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So was von out!

Ich spa­re mir einen Link, da’s ohne­hin jede so genann­te „Zei­tung“ momen­tan über ihre Web­site (man­nig­fach ver­viel­fäl­tigt per Twit­ter und der­glei­chen) in hel­ler Auf­re­gung bekannt­gibt: Tho­mas – hehe – „Ham­mer“ Hitzl­sper­ger, ehe­ma­li­ger deut­scher Fuß­ball­na­tio­nal­spie­ler, habe nicht ein­fach ver­kün­det, dass er Män­ner als Lebens­part­ner bevor­zugt; nein, er habe sein coming-out, sein outing gehabt, kurz: er habe sich geoutet. Mir als Freund wohl­über­leg­ter Wort­wahl ver­schlägt es mir da aus­nahms­wei­se mal nicht wegen der Ver­wen­dung eines Lehn­worts die Spra­che.

Was die­se Begrif­fe näm­lich eigent­lich aus­sa­gen, ist, dass man sich als Mensch mit nicht hete­ro­se­xu­el­len Vor­lie­ben ver­stecken müs­se, bis man sich raus traue aus der Deckung. Das coming-out – hehe – als „Befrei­ung“ – wovon?

Hitzl­sper­ger sagt: „Ich habe mich nie dafür geschämt, dass ich nun mal so bin“.

Wovon hat er sich dann befreit? Das „erklärt“ Jan Schnor­ren­berg:

Klas­si­sche “Män­ner­do­mä­nen” wie der Fuß­ball skiz­zie­ren die Männ­lich­keit und tun dies auch über den Aus­schluss von Homo­se­xua­li­tät, auch wenn dies gar nicht der Lebens­rea­li­tät der Betei­lig­ten ent­spricht.

Der Fuß­ball schließt Homo­se­xua­li­tät genau wie aus? Müs­sen Fuß­ball­spie­ler regel­mä­ßig zum Schwu­len­test? Rich­tig: Sie wer­den schlicht nicht gefragt. Müs­sen sie ja auch nicht, auf dem Fuß­ball­feld ist es ja eini­ger­ma­ßen egal, ob der Typ im geg­ne­ri­schen Tor vor dem Spiel homo‑, hete­ro- oder pan­se­xu­el­len Spaß hat­te. Und weil es auf die Spiel­qua­li­tät kei­nen Ein­fluss hat, in wel­cher Art von Lebe­we­sen die Mit­spie­ler nor­ma­ler­wei­se ihren jewei­li­gen Penis ver­sen­ken, wird dar­über auch in der Mann­schaft eher sel­ten gespro­chen. In Tho­mas Hitzl­sper­gers Fall wur­den ín der Mann­schaft angeb­lich häu­fig Schwu­len­wit­ze gemacht; dass die­se Wit­ze ver­mut­lich unter­blie­ben wären, wenn er, statt mit­zu­la­chen, sei­ne Sexua­li­tät bekannt­ge­ge­ben hät­te, ist ihm offen­bar nicht ein­mal in den Sinn gekom­men.

Jan Schnor­ren­berg zitiert einen wei­te­ren Fuß­bal­ler:

Der Preis für mei­nen geleb­ten Traum von der Bun­des­li­ga ist hoch. Ich muss täg­lich den Schau­spie­ler geben und mich selbst ver­leug­nen. (…) Ich weiß nicht, ob ich den stän­di­gen Druck zwi­schen dem hete­ro­se­xu­el­len Vor­zei­ge­spie­ler und der mög­li­chen Ent­deckung noch bis zum Ende mei­ner Kar­rie­re aus­hal­ten kann.

Er spricht im Wei­te­ren von der „häss­li­che Frat­ze der Hete­ro­nor­ma­ti­vi­tät“, die Men­schen „zwin­ge“, ihre Iden­ti­tät und ihre Gefüh­le zu ver­leug­nen; von einer Gesell­schaft, in der Homo­se­xua­li­tät etwas Unna­tür­li­ches ist. Selbst auf­er­leg­te Hete­ro­nor­ma­ti­vi­tät ist kei­ne. Jemand, der von „Bekennt­nis­sen“ oder „coming-outs“ redet, wenn es um Men­schen geht, die nicht hete­ro­se­xu­ell sind, ver­ur­teilt die­se Eigen­schaft aller­dings schon durch sei­ne Wort­wahl als etwas Unüb­li­ches, Unna­tür­li­ches.

Ein homo­se­xu­el­ler Fuß­bal­ler wird von nicht benann­ten Per­so­nen zum „hete­ro­se­xu­el­len Vor­zei­ge­spie­ler“ sti­li­siert und muss die­ses Bild auf­recht­erhal­ten, weil sonst was pas­sie­ren wür­de? Angst davor, für etwas aus­ge­lacht zu wer­den, haben Men­schen mit ent­we­der gerin­gem Selbst­be­wusst­sein oder pein­li­chen Talen­ten. Drit­ten dafür die Schuld zu geben ist eine mög­li­che, aber nicht die beste Lösung. Die Gesell­schaft ist schuld. Die Sexua­li­tät eines Men­schen wird für den Groß­teil der Gesell­schaft aller­dings erst dann rele­vant, wenn er sie aus irgend­wel­chen Grün­den (die auch noch zu klä­ren sind) publik macht.

Ande­re Medi­en spa­ren sich übri­gens Wör­ter mit „out“, die sie ja doch selbst nicht ver­ste­hen, und reden statt­des­sen von einem „Bekennt­nis“. Ver­gib mir, Vater, ich habe gesün­digt. Gibt es über­haupt eine wenig affi­ge Wort­wahl für die­se Nicht­mel­dung? Natür­lich: „Tho­mas Hitzl­sper­ger ist homo­se­xu­ell“. Eine sol­che Schlag­zei­le lie­ße aller­dings den feh­len­den Nach­rich­ten­wert der sexu­el­len Vor­lie­ben eines ehe­ma­li­gen Pro­fi­sport­lers noch deut­li­cher wer­den. Über die Sexua­li­tät der Bun­des­kanz­le­rin hät­te ich ja zum Bei­spiel auch lie­ber kei­ner­lei Infor­ma­tio­nen. Seht her, Per­son x hat gern Sex mit Per­so­nen aus Grup­pe y!

Qua­li­täts­jour­na­lis­mus, wis­sen­schon.

Senfecke:

  1. Du führst ein schar­fes Schwert, als Wort, als Text, als Lebens­kon­stel­la­ti­on – wie und wo aber über­all auch immer.
    Ich tzei­le grund­sätz­lich und in allen Zuspit­zun­gen dei­ne Sicht zu die­sem The­ma (zu eini­gen ande­ren auch).

    Man kann sich mit schar­fen Sachen jedoch auch selbst ver­let­zen – nein, nicht aus Bedarf, son­dern ver­se­hent­lich.
    Und das trifft auch auf ande­re Men­schen zu, und zwar auf alle, sowohl auf dei­ne (per­sön­li­che) Kon­nek­ti­on, wie auf die der intel­li­ge­blüm­ten der Julia Schramm, wie auf einen ein­fa­chen (!) Fuß­bal­ler oder des­sen / deren Fans.
    Das „Zutref­fen“ meint nicht die­se Leu­te, son­dern das Ver­let­zen, und zwar das durch schar­fe Schwer­ter, hier also z.B. durch dei­nes.
    Nicht allen Men­schen um uns her­um weht der Geist des Intel­lek­tis­mus wie ein Hirn­ficker durch den Haar­bo­den ins Genick, und man­che recht acht­sa­me Leut­chen wis­sen die­sen Man­gel spä­te­stens dann nicht mehr zu schät­zen, wenn er ihnen offen als Dau­er­in­jek­ti­on zum Nach­tisch gereicht wird.
    Soet­was machst du gera­de, hier, nicht nur und nicht vor­ran­gig, aber auch – und es ist das (ein­zi­ge), was (von dir und dei­nen schlau­en Hirn­ficke­rei­en) bleibt, von dir und vom Pro­blem, und:
    Du hast weder etwas ver­än­dert, noch durch DEIN Outing etwas kor­ri­giert oder über­haupt bewegt an / in „der Gesell­schaft“, die dir doch ins­ge­samt betrach­tet mäch­tig zu Her­zen und nicht am Arsch vor­bei geht.
    Kannst du die glei­che Hirn­ficke­rei nicht auch mal mit einem Lächeln (nicht nur für dich oder mich …) abfah­ren, indem du das von einer ande­ren Posi­ti­on aus machst?
    Stell dir vor, die Leu­te, die du so hef­tig anmachst, sagen nach dem Kon­sum dei­nes Outings zum The­ma mit brei­tem Lachen in der Fres­se „recht so, recht ist gespro­chen wor­den“ – Oder bist du auf­grund von Jugend, Unrei­fe, ungün­sti­ger Umwelt oder gera­de miß­ra­te­ner Part­ner­schaft, Blä­hun­gen an unter­schied­li­chen Stel­len oder Welt­schmerz prin­zi­pi­ell dar­an ver­hin­dert?

    Du tippst einen klas­se Stil, bereits ordent­lich hirn­ver­fickt, mach es doch nun auch mal aus völ­lig ande­ren Posi­tio­nen, wie beim Pro­gram­mie­ren: Erst Fest­le­gung des Zie­les, der Schuß­rich­tung und Wahl der Gerä­te und dann der DAZU erfor­der­li­chen Posi­ti­on – die Alter­na­ti­ve ist: sich wei­ter vor sich sel­ber aus­kot­zen, und wei­ter­ge­hen auf der Suche nach dem näch­sten Kotz­mit­tel­chen in – der Gesell­schaft, der ver­än­de­rungs­be­dürf­ti­gen, mit der du etwas gemein­sam hast …
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    • Einer­seits dan­ke, dass du die Inten­ti­on des Hirn­ficks (den Titel habe ich nicht exklu­siv zur Bespaßung gewählt) ver­stehst, ande­rer­seits aber: Ich schrei­be mei­ne Beschwer­den über die Gesell­schaft stets mit (gequäl­tem) Lächeln; und: Ich rich­te mei­ne Posi­tio­nen nicht nach dem größt­mög­li­chen Dis­sens. Es wird immer eine bescheu­er­te Grup­pe von Men­schen geben, die selbst dann noch breit grinst, wenn man ihnen die Zäh­ne mit einem Del­ta­schlei­fer ver­kürzt. Das will­kom­me­ne Publi­kum für den Sati­ri­ker ist eines, das den Witz nicht ver­steht.

      Ziel und Schuss­rich­tung ste­hen fest, sobald die Posi­ti­on klar wird. Beim The­ma „schwu­le Sport­ler“ habe ich bis zu der zitier­ten Schlag­zei­le gar kei­ne ver­tre­ten, weil mir das The­ma wurscht war (wie dar­ge­legt). Aber dum­me Mas­sen las­se ich ungern wabern. Sonst schwap­pen sie über.

      • @Artikelautor
        “ Aber dum­me Mas­sen las­se ich ungern wabern. Sonst schwap­pen sie über.“
        Da haben wir es doch schon wie­der:
        Da nimmt ein Sati­ri­ker ernst­haft an, ER kön­ne (dür­fe) „die DUMME Mas­se“ wabern oder schwap­pen las­sen oder eben nicht, ER?
        Bist du ernst­haft so grö­ßen­wahn­ver­narrt, daß du dir sol­che FÄHIGKEITEN zubil­li­gen möch­test?
        Dann laß dir gesagt sein, daß DU dann zu einer ande­ren „wabern­den DUMMEN Mas­se“ gehörst, bei der auf­zu­pas­sen ist, daß sie vor lau­ter Über­he­bung über ande­re nicht „über­schwappt“, das ist lei­der kei­ne Sati­re, nur wer nicht begreift, daß er sel­ber in die­sem, jenem oder etli­chen ande­ren The­men­krei­sen glei­cher­ma­ßen zu einer aus­ge­spro­chen dumm wabern­den Mas­se gehört (in ande­ren eben nicht), der kann natür­lich schlecht über die­sen sei­nen Tel­ler­rand hin­aus­schau­en – und SICH weder als wabernd noch als dum­me Mas­se erken­nen, vor allem hält er dann das eige­ne „Hin­aus­schwap­pen“ für das der ande­ren …

        Du bist noch sehr jung, gel­le? Kei­ne Sor­ge, das muß kein Nach­teil sein.

        Ich klä­re immer erst MEINE Posi­ti­on, dann das Ziel und DARAUS, nur dar­aus, ergibt sich die Schuss­rich­tung.

        Und nun kannst du mal raten, was mei­ne Posi­ti­on ist, was mein Ziel und was die Schuss­rich­tung, wenn ich hier bei dir Hirn­sex trei­be, even­tu­ell dein „Gequäl­tes“ .…?
        … so was von out .… :? :? :lol: :lol:

        • Jung? Oh, dan­ke sehr, so hat man mich schon lan­ge nicht mehr genannt. Das ist natür­lich immer eine Sache des Betrach­ters. (Obwohl: Ist Jugend erstre­bens­wert? Mit was für grau­si­gen Gestal­ten man dann Schul­ter­schluss übte!)

          Die Schuss­rich­tung, in die ich mich von mei­ner Posi­ti­on aus dre­he, bestim­men die Medi­en – wo sie sind, schie­ße ich hin. Ich tref­fe immer das rich­ti­ge Ziel. Das ist sicher kein Zufall. Ich maße mir übri­gens kei­ne Deu­tungs­ho­heit an. Ich bin ja nicht die BILD.

          • Das ist fein, wir sind einen Schritt wei­ter. „Wo die Medi­en sind .…“?
            Bist du ein Medi­um?
            Meins?
            Und ob es reicht, „Medi­en“ zu sein – oder nicht??
            Weder du noch ande­re kön­nen sich das aus­su­chen, da Medi­en immer erst durch die Betrach­ter und Kon­su­men­ten zu dem wer­den, gewis­ser­ma­ßen in den (eige­nen) Spie­geln (die aus Glas, der ande­re war es mal).
            Ich den­ke mal, zum Hirn­ficken soll­te eine gewis­se Jugend nicht unbe­dingt nach­tei­lig sein, womit aus­drück­lich nicht das gemeint ist, was land­läu­fig (nicht „die wabern­de Mas­se“) bei Benut­zung des Wor­tes „jung“ gern und aus­ver­se­hen mit gedacht wird: feh­len­de Rei­fe (Hat nichts mit der Feu­er­zan­gen­bow­le zu tun, falls du das kennst).
            Rei­fe ist weder ein Geschenk noch eine Ware, erst recht nicht „dö sett­li­che Reyffe“, sie ist ein Zustand, der ver­gleich­bar ist mit den Wit­te­rungs­mar­ken an einem Fel­sen, der frei liegt. So kann man an die­sen (!) Mar­ken aller­hand erken­nen, sie tei­len mit, aus wel­cher Rei­bung mit wel­cher Wit­te­rung in wel­cher Inten­si­tät die­se Mar­ken ent­stan­den, und nicht immer ist Fal­ten­frei­heit oder Fal­ten­pracht mit die­sen Mar­ken iden­tisch …

            Übri­gens:
            Ich tref­fe nicht immer das rich­ti­ge Ziel, ich weiß es sogar …, aber sehr sehr oft, das muss rei­chen, und das tut es auch.

          • Ich bin Rezi­pi­ent, nicht Repro­du­zent. Feu­er­zan­gen­bow­le. Noch so ein über­be­wer­te­ter Film. Gese­hen und absicht­lich wie­der ver­ges­sen.

          • Rezi­pi­ent, Repro­du­zent hin oder her, wie­so erwähnst du das? Ist über­flüs­sig, da kein Kon­text.
            Und, ver­ehr­tes Sati­ri­ker­we­sen, die „Feu­er­zan­gen­bow­le“ mag bewer­tet wer­den, wie jeder möch­te, uns inter­es­siert ledig­lich der Sach­se, der als Leh­rer in unver­kenn­bar bree­eiii­ten Sächsch die ewi­ge Fra­ge zum so unnach­ahm­bar for­mu­liert: „ÄÄhh­nen föhhlt de Sött­li­che Rey­yffe“ – na, wenn das nix für einen inter­es­sier­ten Sati­ri­ker ist, was bit­te dann ?
            Belas­sen wir es dabei, auch Spra­che outet, unun­ter­bro­chen und unver­meid­bar, daher: völ­lig nor­mal.
            Schär­fe dein Schwert.

          • Ich erwäh­ne es, um mich von den Repro­du­zen­ten (vul­go „Jour­na­li­sten“) zu unter­schei­den.

            Nur fal­sche Spra­che „outet“, also „setzt hin­aus“. Spra­che, die mit Bedacht ange­wandt wird, führt zum Gegen­teil. (Gibt es dafür auch schon einen hip­pen Angli­zis­mus? Viel­leicht „intet“?)

          • Ja, ja, ich ver­ste­he dich schon, auch wenn FÜR MICH (deut­sches Sprach, sche­res Sprech) ein JOURNALIST nie­mals REPRODUZENT ist, da er dann den Jour­na­lis­mus ver­las­sen hat und zum Copy­Max ver­sackt ist. Jour­na­list BLEIBT Jour­na­list mit allem, was dazu gehört, und Sprach­ver­hun­zer wer­den weder die deut­sche Spra­che neu ein­klei­den noch sich unter fal­schen Klei­dern ihrer Unver­ständ­nis­se erfolg­reich ver­stecken kön­nen. Vul­go-Jour­na­list ist kei­ner, jeden­falls kein sol­cher.
            So kommst du auch gleich zur „fal­schen Spra­che“ – nun: Spra­che ist immer echt, da sie ORIGINAL ist, weder geht Kopie noch Mani­pu­la­ti­on dar­an. Das sich dahin­ter / dar­un­ter ver­ber­gen­de Gedan­ken­ge­bil­de kann schon eher falsch sein, ohne das in Spra­che mit zu ver­mit­teln – Sicher meinst du soet­was, wenn du „fal­sche Spra­che“ SAGST – jedoch Sinn und Kon­text meinst.
            Somit „outet“ nicht „fal­sche Spra­che“ (da es die nicht gibt), son­dern JEDE Spra­che (setzt hin­aus).
            „Spra­che die mit Bedacht ange­wandt“ wird – ? Jede Spra­che wird „mit Bedacht“ ange­wandt, zumin­dest bei den Men­schen – wir sind wie­der bei dei­nem noch nicht ein­ge­ord­ne­ten Pro­blem­chen Ver­nunft: Spra­che ohne Bedacht ist kei­ne, da dann die Ver­nunft zur Sprach­er­zeu­gung abwe­send ist.
            Spra­che ist ein domi­nie­rend ver­nunft­ge­steu­er­ter Vor­gang, was wohl mit dem Beden­ken des zu Sagen­dem etli­ches gemein hat, mit dem Bedacht.
            Es siht also so aus, als ob du gar nicht „Spra­che“ meinst, son­dern Den­ken und das dar­aus ent­ste­hen­de Mei­nen.
            So bezie­he ich mal dei­ne gefor­der­te Bedacht­sam­keit nicht auf die Spra­che / das Spre­chen, son­dern auf das Den­ken und Mei­nen „mit Bedacht“, also zwei Stu­fen wei­ter vorn im Mensch­sein.
            Aller­dings fal­sche oder über­zo­ge­ne wie auch unter­drück­te Bedacht­sam­keit füh­ren zu dei­nem Gegen­teil, der Angli­zis­mus dafür lau­tet – in dei­ner Den­ke und satir-Spra­che – nicht Hirn­ficker, son­dern Hin­ficker (fuck­up), der Akteur hat schlicht sei­nen Bedacht ® Raus gelas­sen.
            so what for out …

          • Wel­cher rezen­te deut­sche Jour­na­list (nicht: Blog­ger) ist denn noch Jour­na­list nach vor­lie­gen­der Defi­ni­ti­on?

            Ich ver­wen­de grund­sätz­lich kla­re Wor­te – das Publi­kum ist der­lei nicht gewohnt und hält, was ich schrei­be, für iro­nisch oder gar sar­ka­stisch. Das ist es aber nur sel­ten. So kann die Ver­klau­su­lie­rung von Spra­che das Ver­ständ­nis behin­dern! Erklärt aber auch, wie­so Leu­te klat­schen, wenn ein Kaba­ret­tist wie Georg Schramm ihnen klar­macht, was sie eigent­lich für blö­de Scha­fe sind. Sie hal­ten das für falsch, weil sie die­ses eine Mal nicht vor­sätz­lich in die Irre geführt wer­den. (Ob da noch viel Bedacht vor­han­den ist?)

            („Den­ke“ ist ja auch noch so ein Wort.)

        • Nun, das mit den „kla­ren Wor­ten“ ver­bu­che ich als bereits frü­her erkann­te Fähig­keit („Schar­fes Schwert“) und ABSICHT, die, so sie denn rund­um statt­fän­de, unse­ren Dis­put erüb­rigt hät­te, das brauch wohl hier und da noch etwas mehr Distanz zum eige­nen Duk­tus, zur eige­nen Rou­ti­ne und Neu­gier, will sagen GIER auf ande­re Posi­tio­nen und Sich­ten. Was sich fer­tig gibt, ist schon tot, kei­nes­falls mehr ergie­bi­ger „Schwert­kämp­fer“ im Wort.
          Übri­gens: noch immer nicht gefragt, wie­so ich hier noch Hirn­ficke? Ob das am Blit­zen eines „Schwer­tes lag, liegt?
          Und daß du kei­ne ordent­li­chen Jour­na­li­sten kennst, ist wohl mehr dein Pro­blem, als das die­ser Leu­te, die suchen dich nicht (das machen ande­re), die mußt du schon sel­ber fin­den und manch­mal die eige­ne Hirn­ficke­rei dazu ver­las­sen wie es aus­sieht.
          Und daß du nun den Schramm in die­ser Wei­se begreifst und hier anführst, da laß dir gesagt sein, Schram­meln­der Hirn­ficker, daß genau ich dich so erfah­ren habe, wie du den aus dei­ner Distanz beschreibst, ja sogar noch dar­über lachen soll­te (Sati­re­hin­weis von dir) – und das war DER Auf­hän­ger mei­ner Akti­vi­tä­ten: Ich mei­ne noch immer, daß du AUFGRUND DEINER eher STARKEN ALS KLAREN Wor­te es nicht nötig hast, den Schramm zu imi­tie­ren und das auch noch als Sche­ma – lies mal dei­ne Tex­te …
          noch­ein­mal: Die­ser Trip gehört zu Schramm, da wirds was, bei dir nicht, du hast es nicht nur nicht nötig, bei dir tritt auch nicht bder ent­spre­chen­de Effekt ein, zuviel Ver­bis­sen­heit – zu wenig Schmun­zel,
          kurz: (noch) eben zuwe­nig Sati­re
          8O 8O :aufsmaul:

          • War­um du immer noch hier senfst, ist mir tat­säch­lich unbe­greif­lich. Tat­säch­lich ken­ne ich aber mehr Jour­na­li­sten als mir lieb ist, ich stand selbst schon mal im Mit­tel­punkt jour­na­li­sti­schen Inter­es­ses. Kei­ner die­ser Gei­er war bereit, sach­lich und bedäch­tig zu berich­ten. Die woll­ten alle ihren bil­li­gen Popu­lis­mus. Weil „die Mas­se“ – der main­stream – das halt lie­ber liest. Eigent­lich könn­te man hier auch alle Nach­rich­ten außer denen auf RTL von heu­te auf mor­gen abschal­ten und nie­mand wür­de sich bekla­gen.

          • “ Tat­säch­lich ken­ne ich aber mehr Jour­na­li­sten als mir lieb ist, ich stand selbst schon mal im Mit­tel­punkt jour­na­li­sti­schen Inter­es­ses. Kei­ner die­ser Gei­er war bereit, sach­lich und bedäch­tig zu berich­ten. Die woll­ten alle ihren bil­li­gen Popu­lis­mus. Weil „die Mas­se” – der main­stream – das halt lie­ber liest. “
            Man könn­te anneh­men, du hast mei­nen Hin­weis zu „den“ Jour­na­li­sten und ande­ren flach­ver­ge­mei­ne­run­gen nicht gele­sen, even­tu­ell nicht ver­stan­den – aber es ist schlim­mer als ich dachte_ Du willst das nicht, es ist dir zu blödd – und das hältst du dann ernst­haft für Hirn­ficke­rei -
            Denk dar­über nach, so vie­le Leu­te, die dir etwas mit­tei­len möch­ten, dem Schram­meln­den Sati­re ins Hirn­Ficken­den, dürf­te es ja nun wohl nicht geben, sol­che die es könn­ten dage­gen sehr viel mehr.

            Scha­de -
            übri­gens: Ona­nie ist NICHT schäd­lich, auch im Hirn nicht, man brauch nur öfter mal ne neue Bril­le

            Mir, als Freund wohl­über­leg­ter Wort­wahl, ver­schlägt es da aus­nahms­wei­se nicht mal die Spra­che.

            Was dei­ne Begrif­fe eigent­lich aus­sa­gen, ist, dass du sel­ber das nur denkst, sich als Mensch mit nicht hete­ro­se­xu­el­len Vor­lie­ben ver­stecken zu müs­sen, bis man sich raus traue aus der Deckung. Das coming-out – hehe – als „Befrei­ung” – wovon? ja wovon eigent­lich woll­test DU dich mit die­sen Gedan­ken BEFREIEN?
            Das ist da wohl eher die Fra­ge
            Hitzl­sper­ger sagt: „Ich habe mich nie dafür geschämt, dass ich nun mal so bin”. so what.

            Wovon woll­test du dich mit die­ser Fra­ge dann befrei­en?
            Anders gehen die Jour­na­li­sten, die du ken­nen­lern­test, auch nicht mit frem­den Äuße­run­gen um.
            So ist das nun mal:
            Zeigst du mit einem ( 1 ) Fin­ger auf ande­re Leu­te (Hitzl­sper­ger, Schramm, Jour­na­li­sten) – dann zei­gen ZUGLEICH drei ( 3 ) Fin­ger zurück, in die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung: AUF DICH
            Mehr woll­te ich dir nicht sagen, du hast zwar mir dabei gehol­fen, dir aber wohl eher nicht.
            Noch­mals: Scha­de
            :? :?

          • Zu blöd, zu sub­til, wer weiß? Ein welt­weit aner­kann­tes Zei­chen für Iro­nie wäre klas­se, bis­he­ri­ge Vor­schlä­ge konn­ten sich lei­der noch nicht flä­chen­deckend durch­set­zen. Ich hat­te ja gehofft, vor allem Leser anzu­zie­hen, die Sub­text auch dann erken­nen, wenn man ihn ihnen nicht direkt ins Gesicht pfef­fert.

            War­um glaubst du, ICH wür­de mich befrei­en wol­len? Ich bin frei, da ändern auch dei­ne Ver­su­che nichts, mich in selbst auf­er­leg­te Ket­ten zu pala­vern. ICH habe kein „coming-out“ oder son­sti­gen Angli­zis­mist. (Dei­ne Spra­che ist übri­gens anstren­gend zu ver­ste­hen, könn­test du es nicht auch mal mit kla­ren Gedan­ken und weni­ger Geschwur­bel ver­su­chen? Bist du Julia Schramm?) War­um maßt du dir an zu ent­schei­den, was für mich scha­de ist und was nicht, wenn du ähn­li­ches Han­deln mei­ner­seits für falsch hältst?

            Vie­le Wör­ter, wenig zu sagen. Dei­ne Kom­men­ta­re sind lang und füh­ren doch zu kei­nem Ziel. Das ist viel­leicht kein Hirn­fick, aber Tasten­wich­se­rei. – Neben­bei bemerkt habe ich nie behaup­tet, dass ich mei­ne Bei­trä­ge zu die­sem „Gespräch“ mit dir für Hirn­fick hal­te. Gib dir doch wenig­stens etwas mehr Mühe.

            (Apro­pos „neben­bei bemerkt“: Wer mit dem Fin­ger auf Drit­te zeigt, soll­te wenig­stens Recht haben. Die Fin­ger, die bis­her auf mich zei­gen, hin­ter­las­sen mich viel­mehr rat­los bis belu­stigt.)

          • „War­um maßt du dir an zu ent­schei­den, was für mich scha­de ist und was nicht“ -
            Wie kommst du dar­auf, daß dies even­tu­ell so sei?
            Gesagt wur­de das nicht, da steht nur : „Scha­de“.
            Wer aller­dings in einer klei­nen lei­der nur ego­zen­tri­sti­schen Hirn­ficke­rei alles grund­sätz­lich auf sich bezieht und ohne über Alter­na­ti­ven nach­zu­den­ken immer meint, es sei er sel­ber in allem zu mei­nen, der hat es schon schwer.
            Weder hat jemand ange­maßt noch ver­sucht zu ent­schei­den, son­dern ich habe fest­ge­stellt, daß etwas „scha­de“ ist, mit etwas Hori­zont­wei­tung hät­test du doch sel­ber sehen kön­nen, für wen das scha­de ist, even­tu­ell für die Pira­ten?
            Du „tickst“ da etwas in frem­de Wor­te hin­ein, ohne zu stol­pern, das könn­te wohl die Manie sein, die die von dir gemeint geschmäh­ten Jour­na­li­sten nicht wesent­lich anders gemacht haben, und Rück­tritt ist eben KEINE Erklä­rung, und erst recht kei­ne Ent­schul­di­gung, son­dern war wohl eher doch nur ein Outing der eige­nen Über­blicks- oder Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, eines nach dem (ver­se­hent­li­chem?) schwur­be­li­gen Polit-comin­gout.
            Nix mit „Ich bin ein Freund der kla­ren Wor­te“, aller­dings so betrach­tet dürf­ten MEINE somit doch recht klar sein, oder wie möch­stest du das sehen?

            DESHALB NUN noch­mals:
            Scha­de, es geht nit.

          • Lus­ru:
            „War­um maßt du dir an zu ent­schei­den, was für mich scha­de ist und was nicht” –
            Wie kommst du dar­auf, daß dies even­tu­ell so sei?
            Gesagt wur­de das nicht, da steht nur : „Scha­de”.

            Und das „scha­de“ bedeu­tet statt­des­sen was? Klär‘ mich auf! „Du hast Unrecht“ ist nicht kon­struk­tiv und hilft nicht wei­ter.

            Wer aller­dings in einer klei­nen lei­der nur ego­zen­tri­sti­schen Hirn­ficke­rei

            Du hast es erkannt: Eine Web­site, die eine ein­zi­ge Per­son frei nach der eige­nen Nase befüllt, ist sehr ego­zen­trisch. Ich schrei­be hier nur das, was ich für rich­tig hal­te. So funk­tio­nie­ren „Web­logs“ und ähn­li­che Inter­net­prä­sen­zen nun mal. Und?

            alles grund­sätz­lich auf sich bezieht und ohne über Alter­na­ti­ven nach­zu­den­ken immer meint, es sei er sel­ber in allem zu mei­nen, der hat es schon schwer.

            Und ob ich es schwer habe, ent­schei­dest du für mich? Wie selbst­los von dir! Zum Glück ist das nicht anma­ßend, von oben her­ab oder gar ein per­sön­li­cher Angriff, son­dern eine sach­li­che, per­so­nen­frem­de Fest­stel­lung, die nichts in mei­ne Per­son rein­in­ter­pre­tiert.

            Du „tickst” da etwas in frem­de Wor­te hin­ein, ohne zu stol­pern

            Und statt hier sei­ten­wei­se Meta­dis­kus­sio­nen dar­über zu füh­ren, wie­so ich irgend­was falsch ver­ste­he oder auch nicht, könn­test du mir mei­nen „Feh­ler“ auch ein­fach mal erläu­tern. Was habe ich denn falsch ver­stan­den, was hast du statt­des­sen gemeint? Klar­text, kein Geschwur­bel bit­te. Ent­we­der du hast ein Inter­es­se dar­an, dass ich ver­ste­he, wor­auf du hin­aus willst, oder nicht, aber dann emp­fin­de ich dei­ne Ana­ly­se als Unver­schämt­heit und emp­feh­le eine Rück­nah­me.

            Also: Du hast gut erkannt, dass ich kei­nen Schim­mer habe, was du mir sagen möch­test. Erklär‘ es mir wie einem Klein­kind, viel­leicht funk­tio­niert das.

            Nix mit „Ich bin ein Freund der kla­ren Wor­te”, aller­dings so betrach­tet dürf­ten MEINE somit doch recht klar sein, oder wie möch­stest du das sehen?

            Nun, offen­bar bin ich zu blö­de, zu ver­ste­hen, was du mir mit „scha­de“ sagen möch­test. Ist die­ses Nach­fra­gen zu unver­ständ­lich für dich?

  2. Eine klei­ne nach­träg­li­che Nach­denk­lich­keit:
    Ver­all­ge­mei­ne­run­gen wie „die Jour­na­li­sten“, „die dum­me Mas­se“ (u. etli­che mehr) samt IMMER AUCH DAZU gehö­ri­gem Denk­Kor­sett zeu­gen nicht gera­de von reich­lich erfolg­rei­chem Orgas­mus bei dei­ner Hirn­ficke­rei, das erin­nert schon eher an Ona­nie nach ste­hen­den toten Bil­dern in anhal­ten­der Kurz­sich­tig­keit anstatt ech­ter agi­ler Hirn­ficke­rei im Leben­di­gen.
    Man kann dabei viel ver­säu­men, in der Regel die Orte, wo ech­te Part­ner auf­lau­fen

      • Nein, nicht noch­ein­mal.
        Da kommt bestimmt eine bes­se­re Gele­gen­heit für einen onenight­stand am Hirn.
        Es wur­de alles sorg­fäl­tig auf­ge­wischt, ein­schließ­lich der Tasten, man wird sehen, wozu es gut oder da war, nur Sub­text, Iro­nie und Sati­re – das erkennt man nicht, das frißt man, ohne ewig drauf rum zu kau­en.
        Und ein ganz klein wenig soll­ten die Wor­te schon auf ihren (eigent­li­chen) Gehalt geprüft wer­den, es gibt blog­ger, mit denen ver­keh­re ich über Zwei­zei­ler, und ande­re, die haben sich wie­der dabei wie­der an (nach)Denken beim Spre­chen und Lesen über Kurz­ge­schich­ten gewöhnt, und die guten, die geblie­be­nen, die wol­len bei­des, je nach Bedarf der The­ma­tik, und man­ches perlt in Sat, Sub und in Iron.

    • Lies doch ein­fach noch­mal dies hier Vor­ste­hen­de, oder bes­ser: alles from the begin­ning.
      Dei­ne letz­ten Fra­gen und evtl. Vor­wür­fe klä­ren sich dann von allein, zumal hier von mir kei­nes­falls Bas­hing betrie­ben wur­de – evetu­ell kannst wenig­stens soet­was erken­nen.
      Auch soll­ten wir eine Pau­se zur Abküh­lung ein­le­gen, wenn du mehr Auf­klä­rung bean­spruchst, denn hier wur­de von mir immer­hin an KEINER Stel­le über das von dir an Ande­ren ange­leg­te Maß kri­tisch-iro­ni­scher Mei­nungs­äu­ße­rung hin­aus aus­ge­teilt, und dein Maß­stab soll­te doch zumin­dest von dir selbst AUCH erträg­lich sein, auch wenn genau das offen­sicht­lich bei dir ziem­lich unge­wohnt zu sein scheint.
      Vor­laut darf, ja muß man gele­gent­lich sein, um zu rüt­teln, nur wer grund­sätz­lich vorn­weg damit ist, hat gele­gent­lich eben kei­ne Zeit mehr, über sei­ne Mei­nung auch so zu reflek­tie­ren, daß das Gesag­te nicht nur „laut“ geräuscht, aber das soll­test du ja gut ken­nen.

      Also:
      Nichts für ungut – klei­ne Hirn­ficke­rei gemacht, Orgas­mus noch unge­klärt, Ärger legt sich von allein, wenn du ALLES von mir Gesag­te zusam­men betrach­test, auch „Geschwur­bel­tes“ schwur­belt manch­mal im Hirn her­um, wie ich gera­de fest­stel­len konn­te.
      Und ande­re ken­nen dich, ent­we­der nicht, oder anders, oder bes­ser, so daß mei­ne Sicht für dich doch nit so wich­tig zu sein brauch, wo du es doch für sowas von out ansiehst …
      Feri­en

      • Fra­gen, die sich von allein klä­ren, stel­le ich nicht. War­um drückst du dich vor einer Ant­wort? Soll­test du das nicht tun, gib sie mir doch ein­fach. Ich habe bereits dar­um gebe­ten, Meta­dis­kus­sio­nen durch Hand­fe­stes zu erset­zen. Dei­ne Ant­wort dar­auf ist ein wei­te­res hilf­los wir­ken­des Geschwur­bel. Das regt mich nicht weni­ger auf als vor­her. Das ist aller­dings tat­säch­lich unge­wohnt: Kom­men­ta­to­ren, die was zum Arti­kel selbst zu sagen haben und sich dann nicht auf den Inhalt, son­dern auf mei­ne Mei­nung, die dahin­ter steht, stür­zen, sich dabei äußerst unglück­lich in For­mu­lie­run­gen ver­grei­fen und bei Ver­ständ­nis­fra­gen nur mit den Ach­seln zucken. Das ist sehr, sehr anstren­gend.

        Wenn du kei­ne Lust auf Dis­kurs hast und nur lan­ge Sät­ze ins Inter­net blä­hen möch­test, benut­ze dafür bit­te nicht mei­nen Kom­men­tar­be­reich. Wenn du Lust auf Dis­kurs hast, beant­wor­te mei­ne Frage(n). Soll­test du sie ver­ges­sen haben, stel­le ich sie noch ein­mal, jeden­falls eine davon: Was genau betrach­test du als „scha­de“?

        Ich habe mir tat­säch­lich die­ses sehr ein­sei­ti­ge „Gespräch“ noch mal ange­tan und ver­ste­he immer noch nicht, was du bedau­erst. Dass ich weni­ger wir­ke als Georg Schramm? Offen­bar nimmt man mich zumin­dest ern­ster, so scha­de ist das nicht. Was also sonst?

        Hilf mir doch mal auf die Sprün­ge, statt dich zu ver­ren­nen.

  3. Nach­trag und Kurz­fas­sung anhand von

    „Ich rich­te mei­ne Posi­tio­nen nicht nach dem größt­mög­li­chen Dis­sens. Es wird immer eine bescheu­er­te Grup­pe von Men­schen geben, die selbst dann noch breit grinst, wenn man ihnen die Zäh­ne mit einem Del­ta­schlei­fer ver­kürzt. Das will­kom­me­ne Publi­kum für den Sati­ri­ker ist eines, das den Witz nicht ver­steht.“

    Die Sache ist ein­fach: Das Publi­kum eines Sati­ri­kers wech­selt, und das nicht nur von Event zu Event, son­dern auch inner­halb der Events, ja sogar mehr­mals im Lau­fe des Ver­lau­fes eine Even­tes, und das sogar inner­halb des ein­zel­nen Besu­chers – oder:
    Es gibt die­se „eine bescheu­er­te Grup­pe von Men­schen“ nicht, nie und nir­gend­wo, da alles „hete­ro“ und nicht homo­gen und erst recht nicht dau­er­haft ist – Die­se und alle ande­ren „Grup­pen“ mischen sich per­ma­nent neu und prä­sen­tie­ren lau­fend völ­lig ande­re Sicht­wei­sen und das nur zeit­wei­lig.

    Und da liegt der Punkt in dei­ner Sicht, so wie sie dein Text wie­der­gibt:
    Du unter­stellst sta­tisch ange­bun­de­ne und homo­ge­ne Grup­pen, unter­teilst Mensch in sol­che, und DAS ist es, was scha­de ist.
    Schramm macht das nicht, der ope­riert immer nur mit sach­lich und zeit­lich fest begrenz­ten (Ziel)„Gruppen“, also „zeit­wei­lig von ihm „kreir­te“, die er nur in die­sem Moment als exi­stent anspricht, denn danach gibt es neue, ande­re „Grup­pen“, die völ­lig neue Betrach­tungs­wei­sen und Posi­tio­nen ver­lan­gen …
    Schramm unter­stellt schon im Ansatz Wan­del, du erkennst even­tu­ell eine zu fest gefüg­te Welt, ein­mal doof – immer doof, ver­kennst den Wech­sel und Wan­del der z.B. sich wan­deln­de Doof­heit im ein­zel­nen Men­schen oder inner­halb und zwi­schen den Grup­pen, die i.d.R stets sach­lich nur sequen­ti­ell und nie pau­schal erscheint.
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    was jedoch nie unver­än­der­lich ist
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    • Moment, Moment – Man­fred (mag ich nicht) oder Julia (mag ich noch weni­ger) Schramm? So viel Dif­fe­ren­zie­rung ist schon nötig.

  4. Hm,
    die Julia wohl eher nit, die hat (und macht gern) „ande­re Sor­gen“ und so auch weder sati­ri­sche noch irgend­wel­che Grup­pen­qua­li­tä­ten von erkenn­ba­rem Bestand.
    Man­che pro­du­zie­ren halt bereits Sati­re, wenn sie nur öffent­lich schram­meln.
    Ande­re umge­hen jede Sati­re, um der Ernst­haf­tig­keit ihres Anlie­gens nicht zu scha­den und ver­wan­deln sich in einen „poli­ti­schen Geschäfts­füh­rer“ – was nicht unin­ter­es­sant aber müh­sam und in der Regel undank­bar ist („…mag ich nicht …“) – nein, auch den Man­fred nicht.
    Wenn du mei­ne Wor­te ver­ste­hen willst, musst du sie auf den Georg bezie­hen, Georg Schramm, den Schramm der kla­ren ein­deu­ti­gen Wor­te, frisch geschärft und nur sel­ten miss­glückt …
    der weiss, wie Hirn­ficken geht, hört gar­nicht mehr auf in die­sem sei­nem Tem­po …,
    das wegen des Dif­fe­ren­zie­rens
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