Es ist schon Anfang Dezember und ich wurde noch nicht ausreichend von Wegelagerern meiner Freizeit beraubt. Da aber jeder weiß, dass diejenigen, die nicht ohnehin schon an jedem Wohltätigkeitsding teilnehmen, besonders in der hektischen, kalten, schrillen Vorweihnachtszeit zwischen Organisation und lächerlich teurem Einkauf von Tand und Tinnef für die allenfalls gelogen ertragene Verwandt- und Bekanntschaft dazu bereit sind, dem Werben von Bettlern nachzugeben, begeben sich die Teilzeitpäderasten endlich in Gefechtsposition:
Das katholische Hilfswerk „Adveniat“ eröffnete seine Kampagne mit einem Gottesdienst in Wiesbaden. (…) Das Motto lautet „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“.
Man muss es ja auch verstehen: Bei lächerlich niedrigen staatlichen Zuwendungen in zweistelliger Milliardenhöhe, die überwiegend für die Entschädigung von Kirchenopfern benötigt werden, kann niemand erwarten, dass davon auch noch die Last des Brotverschenkens getragen wird. Jugend will Verantwortung, das muss man doch verstehen.
Nicht auszudenken, wie viel Geld für die Entwicklungshilfe erst frei würde, entstaatlichte man endlich die Kirchen. Wer sie noch immer mit seinen Steuern fördert, der trägt eine Mitschuld. Der beste Tag für einen Kirchenaustritt war schon immer der gestrige.


Das schlimmste an Weihnachten sind tatsächlich die Bettelbriefe.
Aber meine Frau sagt immer, solange noch Geld rein kommt, wird weiter geschrieben.
Was für ein selten bescheuerter Beitrag.
Du hast vollkommen Recht!
Wohltätigkeit ist das Versinken des Rechts im Mistloch der Gnade! Etwas was deutsche ITler niemals kapieren werden.