NetzfundstückeIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CLX: Uns geht’s doch gut!

Die (nach eige­nen Anga­ben) „Qua­li­täts­jour­na­li­sten“ von SPIEGEL ONLINE (das waren die hier) sind immer­hin gele­gent­lich doch noch im posi­ti­ven Sin­ne belu­sti­gend.

Der Schluss­teil des heu­te kurz nach Mit­ter­nacht ver­öf­fent­lich­ten Arti­kels „Neue Umfra­ge: Euro­pä­er trau­en Euro­pa nicht mehr“ (regel­mä­ßi­ge Leser mei­ner Tex­te rufen nun viel­leicht ver­wun­dert „Ach?!“) etwa ist ein humo­res­kes Bon­mot son­der­glei­chen:

Befragt zu Ste­reo­ty­pen über ande­re EU-Län­der, hal­ten die Bür­ger in sechs der acht Umfra­ge-Staa­ten Deut­sche für am wenig­sten mit­füh­lend, in fünf von acht Natio­nen für am arro­gan­te­sten. Bun­des­bür­ger kön­nen der­lei Res­sen­ti­ments nicht ver­ste­hen: Nach ihrem Urteil ist Deutsch­land die ver­trau­ens­wür­dig­ste, mit­füh­lend­ste und am wenig­sten arro­gan­te EU-Nati­on.

Echt jetzt; die Banau­sen da unten haben nur kei­ne Ahnung!

In den NachrichtenPiratenparteiMontagsmusik
Ton Stei­ne Scher­ben – Jen­seits von Eden

Am Wochen­en­de hat der Bun­des­par­tei­tag der Pira­ten­par­tei Deutsch­land in Neu­markt einen Teil des Bun­des­vor­stands neu gewählt. Der Posten des ersten Vor­sit­zen­den bleibt mit Bernd Schlö­mer, der die Par­tei auch schon mal öffent­lich und ent­ge­gen der Mei­nung der von ihm oft vor­ge­scho­be­nen Basis als sozi­al­li­be­ral und für einen Wahl­kampf zu demo­ti­viert bezeich­net und auch sonst eine Men­ge Stuss vor sich hin­plap­pert, wenn er nicht gera­de einen lich­ten Moment hat, besetzt. Nun, jedes Volk bekommt den Schläch­ter, den es ver­dient.

Den Mon­tagska­ter macht das alles auch nicht bes­ser; zumal man auf­wacht und die Welt immer noch die alte ist. Tem­po­ra non mutan­tur, was prak­tisch ist, weil man sich dann selbst nicht ver­än­dern muss. Man wür­de es eben nur gern kön­nen.

Ton Stei­ne Scher­ben – Jen­seits von Eden

Lie­be – was ist das? Das ist das Leben in der Stadt.
Was soll dar­an schlecht sein? Lie­be kommt von unten,
Lie­be hat schwa­che Wor­te; ach, ich bin so müde…

Manch­mal wünscht man sich, der Teu­fel blie­be im Detail stecken.

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Bun­des­li­ga­live­ticker. Allein das Wort schon!

Momen­tan läuft wie­der mal ein Bun­des­li­ga­spiel­tag. Ich habe es mir nicht neh­men las­sen, zur Abwechs­lung mal zu schau­en, was „SPIEGEL ONLINE“ da so als „Live­ticker“ bewirbt.

Aktu­el­ler Aus­zug aus dem Spiel der Borus­sia Dort­mund gegen den VfL Wolfs­burg:

14. Minu­te
Tor
1:1 – Tor­schüt­ze: Peri­sic

Der Aus­gleich! Olic wird schön in den Sech­zeh­ner geschickt und spit­zelt den Ball mit Über­sicht wei­ter Rich­tung zwei­ter Pfo­sten. Dort muss Peri­sic nur noch ein­schie­ben. Sein erstes Tor für den VfL – und das gegen sei­nen Ex-Klub.

(…)

5. Minu­te
Tor
0:1 – Tor­schüt­ze: Ben­der

Anstatt zu flan­ken, legt Reus einen Frei­stoß quer zu Sahin, der den Ball aus halb­rech­ter Posi­ti­on gefühl­voll in den Sech­zeh­ner hebt. Dort ist Ben­der zur Stel­le und schießt mit links zur Füh­rung ein. Sein erstes Sai­son­tor!

Ich hab‘ schon ero­ti­sche Geschich­ten gele­sen, die weni­ger expli­zit waren.

(Ernst­haft: War­um liest jemand einen „Live­ticker“ zu einem Fuß­ball­spiel? – Ande­rer­seits gibt es ja auch Leu­te, die bei Büchern erst mal auf den Film war­ten.)

Internes
Such­be­grif­fe, Monat Mai 2013

Der Monat hat erst ange­fan­gen, aber wie schon vor etwa einem Jahr haben bereits vie­le Leu­te mit sehr merk­wür­di­gen Vor­lie­ben hier­her gefun­den.

Suchen Mai 2013

Abge­se­hen von offen­sicht­li­chen Such­be­grif­fen zu mehr oder weni­ger aktu­el­len Tex­ten mei­ner­seits gab es auch eini­ge sehr spe­zi­el­le Anfra­gen:

tele­fon app android 4.0

Nö, für Android brauchst du kei­ne Tele­fon-App, da ist schon eine drauf. Du instal­lierst ja auch kei­nen Brow­ser für Fire­fox.

fer­der die frau­en ficken

Das heißt „Ver­der“, herr­je!

anstän­di­ge mäd­chen ficken gern

Das ist ein wenig pau­schal, oder?

fick dene mut­ter in den asch widio

„Widio“. WIDIO! Machen Inzest­vi­de­os blöd oder setzt ihre Betrach­tung Blöd­heit vor­aus? Und war­um lässt man sol­che Leu­te das Inter­net benut­zen?

In eine ähn­li­che Kate­go­rie fällt aller­dings auch:

por­nos aus­lan­der ficken vei­se frrau­en

Wei­se Frrau­en ver­zwei­feln still.

Apro­pos:

ficken beim schmalz aus­las­sen

Also ich las­se das Ficken eigent­lich immer aus – das Schmalz jedoch eben­falls.

kathe­ri­ne jenk­ins brust 14. märz 2010

Am 15. März 2010 war sie nicht mehr inter­es­sant.

pin­gu­in wit­ze

Hier ent­lang bit­te. Wobei: Warst du das?

wie ficken pin­gu­ie­ne

Dann näm­lich bes­ser nicht.

Ach, gab es denn über­haupt kei­ne inter­es­san­ten Such­an­fra­gen im bis­he­ri­gen Mai? Doch, eine:

rat zu der musik­grup­pe freiwild,ab wel­chem alter geeig­net

Belang­lo­se „Rock­mu­sik“ ist nicht ab, son­dern bis zu einem bestimm­ten Alter geeig­net. Wer mit, sagen wir mal, Beginn der Voll­jäh­rig­keit immer noch nichts Bes­se­res hört, der wird die­se Höl­le nie­mals mehr ver­las­sen kön­nen und den Rest sei­nes Lebens mit, schau­der, Musik aus dem Radio ver­brin­gen. Es liegt in unser aller Ver­ant­wor­tung, dass das nie pas­siert! Oder wollt ihr das wirk­lich einem Men­schen antun?

(Bei Leu­ten aller­dings, die nach „fick dene mut­ter in den asch widio“ suchen, ist das wahr­schein­lich nicht mehr son­der­lich schlimm.)

Ich wen­de mich ab mit Grau­sen.

Netzfundstücke
Stups­sex

„War­um bin ich immer noch Sin­gle?“ hört man vie­ler­or­ten jun­ge und nicht mehr ganz so jun­ge Mäd­chen ver­zwei­felt rufen. Nun, viel­leicht liegt das dar­an, dass sie es poten­zi­el­len Bewer­bern nicht leicht machen, über­haupt als jemand zu erschei­nen, der das ändern möch­te.

Ein anschau­li­ches Bei­spiel wur­de mir gera­de wie­der in mei­ne Twit­ter-time­line gespült. Auf Face­book gibt es bekannt­lich die Funk­ti­on „Anstup­sen“, die wahr­schein­lich so was ist wie „Gru­scheln“ auf Stu­diVZ. Offen­bar ist die Benut­zung die­ser Funk­ti­on inzwi­schen eine Kurz­form für „hal­lo, ich bin total inter­es­siert an Sex mit dir“ oder ähn­li­ches.

Twit­ter­nut­ze­rin @_kleines__ gab näm­lich bekannt:

Mich in FB anschrei­ben und beste Freun­din anstup­sen.

Män­ner den­ken wohl, wir reden nicht.

Ohne Ken­nen­lern­chan­ce geblockt.

War­um die­se Hal­tung? Nun, das ist doch offen­sicht­lich: Wenn ein (womög­lich schüch­ter­ner und) an Frau @_kleines__ inter­es­sier­ter Mann sich näm­lich end­lich aus der Deckung traut und sel­bi­ge end­lich anschreibt (wobei unklar ist, ob mehr als nur eine Begrü­ßung im Anschrieb stand), dann ver­pflich­tet er sich damit selbst­ver­ständ­lich sofort, jed­wel­che posi­ti­ven Kon­tak­te zu ihren Geschlechts­part­ne­rin­nen zu unter­las­sen.

„Ich habe mich tie­risch in dich ver­liebt und kann nur noch an dich den­ken“ wird wir­kungs­los, sobald man eine ande­re Frau anstupst – Anstup­sen ist bereits der erste Schritt zur spä­te­ren Untreue!!1. Wie­der was gelernt.

Tja – war­um sind man­che Frau­en nur immer noch Sin­gle?

Spaß mit Spam
mm..hi)

mm…Spam) in mei­nem Post­ein­gang! Eine gewis­se „Mila“ (mit Anfüh­rungs­zei­chen) schreibt mir ohne grund­le­gen­des Ver­ständ­nis von Text­for­ma­tie­rung, näm­lich ohne Zei­len­um­brü­che, dies:

Hi how a u??My name is Her­da.

Guten Tag, Frau „Mila“-Herda. Ich bin belu­stigt.

I have a gre­at desi­re to find a mate and soul mate.

Also einen für’s Bett und einen für’s Sofa qua­si. Müs­sen die bei­den von­ein­an­der wis­sen?

I am 29 years old. I am gent­le and affec­tion­a­te girl. I want to find a per­ma­nent mate.

Also einen mate, einen soul mate und einen per­ma­nent mate. Zum Ohr­wurm fehlt nur noch der funk soul brot­her. Aber war­um soll­ten sich die­se Her­ren für Sie, Frau „Mila“-Herda, inter­es­sie­ren?

Nun, dafür gibt es Grün­de:

For this, I have all the fea­tures. I like to crea­te com­fort me nice when the hou­se is beau­tiful and clean. I think that serious rela­ti­on­ship is a respon­si­bi­li­ty. But just as they are full of romance and fee­lings.

Ich über­set­ze frei: „Hier­für (für die Part­ner­schaft jed­wel­cher Art, A.d.V.) brin­ge ich alle nöti­gen Vor­aus­set­zun­gen mit: Ich mag es, wenn das Haus sau­ber ist. Ich hal­te ernst­haf­te Bezie­hung für Ver­ant­wor­tung, sofern sie vol­ler Roman­tik und Gefüh­le ist“.

Hm.

Kurz gesagt: Frau „Mila“-Herda wür­de sich gern als Put­ze andie­nen und wäre damit über­aus glück­lich. Nun, dank der Eman­zi­pa­dings kann eine Frau heut­zu­ta­ge ihre Stel­lung in der Bezie­hung ja selbst nach Belie­ben defi­nie­ren. Wer wäre ich, dass ich ihr da rein­re­den wür­de?

Our dreams are the same?

Nee, ich mag nicht put­zen und hal­te Put­zen auch nicht für einen essen­zi­el­len Bestand­teil einer roman­ti­schen Zwei­sam­keit.

I’m from Ber­lin !!!

Zum Glück schrieb sie mir auf Eng­lisch; Ber­li­ner ver­steh‘ ich immer so schlecht.

Viel­leicht soll­te ich ihr mal schrei­ben.

PersönlichesPiratenpartei
Abrech­nung mit Fabi­an Rein­bold

(Vor­be­mer­kung: Ich bin gegen­wär­tig kein Funk­ti­ons­trä­ger der Pira­ten­par­tei, jedoch all­mäh­lich über­mä­ßig generv­tes Basis­mit­glied.)

Jeder kennt sie, die popu­li­sti­schen Schmier­fin­ken, die für eine bil­li­ge Schlag­zei­le jedes Risi­ko für Drit­te in Kauf neh­men wür­den. Bei der BILD ist die­se Hal­tung offen­bar zwin­gend vor­aus­ge­setzt, das muss nicht expli­zit erwähnt wer­den.

Man soll­te aber dar­über nicht ver­ges­sen, dass auch ande­re Maga­zi­ne Brand­stif­ter beher­ber­gen.

Bei SPIEGEL ONLINE etwa treibt seit Jah­ren Fabi­an Rein­bold sein Unwe­sen, der seit August 2011 dafür bezahlt wird, den Mythos Pira­ten­par­tei zu ent­zau­bern. (Und ich hat­te schon gedacht, das „Res­sort Poli­tik“, in dem er beschäf­tigt ist, hät­te irgend­was mit Poli­tik zu tun.) Die Wel­le an pira­ten­kri­ti­schen Arti­keln auf SPIEGEL ONLINE trägt zu einem beein­drucken­den Teil sei­ne Hand­schrift, gele­gent­lich auch zusam­men mit Kol­le­gin und (laut ZDF-Ange­stell­ter „koegler.nicole“) Pira­ten-Exper­tin Annett Mei­ritz, die es zumin­dest noch manch­mal schafft, ihre Aver­si­on gegen die Pira­ten­par­tei – mit Aus­nah­me von Mari­na Weis­band, die sie anschei­nend sehr mag – leid­lich gut zu ver­ber­gen.

Dabei geht Fabi­an Rein­bold so weit wie sonst nur die BILD. Einer sei­ner Arti­kel etwa koste­te auf­grund einer womög­lich bewusst miss­ver­ständ­li­chen, in die­sem Kon­text fal­schen For­mu­lie­rung eine nur neben­bei erwähn­te Ange­stell­te der Ber­li­ner Pira­ten im wei­te­ren Dis­kus­si­ons­ver­lauf ihren Arbeits­platz. (Da ich nicht Fabi­an Rein­bold bin, ver­zich­te ich auf Namens­nen­nung oder ande­re Details, die eine Iden­ti­fi­ka­ti­on der ande­ren Betei­lig­ten ver­ein­fa­chen.) Das allein ist eigent­lich Grund genug, dass es mir nicht leicht fällt, ihm gegen­über die Con­ten­an­ce zu wah­ren. Zu rück­sichts­lo­sen Popu­li­sten soll­te man nicht nett sein, denn das wer­den sie gegen dich ver­wen­den; und dass es Fabi­an Rein­bold bis­her auf Par­tei­ta­gen stets geschafft hat, mich zu mei­den, ist bedau­er­lich, denn sonst hät­te ich ver­mut­lich längst die Gele­gen­heit genutzt, ihm in mei­ner bekannt umgäng­li­chen Art sei­nen Beruf zu erklä­ren. Jour­na­li­sten näm­lich tun so etwas nicht.

Aber Fabi­an Rein­bold ist Teil die­ser Pres­se, die wir unbe­dingt brau­chen. Somit ist er auch wei­ter­hin nicht nur gedul­det, son­dern auch erwünscht. „Auch schlech­te Pres­se ist Pres­se“? Ich bezweif­le es. Nach mei­nem Dafür­hal­ten soll­ten Bou­le­vard­jour­na­li­sten, die nicht berich­ten, son­dern mit Sug­ge­stiv­fra­gen an mög­lichst pro­mi­nen­te Par­tei­mit­glie­der auf­bau­schen und Skan­da­le her­bei­schrei­ben wol­len, nach dem spä­te­stens drit­ten Ver­ge­hen (three strikes hat sich ja bewährt) lebens­lan­ges Haus­ver­bot auf offi­zi­el­len Par­tei­ver­an­stal­tun­gen erhal­ten, und ich bin nach mei­nem Kennt­nis­stand nicht der Ein­zi­ge, des­sen feh­len­de Ent­schei­dungs­ge­walt alles ist, was zwi­schen Fabi­an Rein­bold und ent­spre­chen­den Kon­se­quen­zen steht. So jedoch kann er auch wei­ter­hin jedes miss­ver­ständ­li­che Wort, jede Halbin­for­ma­ti­on nut­zen, um dar­aus einen wei­te­ren Unter­gang für die Par­tei zu machen. Das neue­ste Skan­däl­chen ist das Mittelfinger-„Gate“. (Von dem kin­di­schen Wort „Stin­ke­fin­ger“ neh­me ich Abstand – mei­ne Fin­ger duf­ten.)

Ach­tung, es wird selbst für Pira­ten­ver­hält­nis­se pein­lich: Auf einem Foto zei­gen meh­re­re Frei­beu­ter demon­stra­tiv Par­tei­chef Bernd Schlö­mer den Mit­tel­fin­ger. Das Bild poste­te ein Lan­des­ge­schäfts­füh­rer. Schlö­mer sieht den Beginn einer „Treib­jagd auf einen Men­schen“.

(Her­vor­he­bung von mir; bit­te bei­zei­ten mit der jour­na­li­sti­schen Ethik des SPIE­GELs ver­glei­chen.)

Dass Fabi­an Rein­bold nicht ver­stan­den hat, dass „Frei­beu­ter“ im Pira­ten­um­feld für „Sym­pa­thi­san­ten, die (noch) kei­ne Mit­glie­der sind“ steht, ist aus­nahms­wei­se nicht schlimm; die­ses Wis­sen ist auch par­tei­in­tern lei­der kaum ver­brei­tet. Doof nur, dass er auch sonst die fal­schen Schlüs­se zieht. Ein „Par­tei­chef“ (der bei den Pira­ten auch nur ein ein­fa­ches Mit­glied ist, was man gar nicht oft genug erklä­ren kann), der stell­ver­tre­tend für die Pira­ten bekannt gibt, dass der Wahl­kampf wegen feh­len­der Kraft und Moti­va­ti­on qua­si ohne­hin ver­ge­bens sein wür­de, tritt so mit Anlauf denen in den Hin­tern, die viel wert­vol­le Lebens­zeit in die Par­tei­ar­beit inve­stie­ren. Ein aus­ge­streck­ter Mit­tel­fin­ger ist ein Witz dage­gen. Das ist kei­ne Treib­jagd auf einen Men­schen, das ist mehr­heit­li­ches Eklig­fin­den des­sen, was Bernd Schlö­mer so in die Gazet­ten blub­bert. Wohl nie­mand der Treib­jä­ger wünscht Herrn Schlö­mer nach­hal­ti­gen per­sön­li­chen Scha­den. Nur als Ober­vor­stand taugt er halt nix, und die Pira­ten­par­tei ist nun ein­mal so struk­tu­riert, dass ein herz­li­ches „halt‘ end­lich mal die Klap­pe, Chef, du redest zu viel Schei­ße“ als Mei­nung der Basis und nicht als Affront gewer­tet wird. Die einst von unter ande­rem Ger­hard Schrö­der popu­lär gemach­te Ver­trau­ens­fra­ge wür­de Bernd Schlö­mer nach mei­nem Emp­fin­den auf­grund diver­ser Dis­kus­sio­nen inner­halb der Basis einen äußerst gerin­gen Zuspruch atte­stie­ren; trotz­dem neh­me ich an, dass er anders als Johan­nes Pon­ader sein Amt auf dem kom­men­den Bun­des­par­tei­tag in Neu­markt nicht ein­fach nie­der­le­gen wird. (Posi­ti­ve Über­ra­schun­gen erwar­te ich von ihm schon lan­ge nicht mehr.) Das ist etwas bedau­er­lich.

Aber zurück zu Fabi­an Rein­bold. Die­ser kann sich offen­bar selbst nicht ent­schei­den, wor­in nun eigent­lich sein Pro­blem mit der Pira­ten­par­tei liegt. Kurz nach sei­nem Dienst­an­tritt bei SPIEGEL ONLINE 2011 befürch­te­te er noch, die Pira­ten wür­den sich angreif­bar machen. Spä­ter war ihm das bei der Suche nach einem Schul­di­gen nur Recht: Letz­tes Jahr war es Johan­nes Pon­ader („Das Pira­ten-Pro­blem heißt Pon­ader“, Okto­ber 2012), letz­ten Sonn­abend war es Seba­sti­an Nerz, nur Bernd Schlö­mer ist es nie. Wie man es als Pirat schafft, von Fabi­an Rein­bold für jed­wel­ches Tun in Schutz genom­men zu wer­den, erschließt sich mir nur als Ver­mu­tung – die bei­den haben in ihrer Vor­ge­hens­wei­se viel gemein­sam.

Man ver­ste­he mich nicht miss: Kri­ti­sche Bericht­erstat­tung ist gut und wich­tig. Wer jedoch kei­nen Hehl dar­aus macht, dass er die Pira­ten­par­tei („pein­lich“, sie­he oben) nicht nur kri­tisch betrach­tet, son­dern in sei­ner Bericht­erstat­tung gezielt, nun, Par­tei gegen sie ergreift, mag viel­leicht ein talen­tier­ter Blog­ger sein, für einen Ver­tre­ter von SPIEGEL ONLINE, mit­hin der so genann­ten „Pres­se“ (das Wort hängt ety­mo­lo­gisch mit „pres­sen“ zusam­men, nicht?), ist das aber kein Ver­hal­ten, das man för­dern soll­te.

Ich emp­feh­le die­sen Text als eine War­nung zu betrach­ten. SPIEGEL ONLINE ist kein seriö­ses Medi­um. Sei­ne Ver­tre­ter sind oft skru­pel­lo­se und gefähr­li­che Men­schen, denen es nicht um die jour­na­li­sti­sche Wahr­heit geht und die für eine rei­ße­ri­sche Schlag­zei­le auch beruf­li­che Exi­sten­zen zu ver­nich­ten imstan­de sind. Es ist falsch, die­sen Leu­ten eine Platt­form zu geben, auf der sie sich in Sze­ne set­zen kön­nen.

Angeb­lich hat Fabi­an Rein­bold sein Hand­werk an der Deut­schen Jour­na­li­sten­schu­le in Mün­chen gelernt. Die­se Schu­le soll­te man im Auge behal­ten.

SPIEGEL ONLINE darf mich hier gern zitie­ren.

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: SPIEGEL ONLINE und das sub­ti­le Vor­ur­teil

Ach, „SPIEGEL ONLINE“, eine Fra­ge hät­te ich dann schon noch.

Am dies­wö­chi­gen Diens­tag schrieb dei­ne Autorin Frau­ke Lüp­ke-Nar­ber­haus über eine geschlechts­neu­tra­le Umklei­de­ka­bi­ne an einem Gym­na­si­um in Stock­holm:

Es passt, dass die­se Idee aus Schwe­den kommt.

Auf eine Erklä­rung für die­sen Satz habe ich bis zum Ende des Arti­kels ver­geb­lich gewar­tet, statt­des­sen geht Frau­ke Lüp­ke-Nar­ber­haus mehr­fach auf Ereig­nis­se an die­sem einen Gym­na­si­um ein. Das ist ein biss­chen scha­de.

Aber es passt, dass die­ser Text auf SPIEGEL ONLINE steht.

PolitikIn den NachrichtenNerdkrams
Kurz ver­linkt CLIX: Das BKA und der Mar­ken­recht­s­tro­ja­ner

Nach­dem vor eini­gen Jah­ren ein erster „Bun­des­tro­ja­ner“, also ein mit ille­ga­len Metho­den arbei­ten­des Werk­zeug zur mehr oder weni­ger unbe­merk­ten Online­über­wa­chung ver­meint­li­cher Straf­tä­ter, eher weni­ger regel­kon­form war, hat das Bun­des­in­nen­mi­ni­ste­ri­um nun nach­ge­bes­sert:

Das Bun­des­in­nen­mi­ni­ste­ri­um hat zehn Lizen­zen des FinS­py-Tro­ja­ners für die „Quel­len-Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung“ (Quel­len-TKÜ) erwor­ben. (…) Das BKA will den ein­ge­kauf­ten Tro­ja­ner über­gangs­wei­se ein­set­zen, bis die Behör­de eine Über­wa­chungs­soft­ware in Eigen­re­gie ent­wickelt hat.

Dass auch bei die­sem neu­en Tro­ja­ner nicht alles regel­kon­form abläuft, steht außer Fra­ge. Der Kon­zern hin­ter „FinS­py“ bezie­hungs­wei­se „Fin­Fi­sher“, Gam­ma Inter­na­tio­nal, sieht sich bereits mit der ersten Kla­ge kon­fron­tiert; nicht jedoch wegen der Ent­wick­lung ille­gal ver­wend­ba­rer Anwen­dungs­soft­ware, son­dern aus mar­ken­recht­li­chen Grün­den:

Mozil­la hat die Fir­ma Gam­ma Inter­na­tio­nal abge­mahnt, wel­che die Über­wa­chungs-Soft­ware Fin­Fi­sher, auch bekannt als Staats-Tro­ja­ner, her­stellt. Der Grund: Die­se Soft­ware gibt sich als Fire­fox aus und begeht damit einen Miss­brauch der Mozil­la-Mar­ke.

Dabei ist zur Erklä­rung erwäh­nens­wert, dass der Tro­ja­ner nicht so tut, als sei er ein Brow­ser:

Gam­mas Soft­ware ist kom­plett eigen­stän­dig und benutzt ledig­lich Mozil­las Mar­ken­zei­chen um sich als Fire­fox und damit als ver­trau­ens­wür­di­ges Pro­gramm zu tar­nen. Der Spio­na­ge-Tro­ja­ner gibt sich als Firefox.exe aus und beinhal­tet die dazu­ge­hö­ri­gen Her­stel­ler-Infor­ma­tio­nen wie die Ver­si­ons­num­mer von Fire­fox und Copy­right-Hin­wei­se von Mozil­la. In den Quell­code wur­de außer­dem das “Assem­bly Mani­fest” von Fire­fox wort­wört­lich ein­ge­bun­den.

Die Zustän­di­gen bei Gam­ma Inter­na­tio­nal kön­nen aller­dings froh sein, dass sie ihr Pro­dukt nicht davidbowie.exe genannt haben. Der GEMA traue ich inzwi­schen alles zu.

NetzfundstückeIn den NachrichtenWirtschaftPolitik
Mehr Hartz IV für alle!

Heu­te wird wie jedes Jahr der Kampf­tag der Arbei­ter­klas­se zele­briert. Wäh­rend eini­ge Leu­te die­sen Tag nut­zen, um geräusch­reich die NPD zu kri­ti­sie­ren, und ande­re der Ansicht sind, eine poli­zei­lich geneh­mig­te Kund­ge­bung sei total revo­lu­tio­när, haben zumin­dest die Gewerk­schaft­ler und eini­ge Par­tei­en auch den frü­he­ren Sinn die­ses Tages, näm­lich die Ver­tre­tung der Rech­te ein­fa­cher Arbeit­neh­mer, nicht ver­ges­sen.

Zum Bei­spiel die SPD.

Die Gewerk­schaf­ten wol­len durch Mit­be­stim­mung und Tarif­po­li­tik die Lage der arbei­ten­den Men­schen ver­bes­sern. (…) Denn nur gute Arbeit sichert gute Ren­ten.

Des­halb for­dern SPD und Gewerk­schaf­ten unter ande­rem dies:

  • einen gesetz­li­chen Min­dest­lohn von min­de­stens 8,50 Euro – flä­chen­deckend, in allen Bran­chen, in Ost und West
  • die Ver­hin­de­rung des Miss­brauchs von Werk­ver­trä­gen
  • die Abschaf­fung der Mög­lich­keit, befri­ste­te Arbeits­ver­trä­ge ohne Sach­grund abzu­schlie­ßen

Dass die „8,50 Euro“ laut DGB, auf den die SPD sich hier stolz beruft, zu einem Ein­kom­men unter der Armuts­gren­ze füh­ren wür­den, sei mal gnä­dig ver­schwie­gen, immer­hin war von min­de­stens 8,50 Euro die Rede. (Gut, die SPD spricht aus­drück­lich von „guter Arbeit für alle“, nicht von „gut bezahl­ter Arbeit für alle“, inso­fern kann man es ihr ohne­hin nicht begrün­det vor­wer­fen.)

Dass die Agen­da 2010 einen Real­lohn­ver­lust von etwa neun Pro­zent mit sich brach­te, wie der dor­ti­ge Kom­men­ta­tor „Gar­field“ anmerk­te, setzt den For­de­run­gen von SPD und Gewerk­schaf­ten aller­dings die Esels­müt­ze auf. Die Hartz-IV-Gesetz­ge­bung mach­te die Ver­hin­de­rung des Miss­brauchs von Werk­ver­trä­gen eben­so schwie­ri­ger wie die Abschaf­fung der Mög­lich­keit, befri­ste­te Arbeits­ver­trä­ge ohne Sach­grund abzu­schlie­ßen. Im Wesent­li­chen ruft also die SPD die­ses Jahr dazu auf, gegen die Poli­tik der SPD zu demon­strie­ren.

Nicht, dass wir das nicht sowie­so tun soll­ten.

Sonstiges
Von der Unsterb­lich­keit

„Schei­ße, ich frag‘ mich, wel­cher gott­ver­damm­te Zau­ber hält die­se lee­re Hirn­wasch­kul­tur am Leben?“
– Slime: Unsterb­lich


Das Phi­lo­so­phie­ma­ga­zin „Hohe Luft“, des­sen Name sicher irgend­et­was Tief­schür­fen­des zu bedeu­ten hat, stellt in sei­ner aktu­el­len Aus­ga­be die rhe­to­ri­sche Fra­ge, ob der Tod wirk­lich das Ende des Lebens zu bedeu­ten habe, nur um sie sogleich zu ver­nei­nen. Was aber bleibt vom Leben?

Unsterb­li­che Figu­ren unse­rer Tage sind unter ande­rem der olle Jesus, Elvis, Andy War­hol und Mari­lyn Mon­roe. Erste­rer ist viel­leicht auf­grund der nicht zwei­fels­frei gesi­cher­ten Gescheh­nis­se sepa­rat zu betrach­ten. Fan­gen wir doch gleich mal mit ihm an. Jesus (der über­lie­fer­te, nicht ein­mal der histo­risch beleg­te, der ver­mut­lich eher unspek­ta­ku­lär leb­te und starb) ist heu­te unsterb­lich, weil ihm vie­le Wun­der nach­ge­sagt wer­den (eigent­lich soll­te Ras­pu­tin auch eine Reli­gi­on bekom­men) und die Kano­ni­sie­rung des Neu­en Testa­ments nur die vor­teil­haf­ten Geschich­ten über ihn kumu­lier­te. Der Mythos Jesus wur­de also künst­lich auf­ge­baut, um eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur zu haben, die jahr­hun­der­te­lang das stil­le Vor­bild für die Chri­sten sein soll­te. (Aus gutem Grund sind außer­ka­no­ni­sche Schrif­ten heut­zu­ta­ge kaum ver­brei­tet.) Die­se Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur ist auch vie­le Jahr­hun­der­te nach ihrem Tod den mei­sten Men­schen in ihrem angeb­li­chen Wir­ken bekannt; man­che nen­nen es „Tra­di­ti­on“. Die­se Art der Unsterb­lich­keit ist eine, die dem Unsterb­li­chen ziem­lich pein­lich wäre, wür­de er irgend­wann ins Reich der Leben­den zurück­keh­ren, wie es ja immer wie­der pro­phe­zeit wird. Wäre ich maß­geb­lich dafür ver­ant­wort­lich, dass jahr­hun­der­te­lang ziem­lich unan­ge­neh­me Krie­ge geführt wür­den, ich wür­de mich wohl prompt ein zwei­tes Mal ziem­lich tot füh­len.

Die­ser Jesus also ist eine Aus­nah­me, denn er ist nicht unsterb­lich in dem, was er uns hin­ter­las­sen hat. Anders sieht es bei Elvis, Andy War­hol und Mari­lyn Mon­roe aus. Alle drei haben in ihrem Fach­ge­biet („Musik“, „Kunst“ und „Schau­spiel“) Din­ge voll­bracht, an denen wir uns noch ein hal­bes Jahr­hun­dert spä­ter direkt, ohne Umweg über ver­staub­te Bücher oder die stil­le Post, zu erfreu­en ver­mö­gen, so uns denn der Sinn danach steht. Die machten’s, so „Hohe Luft“, offen­bar rich­tig: Sie schu­fen mehr oder weni­ger Gro­ßes für die Nach­welt, die wohl noch über meh­re­re Gene­ra­tio­nen hin­weg das Lob­lied der Erschaf­fer sin­gen wird.

Wir aber, was wird aus uns, die wir nicht viel erschaf­fen, was von Wert ist? Unse­re Tweets wer­den irgend­wann genau so ver­schwin­den wie unse­re län­ge­ren Tex­te, unse­re gele­se­nen E‑Books, unse­re E‑Mails. Nur das E‑Government wer­den wir nicht mehr los. Unse­re Nach­fah­ren wer­den viel­leicht noch unse­re Plat­ten­samm­lung bewun­dern, unse­re Bücher­samm­lung, viel­leicht gar etwas dar­aus in den eige­nen Bestand über­neh­men und sich dar­an erfreu­en. Als Men­schen jedoch wer­den wir wohl über­wie­gend schlicht weg sein. Und war­um soll­te uns das stö­ren?

War­um strebt der Mensch danach, nach dem Tod noch etwas zu bedeu­ten? Viel­leicht ist es die Ver­zweif­lung, die Wei­ge­rung zu akzep­tie­ren, dass das Leben umsonst gewe­sen sein soll. Leben, um unsterb­lich zu wer­den, erscheint mir aller­dings etwas unvoll­kom­men. Jemand, der immer nur nach Ein­fluss, Bekannt­heit oder son­sti­ger Macht strebt, fin­det neben­bei nur schwer­lich Zeit, an sei­nem Leben aktiv teil­zu­neh­men. Was muss ein sol­cher Mensch nur für ein Leid erdul­den! Nein, zum Idol soll­ten wir ihn uns nicht machen, viel­mehr sei­nen Tod als mah­nen­des Bei­spiel ehren: Seht ihn an, den erfolg­rei­chen Men­schen! Auf dem Weg zur Unsterb­lich­keit ver­säum­te er es zu leben, und nun ist er auf ewig gefan­gen in sei­ner Berühmt­heit und weiß doch nichts mehr dar­aus zu machen als sei­nen Erben das Leben zu ver­kom­pli­zie­ren.

Die­se Men­schen wol­len nicht unsterb­lich über den Tod hin­aus wer­den, sie wol­len die­se Unsterb­lich­keit bereits zuvor genie­ßen kön­nen. Die 15 Minu­ten Ruhm, die Andy War­hol jedem Men­schen pro­phe­zei­te, wol­len genos­sen und aus­ge­lebt wer­den. Ich kann mir zwar vor­stel­len, dass es eine erle­bens­wer­te Erfah­rung ist, wenn man auf der Stra­ße erkannt und freu­dig umju­belt wird, aber ist das bereits die­se Unsterb­lich­keit, die bereits Kant in Grund­zü­gen ver­stand?

Tat­säch­lich soll­ten wir unse­re eige­ne Sterb­lich­keit nicht zu besie­gen ver­su­chen, son­dern jeden Tag auf’s Neue vor unse­re Augen hal­ten, denn jeder ver­stri­che­ne Tag ist eine ver­ta­ne Chan­ce. Ihr soll­tet das nut­zen.

(Und ich soll­te auf­hö­ren, Phi­lo­so­phie­ma­ga­zi­ne zu lesen.)


„Das letz­te Hemd hat kei­ne Taschen, er nimmt bestimmt nichts mit.“
– Die Toten Hosen: Ehren­mann

PersönlichesMontagsmusik
Yes – Don’t Go

Tat­säch­lich kann so ein Mon­tag ja dann auch nichts dafür, wenn man Sonn­tag abends zurück­kehrt und der Sod brennt; der Sitz der See­le ist beim Mann offen­kun­dig der Ver­dau­ungs­trakt und nicht der Penis, jeden­falls ver­lebt man hin und wie­der so ein Wochen­en­de vol­ler Obs, Wenns und vor allem Abers in einem oben­drein frem­den Land und lässt sich unbe­merkt mit­rei­ßen. Die immens rele­van­te Lek­ti­on, vor­’m L(i)eben zu ler­nen, lau­tet nicht „Zäh­ne put­zen, dann ins Bett“, son­dern „ein­fach mal was (zum Bei­spiel sich) fal­len las­sen“, nur echt und ehr­lich ohne Netz und dop­pel­ten Boden, denn manch­mal zumin­dest stammt die Tie­fe aus den Augen und nicht aus dem Sinn und der Sinn wie­der­um eben­falls aus ihnen, und alles (steht und) fällt mit dem Moment, der sich par­tout wei­gert zu über­dau­ern. Ein Lob­lied dem (elen­den) Ver­stand und der ver­damm­ten Mensch­lich­keit.

I keep on fal­lin‘ (Ali­cia Keys), denn wenn man schon sein Inner­stes nach außen kehrt, dann wenig­stens so, dass man nie­man­den voll­kotzt außer halt sich selbst. Sehn­sucht ist, wenn man trotz­dem lacht (und lebt und der­glei­chen, cv. Her­bert Grö­ne­mey­er, „Mensch“). Aber der Mon­tag ist ein leich­te­rer Geg­ner als das mor­gend­li­che Spie­gel­bild.

You’­re just foo­ling yours­elf again bzw. eben don’t take love for gran­ted, wie immer ohne Gewähr. Super­zahl: Null.

Guten Mor­gen.