In den NachrichtenWirtschaft
Fachkräftebezahlungsmangel

Auf WELT.de (möchte aufgrund des Leistungsschutzrechts hier nicht verlinkt werden) ist seit heute neben allerlei weiteren Geschichten auch diese zu lesen:

Deutschland ist immer stärker auf Zuwanderer angewiesen, um seine wachsende Fachkräftelücke zu schließen. (…) Dies zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). IW-Direktor Michael Hüther fordert deshalb ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild, damit gut qualifizierte Arbeitsmigranten unbürokratischer als bisher nach Deutschland kommen können.

Dabei liegt im Interesse der deutschen Wirtschaft (lies: von Arbeitgebern) oft primär die Gewinnmaximierung: „Hunderttausende Akademiker arbeiten zu Niedriglöhnen“ („WELT am Sonntag“, 2014). Gut ausgebildete einheimische Fachkräfte sind sich ihres Wertes auf dem Arbeitsmarkt oft bewusst und sind nicht bereit, sich unter Wert zu verkaufen.

Ist ja alles nicht so schlimm: Arbeitslosenzahl steigt im Januar weniger als üblich, irgendwann ist halt jeder Markt mal gesättigt; „danach gab es zum Jahresbeginn so viele freie Stellen wie nie zuvor“ (aus dem gleichen Artikel), was merkwürdig anmutet, bedenkt man, dass es für immer mehr freie Stellen auch immer mehr Entlassungen zu geben scheint.

Oder Menschen, die gar nicht erst eingestellt werden. Es gab laut „taz“ vor einem Jahr etwa 2,4 Prozent arbeitslose Akademiker in Deutschland, bereits bereinigt um die Zahl derer, die Praktika, Volontariate und ähnliche Umwege beschreiten, um nicht auf der Straße zu sitzen. Dabei trage der ach so soziale Mindestlohn nicht unbedingt zu einer Besserung bei:

[E]in Absolvent darf ab 2015 nur noch unter bestimmten Bedingungen ein Praktikum absolvieren, nämlich dann, wenn es der berufsqualifizierenden Weiterbildung dient, die bis dahin noch nicht abgeschlossen sein darf.

Und so kommt es, dass ich einen Anruf einer renommierten Tageszeitung aus dem hessischen Raum erhalte, die mir versichern, mein Fall sei eingehend beraten worden, aber man müsse mir mitteilen, mein Praktikumsvertrag, abgeschlossen für 2015, werde aufgelöst.

Der hiesige Arbeitsmarkt leidet nicht unter einem „Fachkräftemangel“, der sich nur mit oft schlecht ausgebildeten, aber dafür günstigen ausländischen Arbeitern mildern ließe. Er leidet an wirtschaftlichen Erwägungen (lies: am Geiz) derer, die ihn beklagen.

Und, wie immer, an der SPD.

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  1. Und, wie immer, an der SPD.

    I see a pattern there… :haha

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