NetzfundstückeMontagsmusik
Clo­sure in Mos­cow – Here’s To Entro­py // Neu­es Pro­dukt: Apple Krä­ne­klem­me

Hier könnte eine Pointe stehen.

Es ist Mon­tag. „iPhoneBlog.de“ infor­miert: „Ohne Pro­Res-Log hät­te Apple sein iPho­ne nicht in Cages, Rigs, Gim­bals, Krä­ne und Dol­lies geklemmt.“ Bestimmt ist das irgend­was Wich­ti­ges, aber war­um schrei­ben sie das dann nicht auf?

Ein Risi­ko im Umgang mit zeit­ge­nös­si­schen sozia­len Netz­wer­ken, das ich ein­zu­ge­hen bereit wäre:

The user ava­tar could be updated into a penis.

Wer arm ist, ist rechts­ra­di­kal, sug­ge­riert die Qua­li­täts­pres­se. Gegen Armut aber etwas tun zu wol­len will wohl über­legt wer­den: Bei Ama­zon zu arbei­ten scheint zum Bei­spiel eine ganz schlech­te Idee zu sein.

Das neue Lied der Beat­les ist der­ma­ßen ermü­dend, es hier zu ver­lin­ken wäre sogar mir zu kon­tra­pro­duk­tiv. Es ist Mon­tag, da möch­te ich wach und nicht gelang­weilt wer­den. Viel­leicht doch lie­ber so:

CLOSURE IN MOSCOW „Here’s To Entro­py“ (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

Persönliches
Drei Kreu­ze sagt man halt so.

„Drei Kreu­ze“ wer­de sie „machen“, kün­dig­te eine Per­son im Gespräch mit mir an, wenn ihre anste­hen­de Prü­fung über­stan­den sei. Mei­ner Fra­ge, wobei das wohl hel­fen sol­le, wur­de ent­geg­net, das sage man halt so.

Nun bin ich ja – was einer der Grün­de für mei­ne ener­gi­sche Oppo­si­ti­on gegen die Kinds­tau­fe ist – als Katho­lik auf­ge­wach­sen wor­den, inso­fern ist mir sehr klar, was drei Kreu­ze bedeu­ten und wo man sie hin­ma­chen soll­te. Der Über­gang reli­giö­ser Ritua­le in die All­tags­spra­che (vgl. „oh Gott!“, z.B. beim Ficken) ist mir als anders Ori­en­tier­tem indes ein Trei­ben, das zu hin­ter­fra­gen ist.

Zu unter­schied­li­chen Zei­ten hat man vie­les halt so gesagt und es gar nicht so gemeint (etwa „Heil Hit­ler“ oder „ich lie­be dich“).

Sonstiges
So was von out! (2): Pri­va­tes ist nicht poli­tisch

Im Janu­ar 2014 schrob ich:

Ein homo­se­xu­el­ler Fuß­bal­ler wird von nicht benann­ten Per­so­nen zum „hete­ro­se­xu­el­len Vor­zei­ge­spie­ler“ sti­li­siert und muss die­ses Bild auf­recht­erhal­ten, weil sonst was pas­sie­ren wür­de?

Dass die­ser Tage zwar nicht die Sexua­li­tät, wohl aber die poli­ti­sche Ansicht von Fuß­ball­spie­lern ver­se­hent­lich für eine Nach­richt gehal­ten wird (vgl. ZDF von MEINEN Gebühren!!11! u.a.), sei die­ser Fra­ge als aktu­el­le Epi­so­de bei­gefügt.

Denn (macht man ja auch nicht: Sät­ze mit „Denn“ begin­nen) man muss die Mei­nung eines Fuß­ball­spie­lers zum Nah­ost­kon­flikt nicht tei­len, und auch, dass man­cher lie­ber wie­der eine Klei­der­ord­nung für Kin­der und wei­te­re Errun­gen­schaf­ten deut­scher Vor­ge­schich­te, um es den Bösen mal so rich­tig zu zei­gen, restau­rie­ren möch­te, bleibt die­sem Man­chen unbe­nom­men (der Deut­sche mag ein­fa­che Ant­wor­ten). Dass aber die neue Gret­chen­fra­ge – wie hältst du’s mit dem Nah­ost­kon­flikt? – nicht nur eine ein­zi­ge rich­ti­ge Ant­wort haben dür­fe, son­dern auch jedem Men­schen als Sozi­al­kre­dit­fra­ge gestellt wer­den müs­se, ist eine Ent­wick­lung, die das übli­che Maß an ein­fa­chen Lösun­gen für kom­pli­zier­te Pro­ble­me deut­lich über­steigt.

Man bezahlt einen Sport­ler, einen Wis­sen­schaft­ler oder einen Por­no­dar­stel­ler nicht dafür, auf irgend­wel­chen Dödel­web­sites (hier: Insta­gram) die rich­ti­ge poli­ti­sche Mei­nung zu ver­tre­ten, wie man auch zum Bei­spiel Poli­ti­ker nicht dafür bezahlt, beson­ders gut in Sport, Wis­sen­schaft oder Bum­sen zu sein (obwohl). Ich weiß nicht, was mein Fri­seur von Isra­el hält, und wenn er Isra­el nicht mag, suche ich mir trotz­dem kei­nen ande­ren Fri­seur. Ich bezah­le ihn ja fürs Haa­re­schnei­den und nicht für eine Hal­tung.

Ent­spannt euch mal. Musik kann hel­fen.

LANDING – Moti­on­less I​–​VI (Full Album 2023)

In den NachrichtenMontagsmusikComputer
Flakes – Swin­ton // Die wei­ße Iris (Wdh.)

Montagsbaum

Es ist Mon­tag. Letz­te Woche traf der neue Aste­rix­band „Die wei­ße Iris“ in mei­ner Samm­lung ein, und wäh­rend bereits sein Erwerb ein untrüg­li­ches Zei­chen dafür sein dürf­te, dass ich nur noch weni­ge Mona­te davon ent­fernt bin, ein wirr brab­beln­der Greis zu wer­den, lässt er mich bereits jetzt gran­telnd zurück. Das ist doch alles schon mal da gewe­sen, „Streit um Aste­rix“ und „Der Seher“ erzäh­len letzt­end­lich die glei­che Geschich­te. Ande­rer­seits: Nach „Gal­li­en in Gefahr“ traue selbst ich mich nicht mehr, all­zu viel Neu­es zu erwar­ten. Sonst wird es nicht gut.

Auch nicht neu: Alles Hit­ler außer Buda­pest. Dass es eini­ger­ma­ßen schwer ist, ein zumin­dest inner­eu­ro­päi­sches Land zu fin­den, des­sen Infra­struk­tur und Gesell­schaft, allen dor­ti­gen Hit­le­rei­en zum Trotz, noch abge­wirt­schaf­te­ter ist als die hie­si­ge, könn­te zu den­ken geben, aber es wird nicht gedacht. Anders­wo in Euro­pa ist es bes­ser als hier? Kla­rer Fall: Ein­fach mehr Euro­pa sein. Nicht in Deutsch­land was ändern, son­dern mehr „aber wir sind ja eigent­lich auch Euro­pa“ in die Poli­tik tra­gen. Mit so was fei­ern ulki­ge Spaß­par­tei­en wie Volt und die CDU/CSU Ach­tungs­er­fol­ge: Hier ist alles gut. Hier ist ja Euro­pa. Inter­net zu schlecht? Mies­ma­che­rei. Städ­te kaputt? Ja, das waren immer die Vor­gän­ger. Die Ande­ren. Außer, die Vor­gän­ger waren SPD und Grü­ne. Dann gibt es gar kein Pro­blem.

Manch­mal, jah­res­zei­ten­un­ab­hän­gig, betrei­be ich digi­ta­len Früh­jahrs­putz. Gestern zum Bei­spiel habe ich eine neue RSS-Lese-app auf mei­nem Smart­phone instal­liert, weil die alte (obwohl auch wei­ter­hin nicht schlech­te) unbe­dingt ein Abon­ne­ment haben will und ich die Anzahl an Abon­ne­ments gern bei mög­lichst gerin­gem Ver­lust an Lebens­qua­li­tät redu­zie­ren möch­te. „Sind doch nur ein paar Euro“ sind doch ein paar vie­le Euro, wenn man das erst mal oft genug macht. – Der „Guar­di­an“ ist da einer ganz hei­ßen Sache auf der Spur: Tau­ben, zitiert er eine Stu­die, lösen Pro­ble­me fast so wie eine „künst­li­che Intel­li­genz“. Man könn­te fast mei­nen, natür­li­che Intel­li­genz sei von Com­pu­tern inspi­riert. Ach nee, das war anders­rum, oder?

Das Poli­zei­prä­si­di­um Mann­heim infor­miert: Ein Kind wur­de von einer Auto­fah­re­rin „tou­chiert“ und her­nach von dem dazu gehö­ren­den Fahr­zeug „abge­wie­sen“. Es waren leich­te Ver­kehrs­be­ein­träch­ti­gun­gen fest­zu­stel­len. Ganz schön frech von dem Kind.

Apro­pos Ver­kehr: Am 9. Novem­ber – also dem­nächst – bie­tet der Que­er­re­fe­rat an den Aache­ner Hoch­schu­len e.V. einen work­shop zum The­ma sexu­el­le Atem­kon­trol­le an. – Nee, Unsinn. Apro­pos Ver­kehr: Am 3. Novem­ber – also dem­nächst – ist Welt­män­ner­tag. Man wird sehen, wie sich das auf die Zahl der Auto­tou­chie­run­gen aus­wirkt.

Swin­ton-Flakes

Guten Mor­gen.

MusikPolitikIn den NachrichtenPiratenpartei
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 28. Okto­ber 2023

„Die Mar­ke Fri­days for Future“, kol­por­tie­ren Qua­li­täts­me­di­en, sei „kaputt“ und/oder „irrepa­ra­bel beschä­digt“, weil deren Gali­ons­fi­gu­ren den Nah­ost­kon­flikt dif­fe­ren­ziert („anti­se­mi­tisch“) betrach­ten. Der Umstand, dass die „Kli­ma­be­we­gung“ von der NGO zur „Mar­ke“ avan­ciert wur­de, stört offen­bar erst jetzt auch die Medi­en­ma­cher. Sozia­le Bewe­gun­gen ver­lie­ren ihren Sog, sobald sie als Shirt­mo­tiv eta­bliert sind. Allein – das stimmt:

Wer eine Bewe­gung star­tet, muss immer ein­prei­sen, dass sie nicht nur Spin­ner anzieht, son­dern auch kom­plett Ver­wirr­te.

Ter­ti­um non datur.


Zu Beginn der Woche unter­hielt ich mich in pri­va­tem Rah­men über Kam­mer­mu­sik und deren neu­zeit­li­che Inter­pre­ta­ti­on der Kam­mer­rock­mu­sik. Es ist schön, dass mich das dazu ver­lei­tet hat, noch­mals mit einem ande­ren Ohr an Uni­vers Zero, Art Zoyd und Pre­sent her­an­zu­tre­ten. Eine gute Jah­res­zeit dafür hat’s immer­hin: Die­se Düster­klas­sik stimmt mich doch etwas klau­stro­pho­bisch.


Apro­pos: Uni­vers Zero fei­ern näch­ste Woche ihr fast 50-jäh­ri­ges Bestehen mit einem neu­en Album. Die ersten ver­füg­ba­ren Aus­schnit­te holen mich ab. So viel Zeug, so wenig Zeit.


Bei ALDI Nord gab es kürz­lich Lorem Ipsum (versch. Sor­ten). Der Kampf der klei­nen Händ­ler gegen Ama­zon nimmt erbit­ter­te Züge an. (Dan­ke, E.!)


Der „Kicker“ frägt: „Wird die Bun­des­li­ga zur Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft?“ Irgend­was an die­ser Über­schrift scheint mir unüber­legt zu sein, aber ich kom­me nicht dar­auf.


Fan­ta­sti­sche Idee der Deut­schen Bahn: Mehr Über­wa­chungs­ka­me­ras über­all und wenn man ein Smart­phone hat, kann man nicht nur den Not­ruf über das alt­mo­di­sche Tele­fon abset­zen, son­dern auch eine voll prak­ti­sche „App“ ver­wen­den:

Die „SafeNow“-App steht ab sofort kosten­los im App Store und Goog­le Play Store zum Down­load bereit. Im Fal­le von Gefah­ren oder Not­fäl­len kann der Nut­zer mit­tels der App einen Not­ruf abset­zen, wobei auto­ma­tisch der Stand­ort an die DB-Sicher­heits­zen­tra­le über­mit­telt wird.

Viel bes­ser als frü­her. Es ist immer­hin zweinull und cyber.

Die zusätz­li­chen Über­wa­chungs­ka­me­ras sol­len dazu bei­tra­gen, Straf­ta­ten zu ver­hin­dern und poten­zi­el­le Täter schnel­ler zu iden­ti­fi­zie­ren.

Wet­ten, das klappt nicht?


War­um steht Groß­bri­tan­ni­en eigent­lich noch auf kei­ner Sank­ti­ons­li­ste?


Wäh­rend die Par­tei­ba­sis auf Mast­o­don zu dem Schluss gekom­men ist, dass das Ein­zi­ge, was die Pira­ten­par­tei noch ret­ten kön­ne, ein Auf­stand der sich „woke“ Nen­nen­den sei, lei­stet deren EU-Abge­ord­ne­ter wei­ter­hin soli­de Arbeit: Die anlass­lo­se Über­wa­chung ver­meint­lich ver­schlüs­sel­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on wird wohl nicht kom­men. Dass man sol­che Fest­stel­lun­gen gegen den Wil­len hoch­ran­gi­ger Poli­ti­ker tref­fen muss, ist indes Teil des Pro­blems.

In den Nachrichten
Alle Ebe­nen

Die Uni­ver­si­tät Augs­burg för­dert als Teil der inter­na­tio­na­len Wis­sens­ge­mein­schaft zum gemein­sa­men Nut­zen den Aus­tausch mit den Uni­ver­si­tä­ten des In- und Aus­lan­des auf allen Ebe­nen. Dazu schrei­ben die Stu­den­ten in ihrem Antrag: „Das Erbau­en der Glo­ry­ho­les erlaubt es der Uni­ver­si­tät, sich als hete­ro­nor­ma­ti­vi­täts­kri­ti­schen Raum zu ver­ste­hen zu geben, da Kink als nicht hete­ro­nor­ma­ti­ve Pra­xis zu ver­ste­hen ist.“

PolitikIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Per­so­nen­kult und Par­tei­en

Dass Sahra Wagen­knechts zur Über­ra­schung der zu Recht Getrof­fe­nen heu­te vor­ge­stell­ter Ver­ein – ich ver­tre­te ja immer noch die Ansicht, es wäre wahr­schein­lich klü­ger, weni­ger mit­ein­an­der kon­kur­rie­ren­de Par­tei­en im sel­ben Teich schwim­men zu las­sen, aber ich habe ja kei­ne Ahnung von Poli­tik – sich im Wesent­li­chen mit Per­so­nen­kult befas­se, wie es Qua­li­täts­pres­se und ver­ein­zel­te Funk­tio­nä­re der „Lin­ken“ aus­drücken, ist einer die­ser Vor­wür­fe, die ich nicht ver­ste­he. Wenn ande­ren Par­tei­en und/oder Wäh­lern der Per­so­nen­kult nicht wich­tig ist, war­um sind ihre Wahl­pla­ka­te dann jedes Mal vor allem mit Gesich­tern und dazu­ge­hö­ren­den Namen und nicht mit Inhal­ten bedruckt?

In den NachrichtenMontagsmusik
Faun Fables – Hou­se­kee­per // Micky, das Jugend­wort.

Hattu Bambus

Es ist Mon­tag. Der Nean­der­ta­ler sei, erzählt der „Stan­dard“ (soll­te man ja auch nicht mehr ver­lin­ken mit der ver­such­ten Rekla­me­ver­hin­de­rungs­ver­hin­de­rung), eben­so intel­li­gent gewe­sen wie der heu­ti­ge Mensch. Das glau­be ich gern. Ich war ja am Wochen­en­de in Ber­lin.

Ich wur­de gefragt, ob ich nicht Lust hät­te, etwas län­ger in Ber­lin zu blei­ben, um auf irgend­ei­ner Demon­stra­ti­on für/gegen Isra­el statt­zu­fin­den. Aber ich hat­te nicht. Das Leben ist zu kurz und zu gewal­tig für Schild­lein­he­ben und Parol­chen­ru­fen. Das ist mir zu goofy. (Mache ich das rich­tig?) Jugend­wort des Jah­res 2024 (Vor­schlag): Plu­to. Die Bedeu­tung erfin­det bis dahin bestimmt noch jemand über 30.

Noch nicht ganz über 30: Musik.

Faun Fables – Hou­se­kee­per

Guten Mor­gen.

MusikFotografie
Umfas­sen­de Kon­zert­kri­tik: Sleaford Mods (21. Okto­ber 2023, Ber­lin)

Jedes Mal, wenn ich in Ber­lin bin, ver­ste­he ich, war­um Ber­li­ner Blog­ger, die über ihre Psy­che schrei­ben, so sind, wie sie sind.

Die Colum­bia­hal­le (rest­los aus­ver­kauft) war zu voll und zu warm und zu schlecht belüf­tet (wegen rest­los aus­ver­kauft). Der Ton war jeden­falls mit­ten im Raum mäßig gut, aber wenig­stens konn­te auch nie­mand zur Musik „tan­zen“ (kein Platz, wegen rest­los aus­ver­kauft). Fest­stel­lung (erneut): Kon­zert­fo­to­gra­fie kann ich auf­grund grund­le­gen­den Unver­ständ­nis­ses von Beleuch­tung, Aus­rü­stung und son­sti­ger Para­me­ter exakt so gut betrei­ben, dass ich schon aus Scham nicht mehr als ein Bild zu ver­öf­fent­li­chen bereit wäre. Ich kann die­se Scham nur wei­ter­emp­feh­len. Dann sieht man vom Kon­zert auch mal mehr als irgend­wel­che Smart­phone­bild­schir­me.

Sleaford Mods 2023

Ande­re gehen auf die Buch­mes­se, ich gehe auf Kon­zer­te. Bier 5 Euro plus Pfand, Gar­de­ro­be 4 Euro. Ich ahne, war­um Ber­li­ner sich kei­ne Woh­nung lei­sten kön­nen.

Die set­list war in Ord­nung, Gast­ge­sang gab’s indes vom Band. Nicht schlimm, es kann ja nicht immer jeder mit jedem über­all unter­wegs sein. Die Sleaford Mods sei­en so 2013, erfuhr ich des Öfte­ren. Passt: damals war auch ich noch jung jün­ger und den­ke manch­mal woh­lig, manch­mal schreckens­reich dar­an zurück. Opa erzählt vom Krieg. Gut, ist ja auch irgend­wie Krieg. Ein biss­chen wie Ber­lin.

PersönlichesNerdkrams
Inbox Zero

Den offen­sicht­lich höchst inno­va­ti­ven Trick, man­che Mails unver­ar­bei­tet zur Kennt­nis zu neh­men und sich um ande­re unmit­tel­bar zu küm­mern, nen­nen die Leu­te offen­bar seit ein paar Jah­ren „Inbox Zero“, also „Post­fach 0“, was gram­ma­ti­ka­lisch ja auch wie­der so eine Sache ist, und beschimp­fen ihn als „hei­li­gen Gral der Pro­duk­ti­vi­tät“.

Zwar habe ich mei­ne Suche nach dem idea­len Mail­pro­gramm bereits vor Jah­ren erfolg­reich been­det, doch habe ich für mich auch einen wei­te­ren Trick ent­deckt: Nach Fei­er­abend – beruf­lich auf E‑Mails zu ver­zich­ten ist nicht jedem ver­gönnt – wird die­ses idea­le Mail­pro­gramm am hei­mi­schen Desk­top­rech­ner erst dann gestar­tet, wenn ich selbst eine E‑Mail ver­schicken möch­te. Noch kei­ne E‑Mail war mir pri­vat so wich­tig, dass sie einer unmit­tel­ba­ren Reak­ti­on bedurft hät­te. Ich hal­te Tele­fo­nie­ren für die unhöf­lich­ste Art, mit ande­ren Men­schen Kon­takt auf­zu­neh­men, da Tele­fo­na­te die sofor­ti­ge Teil­nah­me erfor­dern, und bit­te daher regel­mä­ßig um schrift­li­che Kon­takt­auf­nah­me, doch ist die Kon­takt­auf­nah­me sei­tens ande­rer Men­schen für mich nicht mit einem Marsch­be­fehl ver­bun­den.

Ich weiß nicht, wel­che Zahl mei­ne inbox gera­de auf­weist, und ich fin­de die­sen Gedan­ken außer­or­dent­lich ent­span­nend. Der nige­ria­ni­sche Prinz wird war­ten kön­nen und das Forum, in dem ich mal was geschrie­ben hat­te, ist in fünf Jah­ren bestimmt auch noch da.

Es gibt wirk­lich inter­es­san­te­re Pro­ble­me als aus­ge­rech­net den Umstand, dass man Post bekommt, zu lösen.

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 17. Okto­ber 2023

Ich fin­de es aus humor­kri­ti­scher Sicht wenig­stens rei­zend, dass die Schief­la­ge mitt­ler­wei­le einen sol­chen Win­kel ange­nom­men hat: Femi­ni­stin­nen wer­fen Femi­ni­stin Frau­en­feind­lich­keit vor. Und das kostet nicht mal Ein­tritt!


Bei Nord­see gibt es neu­er­dings einen „Pick Up-Point“. Einen Pick-Up-Point und einen „Pick Up Point“ kann ich mir mit unter­schied­li­chen Aus­prä­gun­gen von Kopf­schmer­zen vor­stel­len, aber was ist ein Up-Point?


Bei „Game­Star Tech“ steht, Blues­ky (so ein Mikro­blog­dings vom ehe­ma­li­gen Twit­ter­chef) sei qua­si wie Twit­ter, nur „ohne Trol­le“. Ich habe dort mitt­ler­wei­le einen (kei­nes­wegs aktiv genutz­ten, dafür ist das Leben zu kurz und die Zahl der Alter­na­ti­ven zu zahl­reich) Account und bin jetzt ver­un­si­chert: Gibt es mich eigent­lich gar nicht?


Säf­te wer­den knapp. Ist noch Bier da?


Ich wür­de die­se Fest­stel­lung zum Umgang mit Krie­gen gern noch viel öfter ver­lin­ken, bedau­re aber, dass sie über­haupt einen Anlass hat­te. Ich wür­de die­se Fest­stel­lung zum Umgang mit Krie­gen gern noch viel öfter ver­lin­ken, bedau­re aber, dass sie über­haupt einen Anlass hat­te. Ich wür­de die­se Fest­stel­lung zum Umgang mit Krie­gen gern noch viel öfter ver­lin­ken, bedau­re aber, dass sie über­haupt einen Anlass hat­te. Ich wür­de die­se Fest­stel­lung zum Umgang mit Krie­gen ist gut jetzt, tux0r!.


Sil­ben­tren­nung des Tages: Dritt­land­sex.


Das elek­tro­ni­sche Schwei­zer Wahl­sy­stem ist unsi­cher. Hof­fent­lich erfin­det bald jemand Papier. Das ist dann auch viel spä­ter noch da.