NerdkramsNetzfundstücke
Beim #rC3 ist das Inter­net voll.

Die­ser Arti­kel ist Teil 12 von 15 der Serie Congresskrise(n)

Schlech­te Nach­rich­ten für die­je­ni­gen, die immer noch einen Unter­schied zwi­schen CeBIT und Cha­os Com­mu­ni­ca­ti­on Con­gress zu ken­nen glau­ben: Es ist wie­der einer weniger.

Tickets wer­den für den Log­ged-In-Bereich benö­tigt, der die Inter­ak­tio­nen zwi­schen den Teil­neh­men­den, Work­shop­teil­nah­men und das Ent­decken der Assem­blies-Flä­chen und ein paar Über­ra­schun­gen für Euch ermöglicht.

Weil die moder­nen Kon­zep­te von Inter­ak­ti­on zwi­schen Onlinen­ut­zern (IRC, seit 1988), Stän­de­gucken (GIF, seit 1987) und man­chem mehr aber für tech­nik­fer­ne Men­schen, wie sie die Ziel­grup­pe des rC3 nun mal sind, nicht mehr so recht ska­lie­ren, seit man jeden Quatsch unbe­dingt in den Web­brow­ser ver­la­gern will und der nun mal nur wenig Last aus­hält, ist das welt­wei­te Netz plötz­lich ganz schön eng:

Aktu­ell sind alle Tickets für die rC3 ausverkauft.

Das pas­siert eben, wenn man sich das Netz von der Tele­kom legen lässt.

In den NachrichtenPolitik
Fatah­kom­ple­xe

Dass ich das Wort „Het­ze“ für sich auf einem sprach­li­chen Niveau mit dem min­de­stens eben­so belieb­ten „Kack­schei­ße“ befin­dend hal­te, habe ich im Bekann­ten­kreis gele­gent­lich ohne ersicht­li­chen Wider­spruch ange­merkt. Das hält die Nach­wuchs­or­ga­ni­sa­ti­on der SPD, die auch sonst lei­der nicht auf mich hört, nicht davon ab, „für Völ­ker­ver­stän­di­gung gegen Het­ze“ zu demon­strie­ren.

Das ist beson­ders bemer­kens­wert, weil die­sel­be Orga­ni­sa­ti­on am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de die Fatah-Jugend zur Schwe­ster­or­ga­ni­sa­ti­on erko­ren hat, deren Bei­trag zur Völ­ker­ver­stän­di­gung dar­in besteht, das Land Isra­el als nicht sou­ve­rä­ni­täts­wür­dig dar­zu­stel­len. Zwar könn­te man die Fatah-Jugend des­halb ange­sichts der Außen­po­li­tik Isra­els als anti­fa­schi­sti­sche Orga­ni­sa­ti­on akzep­tie­ren, aber die­se Ansicht ist wie­der­um umstrit­ten, wie man heut­zu­ta­ge zu Ansich­ten sagt, die nicht von jedem Mit­glied des ein­fa­chen Bür­ger­tums geteilt werden.

Mich über­rascht ja der aus­blei­ben­de Men­schen­auf­lauf (mmmh: Auf­lauf) vor SPD-Par­tei­ta­gen. Was muss noch alles passieren?

MusikNetzfundstücke
2020 unwrap­ped.

Blog­ger, Jour­na­li­sten und Radio­kas­per fra­gen momen­tan zahl­reich und meist in fürch­ter­li­chem Deutsch:

Doch wie viel Musik hast Du in (sic! A.d.V.) 2020 tat­säch­lich gestreamt?

Man sol­le hier­für bei Spo­ti­fy, einem bekann­ten Künst­ler­schlecht­be­zah­ler, nach­se­hen, das ein ent­spre­chen­des Ange­bot vorhalte.

Ich habe das mal gemacht; und kon­se­quent weist mich Spo­ti­fy gen­dernd dar­auf hin, dass ich gefäl­ligst erst mal anfan­gen soll­te, Musik zu hören, bevor ich da Infor­ma­tio­nen bekom­me. Aber ich kön­ne ja so lan­ge erst mal Musik hören, die ande­re Leu­te mögen, doch lei­der krie­ge ich von die­ser Art von Beschal­lung regel­mä­ßig Hirnspliss.

Nichtrückblick

Ein ande­rer Blog­ger, der nicht dau­ernd von mir ver­linkt wer­den möch­te, hat­te letz­te Woche einen Screen­shot von Last.fm in einem sei­ner Bei­trä­ge ver­wur­stet, dem­zu­fol­ge ich immer­hin 100 Pro­zent neue Künst­ler auf­zu­wei­sen habe, denn ich gehö­re zu den Men­schen, die ungern – sofern es nicht um die Alben für die Insel geht – etwas erneut hören, was sie schon ken­nen. Als mein Album des Jah­res scheint sich das aktu­el­le von Insect Ark her­aus­zu­schä­len, über das ich hier noch nichts geschrie­ben habe, weil ich mir dafür Zeit und Muße neh­men muss und wir haben ja Coro­na und da ist bei­des eher knapp.

Mein per­sön­li­cher Jah­res­rück­blick – die meist­ge­hör­ten Alben, nicht unbe­dingt auch die besten – steht jeden­falls im Plat­ten­schrank. Scha­de, dass der nicht smart ist und dau­ernd irgend­was im Inter­net visua­li­sie­ren will; oder auch: gut so.

In den NachrichtenMusik
Das Igno­ran­ten­blut­bad

Erst Coro­na und jetzt auch noch das:

Man­che haupt­be­ruf­li­chen Streame­rin­nen und Streamer

, das muss man ja erst mal sacken las­sen: es gibt tat­säch­lich Men­schen, die haupt­be­ruf­lich ihr Geld (ech­tes Geld!) damit ver­die­nen, sich dabei fil­men zu las­sen, wie sie irgend­wel­che Pixel abknal­len, und/​oder sich bei son­sti­gen Com­pu­ter­ak­ti­vi­tä­ten (Paint, Face­book, Por­nos­gucken) zugucken zu las­sen, was im Lebens­lauf bestimmt auch ori­gi­nell aus­sieht und mir eigent­lich einen Exkurs zum The­ma Arbeits­lo­sen­zah­len erlaub­te, aber die­ser Exkurs hier ist jetzt schon zu lang, also wei­ter im Zitat,

schrie­ben, dass ihr Lebens­werk aus­ge­löscht werde.

Nun steht es aus­ge­rech­net mir sicher­lich nicht zu, das Lebens­werk ande­rer Men­schen zu bewer­ten. (Brot und) Spie­le sind ja durch­aus auch für die Gesell­schaft des 21. Jahr­hun­derts von Wert. Aber was ist denn über­haupt passiert?

Über­ra­schend hat sich her­aus­ge­stellt, dass man, wenn man öffent­lich etwas vor­führt, dar­auf ach­ten soll­te, dass die Ver­wer­tungs­rech­te ein­ge­hal­ten wer­den. Wer Kin­der Lie­der sin­gen lässt, mit deren Ver­mark­tung jemand sonst Geld ver­dient hät­te, der wird danach von der GEMA zur Kas­se gebe­ten. Isso.

Zwar ist ein Strea­ming­ver­tei­ler kein Markt­platz, aber die Rechts­la­ge ist ähnlich:

Der Grund für den Kahl­schlag ist der Digi­tal Mill­en­ni­um Copy­right Act, kurz DMCA. (…) Juri­stisch gese­hen ist die Musik­lob­by im Recht: Anders als You­Tube oder Face­book hat twitch bis­lang kei­ne Abspra­che mit den gro­ßen Musik­la­bels abge­schlos­sen, die eine freie Nut­zung von Musik in den Streams erlau­ben würde.

Denn man kann ja von auf­merk­sam­keits­ar­men Strea­mern und ihren Zuschau­ern nicht erwar­ten, dass sie sich auf das Gesche­hen auf dem Bild­schirm und viel­leicht das Gequat­sche des Strea­mers kon­zen­trie­ren; man muss schon Musik dazu hören, und zwar wel­che, die der zu gro­ßen Men­ge aus Ver­markt­ba­rem ent­sprin­gen. Wie das aber so ist: Wo unter einem Krieg die Kin­der am mei­sten lei­den, wie der Volks­mund unter völ­li­ger Igno­ranz des Wohl­erge­hens der Sol­da­ten annimmt, da lei­den unter der Rech­teigno­ranz die Igno­ran­ten am meisten.

Die Leid­tra­gen­den des Kon­flikts sind die Strea­men­den: Sie müs­sen wei­ter­hin mit der Unsi­cher­heit leben, nicht zu wis­sen, wel­che Musik im Hin­ter­grund eigent­lich erlaubt ist und wel­che nicht.

Strea­men­de schei­nen also auch sonst nicht zu den Klü­ge­ren zu gehö­ren, denn bereits gerin­ger Grund­ver­stand lässt anneh­men, dass ange­sichts der Exi­stenz der Musik­in­du­strie (die ihren Namen auch sonst nicht zu Unrecht trägt) und – bei hier hei­mi­schen Strea­mern – der GEMA jede Art von Musik im Hin­ter­grund nicht erlaubt ist, bei der nicht aus­drück­lich dran­steht, dass sie frei ver­wend­bar ist.

Ande­rer­seits haben wir es hier mit Men­schen zu tun, deren Lebens­werk – aber ich woll­te mich dar­über ja nicht aus­las­sen. Zumal:

[V]iele Spie­le ent­hal­ten Musik, die von den Rech­te­inha­bern exklu­siv für die Ver­wen­dung im Spiel lizen­ziert wur­de – aber eben nicht dafür, dass sie über Umwe­ge in einem Live­stream lau­fen. (…) Let’s Plays und Live­streams sind mitt­ler­wei­le Teil des Mar­ke­tings, teil­wei­se wer­den bekann­te Strea­mer von den Spie­le­stu­di­os bezahlt, damit sie ein neu­es Game vor der Kame­ra (…) spielen.

Mög­li­cher­wei­se hat all das inso­fern auch sein Gutes: Viel­leicht wird You­Tube nach dem Abeb­ben der Flut an Zuguck­spie­lern bald wie­der inter­es­san­ter. Das hät­te ja auch mal Charme.

In den NachrichtenMontagsmusik
Hint – 100% White Puz­zle /​/​ Leisu­re-Suit-Lar­ry-Ter­ro­ri­sten

^_^Es ist Mon­tag. Aser­bai­dschan ent­behrt, ent­neh­me ich der inter­na­tio­na­len Bericht­erstat­tung, zwar eines hin­rei­chend gro­ßen Gehe­ges für Pan­da­bä­ren, nicht aber eines zumin­dest schlag­fer­ti­gen Prä­si­den­ten. Scha­de, dass es dort so unru­hig ist.

Der „Anti“-Terrorbeauftragte der besten Euro­päi­schen Uni­on, die man für Geld kau­fen kann, gräbt das unto­te Video­spie­le­ver­bot wie­der aus, denn Ter­ro­ri­sten könn­ten sie zur „Vor­be­rei­tung von Anschlä­gen“ nut­zen. Jedes Mal, wenn ich so etwas lese, fra­ge ich mich ver­wun­dert, wel­che exi­stie­ren­den Spie­le eigent­lich auf wel­che Art halb­wegs lebens­nah „auf Anschlä­ge vor­zu­be­rei­ten“ imstan­de wären; alle Spie­le mit Waf­fen dürf­ten schon mal raus sein, denn in kei­nem mir bekann­ten Spiel ver­hält sich eine Waf­fe wie im ech­ten Leben. Flap­py Bird? Trans­port Tycoon? – Ich glau­be ja, dass die Bun­des­wehr viel bes­ser auf Anschlä­ge vor­be­rei­tet als ein Com­pu­ter­spiel. Die Bun­des­wehr wird – anders als Com­pu­ter­spie­le – näch­stes Jahr übri­gens teu­rer als erwar­tet. Könn­te die EU mal ange­hen, das Problem.

Im Aus­land küm­mert man sich der­weil um grö­ße­re Pro­ble­me: Es wird davon abge­ra­ten, sein Haus mit poten­zi­ell unsi­che­rer smar­ter Gerät­schaft voll­zu­stel­len. Nun geht es um die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, der Zyni­ker in mir ver­kneift sich aber trotz­dem einen nicht sehr freund­li­chen Kom­men­tar zum The­ma Todes­stra­fe. Aus­nahms­wei­se fin­de ich die dor­ti­ge Gesetz­ge­bung aber durch­aus vorbildlich.

Die deut­sche hin­ge­gen ist auch wei­ter­hin selt­sam: In Ber­lin darf man der­zeit nur in grö­ße­rem Rah­men trau­ern, wenn man einen unsicht­ba­ren Freund hat. Das trifft sich gut: Mein unsicht­ba­rer Freund ist die Musik.

Hint 100% White Puz­zle – 08 – 100% White puz­zle (french elec­tro indu­stri­al rock noi­se band)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPolitik
Si vis pacem, para bel­lum. (13)

Wäh­rend einer­seits monate‑, gar jah­re­lang dar­auf gepocht wur­de, dass man der Poli­zei mög­li­cher­wei­se ein paar Befug­nis­se ent­zie­hen soll­te, weil in ihr poli­tisch radi­ka­le Umtrie­be sich besorg­nis­er­re­gend häuf­ten, wur­de mei­ner Ableh­nung der Bun­des­wehr, eines ana­chro­ni­sti­schen Relikts aus dem Kal­ten Krieg, stets mit Miss­ach­tung begeg­net. Die Bun­des­wehr sei immer­hin wich­tig, sie schüt­ze vor Coro­na, fische Flücht­lin­ge aus dem Meer, küm­me­re sich um Kran­ke und so weiter.

Dage­gen hät­te ich auch nichts ein­zu­wen­den, näh­me man den Knall­köp­fen wenig­stens die Waf­fen weg, denn die sind das wesent­li­che Pro­blem, das ich mit der Bun­des­wehr habe. Aber das kön­ne man ja nicht machen. Das sei was völ­lig ande­res als die Poli­zei. Die Poli­zei sei vol­ler rech­ter Chat­grup­pen und die Bun­des­wehr sei gera­de sehr wich­tig. Wegen Putin. Und Coro­na. Und Putin. Da darf die doch auch ger­ne mal gra­tis im Zug mitfahren.

Scha­de aber:

Die Bun­des­wehr hat Ermitt­lun­gen wegen einer Chat­grup­pe von Sol­da­ten ein­ge­lei­tet. (…) Zuletzt hat­ten immer wie­der rechts­ex­tre­me Umtrie­be von Bun­des­wehr­sol­da­ten für Schlag­zei­len gesorgt.

Ja, ich weiß es ja: Schwer (mit, zuge­ge­ben, schlecht funk­tio­nie­ren­den Waf­fen) bewaff­ne­te Rechts­ra­di­ka­le sind unse­re ein­zi­ge Chan­ce gegen Putin. Und Coro­na. Und Putin. Bloß nicht auf­lö­sen. Ist ganz wich­tig, die Bun­des­wehr. Wer soll das denn sonst machen – das THW etwa? Pah, die haben doch nicht mal Panzer!

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
… oder soll man es lassen?

2019:

Denn die zum Teil höchst emo­tio­nal geführ­te Aus­ein­an­der­set­zung dar­über, ob es medi­en­ethisch legi­tim ist, die Pro­ble­me der Flücht­lings­auf­nah­me von Schlep­per­boo­ten nahe der afri­ka­ni­schen Küste im Rah­men eines Pro & Con­tras abzu­han­deln, reich­te bis in die Zeit-Redak­ti­on und wur­de intern kon­tro­vers dis­ku­tiert. Auf­be­rei­tung und Arti­kel-Über­schrift hat­te die Chef­re­dak­ti­on als „kla­re Fehl­ent­schei­dung“ bezeich­net und sich hier­für öffent­lich bei den Lesern entschuldigt.

2020:

Die Femi­ni­stin Pau­li­ne Har­man­ge plä­diert für Män­ner­hass. Denn: Män­ner sei­en gewalt­tä­ti­ge, ego­isti­sche, fau­le und fei­ge Wesen. Hat sie recht? Ein Pro und Contra.

Ich hal­te Pau­li­ne Har­man­ge ja für ein emo­tio­nal gewalt­tä­ti­ges, ego­isti­sches, fau­les und fei­ges Wesen. Ange­bo­te für einen Buch­ver­trag bit­te ich direkt in den Kom­men­ta­ren zu hinterlassen.

In den Nachrichten
Ein­bruchs­schutz dank Lockdown

Wann immer ich die­ser Tage einen deut­schen Jour­na­li­sten das Wort „Lock­down“ ver­wen­den höre oder lese, obwohl er doch allen­falls „Shut­down“, höchst­wahr­schein­lich aber „Kon­takt­be­schrän­kun­gen“ mei­nen kann, emp­feh­le ich wärm­stens einen Blick nach Öster­reich, wo Ein­bre­cher und Die­be sich zur­zeit eines drit­ten Ver­ge­hens schul­dig machen, da Ein­bruch – selbst, wenn er haupt­be­ruf­lich statt­fin­det – kei­ne hin­rei­chen­de Aus­nah­me für das Ver­las­sen der eige­nen Woh­nung darstelle.

In den Nachrichten
Ster­be­ver­bot post mortem

An der Uni­ver­si­täts­kli­nik Essen min­der­te ein Arzt unlängst das Leid Ster­ben­der. Der Uni­ver­si­täts­kli­nik Essen und dem Gesetz­ge­ber gefällt das nicht:

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag, den 20. Novem­ber 2020, infor­mier­ten die Uni­ver­si­täts­me­di­zin Essen und die Staats­an­walt­schaft mit der Poli­zei Essen dar­über, dass sich ein am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Essen seit Febru­ar 2020 beschäf­tig­ter Arzt in Unter­su­chungs­haft befin­det. (…) Es besteht der Ver­dacht, dass der Medi­zi­ner zwei schwerst­kran­ken Men­schen vor­sätz­lich und rechts­wid­rig Medi­ka­men­te in deren letz­ter Ster­be­pha­se ver­ab­reicht hat, die zu deren Tod führten.

Auch Hin­ter­blie­be­ne und Ange­hö­ri­ge sei­en empört, dass die Ster­ben­den völ­lig über­ra­schend tot sei­en und nicht noch unnö­tig lan­ge vor sich hin­ve­ge­tie­ren mussten:

Unse­re Gedan­ken und unse­re Anteil­nah­me gel­ten den Hin­ter­blie­be­nen der Ver­stor­be­nen. Der Ver­lust ihres gelieb­ten Ange­hö­ri­gen allei­ne ist schon extrem schmerz­haft. Dar­über dann aber auch noch in den Medi­en lesen zu müs­sen, ver­bun­den mit den ein­lei­tend genann­ten Vor­wür­fen, das ist sicher­lich nur sehr schwer zu ertragen.

Kann man ja ver­ste­hen: Da berei­tet man sich men­tal dar­auf vor, dass das Able­ben eines ande­ren Men­schen noch quä­lend lan­ge dau­ern wird, und dann beschleu­nigt ein Unmensch die­sen Vor­gang. Da hat man sich ja ganz umsonst gefreut, noch lan­ge zugucken zu dür­fen. Hof­fent­lich wird der Spaß­ver­der­ber bis an sein Lebens­en­de weggesperrt.

Was genau unter­schei­det den Men­schen eigent­lich vom Tier?

In den Nachrichten
Was ficht euch an?

Deutsch­land:

Mit dra­ma­ti­schen Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf unse­re Wäl­der rech­net der Tier­öko­lo­ge Peter Bie­der­mann: In Flach­la­gen könn­te es bald kei­ne Fich­ten mehr geben.

Auch Deutsch­land:

Der Weih­nachts­baum im XXL-For­mat für den Platz vor dem Ber­li­ner Reichs­tag ist am Mon­tag im Harz gefällt wor­den. (…) Es han­de­le sich um einen schön gleich­mä­ßig gewach­se­nen Baum mit präch­ti­ger Krone.

Kom­men sich christ­lich Sozia­li­sier­te ange­sichts sol­chen Brauch­tums eigent­lich manch­mal auch sack­däm­lich vor?

NerdkramsNetzfundstücke
Vinyl <3 (11): Nicht fest, nur Platte

Falls mei­ne bis­he­ri­gen Bei­trä­ge betreffs der Vor­tei­le eines Plat­ten­spie­lers noch nicht über­zeu­gen konn­ten, ist hier noch einer:

Die mei­sten PCs wer­den nor­ma­ler­wei­se von ihrem pri­mä­ren Spei­cher­me­di­um gestar­tet, sei es eine Fest­plat­te oder eine SSD, viel­leicht aus dem Netz­werk, oder der USB-Stick oder die Boot-DVD kommt – wenn alles ande­re fehl­schlägt – zum Ein­satz… spa­ßig, oder? Lang­wei­lig! War­um ver­su­chen wir zur Abwechs­lung nicht mal von einem Plat­ten­spie­ler zu booten?

(Übel­set­zung von mir.)

In den NachrichtenMontagsmusik
END – Alas­ka /​/​ Kein Wahl­recht für Kindsköpfe

In Ermangelung von Eulen: Darf es eine Ente sein?Es ist Mon­tag. Die Online-„FAZ“ titel­te gestern auf­grund der der­zei­ti­gen Coro­na­si­tua­ti­on, der Novem­ber daue­re län­ger. Na gut, also wenig­stens kein Niko­laus die­ses Jahr; als Chri­sten­tums­skep­ti­ker nimmt man ja jede gute Nach­richt, die man krie­gen kann. Auch gut: In einem Frank­fur­ter Lokal wer­den die der­zeit aus­blei­ben­den Gäste durch Pan­da­bä­ren ver­tre­ten. Wie viel Geld kann man eigent­lich für ein paar Stan­gen Bam­bus verlangen?

Man möch­te, ent­neh­me ich den Nach­rich­ten, sowohl die AfD ver­bie­ten als auch das Wahl­recht für Unter-18-Jäh­ri­ge ein­füh­ren, was mich amü­siert, denn man­cher­orts wäre die AfD bei Unter-18-Jäh­ri­gen stärk­ste Kraft. Viel­leicht doch nicht so klug, die Idee? – Was anson­sten pas­siert, wenn man Kinds­köp­fen das Wahl­recht gibt, hat man gestern in Ber­lin gese­hen: Man­che demon­strier­ten gegen die als zu scharf emp­fun­de­nen Coro­na­maß­nah­men, ande­re reck­ten ihre Mit­tel­fin­ger und tril­ler­pfif­fen, denn eine inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung ist nicht jeder­manns Sache. Es ist schon selt­sam, dass Coro­nal­eug­ner so viel Zulauf fin­den, obwohl die Gegen­sei­te sie doch so über­zeu­gend niveau­arm belei­digt. Man könn­te fast mei­nen, ein aus­ge­streck­ter Mit­tel­fin­ger eig­ne sich gar nicht zur Mei­nungs­än­de­rung. Selt­sam. Was genau war noch mal das Pro­blem mit Donald Trump: dass er zu plump war?

Apro­pos: Danie­la Dahn beant­wor­tet unge­fragt, ob wir die USA noch brau­chen, und bejaht, weil ein schlech­tes Vor­bild immer­hin auch ein Vor­bild sei, ver­wech­selt dabei aber die USA mit Ame­ri­ka. Ist nur Jour­na­lis­mus, da muss man das nicht unterscheiden.

Bei „ZEIT Cam­pus“ schließ­lich wird man gewarnt: Men­schen wer­den zu Mas­sen­mör­dern oder Musik­ge­nies, wenn sie sich lang­wei­len, weil das Gehirn um eine ande­re Beschäf­ti­gung bit­te. Da ent­ge­he ich ja regel­mä­ßig haar­scharf einem inter­es­san­ten Hob­by, wie mir scheint. Gegen Lan­ge­wei­le hilft mir trotz­dem: Musik.

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenMir wird geschlechtWirtschaft
#WirSindDie70Prozent

End­lich hat die lästi­ge Not­wen­dig­keit des Hoch­ar­bei­tens und der Erlan­gung von Beliebt­heit bei den Kol­le­gen in Unter­neh­men ein Ende:

Die Gro­ße Koali­ti­on hat sich grund­sätz­lich auf eine ver­bind­li­che Frau­en­quo­te in Vor­stän­den geei­nigt. (…) Für die Unter­neh­men mit Mehr­heits­be­tei­li­gung des Bun­des wur­de eine Auf­sichts­rats­quo­te von min­de­stens 30 Pro­zent (…) vereinbart.

Ich erwar­te noch heu­te einen scharf for­mu­lier­ten offe­nen Brief der Inter­se­xu­el­len­ge­mein­schaft, denn im Ver­gleich zu ihnen wer­den Frau­en in Vor­stän­den bereits jetzt deut­lich bevor­zugt. Im Übri­gen bin ich jetzt schon sehr gespannt auf die wei­te­re Ent­wick­lung der Deut­schen Bahn, bekannt­lich ein Unter­neh­men mit Mehr­heits­be­tei­li­gung des Bun­des: Jetzt wird sicher alles gut.

Noch vor kur­zem skan­dier­ten Demon­stran­ten Pla­ka­te und Ban­ner hashtag­gend, sie sei­en mehr. Was sagt das eigent­lich über die 70 Pro­zent aus?

Mir wird geschlecht
Gegen Gewalt! (2)

Schön:

Wir haben heu­te mit Grü­nen, SPD, CDU & Lin­ken gemein­sa­men Antrag gegen Gewalt

Nicht so schön:

an Frau­en beschlossen

Ich per­sön­lich bin ja gegen Gewalt an Lebe­we­sen, sofern es Pan­da­bä­ren sind. Was sagt das eigent­lich aus?