Man sollte ja annehmen, dass Anatol Stefanowitsch (der war hier schon mal Thema) — seine Unbedarftheit in Fragen gesellschaftlichen Zusammenhalts sei ihm verziehen — als “Sprachwissenschaftler” (Wikipedia) zumindest über die deutsche Sprache abseits irgendwelcher Gendertheorien keinen allzu großen Unfug redet. Immerhin erwartet er das ja auch von seinen Mitmenschen:
Das Problem ist, dass es ganz offensichtlich bei der Gesellschaft für deutsche Sprache niemanden gibt, der sich mit der deutschen Sprache auskennt, oder sich wenigstens ein bisschen für sie interessiert.
Da muss erst ein Anatol Stefanowitsch kommen, damit diese Neandertaler endlich mal was über die deutsche Sprache lernen. Die kennen ja nicht mal die einfachsten Regeln, zum Beispiel Regel 111:
Das Problem ist, dass es ganz offensichtlich bei der Gesellschaft für deutsche Sprache niemanden gibt, der sich mit der deutschen Sprache auskennt, oder sich wenigstens ein bisschen für sie interessiert.
Oder Regel 31:
Hastig setzt man sich zusammen und überlegt sehr lieb– und leidenschaftslos, (…).
Oder den Unterschied zwischen “das” und “dass”:
Wenn es ganz schlecht läuft, kommt dann schon mal ein Wort heraus, dass eine Verwendungshäufigkeit von Eins hat (…).
Neandertaler, sag’ ich. Alles Neandertaler.
(Herr Stefanowitsch hat meinen zunächst als Kommentar hinterlassenen Hinweis auf fehlendes Lektorat gelöscht, jedoch keinerlei Korrektur vorgenommen.)

Hihi, wenn ich nur daran denke, wie oft ich einfach halbautomatisch »dass« nach einem Komma schreibe, so als unbewusste Regung ohne diese lästige mentale Reflexion, dann bin ich ja ein bisschen erfreut, dass der werte Herr Professor auch zu diesem Fehler neigt. Schade, dass er auch zum Weglöschen solcher Anmerkungen neigt… ich kann mich der Vermutung nicht erwehren, dass ihm solcherart Verhalten – also sprachlich-begriffliche Schlampigkeit und unbesehenes Weglöschen jeglichen Widerspruches, und sei er auch ausnahmsweise einmal berechtigt – durch zu viel genderfeministischen Umgang zur festen, gleichfalls halbautomatischen und unbewussten Gewohnheit geworden ist.
“Verstehe nicht den Feminismus, sei der Feminismus!”
>jedoch keinerlei Korrektur vorgenommen
Damit würde er sich ja eingestehen, Fehler gemacht zu haben.