MusikKaufbefehle
Elec­tric Moon – Luna­tics

Electric Moon - LunaticsDer­zeit rotiert in mei­nem Musik­spie­ler das Album „Luna­tics“ des deut­schen Kraut-/Spa­ce­rock­tri­os Elec­tric Moon, deren Gitar­rist und Orga­nist Sula Bass­a­na sich auch als Solo­künst­ler inzwi­schen einen recht bekann­ten Namen gemacht hat. Ich möch­te es wärm­stens emp­feh­len.

Es beginnt mit „Gefähr­li­che Pla­ne­ten­girls“, einem longtrack (vier der fünf Stücke auf dem Album über­schrei­ten die Elf-Minu­ten-Mar­ke), der trotz des Namens instru­men­tal ist. Gesun­gen wird auf dem Album nur spär­lich, aber dar­auf kommt es nicht an – Pink Floyds „Set the Con­trols for the Heart of the Sun“ lebt ja auch vor allem vom Instru­men­tal­spiel. Über­haupt ist die­ses Stück ein her­vor­ra­gen­der Ver­gleich, „Luna­tics“ klingt wie ein wür­di­ger Nach­fol­ger des Stücks in Alben­län­ge.

Elec­tric Moon – Gefähr­li­che Pla­ne­ten­girls

Gesang kommt zuerst in „Hotel Hell“ – im Ori­gi­nal, so weit mir bekannt, von den Ani­mals – zum Ein­satz. Pri­mär singt Bas­si­stin „Komet Lulu“, hier links im Bild, und das nicht mal schlecht. (Aller­dings fin­de ich auch, dass der Ori­gi­nal­in­ter­pret Eric Bur­don nicht son­der­lich gut singt. Ich fin­de ihn eher lang­wei­lig.)

Elec­tric Moon – Hotel Hell

Mit dem Drei­und­zwan­zig­mi­nü­ter „Moon Love“ gibt es dann noch mal einen wür­di­gen Abschluss im Stil von Pink Floyds „Careful With That Axe, Euge­ne“ (zu Deutsch etwa: „Sei vor­sich­tig mit dem Deodo­rant, Eugen!“), der aber auch Ken­nern (und Mögern) von Gong und den alten Hawk­wind gefal­len soll­te. Im Vor­der­grund steht wuch­ti­ger Bass, „Komet Lulu“ flü­stert dazu bedroh­lich vor sich hin. Es gibt sogar einen Refrain:

Moon Love.
Moon Love.
Moon Love.
(…)

„Sogar“ trifft’s übri­gens ganz gut. Elec­tric Moon machen pri­mär Spa­ce­rock. Das Stro­phe-Refrain-Stro­phe-Refrain-Refrain-Ende-Sche­ma wird von ihnen erfreu­li­cher­wei­se igno­riert. Radio­hö­rer, denen alles über drei Minu­ten schon unna­tür­lich lan­ge vor­kommt, wer­den herz­lich dazu ein­ge­la­den, lie­ber was ande­res zu hören. Ihnen wird eini­ges ent­ge­hen. Auch die Wie­der­ho­lung wird hier zele­briert: Das Grund­mu­ster der Stücke bil­den wie­der­keh­ren­de Rhyth­mus­mu­ster, über die dann gele­gent­lich eine erup­ti­ve Gitar­re gelegt wird. Das liest sich mono­to­ner als es eigent­lich ist, es pas­siert eigent­lich stän­dig etwas.

Gera­de das abschlie­ßen­de „Moon Love“ ist ein musi­ka­li­scher Orgas­mus, sich all­mäh­lich auf­bäu­mend und dann gleich­sam explo­die­rend. Die rich­ti­ge Musik ist, ich wie­der­ho­le mich sicher noch des Öfte­ren, Sex für den Kopf, nur bes­ser.

„Luna­tics“ ist ein gutes Album. Ich bit­te es zur Kennt­nis zu neh­men.
Gern gesche­hen.

In den Nachrichten
Kurz ver­linkt CLXXV: „Zu geni­al für die Deut­sche Bahn“

Woa­ha­ha­ha:

Mit „Call a Bike“ hat­te die Bahn den öffent­li­chen Nah­ver­kehr um eine genia­le Idee berei­chert. (…) Vor eini­gen Wochen hat die Deut­sche Bahn offen­bar gemerkt, wie geni­al das System ist. Und dann wohl beschlos­sen, dass dies nicht zu ihr passt.

So ungern ich auch Jour­na­li­sten für irgend­was lobe: Frank Stocker gehört hier­mit mei­ne vor­züg­lich­ste Hoch­ach­tung.

MusikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CLXXIV: Legal oder Ange­bot?

sueddeutsche.de berich­te­te gestern:

Es wird kaum noch ille­gal kopiert – weil es Alter­na­ti­ven gibt. (…) In Skan­di­na­vi­en ver­brei­te­ten sich rela­tiv früh Dien­ste wie Spo­ti­fy oder Net­flix , die den ein­fa­chen, lega­len Zugang zu Musik und Fil­men ermög­li­chen. Dabei kauft der Nut­zer nicht mehr ein­zel­ne Songs, son­dern erwirbt durch eine pau­scha­le Zah­lung Zugang zu mehr als 20 Mil­lio­nen Lie­dern. So ver­lie­ren die ille­ga­len oder halb­le­ga­len Mög­lich­kei­ten des Net­zes ihre Attrak­ti­vi­tät.

sueddeutsche.de berich­te­te am Diens­tag über Spo­ti­fy:

Grup­pen wie Led Zep­pe­lin und AC/DC haben ihr Reper­toire bis heu­te nicht frei­ge­ge­ben, diver­se klei­ne­re Künst­ler ver­lie­ßen den Dienst nach eini­ger Zeit fru­striert.

Ich schrieb im August 2012 zum glei­chen The­ma:

Aber wer Viel­falt will, der kann ja auch ein­fach ins Inter­net gucken.

Ich fin­de den ille­ga­len Datei­tausch jeden­falls nicht trotz, son­dern wegen Spo­ti­fy immer noch inter­es­sant. Dass Medi­en­jour­na­li­sten einen nicht all­zu breit gefä­cher­ten Musik­ge­schmack haben und zufrie­den mit dem sind, was man ihnen hin­wirft, ist ein wenig trau­rig zu sehen, aber sicher­lich nicht reprä­sen­ta­tiv. Ich emp­feh­le Mel­dun­gen wie die ein­gangs erwähn­te jeden­falls weit­räu­mig zu umfah­ren.

In den NachrichtenPiratenparteiWirtschaftPolitik
Die Lage der Nati­on (Stand: 19. Juli 2013)

(Vor­be­mer­kung: Ich wür­de mir nie­mals anma­ßen, sach­li­che und aus­ge­wo­ge­ne Bericht­erstat­tung über poli­ti­sche Vor­gän­ge, die mich als Wäh­ler mas­siv miss­ach­ten, aus­zu­üben. Auch jetzt nicht.)

Ach was: Das deut­sche PRISM ist wahr­schein­lich doch das­sel­be wie das US-ame­ri­ka­ni­sche PRISM. Das Kanz­ler­amt (CDU) wider­spricht die­ser Dar­stel­lung, das Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­ri­um (CDU) bekräf­tigt sie. In ande­ren Län­dern hät­te man eine Regie­rung, deren Orga­ne sich gegen­sei­tig auf Kosten der Wäh­ler belü­gen, ver­mut­lich bereits unsanft ent­sorgt. Ob die Fra­ge, ob es zwei oder nur ein PRISM gibt, mit­hil­fe des­sen deut­sche Bür­ger kon­ti­nu­ier­lich ihre Pri­vat­sphä­re zugun­sten irgend­wel­cher Sicher­heit ein­bü­ßen, über­haupt die ent­schei­den­de ist, gilt es bei­zei­ten zu prü­fen.

(Ein kur­zer Rea­li­täts­ab­gleich: 41 Pro­zent der deut­schen Wäh­ler wür­den momen­tan CDU/CSU wäh­len. Ein Staat, der euch das lästi­ge Den­ken erspart, klingt doch ein­la­dend, oder?)

Und es bleibt nicht bei PRISM. Da kommt noch viel mehr. Und wir wol­len wahr­schein­lich gar nicht wis­sen, was das geko­stet hat. Detroit ist näm­lich plei­te. Haben wir eigent­lich schon mal eine gan­ze Stadt geret­tet? Gibt es dort eine Bank?

Man soll­te mei­nen, zumin­dest der Pira­ten­par­tei käme die poli­ti­sche Ent­wick­lung zugu­te. Und tat­säch­lich erwacht sie aus dem Stand­by­mo­dus und grün­det, agil wie eh und je, erst mal eine AG Revo­lu­ti­on. Vor weni­gen Jah­ren woll­te die Pira­ten­par­tei noch das System refor­mie­ren, jetzt pro­kra­sti­niert sie das in Arbeits­grup­pen. Natür­lich wäre es viel­leicht auch für einen Wahl­er­folg im Sep­tem­ber loh­nens­wert, bei sei­nen Lei­sten zu blei­ben und mit einem kla­ren Pro­fil zu punk­ten, aber es gibt ande­re Pro­ble­me zu lösen, Neo­na­zis und Fla­schen­pfand­kür­zung und so. Die Regie­rung kri­ti­sie­ren kann man spä­ter auch noch.

Das mit PRISM, sagt der Innen­mi­ni­ster, ist ja auch nicht so schlimm. Wir soll­ten statt­des­sen froh dar­über sein, denn es räumt uns das Super­grund­recht der Sicher­heit ein. Wir bekom­men mehr Rech­te und beschwe­ren uns auch noch dar­über, wir undank­ba­res Volk.

Es gibt da übri­gens noch so ein Super-Grund­recht, fest ver­an­kert im Grund­ge­setz:

(3) Die Gesetz­ge­bung ist an die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung, die voll­zie­hen­de Gewalt und die Recht­spre­chung sind an Gesetz und Recht gebun­den.

(4) Gegen jeden, der es unter­nimmt, die­se Ord­nung zu besei­ti­gen, haben alle Deut­schen das Recht zum Wider­stand, wenn ande­re Abhil­fe nicht mög­lich ist.

Ich wäre dann jetzt so weit.

Netzfundstücke
Trink ’ne Coke mit alles und scharf.

Apro­pos „bescheu­er­te Wer­be­maß­nah­men“: Gro­ßes Auf­se­hen erregt zur­zeit die merk­wür­di­ge Wer­be­ak­ti­on „Trink ’ne Coke mit…“. Auf coke.de (bewusst nicht ver­linkt) kann man also einen belie­bi­gen Namen ein­ge­ben und bekommt im Aus­tausch gegen ein paar Euro vir­tu­el­len Gel­des eine Lie­fe­rung damit bedruck­ter Zucker­brau­se­fla­schen und/oder (offen­bar) ‑Dosen. Einen belie­bi­gen? So ein­fach will man es dem Streich­freund nicht machen.

Dass Namen wie „Hit­ler“, „Ulri­ke Mein­hof“, „Mao Zedong“ und „Goeb­bels“ in man­chen Schreib­wei­sen nicht erwünscht (und damit mög­lich) sind, ist selbst­er­klä­rend, auch „… mit dei­ner Mud­der“ funk­tio­niert nicht (im Gegen­satz übri­gens zu „dei­ner Mut­ter“ – damit fällt das Geschenk zum Mud­der­tag wohl aus). Die nahe lie­gen­den Begrif­fe „Zucker“, „Säu­re“ und „Gift“ sind eben­so uner­wünscht wie „Rat­ten“, Kari­es“, „Krebs“ und „Syphi­lis“. Das gespann­te Netz ist aber löch­rig, wie es sich für ein gutes Netz gehört – mit „Salz“, „Trip­per“, „Läu­sen“, „Kat­zen“, „Schup­pen“ und „Knob­lauch“ dürft ihr eure coke also gern bestel­len.

Auch Kon­kur­renz fürch­tet man: Mit Pep­si, Fritz­ko­la und Dr. Pep­per ist kei­ne coke zu bestel­len, jedoch mit den eige­nen Pro­duk­ten Sprite, Fan­ta und 7‑up („Seven Up“). Zah­len sind nicht mög­lich, Twit­ter­nut­zer müs­sen also auf ihre „Coke mit <3“ ver­zich­ten. Offen­bar sind zumin­dest Pro­duk­te erlaubt, für die es kei­ne haus­ei­ge­nen Alter­na­ti­ven gibt, etwa Sel­ters, Brok­ko­li, Sel­le­rie und Rosen­kohl. Eine Coca-Cola-Alter­na­ti­ve zu Bären­saft scheint es aller­dings zu geben, denn auch „Coke mit Bären­saft“ kann man nicht bestel­len.

Eben­so ist es übri­gens nicht mög­lich, ’ne „Coke mit Mine­ral­was­ser“ zu bestel­len, denn bei ass schlägt der inte­grier­te Wort­fil­ter wie­der zu. Der ist aus irgend­wel­chen Grün­den öffent­lich ver­füg­bar und bringt mir Wör­ter (etwa „fal­ki­al­ki“ und „sloven“) und Namen (etwa Burk­hard Gar­weg) bei, die ich bis­her noch nicht kann­te und die mich tat­säch­lich zur Bil­dung durch Recher­che ani­mier­ten. Doof halt, wenn ein poten­zi­el­ler Kun­de so heißt.

Offen­bar durch­aus nicht nur erwünscht, son­dern aus­drück­lich emp­foh­len wer­den gram­ma­ti­ka­li­sche Fehl­schlä­ge wie „… mit dei­nem Held“ und „… mit dei­nem Prinz“, das belegt das Foto des Tages am 16. Juli 2013. Trink ’ne Coke mit Pein­lich­keit. Wahr­schein­lich ist es unnö­tig zu erwäh­nen, dass auch das mög­lich ist.

Dar­auf einen Whis­key – ohne Coke. Kann ich näm­lich nicht bestel­len.

(via herz­mei­ster der wel­ten)


In wei­te­ren Nach­rich­ten und apro­pos Twit­ter: Papst Franz sagt, wer ihm auf Twit­ter folgt, der wird von sei­nen Sün­den befreit. Dafür mache ich nicht mein schö­nes Twit­ter schmut­zig. Ich gebe nur zu beden­ken, dass letz­tes Mal, als irgend­je­mand im gro­ßen Stil Ablass ver­kauf­te, ein damit unzu­frie­de­ner Mönch spon­tan die evan­ge­li­sche Kir­che grün­de­te. Nicht, dass mich per­sön­lich eine wei­te­re christ­li­che Split­ter­kir­che stö­ren wür­de!

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Mit Bezahl­schran­ken gegen Wer­be­ein­nah­men

Als der Axel-Sprin­ger-Ver­lag (nicht mit dem weit weni­ger ekel­haf­ten Sprin­ger-Ver­lag zu ver­wech­seln) eini­ge Inhal­te von BILD.de als „BILD­plus“ kosten­pflich­tig zugäng­lich mach­te, war ich noch erleich­tert dar­über und froh­lock­te, dass nun also BILD selbst dazu bei­trägt, dass die brei­te Mas­se nicht ohne zusätz­li­che Hür­den wei­ter ver­blö­det.

Ande­re Ver­la­ge zie­hen nun aber nach:

Bis­lang hat man sich bei Zeit Online immer sehr zurück­hal­tend in Bezug auf zah­lungs­pflich­ti­ge Online-Inhal­te gege­ben, nun ist es aber fix. (…) Der­zeit sei­en bei Zeit Online die wich­tig­ste Ein­nah­me­quel­le die Wer­be­er­lö­se, aller­dings müs­se man künf­tig so vie­le Ein­nah­me­quel­len wie mög­lich auf­ma­chen, so Esser.

Eine Bezahl­schran­ke vor einer Web­site bedeu­tet auto­ma­tisch weni­ger Besu­cher, somit weni­ger Ein­nah­men durch ein­ge­blen­de­te Wer­bung. Es wer­den also mehr Ein­nah­me­quel­len auf­ge­macht, damit weni­ger Leser mehr zah­len. Aha. – Anders gesagt: ZEIT ONLINE soll (wie schon BILD.de) zum Eli­te­me­di­um wer­den, das nur noch denen voll­stän­dig offen steht, die es sich lei­sten kön­nen.

Spreu und Wei­zen. Und damit sind nicht die Leser gemeint.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CLXXIII: Hier­ar­chie als Feind der Demo­kra­tie

Gera­de auch vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len poli­ti­schen Ent­wick­lun­gen soll­te man sich gele­gent­lich dann doch mal wie­der fra­gen, wor­in eigent­lich die Ursa­che sel­bi­ger liegt.

flat­ter hat da eine Idee:

Das Elend aller auto­ri­tä­ren Herr­schaft, da tun sich Plu­to­kra­tie, Faschis­mus und Staats­so­zia­lis­mus gar nichts, ist die Hier­ar­chie, die Befehls­ket­te von oben nach unten. Eine demo­kra­ti­sche Gesell­schaft funk­tio­niert anders­her­um[.]

Dass Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten sepa­rat erwähnt wer­den müs­sen, lässt mich nicht vom Kon­zept des auf­ge­klär­ten, moder­nen Bür­gers über­zeugt sein, fürch­te ich.

In den Nachrichten
Kurz gefragt (2): Omid Nou­ri­pour!

Herr Nou­ri­pour, MdB im Auf­trag der Grü­nen,

wie Sie da Ihr Welt­bild via WELT ONLINE kon­se­quent vor­le­ben, ist sicher vor­bild­lich, aber ich hät­te da ein paar Fra­gen:

Bushi­do ist ein Auf­merk­sam­keits­pa­ra­sit. Das beste Mit­tel dage­gen ist: Igno­rie­ren!

Fra­ge: War­um reden Sie dann dar­über?

Irgend­wann wird dem letz­ten Fan auf­fal­len, dass die­ser Typ ein Glaub­wür­dig­keits­pro­blems (sic! A.d.V.) hat.

Fra­ge: Sie sind Poli­ti­ker der „Grü­nen“ (das waren die mit dem Krieg), rich­tig?

Ich war nie Ober­li­ga, aber bes­ser als Bushi­do kann ich bis heu­te noch rap­pen.

Fra­ge: Soll­te man Sie, Herr Nou­ri­pour, jetzt eigent­lich auch igno­rie­ren?

Nur so inter­es­se­hal­ber jetzt.

MusikNetzfundstücke
„Dei­ne“ Musik und mei­ne Musik

Wenn ich in die Biblio­thek gehe und mir ein Buch aus­lei­he, das ich gegen eine gerin­ge Gebühr lesen und kopie­ren, aber nicht im Ori­gi­nal behal­ten darf, ist es dann mein Buch?

Wenn ich in die Video­thek gehe und mir eine DVD aus­lei­he, die ich gegen eine gerin­ge Gebühr lesen und kopie­ren, aber nicht im Ori­gi­nal behal­ten darf, ist es dann mei­ne DVD?

Wenn ich in eine Dis­co­thek gehe und mir eine Plat­te anhö­re, die von einem DJ gegen eine gerin­ge Gebühr gespielt wird, ist es dann mei­ne Plat­te?

Wenn ich auf Spo­ti­fy („Dei­ne Musik über­all“), WiMP („… dei­ne Musik immer dabei“) oder ande­re Musik­strea­ming­sei­ten gehe und ein Lied abspie­le, das ich gegen eine gerin­ge Gebühr hören und kopie­ren, aber nicht im Ori­gi­nal behal­ten darf, ist es dann mei­ne Musik?

Schö­ne, neue, besitz­lo­se Welt.


Mal was ande­res: Gestern hat­te @schwarzblond auf Twit­ter, Herrn Urbach nicht unähn­lich, bekannt gege­ben, sie wer­de aus der Pira­ten­par­tei aus­tre­ten, sofern ein Mit­glied des Bun­des­vor­stands nicht unver­züg­lich sein Lob für einen ande­ren Pira­ten, der sich ihrer Mei­nung nach falsch ver­hal­ten hat­te, zurück­neh­me. Ich emp­feh­le sol­chen Vor­fäl­len übri­gens stets mit Gleich­gül­tig­keit zu begeg­nen. Wer sei­ne Mit­glied­schaft in einem nahe­zu belie­bi­gen Ver­ein davon abhän­gig macht, ob ein ande­res Mit­glied den eige­nen Wün­schen ent­spricht oder nicht, der ist in die­sem Ver­ein tat­säch­lich falsch und soll­te nicht am Gehen gehin­dert wer­den. Gerüch­ten zufol­ge ist Frau @schwarzblond übri­gens immer noch da.

In den NachrichtenNerdkrams
Nach­trag zum The­ma digi­ta­le Mün­dig­keit: „Nutz‘ Linux, da wir­ste nich‘ aus­spio­niert!“

Die Lösung für alle Über­wa­chungs­pro­ble­me laut Twit­ter: „Sky­pe und Face­book wer­den über­wacht! Lasst es uns unter Linux nut­zen!“


Auch und gera­de vor dem Hin­ter­grund der NSA-betrie­be­nen tota­len Über­wa­chung und mei­ner Auf­for­de­rung zu mehr digi­ta­ler Mün­dig­keit wer­de ich gele­gent­lich spöt­tisch gefragt, war­um ich auf einem mei­ner Syste­me nach wie vor auf Win­dows set­ze, das böse Win­dows mit dem NSAKEY von dem bösen Micro­soft, das sich per­fi­der­wei­se an die Geset­ze hält, und nicht eben­falls auf Free­BSD oder ande­re ver­meint­lich über­le­ge­ne (weil offe­ne) Syste­me. Beson­ders häu­fig ern­te ich die­se Kri­tik von Linux­nut­zern. Das ist ein wenig merk­wür­dig.

Dass der Quell­code von Linux näm­lich weit­ge­hend offen ver­füg­bar ist, bedeu­tet noch kei­ne Feh­ler­frei­heit oder Sicher­heit. Ver­öf­fent­lich­te Sicher­heits­lücken in ver­brei­te­ten Linux­dien­sten bis hin zu Kern­kom­po­nen­ten (etwa su/sudo) sind nahe­zu an der Tages­ord­nung. Vie­le Köche sehen mehr, aber sie ver­der­ben eben auch den Brei. Auch unter Umstän­den kri­ti­sche Lücken blei­ben da schon mal monate‑, gar jah­re­lang unbe­merkt. „Nimm Linux, da fal­len Feh­ler schnel­ler auf“. Hier hast du 2 Mil­li­ar­den Zei­len Quell­code der aktu­el­len Ver­si­on, der mor­gen schon wie­der ver­al­tet ist, guck sel­ber, ob da irgend­ein Hin­ter­tür­chen drin ist. Es ist schön, dass ihr den Quell­code theo­re­tisch ken­nen könnt, aber ver­traut ihr ihm? Wenn ja: War­um?

Es gibt kei­ne feh­ler­freie Soft­ware, das soll­te jedem Com­pu­ter­nut­zer klar sein. Aber kann es nicht auch sein, dass die NSA sich selbst Hin­ter­tü­ren in Win­dows ein­ge­baut hat? – Mög­lich ist das natür­lich. Die NSA ist poten­zi­ell unser Feind, das hat jeder außer der Kanz­le­rin wahr­schein­lich bereits gemerkt, und ihre Bon­bons sind höchst­wahr­schein­lich ver­gif- oh:

SELi­nux wird maß­geb­lich von der NSA und von dem Linux-Dis­tri­bu­tor Red Hat ent­wickelt. (…) Für Ker­nel 2.4.x gibt es einen Patch, in Ker­nel 2.6.x ist SELi­nux direkt inte­griert.

„Nimm Linux, das ist sicher vor der NSA“. Klar, der Quell­code ist offen. Und – habt ihr ihn über­prüft? Aber ich ver­ste­he schon: Die Linux-NSA ist gut und die Win­dows-NSA ist böse. So ein­fach geht das. Und eigent­lich ist ja auch nicht die NSA schuld, son­dern Micro­soft und Goog­le und Face­book und Apple sind schuld, dass sie Daten ihrer Benut­zer her­aus­ge­ben. (Dass Micro­soft dies aus­drück­lich ver­neint hat, wird gern ver­ges­sen.) Bei PRISM ging es im Übri­gen – das wird bei die­sem The­ma gern ver­ges­sen – auch nie dar­um, ob irgend­wel­che Hin­ter­tü­ren in Betriebs­sy­ste­men vor­han­den sind, viel­mehr ermög­licht es Geheim­dien­sten angeb­lich, auf live geführ­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und gespei­cher­te Infor­ma­tio­nen bei den betei­lig­ten Inter­net­kon­zer­nen zuzu­grei­fen. Angriffs­ziel von PRISM sind also nicht „eure Com­pu­ter“, es ist die cloud. Die cloud, das sind Goog­le Dri­ve und Goog­le Mail und die iCloud und Face­book und Win­dows Azu­re und Win­dows Sky­Drive und Drop­box und Ubun­tu One und auch eure „im eige­nen Land“, aber eben meist auf frem­der Hard­ware lie­gen­de own­Cloud. Das Betriebs­sy­stem, mit dem wir unse­re Daten hoch­la­den, ist hier­bei voll­kom­men uner­heb­lich. PRISM ist kei­ne Samm­lung von Tro­ja­nern, die direkt auf dem Lap­top Bil­der von euren Brie­fen und Mails machen. Das Pro­blem ist nicht das Betriebs­sy­stem, das Pro­blem sind die ach-so-nütz­li­chen Pro­gram­me, mit denen ihr eure Daten bear­bei­tet. Office 365, Pho­to­shop Crea­ti­ve Cloud, Goog­le Dri­ve – ihr lasst nicht nur zu, dass „eure Soft­ware“ nicht mehr euch gehört, ihr spei­chert die damit erstell­ten Wer­ke auch auf frem­den Rech­nern, ist halt so prak­tisch.

Rich­tig ist hin­ge­gen, dass es wich­tig ist, die Inte­gri­tät der eige­nen Daten stets zu gewähr­lei­sten. Ob man nun sei­ne Mails mit GnuPG ver­schlüs­selt (das geht unter Win­dows übri­gens mit The Bat! deut­lich leich­ter als mit dem stro­ke­li­gen Thun­der­bird, das in die­sem Zusam­men­hang gern genannt wird), im instant mes­sen­ger sei­ner Wahl stan­dard­mä­ßig OTR-Ver­schlüs­se­lung akti­viert oder sei­ne Drop­box absi­chert: Wel­ches Betriebs­sy­stem ihr dafür ver­wen­det, bleibt allein euren Vor­lie­ben über­las­sen. Ihr wollt ver­hin­dern, dass die NSA eure Daten bekommt? Viel­leicht soll­tet ihr sie ihr dann ein­fach nicht unge­be­ten in den Brief­ka­sten wer­fen.

Und – sind eure Daten sicher?

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CLXX (2): Wir, die Staats­fein­de, leben wenig­stens nicht in der DDR.

Wisst ihr noch, als der Regie­rungs­spre­cher die Abhör­si­tua­ti­on in Deutsch­land mit dem Kal­ten Krieg ver­gli­chen hat? Nun, wir haben Glück gehabt, so schlimm ist es nicht, sagt die Kanz­le­rin:

Die Bun­des­kanz­le­rin stellt sich in der NSA-Abhör­af­fä­re hin­ter die deut­schen Geheim­dien­ste. (…) Sie wün­sche sich, „dass wir die not­wen­di­ge Dis­kus­si­on mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka in einem Geist füh­ren, der bei allen mehr als berech­tig­ten Fra­gen nie ver­gisst, dass Ame­ri­ka unser treue­ster Ver­bün­de­ter in all den Jahr­zehn­ten war und ist.“

Wie eben die Sowjets immer die treue­sten Ver­bün­de­ten der DDR waren, wenn man ein Herr-und-Skla­ven-Ver­hält­nis denn zum Bünd­nis per­ver­tie­ren möch­te; ich zum Bei­spiel kann mich nicht dar­an erin­nern, dass „Ame­ri­ka“ Deutsch­land in den letz­ten paar Jahr­zehn­ten irgend­ei­nen Gefal­len getan hät­te.

Dass deut­sche Bür­ger indes von meh­re­ren Staa­ten aktiv bespit­zelt wer­den, hat mit der Arbeit der Sta­si, mit der das gern ver­gli­chen wird, über­haupt nix zu tun!!1:

„Für mich gibt es über­haupt kei­nen Ver­gleich zwi­schen der Staats­si­cher­heit der DDR und der Arbeit der Nach­rich­ten­dien­ste in demo­kra­ti­schen Staa­ten. (…) Die Arbeit von Nach­rich­ten­dien­sten in demo­kra­ti­schen Staa­ten war für die Sicher­heit der Bür­ger immer uner­läss­lich und wird es auch in Zukunft sein.“

Ach so. Sicher­heit! So kann man es auch sehen: Wir müs­sen nie wie­der Angst vor Daten­ver­lust haben, es gibt ja ein Back­up.

Wer hat noch mal die­ses Pack gewählt?

PersönlichesMusik
Mein Musik­fa­schis­mus: Die „ande­re“ Geschich­te.

Ich hat­te im August 2010 unter dem Titel „Mein Musik­fa­schis­mus“ unter ande­rem geschrie­ben:

Mit dem „Sound­track mei­nes Lebens“ (…) untrenn­bar ver­bun­den sind und blei­ben so die Tex­te der Ärz­te, der Toten Hosen und der Fan­ta­sti­schen Vier. Aber das ist eine ande­re Geschich­te.

Viel­leicht ist es an der Zeit, euch die­se Geschich­te zu erzäh­len. Kei­ne Sor­ge: Sie ist trotz ihrer Zeit­span­ne recht kurz.

In jun­gen Jah­ren war ich, wie so vie­le mei­ner Alters­ge­nos­sen, noch leicht zu beein­drucken von deutsch­spra­chi­ger Rock­mu­sik. Über das Radio geriet ich an Die Ärz­te, über Freun­de an Die Toten Hosen („Zehn klei­ne Jäger­mei­ster“ – wenn man 14 oder 15 ist, fin­det man das zum Brül­len). Wie genau ich an die Fan­ta­sti­schen Vier gera­ten bin, weiß ich heu­te nicht mehr – wahr­schein­lich trägt eben­falls das Radio die Schuld. „Arsch­loch! Arsch­loch! Arsch­loch!“ war tat­säch­lich die zwei­te Lied­zei­le, die ich in mei­nem Leben bewusst aus­wen­dig kann­te; die erste lau­te­te: „Hörst du die Glocken von Stel­la Maria, von Stel­la Maria, von Stel­la Maria?“. – Ich hat­te, wie erwähnt, eine musi­ka­lisch gese­hen nicht unbe­dingt tol­le Kind­heit.

Mit mei­nem ersten ernst zu neh­men­den Lie­bes­kum­mer weni­ge Jah­re spä­ter fie­len also die Kennt­nis der Lied­tex­te von Für uns (Die Ärz­te), Der Frosch­kö­nig (Die Toten Hosen) und Sie ist weg (Die Fan­ta­sti­schen Vier). Das sind viel­leicht kei­ne idea­len musi­ka­li­schen Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­ar­bei­tung der ver­flos­se­nen ersten Lie­be, und gehol­fen hat es auch nicht, aber das wohl wesent­lich hilf­rei­che­re „OK“ von Farin Urlaub lag mir damals noch nicht so nahe. Heu­te erscheint es mir wahr­schein­lich, dass ich see­li­schen Schmerz immer mit Gegen­schmerz zu bekämp­fen ver­such­te statt ihn mit fröh­li­chem Pop zu über­tö­nen. Por­tu­gal. The Man wären ver­mut­lich eben­falls in der Lage, mich aus der dama­li­gen see­li­schen Lage zu befrei­en, aber ich hat­te es schlicht nicht ver­sucht.

Eini­ge Jah­re spä­ter lern­te ich eine Frau ken­nen, die wie ich die Fan­ta­sti­schen Vier vor allem wegen ihrer Tex­te zu schät­zen wuss­te. Wir hör­ten oft „Viel“ und teil­ten unser Leid, dass sich in den Tex­ten eigent­lich unser gan­zes Leben spie­gel­te. Als sie irgend­wann, wie ich es längst gewohnt war, das Inter­es­se an mir ver­lor, begann für mich auch der Text von „Ewig“ etwas Per­sön­li­ches zu bedeu­ten, und immer wie­der auch „Der Frosch­kö­nig“ und spä­ter „Nichts in der Welt“. Dass jun­ge Men­schen heut­zu­ta­ge ihren Kum­mer meist (wenn schon nicht in Alko­hol) in eng­lisch­spra­chi­gem Pop oder manch­mal Grunge erträn­ken, kann ich inso­fern nur begrenzt ver­ste­hen. Kurt Cobain (oder Tay­lor Swift) moch­te gele­gent­lich Ähn­li­ches besin­gen wie das, was im Her­zen der unglück­lich Ver­lieb­ten vor sich geht, aber das Herz spricht nun mal die Mut­ter­spra­che, auch dann, wenn man als unglück­lich ver­lieb­ter Teen­ager „i miss u“ in Baum­rin­den (und auf vir­tu­el­le Pinn­wän­de) ritzt und dabei „ich ver­mis­se dich“ fühlt. Zum Füh­len ist so ein Herz nie zu bequem, und das ist eigent­lich ärger­lich. Viel­leicht ist auch das eine Mani­fe­sta­ti­on mei­nes Musik­fa­schis­mus‘: Gefühls­be­wäl­ti­gung mit eng­lisch­spra­chi­ger Pop­mu­sik kann ich nicht ernst neh­men.

Part­ne­rin­nen also, ob nun mit enger oder nahe­zu ohne Bin­dung gegen­über ein­an­der, kamen und gin­gen, sie blie­ben nie lan­ge. Zurück aber blie­ben immer die Toten Hosen, die Ärz­te und die Fan­ta­sti­schen Vier mit ihren zeit­lo­sen Tex­ten, die so über­zeu­gend wie sonst wohl nur weni­ge die Emo­ti­ons­welt eines Ver­las­se­nen abzu­bil­den und nicht nur zu para­phra­sie­ren ver­mö­gen und so das Leid des Hörers tei­len, statt ihm nur die kal­te Schul­ter zum Aus­wei­nen zu zei­gen.

Dafür soll­ten wir die­sen Künst­lern ewig dank­bar sein.

SonstigesIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CLXXII: War­um Ver­lie­rer nicht gegen­dert wer­den

Da die Medi­en gern Stu­di­en bemü­hen, um die Dis­kri­mi­nie­rung irgend­wel­cher Men­schen­grup­pen zu bele­gen (ich berich­te­te), kann es heil­sam sein, gele­gent­lich auf ein­an­der wider­sprüch­li­che Stu­di­en auf­merk­sam zu machen. Medi­en­kom­pe­tenz will gelernt sein.

Im Gegen­satz zu den Stu­di­en, die eine struk­tu­rel­le, gesell­schaft­li­che Dis­kri­mi­nie­rung aus­schließ­lich der Frau­en dia­gno­sti­zie­ren, steht zum Bei­spiel eine Daten­er­he­bung des Sta­ti­sti­schen Bun­des­amts, die Wal­ter Holl­stein – ein Mann, ver­steht sich – auf Sueddeutsche.de zusam­men­fasst. Ich gehe davon aus, dass bereits die­ser Satz man­chen ver­meint­lich auf­ge­klärt-pro­gres­si­ven Leser zu der Behaup­tung ver­lei­ten wird, dass ein Mann gar nicht fähig sei, objek­tiv über Geschlech­ter­rol­len zu berich­ten. Nur: Wer dann?

Also, der Herr Holl­stein so (teils zitie­ren­der­wei­se):

„Medi­en und Frau­en haben Män­nern über Jahr­zehn­te erzählt, sie sei­en über­flüs­sig, gewalt­tä­tig, dumpf und sowie­so ein Irr­tum der Natur. Da ist es doch kein Wun­der, dass sie kei­ne Stüt­zen der Gesell­schaft wer­den wol­len.“ (…) In den ver­gan­ge­nen vier Jahr­zehn­ten sind Tren­nun­gen und Schei­dun­gen zu etwa 75 Pro­zent von Frau­en aus­ge­gan­gen. Nun sor­gen Män­ner vor, indem sie sich erst gar nicht mehr auf eine Bezie­hung ein­las­sen – vor allem nicht auf eine, die staats- und stan­des­amt­lich zemen­tiert wird. (…) Die Poli­tik ist an die­ser Ent­wick­lung nicht unschul­dig. Sie hat über vier Jahr­zehn­te hin­weg nur Mäd­chen und Frau­en geför­dert. Das angeb­lich so star­ke männ­li­che Geschlecht hat sie ver­ges­sen.

Ich mei­ner­seits bedan­ke mich bei Wal­ter Holl­stein dafür, dass ich nun end­lich weiß, dass mei­ne gele­gent­lich ver­spür­te Ein­sam­keit nur ein Zei­chen mei­ner Frei­heit ist.

(Super-Sym­bol­fo­to auch: „Beim Käse­rol­len am Cooper’s Hill in Glouce­ster, Groß­bri­tan­ni­en, kugeln jun­ge Män­ner den Berg hin­un­ter.“ Ich hat­te mir mein Leben irgend­wie anders vor­ge­stellt.)

ProjekteNerdkrams
Neu­es: eMu­le beba 2.72 sowie Open­Down­loa­d² 3.4.2

Für die­je­ni­gen unter euch, die hier mit­le­sen, weil sie gern Neu­es von mei­nen eher tech­ni­schen Pro­jek­ten erfah­ren möch­ten, gibt es übri­gens wie­der zwei Nach­rich­ten zu ver­mel­den. Ich bit­te um Beach­tung sowie um Ver­zei­hung für die außer­plan­mä­ßi­ge Unter­bre­chung des gewohn­ten Ablaufs.

Erstens:
Vor ein paar Tagen habe ich Open­Down­loa­d² aktua­li­siert. Die­se Erwei­te­rung rüstet den „Ausführen“-Knopf für Down­loads in den Brow­sern Fire­fox und Sea­M­on­key nach. Sie hat nun ein eige­nes Sym­bol bekom­men und macht hof­fent­lich weni­ger Feh­ler beim Erken­nen, wann eine Datei aus­führ­bar ist und wann nicht. (Nach­trag von Mit­te August 2013: Nein, macht sie nicht – eine neue­re Ver­si­on ist bereits hoch­ge­la­den wor­den.)

Zwei­tens:
Ich habe heu­te end­lich die Arbeit an eMu­le beba 2.72 been­det. Es wur­de ein lang­jäh­ri­ger, grö­ße­rer (aber blö­der) Feh­ler beho­ben, der die Bewer­tung von Cli­ents in der War­te­schlan­ge unter Umstän­den inkor­rekt vor­nahm. Außer­dem wur­de die Ver­si­ons­über­prü­fung ver­bes­sert.

Fra­gen und Anre­gun­gen zu die­sen Pro­jek­ten, ins­be­son­de­re zu den neu­en Ver­sio­nen, neh­me ich wie gewohnt unten im Kom­men­tar­be­reich ent­ge­gen. Besten Dank für die Auf­merk­sam­keit.