Ach, “WELT ONLINE”, etwas mehr Sorgfalt würde euch manchmal gut tun:
Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat zu Beginn des vierten Prozesstages zum ersten Mal auf seinen rechtsextremen Gruß mit ausgestrecktem rechtem Arm und geballter Faust verzichtet.
Merkwürdig; so weit ich mich entsinne, bedeutet die geballte Faust am ausgestreckten Arm nicht etwa “Scheißjuden”, sondern ist ein Zeichen der Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner in den USA, aber auf ausgestreckte Arme reagiert man in der Journaille eben immer ein wenig allergisch. Aber darum soll es gerade mal nicht gehen. Der Protagonist bleibt jedoch derselbe.
Anders Behring Breivik, seines Zeichens offenbar fanatischer Mörder diverser Personen in Norwegen, sollte man eigentlich wegsperren, heißt es. Nun stellte sich heraus, dass er gar nichts dafür kann:
Er gab an, sich vor den Anschlägen ein ganzes Jahr freigenommen zu haben, um das Computerspiel “World of Warcraft” zu spielen. Er habe im Schnitt 16 Stunden am Tag vor dem Computer gesessen.
Wir folgern: Verbietet Computer! Da kann er sich herausreden, wie er will:
“Das war aber reine Unterhaltung, ein Hobby, und hatte nichts mit dem 22. Juli zu tun”, betonte er. Für seinen Anschlag habe er mit echten Waffen trainiert. Er sei mehrmals beim Schießtraining eines Vereins gewesen.
Denn wenn man einmal abwägt, ob ein Third-Person-MMORPG, in dem es im Wesentlichen darum geht, Fantasiefiguren plattzuzaubern, oder ein Schützenverein, in dem man professionell mit Dingen hantiert, die “bumm” und bei Bedarf auch tot machen, nun den schädlicheren Einfluss auf eine offenbar nicht unbedingt gesellschaftsfreundliche Person ausübt, fällt die Entscheidung nicht schwer.
Denn wenn man vorhat, ein paar Leute über den Haufen zu schießen, sollte man stets berücksichtigen, dass man einen Ruf zu verlieren hat:
Auf das Computerspiel-Hobby habe seine Umgebung mit Entsetzen und Schock reagiert. “Ich konnte ihnen ja nicht sagen, dass ich ein freies Jahr nehme, weil ich mich fünf Jahre später in die Luft sprengen wollte.”
“Also das mit dem Leutemetzeln ist ja in Ordnung, aber World of Warcraft? Der Junge braucht dringend einen Psychiater!”
Nein, natürlich hat das nichts damit zu tun.
Ausreden, alles Ausreden!
(Mit Dank an L.!)

Ich bin für Verbot von jeglichen Videospielen. In Zeiten wo wir eh bald durch Chips identifiziert und überwacht werden, könnten wir dann doch das Waffengesetz im Gegenzug lockern!
Aber warum willst du dann noch was verbieten?
um des videospielverbietens willen!
Gute Antwort.