Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Mit Bezahl­schran­ken gegen Wer­be­ein­nah­men

Als der Axel-Sprin­ger-Ver­lag (nicht mit dem weit weni­ger ekel­haf­ten Sprin­ger-Ver­lag zu ver­wech­seln) eini­ge Inhal­te von BILD.de als „BILD­plus“ kosten­pflich­tig zugäng­lich mach­te, war ich noch erleich­tert dar­über und froh­lock­te, dass nun also BILD selbst dazu bei­trägt, dass die brei­te Mas­se nicht ohne zusätz­li­che Hür­den wei­ter ver­blö­det.

Ande­re Ver­la­ge zie­hen nun aber nach:

Bis­lang hat man sich bei Zeit Online immer sehr zurück­hal­tend in Bezug auf zah­lungs­pflich­ti­ge Online-Inhal­te gege­ben, nun ist es aber fix. (…) Der­zeit sei­en bei Zeit Online die wich­tig­ste Ein­nah­me­quel­le die Wer­be­er­lö­se, aller­dings müs­se man künf­tig so vie­le Ein­nah­me­quel­len wie mög­lich auf­ma­chen, so Esser.

Eine Bezahl­schran­ke vor einer Web­site bedeu­tet auto­ma­tisch weni­ger Besu­cher, somit weni­ger Ein­nah­men durch ein­ge­blen­de­te Wer­bung. Es wer­den also mehr Ein­nah­me­quel­len auf­ge­macht, damit weni­ger Leser mehr zah­len. Aha. – Anders gesagt: ZEIT ONLINE soll (wie schon BILD.de) zum Eli­te­me­di­um wer­den, das nur noch denen voll­stän­dig offen steht, die es sich lei­sten kön­nen.

Spreu und Wei­zen. Und damit sind nicht die Leser gemeint.