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Kurz­kri­tik: CLANN – See­lie

Clann - Seelie

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Die heu­ti­ge Berei­che­rung ist aus­nahms­wei­se mal wie­der nicht 2018, son­dern bereits 2017 erschie­nen und zählt damit zu jenen Stu­dio­al­ben, die ich letz­tes Jahr zu mei­nem Bedau­ern völ­lig über­se­hen hat­te. In der musi­ka­lisch berei­chern­den Stadt Mont­re­al hat sich Vio­li­nist Seba­sti­an McK­in­non unter dem Pro­jekt­na­men CLANN, was angeb­lich „Fami­lie“ heißt, mit eini­gen Mit­mu­si­kern, dar­un­ter Sän­ge­rin Char­lot­te Olee­na, mit der er schon zuvor Musik auf­ge­nom­men und ver­öf­fent­licht hat­te, zusam­men­ge­tan, um Film­mu­sik zu machen.

„Film­mu­sik“ ist dabei nicht mal abschät­zig gemeint, denn „See­lie“, das Album, um das es hier geht (Bandcamp.com), ist ein Teil des Mul­ti­me­dia­pro­jekts „KIN Fables“, zu dem Kurz­fil­me eben­so gehö­ren wie ein illu­strier­ter Roman, ein Lang­film soll das Pro­jekt irgend­wann ver­voll­stän­di­gen. Dass „See­lie“, ver­mut­lich nicht wie ein Kose­na­me für eine See­le aus­ge­spro­chen, schon mal klingt wie der sound­track zu einem sol­chen Film, ist posi­tiv zu begrei­fen.

CLANN – The Fae­rie Court (Under Sun)

Obwohl „See­lie“ sich nicht gera­de als beson­ders fröh­li­ches Werk erweist, kom­me ich nicht umhin, eine mor­bi­de Schön­heit fest­zu­stel­len. Manch­mal gibt es die­se Momen­te, in denen Lärm nicht hilft, son­dern Kla­vier und Vio­li­ne. Für die­se Momen­te ist die­ses Album kaum die schlech­te­ste Wahl. Dass es nicht als Vinyl-LP zu haben ist, ist da bei­na­he auch egal.

CLANN – I Hold You

So soll­te es eigent­lich öfter sein.

(Dan­ke, Herr Könich!)