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Flakes — Swinton // Die weiße Iris (Wdh.)

Montagsbaum

Es ist Mon­tag. Let­zte Woche traf der neue Aster­ixband „Die weiße Iris“ in mein­er Samm­lung ein, und während bere­its sein Erwerb ein untrüglich­es Zeichen dafür sein dürfte, dass ich nur noch wenige Monate davon ent­fer­nt bin, ein wirr brabbel­nder Greis zu wer­den, lässt er mich bere­its jet­zt grantel­nd zurück. Das ist doch alles schon mal da gewe­sen, „Stre­it um Aster­ix“ und „Der Seher“ erzählen let­z­tendlich die gle­iche Geschichte. Ander­er­seits: Nach „Gal­lien in Gefahr“ traue selb­st ich mich nicht mehr, allzu viel Neues zu erwarten. Son­st wird es nicht gut.

Auch nicht neu: Alles Hitler außer Budapest. Dass es einiger­maßen schw­er ist, ein zumin­d­est innereu­ropäis­ches Land zu find­en, dessen Infra­struk­tur und Gesellschaft, allen dor­ti­gen Hitlereien zum Trotz, noch abgewirtschafteter ist als die hiesige, kön­nte zu denken geben, aber es wird nicht gedacht. Ander­swo in Europa ist es bess­er als hier? Klar­er Fall: Ein­fach mehr Europa sein. Nicht in Deutsch­land was ändern, son­dern mehr „aber wir sind ja eigentlich auch Europa“ in die Poli­tik tra­gen. Mit so was feiern ulkige Spaß­parteien wie Volt und die CDU/CSU Achtungser­folge: Hier ist alles gut. Hier ist ja Europa. Inter­net zu schlecht? Mies­macherei. Städte kaputt? Ja, das waren immer die Vorgänger. Die Anderen. Außer, die Vorgänger waren SPD und Grüne. Dann gibt es gar kein Prob­lem.

Manch­mal, jahreszeit­e­nun­ab­hängig, betreibe ich dig­i­tal­en Früh­jahrsputz. Gestern zum Beispiel habe ich eine neue RSS-Lese-app auf meinem Smart­phone instal­liert, weil die alte (obwohl auch weit­er­hin nicht schlechte) unbe­d­ingt ein Abon­nement haben will und ich die Anzahl an Abon­nements gern bei möglichst geringem Ver­lust an Leben­squal­ität reduzieren möchte. „Sind doch nur ein paar Euro“ sind doch ein paar viele Euro, wenn man das erst mal oft genug macht. — Der „Guardian“ ist da ein­er ganz heißen Sache auf der Spur: Tauben, zitiert er eine Studie, lösen Prob­leme fast so wie eine „kün­stliche Intel­li­genz“. Man kön­nte fast meinen, natür­liche Intel­li­genz sei von Com­put­ern inspiri­ert. Ach nee, das war ander­srum, oder?

Das Polizeiprä­sid­i­um Mannheim informiert: Ein Kind wurde von ein­er Aut­o­fahrerin „touch­iert“ und her­nach von dem dazu gehören­den Fahrzeug „abgewiesen“. Es waren leichte Verkehrs­beein­träch­ti­gun­gen festzustellen. Ganz schön frech von dem Kind.

Apro­pos Verkehr: Am 9. Novem­ber — also dem­nächst — bietet der Queer­refer­at an den Aach­en­er Hochschulen e.V. einen work­shop zum The­ma sex­uelle Atemkon­trolle an. — Nee, Unsinn. Apro­pos Verkehr: Am 3. Novem­ber — also dem­nächst — ist Welt­män­nertag. Man wird sehen, wie sich das auf die Zahl der Auto­touch­ierun­gen auswirkt.

Swin­ton-Flakes

Guten Mor­gen.