„Die Presse ist ein Erziehungsinstrument, um ein Siebzig-Millionen-Volk in eine einheitliche Weltanschauung zu bringen.“
– Adolf Hitler, 1934
Während in den USA die langweilige alte Diskussion darüber, ob man nicht fiese Mörderspiele verbieten solle, auf dass das Spielen mit den dort überall erhältlichen Waffen keine größeren Schäden anrichten möge, schon wieder ermüdend ausführlich geführt wird, sprechen Deutsche über das, womit sie sich auskennen: Schweine.
In diesem Fall die Verteuerung ihres Leibes zwecks – Moment, ich muss kurz im Ausredenkalender blättern – Klimaschutzes:
Wer Fleisch isst, belastet das Klima. So viel steht fest.
Dass bereits das Klima belastet, wer nicht augenblicklich das Atmen einstellt, und dass die Zukunft der Erde als für Menschen bewohnbarer Planet mittelfristig nur zu schützen wäre, hörten Menschen endlich mit dieser von erbärmlichem Drang danach, die eigene als die siegreiche Rasse erkennen zu dürfen, getriebenen Vermehrung auf, wird medial unverändert wenig betrachtet. Den Menschen zu verstehen zu geben, dass sie das Problem und nicht die Lösung sind, ist außerhalb feministischer Medien offenbar kein beliebtes Mittel. Vorher greifen sie lieber nach jedem Plastikstrohhalm.
Einzig der „Deutschlandfunk“ fällt aus der Reihe und klauskinskit das Publikum: Ihr seid bloß zu doof!
Angesichts der Möglichkeiten, die der Markt bietet und die Werbung nutzt, sind die Bürger als Konsumenten erkennbar überfordert – intellektuell wie moralisch.
Und natürlich müssen deshalb Verbote her[.]
Denn zwar sind diejenigen, die am lautesten den Verzicht auf vermeintlichen Luxus von ihren Mitmenschen herbeizukrakeelen versuchen, selbst diejenigen, von denen man erwarten sollte, ein Vorbild zu sein zu versuchen, aber das lässt Ulrike Winkelmann, privat gerne mal am Flughafen, nicht gelten:
Die Ökoprediger nehmen doch selbst das Flugzeug und essen Fleisch. (…) Greta Thunberg hätte auch recht, wenn sie statt im Segelschiff mit dem Flugzeug zum Klimagipfel anreisen würde. (…) Wer fordert, den Fleischkonsum einzudämmen, hat recht, auch wenn er unlängst mit einem Schnitzel in der Kantine gesehen wurde.
Ich bin davon überzeugt, dass das Klima am Ende seiner Kräfte voller Ehrfurcht auf die Prediger des Wahren zurückblicken und sagen wird: Ja, gut, die haben mir jetzt mehr geschadet als die meisten anderen Menschen, aber wenigstens haben sie unterdessen nicht die grundfalschen Dinge gesagt.
Aber schränkt ein mögliches Verbot von bestimmtem Fleisch nicht meine Freiheit ein? Ulrike Winkelmann ist für diese Frage gerüstet:
Dadurch werden Freiheiten eingeschränkt – oh ja: zum Wohle anderer. Kommt immer mal wieder vor: Es ist nicht lange her, da war es erlaubt, anderen im Restaurant Zigarrenqualm ins Essen zu pusten. Ist jetzt verboten.
Zweimal täglich Fleisch essen, anderen Gift übers Essen pusten: Alles dasselbe im Hause Winkelmann.
Wie viel Klima es wohl retten würde, schaltete man den Webserver vom „Deutschlandfunk“ – diese Geräte sind keineswegs dafür bekannt, dass sie zwischen zwei Aufrufen einen Wald aufforsten – einfach mal ab?
Schade: In Berlin war ein Autoteilehändler zu schnell, als es um das sponsoring für Warnwesten für Kinder (zum Schutz vor besagten Autos) gehen sollte. Ein Zigarettenhändler hätte es doch viel nötiger gehabt!