Den offensichtlich höchst innovativen Trick, manche Mails unverarbeitet zur Kenntnis zu nehmen und sich um andere unmittelbar zu kümmern, nennen die Leute offenbar seit ein paar Jahren „Inbox Zero“, also „Postfach 0“, was grammatikalisch ja auch wieder so eine Sache ist, und beschimpfen ihn als „heiligen Gral der Produktivität“.
Zwar habe ich meine Suche nach dem idealen Mailprogramm bereits vor Jahren erfolgreich beendet, doch habe ich für mich auch einen weiteren Trick entdeckt: Nach Feierabend — beruflich auf E‑Mails zu verzichten ist nicht jedem vergönnt — wird dieses ideale Mailprogramm am heimischen Desktoprechner erst dann gestartet, wenn ich selbst eine E‑Mail verschicken möchte. Noch keine E‑Mail war mir privat so wichtig, dass sie einer unmittelbaren Reaktion bedurft hätte. Ich halte Telefonieren für die unhöflichste Art, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen, da Telefonate die sofortige Teilnahme erfordern, und bitte daher regelmäßig um schriftliche Kontaktaufnahme, doch ist die Kontaktaufnahme seitens anderer Menschen für mich nicht mit einem Marschbefehl verbunden.
Ich weiß nicht, welche Zahl meine inbox gerade aufweist, und ich finde diesen Gedanken außerordentlich entspannend. Der nigerianische Prinz wird warten können und das Forum, in dem ich mal was geschrieben hatte, ist in fünf Jahren bestimmt auch noch da.
Es gibt wirklich interessantere Probleme als ausgerechnet den Umstand, dass man Post bekommt, zu lösen.


Full ACK!
Full ACK!
Liebe Güte. Es gibt zwei davon!
ERSTER!
ur mum
Hätte man nicht warten können?!