Netzfundstücke
Metamedienkritik extern: “Krasse Zeitschrift entdeckt, willste mal haben?”

Diese Jugend heutzu­tage — ret­tungs­los ver­dor­ben:

Selb­stver­such eines Teenagers: Moritz, 16, kauft eine Zeitschrift

Man möchte ihm “Nein!” zurufen und “Tu’ das nicht, du bist zu jung, um dein Leben wegzuw­er­fen!”, dann erst liest man, dass sich Moritz gar keinen SPIEGEL gekauft hat, son­dern was Anständi­ges:

Mir fiel sofort ein Heft auf. Nicht, weil es beson­ders gut aus­sah, son­dern weil es 10 Euro kosten sollte. Das machte mich neugierig. “GEO Epoche”, Schw­er­punkt: “Der Kap­i­tal­is­mus”.

Eine Zeitschrift über den Kap­i­tal­is­mus, die zehn Euro (die Älteren unter euch rech­nen das in D‑Mark um) kostet. Gut gespielt, “GEO”. Aber euren neuen Leser kön­nt ihr trotz­dem nicht hal­ten:

Jet­zt kann ich nicht weit­er klick­en, son­dern muss mich mit dem zufriedengeben, wofür ich bezahlt habe. Ich habe mehr erwartet, vielle­icht zu viel. Ich bin ent­täuscht. (…) Ein großer Zeitschriften­leser werde ich wohl nie mehr.

Mark­tlücke Klick­buch. Denkt doch mal an den Nach­wuchs!

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Aleph — Man Who Fell

Montag! Oh nein!Es ist Mon­tag, ein sportlich­es Woch­enende liegt hin­ter uns.

Damit meine ich nicht mal unbe­d­ingt “Schlag den Raab”, eine furcht­bar ein­tönige Fernsehsendung ohne geisti­gen Anspruch, deren Kon­sum nichts­destotrotz Usus zu sein scheint; nein, in der großen Poli­tik wird eben­so Großes aus­ge­focht­en: “Merkel bear­beit­et Putin” (heute.de) während eines “Macht­pok­ers in der Nacht” (WELT ONLINE) beziehungsweise “Merkel ringt mit Putin” (ebd.), wie sie’s am 18. Okto­ber (WELT ONLINE im Okto­ber) eben auch schon getan hat (“Show­down ohne Durch­bruch: Merkel und Putin rin­gen bis in die Nacht”). Offen­sichtlich haben beim Duell (“Das Duell (…) heißt nun Merkel gegen Putin”, tagesspiegel.de, März d.J.) bei­de danebengeschossen.

Was der Sieger bekommt, ist fraglich — wahrschein­lich zumin­d­est einen Muskelkater. Eigentlich schade, dass so etwas nie im Fernse­hen gezeigt wird.

Wie’s im Fernse­hen eben auch, seit der “Rock­palast” zum Poprock­palast verküm­mert ist, nicht mehr zu guter Musik langt. Aber irgend­was Gutes muss dieser Mon­tag ja haben.

Guten Mor­gen.

Spaß mit Spam
Kurzspam, November 2014

Ab und zu mal in den Spam­fil­ter guck­en und jede schlechte Laune ver­fliegt. Allein schon die Betr­e­f­fzeilen!

BE A LETHAL WEAPON IN THE BEDROOM-

Und wie krieg’ ich dann das Blut wieder raus?

Das Prob­lem: Pay­pal Kon­to Uber­pru­fung

Die Lösung: Loschen

Wake up to a won­der­ful days with a big­ger tool !!

Mehr Pow­er!

Wir zwin­gen Sie jeden Monat 43,000 auszuzahlen?

Das wollte ich schon immer mal müssen!

:irre:

In den Nachrichten
Schwanzgierige Sportwiele

Stück’ mal ’n Rück, Herr Leis­ere­it­er, Wayne kann sich vor Inter­esse kaum noch hal­ten:

Her­zlichen Glüh­strumpf: am 12. Novem­ber 2014 ist mal wieder Tag der schlecht­en Wort­spiele.

Das kann doch nicht Warstein! Hoch­sai­son für Twit­ter, aber da ist bei mir Ende Gelände. Schlechte Wort­spiele liegen mir fern, ich mach’ nur Jute. Wenn das nur nicht alles schon mal da gewe­sen wäre.

Ken­tucky Schre­it Fick­en ein gagen wegin­nen

Und wie sich die Medi­en ger­ade gegen­seit­ig darin zu unter­bi­eten ver­suchen, wer wohl die meis­ten spätestens seit den 80ern ver­bre­it­eten “Wortwitze” — die “Jolie” berichtet von “fiesen Kalauern” und meint dabei die dümm­ste mir bekan­nte Def­i­n­i­tion von “fies” — zum Besten geben kann. Zwar ist das Wort­spiel selb­st ein wichtiges Ele­ment darin, eine Sprache zu beherrschen (nicht umson­st spie­len ger­ade Kinder gern mit Reimen und lachen sich über Homo­graphe scheck­ig), aber in sein­er bloßen Funk­tion als von jedem Kon­text befre­ites ver­meintlich unter­hal­tendes Ele­ment ver­sagt es völ­lig. Otto Waalkes zum Bleis­tift ist seit Robert Gern­hardts Tod ja auch nicht mehr lustig.

Alles Roger in Kam­bod­scha? :winken:

Spaß mit Spam
✔Ich bin nackt für dich! Wollen wir uns heute abend treffen?

Ach, Mädel, bei dem Wet­ter bist du doch heute Abend total erkäl­tet. Zieh’ dir erst mal was an und mach’ dir einen war­men Tee.

Nur bei uns: Fick­en in 3 Schrit­ten!

(und fick sie heute noch)

Wen jet­zt genau? Und — eigentlich noch wichtiger — warum soll es reizvoll sein, für Triv­iales 3 Schritte zu brauchen? “Ausziehen und losle­gen” sind laut Taschen­rech­n­er nur zwei.

Hi ,

“Plenken ist (…) eine dumme Ange­wohn­heit [und] typographisch völ­lig falsch.”

Melde dich hier schnell und kosten­los an und erhalte direkt Zugang zu tausenden Frauen die für alles offen sind.

Oder ein­fach mal das Haus ver­lassen.

Schau dir an wie diese Frauen ganz ein­fach alle Hüllen für dich fall­en lassen!

Ganz ein­fach! Sie schaf­fen es müh­e­los, sich auszuziehen! Meinen aller­her­zlich­sten Glück­wun­sch!

Aber ist das — ich fragte ja bere­its — nicht etwas kalt?

100% Garantie auf Kon­tak­te

Und was für tolle Kon­tak­te!

Frauen die Sex wollen

Män­ner, die das auch mal dacht­en.

Kon­trol­lierte Pro­file

Eine begutachtete Nase. Toll.

Ich hat­te ja erst “Prof­ite” gele­sen.

Nack­t­fo­tos anschauen»

http://www.new-hiter.de/(…)

Und was ich hier erst gele­sen habe, möchtet ihr wahrschein­lich gar nicht so genau wis­sen.
(Vor­sicht: Der­lei Web­sites nur mit Umsicht besuchen.)

Direk­ter Sexkon­takt »

http://www.new-hiter.de/(…)

Ja, wie — nur ein­er? Das ging aber schnell.

Früher haben sich die Spam­mer wenig­stens noch Mühe gegeben.

Montagsmusik
Raw Material — Ice Queen

Ich bleib' im Bett.Es ist Mon­tag. Es ist kalt. Ter­mine, Ter­mine. Die Bahn wird bis auf Weit­eres nicht mehr bestreikt, man kann wieder durch’s Leben het­zen. Aus­tralien hat uns was voraus.

Viele feierten gestern den Mauer­fall, die meis­ten Parteien dabei bevorzugt sich selb­st, denn die Mauer wurde natür­lich von Funk­tionären niedergerun­gen, wie’s halt in jedes Jahr auf’s Neue “jet­zt veröf­fentlicht­en” Doku­menten ste­ht. Wolf Bier­mann und David Has­sel­hoff haben Honeck­er wegge­sun­gen. Über­haupt: Der Bier­mann. Er hat­te ja Recht, es war nicht alles gut damals.

Noch früher hinge­gen war etwas viel bess­er, die Gruppe Raw Mate­r­i­al näm­lich. Roh­ma­te­r­i­al — welch passender Name in dieser stür­mis­chen Zeit.

Raw Mate­r­i­al — Time is … Ice Queen — Pro­gres­sive

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Medienkritik extern: Hätten sie halt seine Exfrau gefragt!

Man hätte den Bahn­streik natür­lich auch vorausse­hen kön­nen, indem man nicht erst nach der Veröf­fentlichung von Claus Wesel­skys Heim durch den unsäglichen “Focus” mal in seinem pri­vat­en Umfeld nachge­fragt hätte:

Wir haben heute die Gele­gen­heit, mit sein­er Ex-Frau zu sprechen. Sie sagt, was Mil­lio­nen Pendler denken: Ihr Ex ist ungeeignet für diesen Posten.

:wallbash:

KaufbefehleMusikkritik
Dalbello — whomanfoursays

Dalbello - whomanfoursaysDas anson­sten weit­ge­hend unauf­fäl­lige, mir aber genehme Musik­magazin “eclipsed” wies mich in sein­er aktuellen Aus­gabe auf “whoman­four­says” von Dal­bel­lo hin, ein Musikalbum aus dem dun­klen Jahrzehnt, was allein schon so selt­sam ist, dass ich es mir nicht nehmen lassen wollte, doch mal reinzuhören. Das war gut so.

Die Musikin­dus­trie ist schäbig, sie ist es in den schlim­men 1980-ern aber auch schon gewe­sen. Gle­ich­form, Gle­ichk­lang. Syn­the­siz­er. New Wave. Post­punk. Lang­weilig. Und mit­ten in den schlim­men 1980ern — 1984 — taucht da eine Kanadierin auf, die vorher unter ihrem echt­en Namen Lisa Dal Bel­lo trotz ein­er gewonnenen Ausze­ich­nung als Most Promis­ing Female Vocal­ist (Juno Award 1978) selt­samen Dis­copop unter die Leute brachte, und macht erst mal ein komis­ches Wort­spiel. “Who man four says”. “Human forces”. Ohweh.

Einige Jahre zuvor war Mick Ron­son, unter anderem Gitar­rist für David Bowie und Lou Reed, eher zufäl­lig auf die ger­ade pausierende Sän­gerin aufmerk­sam gewor­den und überre­dete sie zu einem weit­eren Album. Für dieses Album hat er offen­bar einige sein­er eige­nen musikalis­chen Ein­flüsse einge­bracht, denn vom Dis­copop wandte sich Frau Dal Bel­lo eben­so ab wie von ihrem Vor­na­men und dem stören­den Leerze­ichen. Die viel ver­sprechende Stimme hielt ihr Wort, die Frisur auch.

Lisa Dal­bel­lo — Gonna Get Close to You — live

Texte? Ach, Texte. Eight­ies, bitch. Da kon­nt’ man froh sein, wenn nicht jedes zweite bis dritte Wort “heart” war. Man glaubt das irgend­wo im Radio schon mal gehört zu haben, aber wahrschein­lich war’s dann doch Kate Bush. Die feinen Nuan­cen machen’s inter­es­sant und hörenswert, und die alten Mar­il­lion waren ja auch nicht so viel anders. Oder Madon­na; es war ja nicht alles schlecht.

Dal­bel­lo live at Rock­palast 1985 — part 2 — Devi­ous Nature

Die 80er sind dran, sie wollen ihre Musik zurück. Aber Dal­bel­lo bleibt hier.

In den Nachrichten
“Ausgerechnet!”: Kurzes zum Bahnstreik

Gute Nachricht­en für Selb­st­mörder: Die Bahn wird erneut bestreikt. Qual­itätsme­di­en dieses armen Lan­des haben sich der Sache bere­its angemessen angenom­men; BILD und FOCUS ONLINE (aus Niveau­grün­den — Penis — hier nicht ver­linkt) veröf­fentlichen Tele­fon­num­mer und Foto vom Haus des GdL-Vor­sitzen­den, auf dass der Pöbel seinem Unmut über das Streikrecht angemessen Luft ver­schaf­fen kann. SPIEGEL ONLINE stört sich der­weil am tim­ing: Aus­gerech­net zur Feier des Mauer­falls in Berlin. Zum Glück sind 1989 die Züge noch gefahren!

Warum schon wieder gestreikt werde? Lok­führer bekom­men ange­blich zu wenig Geld, das tun Pflegekräfte zwar auch, aber die haben Anstand. So ein Lok­führer möchte ja auch nicht im Kranken­haus liegen und dann wegen eines Warn­streiks nicht ver­sorgt wer­den. Mehr Geld bekommt wegen dieses Streiks allerd­ings zumin­d­est die Branche der Fern­bus­be­treiber.

Von der­lei moralis­chen Über­legun­gen ein­mal abge­se­hen ist “aus­gerech­net zur Feier des Mauer­falls” (SPIEGEL ONLINE) das Streikrecht den­noch ein hohes Gut. Im Sep­tem­ber 1980 war in der DDR von einem Ter­ro­rakt die Rede, nicht allzu weit ent­fer­nt von den Aus­sagen von Sig­mar Gabriel (SPD, ehe­mals Arbeit­er­partei), der von einem Miss­brauch des Streikrechts sprach; gestreikt wer­den darf hierzu­lande eben nur dann, wenn nie­mand es bemerkt. Dass die Gew­erkschaft der Lok­führer allerd­ings alleiniges Ziel der geball­ten Empörung ist und sich diejeni­gen, die sich son­st über Preis­er­höhun­gen, Reko­rdgewinne und elend lange Ver­spä­tun­gen der Bahn aufre­gen, Hil­fe suchend an sie wen­den, zeugt im Übri­gen zumin­d­est davon, dass das, was Boule­vard­blät­ter so ins Inter­net rein­schreiben lassen, sich eines großen, willi­gen Pub­likums erfreuen dürfte.

Die Wertschätzung des Men­schen muß begrün­det wer­den auf der Art und Weise, in der er sein­er ihm von der All­ge­mein­heit über­ant­worteten Auf­gabe gerecht wird.
Adolf Hitler


Diskri­m­inierung des Tages: Wenn eine Lob­by­or­gan­i­sa­tion durch ein von ihr gefordertes Gesetz Umsatzein­bußen hat.

PiratenparteiMontagsmusik
The Who — You Better You Bet

Kauz bei NachtEine unbe­deu­tende kleine Lan­despartei hat mich am Woch­enende ent­ge­gen meinem Anliegen nicht in den Vor­stand gewählt. Das ist etwas schade.

Noch schad­er ist eigentlich nur, dass schon wieder Mon­tag ist. Auf­ste­hen und wis­sen, dass das eine schlechte Idee war. Diesem Ziehen im Kopf ist beizukom­men, das Ziehen im Herzen endet nim­mer­mehr.

Wie auch immer.

Guten Mor­gen.

PersönlichesSonstiges
Wie Kabel Deutschland mich einmal nicht als Kunden wollte

Hal­lo, Kabel Deutsch­land,

ich beschäftige mich ja schon eine Weile mit euch, nicht nur, weil ihr mit eur­er “Flatrate”-Drosselung ein Vor­re­it­er in etwas wart, das nicht sehr vor­bildlich ist, son­dern auch, weil ihr ja qua­si all­ge­gen­wär­tig seid.

Und es wurde nicht bess­er, als euch Voda­fone kaufte und die schlimme Marke O2 mit­brachte, deren Kun­den­di­enst wed­er viel mit Kun­den noch mit Dienst zu tun hat. Voda­fone ist mir zumin­d­est in lustiger Erin­nerung, seit die Vertreter dieser Fir­ma auch für euch zuständig sind: Als mir ein­mal ein­er von ihnen ein­er eur­er Prospek­te andrehen wollte und ich ihn auf sein Voda­fone-Namenss­child ansprach, verdeck­te er es schnell. Es muss eine Freude sein, für eure Chefs zu arbeit­en.

Dass O2 Kun­den schon mal ablehnt, weil sie im falschen Stadt­bezirk wohnen, kann ich euch natür­lich schw­er vor­w­er­fen. Auch, dass euer Kun­den­di­enst im Inter­net (Vor­sicht: JavaScript-Pflicht) nicht beson­ders pos­i­tiv bew­ertet wird, kann ja mal passieren — wer zufrieden ist, hat sel­ten was zu nörgeln. Dass ihr das Gebot der Net­zneu­tral­ität nicht ken­nt, ist für den Ver­brauch­er zu ver­schmerzen. Ihr müsst ja auch von irgend­was leben.

Aber mir scheint, ihr werdet ein­fach zu groß.

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PolitikIn den Nachrichten
Bundeswehrattraktivitätssteigerungsgesetz (Gegenentwurf)

Definiere Deutsch­land:

Vor weni­gen Tagen ver­han­delte Sven Hüber (…) über (…) den Entwurf eines Geset­zes zur Steigerung der Attrak­tiv­ität des Dien­stes in der Bun­deswehr (BwAt­trStG).

Dass der Dienst an der Waf­fel Waffe attrak­tiv­er als bish­er sei, solle also nun geset­zlich fest­gelegt statt, wie bish­er, vom gesun­den Men­schen­ver­stand poten­zieller Sol­dat­en abhängig gemacht wer­den.

Ich habe den beste­hen­den Entwurf zum BwAt­trStG nun nicht gele­sen, würde aber gern eine eigene Ver­sion in Ergänzung zu § 87a GG vorschla­gen:

§ 1 — Selb­stver­ständ­nis der Bun­deswehr

(1) Leute totsch­ießen ist etwas für Arschlöch­er.

(2) Die Bun­deswehr duldet keine Arschlöch­er in ihren Rei­hen. Sie ist nicht gewil­lt und sieht sich außer­stande, mit Ver­bän­den oder Behör­den zu kooperieren, die § 1 Abs. 1 BwAt­trStG in Frage stellen.

§ 2 — Bes­tim­mungen bei Ver­stößen gegen dieses Gesetz

Ein Ver­stoß gegen dieses Gesetz wird mit ein­er Frei­heitsstrafe nicht unter zehn Jahren geah­n­det.

Ich würd’ die Bun­deswehr danach beina­he wertschätzen.

In den NachrichtenMontagsmusik
The Housemartins — Caravan of Love

Skeptischer KauzTwit­ter war gestern ganz aus dem Häuschen vor Skep­sis:

Deutsche Hooli­gans ver­bün­den sich gegen Salafis­ten. (…) Die Polizei ist gewarnt.

Der Feind ist schnell aus­gemacht: Da sind über­all Nazis! Und die Polizei? Sie bew­erte linke Gewalt anders, sagen die Linken; das tun sie selb­st zwar auch, aber sie sind ja auch nur besorgte Bürg­er. Gegen das Böse hil­ft nur geballtes Gutes, da ist auch so ein Salafist ein Fre­und. Schwarz und weiß, wir steh’n auf eur­er Seite.

Habt ihr alle schon “das Richtige” gefordert?

The House­martins — Car­a­van Of Love (Live aus dem Alaba­ma 1986)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
In aller Kürze: Pflanzenquälerei

Am 20. März 2010 schrieb “luki­ta” in ein Forum, das sich der Frage wid­mete, warum man sich veg­e­tarisch oder gar veg­an ernähren sollte, Fol­gen­des:

Tiere haben Bewusst­sein und ein Empfind­en von Schmerzen. Der Men­sch hat mit manchen Tieren eine Übere­in­stim­mung im Erbgutm­te­r­i­al von 98%. (…) Eine höhere Intel­li­genz berechtigt einen Men­schen noch nicht, einen anderen Men­schen zu miss­brauchen, warum also sollte es Men­schen berechti­gen, nicht-men­schliche Wesen zu miss­brauchen?

Am 23. Okto­ber 2014 berichtete Col­in Payne auf dem Weblog “Inhab­i­tat”:

That plants pos­sess an intel­li­gence is not new knowl­edge, but accord­ing to Mod­ern Farmer, a new study from the Uni­ver­si­ty of Mis­souri shows plants can sense when they are being eat­en and send out defense mech­a­nisms to try and stop it from hap­pen­ing.

Nicht nur nehmen Pflanzen also wahr, wenn sich ihnen Fress­feinde näh­ern, sie wehren sich überdies nach Kräften gegen sie — beina­he wie ein Schwein, dem man mit einem Beil nach­stellt.

Wenn das so weit­erge­ht, müssen ungezählte Eso­terik­er bald wieder anfan­gen, ihre Mahlzeit­en vor­rangig nach deren Geschmack auszuwählen. Ich sehe eine Mark­tlücke auf­brechen.