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Schmalhans des Tages: Dr. Wolfgang Herles, ZDF (ehemals JU).

Dieser Artikel ist Teil 4 von 18 der Serie Schmal­hans des Tages

Bald sind schon wieder irgend­wo Wahlen, und das CDU-geführte ZDF ist davon so über­rascht, dass es nicht mal Zeit hat­te, kurz die Wikipedia zu kon­sul­tieren.

“Dr.” Wolf­gang Her­les, Leit­er der Redak­tion Lit­er­atur und Mod­er­a­tor der Sendung “Das Blaue Sofa” und somit natür­lich prädes­tiniert, kluge Dinge über pro­gres­sive Poli­tik zu schreiben (Büch­er und Blogs haben ja alle was mit Text zu tun), sen­fte also in das ZDF-Blog hinein:

Shit­storms, der frei­wilige (sic!) Verzicht auf Pri­vat­sphäre und Dauer­schnat­tern im Netz, sind neuere Erschei­n­un­gen der Massenkul­tur, doch keine demokratis­che Errun­gen­schaft, auf der sich eine richtige Partei grün­den ließe.

Der erste Satz wäre nur ohne das Kom­ma nach “Netz” wenig­stens teil­weise richtig und wahrschein­lich bess­er ver­ständlich, also denkt es euch weg. Ja, “neuere Erschei­n­un­gen” als das Chris­ten­tum sind genan­nte Punk­te, aber ich nehme an, was ein Mail­boxnetz ist und dass solche vor Jahrzehn­ten schon diese “neueren Erschei­n­un­gen” aufwiesen, weiß Dr. Wolf­gang Her­les nicht — “Inter­net ist das mit dem blauen e”, Diskus­sion been­det. Aber er hat Recht: Shit­storms sind keine geeignete Basis für eine Partei. Was jedoch will er damit sagen?

Ach, um die Pirat­en geht’s, und die mag er gar nicht:

Für mich sind sie schon deshalb unwählbar, weil sie geistiges Eigen­tum enteignen, verge­sellschaften wollen. In diesem Punkt halte ich sie für ver­fas­sungswidrig.

Sie wollen was? Wenn ich jeman­den “enteigne”, nehme ich ihm sein Eigen­tum; wenn ich also “geistiges Eigen­tum” (bess­er: geistige Monopol­rechte) enteigne, hat das “geistige Eigen­tum” kein Eigen­tum mehr? Watis? Nein, darum geht es der Piraten­partei bekan­ntlich nicht, son­dern es geht ihr darum, dass die Urhe­ber von ihren Werken bess­er leben kön­nen als die Rechtev­er­w­ert­er, die zu ihnen ja in der Regel eher wenig beitra­gen.

“Ver­fas­sungswidrig” waren übri­gens laut Bun­desver­fas­sungs­gericht so manche Geset­ze, die eine ganz andere Partei in den ver­gan­genen Jahren zu erlassen ver­sucht hat; in ihrer Jugen­dor­gan­i­sa­tion, der “Jun­gen Union”, war früher auch ein gewiss­er Wolf­gang Her­les Mit­glied. Immer­hin: Mit Ver­fas­sungswidrigkeit­en ken­nt er sich bestens aus.

Lei­der schreibt er stattdessen etwas zu The­men, die nur eines gerin­gen Rechercheaufwands bedurft hät­ten:

Eine außer­par­la­men­tarische Protest­be­we­gung ist bei den Pirat­en nicht zu erken­nen, trotz­dem sind sie bere­its eine Partei. Sie sind eher von Tech­nik besessen als von Ideen.

Für Wolf­gang Her­les sind der Arbeit­skreis gegen Inter­net-Sper­ren und Zen­sur, der Chaos Com­put­er Club, der c‑base e.V., in dessen Räum­lichkeit­en die Piraten­partei Deutsch­land gegrün­det wurde, und The Pirate Bay, Keimzelle der ersten Piraten­partei in Schwe­den, also nicht zu erken­nen. Vielle­icht hil­ft Bril­len­putzen.

Wolf­gang Her­les, geistig enteigneter Blog­ger beim ZDF: Auch eine Art von Kar­riere.

In den Nachrichten
“Natürlich hat das nichts damit zu tun.”

Ach, “WELT ONLINE”, etwas mehr Sorgfalt würde euch manch­mal gut tun:

Der nor­wegis­che Massen­mörder Anders Behring Breivik hat zu Beginn des vierten Prozesstages zum ersten Mal auf seinen recht­sex­tremen Gruß mit aus­gestreck­tem rechtem Arm und geball­ter Faust verzichtet.

Merk­würdig; so weit ich mich entsinne, bedeutet die geballte Faust am aus­gestreck­ten Arm nicht etwa “Scheißju­den”, son­dern ist ein Zeichen der Bürg­er­rechts­be­we­gung der Afroamerikan­er in den USA, aber auf aus­gestreck­te Arme reagiert man in der Jour­naille eben immer ein wenig aller­gisch. Aber darum soll es ger­ade mal nicht gehen. Der Pro­tag­o­nist bleibt jedoch der­selbe.

Anders Behring Breivik, seines Zeichens offen­bar fanatis­ch­er Mörder divers­er Per­so­n­en in Nor­we­gen, sollte man eigentlich wegsper­ren, heißt es. Nun stellte sich her­aus, dass er gar nichts dafür kann:

Er gab an, sich vor den Anschlä­gen ein ganzes Jahr freigenom­men zu haben, um das Com­put­er­spiel “World of War­craft” zu spie­len. Er habe im Schnitt 16 Stun­den am Tag vor dem Com­put­er gesessen.

Wir fol­gern: Ver­bi­etet Com­put­er! Da kann er sich her­ausre­den, wie er will:

“Das war aber reine Unter­hal­tung, ein Hob­by, und hat­te nichts mit dem 22. Juli zu tun”, betonte er. Für seinen Anschlag habe er mit echt­en Waf­fen trainiert. Er sei mehrmals beim Schieß­train­ing eines Vere­ins gewe­sen.

Denn wenn man ein­mal abwägt, ob ein Third-Per­son-MMORPG, in dem es im Wesentlichen darum geht, Fan­tasiefig­uren plattzuza­ubern, oder ein Schützen­vere­in, in dem man pro­fes­sionell mit Din­gen hantiert, die “bumm” und bei Bedarf auch tot machen, nun den schädlicheren Ein­fluss auf eine offen­bar nicht unbe­d­ingt gesellschafts­fre­undliche Per­son ausübt, fällt die Entschei­dung nicht schw­er.

Denn wenn man vorhat, ein paar Leute über den Haufen zu schießen, sollte man stets berück­sichti­gen, dass man einen Ruf zu ver­lieren hat:

Auf das Com­put­er­spiel-Hob­by habe seine Umge­bung mit Entset­zen und Schock reagiert. “Ich kon­nte ihnen ja nicht sagen, dass ich ein freies Jahr nehme, weil ich mich fünf Jahre später in die Luft spren­gen wollte.”

“Also das mit dem Leutemet­zeln ist ja in Ord­nung, aber World of War­craft? Der Junge braucht drin­gend einen Psy­chi­ater!”

Nein, natür­lich hat das nichts damit zu tun.
Ausre­den, alles Ausre­den!

(Mit Dank an L.!)

In den NachrichtenWirtschaft
Kurz verlinkt XCVII: Wirtschaftsmächte mit Erfahrung

Also damit kon­nte wirk­lich — im Wortsinne — nie­mand rech­nen:

Das krisen­ge­plagte Ital­ien bekommt seine Schulden nicht in den Griff.

Zum Glück hat Ital­ien inzwis­chen einen erfahre­nen Min­is­ter­präsi­den­ten, der weiß, wie man mit Finanzkrisen umge­ht, immer­hin ist das nicht seine erste:

Er ist inter­na­tionaler Berater bei Gold­man Sachs und Coca-Cola.

Und als Berater von Gold­man Sachs “weiß” man: Will man die reichen Bürg­er vor der Pleite bewahren, muss man zunächst die Banken fördern.

Die Banken in Spanien und Ital­ien müssen sich immer mehr Geld bei den europäis­chen Noten­banken lei­hen, um ihre angeschla­ge­nen Volk­swirtschaften mit Kred­iten zu ver­sor­gen. (…) Laut Ifo stiegen die Schulden der ital­ienis­chen Noten­bank von Jan­u­ar bis März dem­nach um 79 Mil­liar­den Euro, allein 76 Mil­liar­den Euro davon ent­fie­len auf den März.

Wir sind gerettet!

Und damit wir nicht den Glauben daran ver­lieren, hielt die Deutsche Botschaft in Wurstschinken Wash­ing­ton es für rel­e­vant, aus­gewählte US-Amerikan­er danach zu fra­gen, wie sie Deutsch­lands Rolle in Europa ein­schätzen. Das Urteil fällt pos­i­tiv aus:

Sowohl inter­na­tion­al als auch in der Euro-Krise spie­len die Deutschen in den Augen der US-Bürg­er eine wichtigere Rolle als noch vor weni­gen Jahren.

Denn das ist zurzeit natür­lich das, was uns die größte Sorge bere­it­et: Was hal­ten die Amerikan­er von uns?
Und selb­stver­ständlich hat das nichts damit zu tun, dass es um die Wirtschaft der USA nicht zum Besten bestellt ist. Die wollen nur unser Bestes.

Unser Geld.

Fotografie
Kreatives Parken

Es ist eine ziem­lich dumme Idee, sein Fahrzeug aus Bequem­lichkeits­grün­den auf einem pri­vat­en Park­platz abzustellen, der oben­drein als für eine Führungskraft reserviert gekennze­ich­net ist.

Mit etwas Glück wird man auf diesen Fehltritt lediglich fre­undlich hingewiesen, im Nor­mal­fall abgeschleppt. Mit etwas Pech allerd­ings ist der Besitzer des Park­platzes nicht nur darauf aus, sein Recht gel­tend zu machen, son­dern oben­drein mit Kreativ­ität und Humor geseg­net (scheußlich­es Wort!).

Denn dann kann es passieren, dass er sich rächt.

Montagsmusik
Extra Life — Voluptuous Life

Nicht unbe­d­ingt begeis­tert bin ich von dem neuesten Album von Extra Life namens “Dream Seeds”, gegenüber dem Vorgänger “Made Flesh” weiß es mich nicht so recht zu überzeu­gen; wohl auch, weil auf let­zterem das als Stu­dio- …

Extra Life — Volup­tuous Life

… wie als Livev­er­sion …

Extra Life — Volup­tuous Life (live)

… her­vor­ra­gende “Volup­tuous Life” enthal­ten ist.

Und über­haupt: Die Texte.

Too much life, too much life,
so much life that we die

Ach.

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Experten: “Erde keine Scheibe”

Ich weiß nicht, was mich als einen Inter­ne­t­ex­perten (ich besitze mehrere E‑Mail-Adressen und bin somit ver­mut­lich sog­ar deut­lich überqual­i­fiziert) daran eigentlich am meis­ten erschüt­tert:

Exper­tin: Inter­net ist nicht Aus­lös­er für junge Amok­läufer

Wahrschein­lich die Über­schrift.

(Bonus­pointe: Die benan­nte “Exper­tin” ist laut heise.de übri­gens Medi­en­wis­senschaft­lerin Sabine Jörk. Klar­er Fall: Nie­mand ist bess­er dafür geeignet, die Beweg­gründe jugendlich­er Amok­läufer zu ergrün­den, als eine Medi­en­wis­senschaft­lerin.)

In den Nachrichten
Nazigurken

Der totale Krieg gegen Rechts geht weit­er: Während sich Mit­glieder der Piraten­partei Nieder­sach­sen, ange­feuert von sen­sa­tion­slüster­nen Blog­gern, inzwis­chen wochen­lang gegen­seit­ig vor­w­er­fen, aus den jew­eils falschen Grün­den (“Kampf gegen Rechts” bzw. eben “Pro­pa­gan­da für Rechts”) in der Piraten­partei zu sein, ist man auf dem Land schon einen Schritt weit­er. Die näch­ste Ent­naz­i­fizierung muss nicht mehr in der Poli­tik stat­tfind­en, sie wird als Essenss­chlacht aus­ge­tra­gen — du bist, was du isst. (Veg­e­tari­er sind also, ver­mut­lich, über­wiegend Kohlköpfe.)

Denn in einen deutschen Magen darf nie mehr poli­tisch inko­r­rek­te Nahrung gelan­gen, und damit sind aus­nahm­sweise nicht “Gürkin­nen und Gurken” gemeint. Reinen Gewis­sens darf nicht schlem­men, wer Massen­tier­hal­tung, genetis­che Exper­i­mente oder die falsche Gesin­nung damit unter­stützt. Moment, was?

Offen­bar dräut uns in Zeit­en steigen­der Beliebtheit von Bio­gemüse beina­he unabän­der­lich ein neues Deutsches Reich, wenn wir nicht endlich mit har­ter Hand durch­greifen gegen heimatver­bun­dene Bauern, denn ein Gemüsekäufer trägt mit seinem Tun, ob gewollt oder nicht, seinen Teil dazu bei, dass der Gemüse­bauer mit seinen wom­öglich, je nach per­sön­lichem Stand­punkt, frag­würdi­gen Ansicht­en (sei er nun F.D.P.-Mitglied, sei er Radio­head-Anhänger) ein zufriedenes Leben führen kann.

So kann es zum Beispiel auch mal passieren, dass man mit dem Kauf von Bio­gemüse auch die Kasse eines ehe­ma­li­gen Funk­tionärs der NPD, der Partei von Hol­ger Apfel (wom­it wir auch weit­er­hin beim Gemüse wären), zu füllen hil­ft, warnt die “Süd­deutsche Zeitung”:

Im poli­tisch unverdächti­gen Bioland­bau tum­meln sich zunehmend Recht­sex­treme. Und so lan­det neon­azis­tis­ches Gedankengut, unschuldig grün ver­packt, in der Mitte der Gesellschaft.

Klar; Natur- und Heimatschutz, ein beliebtes The­ma von rechts außen, später zum Teil adap­tiert von den “linken” Grü­nen, erfreut sich unge­broch­en­er Beliebtheit, aber Ernährung ist ein Grundbedürf­nis des Men­schen, und da hat Poli­tik nicht viel ver­loren:

“Ich kann ja keine poli­tis­che Grund­hal­tung zer­ti­fizieren, ich kann nur ökol­o­gis­che Anbaumeth­o­d­en zer­ti­fizieren”, sagt [Biopark-Geschäfts­führerin Delia] Mick­lich. “Nur wenn man die Partei ver­bi­etet, dann haben wir eine Hand­habe gegen solche Leute.”

Frech von den Nazis — erst verder­ben sie einem den Stolz auf das Heimat­land und jet­zt kann man nicht mal mehr Gemüse kaufen, ohne sich recht­sradikaler Het­zpro­pa­gan­da auszuset­zen. Was sollen die Nach­barn nur denken, wenn man nichts ahnend an ihnen vor­beige­ht und plöt­zlich schre­it der Eis­bergsalat “Heil Hitler!” aus der Einkauf­s­tasche? Jemand sollte etwas dage­gen tun, bevor es zu spät ist und unsere gesunde Ernährung das Land ein weit­eres Mal in den Abgrund stürzen wird. Immer­hin hät­ten wir dann aber jeman­den, auf den wir zeigen kön­nen.

Denn wer trägt an all dem die volle Schuld? Natür­lich die “Süd­deutsche Zeitung” selb­st, die in ihren Lesern jahre­lang der­maßen Angst vor Gen­mais und der­gle­ichen geschürt hat, dass ihnen let­zten Endes nichts anderes übrig blieb als in den, nun, sauren Apfel zu beißen und for­t­an zu Braunkohl zu greifen. Lieber Nazig­urken als Killer­mais.

Olles Naz­i­blatt.

(Mit Dank an L.!)

In den Nachrichten
Kurz verlinkt XCVI: Religiöse Eiferer

Derzeit gibt es ein Riesen­bo­hei, weil mil­lio­nen­fach kosten­lose Aus­gaben des Koran, über­set­zt auf Deutsch (und somit nach streng mus­lim­is­ch­er Ausle­gung keine Korane), unter das Volk gebracht wer­den. Das sollte an sich kein Prob­lem sein, denn auf dem Papi­er beste­ht in Deutsch­land keine Staat­sre­li­gion, der Islam ist also hierzu­lande gle­ich­w­er­tig neben dem Chris­ten­tum, Sci­en­tol­ogy und dem Pasta­faris­mus einzuord­nen, beachtet man ein­mal nicht die staatlichen Sub­ven­tio­nen an die christlichen Kirchen sowie die christlich-kirch­lichen Feiertage in den gel­tenden deutschen Kalen­dern.

Prob­lema­tisch wird’s eben, wenn sich zum Glauben und/oder Aber­glauben eine große Por­tion Fun­da­men­tal­is­mus gesellt, denn dann wird es kom­pliziert:

Jede Menge Kri­tik lässt sich indes gegen jene Gruppe anführen, die den Koran ger­ade so freimütig unters Volk bringt. Der Predi­ger Ibrahim Abu Nagie ist nach Überzeu­gung der Sicher­heits­be­hör­den längst nicht jen­er harm­lose Geschäfts­mann, zu dem er sich gerne selb­st stil­isiert.

Son­dern ein religiös­er Eifer­er, der jen­er wach­senden Zahl von Salafis­ten zuzurech­nen ist, die ein­er strik­ten, bru­tal­en und rück­ständi­gen Inter­pre­ta­tion des Islam fol­gen. Ein­er Denkrich­tung, die aggres­siv auf Kri­tik­er reagiert und grundle­gende Men­schen­rechte in Frage stellt.

Daran soll­ten wir alle denken, wenn wir das näch­ste Mal mit dem Gedanken spie­len, unseren Tag, unsere Gedanken und unser Radio­pro­gramm lenken zu lassen von denen, die mit ein­er Denkrich­tung sym­pa­thisieren, zu deren Schutz vor Kri­tik­ern es sog­ar ein eigenes Gesetz gibt (§ 166 StGB) und deren Vor­denker grundle­gende Men­schen­rechte in Frage stellen.

Zur näch­sten Wei­h­nacht dann.

Sonstiges
Medienkritik in Kürze: “The Winner is…” ist… oder?

Mit riesi­gen und schi­er all­ge­gen­wär­ti­gen Plakat­en warb jüngst Sat.1 (“SAT.1”) für eine weit­ere über­flüs­sige Ver­sion der immer gle­ichen “Unter­hal­tungssendung” mit dem überzeu­gen­den Konzept “Kan­di­dat macht sich zum Heinz und kriegt dafür vielle­icht Geld und vielle­icht nicht”, deren Name “The Win­ner is…” lautet, was in Zeit­en ein­er Sendung wie “The Voice of Ger­many” mit ein­er afrikanis­chen Siegerin mit englis­chsprachigem Titel ja auch nur kon­se­quent erscheint, aber schon irgend­wie einen Hap­pen dätsch ist, wie man in eini­gen Gegen­den Deutsch­lands zu sagen pflegt.

Apro­pos “The Voice of Ger­many”: Die Pro­duzen­ten sind geblieben, die Mod­er­a­tion nicht. Diese hat für “The Win­ner is…” Lin­da de Mol über­nom­men, was ziem­lich passend ist, denn sturzfreies Deutsch war bekan­ntlich nie ihre Stärke.

Gese­hen habe ich, Medi­enkom­pe­tenz sei Dank, keine der bei­den Sendun­gen, aus­nahm­sweise schlägt aber auch der Ver­such fehl, mir anhand der Berichter­stat­tung ein Urteil zu bilden. Über­schwänglich­er Jubel in allen Medi­en ist nor­maler­weise ein Zeichen für dümm­liche Beliebigkeit, aber so leicht machen’s einem die Medi­en halt nicht.

WELT ONLINE so:

Der blonde hol­ländis­che Engel ver­strömt gute Laune mit jed­er Fas­er und rockt jet­zt für acht Sendun­gen das Cast­ing­show-gebeutelte Deutsch­land, das seine Kicks nun endlich wieder über der Gürtellinie bekommt. (…) Super Stu­dio, grandiose Stim­mung, viele Stand­ing Ova­tions, kurz: Jede Menge Unter­hal­tung für die ganze Fam­i­lie – das ist “The Win­ner is …”.

SPIEGEL ONLINE so:

Worum geht es? Um den inni­gen Wun­sch der Inter­pre­ten, das Pub­likum mit ihrer Musik zu berühren. Klein­er Scherz. Es geht um “die Kohle” (Lin­da de Mol).

(…)

Bester Satz? Lin­da de Mol vor der Verkün­dung eines Ergeb­niss­es: “So, das ist jet­zt ein sehr span­nen­der Moment.” Das hätte man näm­lich um ein Haar wirk­lich nicht gemerkt, dass das jet­zt ein span­nen­der Moment war.

Obwohl ich aus­ge­wo­gene Berichter­stat­tung fast eben­so schätze wie wohldosierten Sarkas­mus, bin ich jet­zt doch ein wenig rat­los: Ist “The Win­ner is…” nun über­be­w­erteter Quatsch oder stüm­per­hafter Mist?

Wer hat’s gese­hen?

SonstigesNetzfundstücke
Umzugsfetischisten

Der Zufall wollte es, dass ich heute mit meinem Mobil­brows­er verse­hentlich auf ein­er dieser neu­modis­chen “Erotik”-Webseiten gelandet war, als ich in ein Fun­kloch geri­et.

Somit bot sich mir für kurze Zeit die Gele­gen­heit, den ganz realen mind­fuck von vorge­blich “ero­tis­chen” clips in Textform zu genießen. Und was da manche Leute für Fetis­che haben!

“Tschüss, Blondie!”

Mein Favorit ist allerd­ings das hier:

Ist das so etwas wie auf cybervally.com gezeigt?

Da geht mir ja schon richtig die Düse; Frauen, die auf Web­cams star­ren.
Und damit kann man Leute anlock­en?

Montagsmusik
Urlaub in Polen — Inkin Ark

Die Oster­feiertage sind nun fast vorüber, die Oster­fe­rien, sofern zutr­e­f­fend, neigen sich auch dem Ende. Nun kon­nte man diese Zeit nutzen, um Musik zu hören, oder man ver­brachte sie anders, etwa mit einem Urlaub in Polen.

Oder bei­des. Den Abschluss der öster­lichen Musik­serie bildet mit der heuti­gen Mon­tagsmusik die lei­der vor eini­gen Monat­en aufgelöste deutsche Musik­gruppe Urlaub in Polen, die trotz englis­chsprachiger Texte ein pos­i­tiv beein­druck­endes Beispiel dafür ist, dass Kraftwerk noch bis heute ihre Spuren hin­ter­lassen und elek­tro­n­is­che Musik auch unscheiße sein kann, wenn man sich nur Mühe gibt.

Urlaub in Polen // Inkin Ark (Live)

(Auf so einen Namen muss man natür­lich auch erst mal kom­men.)

Guten Mor­gen!

In den Nachrichten
Kurz verlinkt XCV: Liter/arisch anerkannt

Zum The­ma Gün­ter Grass’ Israelkri­tik sei nun­mehr alles gesagt, sollte man meinen; nur eben noch nicht von jedem, und es wird fleißig nachgelegt. Das ist natür­lich auch irgend­wie amüsant:

Die israelis­che Regierung legt nach: Gün­ter Grass sei ein “anti­semi­tis­ch­er Men­sch”, schimpfte Innen­min­is­ter Jis­chai, man müsste ihm den Lit­er­aturnobel­preis aberken­nen.

Wir ler­nen zweier­lei:

Erstens: Kri­tisiert man die Außen­poli­tik eines Lan­des, ist das ein Zeichen von Ver­ach­tung für die Staat­sre­li­gion. Kabaret­tis­ten wie Volk­er Pis­pers etwa sind fol­glich Antichris­ten, und man sollte ihnen jed­welche Ausze­ich­nung nach ihrer Ent­tar­nung wieder weg­nehmen, um schlim­meres zu ver­mei­den.

Zweit­ens: Ein Lit­er­aturnobel­preis ste­ht in unmit­tel­barem Zusam­men­hang zu jeglichen späteren poli­tis­chen Äußerun­gen des Preisträgers, denn es ist undenkbar, dass jemand, der sich kri­tisch über die Außen­poli­tik ander­er Län­der äußert, gle­ichzeit­ig ein anerkan­nter Schrift­steller sein kann.

Eine mögliche Kon­se­quenz lautet: Verkehrs­de­lik­te soll­ten kün­ftig mit lebenslangem Hausver­bot bei ALDI geah­n­det wer­den, denn jemand, der sich nicht an die Verkehrsregeln hal­ten kann oder will, sollte keinen Einkauf­swa­gen mehr benutzen dür­fen.

(Mit Dank an L.!)

MusikkritikKaufbefehle
Talk Talk — Spirit of Eden

Und schon ist wieder Ostern, die Zeit der Super­son­der­spezialak­tio­nen im Inter­net. Vor lauter Eiern find­et man zurzeit nur wenig ver­w­ert­bare Infor­ma­tio­nen. Das finde ich gut und richtig, denn immer nur Poli­tik ist auf Dauer doch ein wenig ein­tönig.

Wie Wei­h­nacht­en ist Ostern im west­lich-christlichen Kul­turkreis vor allem eine “besinnliche” Zeit. Zeit, um in sich zu gehen; und dazu passt Musik. Aber was für Musik sollte man wählen? Ein “Last East­er” haben Wham! ja lei­der nie aufgenom­men, und so muss man sich anders behelfen. Da trifft es sich gut, dass, wie aus­nahms- und lobenswert­er­weise SPIEGEL Online berichtet, das 24 Jahre alte Album “Spir­it of Eden” — “der Geist des Paradieses”, ein ger­adezu bib­lis­ch­er und somit für die öster­liche Beschal­lung geeigneter Titel — der New-Wave-For­ma­tion Talk Talk jüngst sich ein­er Neuau­flage erfreuen durfte, sofern ein Musikalbum das über­haupt zu tun ver­mag.

Talk Talk war eine britis­che Musik­gruppe, die Anfang der 1980er Jahre grässlichen Kau­gum­mipop (“It’s My Life”, “Such a Shame”) für schaf­fenswert hielt und auf dem let­zten Album (“Laugh­ing Stock”, 1991), etwa zur gle­ichen Zeit wie Slint (“Spi­der­land”), das miter­fand, was heute von etiket­tier­wüti­gen Rezensen­ten “Postrock” genan­nt wird. Dazwis­chen liegt das ein­ma­lige “Spir­it of Eden”.

Die Ein­ma­ligkeit gilt nicht nur inner­halb des Schaf­fens von Talk Talk, die nie zuvor und auch danach nie wieder ein der­art per­fek­tes Album aufgenom­men haben, sie gilt für das ganze Genre des New Wave. Aber ist das über­haupt noch New Wave? Das Inter­net verneint das.

Leise begin­nt es mit Stre­ich­ern und Trompete, nach etwa zweiein­halb Minuten set­zen Gitarre, verz­er­rt-ver­stärk­te Mund­har­moni­ka, Bass und Schlagzeug ein. Die Reise nimmt ihren Anfang, schon das 23-minütige und dre­it­eilige “The Rain­bow / Eden / Desire” lässt den Hör­er eine andere Gefühlsebene erleben. Die Stim­mung ist floy­dig, Mark Hol­lis singt ein wenig undeut­lich, dazu ein wenig Klavier. Nach viere­in­halb Minuten ist man sich zum ersten Mal seit Langem dem emo­tionalen Poten­zial von Musik bewusst, und während der Ver­stand den sur­realen Rufen wie aus weit­er Ferne fol­gt, drückt irgen­det­was ganz tief drin auf Gefüh­le, die man längst vergessen (oder ver­drängt?) hat­te.

Well, how can that be fair at all?
Repent­ed, changed,
aware where I have wronged.

Tief dur­chat­men, weit­er geht es. Die Melan­cholie weicht behut­samer Hoff­nung, “Eden” begin­nt. Every­body needs some­one to live by, ja, und dann plöt­zlich, so kurz wie kaum greif­bar, The Vel­vet Under­ground; krächz, jaul, näch­ste Stro­phe. Mark Hol­lis klagt jet­zt nicht mehr, er ruft, die Stimme fast noch sehn­süchtiger als der Text, den er spricht. Die Kli­max? “Desire”. Kam­merk­länge, spär­lich instru­men­tiert.

Desire, whis­pered, spo­ken, in time, rivers, oceans.

Der Moment, in dem man am lieb­sten schreien würde, ist schon längst über­schrit­ten. Aber man kann dann doch nicht von der Stim­mung lassen und lässt sich weit­er treiben; und plöt­zlich bricht das instru­men­tale Infer­no — gemessen immer am Gewe­se­nen — los. Den Sänger hält es jet­zt auch nicht mehr zurück: That ain’t me, babe, I’m just con­tent to relax than drown with­in myself, und hätte man ger­ade ein Textbuch zur Hand, man würde den Refrain mit­brüllen, aber so bleibt nur das Brüllen ganz tief drin. Irgen­det­was dort tief drin fle­ht um Gnade, und man würde es gern ohrfeigen, um den Schmerz zu spüren.

Das mit merk­würdi­gen elek­tro­n­is­chen Effek­ten verzierte “I Believe In You” hat es aus irgendwelchen Grün­den (zwei Jahre nach “I Don’t Believe In You”, wer erken­nt das Muster?) geschafft, als Einzel­stück aus­gekop­pelt zu wer­den. Gegen Ende der 1980er Jahre war solcher­lei dur­chaus beliebt. Ähn­lich wie “Inher­i­tance” und “Wealth” ori­en­tiert sich dieses Lied eher am Art-Pop, ersteres lässt den Rezensen­ten sich mitunter gar an die weni­gen guten Momente der späten Gen­e­sis erin­nern, ohne jemals deren Ober­fläch­lichkeit zu erre­ichen.

“Wealth” ist, wie son­st nur sel­ten, ein passender Abschluss des Albums: Fast nur von der Orgel begleit­et fle­ht Mark Hol­lis ein let­ztes Mal nach dem “Reich­tum der Liebe”, dem wealth of love, und ver­spricht dafür seine Frei­heit zu geben.

Cre­ate upon my flesh,
cre­ate a home with­in my head,
Take my free­dom for giv­ing me a sacred love.

Während die Musik langsam verklingt, sinkt der Hör­er in seinen Ses­sel, noch immer weit ent­fer­nt von sich selb­st. Das Album ist längst zu Ende, die Reise noch lange nicht vor­bei.

Es gibt nur wenige Musikalben, die es schaf­fen, gle­ichzeit­ig Herz und Hirn zu ent­führen, also psy­che­delisch und melan­cholisch zugle­ich zu sein. Dear John Let­ter ver­ste­hen sich auf diese Kun­st, Talk Talk haben sie schon 1988 per­fek­tion­iert.

Ganz groß.

Netzfundstücke
Kurz verlinkt XCIV: Offene Briefe für jedermann

Offene Briefe sind ja zurzeit ein recht beliebtes Mit­tel, sich öffentlich zu äußern. Wom­öglich wer­den dem­nächst die ersten Tageszeitun­gen dazu überge­hen, ihre Leser­brief­seit­en “Seite für offene Briefe” zu nen­nen.

Wem hierzu partout nichts ein­fall­en will, dem hil­ft nun­mehr der Offen­er-Brief-Gen­er­a­tor für jeden nur erden­klichen tage­spoli­tis­chen Anlass, auf Wun­sch auch in “Gedicht”-Form:

Liebe FDP.

Mit Ver­wirrung
habe ich Ihr Wahl­pro­gramm über­flo­gen
und sehe mich daher genötigt,
sofort ein Gedicht zu schreiben.

Hihi!

(via Mario Six­tus)

In den NachrichtenPiratenpartei
Medienkritik LXVI: Diebe und Piraten

Ach, das ist ja aller­lieb­st: 100 “Promi­nente” haben sich zusam­menge­tan, um gegen die Piraten­partei zu demon­stri­eren. Unter ihnen sind auch Frau Leutheuss­er-Schnar­ren­berg­er, die wohl ihre F.D.P. gegen ver­meintliche Fress­feinde zu vertei­di­gen beab­sichtigt, und, was mich ganz beson­ders amüsiert, Hans-Her­mann Tied­je, ehe­mals Chefredak­teur des Schmierblattes “Bild”.

Dieser Hans-Her­mann Tied­je kam sich, wohl erfahrungs­be­d­ingt, offen­bar nicht zu blöd vor, als er dieses Bon­mot beis­teuerte:

Wer im Inter­net klaut, der stiehlt! So ein­fach ist das. Die Pirat­en kön­nten ihr bish­er ziem­lich nut­zlos­es Dasein sin­nvoll entwick­eln, wenn sie ihren Anhängern einen belast­baren Eigen­tums­be­griff ver­mit­teln wür­den. Andern­falls wer­den sie sehr schnell einen neuen Namen bekom­men: Partei der Diebe.

Wer klaut, der klaut — so eine bril­lante Hirn­wichse hätte ich Her­rn Tied­je beina­he nicht zuge­traut. Blöd nur, dass man im Inter­net nicht klauen kann.

Wenn ich etwas stehle bzw. “klaue”, wech­selt es den Besitzer. (Den Unter­schied zwis­chen “Besitz” und “Eigen­tum” ist, hoffe ich, all­ge­mein bekan­nt.) Wenn ich aber im Inter­net zum Beispiel ein Lied uner­laubt herun­ter­lade, das vorher jemand hochge­laden hat, dann bemerkt der Ini­tia­tor das nicht, er ist auch weit­er­hin im Besitz des hochge­lade­nen Stück­es und kann sich sog­ar weit­er­hin Kopi­en davon anfer­ti­gen.

Das “Stehlen” von Ergeb­nis­sen kreativ­er Tätigkeit mit­tels dig­i­taler Repro­duk­tion ist also kein “Stehlen”, son­dern “Kopieren”. Wenn alle Diebe dieser Welt aber kopierten statt klaut­en, wäre ich als Pirat sog­ar ziem­lich stolz auf diesen neuen Unter­ti­tel. Na ja; “Bild” eben.

Von einem ehe­ma­li­gen “Bild”-Chefredakteur — die “Bild” ist das Medi­um, das gern mal Bilder von Tätern und/oder Opfern im Inter­net find­et und vervielfältigt — ein­mal die Forderung nach einem “belast­baren Eigen­tums­be­griff” — Zitat H.-H. Tied­je — zu lesen ist übri­gens ein ziem­lich sur­reales Gefühl. Wie aber muss ein Eigen­tums­be­griff ausse­hen, damit er dem Anspruch auf “Belast­barkeit” genügt? Viel scheint nicht dazuzuge­hören, über den Ter­mi­nus des “geisti­gen Eigen­tums” echauffieren sich die 100 “Promi­nen­ten” näm­lich anscheinend nicht. (Warum anstelle wirk­lich Kreativ­er zahlre­iche Schaus­piel­er, Poli­tik­er und der­gle­ichen zu Wort kom­men, frage ich mich schon nicht mehr; ich ver­mute jedoch, es hat damit zu tun, dass viele von ihnen mit der Piraten­partei sym­pa­thisieren und das nicht den gewün­scht­en Tenor her­vorge­bracht hätte.)

Wenn ich einen Vorschlag unter­bre­it­en dürfte: Wie wäre es mit geisti­gen Monopol­recht­en? Dass dies etwas anderes bedeutet als “geistiges Eigen­tum”, ist gut und richtig, denn eine bloße Umetiket­tierung wäre nicht zielführend:

Aber es ist ein Fehler, „geistiges Eigen­tum“ durch irgen­deinen anderen Begriff zu erset­zen. Ein ander­er Name kön­nte die Vor­ein­genom­men­heit beseit­i­gen, würde aber nicht das tiefer[gehende] Prob­lem des Begriffes beseit­i­gen: Überver­all­ge­meinerung. Ein der­art ein­heitlich­es Ding wie „geistiges Eigen­tum“ existiert nicht. Es ist eine Illu­sion, die nur deswe­gen eine kohärente Exis­tenz zu haben scheint, weil der Begriff selb­st dies nahelegt.

“Geistiges Eigen­tum” sug­geriert eine Anwend­barkeit des materiellen Eigen­tums­be­griffs auf imma­terielle Güter. (Kann man Eigen­tümer ein­er Idee sein?) Gegen geistige Monopol­rechte aber hat nie­mand etwas, auch nie­mand aus dem bösen Inter­net, das voller Diebe steckt. Aber wenn man anfin­ge, darüber ern­sthaft nachzu­denken, statt alles zu tun, um mal wieder in ein­er Zeitung zu ste­hen, erkän­nte man wom­öglich, dass die mit dem nut­zlosen Dasein in den ver­gan­genen Jahren pro­duk­tiv­er waren als man selb­st in einem Jahrzehnt.

Natür­lich stellt jede Partei Forderun­gen, die ein­er bes­timmten Men­schen­gruppe jew­eils nicht passen; natür­lich gibt es viele Gründe, die Piraten­partei zu kri­tisieren, wie es sich­er auch viele Gründe gibt, zum Beispiel die CDU zu wählen (und sei es nur die große Wahrschein­lichkeit auf den Wahler­folg). Es aber der­art laien­haft zu tun erre­icht das Gegen­teil des Gewün­scht­en. Es mag ger­ade en vogue sein, die Piraten­partei blöd zu find­en, aber nicht jede Chance sollte man ergreifen.

Zöge Natal­ie Port­man sich für den “Play­boy” aus, bekäme sie ver­mut­lich viel Geld und Anerken­nung, täte ich es, würde dies wohl eher ungern gese­hen. Ihr ver­ste­ht, worauf ich hin­aus will?

Das wun­dert mich nicht.

(Auf den Rest des “Handelsblatt”-Kuriosums geht, etwas aus­führlich­er, auch Thomas Knüw­er ein; ich empfehle, dort weit­erzule­sen.)