Montach! Wah!
Does it make you nervous?
Does it make you nervous?
Does it, does it, does it, does it, does it make you nervous?
Guten Morgen!
Montach! Wah!
Does it make you nervous?
Does it make you nervous?
Does it, does it, does it, does it, does it make you nervous?
Guten Morgen!
Ein interessantes medienübergreifendes Phänomen im comic und im Zeichentrick – statisch wie animiert – ist die weitgehend ähnliche Darstellung von Schwebezuständen. Tatsächlich scheinen Außerirdische, Raumschiffe und weitere flugfähige Elemente eines solchen Mediums grundsätzlich Hummeln im Hintern zu haben; sie heben und senken sich kontinuierlich.
Bemerkenswert ist, dass Galaxius vom Saxilus in der Serie „Familie Feuerstein“ (1959 – 1966) noch nicht zur schwankenden Schwebe neigte:
In der Gegenwart und Zeichentrickzukunft dagegen hat man das offenbar vergessen; seit einigen Jahrzehnten bis in ferne Zukunft scheint es auf der Zeichentrickerde mittlerweile unmöglich zu sein, den unbewegten Schwebezustand zu erreichen (cf. Futurama 7x14 „2‑D Blacktop“ und weitere Episoden mit „schwebenden“ Fahrzeugen und Raumschiffen). Die Fernsehserie „Darkwing Duck“ etwa ist eine reichhaltige Quelle für anschauliche Belege (man beachte etwa die Kinder am Anfang dieser Episode; Laufen ist eben sooo 21. Jahrhundert), Analogien sind in den meisten Disneytrickproduktionen zu finden. Dieser Drang nach Verdeutlichung des Schwebezustands manifestiert sich sogar in nicht animierten comics, in denen das In-der-Luft-Stehen nicht ohne die einst von Rudolph Dirks erdachten Bewegungsstreifen zu funktionieren scheint. Bloße Effekthascherei?
Die aus mir unergründlichen Gründen beliebte Filmreihe „Star Trek“ zum Beispiel, die selbst auf bloße Effekthascherei setzt, zeigt des Öfteren im freien Raum schwebende Objekte, auch Raumschiffe. Die stehen einfach in der Luft, die schwingen nicht auf und ab. Wenn vor eurer Nase plötzlich ein Polizist aus der Zukunft apparierte und, während er mit euch spricht, ständig in der Luft herumwackelt, wie viel Respekt würdet ihr ihm zollen können, sofern er ihn verdiente?
Worauf ich eigentlich hinauswill, ihr Manga‑, Comic- und sonstigen Zeichner: Schweben ist ein unbewegtes Tun. Nehmt das bitte wohlwollend zur Kenntnis.
Verständnisfrage:
Tagelange teils blutige Massenproteste, die zum Sturz eines Präsidenten und zur Machtübernahme durch das Militär des jeweiligen Landes führen, würdet ihr doch auch „Bürgerkrieg“ nennen, oder?
Nach tagelangen teils blutigen Massenprotesten für und gegen den Islamisten Mursi hatte das Militär den ersten freigewählten Präsidenten Ägyptens am Mittwochabend gestürzt und unter Arrest gestellt. Weltweit löste die Entwicklung Sorge vor weiterer Gewalt bis hin zu einem Bürgerkrieg aus.
Huch – am Ende wird noch jemand verletzt!
(Vorbemerkung: Vielleicht wäre es für das Ansehen der Piratenpartei klüger, auf diesen Text zu verzichten. Ich persönlich würde aber gern weiterhin mit Stolz statt voller Scham dazu stehen, Pirat zu sein; dazu gehört es, auch unbequeme Vorfälle zu protokollieren. Ich bin Pirat und ich finde das gut. – Alle Namen wurden gekürzt, um weiteren Schaden abzuwenden.)
In unserer beliebten Reihe „warum man die Piratenpartei momentan nicht in irgendwelchen Parlamenten sehen wollen sollte“ hat sich schon seit Wochen nichts mehr getan. Die Piratenpartei wäre aber nicht die Piratenpartei, wenn sie diesen untragbaren Zustand nicht schnellstmöglich revidieren würde. Nun: Mission erfolgreich!
Am Sonnabend nämlich fand in Dessau im schönen Sachsen-Anhalt, dem Land der Frühaufsteher (wer halt sonst nüscht hat), bekanntlich ein außerordentlicher Parteitag der dortigen Piratenpartei statt. Nachdem im Mai der Vorstand großteils zurückgetreten war, war der Landesverband praktisch entscheidungs- und damit handlungsunfähig. Dass die Einladungen für den anberaumten Termin teilweise einige Tage zu spät abgeschickt wurden und damit der Parteitag theoretisch anfechtbar ist, ist ein interessantes Bonmot, aber bei Piraten ja längst guter Stil. (Ob das noch zu Problemen führen wird, bleibt abzuwarten.)
Auf diesem Parteitag jedenfalls sollte also ein neuer Landesvorstand gewählt werden. Da die eigentlich beabsichtigte Versammlungsleitung, unter anderem bestehend aus dem gegenwärtigen Lebensabschnittsgefährten der ehemaligen Landesvorsitzenden, nennen wir sie Frl. O., womöglich aufgrund von Befangenheit nicht fähig gewesen wäre, sich nicht aktiv ins Wahlgeschehen einzumischen, bot sich ein Team aus Niedersachsen an, das bereits Erfahrungen als Versammlungs- und Wahlleitung gesammelt hatte; so hatte etwa der designierte Versammlungsleiter in diesem Team zuvor schon einige Parteitage auf kommunaler wie auf Landesebene geleitet. Dieses Team hatte sich, um optimal auf die Aufgabe vorbereitet zu sein, im Vorfeld des Parteitags quasi ununterbrochen mit der Geschäftsordnung des Parteitags beschäftigt und sie an vielen Stellen rechtssicher umgeschrieben, um weitere Anfechtungen zu erschweren. (Dass das nicht ganz geklappt hat, siehe oben, ist zumindest nicht dem Team anzulasten.) Bis dahin stand diese – von allen vermeintlich unbemerkt – wegen des Begriffs der „Beurkundung“, ursprünglich mittels copy & paste aus der Geschäftsordnung eines Bundesparteitags kopiert und somit für einen Landesparteitag eigentlich nicht einmal tauglich, auf sehr wackligen Füßen. Ein Hauch hätte genügt, sie umzuwerfen. Nun stand also ein eingespieltes Dreierteam aus optimal vorbereiteten Freiwilligen zur Verfügung, die Verantwortung für den reibungslosen Ablauf des Parteitags auf sich zu nehmen.
Es fällt mir als nicht direkt in den Entscheidungsprozess involviertem Piraten also nicht unbedingt leicht, etwas anderes als die Gier nach Machterhalt zu unterstellen, wenn ich den Umstand bewerten soll, dass Frl. O. eigens einen Gegenkandidaten für die Versammlungsleitung aus München (Bayern) einfahren ließ. Um ihrem Gegenkandidaten Rückhalt aus der Versammlung zu verschaffen, verbreitete sie wissentlich Unwahrheiten über die Konkurrenten; sie hätten das nie gemacht und keine Erfahrung oder dergleichen. Ja, Frl. O., sonst vor allem dafür bekannt geworden, sich nur allzu gern mit Leuten zu umgeben, die im Hintergrund die Fäden zu ziehen glauben, hat eine faszinierende Karriere hinter sich; von der Versammlungsleitungsnovizin zur Tellerwäscherin im inner circle. Dafür müssen andere lange buckeln!
Trotz aller Vernetzung und Strippenzieherei scheiterte ihr Vorhaben, die Wahl des neuen Vorstands unter die eigene Ägide zu stellen. Der eigens aus München angekarrte Versammlungsleiter bekam zumindest angesichts der erdrückenden Vielzahl an Menschen im Publikum – ganze 50 akkreditierte Piraten stellten den Höchstwert des Tages dar – Lampenfieber und weigerte sich, seinen zuerkannten Posten auszuüben. Stattdessen stellte er sich also als Wahlleiter zur Wahl; wohlgemerkt: als vollkommen unvorbereiteter Wahlleiter (der sich das durchaus anmerken ließ), der nicht einmal mit der gültigen (also alten) Geschäftsordnung vertraut war, wollte er einen Teil des eingespielten Teams ersetzen. Wohl auch aufgrund der Fürsprache Frl. O.s wurde er zumindest in diesem Amt bestätigt. Inwiefern das nun eine Verbesserung gegenüber der ursprünglich geplanten Besetzung sein sollte, ist mir unbekannt.
Der Parteitag lief dann auch ohne größere Probleme ab. Warum nun eigens jemand aus Bayern anreisen musste (wofür ihm Fahrtkosten aus Parteikassen zustehen), bleibt zu hinterfragen. Die Torpedierung der Versammlungsleitung ist zumindest gescheitert. Beängstigend ist jedoch, warum es sich ein ganzer Landesverband, in dem es in den letzten Monaten nicht unbedingt gesittet und produktiv vorging, es fördert, dass ein ehemaliges Vorstandsmitglied versucht einen geregelten Ablauf der Neuwahl zu verhindern. Bedenklich ist dabei auch, dass dieses ehemalige Vorstandsmitglied wohl keinerlei Konsequenzen zu befürchten hat.
Wer will Popcorn?
„Abhören von Freunden, das ist inakzeptabel, das geht gar nicht, wir sind nicht mehr im Kalten Krieg“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.
Dieser Staat betrachtet uns folglich als Feinde. Wir sollten ihn entsprechend behandeln.
Montag und
ein Brummen, warm, feucht
im Kopf, im Herzen
schwer, Glas, Wolken.
– ich
– ira
Guten Morgen?
Ich werde gelegentlich gefragt, warum ich als Alternative zu dem nicht erst wegen PRISM und TEMPORA höchst bedenklichen Onlinedienst Google Mail grundsätzlich empfehle, einen eigenen Mailserver aufzusetzen. Sei das nicht übertrieben, wenn man es mit einem Durchschnittsnutzer zu tun hat, der nur mal eben seinen Mailverkehr abwickeln will?
Tja: Nein.
Dabei ist das eigentliche Problem nicht einmal, dass es schwierig ist, einen „fertigen“ Mailanbieter zu finden, der garantiert keine Hintertürchen für NSA oder BND offen hält und den Inhalt von Mails nicht an Werbepartner verscherbelt. (Ob es einen solchen überhaupt gibt, bleibt festzustellen.) Das Problem ist das mit der digitalen Mündigkeit.
Menschen möchten grundsätzlich die Kontrolle darüber, was sie wem preisgeben, behalten. Sie möchten wissen, wer ihr Leben wie und warum mitbestimmt. Da kann es kulturelle Unterschiede geben, aber ich habe die Hoffnung, dass es zum Beispiel ein politisch radikaler Monarch dieser Tage schwer haben dürfte, in Deutschland eine Alleinherrschaft zu errichten. Die Menschen würden Fragen stellen, auch, weil es schon mehr als genug Diktaturen auf deutschem Boden gab. Demokratie (parlamentarisch) haben die meisten Deutschen gelernt, sie haben das Recht auf Mitbestimmung zumindest prinzipiell verstanden. Anders verhielte es sich wahrscheinlich, wenn sie nie von dem Konzept einer Demokratie gehört hätten. Viele Bürger, die in einer Diktatur leben, kennen alternative Staatsentwürfe vielleicht nicht einmal und halten eine Diktatur daher für eine gute Lösung. (Andere halten sie auch in Kenntnis demokratischer Prinzipien für eine solche. Das hat dann andere Gründe.)
So ähnlich verhält es sich nach meinem Dafürhalten mit der digitalen Mündigkeit. In einer Zeit, in der der gemeine Nutzer über all der Bequemlichkeit des Internets zusehends an Rechten und Privatsphäre verliert, ist es insbesondere wichtig, dass er das Konzept versteht. Google Mail kann nützlich und irre bequem sein, das stelle ich nicht in Abrede. Für den „DAU“, den „dümmsten anzunehmenden User“, sei alles Andere vollkommen irrelevant, höre ich oft. Aber warum sollte ein solcher „DAU“ immer einer bleiben? Tatsächlich bin ich davon überzeugt, dass mehr Menschen sich für die Probleme von Drittanbieterdiensten interessieren würden, wüssten sie um deren Schwächen.
Das Versenden und Empfangen von E‑Mails über von Dritten kontrollierte Server ist ungefähr wie das Versenden einer Postkarte. Es ist wünschenswert, dass der Postbote (der Mailserver) nur die Adresse liest und weitergibt, aber wirklich wissen können es weder Absender noch Empfänger. Konsequent schreibt auch hoffentlich niemand Vertrauliches auf eine Postkarte. Das beliebte Gegenargument, man schreibe in Mails sowieso nie etwas, was niemand wissen dürfe, wird an dieser Stelle meist von denen angebracht, die Gardinen vor ihr Fenster hängen und beim Toilettengang die Tür hinter sich schließen. Warum tun sie das?
Eine mögliche Lösung zur Wahrung des Datenschutzes auch gegenüber Geheimdiensten ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung etwa per GnuPG. Hierbei wird ausschließlich verschlüsselter Text über die fremden Mailserver geschickt, den nur der (überprüfbare) Absender und der jeweilige Empfänger lesen können. Diese Art der Sicherheit nimmt jedoch (je nach verwendetem Mailprogramm) ein wenig Komfort aus der Kommunikation, zudem ist sie bei vielen Webmailanbietern nicht einmal möglich. Die von mir vorgeschlagene Alternative ist, wie erwähnt, die Installation eines eigenen Mailservers. Ein solcher Server ist günstig zu bekommen (ein leistungsschwacher vServer genügt, bei Internetflatrate kann oft auch bereits der heimische Router oder ein ausrangierter Altrechner ohne Mehrpreis als Mailserver eingerichtet werden) und ermöglicht die volle Kontrolle darüber, was mit dem Postein- und ‑ausgang passiert.
Dass dafür mindestens rudimentäre Systemkenntnisse von Vorteil sind, ist neben dem Einrichtungs- und Wartungsaufwand (gelegentliche Sicherheitsaktualisierungen werden natürlich empfohlen) der einzige nennenswerte Nachteil dieser Lösung. Tatsächlich gibt es im Internet viele mal umfangreiche, mal eher rudimentäre Anleitungen für Mailservernovizen aller Betriebssysteme, auch Windowsnutzer können sich mit wenigen Klicks einen funktionierenden Mailserver ins Wohnzimmer stellen.
E‑Mail ist auch nur ein Beispiel für die Problematik. Habt ihr mal darüber nachgedacht, ob der Facebook-Chat wirklich ein Gespräch unter vier Augen ist? Wisst ihr so genau, was technisch passiert, wenn ihr eurer Flamme per WhatsApp ein peinliches Bild von euch sendet? Würde es euch unberührt lassen, wenn eure Skype-Telefonate über eine dumme Sicherheitslücke offen im Internet landen? Das mag alles im Vergleich mit selbst kontrollierten Lösungen (zum Beispiel Diaspora, Jabber und Mumble) so unglaublich praktisch sein, aber ist es das wert?
Es mag bequem sein, mit bunten Knöpfen und „machste an und läuft“ an der Hand durch das Internet geführt zu werden. Aber würdet ihr einen Fremden auf der Straße bitten, kurz auf eure Geldbörse aufzupassen, nur weil er unverdächtig lächelt?
Ihr werdet vom Staat (von welchem auch immer) nur deshalb bei allem, was ihr tut, beobachtet und präventiv belauscht, weil es euch nicht schert. Niemand kann euch dazu zwingen, den nötigen Aufwand zu treiben, um Herr über euer digitales Dasein zu bleiben. Ihr solltet nur wissen, dass ihr dazu jederzeit die Chance habt.
Nutzt sie. Habt Mut, euch eures eigenen Verstandes zu bedienen.
Ihr habt nur die Freiheit, die ihr euch nehmt. Das solltet ihr niemals vergessen.
Eeeeeinenwunderschönengutentag, werte Freunde des angewandten Musikgenusses!
Ein Blick in meinen Kalender wies mich mahnend darauf hin, dass das erste halbe Jahr 2013 ja quasi vorüber ist. Das bedeutet, dass es (wie alle sechs Monate) Zeit ist für meine Rückschau der kaufenswertesten Musikalben 2013. Ich muss euch allerdings verschämt gestehen, dass ich einfach nicht die Zeit gefunden (oder mir genommen habe), allen Musikalben, die vielversprechend erschienen, genug Zeit zu geben, sich zu entfalten.
‘Musik 06/2013 – Favoriten und Analyse’ weiterlesen »
Die Europäische Union dient nicht nur dem Zweck, dämliche gesetzliche Regelungen durchzudrücken, die auf Landesebene nicht die Legislative passieren, sondern auch dem einer möglichst gemeinsamen Wirtschafts- und Friedenspolitik innerhalb Europas. Das ist an sich nicht schlimm, amüsant wird’s nur, wenn sich die Prioritäten ungünstig verschieben.
Dass in der Türkei (etwa drei Prozent ihrer Landmasse befinden sich auf europäischem Boden) momentan auf Demonstranten und deutsche Politiker geschossen wird, habe ich ja bereits kurz erwähnt. Da die Türkei sich um eine Aufnahme in die Europäische Union bemüht, ist es natürlich die ehrenvolle Aufgabe eines EU-Außenpolitikers, sich mit diesem Fall zu beschäftigen.
Die Europäische Union hat sich sich bei einem Treffen der Außenminister in Luxemburg darauf verständigt, ein neues „Kapitel“ mit der Türkei zu eröffnen.
Ach, da lässt ein Regierungschef sein Volk metzeln. Prima, so was fehlt uns noch in unserer Sammlung! Andererseits: Das ist ja auch nicht so schlimm, es ist ja nur eine schwierige Lage, aber das geht vorbei:
Aus Sicht von Westerwelle sei das „eine gute Entscheidung in schwieriger Lage“, wie sein Sprecher sagte.
Natürlich gehe es nämlich nicht in Ordnung, wenn friedliche Demonstranten um Leib und Leben fürchten müssten, aber die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und türkischem Geld sollte man deshalb trotzdem nicht leichtfertig auf’s Spiel setzen!
Westerwelle hatte seine Kritik an den Unruhen in der Türkei wiederholt, allerdings von „strategischen, langfristigen Interessen“ gesprochen, die gewahrt bleiben müssten.
Man muss ja zusammenhalten gegen die Bedrohung von außen. Da stehen ein paar Demonstranten nur im Weg. Eine Demokratie kann so etwas unmöglich dulden!
Ist Weißrussland eigentlich schon in der EU?
Montag? Schon wieder.
Es ist ein Kreuz. Aber mit Musik und dem Willen, etwas daraus zu machen, geht es leichter.
Whatever you want,
the choice is yours,
so choose!
Es könnte so leicht sein.
Guten Morgen!
Aktuell brennt es in einer Lagerhalle einer Fabrik in Ludwigshafen. (Auf Facebook gefällt das bereits fast zweihundert Menschen; ich nehme an, es handelt sich überwiegend um Mannheimer – Mannheim und Ludwigshafen verbindet seit der Gründung der BASF eine innige Feindschaft ähnlich der von Köln und Düsseldorf.)
Benachbarte Wohnhäuser wurden evakuiert. Anwohner sollen Türen und Fenster geschlossen halten sowie Klima-Anlagen ausschalten. Die Feuerwehren von Ludwigshafen und Mannheim sind im Einsatz.
Das heißt, der Rauch wird als nicht sonderlich gesundheitsfreundlich bekannt gemacht.
Aber im schönen Ludwigshafen passiert eben nie etwas Aufregendes, und so schert man sich dann auch nicht um das bisschen Gift:
Charles Darwin wäre bestürzt.
(mit Dank an S.!)
„Sag, warum bist du verschlossen, wenn du weißt, was du vermisst?“
– EAV: Es tut weh und es tut gut (Bäng, Bäng)
… Er hatte nie an Wunder geglaubt, seit er sich zurückerinnern konnte.
Warum gerade jetzt? Immerhin hatte er sich schon oft genug den Kopf gestoßen beim Versuch, ihre Gunst zu gewinnen, und jedes Mal wartete er, bis die Wunde verheilt war, und nahm erneut Anlauf. Immer wieder jedoch hatte er selbst das Tor in ihr Herz verschlossen und konnte es doch nicht verhindern, dass Widersacher den Moment nutzten. Ihm blieb nichts übrig als tatenlos zuzusehen, wie andere das bekamen, was er sich am meisten wünschte.
Und doch kamen sie immer wieder zusammen, und das Spiel begann von neuem. Wie Katzen schlichen sie umeinander, stets wissend, dass die Krallen nur versteckt sind; und er brachte sie oft dazu, ihre Krallen an ihm zu wetzen. Und doch konnte und wollte er das niemals aufgeben. Er hatte niemals für jemanden so viel empfunden, und obwohl er jedes Mal versuchte, seine Wunden von anderen Katzen lecken zu lassen, blieb sie die Konstante, der Ruhepol in seinem Leben.
Warum ausgerechnet sie ihm so viel bedeute, wollte sie nicht nur einmal wissen. Er wusste es nicht. War es möglich, Gefühle zu erklären? – Er hatte in seinem ganzen bisherigen Leben erst zweimal jemandem seine Liebe gestanden. Eine dieser Jemande war längst fort, sie jedoch war auch Jahre später noch da. Sie hatte ihn verzaubert, seit er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Zwar hatte er sich lange geweigert, es sich einzugestehen, aber letztlich schien doch, gemessen an ihr, jede andere Frau in seinem Leben wie ein jämmerlicher und von Anfang an zum Scheitern verurteilter Versuch, sie zu ersetzen. Das war ihm nie gelungen.
Sie hatte ihm gewährt, worum er seit Jahren gefleht hatte. Das Tor stand offen, vielleicht zum letzten Mal. Diesmal schlug er es nicht zu, er schritt hindurch; und wenngleich er sich jahrelang immer wieder in Gedanken ausgemalt hatte, dass ihm schon das Bewusstsein, dass er wahrhaftig bei ihr sein konnte, den Atem nehmen würde, durchlebte er die folgenden Tage wie durch Nebel. Trotzdem warf alles, was geschehen war, mehr Fragen auf als es beantwortete. Wie in Trance hörte er sich selbst „ich liebe dich“ sagen, als sie Abschied voneinander nahmen. Sollte es nochmals Jahre dauern?
Mühsam richtete er sich auf, tastete neben sich und spürte, dass er allein in seinem eigenen Bett aufgewacht war. Der Traum, der seit Jahren wie ein Echo immer wieder in seinem Kopf widerhallte, war vorüber. Oder fing er gerade erst an? Er wusste noch nicht, wohin dieser Weg führen würde, aber er war sich sicher, er würde ihn niemals wieder verlassen. …
„Liebe, Liebe, Liebelei; morgen ist sie vielleicht vorbei.“
– Tony Holiday: Tanze Samba mit mir
Seit Monaten drohen europäische Datenschützer mit Sanktionen – doch bisher hat Google nichts an der Sammlung seiner Nutzerdaten verändert. Nun gibt es erneut eine Frist, das Super-Profil an europäisches Recht anzupassen.
„Und wenn’s wieder nicht klappt, dann eben mit der nächsten.“
– Hausmarke: Mädchen No. 1