In den NachrichtenPolitik
Gute Juden, schlechte Juden

Nehmen wir an, es gebe eine einigermaßen große Gruppe von Menschen, die jahrhundertelang bloß aufgrund ihrer Weltanschauung mal mit Worten, meist aber mit Taten vom gesellschaftlichen Leben (oder: dem Leben insgesamt) ausgeschlossen wurde; nicht nur, aber vorübergehend auch und vor allem in einem bestimmten Land. Nehmen wir weiterhin an, dass, nachdem dieses bestimmte Land diesbezüglich zur Besinnung gekommen war, jahrzehntelang weitgehend Friede zwischen den Weltanschauungen herrschte.

Nun habe sich aber weiterhin in besagtem Land in den letzten Jahren eine weiterhin steigende Zahl an Menschen angefunden, deren übersteigerte Form der Weltanschauung eine Bekämpfung der zuvor verfolgten Gruppe quasi voraussetzt, und nur eine der politischen Parteien dieses Landes spreche sich kompromisslos dafür aus, diese steigende Zahl von Kämpfern wieder auf ein vernünftiges Maß zu beschränken. Teile der zuvor und nun wieder verfolgten Gruppe also fänden sich in dieser politischen Partei zusammen, um der Lebensgefahr für die Ihren etwas entgegenzusetzen; dies aber habe nicht etwa zur Folge, dass ihren Sorgen mehr Gehör geschenkt würde, sondern, dass der andere Teil der Ihren sich argumentativ den Aggressoren anschlösse, denn es sei eines Verfolgten unwürdig, sich gegen sein unweigerliches Schicksal politisch zu wehren.

Wie bizarr, peinlich gar, fänden wir es, wäre das Land nicht das unsere?

Senfecke:

    • Damit ist die gestern zur Kenntnis genommene Annahme jüdischer Aktivisten, dass „echte Juden” so was nicht machen und es sich daher um „Russen” handeln müsse, so gut wie bewiesen. Keine wahren Schotten…

  1. Wenn sich die Espede in Berlin eine Schariamuslima als Staatssekretärin leistet wundert einem das überhaupt nicht. Man kann nicht die Einen hoffieren ohne die Anderen vor den Kopf zu stoßen.
    Aber das wird das autochtone Herrenfolk auch noch lernen.

  2. Es gibt ja auch den Hendrik M. Broder und den Michael Wolfssohn. Erinnert sei auch an die „Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten in der SPD”.

    Wer meint, sich als Jude mit folgenden Äußerungen zu identifizieren – meinetwegen:
    „Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.” (Höcke)

    „haben wir das Recht, stolz zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ (Gauland)

    1933 haben viele Juden auch gedacht, „Mein Kampf” sei doch nur ein Buch.

    • Das hier aufgeführte Höcke-Zitat stammt von Rufolf Augstein, dem ehemaligen Spiegelherausgeber. Siehe Spiegel 49/1998. Er und auch viele damaligen Politiker waren Gegner dieses Mahnmal.

      „Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist. Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität. ”

      Ich frage mich, warum der Eine das sagen darf, aber um den Anderen ein riesiges Medienspektakel aufgebauscht wird. Ich habe diese Frage für mich beantwortet.

  3. Viel mehr bizarr als peinlich. Denn die AFD hat immerhin auch in Richtung klassisch rechtsextrem eine offene Flanke. Somit dürften Juden von einem nicht unerheblichen Teil der AFDler ebenfalls abgelehnt werden.

  4. Ich erinnere an Achille Demagbo….

    Schliesslich in der RichtgiFalschen Partei zulanden ist sowas wie:
    „Schatz,wir haben keine Gummis mehr,ich passe auf!”

    Und wieder hat es die AfD geschafft wertvolle Synapsen für ihren Kappes zu kapern… so ein Schiet!

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
mehr...
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre class="" title="" data-url=""> <code class="" title="" data-url=""> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <span style="" class="" title="" data-url=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Ihre IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details finden Sie hier.

Senf hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du willst deinen Senf dazugeben, dir ist aber der Senf ausgegangen? Dann nutz den SENFOMATEN! Per einfachem Klick kannst du fertigen Senf in das Kommentarfeld schmieren, nur dazugeben musst du ihn noch selbst.