9. November 1918:
Zwei Politiker der SPD, die die nötigen Anleihen für den Ersten Weltkrieg bewilligt und so sowohl viele Tode als auch den Aufstieg Adolf Hitlers begünstigt hatte, rufen unabhängig voneinander das Ende des deutschen Kaiserreichs und den Beginn einer deutschen Republik aus. 1919 wird einer von ihnen auf Befehl des Volksbeauftragten für Heer und Marine, ebenfalls Mitglied der SPD, auf unfeine Art gemeuchelt.
9. November 1938:
In der „Reichskristallnacht“ kommt es infolge besagten Aufstiegs zur Zerstörung jüdischer Geschäfte und zu allerlei Verhaftungen zwecks späterer Ermordung.
9. November 1989:
Die räumliche Trennung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, die unter der Herrschaft der als SED firmierenden Fusionspartei aus SPD und KPD ein armes, aber immerhin grausam regiertes Land geworden war, endet überraschend. Das stellt sich später als Problem heraus.
9. November 2001:
Deutschland, regiert von der SPD und den Grünen, führt die Vorratsdatenspeicherung ein.
9. November 2007:
Deutschland, regiert von der SPD und der CDU/CSU, führt die Vorratsdatenspeicherung ein.
9. November 2018:
In Berlin scheitert Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit seinem Vorstoß, eine Versammlung zum Gedenken an die Toten zwischen 1961 und 1989 zu verbieten. In derselben Stadt schlägt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) am selben Tag vor, Deutschland solle es für „beständigen Ansporn“ mit mehr Patriotismus versuchen.
Eine Pointe erübrigt sich.














