PersönlichesMontagsmusik
Yes — Don’t Go

Tat­säch­lich kann so ein Mon­tag ja dann auch nichts dafür, wenn man Son­ntag abends zurück­kehrt und der Sod bren­nt; der Sitz der Seele ist beim Mann offenkundig der Ver­dau­ungstrakt und nicht der Penis, jeden­falls ver­lebt man hin und wieder so ein Woch­enende voller Obs, Wenns und vor allem Abers in einem oben­drein frem­den Land und lässt sich unbe­merkt mitreißen. Die immens rel­e­vante Lek­tion, vor’m L(i)eben zu ler­nen, lautet nicht “Zähne putzen, dann ins Bett”, son­dern “ein­fach mal was (zum Beispiel sich) fall­en lassen”, nur echt und ehrlich ohne Netz und dop­pel­ten Boden, denn manch­mal zumin­d­est stammt die Tiefe aus den Augen und nicht aus dem Sinn und der Sinn wiederum eben­falls aus ihnen, und alles (ste­ht und) fällt mit dem Moment, der sich partout weigert zu über­dauern. Ein Loblied dem (elen­den) Ver­stand und der ver­dammten Men­schlichkeit.

I keep on fallin’ (Ali­cia Keys), denn wenn man schon sein Inner­stes nach außen kehrt, dann wenig­stens so, dass man nie­man­den vol­lkotzt außer halt sich selb­st. Sehn­sucht ist, wenn man trotz­dem lacht (und lebt und der­gle­ichen, cv. Her­bert Gröne­mey­er, “Men­sch”). Aber der Mon­tag ist ein leichter­er Geg­n­er als das mor­gendliche Spiegel­bild.

You’re just fool­ing your­self again bzw. eben don’t take love for grant­ed, wie immer ohne Gewähr. Superzahl: Null.

Guten Mor­gen.