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The Re-Stoned – Space

Leck mich, Montag. Ich geh nach Hause.Es ist Montag. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die zählen, manchmal die großen, schwarz-weißen. Leider ist man auch heute wieder aufgewacht, um eine neue aufregende Woche zu erleben; also eine, die aufregt.

Apropos „leider”; leider war am vergangenen Wochenende schon wieder „Politik” dran: In Bayern sind die, die glaubten, sie seien mehr, nur mehr fünftstärkste Partei geworden. Anscheinend ist das Beschimpfen von Wählern selten ein Garant für Stimmzuwachs. Allein die Wähler der bayrischen Grünen haben aus Berlin nichts gelernt. Die san die. Heute die „Nachrichten” zu lesen stelle ich mir jedenfalls wenig magenschonend vor. Martin Sonneborn verkleidete sich derweil als NSDAP-Größe, was im Föjetong versehentlich „lustige Satire” heißt. Deutscher Humor ist, wenn man sich totlacht.

Gute Nachrichten inzwischen aus der Welt der deutschen Staatsunternehmen: Diesmal ist die Bahn auf den Winter vorbereitet, die Heizungen funktionieren gut. Dass 2019 das Jahr der Bauarbeiten bei höheren Preisen werden soll, ist man da fast bereit zu vergessen. Das Irre erfasst selbst Supermärkte: Entspannte Überwachung bei völligem Fotografieverbot. Wer zurückfilmt, fliegt raus. Diese Zukunft ist verwirrend.

Verwirrende Entwicklungen hat auch der Feminismus vorzuweisen: Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass Frauen manchmal lügen. Wenn sich das bloß nicht herumspricht! Herum spricht sich währenddessen die bevorstehende Revolution der Briten: Möglicherweise werden mit einem Austritt Großbritanniens aus der EU auch Spotify und Netflix ausgesperrt.

Andererseits gibt es gute Musik längst nicht mehr nur bei einem einzigen Anbieter, das sei der Digitalisierung positiv anzurechnen. Beginnen wir also auch diese Woche ohne Spotify und trotzdem mit Musik!

The Re-Stoned – Space

Guten Morgen.

Senfecke:

  1. „Abfall aus der Warenwelt”-Blogger Kay Sokolowsky schrieb bereits am 26.04.2018 zutreffend über die Bätschilorette:

    „—Ein Wort der Nahles erfordert tausend Wörter des Widerspruchs. Aber nicht, weil diese Frau so tiefgründig denkt, so raffiniert formuliert. Sie kann überhaupt nicht denken. Sie kann Gedanken nicht einmal nachvollziehen. Sie pampt und quatscht wie eine Drittkläßlerin, die schon vierzigmal sitzengeblieben ist, die lieber „auf die Fresse“ hauen will statt sich argumentativ zu beweisen, die „Bätschi!“ sagt, weil ihr Wortschatz den einer Achtjährigen noch untertrifft, und die jedem „den Vo-gel“ zeigt, der ihre Vollmeise nicht hat. Ich habe, seit mich derlei interessiert, ganze Kompanien peinlicher, präpotenter, primitiver Politiker ertragen müssen. Die Nahles aber ist die erste, die ihre Peinlichkeit, Präpotenz und Primitivität als einen Vorzug, als Beweis ihrer „Authentizität“ verkauft und – nun wird‘s gruslig – damit bei den Qual.medien ohne Widerrede durchkommt.”

  2. Martin Sonneborn verkleidete sich derweil als NSDAP-Größe, was im Föjetong versehentlich „lustige Satire” heißt. Deutscher Humor ist, wenn man sich totlacht.

    Was war denn nun daran falsch?

      • 1. Wie lautet die Definition von „Klemmfaschist”?
        2. Warum ist Herr Sonneborn danach ein solcher?
        3. Fehlt Dir etwa ziemlich viel Hintergrund [1,2,3], um diese Satire überhaupt zu verstehen?

        [1] https://www.heise.de/tp/features/Bjoern-Hoecke-droht-mit-Dunkeldeutschland-4186178.html
        [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg
        [3] https://www.deutschlandfunkkultur.de/bjoern-hoeckes-frankfurter-buchvorstellung-von-sonneborn.1013.de.html

        • Eine Gegenfrage: Die NPD plakatierte mal mit offensichtlicher Selbstironie: „Gas geben!”. Wenn Sonneborns „haha, ich ziehe mich an wie jemand, der gern Diktator anstelle des Diktators gewesen wäre” jetzt als lustige linke Satire durchgeht, ist die NPD auch eine lustige linke Satirepartei?

          • Der Protest gegen Herrn Höcke war ziemlich klar verständlich. Hätte Herr Sonneborn sich als Georg Elser verkleidet, hättest Du es wahrscheinlich auch nicht kapiert, und zusätzlich hätten es weniger Leute einordnen können.
            Herr Sonneborn hat in drastischer Form (eben mit den Mitteln der Satire) gegen den Inhalt der jüngsten Veröffentlichung von Höcke protestiert. Du könntest ja versuchen, Dir den Artikel von [1] verstehend durchzulesen, um zu erfassen, worum es überhaupt geht und wogegen protestiert wird.
            Warum soll dann die NPD „eine lustige linke Satirepartei” sein, selbst wenn die „GAS geben!”-Plakat-Aktion selbstironisch gemeint gewesen sein sollte?
            Woraus schließt Du Letzteres?

            Auf die Beantwortung der drei Fragen vom vorigen Post warte ich noch.

            • Nicht jeder faschistische Dreck wird eine lustige Satire, bloß weil man „ZwinkerSmiley” dazu twittert. Ich habe verstanden, was Sonneborn gern verstanden wissen möchte, ich gebe aber zu bedenken, dass die Interpretation eines Kunstwerks niemals vom Künstler allein bestimmt wird. Und aus den Kreisen der PARTEI kommt einfach zu viel „haha, wir sind wie eine witzige NSDAP”-Unsinn. Ich erinnere mich noch zu gut an das lustige Plakat, „hier” könne „ein Nazi hängen”. Menschen aufzuhängen isn echter Brüller.

              Ich wundere mich immer noch, dass noch kein „Heil Hitler, ZwinkerSmiley” plakatiert wurde. Naja, kommt wahrscheinlich noch.

              • Dann kommt als weitere Frage hinzu: Was ist an der Aktion von Herrn Sonneborn faschistisch?

                Und noch als weiterer Hinweis an Dich, damit Du überhaupt weißt, wovon Du sprichst/schreibst: Wenn Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Zielen propagiert wird, das ist das zwar ein notwendiges, aber kein hinreichendes Kriterium für faschistisch.

                • Ich sehe, meine Kritik an Sonneborns Unfug wird wie gewünscht wahrgenommen. Schade, dass so wenig Hinterfragen stattfindet, wenn mal wieder ebenso gewaltfreie Politiker aus anderen Parteien als Faschisten beleidigt werden – dabei ziehen die sich nicht mal Naziuniformen an.

  3. Sorry, wenn ich da was anderes wahrgenommen hab, aber der Stauffenberg war wohl mehr Wehrmachts- denn NSDAP-Größe. Vielleicht ergibt sich daraus wenigstens ne Pointe, auch wenn es nicht zum über den Boden kugeln reicht..

  4. Die vermeintliche (nicht) wahrgenommene Qualität der Satire des Herrn Sonneborn orientierte sich imho an der Qualität der Ergüsse des zwangsunfreiwilligsatirischen(ich weiss,doppeltgemoppelt) Bernd Höcke!
    Warum den Meister Höcke übertreffen wenn man ihn (nur)unterlaufen kann/muss/soll?!

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