KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2008 — Favoriten und Analyse

Dieser Artikel ist Teil 2 von 29 der Serie Jahres­rück­blick

Hal­lo, liebe Diesleser,
schon wieder ist ein halbes Jahr ver­gan­gen, 2008 neigt sich dem Ende zu. Ein guter Zeit­punkt ist’s also, rechtzeit­ig zu den let­zten Wei­h­nachtseinkäufen eine abschließende Rückschau auf die Alben des Jahres sowie der let­zten Jahrzehnte zu hal­ten.

Wie immer kann ich natür­lich nur jene Alben in die Rückschau aufnehmen, die mir vor­liegen und die mir aus­re­ichend ver­traut sind. Den­noch ist zu hof­fen, dass der eine oder andere von euch sich mit der Ret­ro­spek­tive auseinan­der­set­zt und wom­öglich etwas ent­deckt, was ihm gefällt. Ergänzun­gen, sofern auf solid­er Ken­nt­nis des Ergänzten beruhend, sind natür­lich jed­erzeit willkom­men.

Der Voll­ständigkeit wegen:
Einige Alben, die mir beim Anspie­len zwar spon­tan gefie­len, über die ich jedoch noch kein aus­re­ichen­des Urteil fällen kon­nte, fehlen aus ebendiesem Grund. Lieber einen Qual­ität­skauf zu wenig als einen Rein­fall zu viel in der Liste.

Da sich auch mein Musikgeschmack indes hin und wieder wan­delt, sei dies­mal vor­weg erwäh­nt, dass die Num­merierung zwar dur­chaus eine “Topliste”, jedoch keine geord­nete darstellt. Das Kapi­tel “Deutschrock” möchte ich aus Grün­den der Über­sicht dies­mal auch geson­dert anfü­gen.
Für alles, was im Fol­gen­den aufge­führt wird, kann ich jeden­falls gle­icher­maßen den Kauf empfehlen.

Fro­hes Hören daher bei diesen Ton­trägern:

Teil 1: Diverse Gen­res

  1. Tin­der­sticks — The Hun­gry Saw
    “And still we try to reach for what is gone tonight, and they’re here” (Yesterday’s Tomor­row)

    Die britis­che Band Tin­der­sticks um Sänger Stu­art A. Sta­ples ist mit ihren Werken kaum bekan­nt, wird für bekan­ntere Grup­pen wie Nick Cave & The Bad Seeds allerd­ings gern als Vor­bild zitiert.

    Dabei haben sie musikalisch kaum gemein­sam:
    Das Album The Hun­gry Saw ist alles andere als lär­mig, das Genre Rock­musik lässt sich keines­falls auf es anwen­den. Die ursprüngliche Beset­zung wurde mit diesem Album zur Hälfte aufgelöst, so dass Perkus­sion und Stre­ich­er, die das Album weit­ge­hend bes­tim­men, eine noch melan­cholis­chere Stim­mung als noch auf seinen ver­gle­ich­sweise fröh­lichen Vorgängern ver­bre­it­en. Der tiefe, gebroch­ene Gesang, der Geg­n­er dieser Musikrich­tung (spon­tan kommt mir das Wort “Kam­mer­folk” in den Sinn) mitunter an eine nicht allzu kindliche Ver­sion von Ker­mit dem Frosch denken lassen mag, lässt den Hör­er am Ende des Albums merk­würdig leer, aber auch befre­it zurück.

    Auf jeden Fall ist eine Hör­probe zu empfehlen, zum Beispiel Yesterday’s Tomor­row auf YouTube.

  2. The Hold Steady — Stay Pos­i­tive
    “I know you’re pret­ty pissed, I hope you’ll still let me kiss you.” (Mag­a­zines)

    Um die Stim­mung, in der The Hun­gry Saw den Hör­er hin­ter­lässt, wieder zu erwär­men, hil­ft wie so oft ein wenig Indie-Rock.
    The Hold Steady aus New York wer­den bisweilen mit Bruce Spring­steen ver­glichen, machen aber weitaus mehr Spaß.

    Ver­gle­iche sind schwierig zu ziehen; The Hold Steady haben einen durch­weg eige­nen Stil, der sie von den übri­gen Vertretern der in der Regel recht ein­töni­gen “Indie-Welle” (Kaiser Chiefs und wie sie alle heißen) erfreulich unter­schei­det.

    Der Name des Albums ist Pro­gramm, so abgeschmackt dies auch klin­gen mag. Opti­mistis­che Texte über ver­schiedene Aspek­te des Lebens, gepaart mit abwech­slungsre­ichen Melo­di­en, ver­bre­it­en ein Feel­ing, das sich gewaschen hat, aber hal­lo.
    (Ich hoffe, die Par­o­die auf mod­erne Medi­en ist mir halb­wegs gelun­gen.)

    Hör­proben:
    Amazon.de hat 30-sekündi­ge Hör­proben im Archiv.

    Lei­der bringt auch Stay Pos­i­tive die unan­genehme Eige­nart viel­er “Indie”-Alben mit, dass sich beim drit­ten oder vierten Hör­durch­lauf der “Aha-” bzw. “Oho-Effekt” weit­ge­hend abgenutzt hat. Damit keine Langeweile aufkommt, geht’s direkt weit­er mit dem näch­sten Album:

  3. Sig­ur Rós — Með suð í­ eyrum við spilum endalaust
    “Allt gleymist í smás­má stund og rætist samt, opna augun, ó nei!” (Inní­ Mér Syn­gur Vit­leysin­gur)

    Die Islän­der mit dem eige­nar­ti­gen Falsettge­sang sind zurück, ohne jemals weg gewe­sen zu sein, und sie leg­en nach ihrem inzwis­chen drei Jahre altem Werk Takk… (“Danke…”), das mit sein­er ger­adezu sprühen­den Fröh­lichkeit — wie immer dies ausse­hen mag — nach dem elegis­chen, nach­den­klichen Dop­pelal­bum () einen Bruch im Stil des Quar­tetts darstellte, einen Nach­fol­ger vor, der dies kon­se­quent weit­er­führt.

    “Mit einem Brum­men in den Ohren spie­len wir end­los weit­er”, in der Tat, dies scheinen sie zu tun:
    Wäre nicht der erste Teil des Albums mit den eingängi­gen Mit­summ-Melo­di­en der selt­sam heit­eren Sin­gle Gob­bledi­gook und des oben bere­its zitierten Inní­ Mér Syn­gur Vit­leysin­gur, so kön­nte man dieses Album in der End­loss­chleife hören, ohne es direkt zu bemerken; bere­its wenig später näm­lich bre­it­en Sig­ur Rós wieder ihre Klang­wel­ten aus.

    Und da bei Sig­ur Rós, anders als bei vie­len dieser ekli­gen Chartsmusik­er, kein Album das gle­iche ist wie sein Vorgänger, gibt es auch auf Með suð í­ eyrum við spilum endalaust viele Details zu ent­deck­en. So wird zum Beispiel All Alright erst­mals auf (immer­hin schlecht ver­ständlichem) Englisch intoniert; in Stück 7 (Ára Bátur) wirkt gar das Lon­don­er Sin­fonieorch­ester mit.

    Das (passende) Titelfo­to — einige fröh­liche Nack­te in freier Natur — wurde übri­gens kon­se­quent in das Video zu Gob­bledi­gook über­führt. So ist auch für’s Auge was dabei.

    Hör­proben:
    Auf YouTube.com gibt es die Videos zu Gob­bledi­gook und Inní­ Mér Syn­gur Vit­leysin­gur zu beäu­gen. Viel Spaß!

  4. Cog — Shar­ing Space
    “I don’t lis­ten at all to the gov­ern­ment” (Swamp)

    Von schweben­der Eso­terik nun­mehr wieder zurück zu erdi­gem Rock.
    Bezüglich der aus­tralis­chen Gruppe Cog ist den meis­ten Lesern dieser Zeilen ver­mut­lich nur bekan­nt, dass ihr aktuelles Album, obwohl nicht mehr “brand­neu”, bei Amazon.de lächer­lich wenige Kun­den­rezen­sio­nen (zum Zeit­punkt des Ver­fassens exakt 1) hat und fol­glich keinen allzu hohen Ver­bre­itungs­grad zu haben scheint.

    Das ist dur­chaus schade, denn Cog machen wirk­lich gute Musik. Das Gitar­rengeschram­mel find­et nicht im Vorder­grund, son­dern als Lied­be­gleitung statt, stattdessen haut der Schlagzeuger drauf, dass es kracht.
    (Das ist aus­nahm­sweise nicht bildlich gemeint.)

    Warum die englis­che Wikipedia Cog als pro­gres­sive rock ein­stuft, wun­dert mich ein wenig; sich selb­st nen­nt die Band schlicht eine Rock­band. Ich würde zudem noch das Adjek­tiv “Inde­pen­dent” dazu­pack­en, denn trotz aller Gefäl­ligkeit: Im Radio laufen sie meines Wis­sens nie.
    (Gegen­belege bitte jed­erzeit zukom­men lassen!)

    Textlich haben Cog ein paar sehr gute Ideen parat — ein Beispiel habe ich oben zitiert -, und wer jet­zt noch her­aus­find­et, an wen mich der Sänger erin­nert, tut mir einen großen Gefall­en. Ich komme nicht darauf.

    Hör­proben:
    In ihrem MySpace-Pro­fil kann man einige Lieder von Cog gratis anhören und mit der richti­gen Tech­nik auch herun­ter­laden.

    :)

    Eine Melange aus dem Gesang und der Fröh­lichkeit von Sig­ur Rós und der Inde­pen­dent-Attitüde von Cog und The Hold Steady hat das fol­gende Album zu bieten:

  5. Por­tu­gal. The Man — Cen­sored Col­ors
    “Lay me back down in the holes and the warmth that we’ve warmed up.” (Lay Me Back Down)

    Ich ertappe mich selb­st nur sel­ten dabei, Lieder im ÖPNV, in Math­e­matikvor­lesun­gen und/oder während der Kör­per­reini­gung mitzusum­men, aber Lay Me Back Down ist ein ver­dammter Ohrwurm, seit Monat­en schon. Das vom Feuil­leton gepriesene Vorgänger­w­erk Church Mouth war dur­chaus auch recht nett, aber Cen­sored Col­ors ist schlicht grandios.

    Das Eröff­nungsstück (das nun schon mehrfach erwäh­nte Lay Me Back Down) führt, was heutzu­tage nicht mehr (?) allzu selb­stver­ständlich ist, tat­säch­lich in die Stim­mung des Albums ein; es mag dur­chaus sein, dass da der Über­schwang aus mir spricht (und im Kopf den Refrain von Lay Me Back Down mit­summt), jedoch ist die sprich­wörtliche Sonne, die beim Hören aus dem Gesäß des Kon­sumenten strahlt, noch eine fast zu blasse Meta­pher.

    Der hohe Gesang wird ver­mut­lich an sich nicht jed­er­manns Geschmack entsprechen, aber er passt zur Musik. Mal im Ernst: Met­al-Gegrun­ze zu Som­mer­melo­di­en?

    Ein Amazon.de-Rezensent hat das Album übri­gens wie fol­gt bew­ertet:

    Wer in die Plat­te rein­hört, bemerkt schnell, dass es sich hier um eine Band mit einem unver­wech­sel­baren Sound han­delt. Egal, ob sie leis­ere Töne anschlägt, die an Cake, Deus, At-the-Dri­ve-In erin­nert. Oder ob die Band 40 Jahre Rock­musik wie durch ein Kalei­doskop in völ­lig eigen­ständi­ge, extrem tanzbare Songstruk­turen inte­gri­ert. Dabei schafft es die Band immer wieder, Tem­po- und Stil­wech­sel inner­halb eines Stücks ohne jede Bruch­stelle har­monisch einz­u­fan­gen. Viele der Songs wirken so wie Hym­nen, die bei jedem Hören wach­sen und wach­sen.

    “Tanzbar” ist, wenn auch ein recht metapho­risch­er Kun­st­be­griff, eins der bei­den Wörter, mit dem sich dieses Album am besten zusam­men­fassen lässt. Das andere ist “fröh­lich”, aber das habe ich oben schon ver­braucht.

    ;)

    Hör­probe:
    Es erscheint voraus­sichtlich nur wenig über­raschend; als Hör­probe zu diesem Album empfehle ich das Video zu Lay Me Back Down auf YouTube.com. Mit­sum­men oder entrüstet schließen; ihr habt die Wahl!

  6. The Ascent Of Ever­est — How lone­ly sits the city !Auch die Abschlus­sliste 2008 muss nicht auf ein wenig instru­men­tal­en Postrock verzicht­en. Das Leerze­ichen vor dem Aus­rufeze­ichen gehört, soweit mir bekan­nt ist, zum Titel des Albums und ist daher kein Schreibfehler.
    Wobei es doch schw­er genug ist, beim Rezen­sieren dieses Albums keine Schreibfehler zu machen: Titel wie As the City Burned We Trem­bled for We Saw the Mak­ing of Their Undo­ing in Our Own Hearts und Moun­tains: c) Sing Out as Hope Ris­es With the First Breath of Dawn zeigen, wo The Ascent Of Ever­est anzusiedeln sind. Auch die Gen­re­größen Mog­wai, deren Musik The Ascent Of Ever­est sich oft näh­ern, sind dafür bekan­nt, ihren Stück­en gern über­lange Titel (ein Beispiel: I Love You, I’m Going To Blow Up Your School) zu geben.

    Da The Ascent Of Ever­est, von den Sprach­fet­zen in A Thren­ody For the Vic­tims of Novem­ber Sec­ond abge­se­hen, auf Gesang verzicht­en, kann man nur spekulieren, was die Titel zu bedeuten haben; aber entschei­dend ist, was drin ist.
    Und das ist eine ganze Menge.

    Die gen­re­typ­is­chen Gitar­ren­wände, wie sie zum Beispiel Ocean­size oder die von mir in der Hal­b­jahres­rückschau hoch bew­erteten Dear John Let­ter auf­bauen, lassen The Ascent Of Ever­est weit­ge­hend unaufge­baut, den­noch gibt es hier durch­schnit­tlich 10-minütige Instru­men­talorgien mit Crescen­di und Decrescen­di auf die Ohren.

    Damit man mich nicht falsch ver­ste­ht:
    The Ascent Of Ever­est sind solid­er Postrock, wie man ihn ken­nt und toll find­et. Nicht über­ra­gend gut, aber auch nicht über­ra­gend schlecht.
    Dieses Album ist vielmehr repräsen­ta­tiv für die anderen Werke dieser musikalis­chen Schublade zu betra­cht­en, die in diesem Jahr erschienen, darunter auch The Hawk Is Howl­ing von Mog­wai, das in der Presse bere­its aus­re­ichend, so meine ich, gewürdigt wurde.

    Hör­proben:
    Teile des Albums stellt die Band in ihrem MySpace-Pro­fil zum kosten­losen Hören bere­it.

    Zusatztipp:
    Wer auch am Ende dieses Jahres von dieser Musikrich­tung noch nicht genug hat, dem sei der Sam­pler 2008 der bei­den Labels Cav­i­ty Records und The Mylene Sheath ans Herz gelegt, auf dem unter anderem die grandiose Band If These Trees Could Talk sich aus­to­ben darf.
    Mehr dazu unten.

Wom­it wir auch schon bei ein­er zen­tralen Frage wären:
Am Jahre­sende ist oft kein Geld mehr für Ton­träger übrig — was tun?

Kein Prob­lem:

Teil 2: Kosten­los muss nicht schlecht sein

Radio­head haben es vorgemacht (In Rain­bows), Mar­il­lion (ihr wisst schon, die mit Kayleigh) haben in diesem Jahr mit dem Dop­pelal­bum Hap­pi­ness Is The Road nachgelegt:
Auch Musik, die man kaufen kann, muss nicht teuer sein.

Ein­er der für alle Beteiligten pos­i­tiv­en Effek­te des Inter­nets ist die Möglichkeit, die eige­nen Werke einem großen Pub­likum in kurz­er Zeit zugänglich zu machen.
Auch auf die Gefahr hin, dass diese Vorge­hensweise auch auf lange Sicht wenig ein­träglich bleibt — Radius Sys­tem, auf deren Album Escape / Restart ich zum ersten Hal­b­jahr 2008 an dieser Stelle hingewiesen hat­te, haben sich mit­tler­weile aufgelöst -, so bieten im Inter­net doch auch weit­er­hin gute, jedoch wei­thin unbekan­nte Bands ihr geistiges Eigen­tum frei an.

In diesem Hal­b­jahr sind mir (bzw. Peter) neben den unver­mei­dlichen Mar­il­lion vor allem diese Grup­pen aufge­fall­en:

  1. Her­melin — Her­melinHer­melin kom­men aus Han­nover und machen — was auch son­st? — Post-/Al­ter­na­tive Rock. Dabei gehen sie reich­lich bis­sig zu Werke, was ich hier bere­its vor ein­er Weile anmerk­te; sowohl die Postrock­heroen Isis und Mog­wai als auch die Nois­e­rock­er Son­ic Youth sind erkennbare Inspi­ra­tio­nen.Bezugsmöglichkeit­en:
    Das Album kann man wahlweise bei 12rec.net, der Plat­ten­fir­ma der Band, oder bei eMule herun­ter­laden.

    Wer meine Begeis­terung für Gitar­ren­türme resp. ‑stürme nicht teilt, für den ist vielle­icht eher dies inter­es­sant:

  2. The Wood­lous­es — Life … And Sim­ple Plea­suresThe Wood­lous­es (“die Kelleras­seln”) kom­men aus Frankre­ich, aber das merkt man nicht.
    Ihre Musik beschrieb Peter fol­gen­der­maßen:

    Musikalisch wird ordentlich aus­geteilt. Zwis­chen knack­i­gen Alter­na­tive und nois­i­gen Gitar­ren­sounds, catchy Melo­di­en und rup­pige Aus­brüche ist alles vorhan­den, was das Herz begehrt.

    Es wird erfreulich wenig gebratzt, stattdessen musizieren The Wood­lous­es irgend­wo zwis­chen The Vel­vet Under­ground, Oasis und Ocean­size, zwis­chen Noise und Pop/Rock.
    Gefällt!

    Bezugsmöglichkeit­en:
    Das Album gibt es auf der Web­seite der Band als Gesamt­paket oder einzeln zum Herun­ter­laden; bei eMule steht’s aber auch herum.

  3. Cav­i­ty Records / The Mylene Sheath — Sam­pler 2008Unter dem Stich­wort The Ascent Of Ever­est erwäh­nte ich diese Kom­pi­la­tion bere­its kurz.
    In Kürze: Es han­delt sich um eine Zusam­men­stel­lung von Stück­en, deren Inter­pre­ten bei den Labels Cav­i­ty Records oder The Mylene Sheath unter Ver­trag ste­hen, darunter auch bekan­nte Grup­pen wie Caspi­an und If These Trees Could Talk. Genre(s): Postrock und/oder Shoegaz­ing. Kurz genug?

    Bezugsmöglichkeit­en:
    Herun­ter­laden kann man sich das Archiv von der Inter­net­präsenz von The Mylene Sheath oder bei eMule.

“Halt”, höre ich da die Stim­men auf den preiswerten Plätzen ein­wen­den, “was ist mit der deutschen Musik?”

Die Frage ist schnell beant­wortet, denn, wie ich ein­gangs anmerk­te, es fol­gt ein weit­er­er Teil dieses Beitrags:

Teil 3: Deutschrock

Im Jahr 2008 gab es natür­lich nicht nur viel Indie- und Postrock, son­dern auch soli­den Rock mit deutschen Tex­ten. Vier nicht üble Vertreter dieser Gat­tung fol­gen:

  1. Sport — Unter den Wolken
    “Ohne Worte fällt das Sprechen schw­er.” (Der Schmerz)

    Die Ham­burg­er Gruppe Sport, der auch Kante-Gitar­rist Felix Müller ange­hört, habe ich, Asche auf mein ergrautes Haupt, in der Zeitschrift VISIONS zum ersten Mal zur Ken­nt­nis genom­men.
    Und das offen­bar dur­chaus nicht zu früh: Schon das erste Lied Gehirn­er­schüt­terung über­trifft das offen­bar als melodis­che Inspi­ra­tion dienende Tag mit Schutzum­schlag von Bela B. an Schlagkraft. Die Gehirn­er­schüt­terung ist indes keine Folge über­trieben­er Leibesertüch­ti­gung; vielmehr drehen sich die Texte um Inter­hu­manes wie das lei­di­ge The­ma Liebe oder Zweifel. Und obwohl diese Texte auch Ekelpop­grup­pen wie den Killer­pilzen zuzu­trauen wären, möchte ich doch beto­nen: Hier wird sozusagen gerockt, ohne Luft zu holen.

    Auf Amazon.de heißt es in Orig­i­nalorthografie:

    Über den Wolken muss die Frei­heit wohl gren­zen­los sein. Alle Äng­ste, alle Sor­gen, sagt man, blieben darunter ver­bor­gen, nervte einst Rein­hard Mey. Das Ham­burg­er Trio Sport beschäftigt sich natür­lich trotz­dem lieber mit dem Elend “Unter den Wolken” und bohrt mit intel­li­gen­ten und kitschfreien Tex­ten in manch­er Wunde. Es geht um gescheit­erte Sin­suche, Ver­lust, Depress­sion.

    Hör­proben:
    Rein­hören kann man natür­lich eben­falls auf Amazon.de. Es ist eine gute Idee.

    Aber auch die schon länger etablierten Musik­er waren 2008 recht pro­duk­tiv:

  2. Farin Urlaub Rac­ing Team — Die Wahrheit übers Lügen
    “Ich bin nur ein Mann, aber auch ich hab Gefüh­le; ich gebe gern zu, es sind nicht so viele.” (Krieg)

    Nicht schlecht:
    Kaum ist die aktuelle Tour sein­er Stamm­band Die Ärzte vorüber, geht Farin Urlaub wieder ins Auf­nahmes­tu­dio und spielt mit sein­er per­sön­lichen Begleit­band, dem Rac­ing Team, dessen Name nun erst­mals auf dem Titel­bild eines Stu­dioal­bums zu lesen lst, anderthalb neue Alben ein.

    Warum anderthalb?

    Nun, tat­säch­lich beste­ht das Album aus beina­he zwei Alben; das erste, größere (“Büf­fel­herde”) beste­ht aus elf Rock­songs, unter anderem aus der Vor­ab­s­in­gle Nichim­griff, auf dem zweit­en (“Pony­hof”) gibt es vier Ska-Stücke zu hören.

    Der deut­lich­ste Unter­schied zum vorigen Stu­dioal­bum Am Ende der Sonne liegt, wie so oft, in den Tex­ten:
    Von weni­gen Aus­nah­men (u. a. Die Leiche) abge­se­hen kann man sich über die meis­ten von ihnen wieder her­rlich amüsieren.
    “Der Papst sagt: In der Nase bohrn ist noch kein In-sich-gehn!” (I.f.d.g.) — jawohl!

    (Alle Texte des Albums gibt es hier zum Lesen.)

    Über die Iden­tität von Gobi Tod­ic, des Titel­helden eines der Stücke, wird im Inter­net derzeit auch vielfach disku­tiert. Ob er ein kom­mu­nis­tis­ch­er Kämpfer war oder eine fik­tive Fig­ur ist, ist meines Wis­sens noch immer ungek­lärt, das ist aber auch nicht Gegen­stand dieser Rezen­sion. Das Lied indes gefällt mir.

    Dass das Stück Insel von der zweit­en CD Seeed min­destens kopiert, wenn nicht gar pri­ma par­o­diert, und der Refrain von Mon­ster unfer­tig klingt, tut dem Gesamtein­druck keinen Abbruch.
    (Zum Glück muss ich hier keine Punk­te vergeben!)

    Hör­probe:
    Das offizielle Video zu Nichim­griff gibt es natür­lich auf YouTube.com, wo man mit ein wenig Geduld ver­mut­lich auch den einen oder anderen Mitschnitt ander­er Lieder des Albums find­en kann.

    ;)

    Und wer lieber Krach als Rock mag, dem kann natür­lich auch in diesem Jahr geholfen wer­den:

  3. Die Toten Hosen — In aller Stille
    “Schau dich an, willst du unsterblich sein? Gott sei Dank: Leben ist tödlich.” (Leben ist tödlich)

    Das aktuelle Album der Punkrock­gruppe Die Toten Hosen heißt In aller Stille und ist das neueste Album dieser Rückschau, damit auch das, mit dem ich noch am wenig­sten ver­traut bin.
    Somit ist fol­gen­der Text ein rel­a­tiv unbe­darfter erster Hörein­druck und beleuchtet ver­mut­lich viele Bestandteile des Albums nur unzure­ichend.

    Ähn­lich dem oben beschriebe­nen Die Wahrheit übers Lügen des Her­rn Farin Urlaub ist auch auf In aller Stille ein Stil­wech­sel zu hören.
    Obwohl das der­weil bere­its vier Jahre alte Vorgänger-Stu­dioal­bum Zurück zum Glück einige durch­weg gute Lieder bot (mein Favorit: Ich bin die Sehn­sucht in dir), aber für das weit­ge­hende Fehlen der bekan­nten “Mit­gröl­hym­nen” vielfach kri­tisiert wurde, bleiben Die Toten Hosen, dies sei ihnen zuge­s­tanden, auf dem eingeschla­ge­nen Kurs.

    In der ersten Sin­gle Strom steckt viel Kraft, die mit weni­gen Aus­nah­men auch dem Rest des Albums innewohnt. Von den eher ruhi­gen Num­mern sticht Auflösen, ein Duett (mit ein­er Frau! Was ist passiert?), textlich her­vor; bei den Ärzten würde solch ein Lied wieder zu wochen­lan­gen Diskus­sio­nen darüber führen, ob das ein Zeichen für eine bevor ste­hende Tren­nung der Gruppe ist, her­rje. “Wenn wir uns jet­zt auflösen…”

    Zudem aufge­fall­en sind mir Dis­co, unge­wohnt mit Dis­cok­län­gen unter­legt, und Leben ist tödlich, das textlich auf Unsterblich vom gle­ich­nami­gen Album Bezug nimmt.

    Hör­proben:
    Auf der Web­site der Toten Hosen gibt es derzeit eine Son­der­seite zum Album, auf der man auch Hör­proben find­et.

    Das ist noch zu wenig exper­i­mentell?

    Es fol­gt eine let­zte kurze Kaufempfehlung:

  4. 1000 Rob­o­ta — Du nicht er nicht sie nicht
    “Du fragst dich sich­er: Warum ver­schwen­d­est du deine Zeit?” (Mein Traum)

    Auf diese knuf­fi­gen Jung­musik­er aus Ham­burg (ich hoffe, hier stim­men meine Infor­ma­tio­nen) bin ich, wie so oft, bei den Schall­gren­zen gestoßen.
    Und noch am 31. Okto­ber schrieb ich dort:

    ich weiß nicht.. werd mit denen nicht grün :)
    irgend­wo zwis­chen, hm, fehl­far­ben und tocotron­ic, nur monot­o­n­er…

    Inzwis­chen muss ich diese Kri­tik ein wenig abschwächen.
    Bei den von mir erlauscht­en Inspi­ra­toren Fehl­far­ben und Tocotron­ic bleibe ich, hinzu kommt allerd­ings noch eine Prise Die Gold­e­nen Zitro­nen (Mein Traum), und schon sieht das ganz anders aus und klingt auch im Unter­be­wussten viel angenehmer.

    Textlich und gesan­glich ist die Inspi­ra­tion durch die Fehl­far­ben meines Eracht­ens die deut­lich­ste, der größte Unter­schied liegt darin, dass die Texte der 1000 Rob­o­ta — wie schon die der oben erwäh­n­ten Sport — sich primär um Inter­hu­manes drehen.

    Fre­unde min­destens der Fehl­far­ben kön­nen einen Blind­kauf wagen, für alle anderen gibt es eine Hör­probe:
    Das Lied 1234567 gibt es seit­ens der Plat­ten­fir­ma Tapete Records gratis zum Herun­ter­laden.

Teil 4: Rückschau

Auch dies­mal möchte ich meine Analyse des diesjähri­gen Musikkon­sum­mark­tes mit ein­er Rückschau auf die let­zten 40 Jahre der Musikgeschichte schließen, wie immer von hin­ten nach vorn und wie immer ohne Anspruch auf all­ge­mein anerkan­nten Musikgeschmack.
Ergänzun­gen sind natür­lich auch hier jed­erzeit gern gese­hen.

  • Vor 40 Jahren:
    The Vel­vet Under­ground — White light / White heat

    1968 war ein über­aus pro­duk­tives Jahr für die Rock­musik.
    Benebelt vom Som­mer der Liebe tanzten die Blu­menkinder zu den psy­che­delis­chen Klän­gen von Lis­ten­ing und der bere­its mit Klang­col­la­gen arbei­t­en­den West Coast Pop Art Exper­i­men­tal Band, die Bea­t­les veröf­fentlicht­en das selb­st­betitelte Dop­pelal­bum, das heutzu­tage wegen seines Cov­ers meist das Weiße Album genan­nt wird, und in New York macht­en sich The Vel­vet Under­ground, seit ihren ersten Auftrit­ten im Rah­men der Schau Explod­ing Plas­tic Inevitable als Andy Warhols Todess­chwadron bekan­nt, selb­st­ständig.

    Das Album White light / White heat, erst­mals unab­hängig von ihrem ehe­ma­li­gen Men­tor pro­duziert und somit auch ohne die von diesem geförderte Sän­gerin Nico, ist das exper­i­mentell­ste Album der Gruppe geblieben. Ein gefäl­liges, radio­tauglich­es Lied wie das weiche Sun­day Morn­ing vom Debü­tal­bum ist hier nicht zu find­en, der Ein­satz von Rück­kop­plun­gen und Verz­er­rung ist sog­ar noch ver­stärkt wor­den. Einzig auf Here She Comes Now, das auch von Nir­vana sein kön­nte, hal­ten sich die vier Musik­er ein wenig zurück, den­noch klingt auch dieses Stück, als würde jed­erzeit der Aus­bruch erfol­gen. Die Abblendung mag dann doch über­raschend scheinen.

    The Gift, von mir im Zusam­men­hang mit Nick Cave schon ein­mal erwäh­nt, ist eine Kurzgeschichte über ein Liebe­spaar, an deren Ende — natür­lich — Blut fließt. Das Titel­stück White light / White heat hinge­gen ist Avant­garde­rock ähn­lich Euro­pean Son vom Erstal­bum.

    Der Höhep­unkt der sechs durch­weg — für dama­lige Ver­hält­nisse — bru­tal­en kako­phonis­chen Kra­chorgien ist das abschließende, über 17 Minuten lange Sis­ter Ray, dessen sur­re­al­is­tis­ch­er Text von Dro­gen, Mord und Trans­vestitismus han­delt.
    Klein­er Auss­chnitt gefäl­lig?

    Cecil’s got his new piece, he cocks and shoots between three and four,
    he aims it at the sailor, shoots him down dead on the floor.
    “Aw, you should­n’t do that!
    Don’t you know you’ll stain the car­pet?
    Don’t you know you’ll stain the car­pet?
    And by the way man, have you got a dol­lar?”

    Dur­chaus har­ter Stoff im Jahr der Liebe, die gewollte Pro­voka­tion hat ihr Ziel indes sicher­lich nicht ver­fehlt.
    Lei­der warf Lou Reed den eher avant­gardis­tis­chen John Cale noch im sel­ben Jahr aus der Band, so dass die Nach­fol­geal­ben aus kün­st­lerisch­er Sicht ver­gle­ich­sweise belan­g­los blieben.
    Das Erbe der radikalen The Vel­vet Under­ground bleibt jedoch bis heute in Bands wie Joy Divi­sion, Son­ic Youth und vie­len anderen erhal­ten.

  • Vor 30 Jahren:
    The Rolling Stones — Some Girls

    1978 war, bed­ingt auch durch den Auf­stieg des Punk, außer dem Pro­gres­sive Rock erst­mals auch eine weit­ere bis dahin pop­uläre Musikrich­tung im Abwind:
    Die Geg­n­er der Dis­co-Kul­tur kri­tisierten die ver­gle­ich­sweise banalen Texte und die ein­fall­slosen Rhyth­men. Bis die Ini­tia­tive “Death to Dis­co” um den DJ Steve Dahl sich formieren sollte, dauerte es noch ein Jahr. Bis dahin blieb Bands wie den Rolling Stones wie auch zahllosen frühen Met­al­bands die Wahl, sich mit der neuen Jugend­kul­tur zu arrang­ieren oder sie zu ignori­eren.

    The Rolling Stones entsch­ieden sich für ersteres; auf dem Album Some Girls find­en sich neben dem bekan­nten Beast of Bur­den auch zwei eher untyp­is­che Stücke:

    Während Shat­tered durch Mick Jag­gers Sprechge­sang auf­fällt und sich somit musikalisch wie auch textlich zwis­chen Funk und frühem Rap bewegt, stellt Miss you mit seinem markan­ten Bass, den mehrstim­mi­gen Chören und dem Sax­o­fon­so­lo eine Ver­beu­gung vor der Dis­co­musik dar.

    Wieso dieses Album regelmäßig als ein­er der schlecht­esten Stones-Ton­träger bew­ertet wird, ist für mich unbe­grei­flich.
    Es ist mein per­sön­lich­er Favorit.

  • Vor 20 Jahren:
    The Fall — The Frenz Exper­i­ment

    1988: Das Jahrzehnt der Retorten­musik ist fast vorüber. Dass Video Killed The Radio Star des New-Wave-Duos The Bug­gles, das die Ära des Musik­fernse­hens ein­läutete, von einem Album des Titels The Age of Plas­tic stammt, war im Nach­hinein ein Wink des Schick­sals.

    Bere­its zwölf Jahre zuvor wurde die Avant­garde-Rock-Band The Fall gegrün­det, die sich ähn­lich wie ihre musikalis­chen Vor­bilder The Vel­vet Under­ground durch exper­i­mentellen Noise Gehör ver­schafften.

    Im Jahr 1988 erschienen zwei Alben, deren erstes den Titel The Frenz Exper­i­ment trägt und sich gegenüber anderen Werken der Band dadurch unter­schei­det, dass man die verz­er­rten Texte des Sängers Mark E. Smith ver­ste­hen kann.

    ;)

    Dass The Fall trotz allen Anspruchs bis heute weit­ge­hend unbeachtet bleiben, kon­nte auch John Peel, der beken­nen­der Anhänger der Band war, nur wenig bee­in­flussen. Schön ist’s jeden­falls zu wis­sen, dass der Avant­garde-Rock sich nicht von zeitweili­gen neuen Musik­strö­mungen ver­drän­gen ließ und lässt.

  • Vor 10 Jahren:
    J.B.O. — Meis­ter der Musik

    Das Ende der 90-er Jahre hat­te außer ekligem Kinderge­burt­stags-Pop wie Aqua und Blüm­chen auch die Wieder­ent­deck­ung des Pro­gres­sive Rock durch Bands wie Echolyn im Gepäck; dies allerd­ings ver­lief zunächst weit­ge­hend unbe­merkt.

    Und so ist es hof­fentlich auch wenig erstaunlich, dass ich die musikalis­che Entwick­lung der 90-er Jahre dies­mal am Beispiel des Albums Meis­ter der Musik der fränkischen Met­alkomik­er J.B.O. aufzeigen möchte.

    Mit Meis­ter der Musik nah­men J.B.O. ihr vor­erst let­ztes Album mit wenig anspruchsvollen, aber durch­weg saukomis­chen Cov­erver­sio­nen bekan­nter Musik­stücke auf; der Nach­fol­ger Sex Sex Sex fiel eher durch seine grotesk erscheinende Death-Met­al-Attitüde (Ein klein­er Vam­pir) als durch Fäkalhu­mor auf.

    Aber zurück zu Meis­ter der Musik:
    Dieser Ton­träger enthält tat­säch­lich alles, was man von J.B.O., deren Schlump­fozid im Stadt­ge­bi­et wie auch das Album Explizite Lyrik wenige Jahre zuvor auf Jugend­par­tys recht ver­bre­it­et schien, zu erwarten hat­te. Metal­li­ca wur­den auf dem Werk, das auch eine Art “Rah­men­hand­lung” bein­hal­tet, eben­so par­o­diert wie Mike Old­field und andere Musikan­ten divers­er Stile.

    So zotig Meis­ter der Musik allerd­ings auch sein mag:
    Es ist vom musikalis­chen Aspekt über­aus gelun­gen und, ver­glichen mit Grup­pen der Art Knorka­tor oder Don­ald Dark, sich­er nicht die schlecht­este Trink­feierbeschal­lung.

Mit dieser illus­tren Liste von Ton­trägern endet nun­mehr also meine Musikrückschau 2008.
Bei aus­re­ichend Zus­pruch gibt es 2009 eine neue.

Auf dann!

Jahresrückblick

Musik 06/2008 — Favoriten und Analyse Musik 06/2009 — Favoriten und Analyse
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Senfecke:

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