KaufbefehleMusikkritik
Musik 06/2009 – Favoriten und Analyse

Dieser Artikel ist Teil 4 von 20 der Serie Jahresrückblick

Liebe Leser,

das Jahr 2009 ist nunmehr nicht mehr ganz neu, und so hatten willige Musiker bereits viel Zeit, neue vortreffliche und weniger vortreffliche Klänge zu produzieren. Wie bereits vor ungefähr einem Jahr und ein halbes Jahr später möchte ich auch heute besonders beeindruckende Musikalben, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden, bewerben und anschließend ein wenig auf die Musikgeschichte der vergangenen 40 Jahre eingehen.

Für jedes dieser Alben kann ich eine klare Blindkaufempfehlung an all jene aussprechen, die sich von der kurzen Rezension angesprochen fühlen. Die Hörproben, die ich zu jedem Album möglichst adäquat zu liefern versuche, sind nur für diejenigen geeignet, die sich zu solchen Entscheidungen nicht durchringen können; ihre volle Wirkung entfalten aber fast alle Alben in diesem Beitrag nur im Kontext des gesamten Tonträgers.

Als Besonderheit kommen diesmal auch diejenigen Alben ins Gespräch, die das Feuilleton zwar für kaufenswert hält, mich persönlich jedoch eher enttäuscht haben. Dies soll als Anregung zur Kritik verstanden werden; ich kann hier, wie so oft, nur nach meinem persönlichen Geschmack urteilen, bin mir aber wohl bewusst, dass Geschmäcker gerade in Bezug auf Musik und -stilrichtungen stark differieren. Sollte also jemand sich von einem hier beschriebenen Album ein völlig anderes Bild gemacht haben, nur her damit! Der Meinungsvielfalt kommt es allemal zugute.

Nun jedoch wünsche ich allen Interessierten erst einmal viel Spaß auf der ersten Reise durch das Musikuniversum 2009:

Teil 1: Rock, Rock, Rock.

  1. Wobbler – Afterglow

    Von der norwegischen Band mit dem durch die Bewegungen von Fischködern inspirierten Namen Wobbler hat man recht lange nichts gehört; das Vorgängeralbum Hinterland erschien 2005 auf dem Höhepunkt der so genannten „Retro-Prog”-Welle, also der musikalischen Richtung, die sich an den Progressive-Rock-Bands der 60-er und frühen 70-er Jahre wie Genesis und Gentle Giant orientiert. Nun, vier Jahre später, erscheint das von Anhängern des Genres schon lange erwartete Nachfolgealbum, das neu aufgenommene Stücke enthält, die inzwischen vor 10 Jahren (also 1999) geschrieben, aber nicht veröffentlicht wurden und von denen es in den vergangenen Jahren bereits einige Demoaufnahmen zu hören gab.

    Die Tatsache, dass Wobbler eine Instrumentalband sind, auf Gesang also wie auch auf dem Debütalbum mit Ausnahme zweier kurzer Gesangspassagen in „Imperial Winter White” vollständig verzichtet wird, mag zunächst ungewöhnlich erscheinen, stört aber nicht; eher im Gegenteil: Die Mellotron- und Bassläufe bauen Spannungsbögen auf, zu denen die Gitarren und Flöten sich gegenseitig Geschichten zu erzählen scheinen – Jethro Tull und die frühen King Crimson lassen deutlich ihre Einflüsse hören.

    Von King Crimson und den oben bereits erwähnten Gentle Giant stammen auch die verzerrten Gitarren, die die malerische Stimmung hin und wieder in ein Gewitter verwandeln, aber niemals stören. „In Taberna”, das streckenweise von Flöten und Cello dominiert wird, erinnert gar an das durch eine imposante Weihnachtsbeleuchtung bekannt gewordene „Wizards in Winter” vom Trans-Siberian Orchestra.

    Störend sind auf diesem Album allenfalls die drei kurzen Lieder – bis zu drei Minuten lang, was angesichts der beiden „Hauptstücke” von 15 bzw. 13 Minuten Länge kaum ins Gewicht fällt -, die die unabhängig voneinander geschriebenen Stücke wohl mit einer Art „Rahmenhandlung” versehen sollen, was aber meines Erachtens gründlich misslingt.

    Einsteigern in das Retro-Prog-Genre und jenen Zeitgenossen, die den Neo-Prog-Einheitsbrei von Bands wie den Flower Kings nicht mehr hören können, ist dieses Album zu empfehlen; auch Freunde der oben als Vergleich herangezogenen Gruppen können hier einen spontanen Kauf wagen.

    Alle anderen Interessierten finden im Internet Hörproben:
    Auf MySpace.com gibt es bspw. den Viertelstünder „Imperial Winter White” ebenso zu hören wie das abschließende „Armoury”.

  2. 65daysofstatic – Escape from New York

    Bleiben wir im instrumentalen Bereich, wechseln aber das Genre: Als ich mir dieses Album zulegte, war ich, zugegeben, angetrieben von zahlreichen Rezensionen, die für das neueste Werk von 65daysofstatic eine unbedingte Kaufempfehlung aussprachen. Gleich beim ersten Titel, „Drove Through Ghosts To Get Here”, ein vermutlich überraschter Gesichtsausdruck meinerseits: Anschwellender Applaus, Gejohle – ah, ein Livealbum! Nun ist der instrumentale, sphärische Postrock, den 65daysofstatic gekonnt fabrizieren, eine Musikrichtung, die besonders live, also ohne nachträgliche Glättung mittels Studiotechnik, ihre Stärken ausspielen kann, und erfreulicherweise ist hier, anders als bei vielen Liveaufnahmen anderer Bands, die Musik im Vordergrund zu hören, nur selten von Ovationen begleitet, die aber den Hörgenuss keinesfalls trüben.

    Die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken sind fließend, so dass der Eindruck eines einzelnen Stückes entsteht, wenngleich zwischen den Gitarrenwänden immer wieder Überraschendes hervorblitzt; wer schon immer mal wissen wollte, wie es klänge, spielte man Techno mit Instrumenten statt Computern, sieht diesen Wunsch im zweiten Stück („No Use Crying Over (Some Techno)”) erfüllt: Nicht schlecht, würde ich sagen.

    65daysofstatic spielen hier ein großartiges Konzert, auf dem auch Stücke wie „Primer” nichts von ihrer Atmosphäre verlieren. Der Schlussapplaus nach „A Failsafe” wirkt geradezu befreiend. Kopfhörer wärmstens empfohlen!

    Hörproben:
    Einen Eindruck von der Spannung, die 65daysofstatic erzeugen, vermittelt unter anderem das offizielle Video zu „Drove Through Ghosts To Get Here”; ein Livevideo („Radio Protector”, auch auf dem Album enthalten) gibt es auf der Website der Band zu sehen.

  3. Obscura – Cosmogenesis
    „Each step is infinite, each step sublime.” (Choir of Spirits)

    Ich bin mir auch beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht ganz sicher, ob ich für dieses Album eine Empfehlung aussprechen soll; immerhin handelt es sich um Death Metal (Death Metal!), stilecht mit Gegrunze und wüstem Gitarrenschrammeln und damit für einen melodieliebenden Musikfreund eigentlich völlig ungeeignet.

    Eigentlich allerdings ist die Musik, die die deutschen Progressive-Death-Metaller Obscura auf diesem Album spielen, weitaus vielschichtiger, als das Genrekorsett des Death Metals zunächst vermuten lassen könnte („Mann schlägt Katze mit wahnsinniger Geschwindigkeit auf eine Mülltonne”, die üblichen Klischees sind ja bekannt). Bei Cosmogenesis, dessen Energie bisweilen mit der von Bands wie Cynic und Necrophagist verglichen wird, handelt es sich textlich um ein Konzeptalbum zum Thema „Das Universum und wir”, wie bereits der griechische Titel („Entstehung des Universums”) erahnen lässt.

    Auch musikalisch birgt dieses Album mehr Anspruch als nur Gitarrenlärm und Gebrüll, was meine Einleitung vielleicht suggeriert; das Wort „Progressive” deutet es ja schon an: Die beiden Gitarren spielen komplexe Melodiebögen und der Bassist beweist, dass auch in diesem gitarrendominierten Genre ein Basssolo Platz finden kann. Ein Amazon.de-Rezensent nannte den Stil dieses Albums Jazz-Death und liegt damit gar nicht mal falsch. Tatsächlich besitzt Cosmogenesis ein durchweg hohes Niveau und ist trotz der naturgemäß nicht sonderlich abwechslungsreichen Growls melodiöser als so manches, was sich in der Hitparade findet.

    Die Texte des Albums sind hier nachzulesen; wer einen metaphorischen Kopfsprung ins kalte Wasser bevorzugt, dem seien die Hörproben angetragen:
    Auf YouTube.com ist ein Video zum Eröffnungsstück „Anticosmic Overload” zu sehen, mit dem so ziemlich alle weithin bekannten Metalklischees bedient werden. Das Instrumentalstück „Orbital Elements” ist dort ebenfalls zu hören.

  4. Zu – Carboniferous

    Ein anstrengendes Album von Anfang an. Das einleitende Stück „Ostia” wird mit Schlagzeug und elektronischem Brummen eingeleitet und erst nach etwa dreieinhalb Minuten von einem plötzlichen schrillen Quietschen unterbrochen, dessen erzeugendes Instrument bis zum Ende des Stückes eine immer wiederkehrende, schrille Melodie zu wildem Schlagzeug und besagtem Brummen spielt. Ähnlich beginnt auch das Nachfolgestück „Chthonian”, bei dem jedoch schon kurz nach Beginn verzerrtes Gitarrenbratzen einsetzt und nach einem ruhigeren Zwischenteil fortgeführt wird.

    Hier wird schon die Richtung des Albums deutlich: Förmlich aus jeder Sekunde auf Carboniferous weht der sprichwörtliche Geist von King Crimson, insbesondere der ConstruKction„-Phase mit dem vierten Teil des inzwischen insgesamt über 30 Jahre alten “Larks’ Tongues in Aspic”. Dennoch schaffen Zu es, eigene Akzente zu setzen; seien es Kleinigkeiten wie die verzerrten Sprachfetzen in „Soulympics”, das, zudem mit seiner Basslastigkeit, an die frühen Mr. Bungle, deren Sänger Mike Patton übrigens tatsächlich hier mitwirkt, oder eine durchgedrehte Version der Nine Inch Nails (zu Fragile-Zeiten) erinnert, oder das folgende „Axion”, das auch im Repertoire von Black-Metal-Bands Platz fände, wären da nicht die schrägen Momente, die unerwarteten Brüche mitten im Stück.

    Zum Glück haben Zu auch darauf verzichtet, einen Sänger zu engagieren; so ist in diesem Jahr zwar eine Häufung an Instrumentalalben in dieser Liste zu finden, jedoch bliebe über all dem elektronischen Gitarren- und Bassbrummen kaum Platz für Texte, zumal für passende. Die Silbeneinwürfe in „Mimosa Hostilis” zeigen, dass Gesang in jedwelcher Form hier nur als schmückendes Beiwerk dienlich wäre und selbst dann eher störend wirkt – zu fragil sind die hier gleichsam in oder aus Stein gehauenen Werke konstruiert worden.

    Carboniferous ist, das schrieb ich anderswo, das beste Album, das die aktuelle Inkarnation von King Crimson nie aufgenommen hat, und eine unbedingte Kaufempfehlung für Freunde des improvisierten Progressive Rocks, die gegen eine etwas härtere Gangart nichts einzuwenden haben, und Metalanhänger, die neue Herausforderungen suchen; wer die in obigem Text genannten Vergleichsgruppierungen mag, sollte ebenfalls einen Kauf erwägen.

    Ansonsten bleiben als Hörproben einige Stücke aus dem Album auf der MySpace-Seite der Band. Für mich schon jetzt ein Anwärter auf das Album des Jahres 2009.

  5. Cheer-Accident – Fear Draws Misfortune

    Die RIO-Band Cheer-Accident musiziert nun bereits seit 1981 miteinander, ist hierzulande aber erst mit ihrem Auftritt in Würzburg im vergangenen Jahr auf ein breiteres Auditorium gestoßen; eigentlich höchst schade angesichts des hohen Unterhaltungswertes, den die meisten ihrer bisherigen Tonträger zweifelsohne besitzen.

    Zwar ist Cheer-Accident keine Instrumentalband, allerdings ist auch bei ihnen der Gesang, den diesmal unter anderem Carla Kihlstedt von der RIO-Metal-Band Sleepytime Gorilla Museum beisteuert, im Vergleich zum Vorgängeralbum What Sequel? stark reduziert worden. Ein adäquater Nachfolger zu dem von mir innig verehrten „Crazy”, dessen Refrain aus schier endlosen Wiederholungen ebendieses Wortes besteht, ist hier das eröffnende „Sun Dies”, das von der Canterbury-Größe Egg, aber auch von Gentle Giant inspiriert zu sein scheint; man vergleiche deren „Proclamation” einmal mit diesem Stück („Hail… hail…” wird hier zu „Live… live…”).

    Eine stilistische Einordnung ist daher auch hier nicht leicht zu treffen. Gegenüber solcherlei Personen, die musikhistorische Schubladen bevorzugen, würde ich Cheer-Accident als Canterbury-Freejazz-Rock beschreiben und der Band, die jedem Album neue Akzente hinzuzufügen weiß, noch immer Unrecht tun. Lassen wir also eine zweite Meinung zu Wort kommen:

    Cheer-Accident bieten flotten Kammerprog, der kein bisschen düster aus den Boxen poltert, gemischt mit retroproggigen Crimson-Reminiszensen (gerade bei der Gitarrenarbeit) und sogar ein bisschen Pop-Appeal in den Melodien. Das Ganze ist farbig und reichhaltig instrumentiert. Die diversen Bläser und gelegentliche harte Pianoläufe sorgen für allerlei angejazzte Momente. Das gemeinsame Touren mit Sleepytime Gorilla Museum hat offensichtlich nicht nur diese beeindruckt (Nils Frykdahl schwärmte am Rande eines Konzerts in Würzburg in höchsten Tönen von Cheer-Accident), sondern eben auch umgekehrt. So hat ein bisschen was der Anarcho-Metal-Attitüde von SGM Eingang in die Musik auf „Fear Draws Misfortune” gefunden, so dass es schon mal krachig-laut wird. Aber immer mit einem Augenzwinkern, denn Cheer-Accident nehmen offensichtlich nichts allzu ernst. Wavige Klänge, ein bisschen Elektronik und industriell-schleifende Sounds runden den Klangcocktail ab. Der dünne, hohe Gesang hat schon das Debüt begleitet und das ist auch hier so. Daran ändern auch die GastvokalistInnen nicht viel, außer, dass es ab und zu exaltierten Chorgesang zu hören gibt (vielleicht auch hier eine kleine Verbeugung vor SGM). Aber irgendwie stört das in diesem Gebräu auch überhaupt nicht.

    Besser hätte ich es nicht ausdrücken können, und so bleibt mir nur ein Verweis auf die Hörproben:
    Klangbeispiele aus ihrem bisherigen Œuvre bietet die Band gratis auf ihrer Website an.
    Viel Spaß!

  6. The Rifles – The Great Escape
    „Who knows what’s around the bend / Stay up, get drunk with all your best friends” (The Great Escape)

    Nicht, dass es heißt, ich konsumiere nur schier unhörbaren Lärm; 2009 hat natürlich auch kernigen Rock zu bieten, zum Beispiel von der englischen Indie-Rock-Band The Rifles. Angeblich von Igittigitt-Britpopgruppen wie Blur und den Punkrockern von The Clash geprägt, ist von ersteren zum Glück und von zweiteren leider nur wenig zu hören.

    Die Inspirationen von The Rifles sind weit differenzierter herauszuhören: „For The Meantime” erinnert bereits in den ersten Takten an Balladen der Beatles (insbesondere „Penny Lane” und „For No One”), während „Sometimes” ein veritabler Rocker im Stile der Kaiser Chiefs ist und das radio- und charttaugliche Titelstück „The Great Escape” mit dem eingängigen Refrain musikalisch noch am ehesten The Clash nahe kommt, aber ohne deren Rotzigkeit zu kopieren (man stelle sich vor, Franz Ferdinand würden sie covern, dann erhält man ungefähr dieses Lied).

    Sicher, hier und da schimmern Oasis und Konsorten durch, zum Beispiel in „Out in the Past”. Dennoch bleibt dieses Album solide Arbeit und ist ein Probehören auf jeden Fall wert.

    Einige Hörproben als Audio und Video hat der multimediale Internetauftritt der Band zu diesem Zweck im Angebot.

  7. The Pains of Being Pure at Heart – The Pains of Being Pure at Heart
    „But you’ve got little left to give / His touch is not a thing you’ll ever miss” (A Teenager in Love)

    Die Band mit dem sprechenden Namen The Pains of Being Pure at Heart hat 2009 ihr Debütalbum veröffentlicht und klingt fast genau so, wie man sich Musik einer Band vorstellt, die The Pains of Being Pure at Heart heißt, also nach einer Stilmixtur aus Belle and Sebastian und den bravourösen The Raveonettes. Auch textlich wagt man keine Experimente, im Wesentlichen beschränken sie sich auf Texte zum Thema Liebe.

    Dies ist aber keinesfalls als harte Kritik zu verstehen: The Pains of Being Pure at Heart betreten zwar kein Neuland, liefern aber solide Arbeit für aufgeschlossene Hörer, die gegen handwerklich gut gemachten Indie-Pop (ausgeschrieben also „Independent Popular Music”, was nach einem Widerspruch aussieht, aber keiner ist, wenn man „Popular Music” in die Grenzen nationaler Hitparaden verweist und mit „Independent” einen Stil bezeichnen will, der mit dem Hitparadenpop alberner Hupfdohlen wie Hannah Montana nun mal so ziemlich gar nichts zu tun hat; aber ich schweife ab, bitte um Verzeihung und gelobe Besserung) nichts einzuwenden haben.

    Prima Musik zum nebenbei Hören, weniger träumerisch als Kingsbury, weniger anstrengend als The Raveonettes und weniger spartanisch als The Kills, dabei mit jeder dieser Bands ein bisschen vergleichbar. In der Liste der eigenen Einflüsse sind Namen wie The Ramones und My Bloody Valentine zu lesen, aber daraus sollte man keinesfalls versuchen sich die Musik dieser Band vorzustellen; viel zu melodisch ist hier der Gesang, viel zu viele Stileinflüsse werden vermengt.

    Besser ist es, man greift zu den Hörproben:
    Das MySpace-Profil der vier Musiker enthält einige Stücke des Albums zum kostenlosen Gutfinden.

  8. Mando Diao – Give Me Fire
    „I will soon come visit you / and talk about the time we had together / and our town is filled with tears” (Crystal)

    Ich gestehe: Mando Diao kannte ich bislang nur als eine der zahllosen skandinavischen Indierockbands, die während der hiesigen Indierockwelle in den Medien hin und wieder zu sehen, zu hören und zu lesen waren, denen ich aber bislang kaum Beachtung geschenkt habe; im Regelfall (vgl. zum Beispiel Franz Ferdinand) trifft dieses sich jeweils recht ähnlich anhörende, textlich anspruchslose Geschrammel meinen Geschmack nur selten.

    Nun geriet ich in den Besitz des aktuellen Albums Give Me Fire und fand die Muße, ihm meine Aufmerksamkeit zu widmen – offenbar eine gute Entscheidung:
    Auf ihrem inzwischen fünften Album agieren Mando Diao deutlich differenzierter, als die meiner Meinung nach unsäglichen Singletitel „Dance with Somebody” und „Gloria” vermuten lassen.

    Bereits das einleitende „Blue Lining White Trenchcoat” hebt sich deutlich von dem ab, was ähnliche skandinavische Bands in diesem Jahr produzierten; einzig mit The Hives lassen sich Berührungspunkte finden. Den an sich belanglosen Text, ihre Kleidung betreffend, schreien die beiden Sänger in „Platz da!”-Manier dem Hörer entgegen. Im Kontrast dazu steht mein anderes Lieblingslied auf diesem Album, „High Heels”, das in der Tradition von Jazz und Chanson steht und zum unmerklichen Mitwippen und Fingerschnippen verleitet. Ein markanter Bass mit Unterstützung durch das Schlagzeug (schlichter 4/4-Takt, wenn mich meine Ohren nicht täuschen) gibt den Grundrhythmus an, dazu ertönt die verträumt wirkende Stimme des Sängers, der die vergangene Liebes- oder zumindest Sexualnacht Revue passieren lässt. Ein formidables Stück Musik, das allein schon einen Kauf rechtfertigt.

    Auch die anderen Stücke auf dem Album sind überaus abwechslungsreich, zum Beispiel das Rock’n’Roll-Lied „You Got Nothing On Me” oder das vom Country beeinflusste „Go Out Tonight”. Angesichts dessen sind auch die wenigen Ausfälle ohne größeren Schaden zu ignorieren.

    Und wer meinen Schilderungen nicht traut, der möge sich mittels der Hörproben selbst ein Bild machen:
    Auf YouTube.com gibt es „High Heels” und eine Akustikversion von „Blue Lining White Trenchcoat” in brauchbarer Qualität zu hören und zu begucken.

  9. Hourglass – Oblivious to the Obvious
    „This is how life is meant to be / just another dreamer living my dream” (Homeward Bound)

    Entfernen wir uns wieder ein wenig von der Indie-Rock-Schiene: Die amerikanische Progressive-Metal-/Hardrockband Hourglass hat in diesem Jahr ein Doppelalbum veröffentlicht, das wahrlich nicht von schlechten Eltern stammt.

    Während der über zwei Stunden Laufzeit – 21 allein für „38th Floor” auf der ersten CD – begegnet dem geduldigen Hörer fast alles, was in den letzten 30 Jahren Hardrock, Progressive Rock oder Progressive Metal gespielt hat, in komprimierter Form wieder; seien es Dream Theater, Rush oder auch eine Melange aus Yes und den Flower Kings.

    Anders ausgedrückt:

    Wie selbstverständlich folgen im Verlauf des Albums deftige Metal-Passagen auf meditative und lyrische Sequenzen oder umgekehrt; Gefrickel folgt auf tolles Songwriting, Gesang auf lange Instrumentalpassagen, Schrammel-Gitarren auf frippertronische Zerdehnungen. Alle Instrumente kommen zu ihren Glanzminuten – auch und mehrfach der Bass! Und alles wirkt so selbstverständlich, weil es so selbstverständlich sein kann – wenn man nicht in Genre-Grenzen denkt.

    Textlich befassen sich Hourglass namensgerecht mit der Suche nach dem Sinn und mit der Vergänglichkeit des Lebens; bezeichnend ist die Zeile „The time is now to change my life” am Ende von „38th Floor”. Alle Texte lassen sich auf der Internetseite der Band nachlesen.

    Für das erste Probehören beim CD-Händler eures Vertrauens ist das erste Lied auf der ersten CD – „On the brink” – exzellent geeignet. Es bildet einen würdigen Einstieg in dieses vielschichtige Album mitsamt Yes-Mittelteil (ich denke hier insbesondere an „Gates of Delirium”, aber ohne den Chorgesang) und Neoprog-Anleihen (quietschende Keyboards, frickelnde Gitarren und dazu ein dröhnender Bass); mit seinen fast 13 Minuten ist es auch nur unwesentlich länger als das ebenfalls sehr neoproggefärbte Instrumentalstück „Delirium” (10 Minuten) auf der zweiten CD, die mit der halbstündigen, fünfteiligen Suite „Oblivious to the Obvious” einen krönenden Abschluss findet.

    Auch von diesem Album gibt es natürlich Hörproben:
    Innderhalb des MySpace-Profils der Band ist unter anderem „On the brink” zu hören.

  10. Long Distance Calling – Avoid The Light

    Schließen möchte ich diesen Teil der Liste mit einem weiteren beachtlichen Instrumentalalbum:
    Die Münsteraner Musikgruppe Long Distance Calling hat mit ihrem aktuellen Album Avoid The Light ein recht großes Medienecho erhalten, und dies, wie ich meine, durchaus nicht zu Unrecht.

    Die Selbstbeschreibung der Band gibt die Richtung von Avoid The Light bereits treffend wieder:

    Avoid The Light opens a big gate which you step through to find a great diversity of moods and atmospheres. The basics consist of instrumental guitar rock with an ambient flavour, an oscillation of psychedelic and progressive rock elements. At the same time, Avoid The Light is an album which requires few words to communicate a lot. Should we call it post rock? Or perhaps new art rock? The label is irrelevant, it’s the content that matters.

    Tatsächlich klingt das Album, passend zum träumerischen Frontbild, anfangs nach einem sommerlichen Sonnenaufgang; die ersten Vögel zwitschern und die Stadt erwacht zum Leben, hinter dem Horizont wird es langsam heller. Die Stimmung auf dem Album ähnelt der auf Mogwais The Hawk Is Howling; ruhigen Ambient-Passagen folgen Gitarrengewitter á la Porcupine Tree, hin und wieder kommt auch Rock zum Vorschein. Ebenfalls haben Bands wie Oceansize hörbare Spuren hinterlassen.

    Besonders auffällig ist das Stück „The Nearing Grave”, zu dem KatatoniaSchlagzeugerSänger Jonas Renkse Gesang beisteuert. Zusammen mit der atmosphärischen Gitarren- und Schlagzeugkulisse im Hintergrund ergibt sich eine Melancholie, die jedenfalls mir sonst nur von Dear John Letter bekannt ist.

    Hörproben? Aber klar doch:
    Man navigiere zum (übrigens sehr hübschen) MySpace-Profil der Band und schwelge in den Klängen.
    Kopfhörer nicht vergessen!

Außer Konkurrenz laufen auch in diesem Jahr wieder einige Alben, die von offizieller Seite für lau zu haben sind; sie folgen im zweiten Teil.

Teil 2: Qualität hat keinen Preis.

  1. Our Ceasing Voice – Steadied Stars In The Morphium Sky EP

    Als einer der vermutlich letzten Schreiberlinge berichte auch ich nun von dieser österreichischen Postrock-/Ambientband. Ihr Debüttonträger Steadied Stars In The Morphium Sky war in der Erstauflage von 50 Stück recht schnell ausverkauft; bei einem derart aufwändigen artwork kaum überraschend. Die Zweitauflage, ebenfalls in Manufaktur hergestellte Unikate, ist offenbar noch zu haben.

    Doch zunächst zur Musik: Nicht ganz eine halbe Stunde füllt das Quartett mit psychedelischen Klangflächen, die hier und da auch mal durch Gitarrenwände unterbrochen werden. Das erste Stück „The Inevitable Fall” baut sich langsam auf und verstummt auf dem Höhepunkt dann plötzlich. „Of Lives Once Lost” plätschert über die gesamten 8 Minuten beinahe unauffällig dahin, bis es in der Mitte abrupt explodiert, nur um sich kurz darauf wieder flächig auszubreiten.

    Für Einsteiger in das Postrockgenre, die es auch mal etwas ruhiger mögen, sind die fünf Euro bei Gefallen recht gut investiert; die hochqualitative digitale Fassung gibt es gratis, sozusagen zum Anfixen.

    Bezugsquellen:
    Zu kaufen ist die (der?) EP hier, herunterzuladen mit Coverbildern und Informationsmaterial auf Archive.org oder bei eMule.

  2. Pet Slimmers of the Year – Pet Slimmers of the Year EP

    Bei den Schallgrenzen stieß ich auf diese britische Progressive-Metal-Band. Deren selbstbetitelte EP ist mit einer halben Stunde Laufzeit auch nicht gerade lang, aber gewaltig: Bands wie Oceansize verströmen hier ihre Energie, auch Tool lassen gerade in den bassbetonten Momenten von sich hören. Zudem hat das Schlagzeug einen herrlichen Wumms. Die Pet Slimmers of the Year nennen ihre Musik selbst Post-Metal, und in der Tat sind auch Anleihen am Postrock zu hören, deutlich zum Beispiel der Spannungsaufbau im letzten Stück „One Down”.

    Dieses Album ist ideal zum Ablassen aufgestauter Energie; zum wilden Herumhüpfen lädt es geradezu ein. Glaubt ihr nicht? Hört selbst!

    Bezugsquellen:
    Das ganze Ding gibt es beim Netlabel Lost Children und natürlich auch bei eMule in voller .mp3-Qualität mitsamt artwork zum Herunterladen.

  3. maudlin of the Well – part the Second
    „Silence filled each sphere that from my lips escap’d” (Keep Light Near You, Even When Dying)

    Aufsehen erregt hat in diesem Jahr auch die Rückkehr von maudlin of the Well, aus denen 2003 die Avantgarde-Metal-Band Kayo Dot entstand. Bandchef Toby Driver hatte noch einige unveröffentlichte, teilweise auch noch nicht aufgenommene Stücke im Archiv und teilte dies der Öffentlichkeit mit. Die Freunde der Band spendeten ein wenig finanziellen Zuschuss, und schon wurde ein neues – womöglich nun das letzte – Album produziert.

    Bis auf das letzte Wort konsequent klein geschrieben, wie übrigens auch der Name des Albums, agiert das Quintett nebst vier Gastmusikern auf den fünf Stücken sehr abwechslungsreich und lassen nur selten passende Vergleiche zu. Die Stimmung auf dem Album wird getragen von Streichern und Drivers Gesang.

    Müssen’s unbedingt Vergleiche sein? Nun gut: Das erste Stück mit dem sperrigen Titel „Excerpt from 6,000,000,000,000 Miles Before the First, or, the Revisitation of the Blue Ghost” beginnt mit einem retroprogartigen Instrumentalteil, bis die Streicher einsetzen und wieder verstummen, um den Hauptteil des Stückes einzuleiten, der nach Pink Floyd (in der Meddle-Phase) klänge, wäre da nicht der wärmere, unaufdringliche Gesang. Der Refrain des Stückes erzeugt Gänsehaut und erinnert an „Hurt” von den Nine Inch Nails, ist aber weit weniger elektronisch. Nach der zweiten Strophe und dem erneuten Refrain folgt der Mittelteil mit anschwellenden Streichern zu Bass- und Schlagzeuguntermalung, der in einen Yes-artigen Teil mündet, bald aber wieder in den Grundrhythmus des Liedes übergeht und bis zum Ende des Stückes in einem wieder etwas lauteren, vom Spacerock inspirierten Teil mit David-Gilmour-Gitarre ausklingt.

    Das vierte Stück „Clover Garland Island” steht mit seinen verzerrten Gitarrensoli und seinem jedenfalls mich an The Cure erinnernden, weinerlichen Gesang in Kontrast hierzu, ebenfalls der zwischen Progressive Metal und Neoprog anzusiedelnde Schluss von „Rose Quartz Turning to Glass”. Wie erwähnt: Es ist schwierig, hier Vergleiche zu finden, und über eine Genre-Einordnung wage ich lieber gar nicht erst zu entscheiden, auch Siggy Zielinski schreibt:

    Auf „part the Second” überwiegen eindeutig sanfte, eventuell durch Pink Floyd inspirierte Töne, die sich mit harmonischem Kammerrock und melodiösem Postrock vermischen. Möglicherweise rücken die einfallsreichen, leicht orchestral angehauchten Arrangements das Projekt in die Nähe von New ArtRock. Chorgesänge, Geigen, Saxophon und akustische Gitarre gehören ebenso zum Klangbild, wie einige reichlich Retroprog ähnelnde Passagen. […] Der Hörer weiss bei motW anno 2009 eben nicht, ob er als Nächstes postrockige, symphonische, retroproggige oder sonstwie geartete Einfälle zu hören bekommt.

    Wer sich von all der Abwechslung nicht abgeschreckt fühlt, der sollte ein Reinhören riskieren. Es lohnt sich.

    Bezugsquellen:
    Das Album ist als .mp3, .flac oder .wav auf der Internetseite zum Album herunterzuladen, in ersteren beiden Formaten auch bei eMule.

Außer den oben aufgeführten erfreulichen musikalischen Werken gab es in diesem Jahr bislang auch eher unerfreuliche Musikalien, für die die diversen Musikzeitschriften und Onlinemedien eine Kaufempfehlung aussprachen, die aber in meinem Hörtest enttäuschend uninspiriert und langweilig abschnitten. Als Kaufabschreckung daher nun folgende Liste, unbebildert und in Kurzform:

Teil 3: Enttäuschungen und Fehlkäufe.

  • Gazpacho – Tick Tock
    Langweiliges Album, das jedenfalls auf mich recht einschläfernd wirkt.
  • Pure Reason Revolution – Amor Vincit Omnia
    Obwohl ich den Titel des Albums durchaus gutheißen kann, spielen „PRR” hier zu viel mit 80er-Synthies. Nach dem tollen Vorgänger eine echte Enttäuschung.
  • Lobster Newberg – Actress
    Das Feuilleton preist diese Band als letzten Schrei, ich fand’s zum Schreien. Zu kraftlos, um nachhaltig zu wirken.

Teil 4: Rückschau 1969 – 2009.

  • Vor 40 Jahren:
    Ihre Kinder – Ihre Kinder
    1969 war ein Jahr, das die Musikgeschichte nachhaltig verändert hat: Das Festival nahe Woodstock stellte das letzte Aufbäumen der Hippiegeneration dar, die im Jahr zuvor ihre Hochphase erlebt hatte, The Velvet Underground, nun ohne John Cale, nahmen auf Weisung ihres neuen Managers erstmals ein nahezu unexperimentelles Album auf und in Großbritannien erfanden King Crimson mit ihrem Debütalbum den Progressive Rock. Auch in Deutschland begann das Jahrzehnt des „Krautrocks” nur wenig später; deutschsprachige Texte wurden unter anderem von der Nürnberger Band Ihre Kinder verbreitet, die gesellschaftskritische Themen wie Drogenmissbrauch und Apartheid besangen, ohne dabei radikal zu werden wie Ton Steine Scherben zwei Jahre später. Ihre Kinder, die selbst nur noch wenige Jahre bestanden, wurden somit zum Vorreiter für eine ganze Generation an deutschsprachigen Rockmusikern, die die Hitparaden der nächsten Jahre beherrschen sollten.
  • Vor 30 Jahren:
    The Clash – London Calling
    Im gleichen Jahr, in dem Pink Floyd ihr wohl ambitioniertestes Werk The Wall aufnahmen, hatte die Punkszene in ihrem Heimatland Großbritannien den Progressive Rock eigentlich längst abgelöst. Eine besonders einflussreiche Band aus diesem Genre war The Clash, deren drittes Album London Calling als einer der Meilensteine des Punkrock gilt und mit „The Guns of Brixton” einen der bekanntesten Titel der Band enthält, den später auch Die Toten Hosen gecovert haben. Auch andere Musikstile sind zu hören; so ist zum Beispiel „Spanish Bombs”, das sich mit dem spanischen Bürgerkrieg befasst, im Reggaestil gehalten. Einen ähnlichen Erfolg konnten The Clash erst wieder drei Jahre später mit Combat Rock erzielen, dennoch bleibt London Calling die Blaupause für viele weitere Bands, die sich später auf seinen Einfluss berufen sollten.
  • Vor 20 Jahren:
    Anderson Bruford Wakeman Howe – Anderson Bruford Wakeman Howe
    Die Wiederentdeckung des Progressive Rock durch Bands wie Marillion verschaffte auch Bands wie Yes wieder größere Popularität. 1989 waren Yes allerdings durch zahlreiche Umbesetzungen längst im Pop angelangt, vom ursprünglichen Yes-Stil war in Liedern wie Owner of a Lonely Heart nur noch der markante Bass zu hören. Der Versuch von Sänger Jon Anderson, die an dem erfolgreichen Album Fragile (1972) beteiligte Besetzung wieder zusammenzuführen, scheiterte am Widerstand von Bassist Chris Squire, der die Namensrechte an Yes besaß. Kurzerhand verließ Anderson die Band, um mit Bill Bruford, Rick Wakeman und Steve Howe unter dem Kürzel ABWH sein Vorhaben umzusetzen. Das Ergebnis war ein Album, das sich wieder stärker am Progressive Rock orientierte und mit dem von Tony Levin gespielten Bass auch an den alten Stil anknüpfen konnte. Es sollte vorläufig das letzte Album dieser Art bleiben: 1991 konnte mit dem Album Union die angestrebte Vereinigung beider Besetzungen vollzogen werden, die merkliche Spielfreude auf “ABWH” konnte aber erst 2001 mit dem bislang letzten Album Magnification wieder erreicht werden.
  • Vor 10 Jahren:
    Red Hot Chili Peppers – Californication
    Gegen Ende der 90-er Jahre orientierte man sich nach einigen Jahren der schlichten Popmusik wieder stärker am Rock der 70-er Jahre, versuchte dabei jedoch, möglichst eigenständig zu wirken. Die Red Hot Chili Peppers waren hierbei recht erfolgreich, sie schufen das Genre des „Funkrock”, das Disco- und Hardrock-Einflüsse vereinte. Neben der Singleauskopplung „Californication” bietet das ebenso benannte Album mit dem weniger bekannten „Scar Tissue” auch ein weiteres grandioses Lied, das noch immer regelmäßig von diversen Radiosendern gespielt wird. Die Entwicklung der Band zu einem härteren, experimentellen Stil nahm mit diesem Album ihren Anfang und fand ihren vorläufigen Höhepunkt im Nachfolgealbum By the Way; das aktuelle Stadium Arcadium entfernt sich wieder ein wenig von dieser Richtung.

Das war es auch schon wieder für’s Erste; aber wir haben ja noch ein paar Monate vor uns, bevor das Jahr zu Ende geht.
Ich hoffe, euch bis dahin eine neue Liste präsentieren zu können, zum Beispiel mit dem neuen Album von Porcupine Tree, das am 18. September erscheint.

Derweil danke für die Aufmerksamkeit!

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Senfecke:

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