Ein interessantes medienübergreifendes Phänomen im comic und im Zeichentrick — statisch wie animiert — ist die weitgehend ähnliche Darstellung von Schwebezuständen. Tatsächlich scheinen Außerirdische, Raumschiffe und weitere flugfähige Elemente eines solchen Mediums grundsätzlich Hummeln im Hintern zu haben; sie heben und senken sich kontinuierlich.
Bemerkenswert ist, dass Galaxius vom Saxilus in der Serie “Familie Feuerstein” (1959 — 1966) noch nicht zur schwankenden Schwebe neigte:
In der Gegenwart und Zeichentrickzukunft dagegen hat man das offenbar vergessen; seit einigen Jahrzehnten bis in ferne Zukunft scheint es auf der Zeichentrickerde mittlerweile unmöglich zu sein, den unbewegten Schwebezustand zu erreichen (cf. Futurama 7x14 “2‑D Blacktop” und weitere Episoden mit “schwebenden” Fahrzeugen und Raumschiffen). Die Fernsehserie “Darkwing Duck” etwa ist eine reichhaltige Quelle für anschauliche Belege (man beachte etwa die Kinder am Anfang dieser Episode; Laufen ist eben sooo 21. Jahrhundert), Analogien sind in den meisten Disneytrickproduktionen zu finden. Dieser Drang nach Verdeutlichung des Schwebezustands manifestiert sich sogar in nicht animierten comics, in denen das In-der-Luft-Stehen nicht ohne die einst von Rudolph Dirks erdachten Bewegungsstreifen zu funktionieren scheint. Bloße Effekthascherei?
Die aus mir unergründlichen Gründen beliebte Filmreihe “Star Trek” zum Beispiel, die selbst auf bloße Effekthascherei setzt, zeigt des Öfteren im freien Raum schwebende Objekte, auch Raumschiffe. Die stehen einfach in der Luft, die schwingen nicht auf und ab. Wenn vor eurer Nase plötzlich ein Polizist aus der Zukunft apparierte und, während er mit euch spricht, ständig in der Luft herumwackelt, wie viel Respekt würdet ihr ihm zollen können, sofern er ihn verdiente?
Worauf ich eigentlich hinauswill, ihr Manga‑, Comic- und sonstigen Zeichner: Schweben ist ein unbewegtes Tun. Nehmt das bitte wohlwollend zur Kenntnis.

Kalle Knallkopps kleine Cocktail Knacker.
Arrrrr!