NetzfundstückePolitik
Oh, ein Inter­net-Mani­fest (recht zyni­scher Text, wenig bis gar nicht kon­struk­tiv, bit­te daher um freund­li­che Beachtung)!

Fast völ­lig unbe­merkt von der Öffent­lich­keit Vor Auf­dring­lich­keit kaum zu ertra­gen ist das vor­ge­stern eilig hin­ge­rotzt wir­ken­de „Inter­net-Mani­fest”, in dem 15 deut­sche Ins-Inter­net-Schrei­ber ver­su­chen, die Grund­la­gen des moder­nen Inter­net­jour­na­lis­mus’ dar­zu­le­gen, ohne zuvor die Mei­nung derer ein­zu­ho­len, in deren Namen sie zu spre­chen resp. zu schrei­ben mei­nen, und damit natür­lich auf die Nase fal­len.

Wer – wie ich – zuerst schaut, wer einem da eigent­lich was ver­kau­fen will, spart sich die Lek­tü­re direkt, alle ande­ren wer­den hin­ter­her ver­ste­hen, wie­so so ein unfun­dier­tes Geschwa­fel es über­haupt ins Netz geschafft hat; immer­hin zählt mit Sascha Lobo auch ein Ver­tre­ter der unsäg­li­chen und immer­hin zu Recht erfolg­lo­sen Voda­fone-Anbie­de­rungs­kam­pa­gne zu denen, die ihren ohne­hin nicht mehr für Qua­li­tät oder „was zu sagen haben” ste­hen­den Namen für die­ses lächer­li­che Pam­phlet hergeben.

Am bis­lang tref­fend­sten hat es wohl – wie­der ein­mal – ix formuliert:

ein paar jour­na­li­sten und blog­ger haben haben über das was sie tun nach­ge­dacht und den klein­sten gemein­sa­men nener auf den sie sich eini­gen konn­ten auf­ge­schrie­ben und es „inter­net-mani­fest“ genannt.

Da sit­zen also fünf­zehn Leu­te, die sich um die Bezah­lung für das, was sie der Welt unbe­dingt mit­tei­len wol­len, schon längst kei­ne Gedan­ken mehr machen müs­sen, und begrün­den ihr unüber­leg­tes Geschmier dann mit fol­gen­den rhe­to­ri­schen Großtaten:

jetzt kann jeder plötz­lich sei­nen per­sön­li­chen quatsch oder nicht-quatsch ver­öf­fent­li­chen und er steht dann qua­si gleich­be­rech­tigt neben den tol­len verlagsprodukten.

(Ste­fan Nig­ge­mei­er in den Kom­men­ta­ren zu ix’ Arti­kel, kon­kret The­se Nr. 2)

Ich ste­he also mit die­ser knuf­fi­gen, pri­va­ten Web­prä­senz, deren Kosten zwar gering, aber doch vor­han­den sind, gleich­be­rech­tigt neben per­so­nal­star­ken, von mil­lio­nen- bis mil­li­ar­den­schwe­ren Wer­be­part­nern und einem eige­nen Ver­lag finan­zi­ell unter­stütz­ten Online­por­ta­len? Oha – viel­leicht soll­te ich hier Wer­bung schal­ten las­sen, mein Ein­fluss auf den Jour­na­lis­mus im deutsch­spra­chi­gen Raum ist dem­zu­fol­ge ja über­wäl­ti­gend! War­um sagt mir das nie­mand? – Laut Zugriffs­sta­ti­stik ist mei­ne bis­lang ein­zi­ge nen­nens­wer­te Erwäh­nung durch Drit­te übri­gens die­ser Kom­men­tar in einem der zahl­rei­chen Blogs der taz. Das nen­ne ich Gleich­be­rech­ti­gung. Oder schlicht gro­ben Unfug.

Auch sehr schön fand ich übri­gens die fol­gen­den Thesen:

3. Das Inter­net ist die Gesell­schaft ist das Internet.

Das Inter­net spie­gelt die Gesell­schaft wider, aber es bie­tet durch sei­ne Glo­ba­li­tät kei­nes­falls die Mög­lich­keit, sei­nen Umgang sorg­sam aus­zu­wäh­len. Wer im Inter­net am lau­te­sten schreit, wird am mei­sten beach­tet. Im Inter­net kann man nicht ein­fach den Raum ver­las­sen. Gut für die Ver­fas­ser des Mani­fests, schlecht für die, die es für grau­si­ge Selbst­be­weih­räu­che­rung hal­ten und denen es trotz­dem aus­zugs­wei­se von – gefühlt – jeder zwei­ten Inter­net­sei­te ent­ge­gen­grinst. Unter ande­rem also auch von die­ser hier.

Inter­net-Zugangs­sper­ren … beschä­di­gen das grund­le­gen­de Recht auf selbst­be­stimm­te Informiertheit.

Der Ver­such von fünf­zehn Indi­vi­du­en, die die For­mu­lie­rung eines sol­chen „Mani­fests” ein­fach mal zur Chef­sa­che erklä­ren, irgend­wel­che Grund­sät­ze zu for­mu­lie­ren, die dann auch bit­te alle guten Men­schen gut­zu­fin­den haben, ist hin­ge­gen ein Zeug­nis der selbst­be­stimm­ten Borniertheit.

6. Das Inter­net ver­bes­sert den Journalismus.

Ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha!

11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.

Reden wir noch mal drü­ber, wenn Goog­le Earth und/oder Goog­le Street View jeden von Ihnen am FKK-Strand oder vor/nach/beim Duschen/Baden/Koitus auf­ge­nom­men hat und/oder haben? Ja? Bes­ser nicht.

16. Qua­li­tät bleibt die wich­tig­ste Qua­li­tät. (…) Ein Publi­kum gewinnt auf Dau­er nur, wer her­aus­ra­gend, glaub­wür­dig und beson­ders ist.

Hof­fen wir also, dass die­ses Pam­phlet auf Dau­er kein Publi­kum fin­det. Bis dahin sie­he bit­te zwei The­sen wei­ter oben, oder ein­fach noch mal die eige­ne Abschluss­the­se konsumieren:

Die “Genera­ti­on Wiki­pe­dia” weiß im Zwei­fel die Glaub­wür­dig­keit einer Quel­le abzu­schät­zen, Nach­rich­ten bis zu ihrem Ursprung zu ver­fol­gen und zu recher­chie­ren, zu über­prü­fen und zu gewich­ten (…). Jour­na­li­sten mit Stan­des­dün­kel und ohne den Wil­len, die­se Fähig­kei­ten zu respek­tie­ren, wer­den von die­sen Nut­zern nicht ernst genom­men. Zu Recht.

Eben: Zu Recht!

Allein: Man kann das „Mani­fest” via netzpolitik.org-Wiki wei­ter­spin­nen. Nur scha­de, dass man mit der Ver­öf­fent­li­chung nicht war­ten konn­te, bis sich hier eine brauch­ba­re Fas­sung ent­wickelt hat.

Nach­trag vom 12.9.:
Ein sati­ri­sches, aber kei­nes­falls alber­nes „Inter­net-Mani­fest”, das eigent­lich alles rich­tig macht, was die Her­ren Jour­na­li­sten nicht rich­tig gemacht haben, gibt es hier zu lesen.


Apro­pos „Unter­zeich­ner des Manifests”:
John­ny Hae­us­ler hat neben­bei erfreu­li­cher­wei­se noch ein wenig Sati­re zum The­ma „Was wäh­le ich denn dies­mal nicht?” ver­fasst. Mei­ne Lieblingspointe:

Die Grü­nen wur­den zunächst als Spaß­par­tei gegrün­det, bis man/Frau fest­stell­te, dass nie­mand in der Par­tei wuss­te, wie die­ses „Spaß“ geht. Seit­dem set­zen sich Die Grü­nen in erster Linie für ein Ver­bot von Fri­su­ren ein und gehen mit gutem Bei­spiel voran.

Lesens­wert, wie auch der Rest des Spree­blicks!
(Jeden­falls fast.)

In den NachrichtenMir wird geschlechtNetzfundstücke
… aber immer „die Män­ner, nur Sex im Kopp”

Dan­ke, lie­be Psy­cho­lo­gen, für die­se Erkenntnis:

Allein­ste­hen­de Frau­en sind weit­aus mehr an gebun­de­nen Män­nern inter­es­siert als an sol­chen, die noch zu haben sind. „Unse­re weib­li­chen Sin­gles moch­ten die Män­ner beson­ders gern, wenn die­se ver­ge­ben waren“, sagt Melis­sa Bur­k­ley von der Oklo­ho­ma Sta­te Uni­ver­si­ty. Gemein­sam mit ihrer Kol­le­gin Jes­si­ca Par­ker hat sie eine Stu­die durch­ge­führt, in der sie den Ein­fluss des Bezie­hungs­sta­tus auf die Part­ner­wahl untersuchte.

Die Fotos von Mr und Mrs Right waren jeweils die glei­chen für alle männ­li­chen bezie­hungs­wei­se weib­li­chen Ver­suchs­per­so­nen. Der Hälf­te der Pro­ban­den erzähl­ten die For­sche­rin­nen, ihr Ide­al­part­ner sei solo, der ande­ren Hälf­te sag­ten sie, er oder sie sei bereits vergeben.

Und das mach­te den klei­nen, aber fei­nen Unter­schied aus – vor allem bei den Sin­gle­frau­en: Beka­men sie einen allein­ste­hen­den Mann prä­sen­tiert, zeig­ten sich 59 Pro­zent von ihnen an einer Bezie­hung inter­es­siert. War der ver­meint­li­che Traum­mann aber gebun­den, stieg der Anteil der Inter­es­sen­tin­nen auf 90 Prozent.

Einer Frau den Mann aus­zu­span­nen, wür­de somit einen Erfolg bedeu­ten und das Selbst­wert­ge­fühl steigern.

Ob die­se 90 Pro­zent über die Bedeu­tung einer Bezie­hung wohl noch die glei­che Mei­nung ver­tre­ten, wenn sie in einer sel­bi­gen sind?


Nach­trag:
Arne Hoff­mann und Chri­sti­an Schmidt haben zum The­ma Femi­nis­mus auch noch was zu sagen. Bit­te umge­hend kon­su­mie­ren und sich merken!

In den NachrichtenPolitik
Mord ist ihr Hobby

Althauscontainer: http://twitpic.com/d9rtqSo sind sie, die gro­ßen Volks­par­tei­en im Wahlkampf:
Nach­dem der Thü­rin­ger CDU-Vor­zei­ge­po­li­ti­ker Die­ter Alt­haus ein Men­schen­le­ben been­det hat­te, war er aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht in der Lage, sich hier­zu zu äußern oder gar Kon­se­quen­zen zu ziehen.

Irgend­wann waren die zahl­lo­sen Rufe, Alt­haus möge doch bit­te sei­ne Ämter nie­der­le­gen, nur noch schwach zu ver­neh­men, und der Mini­ster­prä­si­dent blüh­te wie­der auf, ja, er nutz­te den Ski­un­fall gar, um sich anzu­bie­dern, und es tat ihm alles furcht­bar Leid – klar, es gab eine Wahl zu gewin­nen, und Wäh­ler sind seit jeher für ihr schlech­tes Gedächt­nis bekannt. (CDU? Waren das nicht die mit der Mehr­wert­steu­er?)

Es geht um Macht­er­halt, nicht um Glaub­wür­dig­keit. Der Wäh­ler will den Rück­tritt? Bis zur näch­sten Wahl dau­ert es noch lan­ge genug.

Nur dies­mal konn­te sich der Wäh­ler, wider Erwar­ten, mal etwas mer­keln mer­ken:

1. Sep­tem­ber: Vera Lengs­feld hat sich als erste pro­mi­nen­te Uni­ons­po­li­ti­ke­rin für den Rück­tritt von Mini­ster­prä­si­dent Die­ter Alt­haus (CDU) aus­ge­spro­chen. Man müs­se der SPD „einen über­zeu­gen­den Grund geben, mit der CDU zu regie­ren”, sag­te die frü­he­re DDR-Bür­ger­recht­le­rin.
2. Sep­tem­ber: Thü­rin­ger CDU hält um jeden Preis an Alt­haus fest
3. Sep­tem­ber: Mini­ster­prä­si­dent Die­ter Alt­haus tritt zurück.

Scha­de, dass man dafür erst eine Wahl ver­lie­ren musste.

Sonstiges
Medi­en­kri­tik XV: Wun­der­li­che actimel-Werbung

Da gera­de schon wie­der die­se grau­si­ge acti­mel-Wer­bung mit dem voll­kom­men natür­lich wir­ken­den Durch­schnitts­stu­den­ten lief, fra­ge ich mich im Nach­hin­ein, ob ihm selbst eigent­lich auf­ge­fal­len ist, für welch frag­wür­di­ge The­sen er da eigent­lich in die Kame­ra grinst.

  • „Eine Grup­pe trank acti­mel, die ande­re nicht.„
    Wovon hat sich die ande­re in der Zeit ernährt? Das wird sicher­heits­hal­ber nicht erwähnt. Aber ist eigent­lich irgend­wo die Rede davon, ob es der Nicht-acti­mel-Grup­pe nach Ablauf der Test­zeit signi­fi­kant schlech­ter ging?
  • „Ich war ja erst skep­tisch, (…) am Ende hab ich dann erfah­ren, dass die posi­ti­ve Wir­kung auch in der Stu­die bestä­tigt wur­de.„
    Schön, wenn Stu­di­en The­sen bele­gen; weni­ger schön, wenn die The­se so schwam­mig for­mu­liert ist, dass man sie sich auch hät­te spa­ren kön­nen. Die omi­nö­se „posi­ti­ve Wir­kung” wird jeden­falls nicht näher belegt. Stär­ke­re Abwehr­kräf­te ver­schafft acti­mel angeb­lich, so das Mot­to des Pro­dukts; die Erkran­kungs­ra­te der Ver­gleichs­ziel­grup­pe muss dem­nach höher gewe­sen sein. Wie wur­de das gemes­sen? Wur­de gar eine Erkäl­tung provoziert?
  • „… dann hab ich gemerkt, dass es mir echt gut tut.„
    Anders aus­ge­drückt: Hin­ter­her fühlt man sich „bes­ser”. Satt, gesund? Wer weiß. Nach einer Tas­se grü­nen Tees füh­le ich mich aller­dings auch bes­ser, und das weit preis­wer­ter. Was ist nun den Mehr­preis wert? Womög­lich die Kosten für die Werbekampagne.

Ich gra­tu­lie­re jeden­falls dem Sport trei­ben­den, sich gesund ernäh­ren­den, voll­kom­men natür­lich wir­ken­den Durch­schnitts­stu­den­ten, der nach Ablauf der Stu­die nicht krank gewor­den ist. Das aller­dings hät­te ich auch ohne acti­mel geschafft.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Die Musik­in­du­strie, der Fern­seh­preis und die Gro­tes­ke an sich

Ich wünsch­te, ich könn­te zum zehn­ten Jubi­lä­um der Sen­dung Wer wird Mil­lio­när? an die­ser Stel­le über ein ent­spann­te­res Ver­hält­nis der Mensch­heit zum Geld berich­ten, aber Puste­ku­chen:

Offen­bar bedingt durch die gesun­ke­nen Ein­nah­men, seit Nut­zer von File­sha­ring­pro­gram­men in Deutsch­land weit­ge­hend ihre Ruhe vor unan­ge­mes­se­nen Straf­for­de­run­gen haben dürf­ten, beschrei­tet die Indu­strie jetzt krea­ti­ve­re Wege (irgend­wo­her muss das Geld für die Pro­duk­ti­on dritt­klas­si­ger Pop­schnul­zen ja kom­men), um an die gewünsch­ten Mehr­ein­nah­men zu gelan­gen: Sie lässt ihre weni­gen noch ver­blie­be­nen Kun­den teu­er abmah­nen, wenn sie ver­su­chen, ihre legal erwor­be­nen Ton­trä­ger weiterzuverkaufen.

Weil die­ser abmah­nen­de Anwalt sowohl gegen­über Tele­po­lis als auch gegen­über dem Spie­gel dar­auf hin­wies, dass jemand, der „sicher gehen” wol­le, „im Zwei­fels­fall ein­fach gar kei­ne alten Iron-Mai­den-Pro­duk­te ver­kau­fen” sol­le, ver­mu­tet der Ett­lin­ger Hea­vy-Metal-Fan, dass die Abmah­nun­gen auch dem Zweck die­nen könn­ten, Per­so­nen, die ihre alten CDs ver­kau­fen möch­ten, zu ver­un­si­chern, um so das Gebrauch­t­an­ge­bot an lega­len Ton­trä­gern zu ver­knap­pen, damit poten­ti­el­le Käu­fer eher zu Neu­pres­sun­gen grei­fen, an denen die Band und die Rech­te­ver­wer­ter­in­du­strie noch­mals Geld verdienen.

Was tun?
Auf der siche­ren Sei­te ist man, so scheint es, der­zeit, wenn man Iron-Mai­den-Ton­trä­ger vor­erst mai­det mei­det. Jeden­falls im Handel.


Eben­falls selt­sam, aber mit einem amü­san­te­ren Kon­text, wirkt die Aus­wahl der Kan­di­da­ten für den dies­jäh­ri­gen Deut­schen Fern­seh­preis, der weit vor­neh­mer klingt, als er tat­säch­lich ist, auf nicht nur mich. Die Poin­te ver­ra­te ich schon mal:

Dies­mal ver­klei­den sich Anke Engel­ke und Basti­an Pastew­ka als volks­tü­meln­des Mode­ra­ti­ons­ehe­paar Wolf­gang und Anne­lie­se und wer­den hof­fent­lich ret­ten, was zu ret­ten ist. Viel­leicht wer­den sie dafür näch­stes Jahr wie­der für einen Deut­schen Fern­seh­preis nomi­niert, zum Bei­spiel in der Kate­go­rie „Bester Galaabend/Schraubstock“, zusam­men mit der zwei­ten Halb­zeit eines DFB-Pokal­spiels und einem Klavier.

Fast so gro­tesk wie die Preis­ver­lei­hung selbst, aber unbe­dingt lesenswert:
Der gesam­te Arti­kel im Fern­seh­le­xi­kon.

Hihi.

FilmkritikSonstiges
Medi­en­kri­tik XIV: Ing­lou­rious Basterds

Als hoch­qua­li­ta­ti­ver Film­kul­tur gegen­über durch­aus auf­ge­schlos­se­ner gele­gent­li­cher Kino­film­kon­su­ment kam ich nicht umhin, dem neue­sten Werk des geschätz­ten Quen­tin Taran­ti­no Beach­tung zu schenken.

Obwohl ich im Vor­feld dar­über infor­miert wur­de, dass Til Schwei­ger als einer der bei­den (*) deut­schen Schau­spie­ler, die nahe­zu jeder Rol­le, die sie spie­len, mit ihrem Gesicht und ihrer Dar­stel­lung den immer glei­chen (will mei­nen: ein­tö­ni­gen) Cha­rak­ter ver­lei­hen, eben­falls mit­spielt, haben sich mei­ne Befürch­tun­gen nicht bestä­tigt, sei­ne Rol­le hat sich in das Gesamt­bild des Films naht­los ein­ge­fügt. Allein dafür: Cha­peau, Herr Tarantino!

Weni­ger erfreu­lich allen­falls sind die Kri­ti­ken der deut­schen Medi­en wie auch die Selbst­kri­tik der Dar­stel­ler; Til Schwei­ger selbst erwähn­te in einem anschlie­ßend geführ­ten Inter­view, er habe sich noch tage­lang dafür geschämt, eine SS-Uni­form getra­gen zu haben. Ja, herr­je, ist das jetzt ein Recht­fer­ti­gungs­ver­such? Es ist nicht ver­kehrt, sich als Schau­spie­ler auch mit sei­ner Rol­le zu iden­ti­fi­zie­ren, aber sich dafür zu schä­men hal­te ich doch für über­zo­gen. War­um nimmt ein deut­scher Schau­spie­ler eine Rol­le als SS-Füh­rungs­kraft an (und bekommt eine womög­lich nicht uner­heb­li­che Sum­me Gel­des hier­für), wenn er sie hin­ter­her madig redet? – Nein, so recht glaub­wür­dig ist das nicht.

Damit jedoch liegt er auf einer Linie mit Jens Jes­sen, c/o Die Zeit:

Der Erfolg des Fil­mes in den deut­schen Kinos wird übri­gens auch davon leben, dass sich das Publi­kum natür­lich nicht mit den Deut­schen von damals, son­dern mit den ame­ri­ka­ni­sier­ten Juden iden­ti­fi­zie­ren wird. Für die Nach­ge­bo­re­nen ein Fest der Selbst­ge­rech­tig­keit. Alle wer­den auf der rich­ti­gen Sei­te das Splat­ter­mo­vie goutieren.

„Die rich­ti­ge Sei­te” ist also die, die sich selbst von sich distan­ziert, um nicht ver­se­hent­lich erkannt zu werden.

Zen­tra­le Fra­ge in all die­sen vor­sich­ti­gen Kri­ti­ken zu „Ing­lou­rious Baster­ds” scheint die­se zu sein:
Darf man als Deut­scher einen Film gut fin­den, in dem die ver­folg­ten Juden einen Anschlag auf die Reichs­füh­rung pla­nen und damit sogar Erfolg haben?

Ich hal­te dagegen:
Falls nicht, darf man statt­des­sen jene Atten­tä­ter als Hel­den fei­ern, die tat­säch­lich sol­cher­lei ver­such­ten, aber geschei­tert sind?

Ing­lou­rious Baster­ds ist, wie die mei­sten Fil­me Taran­ti­nos, auch eine Sati­re, aber kei­nes­falls eine Doku­men­ta­ti­on. Es ist – wie schon Taran­ti­nos „Kill Bill” – ein Film, in dem die, denen Unrecht wider­fah­ren ist, Rache neh­men an ihren Unter­drückern. Im Film blei­ben die­je­ni­gen Sie­ger, denen man es außer­halb des Fil­mes hier­zu­lan­de seit 64 Jah­ren nach­träg­lich wünscht.

Kehrt sich die Moral ins Gegen­teil, wenn sich die Guten im Film der Metho­den der Bösen im wirk­li­chen Leben bedienen?

Ich jeden­falls betrach­te den Film Ing­lou­rious Baster­ds als das, was er ist:
Eine durch­weg unter­halt­sa­me Fik­ti­on mit einer – sit venia ver­bo – sau­coo­len Haupt­fi­gur, die bis zur letz­ten Minu­te span­nend bleibt.

Und somit ein Film, für den es offen­bar einen Quen­tin Taran­ti­no brauch­te, gemes­sen an den zahl­rei­chen Ödnis­sen der letz­ten Jah­re, die als Mei­ster­wer­ke ange­kün­digt waren, bei denen sich mir aber schon beim Lesen der Inhalts­an­ga­ben ein Gäh­nen aufdrängte.

Ganz gro­ßes Kino!
Ihr dürft mich gern zitieren.


(*): Der ande­re ist, übri­gens, Moritz Bleibtreu.

MusikNetzfundstücke
oasisinet.com: Geo­a­sist! (Kicher.)

Guten Abend, lie­be Schöp­fer von Neologismen!

Gegen Mit­ter­nacht wur­de auf der Oasis-Web­site bekannt gege­ben, dass Noel Gal­lag­her die Band ver­las­sen hat. Das ist nun über 22 Stun­den her, und die Sei­te ist immer noch nur schwer erreich­bar. Abge­se­hen davon, dass jetzt wegen der nur schwer erreich­ba­ren Quel­le die­ser Infor­ma­ti­on zahl­rei­che Gerüch­te über die Hin­ter­grün­de und eine mög­li­che Auf­lö­sung kur­sie­ren und mir den Feed­rea­der ver­stop­fen: Erfin­det ihr nach gehe­ist und geslash­dot­tet jetzt eigent­lich auch geo­a­sist?

Nur so als Frage.

In den NachrichtenMusikNetzfundstückePolitikSonstiges
Wir sprin­gen über’s Sommerloch

So, wei­ter geht’s. Ich hof­fe, ihr hat­tet trotz feh­len­der Unter­hal­tung durch die­se Inter­net­prä­senz ein paar ange­neh­me Wochen.
Viel­leicht soll­te ich häu­fi­ger pau­sie­ren; kaum war hier Sen­de­pau­se ange­sagt, über­schlu­gen sich die Ereig­nis­se im Land.

Frank-Wal­ter Stein­ei­mer Stein­mei­er ließ sich von eini­gen SPD-Inter­es­sier­ten befra­gen, nur Ant­wor­ten hat­te er nicht parat: Bür­ger fra­gen, Stein­mei­er fragt zurück. Und ganz neben­bei ver­wen­de­te man bei SPON, ver­mut­lich unbe­dacht, den Begriff der „wider­recht­li­chen Tötung”, bei dem ich noch immer gern wüss­te, wie recht­mä­ßi­ge Tötung eigent­lich funktioniert.

Im ZDF war indes kürz­lich ein Kon­zert anläss­lich des zwan­zig­jäh­ri­gen Bestehens der Fan­ta­sti­schen Vier zu sehen. Von der trotz fort­ge­schrit­te­nen Alters sicht­lich moti­vier­ten Com­bo, deren Lie­der wohl auch wegen der refle­xi­ven, nach­denk­li­chen Tex­te vie­len Men­schen einen wich­ti­gen Teil des Lebens erge­ben, wur­de unter ande­rem das Stück „Som­mer­re­gen” auf­ge­führt, nach des­sen Genuss ich erst mal eine Pau­se brauchte:

Komm, wir leh­nen uns wie­der gegen den Wind,
und wir erle­ben im Regen, wes­sen Wege es sind,
wenn wir schick­sals­er­ge­ben uns im Tal begegnen,
um Trä­nen zu zäh­len im Rinn­sal des Lebens.

Puh. Dan­ke dafür.


Nicht ohne Belu­sti­gung hin­ge­gen nahm ich eini­ge Zeit zuvor die recht neue Pro-Sie­ben-Come­dy-Sen­dung Bro­ken Come­dy wahr, die den Hang zur Geschmack­lo­sig­keit schon im Namen trägt; aber zwi­schen Hip-Hop-Par­odien und ähn­li­chen Albern­hei­ten ist durch­aus auch hin­ter­grün­di­ger Humor zu fin­den. Wenn bei­spiels­wei­se wöchent­lich sämt­li­che Vor­ur­tei­le über eine ande­re deut­sche Stadt in Lied­form ver­ar­bei­tet wer­den, hält das trotz der teils der­ben Wort­wahl der Gesell­schaft, die die­se Vor­ur­tei­le auf­baut, den Spie­gel vor und ist somit durch­aus den (wenn­gleich sub­ti­le­ren) Sati­ren der Tita­nic vergleichbar.

Derb sein indes kön­nen die US-Ame­ri­ka­ner bekannt­lich immer noch am besten, und sie ver­su­chen es auch am auf­fäl­lig­sten zu ver­ber­gen: Im Schul­be­zirk Hou­ston ist nun das Her­um­schicken selbst ange­fer­tig­ter Nackt­auf­nah­men ver­bo­ten, nicht nur das Sen­den, son­dern auch das Emp­fan­gen, was zwar eini­gen Scha­ber­nack ermög­licht, aber jeden­falls mich unwei­ger­lich zu der Fra­ge führt, wes­halb sol­che Maß­nah­men dort nötig sind. Eine Ant­wort, so fürch­te ich, wer­de ich nie erhalten.

Irgend­wo zwi­schen Gesell­schafts­kri­tik und Poli­tik bewegt sich auch Ste­fan Nig­ge­mei­er, der gemein­sam mit ix zu ver­ste­hen ver­sucht, war­um kurz vor den Wah­len aus­ge­rech­net eine Wahl­kampf-Par­odie mehr media­le Auf­merk­sam­keit bekommt als der tat­säch­li­che Macht­kampf zwi­schen Uni­on und SPD:

Es scheint einen brei­ten Kon­sens unter Jour­na­li­sten zu geben, dass die 18 Pro­zent, die Horst Schläm­mer angeb­lich bekom­men wür­de, wenn er bei den Bun­des­tags­wah­len anträ­te, ein Armuts­zeug­nis für die Poli­tik sei­en. Dass die gan­ze Geschich­te ein Armuts­zeug­nis für ihren eige­nen Berufs­stand sein könn­te, dar­auf kom­men sie nicht.

Gut gebrüllt, Löwe!

Schön, wie­der da zu sein. Hof­fent­lich bleibt die Welt so verrückt.


(Apro­pos „ver­rückt”: War­um heißt die Deut­sche Post eigent­lich Deut­sche Post? [gefun­den hier])

Persönliches
Blog­ur­laub 2.0

Vorsicht im Urlaub!Wer­te Leserschar,

wie ange­kün­digt wird jetzt hier ein paar Tage lang nichts pas­sie­ren. Ich geneh­mi­ge mir, zeit­wei­se fern der Hei­mat, ein paar Tage Aus­zeit von der vir­tu­el­len Rea­li­tät, um neue Kräf­te in jed­wel­cher Hin­sicht zu sammeln.

Wei­ter geht’s, so ist es jeden­falls geplant, spä­te­stens Anfang Sep­tem­ber. Bis dahin las­se ich mir einen Bauch wach­sen und ein wenig Son­ne auf ihn schei­nen. Viel­leicht auch andersherum.

Ich hof­fe, eini­ge von euch anschlie­ßend wie­der als regel­mä­ßi­ge Leser die­ser flau­schi­gen Inter­net­prä­senz begrü­ßen zu dürfen.
Fast bin ich geneigt, mich mit einem die­ser abge­dro­sche­nen juve­ni­len Päd­ago­gen­sprü­che – „Wir sehen uns in alter Fri­sche!” – zu ver­ab­schie­den, aber an die­sem Satz stimmt in die­sem Fall nahe­zu gar nichts. Von „sehen” kann hier kei­ne Rede sein, „Fri­sche” ist auch eher rudi­men­tär vorhanden.

(Wobei ich die Hoff­nung hege, dass sich dies nach mei­ner Rück­kehr merk­lich geän­dert haben wird. „Wir wer­den in hof­fent­lich neu erwor­be­ner Fri­sche indi­rekt Kom­mu­ni­ka­ti­on betrei­ben!”? Das klingt selbst für einen Ein­trag auf die­ser niveau­lo­sen Sei­te reich­lich wunderlich.) …

Sei’s drum.
Bis später!

FotografiePersönliches
Impres­sio­nen: Roman­ti­sche Betrach­tung eines Mor­gens im August in Beglei­tung eines Haus­tiers (Ver­such 2)

Nach einer eigent­lich zu kur­zen Nacht, der Son­nen­auf­gang war schnel­ler als man selbst, ver­lässt man das Haus. Das fer­ne Zwit­schern des frü­hen Vogels dringt durch die Stil­le der Klein­stadt wie durch Nebel. Der vier­bei­ni­ge Beglei­ter begibt sich, gleich­sam schwei­gend, auf die Suche nach ver­trau­ten Gerüchen.

Die Son­ne, die noch zwi­schen den Dächern schwebt, färbt die Bäu­me am Weges­rand leuch­tend grün, deren Duft den Raum erfüllt, des­sen Wegen man folgt. Als wäre es Lebens­en­er­gie, atmet man tief ein, um den Geruch des Som­mer­mor­gens, jeden sei­ner Bestand­tei­le, in sich auf­zu­neh­men. Inmit­ten die­ser Sze­ne hüp­fen jun­ge Vögel umher und begrü­ßen den Tag.

Guten Morgen.

All die Ein­drücke, die so auf­ein­an­der tref­fen, las­sen ein eigen­ar­ti­ges Gefühl ent­ste­hen. Etwas brei­tet sich im Inne­ren aus. Für einen kur­zen Moment ist man allein mit sich selbst.

Gera­de recht­zei­tig kommt der Vier­bei­ner zurück, schaut erwar­tungs­voll und setzt auf ein kaum merk­li­ches Zei­chen hin sei­ne Erkun­dungs­rei­se fort.
Wie, denkt man dann, macht so ein Hund das eigent­lich mit dem Glücklichsein?

In den NachrichtenNetzfundstückePolitikProjekte
Medi­en­kri­tik XIII in gebo­te­ner Kür­ze: Ilo­na Chri­sten und die indi­rek­te Rede.

Argh bzw. „gut” gemacht, SPIE­GEL online:

Ihr Ehe­mann sag­te dem „Sonn­tags­Blick” zufol­ge, sei­ne Frau sei gestürzt und habe sich dabei ein Häma­tom und schließ­lich eine böse Blut­ver­gif­tung zuge­zo­gen. „Ein Sturz, ein Häma­tom und eine böse Blut­ver­gif­tung gin­gen dem Abschied voraus”.

Außer­dem, heißt es, habe sie sich, ver­ur­sacht durch einen Sturz, ein Häma­tom und eine böse Blut­ver­gif­tung ein­ge­fan­gen. Mir war jeden­falls, als hät­te ich das irgend­wo gelesen.


Und „irgend­wo gele­sen” hat so man­cher die­ser Tage auch Wahl­kampf­phra­sen mit den Schlag­wor­ten „Inter­net” und „rechts­frei­er Raum”, oft in einem sach­lich schlicht fal­schen Zusam­men­hang von Poli­ti­kern einer Genera­ti­on geäu­ßert, die mit dem Inter­net noch nicht auf­ge­wach­sen sind, zum Bei­spiel auf der Inter­net­sei­te des Ham­bur­ger Abend­blatts.

Nein, ver­gli­chen mit dem tat­säch­li­chen Leben ist das Inter­net mit­nich­ten ein rechts­frei­er Raum, viel­mehr das Gegen­teil. Man­ches Ver­hal­ten ist im Netz weit­aus gefähr­li­cher als im rea­len Leben. Und dar­an wird sich offen­bar auch in der näch­sten Zeit nichts ändern.


Übri­gens baste­le ich in den Seme­ster­fe­ri­en natür­lich auch hin und wie­der ein wenig an mei­nen Projekten:

Seit gestern ist Open­Down­load 2.1.1 ver­füg­bar; die Fire­fox-Erwei­te­rung, die die aus ande­ren Brow­sern bekann­te „Ausführen”-Schaltfläche im Dia­log „Datei spei­chern” hin­zu­fügt, funk­tio­niert jetzt auch mit SeaM­on­key. Eben­falls ist eine neue Ver­si­on von eMu­le beba bereits seit eini­gen Wochen fast fer­tig™, es sind nur noch eini­ge klei­ne Kor­rek­tu­ren vorzunehmen.
Über wei­ter­hin reges Inter­es­se freue ich mich natür­lich sehr und dan­ke allen zufrie­de­nen Nut­zern. :)

KaufbefehleMusikMusikkritikPersönliches
Qar­pa – inZ­hYR / Hil­des­heim statt Heino

Oha: Als ich gera­de den Datei­ord­ner mit den noch unsor­tier­ten Musi­ka­li­en öff­ne­te und wahl­los diver­ses pro­be­hör­te, fiel mir erneut ein für mich recht unty­pi­sches Stück Musik – will mei­nen: Alter­na­ti­ve, Pop, irgend­was in die­ser Rich­tung – auf.

Bei der sol­cher­lei Musik inter­pre­tie­ren­den Musik­grup­pe des Namens Qar­pa mit dem sym­pa­thi­schen Pin­gu­in auf ihrer Inter­net­sei­te han­delt es sich nach mei­nem gegen­wär­ti­gen Kennt­nis­stand um ein Damen­quin­tett aus Kiew in der Ukrai­ne. Front­frau ist Irena Kar­pa, die im ukrai­ni­schen Raum laut Wiki­pe­dia neben­bei wohl auch für ihre Tätig­keit als Foto­mo­dell in ein­schlä­gi­gen Män­ner­ma­ga­zi­nen bekannt sein dürfte.

Die­se Musik­grup­pe jeden­falls macht gar nicht mal so üble Tanz­mu­sik mit herr­lich alber­nen Cho­reo­gra­fien in zum Bei­spiel die­sem Musik­vi­deo. Wor­um es text­lich geht? Gute Fra­ge – ich kann kein Ukrai­nisch. Spaß macht’s aber auf jeden Fall, und wenn die Anzahl der Such­ergeb­nis­se im Inter­net ein Indiz für Bekannt­heit ist, hat Qar­pa so wenig Auf­merk­sam­keit, wie ich mei­ne, mit­nich­ten verdient.

Rein­hö­ren, dazu wüst her­um­hüp­fen, gut fin­den und kau­fen – emp­foh­len wird’s in die­ser Reihenfolge.


Apro­pos „wüst her­um­hüp­fen” und als total unauf­fäl­lig platz­ier­te Wer­be­an­zei­ge in jeden­falls teil­wei­se eige­ner Sache zu verstehen:
In Hil­des­heim – genau­er: in der Kul­tur­fa­brik – fin­det am 7. Novem­ber für tat­säch­lich nur wenig Geld ein von den Schall­gren­zen orga­ni­sier­tes Kon­zert mit gleich zwei bra­vou­rös klin­gen­den Postrock­bands, nament­lich Nihi­ling und Her­me­lin, statt. Ich wer­de vor­aus­sicht­lich eben­falls dort sein und Bericht erstatten.

Natür­lich könn­te man am 7. Novem­ber statt­des­sen auch zu Hei­no. Aber das kostet mehr und ist, neh­me ich an, nicht ganz so atmosphärisch.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es im Schall­gren­zen-Kon­zer­te­b­log. Ent­schei­det selbst!