NetzfundstückeIn den Nachrichten
Wer Petitionen unterschreibt, frisst auch kleine Kinder.

Inzwis­chen hat’s auch die Medi­en erre­icht:
Die elek­tro­n­is­che Peti­tion gegen Inter­net­zen­sur hat beacht­enswert viele Unter­stützer.

Ver­mut­lich alle­samt Kinder­pornografen, sagt der Gut­ten­berg. Nahe liegend, ziem­lich jed­er von ihnen ken­nt die BRAVO oder ähn­liche Mag­a­zine, in denen wöchentlich freizügige Auf­nah­men von Men­schen ab 15 Jahren zu find­en sind, und bekan­ntlich endet das sex­uelle Mit­spracherecht erst mit 16. Oder 18? Oder lieber noch später?

Im Diskus­sions­bere­ich zu der Peti­tion wird neben dem prak­tis­chen Nutzen der geplanten Sper­ren auch hierüber emsig disku­tiert:

Ist ein 16 Jähriger, der auf eine 15 Jährige abfährt ein Per­vers­er? Nein.
Wird er dadurch per­vers, dass er sich gerne Fotos dieser 15 Jähri­gen anschaun würde? Nein.
Ab wann wird er denn dann per­vers? Wenn er 18 ist und die gle­ichen Fotos betra­chtet? Weshalb?
Wenn er 20 ist? Mit 25? Und mit welchem Grund?

Kein Grund für Katzen­jam­mer!

FotografieNetzfundstückeIn den Nachrichten
Medienkritik X: Keine Panik, ruhig Blut!

Gestern sprach ein poten­ziell Krawall machen­der Jugendlich­er anlässlich der jährlichen Auf­stände am 1. Mai in ein RTL-Mikro­fon, um auszu­drück­en, dass ebendiese Auf­stände einen prak­tis­chen Nutzen hät­ten, der da laute, der Wirtschaft resp. der Poli­tik “die Mei­n­ung des Volkes” angesichts der derzeit­i­gen Finan­zlage nahe zu brin­gen.
Warum stehen Wellensittiche eigentlich gern auf einem Bein? Amüsanter Anblick, aber rätselhaft.
Ob sich die Wirtschaft resp. die Poli­tik nun son­der­lich um die Gründe für die Zer­störun­gen scheren, ob sie die ran­dalieren­den Per­so­n­en­grup­pen über­haupt noch zur Ken­nt­nis nehmen, ist offen­bar eine Frage, die sich den Berichter­stat­tern und ihren Befragten nicht stellt. Wenn Rev­o­lu­tion zur Rou­tine wird, ver­liert sie ihre Wirkung.

Nun haben die Deutschen es ja ohne­hin nicht so mit der Rev­o­lu­tion; wenn ihnen etwas nicht passt, ver­sprechen sie, die näch­ste Wahl entsprechend durchzuführen, warten bis zum Wahlt­ag und vergessen bis dahin wieder, was ihnen nicht gepasst hat. Einige Ver­we­gene machen ihrem Unmut auch Luft, indem sie wütend in ein Mikro­fon sprechen, wie es zum Beispiel der ein­gangs erwäh­nte Jugendliche tat, jedoch genügt es nie dazu, die Verur­sach­er der Wut zu beein­druck­en. Da ist Frankre­ich wesentlich weit­er entwick­elt, wie auch Oskar Lafontaine schon richtig fest­stellte:

“Wenn die franzö­sis­chen Arbeit­er sauer sind, dann sper­ren sie Man­ag­er mal ein. Ich würde mir das hier auch mal wün­schen, damit die mal merken, dass da Zorn ist, dass da Men­schen um ihre Exis­tenz fürcht­en”, sagte Lafontaine im WDR-Hör­funk.

Aber so wird ver­mut­lich auch dieses Jahr nichts passieren, was ern­sthafte Kon­se­quen­zen für das Land mit sich brin­gen wird, und wir kön­nen mit dem nor­malen Tagesablauf fort­fahren.

Der Tag ist ohne­hin bere­its aus­re­ichend gefüllt mit Ereignis­sen, über die zu bericht­en sich die Medi­en nur sel­ten zu blöd sind. In den Nieder­lan­den zum Beispiel wurde ein Anschlag verübt, zwar nicht mit bren­nen­den Autos, aber doch immer­hin mit einem Auto. So weit eigentlich ver­gle­ich­sweise neben­säch­lich, wäre nicht auch hier die Berichter­stat­tung eine wun­der­liche. Lukas schreibt:

Weil sich zumin­d­est Teile dieses Unfalls in der direk­ten Nähe des königlichen Busses abspiel­ten, wur­den diese Bilder live im Fernse­hen über­tra­gen. Dass grausame Dinge on air passieren, gehört zu den Risiken ein­er Live-Über­tra­gung. Die Frage ist, wie man in den näch­sten Momenten damit umge­ht.

Und tat­säch­lich kon­nte man sich auf die Blut­gi­er der Ver­ant­wortlichen ver­lassen. Berichte über den Anschlag gibt es außer­halb des Rund­funks nicht unbe­bildert, vor allem nicht im Fernse­hen und im Inter­net. Da muss das Blut spritzen, das weckt die Neugi­er der poten­ziellen Zuschauer. (Eigentlich ist’s nur wenig erstaunlich, dass die Zeitungsver­lage über rück­läu­fige Kun­den­zahlen kla­gen. Einen Ein­druck vom wirk­lichen Leben bekommt man nur, wenn man schön nahe am Geschehen ist, ins­beson­dere, wenn dieses Geschehen ein blutiges ist.)

Trash-Por­tale wie “Spiegel Online“, Bild.de, focus.de und stern.de, aber auch FAZ.net zeigen Bilder­ga­le­rien, in denen man sich unter anderem darüber informieren kann, wie eigentlich schwere Kopfver­let­zun­gen oder Mund-zu-Mund-Beat­mungen ausse­hen.

Der Men­sch ist schon ein selt­sames Wesen; in der Regel ist er stets darum bemüht, Schaden am eige­nen Leib zu ver­mei­den, aber fremdes Leid zieht ihn auf wun­der­same Weise an.

Dies kön­nten auch Schweine fest­stellen, wür­den sie unsere Medi­en kon­sum­ieren; kaum ver­schwinden die Mel­dun­gen über die Finan­zlage des Staates, schon gibt es Schwei­negerippe Schweine­grippe und täglich neue Zahlen bezüglich der Ver­bre­itung und der Anzahl der bish­er Betrof­fe­nen. Das Wort “Pan­demie”, in diesem Zusam­men­hang gern aufge­grif­f­en, bedeutet übri­gens lediglich, dass es sich um eine sich glob­al aus­bre­i­t­ende Krankheit han­delt, und sagt über die Zahl der Erkrank­ten nichts aus. Da dies aber nur wenig Panik schürt, lässt es sich auch umfor­mulieren, zum Beispiel so:

Todes-Virus H1N1 wütet auf der ganzen Welt!

Das ist inhaltlich nicht falsch; tat­säch­lich ist es ein Virus, das tödlich sein kann und bere­its auf mehreren Kon­ti­nen­ten zu find­en ist. Lediglich die Wort­wahl “wütet” ist ein biss­chen über­trieben.

Aber wer wird denn pin­gelig sein?

PolitikIn den Nachrichten
Geschichtsrevisionismus

SPON hat mal wieder was zu melden:

Inzwis­chen ver­suchen Neon­azis auch den tra­di­tionellen Erin­nerungstag der Linken, den Tag der Arbeit, mit ihrer Forderung nach einem nationalen Sozial­is­mus zu beset­zen.

So?

Geset­zlich­er Feiertag wurde der 1. Mai erst wieder ab 1933 durch die Nation­al­sozial­is­ten. Das Reichs­ge­setz vom 10. April 1933 benan­nte ihn als „Feiertag der nationalen Arbeit“. Im Jahr 1934 wurde der 1. Mai durch eine Geset­zes­nov­el­le zum „Nationalen Feiertag“ erk­lärt.

(Wikipedia-Artikel zu diesem The­ma)

Das üben wir noch mal.

Politik
Katzen würden Whiskas wählen.

Ich gebe zu, ich bin amüsiert.

Nicht unbe­d­ingt über das windi­ge Wet­ter, auf­grund dessen heute eine Ente mit irri­tiertem Blick an mir vor­beigeschwom­men wurde, und noch weniger über die aktuelle, verse­hentlich bemerk­te Titel­seit­eni­d­i­otie der BILD (“Tuut, tuut, tuut” ist nor­maler­weise kein Sig­nal für “Handy tot”, das klänge dann eher gar nicht und/oder rauschend), son­dern, und ger­ade deshalb ver­wun­dert es mich selb­st, über die Plakatak­tion der SPD anlässlich der Europawahl.

Da sieht man einen grin­senden Hai im Anzug und die Behaup­tung, “Finanzhaie wür­den FDP wählen” (wo’s doch aber F.D.P. hieße).
Ein paar Meter weit­er einen Föhn im Anzug, “Heiße Luft würde die Linke wählen”.

Ver­mut­lich ging das ähn­lich so weit­er, und ver­mut­lich wür­den mir umge­hend diverse Ver­gle­iche auch für die SPD ein­fall­en, wenn man mich darum bäte; hat man aber bis­lang nicht.

Jeden­falls kommt mir das mit der Ver­gle­ich­swer­bung bekan­nt vor. Ob die Konkur­renz wohl bald nachzieht?
Hof­fen wir’s!

In den Nachrichten
Der Game Boy wird 20.

Fast dro­ht es unterzuge­hen:
Der gute, alte Game Boy wird 20 Jahre alt.

4 MHz, 4 Graustufen und ein grandios­er Sucht­fak­tor. Davon kön­nten sich viele dieser mod­er­nen Spiel­geräte mal ’ne Scheibe abschnei­den.

Früher war so manch­es bess­er.

Netzfundstücke
Kraft zum Vernetzen.

Nach­dem ich es hier (mit immer­hin amüsan­ter Bil­dun­ter­schrift) und hier (sach­lich dargestellt) und hier (mit etwas anderem The­men­schw­er­punkt) und vorher auch noch irgend­wo anders gele­sen habe, möchte ich meinen Lesern den Spaß auch nicht voren­thal­ten:

Hier klick­en, oben “pc ver­net­zen” ein­tip­pen, freuen.

Und fleißig einkaufen nicht vergessen. Bevor’s ausverkauft ist.

In den Nachrichten
Medienkritik IX: Willkommen im Klub der einsamen Herzen.

Neu bei heise:

RTL-2-Mitar­beit­er wegen SMS-Betrugsver­dachts ver­haftet

An sich: Gut so!
Zu bezweifeln ist allerd­ings, dass sich irgen­det­was dadurch ändern wird.

So lange es Men­schen gibt, wird auch immer Ein­samkeit existieren, und Ein­samkeit fördert Verzwei­flung, die sich dann von wirk­lich nicht sehr guten Sendern wie RTL II oder diesem furcht­baren 9live zu Geld machen lässt.

Ist es die Aus­sicht auf kurzzeit­iges Aus­set­zen der Ein­samkeit tat­säch­lich wert, für fast 2 Euro pro Kon­tak­tver­such mit unbekan­nten Teil­nehmern, wom­öglich gar mit ein­er Mas­chine, max­i­mal 160 Zeichen auszu­tauschen?

Und hat schon irgend­je­mand über ein solch­es Ange­bot die Liebe seines Lebens ken­nen gel­ernt? Gibt es hierzu brauch­bare Sta­tis­tiken? Und würde es jemand zugeben?

Ander­er­seits ist “Bauer sucht Frau” ja auch ver­gle­ich­sweise erfol­gre­ich.

PolitikIn den Nachrichten
Effizienter Schutz für Kinder: Bekämpft die Symptome!

Ger­ade noch rechtzeit­ig vor der Wahl son­dern die Regieren­den noch immer eine Menge wun­der­lich­er Dinge ab:

Auch wenn es derzeit noch tech­nis­che und rechtliche Bedenken gegen Kinder­porno-Sper­ren im Inter­net gibt, wer­den einige aus­ländis­che Inter­net­seit­en mit kinder­pornografis­chen Inhal­ten bald nicht mehr in Deutsch­land abruf­bar sein.

So, so, es gibt rechtliche Bedenken, aber wir machen’s ein­fach mal, qua­si präven­tiv? Ich ver­ste­he.
Inter­es­sant ist dann vor allem die Frage nach dem Nutzen solch­er Maß­nah­men.

Geht die Zahl zu pornografis­chen Hand­lun­gen gezwun­gener und für ihr Leben geze­ich­neter Kinder zurück, wenn in Deutsch­land weniger Inter­net­nutzer die entsprechen­den Pro­duk­te nutzen kön­nen? Würde sie nicht eher, ganz im Gegen­teil, noch steigen, da diejeni­gen, die ihre Triebe bis­lang mit der­ar­ti­gen Medi­en unter Kon­trolle zu hal­ten wussten, sel­bige nun­mehr tat­säch­lich ausüben müssen?

(Und was kann ein Men­sch eigentlich für seine Triebe?)

Das Anschauen von Kinder­pornografie schadet zunächst ein­mal keinem Kind. Die Pro­duk­tion tut es.

Ich bin ges­pan­nt, wann die ersten nicht pornografis­chen Seit­en auch auf der Sper­rliste lan­den.
Fan­gen wir an mit npd.de und antifa.de und arbeit­en uns dann langsam vor, bis nur noch die Infor­ma­tion­s­seite der Bun­desregierung zur Ver­fü­gung ste­ht. Wie damals zu Zeit­en der Aktuellen Kam­era.

Oder eben in Chi­na.

Netzfundstücke
EIER!

Das ver­linke ich doch aus­nahm­sweise gern weit­er:

Mor­gens um halb acht die Tür zur Bäck­erei auftreten, bre­itschul­trig zum Tre­sen schlen­dern und gruß­los “Eier! brüllen, dabei auf die bun­ten, hart­gekocht­en Ostereier zeigen, die neben den Zeitun­gen liegen. Wenn die Verkäuferin nicht sofort reagiert, dop­pelt so laut “EIER!” rufen und kräftig mit bei­den Hän­den gegen die Ver­glasung hauen — bis die junge Dame endlich ein Ei über­re­icht. Nicht danke sagen, nicht zahlen, sich gruß­los umdrehen und gehen, von draußen aber nach ein­er schwank­enden, angetrunk­en wirk­enden Pirou­ette noch ein­mal uner­wartet durch das Schaufen­ster hinein­winken, machomäßig grin­sen und Küßchen wer­fen, woraufhin gle­ich alle drei Verkäuferin­nen in höch­sten Ton­la­gen “hach, ist der süß” flöten.

Zuerst gele­sen hier, ver­weisend hier­auf.

Hihi.

Persönliches
Juchhei … heute frei. *reim*

In der Pop­ulär­lit­er­atur bis­lang offen­bar kaum erforschte These:
Mor­gens um halb zwei nach aus­re­ichend Bier erst mal Musik hören, Müs­li essen und die für dieses Jahr vorgenomme­nen Pläne stück­weise stre­ichen ist eine Beschäf­ti­gung, die vielfältige Emo­tio­nen weckt.

(Hal­lo übri­gens, liebes April­wet­ter. Nett von dir, dass du immer noch das alte bist. Auf dich kann man sich eben ver­lassen.)

… wenn dein kaltes Bett dich nicht schlafen lässt:
Halt dich an dein­er Liebe fest.

NetzfundstückeIn den NachrichtenNerdkrams
Die Aprilscherze dieses Jahr sind ja mal wieder ein Brüller.

heise bringt, wie eigentlich immer, irgend­was Obskures über Geheim­di­en­ste, die IRC-Galerie tut eben­falls so, als wäre sie von einem Min­is­teri­um gekapert wor­den, blendet zudem am unteren Rand jedoch einen unerträglichen roten Balken ein (an alle, die laut Sta­tis­tik danach suchen: Hier­mit bekommt man ihn weg!), und WinFuture.de ist auch nicht son­der­lich ein­fall­sre­ich.

Gefall­en tut mir allen­falls der Scherz, dass der selt­same skan­di­navis­che Brows­er Opera nach den Maus- nun auch Gesichts­gesten ein­führen soll. Ein­mal blöd guck­en, um eure Lieblings­seite anzuzeigen, sozusagen. Habe gegrinst. (Die Seite blieb allerd­ings geöffnet.)

Gar nicht lachen kon­nte ich übri­gens auch über die Nachricht, dass die GEMA Geld von YouTube kassieren will. Ob das auch ein ver­dammt aufwändi­ger Aprilscherz war?

Es ist schon schlimm mit diesem Tag.

(Und dieser “Bär­lin, du bist so wun­der­bar” intonierende Wer­be­hei­ni geht mir auch auf die Ner­ven. Ich kann mir zwar nicht merken, wofür er wirbt, aber auf Berlin habe ich die näch­sten geschätzten 107 Jahre keine allzu große Lust mehr. Spart Geld, immer­hin.)

ProjekteIn den Nachrichten
Licht an! II

Wurde ja auch mal wieder Zeit:

Um 20.30 Uhr ging in Städten auf der ganzen Welt für einen guten Zweck das Licht aus: Mil­lio­nen Men­schen ver­bracht­en eine Stunde im Dun­klen, um gegen den Kli­mawan­del zu protestieren.

(SPON)

Mal abge­se­hen von dieser amüsan­ten For­mulierung (gegen den Kli­mawan­del protestieren, geh weg, bös­er Kli­mawan­del!) haben die Organ­isatoren dies­mal immer­hin ihren Ver­stand benutzt:

Greg Bourne, Chefor­gan­isator der “Earth Hour” vom aus­tralis­chen WWF, gab zu, dass die Aktion eher Energie ver­braucht anstatt zu sparen. “Es ist sym­bol­isch. Und darum geht es”, sagte er. “Es kommt darauf an, ein sicht­bares Zeichen für die Poli­tik zu set­zen, damit sie langfristige Entschei­dun­gen trifft.”

Diese Sym­bo­l­ik mag mir auch erk­lären, wer kann; gegen etwas protestieren, indem man es provoziert, ist ein reich­lich wun­der­lich­er Ansatz, der sich indes auch auf Antifa-Demon­stra­tio­nen hin und wieder beobacht­en lässt, wie mir zu Ohren kam.

Ich lasse dann mal das Licht bren­nen, um aktiv gegen den Kli­mawan­del zu protestieren. Mit Energies­par­lam­p­en.
Natür­lich.


Übri­gens: eMule beba 2.50 ist fer­tig, wie immer mit vie­len nüt­zlichen Änderun­gen und der gewohn­ten Sicher­heit inklu­sive ein­er Fil­ter­funk­tion für Indus­trie-IPs. Fro­hes Tauschen!

KaufbefehleMusikkritik
Marnie Stern — This Is It and I Am It and You Are It and So Is That and He Is It and She Is It and It Is It and That Is That

Was mir ja nun — ganz ent­ge­gen meinen Gewohn­heit­en — selt­samer­weise auch gefällt, ist der eige­nar­tige Indie-Pop (laut Eigenbeschrei­bung eben­falls pro­gres­sive) der US-amerikanis­chen Gitar­ristin Marnie Stern. Ihr zweites, bere­its 2008 veröf­fentlicht­es (und damit für die Hal­b­jahres­liste 2009 lei­der nicht mehr zur Wahl ste­hen­des) Album oben ange­führten, über­aus ein­prägsamen Titels klingt nach ein­er über­aus brauch­baren Mis­chung aus The Kills und You Say Par­ty! We Say Die!.

Das Album begin­nt mit dem, wie es das Feuil­leton auszu­drück­en pflegt, tanzbaren Prime und geht über die volle Länge von 41 Minuten, mit hier und da mehr am Rock ori­en­tierten Stück­en, etwa genau so weit­er und wird dabei kaum lang­weilig. Allein neigt man dazu, die Laut­stärke über­trieben zu erhöhen.

Mehr zu hören gibt es auf MySpace. Viel Spaß!