Es ist Montag. Naturgemäß dauert alles ein bisschen länger, aber die Arbeit macht ja auch keinen Urlaub; nicht einmal dann, wenn man ein Pandabär ist — Bambusessen und Schlaf sind eine Ganztagsaufgabe. Falls noch jemand nicht wusste, was er einmal werden möchte.
Andere werden Expertasteriskin und sagen dann unter anderem, dass der “Genderstern” vorerst kein Teil des Dudens wird, denn man solle bis auf Weiteres “zunächst den Sprachgebrauch weiter (…) beobachten”, was mich hoffen lässt, dass die Dudenverantwortlichen niemals spätabends oder bei Schulschluss mit dem Bus fahren, denn sonst wird der Duden demnächst noch grauenvoller als bislang (“Känguru”, “Portmonee”).
Wer keine Probleme (außer einer lächerlich klingenden Sprache) hat, der macht sich welche: “In mehreren Städten protestierten Dutzende Menschen bei Umzügen gegen den “Zwarte Piet” (“Schwarzer Peter”). Die Helfer des Nikolaus seien ein rassistisches Symbol.” Gegen die Verkleidung als alter weißer Mann (“Nikolaus”) hat aber niemand was einzuwenden, oldwhitemalefacing ist allenfalls ein gelungener Witz. Ich werde schon ganz grün im Gesicht.
Apropos alte weiße Männer: Der Kölner Erzbischof, Kardinal Woelki, hat die Musik und das Engagement der Punkrock-Band „Die Toten Hosen“ gelobt. Punk ist nicht tot, Punk ist jetzt Pfaffenmusik. Echte Ehrenmänner eben. Zum Glück gibt es noch ehrliche Musik.
Wie wär’s damit?
Guten Morgen.


Das heisst “oldwhitefacemaling”!
ERSTER!
Man könnte jeweils Gendersternchen ausschreiben oder nen griffiges Acronym verwenden…
Wundert mich eh das sich noch keiner über das ‑chen beschwert hat.
Sowas wichtiges (Proust äh prost äh prust) dürfte nicht so verniedlicht werden,oder?!
Der “Verband der grossen Transgender” fühlt sich auch ausgegrenzt.…#bigaufschrei
#Aufschrei #Stern
Doch, da muss man sich sehr wohl beschweren: wie tief sinken alle unsere Sterne und Sterninnen bei dieser undifferenzierten diminutiven Diskriminierung?