Musik
#NotS­po­ti­f­y­Wrap­ped

Men­schen posten heu­te stolz ihre beklopp­ten Jah­res­rück­blicke, die Spo­ti­fy ihnen bereits zusam­men­ge­stellt hat, denn es ist ja schon Ende Novem­ber und im Dezem­ber erscheint bekannt­lich nie gute Musik. (Doch, aber dazu kom­me ich spä­ter noch – mei­ne hie­si­ge musi­ka­li­sche Jah­res­rück­schau erfolgt wie immer Anfang Janu­ar.)

Mein musi­ka­li­sches 2023 besteht gewohnt aus jeder Men­ge 70er-Musik und ein paar Aus­nah­men, das Schön­ste aber schafft es nicht in irgend­wel­che auto­ma­ti­schen Listen, weil ich sowohl immer noch nicht wil­lens bin, mir ein Spo­ti­f­y­kon­to zuzu­le­gen, als auch mein Plat­ten­spie­ler nicht streamt. Die Freu­de der Deut­schen dar­an, völ­lig Frem­de an ihrem Jahr teil­neh­men zu las­sen, so dass es jetzt abseh­bar tage­lang in sozia­len Medi­en kein wich­ti­ge­res The­ma geben wird, erschließt sich mir indes nur bedingt.

Wo doch „Fuck!“ – oder, so’s genehm ist, „So eine ver­damm­te Schei­ße!“ – als Jah­res­rück­blick oft völ­lig reicht.