Bei einem Gang in den örtlichen Kiosk lässt sich ein Blick ins Zeitschriftenregal selten ganz vermeiden. Oft versprechen bereits die Titelseiten der ausliegenden Zeitschriften kaum enden wollende Unterhaltung im Mittelteil, erzählen aber auch schon ohne einen Kauf ihre ganz eigenen Geschichten.
So titelt etwa die Redaktion der „myself“ („Wir machen Frauen stark“) auf der Januarausgabe:

Im Duden, dem allgemein akzeptierten abbildenden Wörterbuch der gegenwärtigen deutschen Sprache, ist ein Ereignis als „besonderer, nicht alltäglicher Vorgang“ definiert, womit jedenfalls mir auch ohne Reingucken die Antwort klar ist: Einfach nicht jeden Tag feiern!
Aber wenn, dann richtig, findet die Titelredaktion der „Jolie“ (Januar/Februar 2019), deren Fabrikat zumeist in Spuckweite der „myself“ liegt, nämlich mit ordentlich Glitzer!

Ob es etwas mit dem Glitzern zu tun hat, dass auch erfolgreiche Frauen manchmal traurig sind?

Man stelle sich eine starke Frau in Businessklamotten vor, die schillernd funkelnd im Büro sitzt und weint. Das macht doch gar nicht richtig traurig.
Selbstverständlich ist das aber ein nicht sehr feministischer Umgang mit diesem Thema, wie das dritte Magazin in diesem Beitrag jederzeit zu beharren bereit sein dürfte: Das noch aktuelle „Missy Magazine“ – immer noch nicht pleite – überzeugt neben einem wunderschönen Titelbild, das ein geradezu verführerisch guckendes Wesen zeigt, mit einem Namenswitz („Ein Horst von Gesetz“, haha, weil, hihi, prust, nur Dumme heißen so, lölchen) ebenso wie mit dem Modetrend für 2019:

„Brustkrebs – Flat & Fabulous“, da möchte man doch glatt auch welchen haben.
Überzeugt hat mich in diesem Monat aber einzig das Magazin „BROT“, das auf seiner Januarausgabe zutreffend feststellt: „Traditionell lecker – Das Bauernbrot ist Brot des Jahres 2019“.

Mahlzeit.