In den NachrichtenPolitik
Mis­sis­sip­pi: End­lich kirchlich!

Wäh­rend deut­sche Medi­en so tun, als sei es poli­tisch irgend­wie bedeut­sam, wel­cher der bei­den alten wei­ßen Män­ner – obwohl gera­de alte wei­ße Män­ner dies­mal so abge­stimmt haben, wie es unse­rer Pres­se gefällt – künf­tig die Befehls­ge­walt über zu viel Kriegs­ge­rät haben soll, wählt der US-Bun­des­staat Mis­sis­sip­pi auch das Gestern:

Der US-Bun­des­staat Mis­sis­sip­pi bekommt eine neue Flag­ge ohne die bis­he­ri­ge Sym­bo­lik der ein­sti­gen Skla­ven­hal­ter­staa­ten. (…) Die neue Flag­ge trägt zudem die Inschrift „In God We Trust“ (Auf Gott ver­trau­en wir).

Sach­dien­li­cher Hin­weis aus dem Internet:

Über Jahr­hun­der­te hiel­ten Chri­sten – wie Pau­lus in der Lesung – Skla­ven­hal­tung für gerecht­fer­tigt. Sie besa­ßen sogar wel­che. Erst im 19. Jahr­hun­dert begann das Umdenken.

Das ist aber auch immer ärger­lich, wenn man sich ent­schei­den muss, wel­cher der bei­den Fehl­trit­te des 19. Jahr­hun­derts man 2020 auf sei­ne Flag­ge tun möchte.

Man könn­te eine Flag­ge übri­gens auch unbe­mot­tot las­sen. Ver­sucht das doch auch mal!

In den NachrichtenPolitik
Sozi­al­ab­bau dank Corona

Na, auch in Nie­der­sach­sen zu Hau­se und die SPD gewählt, weil die so knud­de­lig harm­los ist? Dann mei­nen herz­li­chen Dank auch hier­für:

Laut All­ge­mein­ver­fü­gung des Nie­der­säch­si­schen Sozi­al­mi­ni­ste­ri­ums soll die zuläs­si­ge täg­li­che Arbeits­zeit von Pfle­ge­fach­per­so­nen auf bis zu zwölf Stun­den pro Tag bei maxi­mal 60 Stun­den wöchent­lich ver­län­gert werden.

Die­ser gewalt­lo­se Umgang mit SPD-Wäh­lern scheint die Situa­ti­on echt nicht zu verbessern.

In den NachrichtenMontagsmusik
Star­cast­le – Ellip­ti­cal Sea­sons /​/​ Con­ne­ry. Sean Connery.

Aaaaaahhh!Es ist Mon­tag. Über­mor­gen wird Donald Trump sei­ner zwei­ten Amts­zeit als Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten sicher sein und kei­ne deut­sche Zei­tung wird das ver­ste­hen. Ver­spre­chen zu hal­ten ist in der hie­si­gen Poli­tik nicht üblich. Scha­de trotz­dem, dass noch kei­ne Par­tei einen Pan­da­bä­ren in jedem Haus­halt ver­spro­chen hat. Wür­de ich wählen.

Zu Coro­na mag ich heu­te nur was ver­lin­ken: Mas­ke tra­gen, Abstand hal­ten, Bür­ger­mei­ster liken! Davon erzählt das RKI natür­lich mal wie­der nichts. Typisch.

Sean Con­ne­ry ist neu­lich gestor­ben, daher bewein­ten die Medi­en den Tod von James Bond; wie das halt so ist, wenn man zeit­le­bens bril­liert hat, aber nur hin­ter einem Auf­trag gro­ße Wer­bung stand. Das ken­nen wir ja aus der Musik, wo man mit einem ein­zi­gen hit schon die gan­ze übri­ge Kar­rie­re ver­ges­sen macht.

Dar­un­ter ist zum Bei­spiel dann auch das Lied zum heu­ti­gen Wochenbeginn.

Star­cast­le – Ellip­ti­cal Seasons

Guten Mor­gen.

NerdkramsNetzfundstücke
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 30. Okto­ber 2020 (EDV-Edi­ti­on)

Hihi: Mar­kov-Ket­ten aus der Bibel und Pro­gram­mier­bü­chern – und wenig über­ra­schend sind die out­takes noch bes­ser.


War­um ich in mei­nen Pro­gram­mier­pro­jek­ten den Code of Merit anstel­le eines Codes of Con­duct ein­set­ze? Weil ich Tyran­nei verabscheue.


Klar kann man auf einen Kame­ra­mann ver­zich­ten und statt­des­sen auf Com­pu­ter set­zen, aber dann beob­ach­tet die Kame­ra halt nicht den Ball.


Was hin­dert eigent­lich Men­schen dar­an, zum Linux­ker­nel etwas bei­zu­tra­gen? Klar: Dass auf des­sen Mai­ling­li­ste HTML-Mails ver­bo­ten sind. Denn wenn Linux eines drin­gend braucht, dann sind es Ent­wick­ler, die ihre Soft­ware nicht ein­stel­len können.


Falls noch jemand Fra­gen hat­te, was die digi­ta­le Aus­stat­tung von Schu­len angeht: Deutsch­land för­dert end­lich die digi­ta­len Ange­bo­te von Ver­la­gen, bei denen man sich aus­su­chen kann, ob man kosten­los oder gegen Geld von Dut­zen­den Kon­zer­nen gleich­zei­tig getrackt wer­den will, mit zu viel Geld.

In den Nachrichten
„… von MEINEN Gebüh­ren!“ (4)

Eins: In Frank­reich ent­rübt ein Arsch­loch einen Leh­rer, weil die­ser Moham­med­ka­ri­ka­tu­ren nicht scharf genug ver­ur­teilt hat.

Zwei: Die fran­zö­si­sche Regie­rung und Gesell­schaft sind empört.

Drei: Der Prä­si­dent der Tür­kei (deren Medi­en niveau­ar­me Kari­ka­tu­ren aus­län­di­scher Prä­si­den­ten oft ganz wit­zig fin­den) ruft zum Boy­kott fran­zö­si­scher Waren auf und reagiert auch sonst eher miss­mu­tig auf die fran­zö­si­sche Regie­rung und Gesellschaft.

Vier: Das Sati­re­ma­ga­zin „Char­lie Heb­do“ ver­öf­fent­licht eine neue Kari­ka­tur, dies­mal den tür­ki­schen Prä­si­den­ten abbildend.

Fünf: Die öffent­lich-recht­li­che Grund­ver­sor­gung ist ent­setzt:

Die fran­zö­si­sche Sati­re-Zeit­schrift #Char­lie­Heb­do heizt die Span­nun­gen zwi­schen der Tür­kei und Frank­reich an.

Böse Sati­re! Hät­te sie statt­des­sen wem den Kopf abge­schla­gen, wäre alles gut ausgegangen.

Wirtschaft
Wie die Bör­se in der Kri­se funktioniert

Die Bör­se funk­tio­niert so: Weil mensch­li­ches Treib­gut unbe­dingt Ball gucken und/​oder hei­ra­ten will, igno­rie­ren die Regie­run­gen aber­mals den Rat von Viro­lo­gen und las­sen Schu­len und Fri­seur­sa­lons öff­nen, Restau­rants und Mas­sa­ge­sa­lons jedoch schließen.

Das führt dazu, dass Medi­en­prot­ago­ni­sten unru­hig wer­den und unter völ­li­ger Nicht­be­ach­tung derer, deren finan­zi­el­le Exi­stenz von so was gefähr­det wird, die ein­zig rele­vant schei­nen­de Fra­ge stel­len, was wohl die Bör­se davon hal­te. Die Bör­se wie­der­um, sonst Brut­stät­te derer, die Kon­to­stand für Weis­heit hal­ten, ver­sucht sich jedes Mal an einer Lai­en­dar­stel­lung von Stör­te­be­kers legen­dä­rem Able­ben, han­delt also kopf­los.

Tschüss, Microsoft!

Denn ein völ­lig logi­scher Schritt in so einer Kri­se scheint es zu sein, Akti­en der­je­ni­gen Unter­neh­men, deren Pro­duk­te erst jetzt wirk­lich wert­voll sind (etwa EDV-Kon­zer­ne), hek­tisch zu ver­kau­fen, denn bestimmt wer­den die bald nichts mehr wert sein. Man kann ja erst mal nicht mehr rein­ge­hen. Nach­dem der erste Schreck ver­flo­gen ist, also nach viel­leicht zwei Mona­ten, sind die­se Akti­en dann teu­rer als vor­her und Men­schen wie ich, die von Mas­sen­emp­fin­den wenig hal­ten, ver­kau­fen sie dann mit Gewinn.

Willkommen zurück, Microsoft!

So funk­tio­niert die Bör­se in der Kri­se.

Dan­ke, Börse!

KaufbefehleMusikkritik
Meta­kri­tik: Die Ärz­te – Hell

Die Ärzte - HellIch woll­te mich mit Kom­men­ta­ren zu die­sem Album eigent­lich zurück­hal­ten, weil es mich lang­weilt, abzu­bil­den, was sowie­so jeder bestä­tigt: Das neue Album der Die Ärz­te (ich fin­de die­se Dekli­na­ti­on selt­sam, seit ich anders­wo gele­sen habe, dass man eigens einen Namen mit Ä woll­te) ist musi­ka­lisch und text­lich eines der besten ihrer Kar­rie­re und im Fall der Auf­lö­sung eine deut­lich bes­se­re Abschieds­schei­be als das erschreckend lang­wei­li­ge „auch“ und so wei­ter und so fort; so weit, so zutreffend.

„Hell“ ist ein sti­li­stisch abwechs­lungs­rei­ches und rei­fes, nun ja, Alters­werk gewor­den, das, wie ich schon am Tag der Ver­öf­fent­li­chung lesen muss­te, in die Band­ge­schich­te auch des­halb gut rein­passt, weil es Beklopp­te auf die Pal­me bringt. ‘Meta­kri­tik: Die Ärz­te – Hell’ weiterlesen »

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Schlaffwurstball

Was ist eigent­lich das Wich­tig­ste beim Fuß­ball? Das Spiel selbst ver­mut­lich nicht, denn Erst- spie­len nicht unbe­dingt inter­es­san­ter als Kreis­li­gi­sten, wer­den den­noch bes­ser bezahlt und vor allem bes­ser besucht. Ist es das Gebrüll, wie es die gele­gent­lich zu lesen­de Umschrei­bung als „Brüll­ball“ nahelegt?

Nein, schreibt Dani­el Schleidt heu­te für die „FAZ“ (will nicht ver­linkt wer­den, LSR):

[P]lötzlich erschei­nen uns die Schimpf­ti­ra­den des Sitz­nach­barn auf der Gegen­tri­bü­ne wie Poe­sie aus einer ver­ges­se­nen Zeit, und auf ein­mal wir­ken ein Bier aus einem Pla­stik­be­cher und eine Sta­di­on­wurst, lau­warm und in einem schlaf­fen Bröt­chen ser­viert, wie ein Festmahl.

Unser­eins wür­de das nun für den zweit­wi­der­lich­sten Teil des Fuß­ball­guckens hal­ten, aber unser­eins arbei­tet auch nicht für die „FAZ“, die eben­falls heu­te besorgt fragt, ob Weih­nach­ten die­ses Jahr aus­fal­le, bloß weil man nicht in Grup­pen dar­an teil­neh­men soll­te; wenn­gleich mit der wit­zi­gen Poin­te, dass ein hypo­the­ti­scher Groß­va­ter mit einem ICE aus Wolfs­burg zu sei­ner Fami­lie fah­ren kön­ne, obwohl doch jeder weiß, dass in Wolfs­burg gar kei­ne ICEs halten.

Manch­mal freue ich mich, Fuß­ball nichts abge­win­nen zu kön­nen. Prosit!

In den NachrichtenPolitik
In Chi­le ist nichts passiert.

In Chi­le wird – ohne Abstand und Mas­ke, aber das scheint egal zu sein, denn die Flag­ge ist ja nicht schwarz-weiß-rot – heu­te gefei­ert, denn die seit der Herr­schaft des mal als mili­ta­ri­stisch, mal als faschi­stisch beti­tel­ten Dik­ta­tors Augu­sto Pino­chet gel­ten­de „neo­li­be­ra­le“ („taz“) Ver­fas­sung wird dem­nächst vom Volk neu geschrie­ben wer­den. Ein übler Zyni­ker, wer jetzt den Wunsch äußert, dass man das in Deutsch­land auch mal so machen solle.

Die­je­ni­gen Medi­en, die die­sen Vor­gang jetzt voll schnaf­te fin­den, gehen zumeist davon aus, dass das chi­le­ni­sche Volk nicht über­wie­gend aus Men­schen besteht, die aus den Feh­lern ande­rer Län­der nichts gelernt haben. Sie hät­ten aber auch ein­fach in den demo­gra­fi­schen Auf­zeich­nun­gen nach­se­hen kön­nen, die über das chi­le­ni­sche Volk unter ande­rem fol­gen­de Aus­künf­te erteilen:

  • Bei der letz­ten Volks­zäh­lung 2012 gaben 86,2 Pro­zent der Befrag­ten an, sie sei­en christ­li­chen Glau­bens. Eine Mehr­heit für einen säku­la­ren Staat zu fin­den könn­te trotz allem schwie­rig wer­den, denn der Anteil derer, die Reli­gi­on als „sehr wich­tig“ ver­ste­hen, hat sich 2017 ver­dop­pelt. Bis­her waren zwei Reli­gi­ons­stun­den pro Woche Pflicht­fach, eine Strei­chung ist inso­fern unwahrscheinlich.
  • Aus der bis­her letz­ten Prä­si­dent­schafts­wahl im Novem­ber 2017 ging Seba­stián Piñe­ra, der Kan­di­dat von Chi­le Vamos, eines poli­tisch rech­ten Par­tei­en­bünd­nis­ses, als kla­rer Sie­ger hervor.
  • Im eben­falls 2017 neu gewähl­ten Abge­ord­ne­ten­haus ist die Reno­va­ción Nacio­nal („Natio­na­le Erneue­rung“), Teil die­ses Par­tei­en­bünd­nis­ses, als Par­tei mit den mei­sten Abge­ord­ne­ten zu fin­den, in der Wiki­pe­dia als „wirt­schafts­li­be­ral“, anders­wo hin­ge­gen als „ver­län­ger­ter Arm der rechts­ra­di­ka­len UDI-Par­tei mit aus­ge­präg­tem faschi­sti­schen Pro­fil“ bezeichnet.

Das kann natür­lich Zufall sein und kei­ne Kon­se­quen­zen für die kom­men­de Ver­fas­sung haben, auch ver­ste­he ich die selt­sam wir­ken­de Gleich­set­zung von Volks­ab­stim­mung mit sozia­ler Öff­nung, denn mit­un­ter nei­gen poli­tisch Inter­es­sier­te dazu, ihres­glei­chen für die welt­wei­te Mehr­heit zu hal­ten; den­noch: Die Medi­en wer­den sich noch wün­schen, man hät­te das Volk nicht gefragt.

In den NachrichtenMontagsmusik
Kil­ter – Behind Your Door /​/​ Pla­ka­te weg­jam­mern dank Ströer

Montag, ich bin bereit!Es ist Mon­tag. In so Medi­en fet­zen sich Grü­ne und SPD dar­um, ob Kri­tik an reli­gi­ös moti­vier­ten Mor­den nun Pflicht oder Tabu der Lin­ken – wer immer das wie­der sein mag – sein soll­ten. Irri­ta­ti­on wäre die fal­sche Emo­ti­on. Viel­leicht soll­te man so Medi­en ein­fach mei­den. Dann ist auch mehr Zeit für schö­ne Din­ge (Musik, Whis­ky, Pandabären).

Pla­ka­te der lästi­gen Fir­ma Strö­er kön­ne man neu­er­dings ein­fach weg­jam­mern, sobald man irgend­was an ihnen nicht möge, wird berich­tet. Das fin­de ich gut, ich mag eigent­lich gar kein Pla­kat. Dan­ke, Fir­ma Strö­er! Ich mel­de mich bei­zei­ten mit einer voll­stän­di­gen Liste. – Die Grund­ver­sor­gung infor­miert der­weil, dass ster­ben­de Bäu­me in die­sem Jahr für mehr Geld als letz­tes Jahr das Wohn­zim­mer voll­na­deln. Das sei ganz schreck­lich, teil­te man mir auf ande­rem Weg mit, und auch, dass man gar nicht reli­gi­ös sein müs­se, um einen so alber­nen Brauch zu über­neh­men, denn so ein Nadel­baum sei ja eine schö­ne Deko­ra­ti­on im Innen­raum. War­um man die­se schö­ne Deko­ra­ti­on dann nur im Dezem­ber haben wol­le, blieb bis Redak­ti­ons­schluss (ich schrei­be die­se Tex­te ja meist bereits am Vor­abend nie­der) lei­der unbeantwortet.

Über­ra­schend hat sich her­aus­ge­stellt, dass ohne Kern­kraft das Kli­ma nicht zu ret­ten ist. Es gäbe zwei offen­sicht­li­che Mög­lich­kei­ten, auf die­se Nach­richt zu reagie­ren; man wird, wie gewohnt, zu der popu­lä­ren und dar­um fal­schen zu greifen.

Bei Musik hin­ge­gen grei­fen die Deut­schen neu­er­dings zur rich­ti­gen. Auch mal schön. Weil es aber wahr­schein­lich ganz gut ist, nicht auch noch hier Die Ärz­te vor­ge­spielt zu bekom­men, begin­ne ich die Woche lie­ber anders.

Kil­ter „Behind your Door“ Music Video

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Medi­en­kri­tik CXVIII: Ein­fach schlecht Deutsch

Die „ZEIT-Grup­pe“ („ZEIT Grup­pe“, eigent­lich reicht das schon) bringt außer den Pro­duk­ten der Haupt­mar­ke „ZEIT“ unter ande­rem auch Zeit­schrif­ten her­aus, etwa „Deutsch per­fekt“, des­sen zuge­hö­ri­ge Web­site im Titel andeu­tet, man kön­ne mit­hil­fe die­ser Zeit­schrift „ein­fach und effek­tiv Deutsch ler­nen und üben“, obwohl alles „effek­tiv“ wäre, nur effi­zi­ent eben nicht. Aber gut, ist ja bloß Sprache.

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In den Nachrichten
Inzi­denz­er­hö­hung (spie­lend)

Han­no­ver gestern:

Das Spiel zwi­schen Han­no­ver 96 und For­tu­na Düs­sel­dorf darf wie geplant vor bis zu 9800 Zuschau­ern statt­fin­den. Das Gesund­heits­amt der Regi­on Han­no­ver gab am Frei­tag­mit­tag grü­nes Licht.

Han­no­ver heu­te:

In der Regi­on Han­no­ver ist der soge­nann­te Inzi­denz­wert für Coro­na-Neu­in­fek­tio­nen am Sonn­abend auf 52,7 gestiegen.

Tooooor!

In den NachrichtenMir wird geschlechtMusik
Kurz ange­merkt zum Bran­den­bur­ger Paritätsgesetz

Nach­dem jetzt die Bran­den­bur­ger Grü­nen, noch über­mä­ßig ver­schnupft davon, dass aus­ge­rech­net AfD und NPD die Ver­fas­sung gegen sie schüt­zen muss­ten (obwohl auch ande­re Par­tei­en dage­gen geklagt haben), in ver­schie­de­nen Medi­en zu ver­ste­hen gege­ben haben, dass man das Urteil zwar akzep­tie­re, aber trotz­dem die offen­sicht­lich ver­fas­sungs­wid­ri­gen For­de­run­gen auf­recht erhal­ten wol­le, und die sozia­len Medi­en aber­mals die Paro­le zur Maxi­me erhe­ben, die „Hälf­te der Macht“ „gehö­re“ „den Frau­en“ (die Par­tei glei­chen Namens erreicht seit ihrem Bestehen übri­gens sel­ten vie­le Stim­men bei Wah­len, somit ist ein Geschlecht allein anschei­nend kein hin­rei­chend inter­es­san­tes Wahl­pro­gramm), bleibt als Kon­se­quenz aus dem Beob­ach­te­ten nur der Schluss, dass ein­zig noch pein­li­che­re Paro­len die kom­men­de Wahl noch wen­den kön­nen; also: Die Hälf­te der Macht den Men­schen mit einem guten Musik­ge­schmack – denn nur, wer einen schlech­ten Musik­ge­schmack hat, könn­te etwas dage­gen haben. :ja:

In den NachrichtenNerdkrams
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 22. Okto­ber 2020

Schritt 1: Eine gute Soft­ware schrei­ben, die für Pri­vat­an­wen­der eben­so nütz­lich ist wie für Unter­neh­men.
Schritt 2: Die­se Soft­ware unter eine per­mis­si­ve Lizenz stel­len, weil man das ethisch total super fin­det.
Schritt 3: Nicht Twit­ter unter gro­ßem Bei­fall – über 3.000 Gefäll­t­mirs – bejam­mern, dass ein grö­ße­res Unter­neh­men sich an die per­mis­si­ve Lizenz hält und man selbst dann gar nichts davon hat.

Da ich selbst meist die MIT-0-Lizenz oder ver­gleich­ba­re Nicht­li­zen­zen ein­set­ze, weil es mir voll­kom­men egal ist, ob jemand mei­nen Code teu­er ver­scher­belt, bin ich ver­mut­lich ein unge­eig­ne­ter Rat­ge­ber in die­ser Ange­le­gen­heit, aber es gäbe durch­aus Alter­na­ti­ven. Die sind dann nur schlecht für die Ethik.


Aus dem Recht auf Ver­ges­sen wird dem­nächst die Pflicht zu ver­ges­sen: Goog­le, aus mir unbe­kann­tem Grund die wei­ter­hin meist­ge­nutz­te Such­ma­schi­ne, wirft ohne tech­ni­sche Not­wen­dig­keit vor­aus­sicht­lich kom­men­den März die Desk­top­ver­sio­nen von Web­sites aus dem Index, falls die­se auch in einer mobi­len Vari­an­te mit – war­um auch immer – ande­rem Inhalt vor­lie­gen. Ich bin ja mit einem Web auf­ge­wach­sen, des­sen Pro­du­zen­ten dar­auf hin­wie­sen, dass ihre jewei­li­ge Web­site am besten mit einem bestimm­ten Brow­ser besucht wer­den sol­le. Da bekommt man direkt nost­al­gi­sche Gefühle.

Hof­fent­lich bringt bald jemand eine Such­ma­schi­ne ohne Goog­le­ba­sis raus.

Nach­trag: Man wies mich per Kom­men­tar auf ein inhalt­li­ches Miss­ver­ständ­nis hin, oben ste­hen­der Kom­men­tar wur­de inso­fern geändert.


Ein unge­wöhn­li­cher Neu­zu­gang in der sowie­so schon prall gefüll­ten Rei­he der links­li­be­ra­len Par­tei­en: Die F.D.P.

Aber wen wählt man jetzt eigent­lich als kern­li­be­ral ein­ge­stell­ter Wähler?


Ein Mit­grün­der der Wiki­pe­dia stellt fest, dass das Neu­tra­li­täts­ge­bot in der ehe­ma­li­gen Enzy­klo­pä­die nicht mehr gilt, was sich in der eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia unter ande­rem in Arti­keln über US-Prä­si­den­ten zei­ge. Als jemand, des­sen frü­he­re Arbeit zugun­sten des Neu­tra­li­täts­ge­bots in der deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia schon mal die „EMMA“ zu einer Kam­pa­gne ver­lei­tet hat, ent­hal­te ich mich eines wei­te­ren Kommentars.


In weni­gen Tagen wird die Dich­te an irgend­wie christ­li­chen Ver­ei­nen an beleb­ten Ein­kaufs­stra­ßen wie­der zuneh­men, denn noch immer scheint irr­tüm­lich davon aus­ge­gan­gen zu wer­den, dass Men­schen wäh­rend ihrer Weih­nachts­ein­käu­fe mehr Geld haben als sonst. Ich fin­de es selt­sam, dass Arme anschei­nend nur im Win­ter Soli­da­ri­tät aus­lö­sen; sind die im Som­mer nicht arm?

Das besag­te Geld jeden­falls emp­feh­le ich sinn­vol­ler anzu­le­gen: Ita­lie­ni­sches Erz­bis­tum ver­zockt 616.000 Euro.


Ich wie­der­ho­le mich ungern: Ich habe jetzt einen Punkt erreicht, an dem ich mich von jedem SPD-Wäh­ler durch sei­ne Wahl­ent­schei­dung per­sön­lich belei­digt fühle.

In den NachrichtenWirtschaft
Ber­lin vene­zue­lern! (3)

Habe mich geirrt:

Dem­nächst hat Klein-Vene­zue­la (…) immer noch teu­re Woh­nun­gen und kein Geld[.]

Woh­nun­gen hat Ber­lin jetzt auch nicht mehr.

Aller­dings ist das Gesamt­an­ge­bot der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Miet­woh­nun­gen um 41,5 Pro­zent zurückgegangen.

Über­ra­schend stellt sich her­aus, dass Ver­kau­fen in Ber­lin inzwi­schen viel weni­ger nach­tei­lig ist als Ver­mie­ten, weil Ber­lin Ver­mie­ter gern dafür bestraft, eine Woh­nung anzu­bie­ten. Die­ses Rot-Rot-Grün auf Bun­des­ebe­ne, von dem alle reden: Wo genau zieht man danach eigent­lich hin?


Na, noch Freun­de? „ZEIT ONLINE“ hilft gern!