Internes
Wieder da

So, nach der kur­zen Auszeit (wie ange­kün­digt) ist das TuxBlog wie­der da, jung­fräu­lich und frisch…
Zwei Dinge:

  1. Umlaute in den alten Einträgen sind lei­der ver­lo­ren gegan­gen; ich den­ke aber mal, man kann’s noch lesen
  2. die ner­vi­gen Werbebanner las­sen sich lei­der nicht mehr ver­mei­den; Tipp: Firefox/Adblock Plus… oder Webwasher verwenden…

 
Halleluja!
- euer Pinguin

Politik
Die Probleme der Welt

O tem­po­ra, o mores! In was für einer Zeit leben wir?
 
Kinder wer­fen Eier auf Autos und wer­den dafür übern Haufen geschos­sen (jüngst gesche­hen, wo sonst?, in den USA); mili­tan­te Islamisten for­dern den Untergang des Abendlandes und wer­den dafür von die­sem wie Helden gefei­ert (ich sag nur Dänemark); Jugendliche stecken gan­ze Stadtviertel in Brand und wer­den mit Ernesto „Che“ Guevara oder den Aufständischen des 20. Juli ver­gli­chen (Frankreich, schon was län­ger her) - und mit­ten­drin ste­hen die Deutschen und grün­den eine Task Force für jeden Scheiß (wo bleibt eigent­lich die „Task Force Arbeitslosigkeit“?), welch eine Farce, halt, Force; heißt „task for­ce“ nicht eigent­lich „Bereitschaftspolizei“?
Aber wei­ter im Text: ich habe als wäh­len­der Bürger die­ses furcht­ba­ren Staates den Eindruck, eine TF (ich kürz das jetzt mal ab, ich mag das Wort nicht) wird immer dann gegrün­det, wenn Politiker nicht mehr wei­ter­wis­sen. Ich mei­ne, es ist ja schön, dass wir es nicht nötig haben, alles tot­zu­schie­ßen, was unse­re „Werte“ (hoho, haha) miss­ach­tet, aber ein biss­chen weni­ger Appeasement (so’n Lieblingswort von mir) wäre schon lieb.
 
Dinge, für die ich gern eine TF ein­rich­ten würde

  • Islamisten in Deutschland
    (ist schon mal jemand mit einer Bibel durch Saudi-Arabien gelau­fen und hat’s über­lebt? Nein? Also was sol­len dann die Diskussionen über Toleranz und Moscheen statt Kirchen?)
  • Tendenz zur Amerikanisierung
    (also bit­te, die Amerikaner sind doch nicht ernst­haft ein Vorbild für frei­heits­lie­ben­de, kul­tu­rell gebil­de­te, intel­li­gen­te Menschen? Und über­haupt, die gan­ze Sprache; war­um machen wir’s nicht so wie die Franzosen und legen die deut­sche Sprache in der Verfassung als Umgangssprache fest? „cool“… „Party“… „Kids“… „Task Force“… gruselig)
  • Abschaffung christ­li­cher Feste
    (allein schon des­halb, weil ich jetzt schon „so’n Hals“ von dem Weihnachtsgeschmeiß habe, und dabei ist der Dezember nicht mal halb rum, und kaum ist Januar, gibt’s schon wie­der Osterhasen an jeder Ecke, na dan­ke! Sollen die from­men Christen (sie­he ent­spre­chen­der Blogeintrag) doch ihre Feste „still und besinn­lich“ fei­ern, wie sie lustig sind, aber mich sol­len sie da bit­te raus­hal­ten, ich will mei­ne Ruhe, wei­ter nichts! Ist das zu viel ver­langt? Oder soll ich zum Islam über­tre­ten? Immerhin wür­de man sich dann in Deutschland nicht trau­en, mei­ne reli­giö­sen Gefühle durch Weihnachtsquark zu ver­let­zen, aus Angst, ich könn­te mich in die Luft jagen oder so was… gute Idee eigent­lich; schließ­lich gibt’s hier so was wie Religionsfreiheit!
    Apropos: Wieso eigent­lich „Xmas“ statt „Christmas“? „Weil Jesus gekreu­zigt wur­de“, toll, ich schreib auch nicht U statt Pferd, nur weil Pferde ein Hufeisen tra­gen… mei­ne Fresse)

Heute mal in Streitlaune,
- euer poten­zi­el­ler Amokläufer
 
P.S.: Hier gibt’s fei­ne Spielsachen für die, die schon alles haben…

Persönliches
Liebe Frauen…

… was nützt es euch eigent­lich, mit uns Männern zu spie­len? Ich ver­steh euch nicht!
 
Beispiel: Miniröcke, die nicht mal die Potätowierung („Arschgeweih“; vgl. M. Mittermeier: „das sieht aus, als wenn ein Elch einem einen bläst“) ver­decken und jede Unebenheit des oran­gen­häu­ti­gen Hinterteils detail­liert abbil­den; aber wehe, ein Mann (resp. Männchen) wagt es, auch nur aus dem Augenwinkel einen Blick dar­auf zu wer­fen, der not­gei­le Bock. Was soll das?
 
Beispiel: Frau hat Langeweile, flir­tet aus die­sem Grund (i.d.R. mit vol­lem Körpereinsatz) hef­tigst mit einem Mann, der schon lan­ge ein Auge auf sie gewor­fen hat (und sie weiß das!); aber wehe, er macht sich jetzt fal­sche Hoffnungen, der not­gei­le Bock. Was soll das?
 
Beispiel: Mann sieht sein Weibchen eng umschlun­gen mit einem (für ihn) Wildfremden; es stellt sich her­aus, dass es sich um einen lang­jäh­ri­gen Freund (mit­un­ter sogar den besten?) han­delt, alles rein pla­to­nisch etc. und dann ist der Mann das eifer­süch­ti­ge Arschloch und die Frau fein raus; aber jetzt stel­len wir uns die Situation doch mal anders­rum vor, mit einem Mann und sei­ner (besten?) Freundin, und dann über­le­gen wir uns, wie wohl die Frau reagie­ren mag. Noch mal: Was soll das?
 
Flirt als Zeitvertreib, sexu­el­le Aufreizung nur zum Spaß; und da sage noch einer, Männer sei­en Schweine.
 
Ein Hoch der (rhyth­mi­schen) Frauenbewegung!
- euer Chauvinist


P.S.:
Man stel­le sich vor, Männer wür­den zu zweit aufs Klo gehen und sich mit Küsschen begrü­ßen; „ist ja was völ­lig ande­res“? Falsch.

Nerdkrams
Internet Explorer 7: Review

Weil ich das im letz­ten Blogeintrag nicht mehr ver­wur­sten konn­te, hier mal außer­halb der Norm ein klei­ner Technikbericht…
Habe als tech­nisch inter­es­sier­ter Weblogger einen kur­zen Blick auf den neu­en Internet Explorer gewor­fen; und wie schon Gevatter Gaul (Ren & Stimpy Show) sag­te: Nein, Sir, gefällt mir nicht.
 
 
Was sofort auffällt
Erster Start: Aha, die zahl­lo­sen Vorab-Screenshots hat­ten lei­der Recht, das Ding sieht zum Verzweifeln aus. Aber inter­es­san­ter­wei­se hat Microsoft end­lich mal eine Oberfläche ent­wickelt, die sich nicht ins Standardaussehen von Windows (das ja per se auch nicht son­der­lich attrak­tiv ist) einfügt.
(Fast noch schlim­mer trei­ben sie’s bis­her nur in Office 2007; wer Screenshots sucht, kann sich ja mal hier umschauen…)
 
Standardmäßig kei­ne Menüleiste, über­haupt kei­ne Symbolleiste; für Deskmodder ein Graus. Stattdessen „Tabbed Browsing“ (meh­re­re Seiten in einem Fenster), „Livefeeds“ (RSS-Ticker als dyna­mi­sche Lesezeichen) und eine Adressleiste, über deren Inspiration ich nicht all­zu­lan­ge nach­den­ken musste:
 

Firefox
 

Internet Explorer
 
Übrigens, die­se tuf­fi­gen Symbole rechts neben den Tabs im IE las­sen sich für Firefox auch nach­rü­sten; die ent­spre­chen­de Erweiterung nennt sich „MenuX“, gibt’s hier
 
 
Technische Aspekte
Die schlech­te Nachricht zuerst: der neue IE benutzt neue Standardschriftarten, is‘ also nix mehr mit „sans-serif = Arial“; hier wer­den Webdesigner umden­ken müssen.
Schönerweise hin­ge­gen wur­de die Rendering-Engine end­lich mal kom­plett umge­krem­pelt; es gibt immer noch eini­ge Unstimmigkeiten zwi­schen den CSS-Standards und der IE-Darstellung, aber bis­he­ri­ge Firefox-Pluspunkte wie zum Beispiel fest ste­hen­de Textcontainer (fixed) kön­nen jetzt ohne kru­de Browserweichen dar­ge­stellt werden.
 
Auch sehr schön sind die neu­en Sicherheitseinstellungen: fast alle rele­van­ten Neuerungen von Firefox 2.0 (allen vor­an der Phishingschutz) fin­den sich im IE wie­der; jetzt hängt Microsoft nur noch weni­ge Monate anstel­le vie­ler Jahre hin­ter­her, Respekt (klei­ner Zynismus an die­ser Stelle)!
 
Und beim Featureklau aus Firefox war Microsoft groß­zü­gi­ger als erwar­tet: Im Popupmenü „Extras“ - das die sehr unpas­send platz­ier­te Menüleiste gut erset­zen kann - fin­det sich sogar ein Addon-Management, das für die Verwaltung von Browserplugins (BHOs, Browser Helper Objects) zustän­dig ist; sehr nütz­lich, wenn Verdacht auf infi­zier­te ActiveX-Objekte besteht.
 
 
Resümee
Der Internet Explorer 7.0 ist - das muss ich als sonst Microsoft-kri­ti­scher Benutzer lei­der zuge­ben - eine sehr brauch­ba­re Erfindung. Es wur­de nicht am fal­schen Ende gespart; die Neuerungen in der CSS-Darstellung waren (und sind) eben­so wich­tig wie das Tabbed Browsing - bis­her ein K.O.-Kriterium im Browservergleich. Auch die Sicherheitsfeatures sind ein Schritt in die rich­ti­ge Richtung. Lediglich das bun­te Durcheinander der Oberfläche hät­te nicht sein müs­sen; war­ten wir mal ab, was noch passiert…


So, ‚tschul­digt den klei­nen Exkurs, der näch­ste Eintrag wird wie­der interessanter…
- euer Cyberterrorist

MusikPersönliches
Betteln und gebet­telt werden

[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?“
[2] In eige­ner Sache (I)
[3] Welt-AIDS-Tag
[4] In eige­ner Sache (II)


[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?“
Kürzlich im Bus: Diskussion zum oben genann­ten Thema. Von hin­ten eine männ­li­che (!) Stimme „also Killerpilze sind schei­ße“, dar­auf viel­stim­mi­ges weib­li­ches Gekicher und die Bemerkung „haha du stehst auf Tokio Hotel“; und da möch­te ich mal sein­fel­desk ein­ha­ken: ich mei­ne, was ist denn das für eine Frage? Zwei Haufen unmu­si­ka­li­scher Knirpse, kaum Haare am Sack und schon einen auf dicke Rockstarhose machen, „ja nee, is klar“ (A. Schröder); und dann noch mit „Sängern“, die im Sprachheilzentrum besten­falls den Boden wischen dürf­ten, und Texten, die selbst den Backstreet Boys pein­lich sein müss­ten, na dan­ke­schön. Fast wün­sche ich mir die gute alte Blümchen-Zeit zurück - und das will was heißen.
„Ich frag mich, was mach ich eigent­lich hier?“ (Killerpilze) - ich mich auch.


[2] In eige­ner Sache (I)
An die­ser Stelle, kurz dazwi­schen sozu­sa­gen, möch­te ich mich nach ein­ge­hen­der Abwägung der Konsequenzen bei allen ent­schul­di­gen, die sich über mei­ne Meerschweinrezepte echauf­fie­ren. Tut mir echt Leid. Ich bit­te aller­dings dar­um, nicht mit Pinguinrezepten zu kon­tern; ich habe mal gele­sen, die schmecken dann doch eher tranig.
Habe die Ehre, Frau Generalfeldmarschall! *ver­neig*


[3] Welt-AIDS-Tag
Nächstes Thema:
Neulich war ja wie­der der Welt-AIDS-Tag ange­sagt, wo es lusti­ge rote Schleifen für ein klei­nes Entgelt gab. Ich hab dazu nur zwei Senfe abzulassen:

  1. Betteln ist Betteln. Wenn einer vor mir steht und mit einer halb­vol­len Blechbüchse rum­klap­pert, bekommt er von mir höch­stens eine Anzeige wegen Belästigung, aber mit Sicherheit kein Geld; da ist’s mir auch schnurz, ob er für sich (vgl. „Halloween“), für hun­gern­de Kinder in Berlin-Kreuzberg oder für den Weltfrieden sam­melt. Versteht mich nicht falsch: frei­wil­li­ge Spenden sind eine Sache, die ich durch­aus mora­lisch ver­tre­ten kann; aber Penetranz leh­ne ich ab.
  2. An alle Schulkinder, die von ihren Schulautoritäten mit Sicherheit - wie jedes Jahr - von irgend­wel­chen Panik machen­den Filmchen beschallt wur­den und des­we­gen bis ins hohe Alter Angst vor Sex haben wer­den: AIDS ist nicht HIV, auch wenn das so schön ein­fach zu ver­ste­hen wäre. Ein HIV-Infizierter kann 120 Jahre alt wer­den und sich immer noch bester Gesundheit erfreu­en; erst wenn das HIV-Virus AIDS her­vor­ruft, wird’s in der Regel teu­er. Freut mich, wenn ich euch was bei­brin­gen konn­te. :-)

[4] In eige­ner Sache (II)
Hat jemand von euch, wer­te Leser, einen ban­ner- und kosten­frei­en Hoster für das TuxBlog im Angebot? Früher gab es da mal so was wie FunPic, aber ich bin da gera­de nicht sicher, wie es mit der Werbefreiheit in Verbindung mit MySQL aus­sieht. Notfalls muss ich eben doch bei 1&1 unter Vertrag; mache ich nur für ein Weblog aber sehr ungern.
Ich bin jeden­falls der­zeit auf der Suche, bis spä­te­stens November 2007 muss ich „weg“ sein, dann macht der jet­zi­ge Hoster dicht… dan­ke im Voraus!


Übrigens, schö­nes Spiel für zwi­schen­durch: „N“ (heißt echt so)
- le Tüx

Persönliches
Dingo Bär, Dingo Bär…

Kleiner Nachtrag:

Liebe Kinder!
Is‘ ja echt fein, dass ihr jeden Dezember eure musi­ka­li­sche Seite wie­der­ent­deckt, aaaa­ber mal im Ernst: Wer kein Englisch kann, soll­te es las­sen. Auch wenn es lustig klingt, „Dingo Bär, Dingo Bär“ über­all zu hören: es gibt doch so schö­ne deut­sche Weihnachtslieder, zum Beispiel Stille Nacht!

Und um Götz Alsmann zu zitieren:

Dass die eng­li­sche Sprache bes­ser „sing­bar“ ist, ist eine sehr preis­wer­te Ausrede all derer, die sich nicht trau­en, deutsch zu singen.

Für man­che ist es zu nah an der Gefühlswelt, deutsch zu sin­gen; die gehen dann lie­ber durch eine geborg­te mit einem Drei-Wort-Wortschatz!

Meinjanur und tschüss.

In den NachrichtenPolitik
Domino Day und Killerspiele

Tach!
Puh, waren das wie­der schwie­ri­ge Tage für Deutschland; zuerst die­ser unsäg­li­che Domino-Day (ein­fach wei­ter­le­sen, lie­be Leser) und dann ein Amokläufer, der in einer Schule um sich schießt. Ob das was mit­ein­an­der zu tun hat? Wer weiß?
Was ein Glück, dass wir in Deutschland leben; hier ist, oh Wunder, nicht der Täter der Schuldige, son­dern die so genann­ten „Killerspiele“, allen vor­an, wie so oft, natür­lich „Counter-Strike“, zu dem der Umsichschießer nach Presseberichten eine gewis­se Affinität besaß. Nun ja - wie heißt es doch so tref­fend? „99% aller Amokschützen haben vor ihrer Tat Brot geges­sen. Verbietet Brot!“
 
Kleiner Denkanstoß am Rande: Warum hat eigent­lich noch nie­mand dar­über nach­ge­dacht, WoW zu ver­bie­ten? Wie vie­le Menschen müs­sen noch durch WoW ster­ben, bevor man etwas unter­nimmt? Oder was ist, klei­ner Spaß an die­ser Stelle, zum Beispiel mit dem brand­ge­fähr­li­chen „Super Mario Land“, das ja auch nicht viel mehr ist als sinn­lo­ses Gegnermurksen?
Und aber jeden­falls: wenn man schon Schusswaffen nicht ver­bie­ten kann, dann wenig­stens Ballerspiele, eh? Das nenn ich kon­se­quent. Warum nicht gleich Feuerzeuge ver­bie­ten? Würde die Zahl der Raucher mit Sicherheit um eini­ges sen­ken. Und man könn­te noch so viel mehr ver­bie­ten; auch sehr effek­tiv wäre es ver­mut­lich, Sido, Bushido und den Rest der Zappelaffen in einen gro­ßen Sack zu stecken und im See zu ver­sen­ken. Wie deut­lich muss ein Mensch noch zur Gewalt auf­for­dern, bevor man etwas unternimmt?
„Denk ich an Deutschland in der Nacht…“


Dann war da noch eine neue Diskussion über die längst beschlos­se­nen GEZ-Gebühren für Internet-fähi­ge PCs (in mei­nen Augen eine Frechheit, aber mich fragt ja kei­ner) in den Medien; was’n Glück, dass man die GEZ-Heinis nicht rein­las­sen muss. Mir fällt zu dem gan­zen Thema eigent­lich auch nur ein Leserbrief aus der Braunschweiger Zeitung ein: „Ich bean­tra­ge jetzt Kindergeld. Ich habe zwar noch kei­ne Kinder, aber das Gerät ist vorhanden.“


Ansonsten mach ich’s mal kurz: Thema Domino-Day 2006, kürz­lich ver­se­hent­lich gese­hen im Unterschichtenkanal RTL (wo sonst?); zusam­men­ge­fasst etwa fol­gen­der Handlung: eini­ge Exemplare die­ser viel zitier­ten abge­häng­ten Prekarianer haben seit September (Arbeitslose haben offen­sicht­lich zu viel Zeit) für einen wohl eher sym­bo­li­schen Lohn ca. 4 Millionen Dominosteine ver­schie­den­ster Farbe allein zu dem Zweck auf­ge­baut, dass ein paar wei­te­re Personen aus aller Herren Länder, denen man die gei­sti­ge und finan­zi­el­le Armut lei­der durch­aus anse­hen kann, sie unter dem nicht gera­de ermu­ti­gen­den „Blick“ von Frauke Ludowig, der „Queen of Kleber gefrüh­stückt“, wie­der umschmei­ßen kön­nen, wäh­rend ein sicht­lich erreg­ter Reporter, des­sen Namen ich erfolg­reich ver­drän­gen konn­te, in die Kamera hechelt und irgend­was von „ganz Deutschland zit­tert“ faselt; und da hat er nicht mal Unrecht, saß ich doch gebannt vor dem Fernseher und habe dar­auf gewar­tet, dass end­lich die ver­damm­te Nachfolgesendung anfan­gen möge…
- und wo ich schon dabei bin, lie­bes RTL: Nächstes Jahr bit­te ein Reissack-Day!
 
Gruß an Wayne!
- euer Kleintiergourmet (hi Steffi!)


P.S.: Da ist mir doch neu­lich noch eine wei­te­re Meldung übern Tisch gerollt; die Frau Zypries hat einen Etat von 15 Millionen Euro, den sie ursprüng­lich zur Bekämpfung von Linksextremismus (jawoll­ja!) und Islamismus in Deutschland ver­wen­den woll­te, jetzt doch für Projekte gegen Rechts reser­viert, von wegen die NPD und so weiter…
- „also ich sach mal“ (G. Schröder), die NPD war für die Bundesrepublik Deutschland noch nie auch nur ansatz­wei­se so gefähr­lich wie die isla­mi­sti­schen Aufständischen (von wegen Religionsfreiheit) und der lin­ke Pöbel (von wegen Toleranz); soll­te jemand brauch­ba­re Gegenargumente haben, immer her damit, ich freue mich über jede Kontroverse. Prost!

Persönliches
Frohe Ostern im Voraus!

Tja, und nun ist’s so weit, es ist wie­der Herbst, und das bedeu­tet für den Großteil der zeit­wei­se recht fei­er­freu­di­gen Bevölkerung: Weihnachten steht vor der sprich­wört­li­chen Tür.
 
Schön, schön, Weihnachten also - ein gesetz­lich auf­er­leg­ter Feiertag sozu­sa­gen, an dem ich mich, genau wie an die­sem unsäg­li­chen „Halloween“-Fest, regel­mä­ßig fra­ge, was das eigent­lich soll. Gut, der Vergleich hinkt auf bei­den Beinen und ist zudem noch auf einem Auge blind, auf dem ande­ren taub; ist „Halloween“ doch nichts ande­res als die kon­sum­freund­li­che Version von Allerheiligen (das mir als Nichtlutheraner aber eben­so schnurz­piep ist). Lediglich mel­det sich bei mir als durch­aus geschicht­lich inter­es­sier­tem und bei­zei­ten auch infor­mier­tem alten Sack da das klei­ne Männlein im Ohr, und es flü­stert mir:
 
Was bit­te fei­ert die hal­be Welt an Weihnachten?
 
Die Aussagen gehen da weit aus­ein­an­der: Da wäre zum einen die indu­stri­el­le Fraktion, die an Weihnachten meist sich und ihre vol­len Kassen fei­ert. Dann gibt es da noch den Großteil der Bevölkerung, der fei­ert, „weil halt Weihnachten ist“; beein­druckend, sol­che Begründungen sind der Anlass, wes­halb ich gern mal einen „Tag des Suizids“ ein­füh­ren wür­de, nur um zu sehen, wer da mit­macht. Und schließ­lich gibt es noch die Wenigen, die sich, unge­ach­tet ihres all­täg­li­chen Egoismus‘ und Arschlochtums, wenig­stens ein­mal im Jahr wie gute Christen beneh­men wol­len, „weil’s halt alle machen“, und brav den „Dschieses“ fei­ern, ob sei­nes Leidens und so wei­ter. Nun, ich den­ke, Jesus wür­de sich im Grab umdre­hen, wenn er wüss­te, wie die­se Menschen sich für den Rest des Jahres ver­hal­ten; da kön­nen sie auch an drei bis vier Tagen im Jahr die christ­lich­sten Wesen der Milchstraße sein.
 
Unter Wissenschaftlern - im Folgenden mit „bzw.“ gekenn­zeich­net - gilt es all­ge­mein als erwie­sen, dass Jesus „Christus“ im zar­ten Alter von ca. 71 Jahren in Kleinasien starb - vgl. z.B. Laurence Gardner: Hüterin des Heiligen Gral -, aber was wäre das Christentum ohne sei­nen Glauben?
Kehren wir zurück zur volks­tüm­li­chen Variante, die da lau­tet, dass Jesus am 24. Dezember (bzw. Mitte März) des Jahres „0“ (bzw. ca. 6 v.Chr.) in einem Stall (der Urtext der Bibel erwähnt übri­gens an kei­ner Stelle irgend­wel­che Ochsen und Esel; aber wei­ter im Text) zur Welt kam. So weit, so gut. Und nun wie­der mei­ne Frage:
 
Was habe ich denn bit­te damit zu tun?
 
Ich möch­te nicht, dass man mir vor­schreibt, wann ich was zu fei­ern habe. Ich als beken­nen­der bud­dhi­stisch gepräg­ter Atheist möch­te nicht ein­mal im Ansatz etwas mit dem Geburtstag irgend­ei­nes toten jüdi­schen Königs zu tun haben; da vie­le von Ihnen, lie­be Leser, sich außer­halb der Weihnachtszeit sicher­lich auch nicht als gläu­bi­ge Christen bezeich­nen: wür­den Sie denn ernst­haft den Geburtstag Mohammeds oder Buddhas fei­ern, wenn Sie ihn känn­ten? Und, jetzt spricht der Genervte aus mir, wenn mir irgend­wann vor Weihnachten einer die­ser Möchtegernnikoläuse die Ohren voll­bim­melt und mir fro­he Weihnachten wünscht, ist’s mit mei­nem Pazifismus sowie dem ohne­hin stark stra­pa­zier­ten inne­ren Frieden vorbei.
 
Seit der „Heilige Abend“ irgend­wann im 4. Jahrhundert „zufäl­lig“ auf einen heid­ni­schen Feiertag gelegt wur­de, ist viel Zeit ver­gan­gen, aber die Ausreden, war­um man ihn eigent­lich fei­ern soll, haben sich kaum verändert:
 
„Weihnachten lässt Kinderaugen leuch­ten“, das kann ich mir vor­stel­len, dass die ver­zo­ge­nen Bälger sich drauf freu­en, mal eben Geschenke für Hunderte von Euro zu bekom­men, ohne dafür etwas tun zu müs­sen; und leuch­ten Kinderaugen nicht täg­lich? Nein? Dann machen Sie etwas verkehrt.
 
„Weihnachten, das Fest der Liebe“, soso, und den Rest des Jahres gehen einem die Armen und Bedürftigen am Podex vor­bei. Früher nann­te man sol­che Menschen „Heuchler“, heu­te sind sie vom Geist der Weihnacht beseelt; ich glau­be, Altphilologen nen­nen das einen Euphemismus. Weihnachten ist das Fest der Geschenke, des Konsums und der generv­ten Eltern, und wenn Sie mal tief in sich hin­ein schau­en, geben Sie mir sicher­lich Recht.
 
Und jetzt mal aus lite­ra­ri­scher Sicht:
 
Max Goldt hat das Weihnachtsfest in sei­nem Buch „Vom Zauber des seit­lich dran Vorbeigehens“ ganz tref­fend beschrieben:

Weihnachten ist eine der drei gro­ßen Volksschwächen. Die ande­ren bei­den sind Autos und Fußball.

 
Weihnachten steht vor der Tür?
Von mir aus kann’s erfrieren.
 
Frohe Ostern!
- euer Pinguin

Nerdkrams
Mensch 2.0

Liebe Leser,

als ver­spä­te­ten „klei­nen“ Nachtrag zu dem vori­gen Eintrag und aus­nahms­wei­se unter Einfluss der aktu­el­len Ausgabe von NEON möch­te ich als erklär­ter Antipath von ach so hip­pen Trends auch mal mei­nen Senf zum „Web 2.0“ mit all sei­nen Nutzern und Applikationen abgeben.

Es mag ver­wun­der­lich klin­gen, aber ich schä­me mich dafür, durch mein Weblog als Teil die­ser selt­sa­men „Bewegung“ behan­delt zu wer­den. Sicher, das TuxBlog ist auch bei wei­tem nicht so „auf­re­gend“ und „inno­va­tiv“ wie all die tren­dy Treffpunkte für Geschmacksverirrte jeden Geschlechts - vor kur­zem nann­te man der­ar­ti­ge Webseiten noch DotCom-Blasen und woll­te nichts mit ihnen zu tun haben.
 
Was soll denn über­haupt so neu, geil, noch nie dage­we­sen sein? Das Schlagwort des Web 2.0 lau­tet Interaktivität; frei nach Stefan Gärtner kann man es so for­mu­lie­ren: Je Möglichkeit, desto Web. Alles soll benut­zer­ori­en­tier­ter wer­den, Statik ist out. Dass die Wikipedia, erstes Flaggschiff der Generation 2.0, in einer Zeit ent­stan­den und gewach­sen ist, in der Interaktivität noch Bestandteil des täg­li­chen Surfens und kein hip­per Modetrend war, wird heu­te gern über­se­hen; und dass Weblogs - auch die­ses! - nicht viel mehr sind als Gästebücher mit Überschrift, traut sich kaum noch jemand zu behaup­ten: wer möch­te schon frei­wil­lig als „untren­dy“ gelten?
 
Man ist als halb­wegs infor­mier­ter und kri­ti­scher - unfrei­wil­li­ger! - Teilnehmer die­ser selt­sa­men Bewegung oft geneigt, sich zu fra­gen, wer eigent­lich die­sen däm­li­chen Trend wie­der in die Welt gesetzt hat. Wer hat fest­ge­legt, dass jeder Surfer jeden noch so uralten Link in sein (natür­lich Pflicht-)Weblog set­zen muss, sich über Videos der Machart „Mann kriegt Ball in Weichteile“ nur noch bei YouTube beöm­meln darf und alle zwei Stunden sein Meerschwein foto­gra­fie­ren soll, das er dann bei Abfallsammlungen wie Flickr (min­de­stens) der gan­zen Welt zei­gen kann?
(abge­se­hen davon, dass ich bei „Flickr“ höch­stens an die­se wider­li­chen Disco-Stroboskopblitze und/oder Bildschirmflimmern den­ke, ist die­se Darstellung nicht mal übertrieben!)
 
Um die­se Frage zu beant­wor­ten, muss man die Technik hin­ter der Interaktivität ver­ste­hen. Wie bereits erwähnt, ist die Interaktivität an sich alles ande­re als neu - Gästebücher und Foren sind ja nun auch schon ein paar Jahre alt. Die „neue“ Interaktivität aber wird vor allem durch ein Akronym defi­niert: AJAX. Dieser erst vor weni­gen Jahren auf einer Konferenz zur Entwicklung des Web erfun­de­ne Begriff steht für „Asynchronous JavaScript And XML“ und bezeich­net eigent­lich nichts ande­res als die Möglichkeit, Seiteninhalte mit­tels Javascript nach­zu­la­den, ohne die gan­ze Seite neu laden zu müs­sen, was natür­lich für ein gewis­ses „Echtzeitgefühl“ sorgt, das man zur­zeit sehr schön z.B. bei AJAXwrite nach­voll­zie­hen kann.
Neu ist frei­lich auch das nicht; die tech­ni­schen Möglichkeiten gab es schon 1995, als Netscape die damals noch wirk­lich inno­va­ti­ve und neue Sprache JavaScript erfand. Lediglich einen Namen für die AJAX-Technik gab es damals noch nicht, und der Großteil der Webgemeinde war noch damit beschäf­tigt, sich in das eben­falls noch recht neue HTML einzulesen.
 
Für die „Generation BILD“, die - wis­sen­schaft­lich erwie­sen - kaum län­ger als 5 Minuten der­sel­ben Sache wid­men kann und/oder will, ist eine nur 4 Buchstaben lan­ge Bezeichnung für etwas, das ihre „mei­ne Katze, mei­ne Familie, mei­ne Hobbys“-Webseite noch bun­ter und schö­ner machen kann, natür­lich eine äußerst ange­neh­me Neuigkeit, ganz gleich, was immer sie bedeu­ten mag. Dieses Phänomen war schon frü­her häu­fi­ger zu sehen, z.B. als jede zwei­te Webseite unbe­dingt ein gro­ßes, bun­tes und lau­tes Flash-Intro haben muss­te; und ich bezweif­le stark, dass AJAX die letz­te Modeerscheinung in die­ser lan­gen Reihe blei­ben wird.

Nein, neu ist die Technik nicht, und das trifft auch auf die Webseiten zu, die sie reprä­sen­tie­ren sol­len und/oder wol­len. Neu sind nur die Benutzer. Vorbei die Zeiten, in denen man das Internet noch nutz­te, um sich zu infor­mie­ren und gele­gent­lich mit sei­nen Freunden ein Spielchen zu machen. Vielmehr wird der gesam­te Lebensinhalt eines Menschen in die­ses Medium ver­scho­ben: Man surft nicht mehr im Internet, man lebt dort; das „Real Life“ dient nur noch lebens­er­hal­ten­den Zwecken. Früher hat man sei­ner Flamme noch sei­ne Plattensammlung oder - noch bes­ser! - sei­ne Kontoauszüge gezeigt, heu­te ist nur noch der erfolg­reich, der eine mög­lichst lan­ge „Buddy„liste hat; und das trifft lei­der auch auf eine Generation zu, die eigent­lich eine gewis­se Lebenserfahrung besit­zen sollte.

Man soll­te in der heu­ti­gen, schnelllebi­gen Zeit kei­nen Trend ver­pas­sen, um nicht „uncool“ zu sein; man muss ihn ja nicht unbe­dingt mit­ma­chen. Was mich betrifft, so weiß ich nicht, ob ich, der ich schon jah­re­lang erfolg­reich ohne zähl­ba­re „Freunde 2.0“, scha­den­fro­he Videos und Meerschweinchenfotos aus­kom­me, wirk­lich „cool“ sein will. Ich bin in die­sem Zusammenhang ein eher rusti­kal ver­an­lag­ter Mensch; ohne 25.000 vir­tu­el­le Freunde, ohne YouTube- und Flickr-Accounts, sogar ohne MMS-fähi­ges Handy. Ich ver­brin­ge mei­ne Freizeit „off­line“, mit jeweils 3 oder 4 „rich­ti­gen“ Freunden, manch­mal aber auch mit einem guten Buch oder einer noch bes­se­ren CD. Was im Leben wirk­lich zählt, kann wohl jeder für sich ent­schei­den; vir­tu­el­le Freunde sind’s jeden­falls nicht. „Ich möch­te Teil einer Jugendbewegung sein!“ - nur bit­te nicht dieser.

In die­sem Sinne,
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Noch was zu MTV, wo ich schon mal dabei bin: „La musi­ca ist dei­ne pasí­­on?“
Bessere Sprache, schlech­te­res Deutsch. Schade.


Und, weil das TuxBlog schon immer Ausdruck einer poli­ti­schen Meinung war und sein soll­te, noch ein Wort zu der umstrit­te­nen Todesstrafe für Saddam Hussein (Sie wis­sen schon, das war in den 80-ern der Intimus der USA): Wenn ihr, lie­be Übersee-Mitmenschen, schon den Weltfrieden ret­ten wollt, dann bit­te rich­tig. Hängt Bush gleich dane­ben und lasst uns mit dem Schmu in Ruh (reimt sich!) - besten Dank!

PersönlichesPolitikProjekte
Pop, Nazis und Fußball

Hallo, lie­be Leseratten!


[1] Korrektur
[2] Pop (bzw. Bushido)
[3] Nazis und Fußball
[4] Rezept der Woche
[5] Fußnoten :-)


[1] Gleich zu Beginn eine klei­ne Korrektur zum vori­gen Blogeintag: MTV schrieb kor­rek­ter­wei­se „Sound“ statt „Musik“, was ja auch viel bes­ser passt.
 
[2] Jedenfalls apro­pos MTV: Im Videotext die­ses Senders war kürz­lich ein wei­te­res Abstraktum zu fin­den, das gera­de mich als beken­nen­den Rockjünger aus der Mittelschicht betrifft. „Pop für die Unterschicht?“ frag­te MTV am 19. Oktober die­ses Jahres; und gab aber gleich selbst die Antwort:

Pop-Deutschland hört ent­we­der Musik, die Schimpfwörter, Drohungen etc. anein­an­der reiht (Fler, Bushido (1), oder es geht so rich­tig kusche­lig zu.

Dass der Schreiberling mit kei­nem Wort erwähnt, was das nun aus­ge­rech­net mit den unse­li­gen „Schichten“ Deutschlands zu tun hat, ist in Ordnung, weil von MTV nicht anders zu erwar­ten; nur so viel:

  1. Bushido/Fler („yoyo isch fick disch du Schlampe“) und Musik gehö­ren nicht zusam­men in einen Satz, eigent­lich nicht ein­mal in einen Text.
  2. Zu scha­de, dass MTV vor lau­ter Pop - wie so oft - den Retrotrend über­sieht; vor allem, da MTV sich seit neue­stem als Abgrenzung zum Schwestersender VIVA „Rocksender“ schimpft.
  3. Und noch was: die „beste Girlband“ ist das Farin Urlaub Racing Team. Die Pussycat Dolls wür­de ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

[3] Aber mal was ande­res: Fußball. Da haben sich DFL, DFB und UEFA end­lich dar­auf geei­nigt, den frem­den­feind­li­chen Zwischenrufen bei den Fußballspielen Einhalt zu gebie­ten. „Wie das?“, wird sich jetzt man­cher Leser fra­gen; und rich­tig: Die aktu­el­le Aktion nennt sich pas­sen­der­wei­se „Zeig‘ (2) dem Rassismus die Rote Karte“. Es ist geplant, dass die Stadionzuschauer wäh­rend der gesam­ten Spieldauer mit roten Karten umher­we­deln sol­len, um ihre Geschlossenheit gegen Ausländerhass zu demon­strie­ren. Und ich per­sön­lich muss sagen, das ver­spricht doch ein Bombenerfolg zu wer­den, ein biss­chen wie Lichterketten. Ich bin sicher, die Antifa steht voll hin­ter euch, Jungs! :-)


[4] Brandneu und nur für kur­ze Zeit:
Das Original-TuxBlog-Rezept zum Selbermachen!
 
Diese Woche:
 
Meerschwein rot
Man neh­me für 2 Personen:

  1. 1 Meerschwein
  2. 1-2 Gläser Rotkohl
  3. 1 gut gefüll­tes Gewürzregal
  4. Knödel oder Kartoffeln nach Belieben

Desweiteren wird benötigt:

  1. 1-2 Küchenmesser (scharf)

Anleitung:

Vorbereitung
Man neh­me das Meerschwein aus dem Käfig und tren­ne mit dem Küchenmesser fein säu­ber­lich den Kopf vom Rumpf. Anschließend das Meerschwein ent­haa­ren (wenn nötig, hier­für zwei­tes Küchenmesser benut­zen, wegen Blut) und gründ­lich waschen.
Danach den Backofen auf ca. 250 Grad vorheizen.
 
Zubereitung
Wenn der Ofen gut vor­ge­heizt ist, das Meerschwein nach Belieben wür­zen (ich emp­feh­le die Maggi-Würzmischung Nr. 1 oder eine ähn­li­che bra­ten­ge­eig­ne­te Mischung), anschlie­ßend in ein ofen­fe­stes Behältnis geben und in die Röhre schieben.
Die übri­gen Zutaten wie gewohnt kochen.
Das Meerschwein ist ser­vier­fer­tig, wenn es eine knusp­rig-brau­ne Farbe hat.
 
Tipps für Genießer
Zu die­sem Menü passt her­vor­ra­gend eine Flasche Rotwein sowie bil­li­ge Bratensoße aus­’m ALDI.
Wohl bekomm’s!


Haunse rein!
- euer Progrockfaschist
 
P.S., falls es jemand wis­sen möch­te: Die Arbeit an eMule beba liegt der­zeit auf Eis, man­gels Zeit und Gelegenheit, zumal die näch­ste Version ohne­hin einen hohen zeit­li­chen Aufwand benö­ti­gen wird, da mitt­ler­wei­le eMule 0.47a alles ande­re als aktu­ell ist und beba lei­der immer noch eini­ge schwe­re Fehler hat. Ich hal­te euch aber selbst­ver­ständ­lich auf dem Laufenden.
Stattdessen sit­ze ich in mei­ner spär­li­chen Freizeit gera­de an einer Datenbank für Songtexte, als Open-Source und eigent­lich nur zum Spaß… wenn es jemand anse­hen möch­te, bit­te sehr!


[5] Fußnoten
(1) hahaha!
(2) sic!; aber las­sen wir die Grammatik mal beiseite.

Musik
Sprachkultur vs. MTV

Tag, lie­be Leser!
 
Derzeit befin­den wir uns ja in einer Zeit, in der kul­tu­rel­le Bildung nach Jahren der media­len Verdummung end­lich auch in Deutschland wie­der einen gewis­sen Stellenwert erreicht; der, wie es sich ja dümm­li­cher­wei­se heu­te nennt, Bestsellerautor Bastian Sick sowie die umfas­sen­de Berichterstattung in allen ernst zu neh­men­den Politmagazinen der letz­ten Wochen sind nicht ganz unschul­dig daran.
 
Zu dem Thema ist schon zu viel geschrie­ben wor­den, als dass ich nun auch mei­nen Senf dazu­ge­ben müss­te; nur eine klei­ne Anekdote aus dem Videotext von MTV (sie­he älte­re Beiträge): Der aktu­el­le „tren­dy Vote“ lau­tet wört­lich: „Welche Rockband macht die krass geil­ste Musik?“
 
Von den selt­sa­men Auswahlmöglichkeiten (was bit­te hat Evanescence da ver­lo­ren?) mal abge­se­hen: Und da wun­dert sich noch jemand?
 
Döner mit alles und Meerschwein(*),
- euer Sprachführer *hüstel*
 
(* mit, wie immer, lie­bem Gruß an Steffi :>)

Politik
NPD, und sonst so?

Tach, lie­be Leser!
 
Is‘ wie­der viel pas­siert, z.B. ein paar Transrapidtote, über die sich die „Heimat des Mitleids“ (i.e. in die­sem Fall Deutschland) wie­der mal grä­men kann, aber auch und vor allem: Die NPD ist wie­der im Gespräch.
 
Fassen wir zusam­men: Im September gab’s wie­der mal Kommunalwahlen, z.B. in Niedersachsen (juhu!). Die Ergebnisse indes waren nicht son­der­lich über­ra­schend, ledig­lich drei gro­ße Buchstaben erreg­ten tags dar­auf das Gemüt der Presse, als die NPD in Mecklenburg-Vorpommern auf weit über 7% der Stimmen kam.
(Da fragt man sich eigent­lich, woher denn die vie­len Stimmen kom­men, wenn jeder aus tief­stem Herzen beteu­ert, nie im Leben NPD wäh­len zu wür­den, oder wie sich das nennt; man könn­te mei­nen, das ist wie bei McDonald’s oder der BILD: Keiner mag’s, aber jeder kauft’s.)
 
- also jeden­falls die NPD hat­te das Pech, aus­ge­rech­net von der SPD (sic!; bei der ohne­hin schwarz­brau­nen Hasel-CDU ist’s weit weni­ger über­ra­schend) Wähler zu über­neh­men, was, wohl auch bedingt durch die zuvor erfol­ge kosten­lo­se Verteilung rechts­po­li­ti­scher Musik an Jugendliche, auf Seiten der Linksfaschisten (i.e. Antifa bzw. so’­lid) zu der unglaub­lich wir­kungs­vol­len Aktion „Musik gegen Rechts“ führ­te - was hof­fent­lich nicht nur mich an ähn­lich span­nen­de Parolen wie „Kiffen gegen Rechts“, „Blödsein gegen Rechts“ oder auch „fuck for peace“ erin­nert -; „kommt, Kinder, wir sin­gen die NPD tot“ oder wie?; und jeden­falls von der Regierung wur­de dar­auf­hin das alte Thema NPD-Verbot wie­der aufs Tapet gebracht. Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt stark nach Harald Schmidt klingt, als er noch bes­ser war; aber eine Regierung, die anders gesinn­te poli­ti­sche Parteien ver­bie­tet, sobald die­se genug Stimmen hat, um ihr ernst­haft gefähr­lich zu wer­den, gab es doch 1933 und 1956 schon mal; n.f.c.
 
Und im Übrigen heißt es kor­rekt „weh­ret der Anfänge“, ihr Pfeifen.
 
Mit Stolz aufs Grundgesetz, das gera­de im Libanon ver­heizt wird,
- euer Literat

Internes
Update

So, hab grad ver­se­hent­lich das grü­ne Design gelöscht… mal sehen… jeden­falls hier erst mal aktu­el­le WP-Version… bis später!

Persönliches
Liebe Kinder!

Es mag viel­leicht spie­ßig klin­gen - und ich bezweif­le ohne­hin, dass ihr das aus­ge­rech­net hier lesen wer­det -, aber ich als ver­gleichs­wei­se alter Sack sage euch mal was, das ihr euch bit­te umge­hend hin­ter die Ohren schreibt:
 
Es gibt wahr­lich erwach­se­ne­re Anblicke als eine Horde rau­chen­der 11-Jähriger, die an der Bushaltestelle ste­hen und mir stolz ins Ohr piep­sen, dass sie ihrem Vater das Bier weg­ge­trun­ken haben und danach „voll geil besof­fen“ waren!

  • Erstens: Es ist mir egal, ich kenn euch nicht mal!
  • Zweitens: Rauchen macht nicht älter oder coo­ler, es macht nur ärmer. Und toter.
  • Drittens: Trinken ebenfalls.
  • Letztens: Ich bin ver­dammt noch mal nicht taub, und ich will’s auch nicht wer­den, also hört bit­te, bit­te auf, 
    • euch im Linienbus stän­dig über 20 Reihen hin­weg zu „unter­hal­ten“
    • eure Geilheit laut­stark zum öffent­li­chen Gesprächsthema zu machen (puber­tär, besten­falls spät-)
    • Bushido oder ähn­li­che Spastiker (sie­he älte­re Beiträge) in einer Lautstärke zu hören, dass selbst denen, die die Texte nicht ver­ste­hen, die Ohren zuwach­sen - besten Dank!

Bis spä­ter, ihr Eier!
- euer Erklärbär


P.S.: Huhu Steffi *sfg*!