Seit heute muss jeder, der hierzulande aus irgendeinem Grund (eventuell die mangelnde Befähigung, einen Computer zu bedienen) satellitenfernsehen möchte, einen Digitalempfänger besitzen.
Wahr ist, dass dadurch die subjektive Bild- und Tonqualität oft steigt, da es im Digitalverkehr nur Eins und Null und kein Rauschen gibt. (Alte Informatikerweisheit: Eine besonders große Null ist beinahe identisch mit einer besonders kleinen Eins.)
Falsch ist, dass man von digitalem Fernsehen eine bessere Qualität bekommt.
Immerhin ist nun jeder fernsehende Deutsche endlich in der Lage, Dieter Bohlens blöde Fresse und Hauptschulabbrecher ohne jedes Gesangstalent in high definition, also in hoher Auflösung, im heimischen Wohnzimmer grinsen zu sehen und quäken zu hören, und man wünscht sich die Tage zurück, in denen “HD” noch für “High Density” (“hohe Dichte”) stand, denn nichts wünscht man sich nun mehr als ein Fernsehprogramm, dessen Mitwirkende noch ganz dicht sind.

Du bist Rassist.
Nö, erfahren.
Dass Du nur Deutschen das Recht, Bohlen und dessen Opfer in HD zu ertragen, zugestehst, hat nichts mit Erfahrung zu tun.
Seit wann ist “Deutsch” eine Rasse?
Das ändert nichts an meiner Aussage bzw, Deiner Einstellung.
Doch: Rassismus setzt Rassen voraus.
Deine Reduktion des Rechts auf ausschließlich Deutsche vermittelt Deine Einstellung gegenüber Ausländern und damit einhergehend ‑als wesensgleiches Minus- auch gegenüber Rassen.
Ausländer haben eine eigene Rasse? Nach welcher Jurisdiktion denn das?
Tatsächlich gönne ich aber nur Deutschen den Anblick Dieter Bohlens, immerhin sind überwiegend sie es, die seine Fresse ins Fernsehen finanzieren.
Inkonsequent.
Nein, rachsüchtig.
Inwiefern?
Die Schuldigen an der Qualität des Fernsehens gehören bestraft.