Die Neujahrsansprache der Kanzlerin habe ich leider verpasst. Ich möchte mich daher nicht zum Inhalt derselben äußern, sondern dieses Bild – besonders das rechte Drittel – für sich sprechen lassen.
(Mit Dank an L.!)
… und 2013 beginnt eigentlich auch nicht anders als 2012, mit Sekt und Feuerwerk und Bier und Tee und Bier und Feuerwerk, mit Sekt in der Hand und Feuerwerk im Herzen und Bier im Kopf und Tee in der Blase und Bier im Bauch und Feuerwerk vor der Tür, wo die Leute schneefremd stehen und offlinechatten und rauchen und telefonieren oder irgendwie versuchen, mit diesem verdammten Telefonnetzdingsbums klarzukommen, während kilometerweit entfernt der Computer so tut, als wäre man zu Hause und würde Texte ins Internet reintun; es ist eben immer wieder total überraschend, wenn an Neujahr Leute jemanden anrufen wollen.
Und in diesem Moment der Geschwätzigkeit dann dieses Insichgehen und Zurückblicken und diese ganze elende Herzscheiße, aber letztes Jahr um diese Zeit ging’s auch nicht besser. 2012 war ja auch ein mathematisches Jahr, minus Klammer auf x Quadrat plus hundert Klammer zu plus – mindestens – eine Million x, mittendrin fast übertrieben und nach unten stets offen, aber sonst 2012: Gewonnen, genossen, verloren, somit zumindest quitt mit sich selbst. 2012 plus eins ohne die Pluseins von 2012 erleben, so bleibt’s konstant. Anrufen wollen, Nummer wählen, abbrechen, wegstecken, schreien, aber mehr so innendrin, um nicht das Bummzisch zu verpassen. „Mehr Flausch wagen!“ ist ja auch so ein Motto, für das ich sogar die CDU wählen würde, aber die macht das nicht.
Noch ein Bier auf den Schreck und noch mehr Feuerwerk draußen. Sicherinnern ist, wenn man trotzdem lacht, und Neujahr irgendwie auch. Prost auf 2013.
Eine dieser Popsensationen von 2012, die an mir völlig vorbei gegangen wären, würde ich nicht gelegentlich in Filialen einer ursprünglich US-amerikanischen Kette von Schnellrestaurants ein wenig Zeit verbringen, ist das schwedische Duo Icona Pop. Um welches Genre es sich handelt, möge der kluge Leser selbst erraten.
Und dann haben die zwei Sängerinnen trotz des saumäßig bescheuerten Textes, den ich nicht zu zitieren wage, auch noch Melodien, die man tagelang nicht aus dem Kopf bekommt. So ein Mist.
Guten Morgen. Genießt den Tag, so lange ihr dies noch könnt.
Mit der F.D.P. mag niemand mehr spielen:
Der FDP laufen offenbar die Mitglieder davon. 2013 wird die Partei erstmals weniger Beitragszahler haben als die Grünen. Das dürfte so bleiben, denn „niemand will zu den Verlierern gehören“, so Parteienforscher Oskar Niedermayer.
Dies wird unter anderem auf die veränderten Gesellschaftsverhältnisse zurückgeführt:
Bis in die 1960er Jahre hinein habe es noch soziale Milieus – zum Beispiel Arbeiter oder Katholiken – gegeben.
Natürlich – so etwas wie Arbeiter gibt es heutzutage nicht mehr, es gibt nur noch Leistungsträger und, nun, die vielen, vielen anderen. Besten Dank auch, SPD.
Steinbrück sagt schon mal an, dass das Kanzlergehalt zu niedrig für ihn wäre.
Immerhin sagt er’s vorher!
Der Papst und seine engsten Berater sollten zum Tode verurteilt werden – sie seien für Millionen von Aids-Toten verantwortlich.
Natürlich liegt’s allein an kirchlichen Vorgaben, etwa der Einstellung zu Empfängnis verhütenden Maßnahmen, dass Millionen Menschen an AIDS erkranken und sterben. Das ist das Tolle an der Religion: Man kann ihr blind folgen und hinterher, wenn alles schiefgeht, die Schuld auf sie schieben. „Aber der große Schlumpf Papst hat gesagt…“. Das hat in Deutschland und Österreich – der Herkunft des Urhebers dieser Forderung – ja Tradition.
Eigentlich vermisst man sie gar nicht. Man ist schließlich nicht zum ersten Mal allein und hat sich im Grunde längst daran gewöhnt, die längste Zeit des Lebens mit sich selbst zu verbringen.
Eigentlich sinniert man nun über das Wort „vermissen“ und dessen egoistische Komponente. Ist Vermissen nicht vermessen, ist Autarkie nicht exklusiv?
Eigentlich weiß man, dass man längst verloren hat, ohne je Aussichten auf Gewinn gehabt zu haben. Beim Spiel des Lebens ist Dabeisein nicht alles, sondern allein den Würfeln überlassen.
Eigentlich hätte man aus allem, was passiert war, etwas lernen sollen. Fehler kann man vermeiden oder sie zur Methode erklären; und eigentlich hat man sich für den falschen Weg entschieden.
Eigentlich sollte man dem Traum, den man immer wieder träumt, mitten in der Nacht hochschreckt und unbedingt dieses eine Lied hören muss, damit der Traum nicht das Spiel gewinnt, keine große Bedeutung beimessen.
Eigentlich wäre man jetzt gern bei ihr.
Demnächst beginnen dann wieder die elend langen Wochen, in denen viele Frauen und Mädchen die reichhaltige Weihnachtskost (Schokolade und Ente und Schokoladenente) wieder runter bekommen müssen, um ihr Idealgewicht von höchstens 50 Kilogramm zurückzugewinnen und endlich wieder auszusehen wie Hungertote in Äthiopien.
Zeiten ändern sich.
(via)
Ziemlich großartig:
Hans Magnus Enzensberger stellt vierzig hinterhältige Fragen zu Europa.
Haben Sie den Eindruck, dass unser Kontinent nach wie vor existiert, obwohl im Lauf der letzten zweitausend Jahre das Talent, der Denar, der Gulden, die Lira, das Lepton und die Reichsmark untergegangen sind?
Falls noch wer nicht in der richtigen Weihnachtsstimmung ist.
(via Nachtwächter)
Montag, der 24. Dezember.
Draußen kein Schnee, im Radio nur Quatsch. Also machen wir uns unsere Besinnlichkeit einfach selbst.
Guten Morgen.
Ach gucke, „Super-Mario“ mag nicht mehr:
Mario Monti, Italiens scheidender Regierungschef, will bei den Neuwahlen nicht kandidieren.
(Hihi, „Scheide“.)
Das heißt nicht, dass er überhaupt kein Interesse daran hätte, weiterhin das Land zu führen:
Er werde sich bei den Wahlen im Februar nicht selbst zur Wahl stellen. Aber eine Absage an die Politik sei das nicht. Denn wenn „einige politische Parteien“, die hinter seiner Anti-Krisen-Politik stehen, ihn nach der Wahl bitten würden, sich erneut an die Spitze der Regierung zu stellen, werde er das Angebot prüfen.
Natürlich – Italien weiß, dass Italien Mario Monti braucht, und er würde sich unter Umständen gnädig erweisen, seinen Untertanen abermals ihren Wunsch zu erfüllen, wenn sie sich nur tief genug bücken. Das Selbstbild Berlusconis hat er immerhin schnell adaptiert.
Beziehungsweise dies:
Die einzige Alternative wäre: Monti bleibt dem politischen Getümmel fern und lässt sich nach der Wahl von einem breiten Bündnis aus Christen, Liberalen und Rechten ins Amt bitten.
Nö, eine weitere Alternative wäre: Monti bleibt dem politischen Getümmel fern und beendet sein divenhaftes Getue, um sich einem anständigen Beruf zu widmen. Berufstätige könnte die italienische Wirtschaft nämlich momentan dem Vernehmen nach durchaus benötigen.
Hat ihm das schon jemand mitgeteilt?
Ich schreibe es wirklich nur sehr ungern, aber die Welt ist noch da. Bedrückend, nicht? Keine Sorge, der diesmal wirklich echt dolle korrekte Untergang – und so – ist schon angekündigt.
Woher kommt eigentlich diese Faszination für esoterische Weissagungen von einem nahen Ende der Welt, sei’s nun anhand der alten Bibel, alter Prophezeiungen oder eines alten Kalenders? Sollte man nicht denken, in unseren aufgeklärten Zeiten wären Menschen gerade hierzulande bodenständiger und wüssten, dass der Weltuntergang aller Wahrscheinlichkeit nach noch ein paar Millionen Jahre lang nicht eintreten wird, da die Sonne bisher noch ziemlich energiereich vor sich hinexplodiert und die anderen Sonnensysteme auch noch nicht danach aussehen, als würden sie in Kürze alles Leben auslöschen?
Nun: Sollte man. Aber wie könnte man?
Momentan liegt an Kiosken die Zeitschrift „Psychologie heute“ herum. Auf dem Titelbild ist eine Frau zu sehen, die einen Lichtball in den Händen hält und dumm in die Kamera guckt. Das ist noch nicht abschreckend genug? Auch der Rest des Titelbildes, nämlich die angekündigten Themen auf der Heftinnenseite, verdient Beachtung.
Aberglaube: Warum magisches Denken das Leben erleichtert
Man interessiere sich, nur nebenbei, für das Wort „Aberglaube“, das in keinem mir bekannten Kontext etwas anderes als Blödheit paraphrasiert. Magisches Denken, eine Erscheinungsform dieser Blödheit, hat zu allen erwähnenswerten Zeiten die Menschen fasziniert, denn es bewahrt sie vor der Erkenntnis ihrer eigenen Unwissenheit. Viele Dinge, für die er nicht genug Bildung besitzt, erklärte sich der Mensch schon seit Jahrtausenden mit einer höheren Macht – praktisch, wenn man einen Gott oder einen Naturgeist für Ereignisse verantwortlich machen kann, dann muss man nicht selbst etwas lernen und hat eine praktische Begründung für seine Blödheit parat. (Heute sind diese höheren Mächte meist Politiker oder das Fernsehen.) Worin unterscheiden sich eigentlich magisches Denken und der Glaube an eine höhere Macht? Der Unterschied zwischen dem Blödheits-Aberglauben sowie dem Glauben und/oder dem Streben nach Seelenfrieden scheint der Redaktion von „Psychologie heute“ unbekannt oder wurscht zu sein. Buddhisten, Esoteriker – is‘ doch alles derselbe Brei, nicht wahr?
Wenn man dann zu viele scharfe Chilischoten gegessen (oder einfach nur zu viel gesoffen) hat, bekommt man schon mal merkwürdige Eingebungen, und weil man nicht wahrhaben will, dass man sich schlecht ernährt, erzählt man dann seinen staunenden Mitidioten, man habe eine Vision gehabt. Aufgrund dieser Visionen sind schon viele Tode geschehen, und so sehr diese Tode Dritter das eigene Leben auch erleichtern können, so sehr lassen sie mich doch an der Sache mit dem homo sapiens, dem weisen Menschen, zweifeln.
Das dritte große Titelthema lautet übrigens:
Kranke Psyche: Nehmen seelische Probleme wirklich zu?
Zählt das mit dem magischen Denken eigentlich schon zu kranker Psyche?
„Psychologie heute“ kostet 6,50 Euro. Ich vermute, das ist ein impliziter Psychotest. Wie muss man eigentlich so ticken, um sich diese Zeitschrift zu kaufen?
Vielleicht muss man ja vorher eine Eingebung gehabt haben.
„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“
– Helmut Schmidt
Bedenkliche Begebenheit:
Eine Gymnasiastin berichtete heute in meinem Beisein von ihrem Schultag: Der Lehrer sei reingekommen und habe gefragt, was denn gemacht werden solle. Ein Schüler habe zum Glück sein Netbook „oder so“ dabei gehabt, auf dem eine Vielzahl an Filmen gespeichert gewesen sei, so dass sich die Klasse zwei Schulstunden lang „How I Met Your Mother“ reingezogen habe.
In einer anderen heutigen Schulstunde habe der Lehrer sowieso keine Sachen dabei gehabt, also habe man gemeinsam „Austin Powers“ gesehen. In der letzten Woche vor den Ferien sei eh‘ kein Unterricht mehr, es gebe ja keinen Stoff mehr, sie seien ja durch.
Viele Lehrer – Ausnahmen sind mir bekannt – versuchen offensichtlich nicht einmal mehr, ihre Schüler für Dinge außerhalb des Pflichtcurriculums zu begeistern.
Und da wundert sich noch jemand über den mangelnden Bildungsstand und fehlenden Wissensdurst des Nachwuchses?
(Keine Pointe.)
Noch bis zum 31. Dezember 2012 läuft auf Plattentests.de der „Jahrespoll“, und ich kenne nur einen sehr, sehr kleinen Teil der dort aufgeführten „Künstler“. Ich hatte 2012 nun mal bessere Musikalben zu hören als den immergleichen Indiepop-Mist.
Und da schon wieder Jahresende ist, freue ich mich darauf, euch mit gewohnt herausragender Grammatik den zweiten Teil (den ersten Teil gibt es hier) der Liste der mir am gefallendsten Alben 2012 zu präsentieren. Keine Sorge, selbstverständlich trägt jedes aufgeführte Album das übliche Gütesiegel: Ohne Phil Collins. ‘Musik 12/2012 – Favoriten und Analyse’ weiterlesen »
Übereinstimmend berichten heute SPIEGEL ONLINE und DIE WELT über einen Fahndungserfolg:
Weil er über Jahre hinweg die Computer und E‑Mails von US-Promis ausgespäht und sensible Bilder ins Web gestellt hat, ist ein Hacker in den USA zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Was genau hat er eigentlich angestellt? Nun:
Dem Mann wurden unter anderem illegales Abhören, Identitätsdiebstahl und der unerlaubte Zugang zu Computern zur Last gelegt.
Ja, das ist tatsächlich ziemlich schlimm. Man stelle sich vor, eine deutsche Behörde würde so etwas tun! Ach, Moment… – wir schweifen ab. Was hat der Mann denn nun auf den fremden Computern getan? Offenbar vor allem Bilder kopiert:
Er hackte ihre Konten, griff auf private Fotos und Informationen zu und verbreitete sie im Internet. So tauchten Nacktfotos von Schauspielerin Scarlett Johansson im Netz auf. Die Schauspielerin hatte die Bilder selbst zu Hause vor einem Spiegel mit einer Handykamera aufgenommen.
Scarlett Johansson fand das merkwürdigerweise weniger befriedigend als das Anfertigen der Bilder selbst:
Schauspielerin Scarlett Johansson hatte nach der Veröffentlichung der Bilder in einem Interview gesagt, sie fühle sich jetzt „verwundbarer als jemals zuvor“[.]
Warum solche Bilder überhaupt existieren, hat sie leider nicht bekannt gegeben. Warum fertigt Scarlett Johansson Nacktfotos von sich selbst an, wenn nicht in der Absicht, sie jemandem zu zeigen? Sich nackt im Spiegel anzusehen kann ich bei einer Frau ja noch verstehen; „hihihi, Brüste“.
Über die Motivation, darüber hinausgehendes zu tun, kann ich nur spekulieren. Mein Urteil fiele voraussichtlich nicht positiv aus.
(via L.)
Vor einer Woche erklärte ich, wieso ich die Piratenpartei nicht in den Bundestag wählen werde. Ich möchte dem nun noch etwas hinzufügen.
Es ist nicht so, dass Piraten nicht für ihre Überzeugungen auf die Straße gehen würden. Wenn der AK Zensur oder eine ähnliche Interessensgemeinschaft Demonstrationen gegen ACTA und/oder INDECT organisiert, wehen dort Piratenflaggen. Wenn irgendwelche Aktionsbündnisse gegen Rechts demonstrieren, wehen dort Piratenflaggen. Die Piratenpartei, eine Mitmachpartei: Jemand organisiert etwas, die Piraten machen mit. Hinterher halten dann die Spitzenkandidaten und/oder Vorstandsmitglieder ihre Gesichter in Kameras und freuen sich wie ein Schnitzel, dass sie so toll „wir auch!“ schreien können. „Oh, eine Demo, gleich mal Flagge schwenken.“
Es ist eben nur so, dass sie aus eigenem Antrieb heraus nichts gebacken bekommen.
Ich erwähnte in oben angesprochenem Beitrag, dass mich der Kampf für ein freies Internet vor drei Jahren zur Piratenpartei gebracht hat. Nun ist es mit dem freien Internet dieser Tage nicht weit her: Die internationale Fernmeldeunion ITU würde gern Staaten mehr Kontrolle über das Internet gewähren, der Bundesrat setzt sich derweil für eine stärkere Telekommunikationsüberwachung ein.
Nicht, dass die Piratenpartei das noch nicht selbst gemerkt hätte. Bereits vor vier Tagen wurde über den Twitteraccount der Piratenpartei ein Hinweis darauf verbreitet, was für Scheiße die Politik da eigentlich ausklüngelt.
Und was tut die Piratenpartei dagegen?
Sie schreibt erboste Pressemitteilungen, dass sie die Vorgänge aufs Schärfste verurteilt, einself, widmet sich dann weiter den innerparteilichen Personaldebatten und gründet alberne Kaffeekränzchen, beides begleitet von großem Pressetamtam. Und wenn der doofe Bundesrat die schöne Pressemitteilung einfach überliest, dann schreibt sie eben noch eine. Das hat der Bundesrat dann davon.
Bloggerin „DanielaKayB“ platzt zu Recht der Kragen:
Leute, mal ernsthaft: wenn die damit durchkommen, und wir nix dagegen getan haben, dann war der ganze Piraten-Scheiss echt umsonst.
Dann haben wir einunddrölfzig Abgeordnete im Bundestag und eine rauchende Ruine, wo früher unser digitales Zuhause war.
Sagt mir, Piraten: Warum sollte man uns wählen? Weil wir uns so toll für Umwelt und Bildung einsetzen und weil wir irgendwas mit sozial im Programm haben?
Echt jetzt?
Lasst es mich in einer Sprache ausdrücken, die auch ihr versteht, ihr Süße-Kätzchen-Blogger und Facebook-Teiler:
„Es ist Wahlkampf“ geben die etwas Besonneneren von uns zu Recht über die Mailinglisten bekannt. Sie stehen – so weit nicht zu beanstanden – bei (inzwischen) ziemlicher Kälte draußen herum und informieren Wähler über die Partei, die sich irgendwann mal für ein freies Internet eingesetzt hat, jedoch derweil durch bloßes Nichtstun ihr Bestes gibt, ihre eigenen Ziele zu verfehlen.
Leute, Wahlkampf ist schön und gut, aber was wollen wir mit Stimmen, wenn sie nicht mehr frei sprechen können?
Wir lassen so letztendlich die im Stich, die auf unsere Unterstützung vertrauen sollen.
Der Wähler will nicht mehr mit Worten geködert werden, er will mit Taten überzeugt werden. Für ein freies Internet kämpft man nicht mit scharf formulierten offenen Briefen und Pressemitteilungen, da braucht es mehr.
Ich wäre dabei – wer macht mit?
Wir haben großes Glück gehabt: Der Amokläufer von Connecticut („wir brauchen Waffen!“ geben Einwohner der betroffenen Stadt heute zu Protokoll) hat doch kein Computerspiel gespielt, sondern er litt eventuell am Asperger-Syndrom. Das muss als Erklärung genügen. Warum darf so jemand wie Cinthia Briseño (c/o SPIEGEL ONLINE) eigentlich überhaupt noch frei rumlaufen?
Aber es ist Montag früh, da wollen wir uns noch nicht aufregen, davon bekommt man nur Krähenfüße. Und damit kann man doch nicht mehr vernünftig laufen. Hören wir lieber Musik. Auf guteshoerenistwichtig fand ich die Popgruppe The Babies. Schön, unauffällig und harmonisch. Ideal für einen Montagmorgen.
Guten Morgen.