Persönliches
Feind­bild Jugend

Die außer­halb von Mili­tär, Akti­vis­mus und Sport seit jeher popu­lä­re The­se, die Jugend sei von Grund auf ver­dor­ben, zieht immer noch wei­te Krei­se.

Ich kann ja ver­ste­hen, dass man als pars pro toto gern die­je­ni­gen als Bei­spiel her­an­zieht, die aus der Men­ge her­aus­ste­chen. Recht häu­fig wer­de ich etwa Ohren­zeu­ge von Gesprä­chen zwi­schen Jugend­li­chen, die von jüng­sten Gescheh­nis­sen berich­ten und jeder gleich wie öden Tei­ler­zäh­lung ein „vor allem, das Geil­ste war“ vor­an­stel­len. Fällt die­se Phra­se, so kann man getrost davon aus­ge­hen, dass irgend­ein lah­mer Pups- oder ver­gleich­ba­rer Witz folgt.

Letz­te Woche stand ich an einer Bus­hal­te­stel­le her­um, an der Namen wie „Schwei­ger­stra­ße“ von unge­len­ker Hand mit „Till-Schwei­ger-Stra­ße“ über­schrie­ben wur­den, „Lin­den“ etwa mit „Indi­en“. Um den Hal­te­stel­len­pfo­sten mit die­sen Auf­schrif­ten her­um stan­den Lese­an­fän­ger, die (löb­lich!) ver­such­ten, die Schrift zu iden­ti­fi­zie­ren. Einer von ihnen stell­te fest, dass das gar nicht die kor­rek­ten Namen waren, son­dern dass da jemand was Fal­sches hin­ge­schrie­ben hat. Nein, nicht jemand: „Das waren Juuuugend­li­che!“ (Beto­nung nach­emp­fun­den). War­um nur Jugend­li­che schwar­ze Leucht­stif­te sowie die bier­se­li­ge Lau­ne, „Lin­den“ mit „Indi­en“ zu über­schrei­ben, besit­zen soll­ten, ist mir schlei­er­haft. Aus­zu­schlie­ßen ist zumin­dest, dass es even­tu­ell nicht all­zu außer­ge­wöhn­li­che Frau­en in ihren Zwan­zi­gern waren, denn die wis­sen nor­ma­ler- wie über­flüs­si­ger­wei­se, wie man Til Schwei­ger rich­tig schreibt.

Ein ande­res Bei­spiel: In einer hier nicht wei­ter bedeut­sa­men Klein­stadt wer­den gele­gent­lich wie­der­um die Glas­wän­de einer bestimm­ten Bus­hal­te­stel­le zer­stört und/oder beschmiert. Die Stadt­pfle­ger hat­ten das irgend­wann der­ma­ßen satt, dass sie einen offe­nen Brief aus­häng­ten, in dem sinn­ge­mäß etwa stand, dass die lie­ben Jugend­li­chen doch bit­te damit auf­hö­ren soll­ten. Nur Jugend­li­che kämen auf die Idee, Glas­schei­ben zu zerstören!!1 Kind­li­che Mut­pro­ben, alko­hol­in­du­zier­tes Fehl­ver­hal­ten ver­meint­lich Erwach­se­ner? Gibt es nicht, darf es nicht geben. Das wäre doch scha­de um die Ste­reo­ty­pi­sie­rung. (Merk­wür­dig, dass trotz­dem noch so vie­le von der ewi­gen Jugend träu­men. Das Finanz­amt fän­de das auch nicht gut.)

Nicht, dass ich ein nen­nens­wer­tes Pro­blem damit hät­te, dass mir älte­re Men­schen immer noch mit erschrocke­nem Blick aus­wei­chen, wenn ich ihnen in der Stadt ent­ge­gen­kom­me; nicht, dass ich ein nen­nens­wer­tes Pro­blem damit hät­te, dass ich im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr meist Platz habe, um mich aus­zu­brei­ten, weil älte­re Mit­rei­sen­de einen gro­ßen Bogen um mich machen und ihren Ehe­part­nern, die sie fra­gend anse­hen, lei­se erklä­ren, dass dort schon ein jun­ger Mann sit­ze und man des­we­gen also nicht den frei­en Platz neben ihm ein­neh­men kön­ne. Im Gegen­teil, ich begrü­ße dies, denn es kommt mei­ner Freu­de an aus­rei­chend Bein­frei­heit oft sehr ent­ge­gen. Eben­so stört es mich nicht im Gering­sten, für einen Jugend­li­chen gehal­ten zu wer­den. Was mich aber stört, sind Pau­scha­li­sie­run­gen auf mei­ne Kosten, obwohl ich die­se Kosten lie­bend gern zah­le.

Dass die Prot­ago­ni­sten in Wer­be­kam­pa­gnen gegen Alko­ho­lis­mus meist jugend­lich sind, ist sicher auch nur Zufall.

Ich war nie so.

NetzfundstückeIn den NachrichtenPiratenparteiMir wird geschlecht
#Pira­tin­nen­Kon

Zur zur­zeit zu Ende gehen­den, von Mit­glieds­bei­trä­gen finan­zier­ten „Pira­tin­nen­Kon“, der, wie der ein­schlä­gi­gen Pres­se zu ent­neh­men ist, als work­shop zur gemein­schaft­li­chen Erfas­sung der Grün­de, war­um Femi­nis­mus total viel wich­tig und Mas­ku­lis­mus total viel schäd­lich für die poli­ti­schen Zie­le der – aus­ge­rech­net – Pira­ten­par­tei ist (Irr­sinn), ange­legt war, ist alles Nöti­ge auf Twit­ter zu lesen.

Die key­note, gehal­ten von einer lin­ken Femi­ni­stin, han­del­te davon, dass, um Dis­kri­mi­nie­rung zu bekämp­fen, es sinn­voll sei, selbst zu dis­kri­mi­nie­ren. Ein­fach mal Män­ner beschimp­fen und – Zitat – gucken, wie sich das anfühlt. Guter Anfang.

Zwar wur­de, weil auch vie­le den­ken­de, femi­nis­mus­kri­ti­sche Men­schen anwe­send waren, die Dis­kus­si­ons­pha­se – das sei lobend erwähnt – wert­neu­tral vom Mit­ein­an­der in der Par­tei anstel­le des alten Män­ner-Frau­en-Streits beherrscht. Man beden­ke: Es gibt mehr als zwei Geschlech­ter.

Lei­der blieb es nicht pira­tig. (Unbe­dingt die Kom­men­ta­re lesen!)

Am Anfang der Pira­tin­nen­Kon stand eine gegen­sei­ti­ge Hul­di­gung der Ver­an­stal­te­rin­nen, Dank­sa­gun­gen an sich selbst. Wahr­schein­lich hat­ten sie geahnt, dass das hin­ter­her nicht mehr geht.

Eine Pira­ten­Kon ist geplant.


Nach­trag: Ich emp­feh­le außer­dem Had­mut Danischs aus­führ­li­chen Bericht. Vor­sicht: Real­sa­ti­re.

In den NachrichtenNerdkrams
Apro­pos Mono­kul­tu­ren

Die Ent­wick­ler des Zwer­gen­brow­sers Ope­ra hat­ten vor einer Wei­le ange­kün­digt, die eige­ne Brow­ser­en­gi­ne Pre­sto durch Web­Kit zu erset­zen. Web­Kit, eine Abspal­tung des aus KDE stam­men­den KHTML, das als Grund­la­ge für Kon­que­r­or dien­te, ist zwar auch alles ande­re als feh­ler­frei, jedoch auf­grund der Ver­wen­dung in Safa­ri sowie Chro­mi­um (und Goog­le Chro­me) recht ver­brei­tet. Oben­drein kön­ne man sich, so Ope­ra, mit dem Wech­sel auf die Ent­wick­lung des Brow­sers selbst kon­zen­trie­ren und müs­se nicht mehr so viel Ener­gie in die Unter­stüt­zung immer neu­er Web­stan­dards stecken. (Dass man die kur­zer­hand ent­las­se­nen Mit­ar­bei­ter eigens für die Ent­wick­lung der Engi­ne ein­ge­stellt hat­te, sei hier mal nicht wei­ter ver­folgt, ist halt die Kri­se und so.)

Ein Rück­blick: In den 1990er Jah­ren tob­te der so genann­te Brow­ser­krieg. Das im Web­seg­ment noch ver­gleichs­wei­se neue Unter­neh­men Micro­soft hat­te mit der Inte­gra­ti­on eines Web­brow­sers in sein Betriebs­sy­stem Win­dows das Qua­si­mo­no­pol von Net­scape, des­sen Brow­ser „Navi­ga­tor“ bezie­hungs­wei­se Inter­net­suite „Com­mu­ni­ca­tor“ all­ge­gen­wär­tig schien, ange­grif­fen. Net­scape fand das natür­lich weni­ger gut. Ein Ergeb­nis der fol­gen­den Rechts­strei­tig­kei­ten war es, dass Micro­soft in Euro­pa alter­na­tiv brow­ser­freie Ver­sio­nen sei­nes Betriebs­sy­stems anbie­ten muss­te. (Und gegen die Bün­de­lung von Chro­me mit Chro­me OS, gegen die Bün­de­lung von Safa­ri mit Apple-Syste­men sagt natür­lich kei­ner was. Goog­le und Apple sind eben „die Guten“.) Net­scape ver­sank trotz­dem in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit und stell­te sei­nen Code unter eine freie Lizenz. Nach eini­gen Umstruk­tu­rie­run­gen sind dar­aus inzwi­schen Sea­M­on­key und Mozil­la Fire­fox erwach­sen. Die domi­nan­ten Engi­nes waren lan­ge Zeit Gecko (Mozilla/SeaMonkey), Trident (Micro­soft) und Web­Kit (Google/Apple).

Nun hat Goog­le beschlos­sen, sich aus der Team­ar­beit mit Apple zurück­zu­zie­hen und sei­ne eige­ne Engi­ne zu ent­wickeln. Mit Black­jack und Nut­ten. Das neue Pro­dukt soll „Blink“ hei­ßen (alle guten Namen waren wohl schon weg), und Ope­ra kün­dig­te an, dass sie sich anschlie­ßen wür­den. Auf den einen Wech­sel kommt es nun tat­säch­lich auch nicht mehr an. Mozil­la ent­wickelt der­weil gemein­schaft­lich mit Sam­sung unter dem Pro­jekt­na­men Ser­vo (ich möch­te mei­ne Anmer­kung zum The­ma „gute Namen“ – wei­ter oben zu fin­den – hier noch­mals gedank­lich ein­ge­fügt wis­sen) eben­falls eine neue Engi­ne, die künf­tig in Fire­fox ein­ge­setzt wer­den (und somit Gecko wohl erset­zen) soll.

Mit die­sen Ände­run­gen wird der Sta­tus Quo aber nicht ver­bes­sert, son­dern ver­scho­ben. Wo Web­ent­wick­ler frü­her den Nischen­brow­ser Ope­ra berück­sich­ti­gen muss­ten, der sich oft ganz anders ver­hielt, ist es künf­tig der Nischen­brow­ser Safa­ri, der unter Mac OS X (und – modi­fi­ziert – iOS) nach wie vor den Stan­dard dar­stellt. Der künf­ti­ge Sta­tus von Gecko ver­bleibt der­weil unge­klärt, was in die­sem frü­hen Ent­wick­lungs­sta­di­um noch nicht wei­ter erstaunt. Web­ent­wick­ler ste­hen künf­tig vor einem ähn­li­chen Pro­blem wie bis­lang, nur die Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben sich zwi­schen den Brow­sern.

Es ist natür­lich nicht ver­werf­lich, wenn über Jah­re gereif­te Soft­ware gele­gent­lich neu auf­ge­baut wird, um Alt­la­sten rück­stands­frei ent­sor­gen zu kön­nen. Das ist bei Betriebs­sy­ste­men nicht anders als bei Brow­ser­en­gi­nes. Die Lob­hu­de­lei­en gegen­über Ope­ra, dass man nun end­lich kei­ne Rück­sicht mehr neh­men müs­se, erschei­nen mir jedoch etwas ver­früht, gera­de auch wegen der unkla­ren Zukunft von Web­Kit – von dem es oben­drein eine unüber­schau­ba­re Anzahl an Ver­sio­nen gibt, bei­na­he jedes Betriebs­sy­stem und jeder unter­stütz­te Brow­ser hat sein „eige­nes“ Web­Kit – und Gecko. Auch wei­ter­hin wird es weni­ge domi­nan­te Brow­ser und vie­le klei­ne Wett­be­wer­ber mit einer unter Umstän­den zu berück­sich­ti­gen­den Anzahl an Benut­zern geben. Leich­ter wird das Leben jeden­falls nicht.

Den Benut­zer muss es zumin­dest nicht sche­ren: Ein Brow­ser soll­te stets danach aus­ge­wählt wer­den, ob er den per­sön­li­chen Ansprü­chen genügt. Mit wel­cher Tech­nik die Web­sei­ten ange­zeigt wer­den, ist aus Benut­zer­per­spek­ti­ve zweit­ran­gig, so lan­ge die Anzahl an Dar­stel­lungs­feh­lern über­schau­bar bleibt. (Die Acid-Tests geben zwar bun­te Bil­der und gro­ße Zah­len aus, spie­geln jedoch nicht die Rea­li­tät im Web wider.)

Damals, in den 1990er Jah­ren, war das alles irgend­wie leich­ter.

PersönlichesPiratenpartei
Beauf­tra­gungs­pi­ra­ten my ass.

(Vor­be­mer­kung: Lei­der ist die­ser Text zu lang für Twit­ter. Er ist eine Ant­wort auf die mir dort gestell­te Fra­ge, wie­so ich mich dem all­ge­mei­nen Jubel nicht anschlie­ßen möch­te.)

Was mir in der media­len Bericht­erstat­tung über die Pira­ten­par­tei übri­gens außer der nur mäßig gut getarn­ten Aver­si­on sei­tens der übli­chen SPIE­GEL-ONLINE-Schrei­ber­lin­ge, die sich auf jedem ver­schis­se­nen Par­tei­tag blicken las­sen, um Skan­däl­chen zu suchen und klein­ste Unstim­mig­kei­ten zu meter­lan­gen Klick­strecken auf­zu­bau­schen, denen aber trotz­dem kein Haus­ver­bot erteilt wird (wir brau­chen sie ja, denn wie sol­len sie sonst nega­tiv über die Par­tei berich­ten?), ziem­lich miss­fällt, ist die­ses Gewe­se um irgend­wel­che Beauf­trag­ten.

Die Pira­ten­par­tei ist als basis­de­mo­kra­ti­sche Mit­mach­par­tei kon­zi­piert, in der jede Stim­me grund­sätz­lich gleich viel Gewicht hat. Der Gedan­ke dahin­ter ist die Schwarm­in­tel­li­genz, also die vage Hoff­nung dar­auf, dass vie­le Köche den Brei nicht ver­der­ben, son­dern bis nahe der Per­fek­ti­on ver­fei­nern. Nichts­de­sto­trotz ist irgend­je­mand auf die strunz­däm­li­che Idee gekom­men, Arbeits­ab­läu­fe (etwa beim Umgang mit der hofier­ten Pres­se) erleich­tern zu kön­nen, indem man Beauf­tra­gun­gen erteilt. „Beauf­trag­te“, dies sei kurz erläu­tert, sind im Wesent­li­chen das, was frü­her „The­men­pi­ra­ten“ hieß: Der Vor­stand der jewei­li­gen Glie­de­rung, die gern „Beauf­trag­te“ für irgend­was hät­te, ernennt in Eigen­re­gie ein­zel­ne Mit­glie­der zu sol­chen. Posi­tiv wirkt es sich aus, wenn die­se Mit­glie­der bereits irgend­was zum jewei­li­gen The­ma bei­getra­gen haben.

Und so ist – nur ein Bei­spiel – die ehe­ma­li­ge nie­der­säch­si­sche Spit­zen­kan­di­da­tin Katha­ri­na „kat­ta­scha“ Nocun als Daten­schutz­be­auf­trag­te nun­mehr die ein­zi­ge Per­son, die in der Öffent­lich­keit zum The­ma Daten­schutz befragt wird. Dass es eine akti­ve AG Daten­schutz gibt, inter­es­siert nie­man­den mehr. Auf Twit­ter wur­de heu­te auf ein Radio­in­ter­view hin­ge­wie­sen, in dem es um die Bestands­da­ten­aus­kunft (ein sicher­lich daten­schutz­re­le­van­tes The­ma) gehen soll­te – ein­ge­la­den war natür­lich die Beauf­trag­te. Auch sonst ist eine gewis­se Mono­kul­tur zu sehen: Die The­men­be­auf­trag­te, die The­men­be­auf­trag­te, die The­men­be­auf­trag­te.

Auf mei­ne Fra­ge, wel­chen nach­weis­ba­ren Mehr­wert geziel­te Beauf­tra­gun­gen mit sich brin­gen, erhielt ich von kei­nem der Befrag­ten bis­her eine zufrie­den stel­len­de Ant­wort. Das ist ein biss­chen scha­de.

Man ver­ste­he mich nicht falsch: Es ist gut und unter­stüt­zens­wert, dass es in der Pira­ten­par­tei Men­schen mit Hirn gibt, die auch mal zu Wort kom­men. Das hebt sie wohl­tu­end von den mei­sten ande­ren Par­tei­en ab. Bedau­er­lich ist jedoch, dass dadurch in der Öffent­lich­keit der Ein­druck ent­steht, das Kon­zept Schwarm­in­tel­li­genz („The­men statt Köp­fe“) sei auf­ge­weicht. Ich erwar­te ja gar nicht, dass – nur ein Bei­spiel – Frau Nocun sich etwas zurück­hält, denn den mei­sten ihrer Aus­füh­run­gen kann ich zustim­men, wenn­gleich ich ihre Art zu reden sehr anstren­gend fin­de. Ich wür­de mir jedoch wün­schen, dass die­se Beauf­tra­gun­gen den Sta­tus der impli­zi­ten Exklu­si­vi­tät wie­der able­gen.

Was spricht dage­gen, auf Inter­view­an­fra­gen zum The­ma Daten­schutz ein­fach mal die AG Daten­schutz zu fra­gen, ob es eine Kon­sens­mei­nung gibt, statt die Daten­schutz­be­auf­trag­te los­schnat­tern zu las­sen? Was spricht dage­gen, die Pres­se mit dem Arbeits­stand der Arbeits­grup­pen statt mit der Ein­zel­mei­nung der Beauf­trag­ten zu kon­fron­tie­ren? Die Moti­va­ti­on, sich aktiv ein­zu­brin­gen, schwin­det mit sin­ken­der Aus­sicht auf Rele­vanz des Gelei­ste­ten. Wenn abseh­bar ist, dass man doch nur den Sprach­roh­ren für „sein“ The­ma zuar­bei­ten wird, dann lässt man es viel­fach ganz sein. Zucker­brot und Peit­sche.

Ich als Ein­zel­per­son distan­zie­re mich davon, dass Beauf­trag­te „in mei­nem Namen“ spre­chen, denn Basis­de­mo­kra­tie funk­tio­niert so nicht. Ich wür­de mir mehr Basis- und weni­ger Pres­se­ar­beit wün­schen.

Lei­der weiß ich aber nicht, ob es bereits einen Wunsch­be­auf­trag­ten gibt.

In den NachrichtenWirtschaft
Kurz ver­linkt CLIV: Armut? Ein­fach aus­rot­ten!

End­lich tut mal jemand was gegen die Armut:

Der Welt­bank-Chef Jim Yong Kim ruft die 188 Mit­glieds­län­der auf, im Eil­tem­po die extre­me Armut aus­zu­rot­ten.

Mensch, dass dar­auf noch kei­ner gekom­men ist! Dan­ke, Herr Kim Jim Kong Welt­bank-Chef!

Und wie soll das geschafft wer­den?

Es gehe dar­um, das Ein­kom­men der ärm­sten 40 Pro­zent eines jeden Lan­des zu erhö­hen.

Und was muss man dafür tun?

Bedin­gung sei aller­dings ein anhal­ten­des Wachs­tum (…). Dafür sei­en (…) wei­te­re Inve­sti­tio­nen in Bil­dung, öffent­li­che Insti­tu­tio­nen und das Geschäfts­kli­ma not­wen­dig.

In ande­ren Wor­ten: Die Armen sol­len halt was Anstän­di­ges ler­nen, dann klappt’s auch mit dem Ein­kom­men. Na, zum Glück sagt uns das mal wer!

ProjekteNerdkrams
Open­Down­loa­d² und das mit den Down­load­pfa­den

Mei­ne Fire­fox-Erwei­te­rung Open­Down­loa­d² erfreut sich ste­ti­ger Beliebt­heit. Die Benut­zer­be­wer­tun­gen befin­den sie über­wie­gend für essen­zi­ell, und es sei unbe­greif­lich, war­um so eine Funk­tio­na­li­tät nicht schon längst Teil von Fire­fox selbst sei. So weit der Eigen­lob.

Eine Funk­ti­on, die vie­le Benut­zer jedoch ver­miss­ten, war es, den Stan­dard-Down­load­pfad anzu­pas­sen. Open­Down­loa­d² spei­chert aus­zu­füh­ren­de Datei­en übli­cher­wei­se in <temp>/mozOpenDownload, aber vie­le Benut­zer wür­den gern ein ande­res Ver­zeich­nis wäh­len. Nun hat das einen gro­ßen Nach­teil: Open­Down­loa­d² ist eine ziem­lich rein­li­che Erwei­te­rung. Datei­en, die älter als einen Tag sind, wer­den bei jedem Klick auf „Aus­füh­ren“ auto­ma­tisch ent­fernt. Was pas­siert, wenn man zum Bei­spiel den Desk­top als Down­load­ord­ner fest­legt, ist der Fan­ta­sie des Lesers über­las­sen.

Ich könn­te die­se Auf­räum­rou­ti­ne optio­nal machen, aber auch dann müss­te der Benut­zer die­se Opti­on ver­ste­hen und akti­vie­ren – mensch­li­ches Ver­sa­gen auch wei­ter­hin nicht aus­ge­schlos­sen. Auch das „Sper­ren“ „wich­ti­ger“ Ver­zeich­nis­se kommt eher nicht in Fra­ge, da die­se von System zu System vari­ie­ren. Mit Open­Down­loa­d² 3.3.0 – ver­öf­fent­licht vor kur­zem und bereits durch Ver­si­on 3.3.1 abge­löst – bin ich einen Kom­pro­miss ein­ge­gan­gen: Es ist nun nicht mehr nur mög­lich, son­dern auch ziel­füh­rend, unter about:config die Zei­chen­ket­te extensions.openDownload2.downloadPath anzu­le­gen, die den gewünsch­ten Down­load­pfad angibt.

War­um so umständ­lich? Nun, about:config warnt den Benut­zer beim ersten Auf­ruf, dass alles, was er hier ändert, nach­hal­ti­gen Scha­den anrich­ten kann:

about-config

Ein Kon­fi­gu­ra­ti­ons­dia­log ist schnell gedan­ken­los aus­ge­füllt. Wer aber die­sen Umweg in Kauf nimmt, der soll­te wis­sen, was er tut – davon gehe ich zumin­dest aus. „Fal­sche“ Pfa­de funk­tio­nie­ren zumin­dest nicht. Das Vor­han­den­sein des Pfa­des wird von Open­Down­loa­d² über­prüft.

Und wie ent­kommt man der Auf­räum­rou­ti­ne? Tja, gar nicht. Open­Down­loa­d² ist kein Ersatz für einen Down­load­ma­na­ger oder den nor­ma­len „Speichern“-Knopf von Fire­fox. Wer eine aus­zu­füh­ren­de Datei dau­er­haft behal­ten möch­te, der soll­te sie auf der Fest­plat­te spei­chern und manu­ell aus­füh­ren – das ist nur wenig mehr Auf­wand. Alter­na­tiv berich­te­te ich im Dezem­ber 2011 über Dro­pIt, das Datei­en sta­pel­wei­se in vor­ge­ge­be­ne Ord­ner ver­schie­ben kann. Als Linux- und BSD-Nut­zer schreibt man sich für so etwas ver­mut­lich eher ein Shell­script.

Zu beach­ten ist, dass das Ver­schie­ben natür­lich erst nach dem Aus­füh­ren durch­ge­führt wer­den soll­te, da Open­Down­loa­d² sonst die Datei nicht mehr fin­den kann und even­tu­ell unschö­ne Feh­ler­mel­dun­gen aus­gibt.

Wei­te­re Anre­gun­gen sind will­kom­men.

NetzfundstückeSonstiges
Ka Frei­tag, ka G’schrei

Ob sich die Anhän­ger des toten Jesus über­haupt Gedan­ken dar­über machen, was er davon hiel­te, wenn er nach etwa zwei Jahr­tau­sen­den wie­der auf die Erde zurück­kehrt und über­all Bil­der sei­nes Todes hän­gen sieht? Bizarr, wie eigent­lich alles, was die katho­li­sche Kir­che eine Fei­er oder gar einen Fest­tag nennt.

Das gan­ze Kar­frei­tags­brim­bo­ri­um ist ein deut­li­ches Zei­chen dafür, dass die Tren­nung von Staat und Kir­che (ich berich­te­te) drin­gend voll­zo­gen gehört, wird doch immer­hin selbst Nicht­ka­tho­li­ken das Tan­zen ver­bo­ten. Klar, Kar­frei­tag ist ein stil­ler Tag, außer Schank- und Spei­se­be­trie­ben (erlaubt nach § 6,2 NFei­er­tagsG) – gemeint ist wahr­schein­lich eine katho­li­sche Mes­se – ist kein Fei­ern erwünscht. Auf Mes­sen darf aller­dings wahr­schein­lich schon noch gesun­gen wer­den, ver­mut­lich das Got­tes­lob.

Und flat­ter hat Recht:

Das ande­re ist dann die­se Geschich­te mit dem Lat­ten­jupp­f­rei­tag. Da darf kei­ner nie­mals nicht in einer Knei­pe eine Musik hören und schon gar nicht tan­zen. Begrün­dung: Das sei ein stil­ler Fei­er­tag. Stil­ler Fei­er­tag! Und wet­ten, dass die­se “Stil­len” ihre aku­sti­schen Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen wie­der bau­meln las­sen, bis uns das Blut die Häl­se her­ab­rinnt? Wet­ten?!

Pünkt­lich um 17:55 fing vor der Tür soeben das grenz­be­scheu­er­te Ange­lus-Läu­ten an. Natür­lich: So ein katho­li­scher Gläu­bi­ger kriegt’s halt auf­grund sei­nes gei­sti­gen Hori­zonts ohne das Gebim­mel nicht auf den Schirm, wie spät es ist.

Und bis zur Bun­des­tags­wahl wer­det ihr sowie­so wie­der ver­ges­sen haben, wel­che Par­tei dar­an schuld ist, dass eine immer klei­ner wer­den­de Grup­pe reli­giö­ser Fana­ti­ker uns qua Gesetz den Tag ver­mie­sen kann. Ich ken­ne euch doch. Und hin­ter­her will es wie­der kei­ner gewe­sen sein.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CLIII: The NEXT Stein­brück

Am 23. und 24. April 2013 wird in Ber­lin wie­der ein­mal die „NEXT“ statt­fin­den, eine Kon­fe­renz unter dem Mot­to „Lea­ding. Euro­pean. Digi­tal.“, also „füh­rend, euro­pä­isch, digi­tal“. Hat wohl irgend­was mit Netz­po­li­tik zu tun und mit t3n, Wired, der Tele­kom und ähn­li­chen Unter­neh­men eini­ge nam­haf­te Part­ner aus die­ser Bran­che. (Eine Liste gibt es unten auf der furcht­bar unüber­sicht­li­chen NEXT-Web­site.)

Zu den dies­jäh­ri­gen Red­nern zäh­len Nee­lie Kroes, EU-Kom­mis­sa­rin für Digi­ta­le Agen­da, deren Bera­ter hier­zu­lan­de noch bekann­ter sein dürf­te, ein Wiki­pe­dia- und ein Goo­gle­mit­ar­bei­ter sowie vie­le wei­te­re Per­so­nen.

Ein kur­zer Gedan­ken­sprung: Zur anste­hen­den Bun­des­tags­wahl 2013 wird auch Herr Stein­brück von der SPD gewählt zu wer­den ver­su­chen. Das war nicht nur der hier, son­dern auch der hier:

Im Netz fin­det [Stein­brück] als Poli­ti­ker kaum, als Pri­vat­per­son gar nicht statt. Auf die Fra­ge, wie er denn sei­ne eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on im Inter­net beschrei­ben wür­de, ant­wor­te­te er kürz­lich auf einer Podi­ums­dis­kus­si­on: „Mir wird von mei­nen Mit­ar­bei­tern geschil­dert, was dort pas­siert.“ (…) Der SPD-Spit­zen­po­li­ti­ker schwärm­te öffent­lich nur halb scherz­haft von der „guten alten Zeit des Post­briefs“ und schob trot­zig hin­ter­her: „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich unter einer Käse­glocke sit­ze.“

Und jetzt ratet mal, wer auf der dies­jäh­ri­gen NEXT eben­falls was sagen darf. Kommt ihr nie drauf!

Das kann ja nur ein rie­si­ger Erfolg wer­den.

Musik
J***** B***** ist doof.

Die (ver­mut­lich) Twit­te­re­rin @Regendelfin ist aus den ein­schlä­gi­gen Medi­en viel­leicht eini­gen von euch bekannt. Ich fol­ge dem Regen­del­fin auf Twit­ter schon des­halb, weil es dort gele­gent­lich wirk­lich unfass­bar fla­che Wort­spie­le zu lesen gibt. Fla­che Wort­spie­le mag ich.

Nun mach­te der Regen­del­fin gestern den Feh­ler, einen kri­ti­schen Kom­men­tar, Justin Bie­ber betref­fend, zu twit­tern (sagt man das noch, „twit­tern“?). Das rief natür­lich die belie­bers auf den Plan, eine Art fun­da­men­ta­li­sti­sche Sek­te, die sich der bedin­gungs­lo­sen Ver­eh­rung Justin Bie­bers hin­gibt; das durch­schnitt­li­che Alter dabei reicht nicht ansatz­wei­se an das Alter des Ver­ehr­ten her­an, der nun auch nicht gera­de zu den alten Leu­ten zählt.

Und so ließ etwa Twit­ter­mit­glied @1997MariaBiebs – „Biebs“ klingt so lächer­lich wie es wohl auch gemeint ist, soll jedoch offen­bar eine Kurz­form von „Bie­ber“ sein, denn zwei Sil­ben über­for­dern den durch­schnitt­li­chen belie­ber bereits deut­lich – ver­lau­ten:

du bist eine Klei­ne häss­li­che F**** @Regendelfin Pass auf was du gegen Justin sagst sonnst bekommst du Stress Glaub mir du N***

Die Ster­ne ent­stam­men dem Ori­gi­nalt­weet; was ein „N***“ sein soll, erschließt sich mir selbst dann beim besten Wil­len nicht, wenn ich anneh­me, dass ein „*“ für exakt 1 Zei­chen steht. „Nuss“? „Nase“? „Napf“? „Null“?

Zum Glück ist selbst 1997MariaBiebs auf­ge­fal­len, dass da etwas nicht ganz stim­mig ist, und so schob sie einen zwei­ten Tweet hin­ter­her:

@Regendelfin du Klei­ne Häss­li­che Fo*** belei­di­ge noch ein­mal mei­nen Justin dann bekommst du Häss­lich­keit Stress -.-

Na gut, unter „Fo***“ kann ich mir dann immer­hin was vor­stel­len. Dass 1997MariaBiebs als Ava­tar­bild einen halb­nack­ten Justin Bie­ber (ver­stößt das eigent­lich gegen irgend­wel­che Kin­der­por­no­gra­fie­ge­set­ze?) anstel­le eines Por­trät­fo­tos von sich selbst ver­wen­det, lässt mich über ihre Defi­ni­ti­on von „Häss­lich­keit“ nur mut­ma­ßen; zusam­men­fas­send lässt sich zumin­dest sagen, dass es Stress geben wird. Ich bit­te an die­ser Stel­le das Pos­ses­siv­pro­no­men „mei­nen“ zu beach­ten, das der Däm­lich­keit des Tweets sozu­sa­gen die Kro­ne auf­setzt. Däm­li­che Tweets las­se ich ungern unbe­ach­tet:

Die klei­ne @1997MariaBiebs möch­te aus dem Kin­der­pa­ra­dies abge­holt wer­den.

Ich hielt spä­te­stens nach der Wie­der­ho­lung der Stres­san­dro­hung indes die Span­nung nicht mehr aus; ich konn­te nicht wider­ste­hen und muss­te ein­fach her­aus­fin­den, was pas­siert, wenn man Justin Bie­ber öffent­lich für nicht sehr gut befin­det:

@1997MariaBiebs Justin ist das unta­len­tier­te­ste Würst­chen, das ich je gese­hen habe. Freue mich schon auf dei­nen „Stress“. :-) @Regendelfin

Hilf­reich eil­te @Jackiebieebs (Namens­kon­strukt sie­he oben, dies­mal jedoch mit der Extra­por­ti­on Quiet­schig­keit; dem Pro­fil­bild nach etwa @2001Jackiebieebs) her­bei und lie­fer­te sich ein Wort­ge­fecht mit mir, in dem ver­sucht wur­de, mir klar­zu­ma­chen, dass ich kin­disch sei:

@tux0r @1997MariaBiebs @Regendelfin Und trz. Ist sowas zu schrei­ben Kin­der­gar­ten , weil du sie damit öffent­lich etwas bloß­stellst oder so.

Wir ler­nen:

  • Kindergarten/Bloßstellen oder so:
    „_NICKNAME_ benimmt sich heu­te ziem­lich kin­disch und ihr Lieb­lings­mu­si­ker hat kein Talent.“
  • voll­kom­men in Ord­nung:
    „_NICKNAME_, ich wer­de dir Stress machen, weil du mei­nen Lieb­lings­mu­si­ker nicht magst, du _SCHIMPFWORT_!“

Puh, Twit­ter hat schon kom­pli­zier­te Regeln.

Aber ich sei ja auch selbst schuld, wenn mir Justins Fan­schar Stress macht, pflich­te­te 1997MariaBiebs wie­der­um bei:

@tux0r @Regendelfin last ein­fach Justin in ruhe da brauchst du dich nicht wun­dern wenn ich aus­s­ra­ste !!!

„Tut mir Leid, Herr Wacht­mei­ster, ich hat­te kei­ne Wahl – er hat mei­nen Lieb­lings­mu­si­ker unta­len­tiert genannt!11eins“; stimmt, wun­dern wür­de mich das spä­te­stens jetzt auch nicht mehr. Und natür­lich sei die­ses Aus­ra­sten kin­disch, aber ich eben auch:

@tux0r @Regendelfin ihalt ein­fach dei­ne klap­pe okay -.- du bist doch Kin­disch ;) aber auch egal !!

Denn selbst­ver­ständ­lich sei jemand, der ande­ren mit blu­mi­gen Wor­ten Stress androht, nicht kin­di­scher als jemand, der dar­über ungläu­big den Kopf schüt­telt; und „du bist kin­disch“ sei natür­lich eine kei­nes­falls sach­dien­li­che­re Äuße­rung als „ALTER ICH HAU DICH!!1“.

Lei­der wur­de auf mei­ne Fra­ge, wor­in denn der ange­kün­dig­te Stress bestehe, auch nach mehr­ma­li­ger Nach­fra­ge nicht ein­ge­gan­gen. Soll­te ich also dem­nächst eines blu­ti­gen Todes ster­ben und mei­ne Lei­che mit geplatz­tem Trom­mel­fell auf­ge­fun­den wer­den, so ist die Wahr­schein­lich­keit nicht gering, dass ich an einer Über­do­sis grau­en­vol­len Pops dahin­ge­schie­den bin. In die­sem Fall bit­te ich dar­um, mei­nen Tod mög­lichst grau­sam zu rächen. Besten Dank!

„Music makes the bour­geoi­sie and the rebel.“
– Madon­na: Music

Sonstiges
Kurz nach­ge­dacht über die Frau­en­quo­te

Nur so aus Neu­gier jetzt:

Da die mei­sten nen­nens­wer­ten Unter­neh­men wie auch Akti­vi­sten­be­we­gun­gen und Par­tei­en inzwi­schen dazu über­ge­gan­gen sind, eine Frau­en­quo­te von über 50 Pro­zent für das Ide­al zu hal­ten: In Deutsch­land kamen (hihi!) im Jahr 2011 laut CIA-Anga­ben auf jede Frau 0,97 Män­ner.

Wenn also die mei­sten der For­dern­den es irgend­wann schaf­fen, ihr Ziel zu errei­chen, bedeu­tet das, dass irgend­wann ein­fach nicht mehr genug Frau­en für alle ande­ren Unter­neh­men, Bewe­gun­gen und Par­tei­en übrig sein wer­den, weil die sich alle auf weni­ge Sam­mel­punk­te kon­zen­trie­ren (wahr­schein­lich die Grü­nen und irgend­wel­che Tech­nik­kon­zer­ne).

Irgend­je­mand muss sich also frei­wil­lig bereit erklä­ren, eine nied­ri­ge­re Frau­en­quo­te ein­zu­hal­ten (und sich so dem Spott der Mit­be­wer­ber aus­zu­set­zen). Wie wird der­je­ni­ge eigent­lich ermit­telt?

Montagsmusik
Hen­ry Fool – Ever­yo­ne In Swe­den

Was macht eigent­lich Phil Manz­an­e­ra?

Nun, gele­gent­lich tourt er gemein­sam mit Andy Mack­ay und wei­te­ren frü­he­ren Roxy-Music-Mit­strei­tern in der Gegend her­um. Zwi­schen­durch hat er noch Zeit, Gitar­re auf den Musikal­ben ande­rer Musik­grup­pen zu spie­len, etwa auf „Men Sin­ging“ von Hen­ry Fool, einer sie­ben­köp­fi­gen Band mit Mit­glie­dern aus Avant­gar­de, Jazz und Rock.

Das klingt unge­fähr so:

Hen­ry Fool – „Ever­yo­ne in Swe­den (edit)“

Ein gutes Album zum Wochen­an­fang.

Guten Mor­gen.