Nach meinen Ausführungen zu den „#unteilbar“-Demonstrationen (ohne Raute keine Demonstration, so will es das Gesetz) wurde ich gelegentlich entrüstet gefragt, wie ich denn darauf komme, dass dort, bei der ausgerechnet von Jan Böhmermann, dem nicht gerade als rechts geltenden Mario Barth für Twitternutzer, beworbenen Demonstration, in nennenswertem Umfang Antisemitismus zu finden sei.
Nun wäre es sicherlich allzu naiv, einer Gesellschaft, die Martin Sonneborn witzig findet, zu unterstellen, sie verfüge über Reflexion und Einsicht. Und siehe, die Welt ist klein:
Oliver Polak beschreibt, wie er nach einem Stand-up-Auftritt einmal „ironisch“ von drei Kollegen von der Bühne gejagt wurde. Während er abging, spielten die anderen, wie sie sich vor ihm ekelten. Einer holte ein offenbar zu diesem Zweck hinter einem Sofa platziertes Desinfektionsmittel hervor und fragte die anderen: „Habt ihr ihm die Hand gegeben?“ Dann besprühte er ihre Hände, um sie zu desinfizieren. (…) Böhmermann ist der Mann mit dem Desinfektionsspray.
Wenn der Faschismus wiederkommt, wird er sich nicht als Faschismus oder als Antifaschismus vorstellen. Er wird sagen: „Ich bin die lustige linke Satire.“












