Spaß mit Spam
Nass­na­geln

Ui, wie­der mal eine Betreff­zei­le, die Spaß ver­spricht, und zwar von einer gewis­sen Dr. Katha­ri­na Kla­ra, ver­mut­lich mit ergau­ner­tem Dok­tor­ti­tel, via Bertha.Hirschiaeqi@potnez-fuer-maenner.info, wohl eine Freun­din der Dame.

Die­se Hacker heut­zu­ta­ge – jetzt gibt es schon eige­ne Bot­net­ze („Pot­ne­ze“) nur für Män­ner! Nur schrei­ben könn’se es nicht.

Und wie lau­tet die Betreff­zei­le?

Nageln Sie Ihre Frau nass?

Nee, nicht direkt…
Moment – ob ich was mache?! 8O

Schoe­nen Guten Tag

Hal Li Hal Lo

Sie wür­den ger­ne zufrie­de­ne Stun­den erle­ben? Braucht Ihre Part­ne­rin wie­der mehr Erfül­lung?

Irgend­wo habe ich mal gele­sen: Ein Mann, der end­lich wie­der zufrie­de­ne Stun­den erle­ben möch­te, schenkt sei­ner Part­ne­rin einen Urlaub ganz für sich allein. Damit wäre doch bei­den gedient?

Zeit für gemein­sam erleb­te Leidens^chaft (sic!) ist für Sie wich­tig?

Frau Dr. Katha­ri­na Kla­ra scheint das anders zu sehen, denn sie setzt „Erfül­lung“, „Zufrie­den­heit“ und „gemein­sam erleb­te Leidens^chaft“ ca. gleich. Nichts­de­sto­trotz traut sie Män­nern nicht viel zu:

Stär­ken Sie Ihre Kräf­te auf ein­fa­che und den­noch !seriö­se Art.

Für erfüll­te Zufrie­den­heit wäh­rend gemein­sam erleb­ter Leidens^chaft sind Män­ner näm­lich offen­bar natur­ge­mäß zu schwach und brau­chen drin­gend Hil­fe.

(Als alter Infor­ma­ti­ker ist mir ja zuerst das boole­sche „!seri­ös“, also „nicht seri­ös“, auf­ge­fal­len.)

Wie die­se Hil­fe aus­sieht?

Hil­fe erhal­ten Sie sicher #und (sic!) bequem beim Bestel­len im Inter­net. Und das ganz ohne den neu­gie­ri­gen Blick ande­rer Kun­den oder des Nach­barn.

Klar: Ein­fach irgend­was im Inter­net bestel­len, schon ist man die spa­ni­sche Flie­ge im Man­nes­kör­per höchst­selbst. Mache ich gleich mal; ein neu­es Buch kann nie scha­den. Aber was mache ich dann nur mit all der Man­nes­kraft?

Dar­auf weiß die Frau Dok­tor lei­der auch kei­ne Ant­wort, ver­zet­telt sich statt­des­sen in nichts sagen­den Ver­lin­kun­gen und der eige­nen Iden­ti­tät:

http:(Link unkennt­lich gemacht)

Mit freund­li­chem Gruss,
Klau­dia Bum­gar­ner

Wer kann hel­fen?

KaufbefehleMusikkritik
Musik 06/2011 – Favo­ri­ten und Ana­ly­se

Die­ser Arti­kel ist Teil 7 von 29 der Serie Jah­res­rück­blick

Huch, schon wie­der ist Juni, das geht ja immer schnell! Und tra­di­tio­nell bringt so ein Juni nicht nur zu dicke Mäd­chen in zu dün­ner Klei­dung mit sich, son­dern außer­dem mei­ne Halb­jah­res­rück­schau der gefäl­lig­sten und unge­fäl­lig­sten Musikal­ben, erst­mals kom­plett mit Alben des Jah­res 2011 befüllt.

Und in so einem hal­ben Jahr kann sich viel ändern. Im Febru­ar etwa rühm­te ich das Album „I’m Your Saviour“ von Toxic Smi­le, für die­se Liste aber hat es den­noch kei­ne Berück­sich­ti­gung mehr gefun­den, da die schie­re Mas­se an guter Musik anson­sten den Rah­men die­ser Inter­net­sei­te gesprengt hät­te und ich somit wie­der eini­ges aus­sie­ben muss­te. Auch habe ich es lei­der nicht immer geschafft, mich jedem Musik­al­bum, das mich inter­es­siert hät­te, recht­zei­tig aus­rei­chend aus­führ­lich zu wid­men; die beim Pro­be­hö­ren recht vor­züg­li­chen Alben „Fland­ers Fields“ von Hum­ble Grum­ble und „Blown Realms and Stal­led Explo­si­ons“ von den Enablers bit­te ich das geneig­te Publi­kum also selbst zu rezen­sie­ren. (Gern als Kom­men­tar hier unten drun­ter. ;) )

Aber es ist auch ohne die­se Alben eine recht abwechs­lungs­rei­che Liste gewor­den, von der ich hof­fe, dass sie nicht jedem von euch blo­ßes Miss­fal­len berei­tet. ‘Musik 06/2011 – Favo­ri­ten und Ana­ly­se’ wei­ter­le­sen »

Nerdkrams
Cine24.tv: Betrug hat Tra­di­ti­on

Wer ernst­haft dach­te, das Ende von Kino.to wür­de auch dem gewerbs­mä­ßi­gen Betrug im Inter­net einen emp­find­li­chen Dämp­fer ver­pas­sen, der hat sich geirrt. Die desi­gnier­ten „Nach­fol­ger“ der erwähn­ten Sei­te sind kei­nes­falls bes­ser.

Als sol­che wer­den zum Bei­spiel Movie2k.to und Cine24.tv genannt. Zwei­te­re Sei­te, die sich anschei­nend also gro­ßer Beliebt­heit erfreut, schaue ich mir dann mal mit einem unge­si­cher­ten Brow­ser an, um das gan­ze Aus­maß der Kata­stro­phe auch so rich­tig genie­ßen zu kön­nen. Also mit Chro­mi­um ohne irgend­wel­che Blockier­hil­fen.

Das stellt sich aber als schwie­rig her­aus, denn ohne zumin­dest einen akti­vier­ten Wer­be­blocker dau­ert es eine Wei­le, bis man zwi­schen all den blin­ken­den Spon­so­ren­gra­fi­ken das eigent­li­che Film­an­ge­bot ent­decken konn­te. Auf mei­nem Bild­schirm jeden­falls muss­te ich dafür scrol­len, obwohl der Brow­ser im Voll­bild­mo­dus betrie­ben wird. (Aller­dings muss­te ich nicht erst eine die­ser total wich­ti­gen Ein­gangs­sei­ten weg­klicken; das ist schon mal ein guter Anfang!)

Von der Her­um­su­che­rei bereits dezent genervt klicke ich also auf einen belie­bi­gen Film und bin gespannt, was pas­siert. Oh, ein Lay­er­po­pup mit meh­re­ren Frau­en, die offen­bar kein Geld haben, sich etwas zum Anzie­hen zu kau­fen, aber kla­re Wün­sche äußern: „Regens­burg, Osten­vier­tel, 30 Jah­re möch­te Can­dy“, also Süß­kram. Hat ihre Kla­mot­ten wohl für Gum­mi­bä­ren ver­tickt, die Gute. Kopf schüt­telnd klicke ich auf das „X“, eigent­lich woll­te ich ja etwas ganz ande­res. Dass neben­bei ein zwei­tes Fen­ster geöff­net wird, das mich dar­über infor­miert, dass der­zeit wohl ziem­lich vie­le Frau­en ziem­lich viel Geld in Web­cams inve­stie­ren, igno­rie­re ich gekonnt.

Ich wen­de tap­fer mei­nen Blick von den all­ge­gen­wär­ti­gen Blin­ke­ban­nern ab („Ech­te Fick­da­tes jetzt live vor der Web­cam“, wie das wohl funk­tio­niert?) und scrol­le wie­der ein­mal abwärts. Ein etwa zwei­mi­nü­ti­ger Trai­ler ist zu sehen, für den kom­plet­ten Film müss­te ich aber woan­ders hin­klicken. Nur: Wohin?

Die Ver­wei­se zum „HD-Stream“ füh­ren mich zu einem eigen­ar­ti­gen Use­net-Reste­ver­wer­ter. Schön, dass es das Use­net noch gibt, scha­de, dass es nie­mand mehr ver­steht. Dann muss ich mich wohl mit „LD“ zufrie­den­ge­ben, den­ke ich, und klicke auf einen der drei „Film ab!“-Verweise. (Wer ein guter Streaman­bie­ter ist, der weiß, dass ein Hoster allein nicht reicht. „Video­weed“ – kann­te ich noch nicht, klingt aber sym­pa­thisch.) „Bock auf die Nach­ba­rin?“ fragt mich der­weil ein blin­ken­der Wer­be­ban­ner. Ich bin erschüt­tert.

Das Fen­ster, in dem ein unbe­darf­ter Anwen­der nun eigent­lich den Film erwar­ten soll­te, sieht übri­gens so aus:

Als beson­de­re Wür­ze ver­schwin­den die bei­den „Play Now“- und „Download“-„Schaltflächen“ oben übri­gens gleich, nach­dem ich die­ses Bild anfer­tig­te, und wer­den ersetzt von einem „Laby­rinth“, das man mit einem „Blei­stift“ von Start bis Ziel nach­zeich­nen soll. Dabei ist es übri­gens egal, ob man über­haupt trifft: Sobald der „Blei­stift“ das „Ziel“ erreicht, geht ein neu­er Tab auf, der Jam­bas neue­stes Klin­gel­ton­abon­ne­ment feil­bie­tet. Kaum hat­te ich mich dar­über aus­rei­chend gewun­dert, waren die bei­den „Schalt­flä­chen“ auch schon wie­der da. Wer aber erwar­tet hät­te, dass ein Klick auf „Down­load“ den Film her­un­ter­lädt, der ist schief gewickelt: Tat­säch­lich wird etwas „her­un­ter­ge­la­den“, was als „gra­tis“ ange­prie­sen wird. Es han­delt sich um ein Pro­gramm des Namens „iLividSetupV1.exe“, und nach kur­zer Recher­che fin­det unser­eins her­aus, dass die­ses Pro­gramm irgend­was mit die­sen wer­be­fi­nan­zier­ten Quatsch­bild­chen für irgend­wel­che Chats zu tun hat, aber sicher kei­nen Film­ge­nuss beschert. (Aber ob das auch der „typi­schen Kli­en­tel“ von Cine24 bekannt ist?) „Play Now“ tut übri­gens das­sel­be.

Der You­Tube-ähn­li­che „Abspielen“-Knopf, der auf der Sei­te zu sehen ist, hat über­haupt kei­nen Effekt. Also her­aus aus die­ser Sack­gas­se. Ver­su­chen wir es mal mit „rapid­load“ („100% sag­ten gut“, das muss ja was bedeu­ten!):

Selbst­ver­ständ­lich genügt mir als unbe­darf­tem Stream­guck­wil­li­gem der „kosten­lo­se“ Stream. Den Spaß, mir vor­aus­sa­gen zu las­sen, wann ich denn zu hei­ra­ten beab­sich­ti­ge, gön­ne ich mir even­tu­ell spä­ter, jetzt will ich end­lich die­sen blö­den Film gucken. Ich tip­pe stumpf vier Zif­fern ab, klicke auf „Stream anse­hen“ und … muss erst mal den Ban­ner weg­klicken („CLOSE AD“, der Maus­zei­ger ver­wan­delt sich hier­für nicht in eine Hand). Aber der Stream läuft. Danach. Unfass­bar.

Um hier­her zu gelan­gen, hat der typi­sche Anwen­der sich also unzäh­li­ge Track­ing-Coo­kies ein­ge­fan­gen, Pro­gram­me aus dubio­ser Quel­le her­un­ter­ge­la­den, deren Zweck nicht erläu­tert wird, und den Betrei­bern des Por­tals flei­ßig dabei gehol­fen, ihr ille­ga­les Ange­bot, für das sie selbst ver­mut­lich nicht ein­mal all­zu viel bezahlt haben, mehr als nötig zu finan­zie­ren. Sofern sei­ne Geduld ihn über­haupt an die­sen Punkt kom­men ließ.

Ich bezweif­le, dass es bei ande­ren Dien­sten die­ser Art anders zugeht; immer­hin ist Cine24 nur ein will­kür­lich aus­ge­wähl­tes Bei­spiel. Wäh­rend der Recher­chen zu die­sem Bei­trag stieß ich unter ande­rem auch auf einen Strea­ming­an­bie­ter, bei dem es nicht ein­mal mög­lich war, Streams wirk­lich anzu­se­hen, statt­des­sen wur­de der Sur­fer stets dar­auf auf­merk­sam gemacht, er sol­le doch bit­te zunächst das Xvid-Plug­in instal­lie­ren, und zwar nicht etwa eine garan­tiert viren­freie Ver­si­on, son­dern eine von einem dubio­sen Ser­ver, den ich hier aus Grün­den nicht ver­lin­ke. „Logisch“, wird der unbe­darf­te Sur­fer den­ken und gedan­ken­los alles anklicken, was man von ihm ver­langt, damit er nur end­lich die­sen blö­den Stream sehen kann. Echt prak­tisch, die­ses Strea­ming.

Wer ande­ren Inter­net­be­nut­zern also allen Ern­stes erzäh­len will, das Angucken von Fil­men auf irgend­wel­chen omi­nö­sen Strea­ming­sei­ten sei „sicher“, ist ein gemein­ge­fähr­li­ches Arsch­loch und/oder zumin­dest ein rie­sen­gro­ßer Depp. Aber ich befürch­te, dass die­se War­nung, wie so oft, unge­hört ver­hal­len wird; bis zum näch­sten „Zwi­schen­fall“ eben.

MusikFotografie
Tag­träu­me

Can’t you feel that sun a‑shinin‘?
Ground hog run­nin’ by the coun­try stream
This must be the day that all of my dreams come true
So hap­py just to be ali­ve
Under­neath the sky of blue
On this new mor­ning, new mor­ning…

- Bob Dylan: New Mor­ning

In den NachrichtenKaufbefehleMusik
(Dies­mal wirk­lich) kurz ver­linkt L (2): U.a. Sex und Rock’n’Roll

20min.ch:

Kin­der­gärt­ler inter­es­sie­ren sich für die Unter­schie­de zwi­schen Mann und Frau.

Ich habe da erst „Kin­der­gärt­ner“ gele­sen. 8O

Kin­der ab vier Jah­ren sol­len ihren eige­nen Kör­per spie­le­risch wahr­neh­men, …

Und wenn das ein Erwach­se­ner zu ihnen sagt, ist er in der Gesell­schaft nicht mehr will­kom­men. :mrgreen:

… Kör­per­tei­le benen­nen oder ange­neh­me von unan­ge­neh­men Berüh­run­gen unter­schei­den kön­nen.

„Penis! Hihihi!

(Und die Kin­der sol­len kei­nes­falls ler­nen, ange­nehm und unan­ge­nehm von­ein­an­der zu unter­schei­den, son­dern sie sol­len ler­nen, was sie gefäl­ligst ange­nehm und was unan­ge­nehm zu fin­den haben; sie sol­len qua­si Unmün­dig­keit erler­nen.

Ich als Kind habe es zum Bei­spiel aus hygie­ni­schen Grün­den ver­ab­scheut, mei­ne Mit­kin­der an der Hand zu neh­men, das war für mich somit eine äußerst unan­ge­neh­me Berüh­rung, den­noch ist kein Erzie­her dage­gen vor­ge­gan­gen, und ich lei­de heu­te noch schmerz­lich unter der erlit­te­nen See­len­qual, schnüff; wäh­rend ich das, was Kin­der heut­zu­ta­ge als unan­ge­neh­me Berüh­run­gen oktroy­iert bekom­men, damals schon ein wenig ver­miss­te. Zei­ten ändern sich.)


SPIEGEL.de:

Tra­di­tio­nell zeig­ten sich die Besu­che­rin­nen des berühm­ten bri­ti­schen Pfer­de­ren­nens am „Ladies Day“ mit beson­ders gewag­ten Hüten.

Bei­na­he kam es zum Eklat, als sich eine Besu­che­rin „oben ohne“, also ohne Hut, Ein­lass ver­schaf­fen woll­te. Sicher­heits­kräf­te konn­ten die Frau über­wäl­ti­gen und unauf­fäl­lig durch den Hin­ter­ein­gang hin­aus­be­glei­ten.


Golem.de:

Chro­me 14 soll siche­re Inhal­te sicher machen

Stellt die mar­ke­ting-Abtei­lung von Apple jetzt auch Arbeits­kräf­te für ande­re Unter­neh­men zur Ver­fü­gung?


EIn abschlie­ßen­der Tipp für mei­ne Musik schät­zen­den Leser: Auf RollingStone.com ist ein Teil des kom­men­den Yes-Albums „We Can Fly From Here“ bereits als „Vor­schau“ ver­füg­bar. Gut­fin­den emp­foh­len.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt L: Han­no­ver-Lin­dens dunk­le Sei­te

Über die eigen­ar­ti­gen Denk­struk­tu­ren der „Lin­ken“ kann man sich bei Bedarf rund um die Uhr wun­dern. Rück­wärts­ge­wandt und staats­feind­lich wol­len sie, die in den letz­ten Wochen vor allem mit ver­meint­lich anti­se­mi­ti­schen Gei­stes­hal­tun­gen auf­ge­fal­len sind, nicht sein, mit RAF und ähn­li­chen Grup­pen ver­bin­det die moder­ne „Lin­ke“ nichts mehr.

So weit die Theo­rie.

Nun begab es sich, dass die „Lin­ken“ eine jüngst statt­ge­fun­de­ne Haus­be­set­zung in Han­no­ver – wie­so auch immer man aus­ge­rech­net in Han­no­ver irgend­was beset­zen wol­len soll­te – gut­hie­ßen, in deren Ver­lauf sich gleich­falls als „Lin­ke“ bezeich­nen­de Jung­men­schen ein „Zei­chen gegen Gen­tri­fi­zie­rung“ set­zen woll­ten, indem sie ein­fach mal so beschlos­sen, dass Besitz­rech­te an irgend­wel­chen Immo­bi­li­en sich eben­so wie etwa­ige Anwoh­ner gefäl­ligst den Inter­es­sen der „Gesell­schaft“, also zumin­dest ihnen, unter­zu­ord­nen sei­en.

Das war dann zwar nix, aber von so was lässt man sich ja als stol­zer „lin­ker“ Staats­bür­ger nicht ins Bocks­horn jagen.

Der Lin­de­ner Löwe fasst zusam­men:

Rein woll­ten zum Bei­spiel die Haus­be­set­zer in die Lim­mer­stra­ße 98, aber vor ihnen woll­te auch ein neu­er Besit­zer rein, um das Haus abzu­rei­ßen und es durch etwas zu erset­zen, das wohl nicht hüb­scher sein wird. So kamen die Poli­zi­sten rein­ge­stürmt, die Beset­zer muss­ten wie­der raus und in den näch­sten Tagen oder Wochen wird wohl die Abriss­bir­ne etwas zu tun bekom­men. Wer etwas besitzt, wird nun ein­mal vom Geld ent­schie­den, und wer etwas besetzt, weiß das eigent­lich.

Nun ist der „Lin­de­ner Löwe“ der­zeit eben­so wenig erreich­bar wie eini­ge Blogs des „Nacht­wäch­ters“, den ich hier nur all­zu gern ver­lin­ke, und ich ver­mu­te, das ist kein Zufall, haben doch die bei­den Autoren sich über die Haus­be­set­zung im All­ge­mei­nen und über die genau­en Umstän­de im Spe­zi­el­len lustig gemacht, und so ein „lin­ker“ Auto­no­mer ver­steht da kei­nen Spaß.

Das war aber auch ein Blöd­sinn, den die Beset­zer da ver­zapft haben:

Als die Beset­zung ver­gan­ge­nen Mitt­woch begann, waren die For­de­run­gen klar. Ein Abriss der Gebäu­de aus der Grün­der­zeit der Lim­mer­stra­ße soll­te ver­hin­dert wer­den, um sie für eine unkom­mer­zi­el­le Nut­zung zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Und nach­dem der Eigen­tü­mer da ziem­lich viel Geld bezahlt haben dürf­te, um so schal­ten und wal­ten zu dür­fen, wie ihm gera­de die Lau­ne steht, ist es natür­lich eine gera­de­zu men­schen­feind­li­che Hal­tung, wenn er über das, was mit sei­nem Geld geschieht, gern selbst ent­schei­den wür­de; voll der Ego­ist! Blö­der­wei­se ist Ego­is­mus hier­zu­lan­de nicht straf­bar, ande­res aber schon:

Der Rück­griff auf Poli­zei­ge­walt zur Durch­set­zung der bestehen­den Eigen­tums­ver­hält­nis­se ist cha­rak­te­ri­stisch für bür­ger­lich-kapi­ta­li­sti­sche Gesell­schaf­ten.

Da hat aber jemand sei­nen Karl Marx aus­wen­dig gelernt. :mrgreen:
Der bür­ger­lich-kapi­ta­li­sti­sche Staat, in dem das Eigen­tum eines Men­schen gesetz­lich geschützt ist, ist wahr­lich ziem­lich unmensch­lich. Jeden­falls, wenn es nicht das eige­ne ist.

Und die Beset­zer wis­sen zwar nicht so recht, was Eigen­tum ist, aber „Men­schen“ ken­nen sie. „Men­schen“ sind sie selbst, und sie unter­schei­den sich von ihren „Mit­men­schen“ dadurch, dass sie für „die gute Sache“ kämp­fen. Wer nicht kämpft, ist nur noch „Anwoh­ner“:

Anwohner_innen (sic!) ver­sorg­ten die Men­schen im Haus mit Lebens­mit­teln, Möbeln oder boten kon­kre­te Unter­stüt­zung bei Reno­vie­rungs­ar­bei­ten an.

Wäre ich Anwoh­ner, ich käme mir, gelin­de gesagt, ziem­lich ver­arscht vor.

(Unbe­dingt wei­ter­le­sen beim Nacht­wäch­ter; sicher­heits­hal­ber als Kopie hier gespie­gelt, falls wordpress.com auch zufäl­lig tech­ni­sche Pro­ble­me bekommt.)

Spaß mit Spam
Lie­bes­brief für Anfän­ger (oder: Face­book 0.1)

Hel­lo dear,

How are you doing my name is Susan i am sear­ching for a fri­end and i want to be your fri­end, i am loo­king for a fri­end i hope we can com­mu­ni­ca­te ‚i will be very hap­py if you can rep­ly my direct­ly and rep­ly with some pic­tures of yours­elf.

From Susan.


You recei­ved this mes­sa­ge from the „vim_use“ mail­list. (…)

„Hal­lo, mein aller­lieb­ster Hasel­pur­zel­sch­nuf­felbär,

wie ist das wer­te Befin­den? Mein Name ist aus­ge­dacht und ich brau­che Freun­de, und weil ich kei­ne habe, kamst du mir spon­tan in den Sinn. Ich hof­fe, wir kön­nen kom­mu­ni­zie­ren, denn anson­sten schrei­be ich die­se Mail gera­de ins Nir­wa­na. Ich wäre voll froh und so, wenn du mir direkt ant­wor­ten wür­dest. Ach, und hast du ein Bild von dir? Ich bin näm­lich nicht nur ein­sam und habe kei­ne Freun­de, son­dern ich bin außer­dem noch ober­fläch­lich, was natür­lich nichts damit zu tun hat. Kreuz an: Ja/Nein (aber nicht bei­des!).

Knud­del­wud­del­bus­si,
dei­ne {Unle­ser­lich}

P.S.: Wenn du mir direkt ant­wor­test, wer­den all dei­ne Freun­de davon erfah­ren.“

(Abtei­lung: Brie­fe, die in mei­ner Schul­zeit immer nur die ande­ren Jungs bekom­men haben, wor­um ich sie nur sehr sel­ten ein biss­chen benei­de.)

Sonstiges
GiS goes to the Brocken.

Soll­te irgend­ein Zeit­ge­nos­se übri­gens der Mei­nung sein, Schul­bil­dung und Sprach­ver­lot­te­rung ver­lie­fen umge­kehrt pro­por­tio­nal zuein­an­der, so muss ich ihn lei­der ent­täu­schen:

Lei­der hat der Orga­ni­sa­tor die­ser Ver­an­stal­tung sei­ne Kon­takt­adres­se nicht hin­ter­legt; inso­fern bleibt der Hand­zet­tel qua­si als stum­mer Zeit­zeu­ge erhal­ten.

(Soll­te er über irgend­wel­che Umwe­ge die­se Zei­len lesen, erbit­te ich einen kur­zen Kom­men­tar, ich wür­de wirk­lich lie­bend gern mit Ihnen dis­ku­tie­ren!)

PersönlichesMusik
„Hey Mr. Rain, won’t you fol­low me down?“

Die all­mäh­li­che Zer­set­zung jeder ver­blie­be­nen posi­ti­ven Gei­stes­hal­tung auch im Juni als Win­ter­de­pres­si­on zu bezeich­nen wäre ver­mut­lich all­zu ver­ein­facht. Gesucht: Sowohl ein Wort, das den Zustand inne­rer Lee­re und gei­sti­ger Ziel­lo­sig­keit beschreibt, als auch ein Grund, sich dafür über­haupt irgend­ein Wort mer­ken zu wol­len. Guten Mor­gen, die Vögel sin­gen, die Welt liegt in Scher­ben, bit­te auf­räu­men, bis die Nach­mie­ter da sind.

(Und dann zumin­dest der Ver­such der Ablen­kung. Die Lee­re im Kopf mit Klän­gen fül­len und hof­fen, dass er die List nicht bemerkt.)

(Soll­te man auch mal wie­der häu­fi­ger im so genann­ten „Musik­fern­se­hen“ zei­gen.)

Ein schö­nes Wochen­en­de wün­sche ich.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt IL: Wur­zel­pla­gi­at

Erin­nert sich noch jemand an die zahl­rei­chen Hin­wei­se dar­auf, dass Fami­lie von und zu und hin­term Gut­ten­berg wegen der ober­frän­ki­schen Ver­wur­ze­lung nie­mals Deutsch­land ver­las­sen wür­de, unter ande­rem auch geäu­ßert von Ste­pha­nie usw. höchst­per­sön­lich?

Hof­fent­lich, denn:

Der „Spie­gel“ mel­de­te am Frei­tag vor­ab unter Beru­fung auf Ver­trau­te des CSU-Poli­ti­kers, der 39-Jäh­ri­ge wer­de mit sei­ner Frau Ste­pha­nie und sei­nen bei­den Töch­tern für min­de­stens zwei Jah­re in die USA oder nach Groß­bri­tan­ni­en zie­hen.

Sind sei­ne Wur­zeln etwa auch nur pla­gi­iert? :mrgreen:

Aber viel­leicht ist all das auch nur ein Ver­such der Ablen­kung von sei­nen Mis­se­ta­ten, auf dass er als ver­meint­lich geläu­ter­ter Zeit­ge­nos­se wie­der freund­lich in Emp­fang genom­men wird vom Pöbel:

Für die Zeit danach habe er eine Rück­kehr in die Poli­tik nicht aus­ge­schlos­sen.

Also seid wach­sam!

Spaß mit Spam
OFFIZIELLE GEWINNBENACHRITIGUNG

Bei sol­chen Betreff­zei­len wür­de ich sogar Kopf­weh bekom­men, wären sie nicht in brül­len­den Groß­buch­sta­ben ver­fasst.
Und wor­über möch­te „Frau Ani­ta Smith“ („FRAU ANITA SMITH“) vom „Sitz des Prasi­den­ten der Euro­Mil­li­ons Lot­tery Pro­mo­ti­on“ in „Madrid“ mich da „benach­ri­ti­gen“? (Aus Grün­den der Les­bar­keit wer­de ich all­zu brül­len­de Zei­len im Fol­gen­den aus­las­sen.)

Wir sind erfreut ihnen mit­tei­len zu kon­nen, das die gewinn­li­ste

Die Euro­Mil­li­ons LOTTERY PROMOTION am 02 . Juni 2011 erschie­nen ist, vor­bei Co-orga­ni­siert World Tou­rism Organization/Spanish Mini­ste­rio de Tou­ris­mo.

Ange­sichts des das-dass-Schreib­pro­blems kann man zumin­dest davon aus­ge­hen, dass „Frau Ani­ta Smith“ Deut­sche ist. Eine ech­te mul­ti­kul­tu­rel­le Lot­te­rie also. Nun stellt sich mir natür­lich die Fra­ge, ob in der Bezeich­nung „Die Euro­Mil­li­ons Lot­tery Pro­mo­ti­on“ aus­ge­rech­net das Wort „die“, „stirb“, doch für den deut­schen Arti­kel ste­hen soll­te. Eini­ger­ma­ßen sinn­frei wäre bei­des. Aber von sol­chen Kin­ker­litz­chen las­se ich mich nicht auf­hal­ten, immer­hin hat das spa­ni­sche Welt­tou­ris­mus­mi­ni­ste­ri­um die­se Lot­te­rie vor­bei­ko­or­ga­ni­siert, da fühlt man sich als Leser lie­ber geehrt und liest also wei­ter:

Dir offi­zi­el­le liste der gewin­ner erschien am 08.juni 2011 Ihr e‑mail wur­de auf dem los mit dir num­mer: (721–524-27756) und mit der seri­en­num­mer: {52136/2011} regi­stried. Die glucks­num­mer: (01) (03) haben in der zwei­tens kate­go­rie gewon­nen.

Es gibt eine offi­zi­el­le Gewin­ner­li­ste, auf der E‑Mail-Adres­sen ste­hen? Kein Wun­der steigt die Zahl der Spam­mails wie­der. Aber ich freue mich, davon abge­se­hen, selbst­ver­ständ­lich immens, dass mei­ne Glucks­num­mer (tat­säch­lich gluck­se ich gera­de ein wenig) in der Zwei­tenska­te­go­rie gewon­nen hat, auch wenn ich ver­mut­lich dann doch lie­ber in der drit­ten Kate­go­rie gewon­nen hät­te, die hält meist die bes­se­ren Prei­se bereit. Aber man kann nicht alles haben.

Statt­des­sen habe ich dies:

Sie sind damit gewin­ner von: 935, 470.00

Ich habe also bei einer spa­ni­schen Ver­lo­sung 935 kyril­li­sche Djets gewon­nen. Even­tu­ell kann ich die dann bei eBay teu­er ver­scher­beln.
Aber halt, nein: Nicht ich habe sie gewon­nen, son­dern Anony­mus „vier­hun­dert­sieb­zig Punkt null­null“. Oder ist das auch nur eine Gewinn­num­mer?

Die sum­me ergibt sich einer gewinn­aus­schutt­ung von. 25,257,690,00 (…). Die sum­me wur­de durch 27 gewin­nern aus der gli­ei­chen kate­go­rie geteilt.

Das mit den Tau­sen­der­trenn­zei­chen scheint in Madrid in Ver­ges­sen­heit gera­ten zu sein. Aber unter­stel­len wir ein­mal, es han­de­le sich um etwas mehr als 25 Mil­lio­nen kyril­li­scher Djets: Wie­so bekom­me ich dann nur 935? Frech­heit!

Dir gewinn ist bei einer sicher­heits­fir­ma hin­ter­legt und in ihren namen ver­si­chert. um kei­ne kom­pli­ka­tio­nen bei der abwick­lung der zah­lung zu ver­ur­sa­chen bit­ten wir sie die­se offi­zi­el­le mit­tei­lung, dis­kret zu behan­del­nes ist ein teil unse­res sicher­heits­pro­to­kolls und garan­tiet ihnen einen rei­bung­lo­sen Ablauf.

Ups.

Alle gewin­ner wer­den per com­pu­ter aus 45.000.00 namen und e‑mails aus ganz Euro­pa, Asien,Australien und Ame­ri­ka als teil unse­rer Inter­na­tio­na­len pro­mo­ti­on pro­gramms aus­ge­wahlt, Wel­ches wir ein­mal im jahr ver­an­stal­ten.

Fünf­und­vier­zig­tau­send Kom­ma (sie­he oben) null Namen und E‑Mails. Ob das wohl auf gan­ze Zah­len gerun­det wur­de?

(…)
BITTE AUSFUILLEN DEIN DATAS AUS UNTEN.

Und wie bekom­me ich das dann wie­der vom Bild­schirm ent­fernt?

(…)PLZ_______________
3. ADRESSE__________________________________________________
(…)
6. STAT:______________________________________________

Wir ler­nen: Post­leit­zahl und Stadt/Staat/Stat sind nicht Teil der Adres­se.

GEWINN SUMME___________

Zum Selbst­aus­fül­len – wie prak­tisch!

Die oben genann­ten
Anfor­de­run­gen sind erfor­der­lich.

Dass man eine Adres­se hat oder dass man auf sei­nem Bild­schirm her­um­schmiert?

Gluck­wun­sche noch ein­mal.

„Wir beglück­wün­schen Sie zu Ihrer Ner­ven­stär­ke, die Sie benö­tig­ten, um unse­ren Aus­füh­run­gen bis hier­her zu fol­gen, ohne vor Lachen vom Stuhl zu kip­pen und sich dabei sehr weh zu tun.“

Herz­lichs

Mit freund­li­chen Gr??en

Mit was bit­te?

Alle Waren­zei­chen und ein­ge­tra­ge­nen Waren­zei­chen sind Eigen­tum der jewei­li­gen Inha­ber.
Copy­right © 2010–2011. Alle Rech­te vor­be­hal­ten.

Die will ich auch gar nicht haben; kann sich eh kei­ner mer­ken.
Aber die kyril­li­schen Djets brau­che ich auch nicht unbe­dingt.

Wer möch­te den Gewinn für mich in Emp­fang neh­men?

(Nach­trag vom 10. Juni: Ich muss­te das Uni­code­sym­bol durch etwas erset­zen, mit dem Word­Press‘ Schrift­par­ser auch zurecht­kommt. Ent­schul­digt, dass es jetzt etwas eigen­ar­tig aus­sieht.)

In den NachrichtenNerdkrams
Apple, Wol­ken und Inno­va­tio­nen

Ui, Apple hat die Cloud ent­deckt und die Spei­chel­lecker aus dem Medi­en­ge­wer­be erklä­ren das dann mal wie­der zum Gna­den­schuss für Micro­soft. Dass die Cloud jetzt unge­fähr so neu und auf­re­gend und muss­man­ha­ben ist wie einst das „Web 2.0“, Tama­got­chis und Game­boys, sagt über sie eigent­lich nur wenig aus, denn App­les finan­zi­el­ler Erfolg hat­te immer schon mehr mit Ver­mark­tung als mit Tech­nik zu tun. (War­um man die Cloud nicht als Zukunft der Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on betrach­ten soll­te, habe ich unter ande­rem hier schon ein­mal erläu­tert, anson­sten bringt es auch xkcd heu­te auf den Punkt.)

Erst kürz­lich dis­ku­tier­te ich off­line dar­über, inwie­fern Apple sich von den Mit­be­wer­bern abhebt. Man führ­te an, sie wür­den eben alles anders machen.
So?

Cloud­dien­ste sind nicht neu, Drop­box gibt es auch nicht erst seit gestern. Als „Inno­va­ti­on“ wird geprie­sen, dass die­se Dien­ste eng mit dem Betriebs­sy­stem ver­zahnt wer­den. Dass Micro­soft mit Win­dows Live Mesh und dem zuge­hö­ri­gen Sky­Drive schon, sozu­sa­gen, seit vie­len Mon­den eine „per­sön­li­che Cloud“ anbie­tet, die man, anders als bei Apple, bei Bedarf instal­lie­ren kann, aber nicht muss, fin­det nur wenig Beach­tung; kein Wun­der, denn so ein Win­dows­ge­rät ist nicht hip und hat kein ange­fres­se­nes Fall­obst hin­ten drauf. Aber als App­le­jün­ger lässt man sich bekann­ter­ma­ßen nur all­zu gern vor­schrei­ben, was man so zu tun und zu nut­zen hat, denn der Reiz von App­le­pro­duk­ten besteht dar­in, dass man auch als Laie ein­fach nur sab­bernd davor sit­zen muss und der Rest pas­siert qua­si von allein. Rei­zend.

Und was haben wir denn da noch so an Inno­va­tio­nen?

zahl­rei­che in iOS 5 inte­grier­te Fea­tures, die man in abge­wan­del­ter Form bereits von Apps her kennt, wie z.B. das Chat-Tool iMes­sa­ge, Bild­be­ar­bei­tungs­op­tio­nen oder eine Funk­ti­on, um Arti­kel zum spä­te­ren Lesen vor­zu­mer­ken

Wenn Micro­soft das machen wür­de, wäre es Ideen­klau, wenn Apple das macht, klat­schen alle. :mrgreen:

Ob zu die­sen abge­wan­del­ten fea­tures wohl auch Goog­le Lati­tu­de zählt?

iPho­ne und iPads (mit GPS) wer­den (…) in der Lage sein, eine Benach­rich­ti­gung anzu­zei­gen, wenn man sich an einem bestimm­ten, zuvor defi­nier­ten Ort befin­det. Sehr cool!

Aber so was von cool! Lei­der sogar auf iPho­nes längst ein alter Hut.

Wei­ter:

iMes­sa­ge heißt der neue, in iOS 5 inte­grier­te Chat­ser­vice, mit dem sich text­ba­sier­te Ein­zel- und Grup­pen­kon­ver­sa­tio­nen mit ande­ren iPho­ne- und iPad-Eigen­tü­mern füh­ren las­sen.

Sehr schön; damit hat Apple dann mal eben einen wei­te­ren pro­prie­tä­ren, auf iOS beschränk­ten instant mes­sen­ger ent­wickelt, der tech­nisch unge­fähr das­sel­be tut wie das für mehr Platt­for­men ver­füg­ba­re Whats­App, wobei es noch abzu­war­ten bleibt, ob Whats­App (wie auch Goog­le Lati­tu­de) unter iOS 5 noch lan­ge lauf­fä­hig sein wird. Apple ent­schei­det so was ja immer eher spon­tan.

Und weil jedes neue Apple­sy­stem auch irgend­ein hüb­sches Klickibun­ti-fea­ture haben muss, das die Leu­te zum Stau­nen bringt, hat Apple auch noch eine ober­fläch­li­che Inno­va­ti­on parat, die uns Android-Nut­zer selbst­ver­ständ­lich sofort unser Spiel­zeug weg­wer­fen und ein iPho­ne kau­fen lässt:

iOS 5 erhält ein eige­nes Menü, in dem alle ein­tref­fen­den Push-Nach­rich­ten geli­stet wer­den. Zugriff auf die­se Über­sicht erhält man, indem man mit dem Fin­ger am obe­ren Rand des iPho­ne-/iPad-Dis­plays nach unten „swipt“.

Tja: „Wenn du kein iPho­ne hast, dann hast du kein iPho­ne“, und dein gesell­schaft­li­cher Abstieg ist unver­meid­lich.
Für das kom­men­de iPho­ne 5 ist noch kein Ver­kaufs­mot­to bekannt. Ob sie das wohl unterüber­bie­ten kön­nen?

PolitikIn den Nachrichten
Die All­ge­gen­wart vir­tu­el­ler Lebens­räu­me

Die­ser Tage liest man mit­un­ter, in Frank­reich sei die Erwäh­nung von Face­book und Twit­ter in Rund­funk­me­di­en nun unter­sagt, und obwohl das nur die hal­be Wahr­heit ist, denn es ist ledig­lich nicht mehr gestat­tet, gezielt auf sen­der­ei­ge­ne „Pro­fi­le“ dort zu ver­wei­sen, lässt mich das doch erneut über den Demo­kra­tie­be­griff des Herrn Sar­ko­zy nach­den­ken.

Vor allem aber wirft es die Fra­ge auf, war­um aus­ge­rech­net Face­book und Twit­ter die öffent­li­che Dis­kus­si­on der­art beherr­schen, dass über­haupt sol­che Schrit­te nötig sind.

Twit­ter ist dabei eigent­lich noch ziem­lich harm­los, wenn­gleich sich die Aus­rich­tung von „Was machst du gera­de?“ zu „Was gibt’s neu­es?“ ver­scho­ben hat und es also nicht mehr dar­um geht, der Welt­öf­fent­lich­keit mit­zu­tei­len, dass man gera­de drin­gend kacken muss, son­dern dar­um, der Welt­öf­fent­lich­keit mit­zu­tei­len, dass es drau­ßen gera­de gewit­tert, was natür­lich ein gera­de­zu unfass­ba­rer Mehr­wert ist, aber immer­hin noch in der Gren­ze von 140 Zei­chen blei­ben muss, es sei denn, man schreibt sei­ne Gedan­ken auf eine exter­ne Inter­net­sei­te und setzt nur noch den Ver­weis dar­auf in Twit­ter, aber dann kann man es eigent­lich auch ganz las­sen. Ich mei­ner­seits nut­ze Twit­ter außer zum Ver­lin­ken von Tex­ten, die ich umfas­sen­der zu betrach­ten gera­de zu faul bin, und für gele­gent­li­che Schwätz­chen pri­mär für über­aus fla­che Wort­spie­le, die für einen eige­nen Arti­kel hier auch optisch ein­fach viel zu kurz wären; sozu­sa­gen als „Mikro­blog“.

Das Schö­ne bei Twit­ter ist, dass einem dort in der Regel kein ver­meint­li­cher „Freund“ auf den Zei­ger geht, man möge sich doch bit­te mit Leu­ten, die man nicht mal aus­ste­hen kann, befreun­den, von gele­gent­li­chen „Emp­feh­lun­gen“ („Fol­lo­wing Fri­day“) ein­mal abge­se­hen. Es ist schlicht zweck­los, über ein sol­ches Por­tal vir­tu­el­le Freun­des­krei­se auf­zu­bau­en.

Ganz anders Face­book. Face­book ist trotz all der daten­schutz­recht­li­chen und son­sti­gen Unver­schämt­hei­ten, die es sei­nem Benut­zer­kreis zumu­tet (hier­zu zählt seit neue­stem auch kon­text­be­zo­ge­ne Wer­bung, wie sie bei Goog­le Mail anschei­nend auch noch nie einen Benut­zer ernst­lich in Auf­re­gung ver­setzt hat), eine Art Fax des 21. Jahr­hun­derts. War es vor unge­fähr einem Jahr­zehnt noch mit oft erheb­li­chem Mehr­auf­wand ver­bun­den, ohne Fax­ge­rät geschäft­li­che Kor­re­spon­denz zu füh­ren, gilt man nun als gesell­schaft­li­cher Außen­sei­ter, wenn man das Gesuch, wei­te­re Infor­ma­tio­nen via Face­book aus­zu­tau­schen, abschlä­gig beschei­det. Dabei ist es voll­kom­men uner­heb­lich, ob man über­haupt dort ange­mel­det ist oder sein Benut­zer­kon­to viel­leicht aus bestimm­ten Grün­den nicht zur Inter­ak­ti­on mit Hinz und Kunz, obwohl die­se bei­den Prot­ago­ni­sten sich ja eines gro­ßen Bekann­ten­krei­ses sicher sein kön­nen, nut­zen möch­te. Die­ses Phä­no­men immer­hin war bei Myspace, einst selbst „sozia­les Netz­werk“, heu­te noch immer unein­ge­schränkt emp­feh­lens­wer­te Musik­platt­form, trotz gele­gent­li­cher Ten­den­zen nie zu beob­ach­ten. Dabei ist Face­book eigent­lich gar nicht all­zu weit von Twit­ter ent­fernt. Die Sta­tus­mel­dun­gen kön­nen 140 Zei­chen über­schrei­ten, hoch­ge­la­de­ne süße Kat­zen­ba­by­fo­tos las­sen sich kate­go­ri­sie­ren, das war es eigent­lich schon. Und um so ein eigent­lich weit­ge­hend sinn­lo­ses „Gedöns“ (Ger­hard Schrö­der, c/o SPD) wird so ein Tra­ra gemacht?

Es gibt unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, mit Per­so­nen über das Inter­net in Kon­takt zu tre­ten. E‑Mail gibt es schon län­ger als vie­le Face­book­nut­zer über­haupt leben, und dank der Ver­brei­tung von instant mes­sa­ging (ICQ, MSN, Y!IM, AIM, Jab­ber und was es nicht alles gibt) sind auch Echt­zeit­un­ter­hal­tun­gen, selbst in Grup­pen, längst kein Pro­blem mehr. Wofür also all die­ser Qua­si­zwang, einen wei­te­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal stän­dig zu beob­ach­ten, falls womög­lich jemand Inter­es­se dar­an haben soll­te, Kon­takt mit mir auf­zu­neh­men? Es ähnelt sehr der „Bit­te um Rück­ruf“: Den eige­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wunsch wan­delt man in eine Hand­lungs­pflicht für den­je­ni­gen um, mit dem man zu kom­mu­ni­zie­ren wünscht, und schämt sich meist nicht ein­mal dafür.

Mit Face­book ver­hält es sich wie mit den *VZ-Net­zen: Die Freun­de sind da, also muss man auch da sein und sich natür­lich umge­hendst mit ihnen „ver­net­zen“, als wür­de der Freun­des­kreis sonst ohne einen statt­fin­den. Ich drücke es mal pro­vo­ka­tiv aus: Wer dar­auf ange­wie­sen ist, mit sei­nem „Freun­des­kreis“ über irgend­wel­chen „sozia­len“ Inter­net­kram in Kon­takt zu tre­ten, der soll­te sei­ne gesell­schaft­li­che Stel­lung kri­tisch beäu­gen und ver­su­chen, sie ent­spre­chend zu bes­sern. Wer jeden­falls mich im real life, im „wirk­li­chen Leben“, dar­um bit­tet, ihn zum Zwecke etwa­igen Mei­nungs­aus­tau­sches auf irgends­o­ei­ner „Platt­form“ zu mei­nen Freun­den zu erklä­ren, ist jemand, des­sen Eig­nung zum Freund es mei­ner­seits zu hin­ter­fra­gen gilt.

Natür­lich gibt es auch Men­schen, die von Berufs wegen auf eine vir­tu­el­le Zweit­exi­stenz qua­si ange­wie­sen sind und wegen irgend­wel­cher Ver­pflich­tun­gen dort auch bes­ser erreich­bar, womög­lich kom­mu­ni­ka­ti­ver sind als nach Fei­er­abend in anson­sten gewohn­ter Umge­bung. Dazu zäh­len aber nur weni­ge Ver­tre­ter der genann­ten Grup­pe, und es ist anzu­neh­men, dass sie die Tren­nung zwi­schen Online und Off­line wohl zu voll­zie­hen wis­sen. Wer aber sei­ne Freun­de anhand ihres Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­tens auf irgend­wel­chen Inter­net­sei­ten bewer­tet und gege­be­nen­falls aus­siebt, wird das spä­te­stens dann bereu­en, wenn er einen ech­ten Freund bit­ter nötig hat. Ein Chat lin­dert nicht jedes Her­ze­leid, nicht jeder Chat­freund wür­de im Not­fall auch nachts mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen.

(Und wer eine Bezie­hung erst dann als geschei­tert akzep­tiert, wenn der ehe­ma­li­ge Part­ner auf Face­book „nicht mehr in einer Bezie­hung“ ist, soll­te bei­zei­ten dar­über nach­den­ken, was ihm im Leben eigent­lich wich­tig ist.)

Es ist zu befürch­ten, dass sich erst dann, wenn Face­book das glei­che Schick­sal erlei­det wie Myspace, näm­lich die Kon­kur­renz sei­tens eines neu­en, noch tren­di­ge­ren „sozia­len Net­zes“ mit noch bun­te­ren Bil­dern drin, all die­je­ni­gen, die die Alter­na­ti­ven „Werd mein vir­tu­el­ler Freund oder geh kacken“ für selbst­ver­ständ­lich hal­ten, ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass sie womög­lich doch etwas falsch gemacht haben; und weni­ge Tage spä­ter wird es dann hei­ßen: „Face­book? Das nutzt eh kei­ner mehr. Komm zu Neue­sTol­les­Por­tal, da sind jetzt alle, nur du noch nicht!“

Ich beob­ach­te das Trei­ben der­weil amü­siert und nicht ohne Stolz, denn für mei­ne sozia­len Kon­tak­te bin ich seit über einem Jahr­zehnt auf die glei­che Wei­se erreich­bar. Über die Jah­re kamen zwar neue Wege hin­zu, aber ich habe die alten Brücken nicht abge­ris­sen. Ein Wesen der Freund­schaft, sagt der Wei­se, sei die Bestän­dig­keit. Wohl wahr.

In den Nachrichten
Kurz ver­linkt XLVIII: Kalt erwischt!

Es wird Som­mer:

Am Sonn­tag muss­ten in Thü­rin­gen Pas­sa­gie­re von zwei ICEs ihren Zug ver­las­sen, weil bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren Kli­ma­an­la­gen aus­ge­fal­len waren. (…) Der Per­so­nen­ver­kehrs­vor­stand der Bahn, Ulrich Hom­burg, hat­te im Mai ange­kün­digt, dass mit meh­re­ren Maß­nah­men die Wahr­schein­lich­keit eines Defekts „sehr deut­lich redu­ziert“ wer­den soll. Die Bahn wol­le bis 38 Grad Außen­tem­pe­ra­tur einen sta­bi­len Betrieb der Kli­ma­an­la­gen gewähr­lei­sten.

Dass ange­sichts bekann­ter Pro­ble­me bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren schon im Juni das Übli­che pas­siert, lässt mich an der Reduk­ti­on dann doch zwei­feln.

Aber man kennt das ja: Die Bahn ist auf jah­res­zeit­ty­pi­sche Tem­pe­ra­tu­ren eben nicht vor­be­rei­tet. Apple-Kun­den trifft das dann sogar dop­pelt: Sie kön­nen nicht mehr wei­ter­fah­ren und sich dann noch nicht mal ein Taxi rufen, weil ihr iPho­ne den Dienst eben­falls quit­tiert … :mrgreen:

Nerdkrams
FaceN­iff: Fires­heep für unter­wegs

Im Herbst 2010 gab es zahl­rei­che Berich­te, unter ande­rem auf ZEIT ONLINE und natür­lich auf den übli­chen Nerd­por­ta­len, über die Fire­fox-Erwei­te­rung „Fires­heep“, die im loka­len WLAN sämt­li­che im Klar­text über­tra­ge­nen Log­in­coo­kies (unter ande­rem für Twit­ter, das Visa­gen­buch und *vz) abfan­gen und auf­li­sten kann, so dass man sozu­sa­gen per Klick die vir­tu­el­le Iden­ti­tät der jewei­li­gen Per­son über­neh­men kann.

Natür­lich brauch­te man dafür immer noch ein gewis­ses tech­ni­sches Ver­ständ­nis, unter ande­rem war die Benut­zung auf Win­dows mit dem WinPcap-Trei­ber sowie auf Mac OS X beschränkt, aber die Erwei­te­rung zeig­te, dass der sorg­lo­se Umgang mit „sozia­len Net­zen“ schnell nach hin­ten los­ge­hen kann. Dabei haben die mei­sten „angreif­ba­ren“ „sozia­len Net­ze“ längst eine Opti­on, immer eine ver­schlüs­sel­te Ver­bin­dung („Ver­wen­de HTTPS“ o.s.ä.) zu benut­zen, in die­sem Fall ist zumin­dest das Abfan­gen von Coo­kies nicht mehr pro­blem­los mög­lich, nur wird die­se in der Regel eben­so­we­nig benutzt wie die Fire­fox-Erwei­te­rung HTTPS Ever­y­whe­re, die das sozu­sa­gen „von außen“ über­nimmt und auch die Wiki­pe­dia und ähn­li­che Por­ta­le unter­stützt.

Viel­leicht liegt es an der tech­ni­schen Unbe­darft­heit die­ser Per­so­nen, viel­leicht auch ein­fach dar­an, dass die ach-so-nütz­li­chen Benut­zer­skrip­te wie etwa „Bet­ter Face­book“, „Bet­ter Ama­zon“ usw. sich mit einer ver­schlüs­sel­ten Ver­bin­dung oft nicht ver­tra­gen und Klickibun­ti nun mal wich­ti­ger ist als Sicher­heit?

Zwar scheint bei Fires­heep schon seit län­ge­rem kei­ne Wei­ter­ent­wick­lung mehr statt­zu­fin­den, Fire­fox 4 oder höher wird zum Bei­spiel eben­so­we­nig unter­stützt wie Linux oder gar ande­re Brow­ser, aber seit mit­tels die­ser Erwei­te­rung das grund­le­gen­de Sicher­heits­pro­blem, das Coo­kies mit sich brin­gen, (end­lich) Auf­merk­sam­keit auch in der weni­ger tech­nik­af­fi­nen Öffent­lich­keit erfah­ren hat­te, war es nur noch eine Fra­ge der Zeit, bis eine ähn­lich kom­for­ta­ble Lösung die­se Miss­stän­de besei­tigt.

Und die­se Lösung heißt FaceN­iff.

FaceN­iff ist eine Android-Anwen­dung (auf Neu­deutsch app genannt), die, wie vie­le ande­re apps auch, ledig­lich ein geroo­te­tes (auf App­le­deutsch „geja­ilb­re­ak­tes“) Android-Gerät vor­aus­setzt und fort­an die glei­che Tätig­keit ver­rich­tet wie Fires­heep: Das WLAN, in dem man sich der­zeit her­um­treibt, wird auf die Über­tra­gung von Sit­zungs­ken­nun­gen bekann­ter Dien­ste – der­zeit You­Tube, Amazon.com, Twit­ter, Face­book und Nas­za-Kla­sa, was immer das schon wie­der ist – über­wacht. Gefun­de­ne Sit­zun­gen wer­den dann bequem zur Aus­wahl und Nut­zung auf­ge­li­stet.

Um aller­dings ein Miss­ver­ständ­nis auf­zu­klä­ren: Das Sicher­heits­pro­blem ist kei­nes­falls bei den Dien­sten selbst zu suchen, son­dern in dem Leicht­sinn, ein WLAN mit unbe­kann­ten – womög­lich unlieb­sa­men – Zeit­ge­nos­sen zu tei­len. Immer­hin ist selbst eine SSL-Unter­stüt­zung geplant, so dass auch in gesi­cher­ten Ver­bin­dun­gen, sofern ich das nun rich­tig ver­stan­den habe, Pass­wör­ter direkt aus­ge­le­sen wer­den kön­nen. Tat­säch­lich ist schon die Ein­wahl in ein WLAN, das man nicht selbst admi­ni­striert, nur mit Vor­sicht zu genie­ßen, besteht doch kei­ne Garan­tie, dass der jewei­li­ge Zugriffs­punkt nicht jede Ver­bin­dung mit­schnei­det und gege­be­nen­falls das­sel­be tut wie eben Fires­heep und FaceN­iff. (Die recht­li­chen Aspek­te sol­cher Tech­ni­ken sei­en hier ein­mal nicht wei­ter beach­tet, dass die beab­sich­tig­te Über­nah­me von Benut­zer­kon­ten Drit­ter nicht all­zu gern gese­hen wird, soll­te aber selbst­ver­ständ­lich sein.)

(via Ant­a­ry)