, dass sich ein Anhänger­tum der deutschen Mannschaft nicht mit Ratio­nal­ität erk­lären lässt.

Jaha, “Deutsch­land jubelt”. Mit Brot (Grill­wurst) und Spie­len (Fußball) wird davon abge­lenkt, was die Bun­desregierung in ihrem stillen Käm­mer­lein wieder für Geset­zesini­tia­tiv­en plant. Mit jedem Tor fällt ein weit­eres Bürg­er­recht? Ach, wer redet schon von Poli­tik? Tooooor! — Tore fall­en und Toren jubeln, wahrschein­lich heißt es deswe­gen “Tor­jubel”.

Zum Glück dauert dieser kollek­tive Masochis­mus, dieses unter­wür­fige Ver­lan­gen danach, sich mit ein­er Ver­lier­ertruppe zu sol­i­darisieren und iden­ti­fizieren, nicht lange an. Sobald unsere Mannschaft nicht mehr mit­spielt, ebbt das Inter­esse am Fußball­sport regelmäßig ab, denn wer will schon zweiundzwanzig schwitzende Män­ner sehen?

Spätestens also am 17. Juni. Ich freue mich darauf.

Sonstiges
Wolfenbüttel: Endlich ausgeraubt!

Wer glaubte, die beschissene Kam­pagne “Typ­isch Nieder­sach­sen” sei in ihrer kom­plet­ten Bescheuertheit kaum noch zu übertr­e­f­fen, der lag wahrschein­lich richtig. Die Stadt Wolfen­büt­tel lässt den­noch nichts unver­sucht, diesen Erfolg zu übertrumpfen, und wirbt mit ver­schiede­nen Motiv­en dafür, dass man sich in Wolfen­büt­tel “endlich zuhause” wäh­nen kann.

Eines dieser Motive zeigt einen fröh­lichen Greis, der Wolfen­büt­tel fol­gen­der­maßen preist: “3 Wochen Kreuz­fahrt, 4 Tage bei den Enkeln, 1 mal aus­ger­aubt”.

“Wo man raubt, da lass dich nieder.” Endlich zuhause!

NetzfundstückePiratenparteiMir wird geschlecht
Positiver Sprachsexismus

Ana­tol Ste­fanow­itsch, son­st eigentlich ziem­lich heller Zeitgenosse, find­et in einem gestri­gen Blo­gein­trag den Grund­satz der Piraten­partei, dass es nur “den Pirat­en”, nicht aber “die Piratin” gibt, nicht gut.

Dass diese ollen Kamellen jet­zt nach über zwei Jahren wieder aufgewärmt wer­den, ist ein­er­seits beruhi­gend, weil es zeigt, dass die Piraten­partei offen­bar zurzeit kein großes Naziprob­lem hat, das wichtiger wäre, ander­er­seits muss man bedenken, dass Ana­tol Ste­fanow­itsch aus­drück­lich ein “Sprachlog” führt, also darauf bedacht ist, die deutsche Sprache nicht zer­stören zu helfen.

Die Sit­u­a­tion, auf die er reagiert, ist die, dass im “LQFB”, dem Liq­uid-Feed­back-Sys­tem der Piraten­partei, immer wieder Vorschläge einge­hen, wie man dieses ver­meintliche Prob­lem aus der Welt schaf­fen kön­nte, etwa, indem man die Mit­glieder der Piraten­partei for­t­an als Eich­hörnchen beze­ich­net, weil das Wort “Eich­hörnchen” nicht in männlich­er oder weib­lich­er Form existiert. Inwiefern das “bess­er” sein soll als mein vor über zwei Jahren ange­brachter Vorschlag, kün­ftig “Kamele” statt “Pirat­en” zu sagen, weiß ich nicht. Alter­na­tiv wird vorgeschla­gen, von “Pirat­en und Piratin­nen” zu sprechen, und dass dies unweiger­lich Proteste nach sich ziehen würde, es habe gefäl­ligst “Piratin­nen und Pirat­en” zu heißen, ist bere­its abse­hbar.

Dass das Wort “Mit­glied” nichts mit einem “Mit­pe­nis” zu tun hat, arbeit­et Ana­tol Ste­fanow­itsch noch gut her­aus:

Glied bedeutete ursprünglich (wie im Prinzip auch heute noch) „Kör­perteil“, die Bedeu­tung wurde dann auf alle möglichen Arten von Teilen erweit­ert, auf auf Teile von Grup­pen und Gemein­schaften. Mit­glied ist dann eine Ver­stärkung dieser Bedeu­tung. Die Beze­ich­nung des Penis als „Glied“ ist ein Euphemis­mus (der Ver­such, eine neu­trale Umschrei­bung für ein als unanständig emp­fun­denes Konzept zu find­en). Die fem­i­nis­tis­che Lin­guistin Luise Pusch, die als die Exper­tin für die deutsche Sprache und ihre Geschlechter­prob­lematik betra­chtet wer­den muss, kom­men­tiert in ein­er Glosse von 1982 diese falsche Her­leitung mit den Worten „Wir sagen den Män­nern nach, sie dächt­en immer nur an ‘das eine’. Weib­liche Wortschöp­fun­gen wie Ohneglied und Mitk­l­i­toris leg­en den Ver­dacht nahe, daß auch Frauen noch entsch­ieden zu oft daran denken.“

Lei­der ist das auch das einzig Überzeu­gende an seinem Beitrag, in dem er anson­sten “Leser/innen” und “Sprecher/innen” schreibt und also fleißig gen­dert. Er schlägt gar vor, kün­ftig von “Pirat/innen” zu sprechen, da, so die von ihm für valide befun­dene Argu­men­ta­tion, eine geschlecht­sneu­trale Sprache immens wichtig wäre; am Ende des Textes find­et er gar die Idee, kün­ftig “geschlecht­sneu­tral von Piratin­nen zu sprechen”, erwäh­nenswert. Inwiefern das eine Verbesserung sein soll, ver­rät er nicht.

Wenige Sätze zuvor erken­nt er noch richtig, dass der entsprechende Abschnitt in der Parteisatzung eine Wort­de­f­i­n­i­tion ohne Wer­tung ist, wie man wahrschein­lich eben auch “Toy­otas wer­den im Fol­gen­den als Autos beze­ich­net” schreiben kann, ohne von Opelbe­sitzern eins auf die Mütze zu bekom­men. “Der Men­sch” sei zum Beispiel trotz seines gram­matikalis­chen Genus’ ein geschlecht­sneu­trales Wort, da es keine geschlechtsspez­i­fis­chen For­men des Wortes gibt.

Nun, auch “der Pirat” ist ein geschlecht­sneu­trales Wort, denn in der vor­liegen­den Def­i­n­i­tion als Sam­mel­be­griff für Mit­glieder der Piraten­partei Deutsch­land ist es nicht iden­tisch mit der Beze­ich­nung “ein männlich­er Seefahrer”, son­dern eine sep­a­rate Wortschöp­fung, die eben nur zufäl­lig männlichen “Geschlechts” ist — wie sich eben auch die wenig­sten Frauen “die Men­schin” oder “das Men­sch” nen­nen wür­den, und das nicht nur deshalb, weil es scheiße klingt.

Dabei ist die Debat­te zum The­ma “Neu­tral­ität der Sprache” so ver­logen und wider­sin­nig wie nur wenige andere. Worauf der strit­tige Punkt in der Satzung hin­weisen soll, ist: Das Geschlecht spielt für einen Pirat­en keine Rolle. Es ist nicht wichtig, ob der Mit­pi­rat männlich, weib­lich, bei­des oder nichts von bei­dem ist, als Gemein­samkeit bleibt das poli­tis­che Ziel. Men­schen sollen — und soll­ten — nach ihrer Men­schlichkeit und nicht nach ihrem Geschlecht sortiert wer­den, wie es etwa die Grü­nen seit Jahren prak­tizieren. Was haben sie damit bis­lang erre­icht?

Wenn man nun anfängt, die geschlechtlichen Unter­schiede in der Sprache her­auszustellen, tren­nt man das “Kollek­tiv”, näm­lich die Pirat­en bei­der­lei Geschlechts, eben doch wieder in Männlein und Weiblein, was nicht sin­nvoll ist und bei der poli­tis­chen Zusam­me­nar­beit eher block­iert, weil es vom Wesentlichen ablenkt. Nur ein Sex­ist erachtet das Geschlecht für erwäh­nenswert. Anony­mus “irgen­dein Pirat” kom­men­tierte dort tre­f­fend:

Ich habe (…) abso­lut keine Lust darauf und finde es diskri­m­inierend, Texte zu lesen, wo man bei jedem per­so­n­en­be­zo­ge­nen Sub­stan­tiv expliz­it darauf hingewiesen wird, dass die Mehrzahl der Leute es anscheinend über­aus wichtig find­en, was sie zwis­chen den Beinen haben, und was sie damit anstellen.

Dem ist meines Eracht­ens nichts hinzuzufü­gen.

(Der Voll­ständigkeit wegen: Einige der hier vorge­bracht­en Argu­mente habe ich auch unter ver­link­tem Artikel als “Cthul­hux” in Kom­men­tar­form hin­ter­lassen, lei­der ohne nen­nenswerte Kon­se­quen­zen.)