In den NachrichtenPolitik
Hal­tet das Opfer!

Die Poli­tik

Rad­fah­re­rin mit Kind (2) in Hel­lers­dorf von Lkw erfasst – schwer verletzt!

soll­te wirk­lich mal

In Karls­horst hat ein Last­wa­gen eine Rad­fah­re­rin erfasst. Das 30 Jah­re alte Unfall­op­fer wur­de schwer verletzt.

etwas gegen die­se

LKW über­rollt Rad­fah­re­rin in Bern­ö­we bei Oranienburg

ver­damm­ten Fahr­rä­der

Der Fah­rer des Jeeps erfass­te den Rad­fah­rer, der in der­sel­ben Rich­tung unter­wegs war, nach einem Über­hol­ma­nö­ver beim Wiedereinscheren.

in Ber­lin und Bran­den­burg

Beim Abbie­gen über­rollt ein Lkw-Fah­rer an der Alex­an­der­stra­ße eine 37-jäh­ri­ge Radlerin.

unter­neh­men!

Ange­sichts einer hohen Zahl von Unfäl­len und auch Fah­rer­fluch­ten denkt Ber­lins Poli­zei­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Slo­wik über eine Kenn­zeich­nungs­pflicht für Fahr­rä­der nach.

:facepalm:

In den NachrichtenPolitik
Si vis pacem, para bel­lum. (12)

Gute Nach­rich­ten, Krieg bringt bald weni­ger Men­schen um!

Wer­den Krie­ge etwa end­lich enden? Nein, nur digi­ta­li­siert:

Die Wehr­be­auf­trag­te Eva Högl (SPD, A.d.V.) ist zwar noch kei­ne fünf Mona­te im Amt, hat sich aber im Grun­de vom ersten Tag an mit der hoch­um­strit­te­nen Fra­ge befas­sen müs­sen, ob Deutsch­land eine bewaff­ne­te Droh­ne braucht. (…) „Ich bin nach inten­si­ver Bera­tung, Infor­ma­ti­on und Dis­kus­si­on zu dem Ergeb­nis gekom­men, dass die Ein­sät­ze siche­rer wer­den für die Sol­da­ten, weil die Droh­nen fle­xi­ble­re Mög­lich­kei­ten bie­ten, auf Bedro­hun­gen zu antworten.“

Wenn man zum Umbrin­gen selbst­ge­mach­ter Fein­de künf­tig also nur noch einen Knopf­druck braucht, womit man das Leben von Arsch­lö­chern, die frei­wil­lig für den Krieg bezahlt wer­den, siche­rer macht: Wofür genau bezahlt man dann noch so vie­le Arschlöcher?

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: B R I Q U E V I L L E – Quelle

Briqueville - QuelleLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. Wie ist die Aktenlage?

Nun, unge­fähr so: Seit das bel­gi­sche Quin­tett B R I Q U E V I L L E – die Leer­zei­chen gehö­ren zum Namen – mit ihrem zwei­ten Album „II“ (2017) ange­fan­gen hat, ihren bis dahin durch­num­me­rier­ten Stücken das Wort „Akte“ vor­an­zu­stel­len, war es nur noch eine Fra­ge der Zeit, bis auch ein Stück namens „Akte X“ erschei­nen wür­de. B R I Q U E V I L L E – die Leer­zei­chen gehö­ren zum Namen – haben das auf ihrem drit­ten Album „Quel­le“ (Amazon.de, Band­camp) end­lich geschafft, die Zah­len gehen von „Akte VIII“ bis „Akte XV“.

Der Name ist trotz des Zufalls – Akte X (die Serie) heißt auf Bel­gisch gar nicht Akte X – gut gewählt, denn das 14:32 Minu­ten lan­ge Stück, das deut­lich läng­ste auf „Quel­le“, wird von einer düste­ren Atmo­sphä­re getra­gen. B R I Q U E V I L L E – die Leer­zei­chen gehö­ren zum Namen – kön­nen hier so aus­schwei­fend wie an kei­ner ande­ren Stel­le auf „Quel­le“ einen Kon­trast zwi­schen bra­chia­len Metal­riffs und bedroh­lich bro­deln­dem Doom-Irgend­was auf­bau­en, der schon in „Akte XI“ wie­der gänz­lich den Gitar­ren weicht. „Akte XII“ spinnt die­se Metal­riffs um eine Art ori­en­ta­li­sche Grund­me­lo­die. Das Inter­net ver­sucht die­ses Album als Post-Metal zu kate­go­ri­sie­ren, aber das wäre zu ein­fach, das haben Gen­res nun mal so an sich.

B R I Q U E V I L L E – die Leer­zei­chen gehö­ren zum Namen – haben in dem an inter­es­san­ten Alben nicht armen Jahr 2020 (so eine Pan­de­mie scheint doch Vor­tei­le zu haben) ihrem Anspruch, ein „instru­men­ta­les Man­tra“ aus „gru­se­li­gen Gitar­ren“ (Quel­le: B R I Q U E V I L L E – die Leer­zei­chen gehö­ren zum Namen) zu erzeu­gen, so viel sei gesagt, mehr als bloß Genü­ge getan.

Wie­der so eine Grup­pe, die ich im Auge behal­ten soll­te. So lang­sam wird es voll in mei­nen Augen.

In den Nachrichten
Kurz ange­merkt zur Köp­fung eines Lehrers

Der Mel­dung, dass sich Fran­zo­sen zum Geden­ken an den neu­lich umge­brach­ten Päd­ago­gen ver­sam­melt haben, ent­neh­men zu vie­le Men­schen das schö­ne Zei­chen, dass die Gesell­schaft sich mehr­heit­lich – wenn auch nicht in Gän­ze – gegen die Auf­fas­sung stellt, dass reli­giö­se Gefüh­le eines Idio­ten kör­per­li­che Gewalt gegen den ver­meint­li­chen Aggres­sor recht­fer­ti­gen, und zu weni­ge die Mel­dung, dass es in Paris bereits einen „zen­tra­len Ort der Anteil­nah­me nach Ter­ror­an­schlä­gen“ gibt, als sei die­se Anteil­nah­me längst Teil der fran­zö­si­schen Kul­tur gewor­den und kei­ner beson­de­ren Rede mehr wert.

In den NachrichtenMontagsmusikNetzfundstücke
Bos­ton Manor – Mono­lith /​/​ Heh heh, „bone“!

Ich hab Rücken!Es ist Mon­tag. In Frank­reich wur­de jemand in einem Angriff mit einem Mes­ser ent­rübt, weil er Kari­ka­tu­ren her­um­ge­zeigt hat, die einem nun toten Idio­ten miss­fal­len haben. Eigent­lich wür­de ich an die­ser Stel­le anmer­ken, dass eine Welt ohne Reli­gi­on eine fried­li­che­re wäre, aber Frank­reich ist nun nicht für sei­ne Nähe zu einer Kir­che bekannt und trotz­dem nicht gera­de ein fried­li­ches Land. Gibt es eigent­lich eine Pan­da­bä­ren­kir­che? Ich fra­ge für einen Beitritt.

In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wer­den Jour­na­li­sten inzwi­schen dafür bestraft, Unschö­nes über einen Her­aus­for­de­rer des amtie­ren­den Prä­si­den­ten ver­öf­fent­licht zu haben. Gleich­zei­tig wird die Wie­der­wahl­kam­pa­gne des­sel­ben Prä­si­den­ten medi­al als die größ­te Bedro­hung für die Demo­kra­tie seit dem Zwei­ten Welt­krieg bezeich­net. Die abwer­ten­de Bewer­tung der dor­ti­gen Pres­se sei­tens besag­ten Prä­si­den­ten mag etwas zu ver­all­ge­mei­nernd gehal­ten sein, aber sie in Gän­ze als fake news zu beur­tei­len erscheint mir nicht ange­bracht. – Wenig­stens die Tech­nik­nach­rich­ten von drü­ben sind noch lesens­wert: Ein Tes­la­be­sit­zer hat aus Ver­se­hen über vier­tau­send US-Dol­lar mit sei­nem Po aus­ge­ge­ben. Die­ses auto­no­me Fah­ren ist, wenn­gleich gefähr­lich für den Stra­ßen­ver­kehr, zumin­dest eine reich­hal­ti­ge Quel­le für Amusement.

Kennt ihr eigent­lich Bea­vis und Butt-Head? In die­sem Fall könn­te die­se Nach­richt noch eine Bonu­s­poin­te erhal­ten: Vul­ga­ri­täts­wäch­ter lässt Palä­on­to­lo­gen nicht „bone“ schrei­ben. Man füge hier ange­mes­se­ne Lach­ge­räu­sche ein. Von sol­chen Beson­der­hei­ten in den Tücken der Tech­nik abge­se­hen gilt (nach Blick in die Tech­nik­nach­rich­ten) mehr denn je die Regel: Wer immer noch Elec­tro­n­an­wen­dun­gen ein­setzt, ist selbst schuld.

Neu­es aus der Wirt­schaft: Das grün regier­te Han­no­ver schließt pünkt­lich zum Wet­ter­wech­sel eine Obdach­lo­sen­un­ter­kunft. Drau­ßen kön­nen sie auch viel bes­ser Abstand hal­ten. Das habe, heißt es, vor allem finan­zi­el­le Grün­de, denn zum Wei­ter­be­trieb sei­en kei­ne Mit­tel mehr übrig. Ich ver­mu­te, das Geld wird für die Bewer­bung als Kul­tur­haupt­stadt 2025 gebraucht.

Wer es sich lei­sten kann, der kommt jeden­falls gut über den Win­ter mit: Musik.

Bos­ton Manor „Mono­lith“

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenWirtschaft
Aus Tra­di­ti­on Wohlstandskind

Im zwei­ten Jahr­hun­dert vor Beginn der hier­zu­lan­de zur­zeit gül­ti­gen Zeit­rech­nung leb­ten und wirk­ten Gai­us und Tibe­ri­us Grac­chus, Söh­ne römi­schen Adels, die ver­geb­lich ver­such­ten, das ein­fa­che­re Volk – die dama­li­ge Arbei­ter­klas­se – an den öffent­li­chen Gütern teil­ha­ben zu las­sen. An dem übli­chen set­ting des mild­tä­ti­gen Rei­chen, der die Armen beglückt, hat sich seit­dem eigent­lich nur geän­dert, dass die­ser Rei­che nicht nur nicht irgend­wann erschla­gen wird, son­dern auch nach sei­nem Tod noch als mora­li­sche Instanz gel­ten darf.

Der heu­te bekann­te­ste Ver­tre­ter die­ser Grup­pe scheint der Anwalts­sohn Karl Marx zu sein, über des­sen (in lin­ken Krei­sen ohne­hin nicht unge­wöhn­li­chen) Anti­se­mi­tis­mus man­cher gern hin­weg­sieht, denn er führ­te nicht den Krieg, son­dern die Ver­tei­lung von Finan­zen im Mund. Wer hat schon etwas dage­gen, nicht mehr zu den Armen zu gehö­ren? Krieg war den Sei­nen ande­rer­seits in der Real­po­li­tik auch sel­ten gänz­lich zuwi­der, stimm­te doch sogar die sich noch vier­zig Jah­re spä­ter vor­geb­lich weit­ge­hend an den Leh­ren Karl Marx‘ ori­en­tie­ren­de SPD aus hei­mat­ver­bun­de­nen Grün­den mehr­fach mit gro­ßer Mehr­heit für eine Finan­zie­rung der deut­schen Teil­nah­me am Ersten Welt­krieg, was sie trotz der Beliebt­heit der sich abspal­ten­den USPD (spä­ter: KPD) um Hugo Haa­se nicht grund­le­gend über­den­ken wollte.

Wel­che Arbei­ter­klas­se davon pro­fi­tie­ren soll­te, scheint unklar, aber für mög­li­che sozia­le Refor­men nahm man schon damals not­falls auch Tod und Elend in Kauf, was sich bis zur Wahl der sozia­len Refor­mer um Ger­hard Schrö­der kaum nega­tiv auf die Wahl­er­geb­nis­se der SPD aus­ge­wirkt hat. Ob die Instal­la­ti­on von Hartz IV unter Füh­rung der ehe­ma­li­gen Mar­xi­sten ihren Angriff auf den Koso­vo wie­der gut­ma­chen konn­te, ist indes fast eben­so umstrit­ten wie die Fra­ge, ob der letz­ten Endes ver­lo­re­ne Erste Welt­krieg es wirk­lich wert war, anschlie­ßend in einer zer­ris­se­nen Gesell­schaft auf dem Weg in den Zwei­ten zu leben.

Dass auf Marx und Haa­se in der Poli­tik gera­de mal 102 Jah­re nach Ende des Ersten Welt­kriegs die Neo­grac­chi­sten der Grü­nen Jugend fol­gen soll­ten, die mit hohen BAföG-Schul­den – muss man ja erst spä­ter zurück­zah­len und zählt des­we­gen nicht – iro­nisch teu­re Hard­ware kau­fen, um sich unter Zuhil­fe­nah­me der­sel­ben über den ver­damm­ten Kapi­ta­lis­mus auf­zu­re­gen, belegt, dass die War­nung vor der sich wie­der­ho­len­den Geschich­te kei­ne poli­ti­sche Rich­tung kennt. Lei­der spie­gelt die Kom­bi­na­ti­on aus nied­ri­gem Alter, finan­zi­el­len Reser­ven unkla­ren Ursprungs und teu­rem Besitz die gewünsch­te und/​oder tat­säch­li­che Lebens­wirk­lich­keit vie­ler Jung­wäh­ler aus der Mit­tel­schicht wider, so dass man von ihnen dafür nicht aus­ge­buht, son­dern gewählt wird. Ich ahne, war­um man das Wahl­al­ter sen­ken möchte.

Ent­spre­chend wird mit Lui­sa Neu­bau­er (zwei Sti­pen­di­en, kaum Geld­sor­gen), die die bekann­te­ste deut­sche Spre­che­rin von „Fri­days for Future“ ist, auch in umwelt­po­li­ti­schen The­men ein Mit­glied der Grü­nen für eine geeig­ne­te Ver­tre­te­rin der Jugend gehal­ten, als bestün­de die größ­te Sor­ge der Jugend dar­in, ihren künf­ti­gen Wohl­stand auf der Erde genie­ßen zu kön­nen. Arbeits- oder gar Obdach­lo­se kom­men in die­ser Welt offi­zi­ell gar nicht mehr vor. Sie lei­den mit den Armen, lei­hen ihnen aber nicht ihre Brief­ta­sche, son­dern ihren geöl­ten Sprach­ap­pa­rat; was sie mora­lisch im Übri­gen mit der Kir­che ver­gleich­bar macht, die sich seit 1933 ihre gedro­sche­nen Phra­sen end­lich auch steu­er­lich ver­gü­ten las­sen kann. Die Hei­mat­lie­be war es den Herr­schen­den alle­mal wert, ihren Unter­ge­be­nen eine finanz­star­ke Reli­gi­on auf­zu­drücken. Dar­an, zuge­ge­ben, war die SPD aus­nahms­wei­se mal unschuldig.

In der­sel­ben Lebens­wirk­lich­keit der ver­meint­li­chen typi­schen Jugend treibt sich schließ­lich auch der West­deut­sche Rund­funk her­um, der heu­te dumm twit­ter­te:

Wächst eine „Genera­ti­on Coro­na“ her­an? Das befürch­ten Exper­ten. Sie sehen lang­fri­sti­ge Fol­gen für eine Genera­ti­on mit ver­pass­ten Gele­gen­hei­ten: Kei­ne aus­gie­bi­gen Rei­sen, kein Aus­lands­jahr, kein Nacht­le­ben und ein schwie­ri­ger Stu­di­en- oder Berufseinstieg.

Zu mei­ner Zeit und in der Lebens­wirk­lich­keit mei­ner Genera­ti­on, womög­lich auch bedingt durch die Her­kunft (rei­che Eltern waren damals noch nicht üblich), war nichts davon bemer­kens­wert: Für Rei­sen abseits von Ost- und Nord­see oder gar Aus­lands­jah­re haben die Geld­re­ser­ven kaum gereicht, ein Nacht­le­ben fand im wei­te­ren Umkreis des Wohn­orts schlicht nicht statt und der Stu­di­en- oder Berufs­ein­stieg bedeu­te­te Opfer, denn Arbei­ter­fa­mi­li­en zähl­ten auch damals noch nicht zur Grup­pe derer, denen dank guter Ver­net­zung und hohen Kon­to­stan­des alle Türen offen­stan­den. Anschei­nend blü­hen ähn­li­che Schwie­rig­kei­ten jetzt wegen Coro­na auch der Zeit- und Geldelite.

Ganz schön unfair von Corona.

In den NachrichtenNerdkrams
Wer hat uns gefiltert?

SPD:

Upload­fil­ter müs­sen ver­hin­dert werden.

Auch SPD:

Bis Som­mer 2021 muss Deutsch­land die Richt­li­nie umset­zen, jetzt ver­öf­fent­lich­te Justiz­mi­ni­ste­rin Chri­sti­ne Lam­brecht (SPD) ihren Refe­ren­ten­ent­wurf, der noch nicht in der Bun­des­re­gie­rung abge­stimmt ist. Dar­in sind Upload­fil­ter vorgesehen.

Dass ich per­sön­lich den in sozia­len Medi­en geäu­ßer­ten Gewalt­fan­ta­sien gegen man­che Grup­pen nichts abge­win­nen kann, habe ich schon mal ange­deu­tet; aber war­um SPD-Wäh­ler nicht viel öfter ver­mö­belt wer­den und/​oder Haus­ver­bot bekom­men, ist mir auch wei­ter­hin nicht klar.

In den Nachrichten
Die neu­en Lee­kwords sind da! (2020-Edi­ti­on)

„NZZ“:

Der Pons-Ver­lag hat am Don­ners­tag in Stutt­gart das Jugend­wort des Jah­res bekannt­ge­ben: «Lost». Das eng­li­sche Wort wer­de heut­zu­ta­ge in der deut­schen Jugend­spra­che in ver­schie­de­nen Situa­tio­nen genutzt, schreibt der Ver­lag. Eine Per­son, die «lost» sei, sei «ahnungs­los, ver­lo­ren oder hat ein­fach kei­nen Plan, was eigent­lich gera­de abgeht».

Die eigent­li­che Mel­dung dahin­ter scheint zu sein, dass Jugend­li­che eng­li­sche Begrif­fe end­lich so benut­zen, wie sie gemeint sind, statt zwei Spra­chen gleich­zei­tig zu miss­han­deln; aber wenn sie einen davon beson­ders gern benut­zen, war­um nicht? Ver­lo­ren aber hat aus­ge­rech­net „crin­ge“ („etwas Pein­li­ches (…), das man bei sich oder ande­ren beob­ach­tet“), obwohl das auf der Meta­ebe­ne auch ganz pas­send gewe­sen wäre:

Wie der Pons-Ver­lag schreibt, passt das dies­jäh­ri­ge Jugend­wort ganz gut in die aktu­el­le Situa­ti­on mit dem Coro­na­vi­rus. «Womög­lich sind wir durch Coro­na so ‹lost›, wie noch nie zuvor.»

Womög­lich ist die Wahl des Jugend­worts in die­sem Jahr so „crin­ge“ wie sonst nur wenig.

Unklar ist mir aber die­se Nuance:

Jugend­li­che sagen «Wyld» oder «Wild», wenn sie etwas Kras­ses und Beson­de­res umschrei­ben wollen.

Wann benut­zen sie beim Spre­chen wel­che Schreib­wei­se und wie unter­schei­det man die phonetisch?

Einen posi­ti­ven Aspekt kann ich dem voting trotz­dem noch abge­win­nen: Nach­dem 2018 manch tür­ki­scher Begriff zur Aus­wahl stand und in die­sem Jahr wie­der das Eng­li­sche domi­nier­te, wer­den die kom­men­den Jah­re viel­leicht doch noch interessant.

War­um nicht mal Japanisch?

Netzfundstücke
Sta­ti­stisch bin ich super.

WDR, auto­ero­tisch erfah­ren, über den WDR:

Nur noch ein Drit­tel der Deut­schen glaubt den Nach­rich­ten kein Wort.

Ach nein, falsch:

Ins­ge­samt hal­ten zwei Drit­tel die Infor­ma­tio­nen in deut­schen Medi­en für glaub­wür­dig – so vie­le wie noch nie. (…) Das ist das Ergeb­nis einer reprä­sen­ta­ti­ven Stu­die von Infra­test dimap im Auf­trag des WDR.

Eine reprä­sen­ta­ti­ve Stu­die von mir im Auf­trag von mir beschei­nigt mir selbst eine Glaub­wür­dig­keit von annä­hernd acht­zig Pro­zent. Dem Zweit­platz­ier­ten inso­fern mei­nen mit­lei­di­gen Glückwunsch.

(Wel­che Nach­richt der letz­ten fünf Jah­re war eigent­lich wirk­lich ken­nens­wert?)

In den NachrichtenMontagsmusik
neàn­der – Ere­mit /​/​ Rake­ten und Gebete

Flausch ist eine LösungEs ist Mon­tag. Die Regie­run­gen lagern hoheit­li­che Auf­ga­ben ger­ne mal, wie man lesen kann, ins Pri­vat­recht aus, um kei­ne Rechen­schaft able­gen zu müs­sen. Das mache ich künf­tig auch so, wenn mir ein Unsym­path – im Grun­de also jeder, der kein Pan­da­bär ist – eine blö­de Fra­ge stellt. End­lich eine Ich-AG!

Eine ande­re deut­sche AG hat sich die­ser Tage medi­en­wirk­sam Daten raus­tra­gen las­sen, indem wie­der irgend­ein Idi­ot mit von einem ande­ren Idio­ten zu groß­zü­gig ver­teil­ten Rech­ten irgend­was ange­klickt hat, was wie ein Link aus­sah. Man sei ange­grif­fen wor­den, heißt es aber statt­des­sen, denn dann sind die­je­ni­gen, die Ent­schei­dungs­po­si­tio­nen inne­ha­ben und des­we­gen auch nicht so viel Ahnung vom Fach haben, hin­rei­chend beru­higt und blei­ben als Kun­den an Bord. Ich ver­mis­se die Zeit, in der die glo­ba­le Ver­net­zung sich noch auf weni­ge Dut­zend Com­pu­ter beschränk­te, täg­lich ein biss­chen mehr.

Apro­pos Ana­chro­nis­mus: Der Papst hat Kin­der dazu auf­ge­ru­fen, Coro­na weg­zu­be­ten, denn nur ein Gebet kön­ne uns alle jetzt noch ret­ten. Ich ver­mis­se die Zeit, in der wir wirr daher­plap­pern­de Grei­se noch in Ren­te geschickt und in Alten­hei­men end­ge­la­gert haben, statt den von ihnen gelei­te­ten Unter­neh­mun­gen noch zusätz­li­ches Bim­mel­recht zu gewäh­ren. Kann ich den Säku­la­ris­mus noch mal sehen?

Die­je­ni­gen, die cum deo den Nahen Osten in die Demo­kra­tie frie­dens­bom­bar­die­ren wol­len, krie­gen dem­nächst Schüt­zen­hil­fe von einem ande­ren hier­zu­lan­de begei­stert umju­bel­ten Herrn mit Visio­nen: SpaceX, eines der weni­gen von Elon Musk tat­säch­lich gegrün­de­ten und nicht bloß gekauf­ten Unter­neh­men, arbei­tet jetzt an einer Rake­te, mit der man Waf­fen schnell ver­schicken kann. Medi­zin und ande­re Din­ge von mora­li­schem Wert wer­den nun mal schlech­ter bezahlt als Din­ge mit Wumms Rumms, der freie Markt bleibt eisern. Die Bun­des­wehr passt sich der Situa­ti­on an und inve­stiert gleich­falls in die Vor­kriegs­zeit. Neu­lich fei­er­ten eini­ge Deut­sche drei­ßig Jah­re Frie­den. Wel­chen Frie­den mein­ten sie damit?

Bes­ser als Krieg: Musik.

Neàn­der – Ere­mit [Offi­cial Video]

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Post­mor­ta­le Häresie

Der Mensch ist das ein­zi­ge Lebe­we­sen, das nach dem Tod unaus­weich­lich die Reli­gi­on wech­selt: Selbst Ruhol­lah Cho­mei­ni ist es nicht erspart geblie­ben, dass die Manie der Chri­sten, jedem Toten ihr lieb­stes Fol­ter­in­stru­ment bei­zu­fü­gen, sei­nen Glau­ben gegen­über dem ihren als belang­los kennzeichnet.

(Bild­quel­le: Wikipedia.)

Jemand soll­te mal ein neu­es Todes­sym­bol erfinden.