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Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 28. Okto­ber 2023

„Die Mar­ke Fri­days for Future“, kol­por­tie­ren Qua­li­täts­me­di­en, sei „kaputt“ und/oder „irrepa­ra­bel beschä­digt“, weil deren Gali­ons­fi­gu­ren den Nah­ost­kon­flikt dif­fe­ren­ziert („anti­se­mi­tisch“) betrach­ten. Der Umstand, dass die „Kli­ma­be­we­gung“ von der NGO zur „Mar­ke“ avan­ciert wur­de, stört offen­bar erst jetzt auch die Medi­en­ma­cher. Sozia­le Bewe­gun­gen ver­lie­ren ihren Sog, sobald sie als Shirt­mo­tiv eta­bliert sind. Allein – das stimmt:

Wer eine Bewe­gung star­tet, muss immer ein­prei­sen, dass sie nicht nur Spin­ner anzieht, son­dern auch kom­plett Ver­wirr­te.

Ter­ti­um non datur.


Zu Beginn der Woche unter­hielt ich mich in pri­va­tem Rah­men über Kam­mer­mu­sik und deren neu­zeit­li­che Inter­pre­ta­ti­on der Kam­mer­rock­mu­sik. Es ist schön, dass mich das dazu ver­lei­tet hat, noch­mals mit einem ande­ren Ohr an Uni­vers Zero, Art Zoyd und Pre­sent her­an­zu­tre­ten. Eine gute Jah­res­zeit dafür hat’s immer­hin: Die­se Düster­klas­sik stimmt mich doch etwas klau­stro­pho­bisch.


Apro­pos: Uni­vers Zero fei­ern näch­ste Woche ihr fast 50-jäh­ri­ges Bestehen mit einem neu­en Album. Die ersten ver­füg­ba­ren Aus­schnit­te holen mich ab. So viel Zeug, so wenig Zeit.


Bei ALDI Nord gab es kürz­lich Lorem Ipsum (versch. Sor­ten). Der Kampf der klei­nen Händ­ler gegen Ama­zon nimmt erbit­ter­te Züge an. (Dan­ke, E.!)


Der „Kicker“ frägt: „Wird die Bun­des­li­ga zur Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft?“ Irgend­was an die­ser Über­schrift scheint mir unüber­legt zu sein, aber ich kom­me nicht dar­auf.


Fan­ta­sti­sche Idee der Deut­schen Bahn: Mehr Über­wa­chungs­ka­me­ras über­all und wenn man ein Smart­phone hat, kann man nicht nur den Not­ruf über das alt­mo­di­sche Tele­fon abset­zen, son­dern auch eine voll prak­ti­sche „App“ ver­wen­den:

Die „SafeNow“-App steht ab sofort kosten­los im App Store und Goog­le Play Store zum Down­load bereit. Im Fal­le von Gefah­ren oder Not­fäl­len kann der Nut­zer mit­tels der App einen Not­ruf abset­zen, wobei auto­ma­tisch der Stand­ort an die DB-Sicher­heits­zen­tra­le über­mit­telt wird.

Viel bes­ser als frü­her. Es ist immer­hin zweinull und cyber.

Die zusätz­li­chen Über­wa­chungs­ka­me­ras sol­len dazu bei­tra­gen, Straf­ta­ten zu ver­hin­dern und poten­zi­el­le Täter schnel­ler zu iden­ti­fi­zie­ren.

Wet­ten, das klappt nicht?


War­um steht Groß­bri­tan­ni­en eigent­lich noch auf kei­ner Sank­ti­ons­li­ste?


Wäh­rend die Par­tei­ba­sis auf Mast­o­don zu dem Schluss gekom­men ist, dass das Ein­zi­ge, was die Pira­ten­par­tei noch ret­ten kön­ne, ein Auf­stand der sich „woke“ Nen­nen­den sei, lei­stet deren EU-Abge­ord­ne­ter wei­ter­hin soli­de Arbeit: Die anlass­lo­se Über­wa­chung ver­meint­lich ver­schlüs­sel­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on wird wohl nicht kom­men. Dass man sol­che Fest­stel­lun­gen gegen den Wil­len hoch­ran­gi­ger Poli­ti­ker tref­fen muss, ist indes Teil des Pro­blems.