Sonstiges⁠In den Nachrichten
Kurz verlinkt CXCIII: Fahr’n, fahr’n, fahr’n oder Wireless LAN?

SPIEGEL ONLINE, Okto­ber 2011:

Zum drit­ten Mal in die­sem Jahr ist ein ICE an Wolfs­burg vor­bei­gerauscht.

Deut­sche Bahn, Sep­tem­ber 2013:

Die Deut­sche Bahn erlaubt Rei­sen­den ab sofort für 30 Minu­ten täg­lich die kosten­lo­se Nut­zung der WLAN-Hot­spots an über 100 Bahn­hö­fen (dar­un­ter Wolfs­burg, A.d.V.). Pend­lern dürf­te dies gera­de recht kom­men.

Oder halt Leu­ten, die von Wolfs­burg aus irgend­wo hin­wol­len.

„Glaubt man aber, dass der Fort­schritt die­ser Welt etwa aus dem Gehirn von Mehr­hei­ten stammt und nicht aus den Köp­fen ein­zel­ner?“
– Adolf Hit­ler

In den Nachrichten⁠Piratenpartei
Medienkritik in Kürze: Jede Woche aufgelöst

„ZEIT ONLINE“ („arro­gant, naiv und popu­li­stisch“, Lenz Jacob­sen) gibt bekannt, dass die Pira­ten­par­tei Deutsch­land – mit einem Stim­men­zu­wachs von über zehn Pro­zent gemes­sen am Bun­des­tags­wahl­er­geb­nis von 2009 wohl kaum als im Absturz befind­lich zu bezeich­nen – vor dem Zer­fall ste­he, weil der Bernd Schlö­mer das näm­lich gesagt habe und der Bernd Schlö­mer wis­se, wovon er rede, weil er näm­lich Schef­fe von den Pira­ten sei.

Bernd Schlö­mer rech­net damit, dass in den kom­men­den Wochen wei­te­re Mit­glie­der aus­stei­gen oder zu ande­ren Par­tei­en abwan­dern wer­den.

Ich rech­ne ja damit, dass irgend­je­mand Bernd Schlö­mer mal auf die neu­en Mit­glie­der seit Sonn­tag hin­weist, aber was soll’s; ist halt der Bernd, der braucht kei­nen Kon­takt zum Pöbel, weil, der’s Chef. Bezie­hungs­wei­se bald nicht mehr:

Der Chef der Pira­ten­par­tei hat sei­nen Rück­zug ange­kün­digt. Mit Mari­na Weis­band könn­te eine pro­mi­nen­te Poli­ti­ke­rin in den Vor­stand der Par­tei zurück­keh­ren.

Hat ZEIT ONLINE Mari­na Weis­band nicht Bescheid gesagt, dass die Par­tei gera­de zer­fällt? – Zuge­ge­ben, die Medi­en haben bis­her bei jedem grö­ße­ren Skan­däl­chen (ZEIT ONLINE) von einem bal­di­gen Ende der Par­tei gespro­chen, aber viel­leicht, wenn sie es oft genug wie­der­ho­len, hören die­se ver­damm­ten Pira­ten end­lich mal auf damit, sich nicht auf­zu­lö­sen. Das ist doch unfair sonst.

Aber was könn­te für die Medi­en schlim­mer sein als eine Par­tei, deren Köp­fe regel­mä­ßig wech­seln? Mit Inhal­ten beschäf­ti­gen möch­te man sich nicht, nicht umsonst kam die Pira­ten­par­tei in den Medi­en sicher­heits­hal­ber kaum noch vor, seit die AfD ihr den zwei­fel­haf­ten Rang als dem Main­stream fer­ne Neu­par­tei abge­lau­fen hat. Zumin­dest für SPIEGEL ONLINE ist das Pro­blem schon so gut wie gelöst – das Haus­blatt von Fabi­an Rein­bold (wir erin­nern uns) berich­tet, völ­lig unbe­ein­druckt von ihrem Rück­zug ins Pri­vat­le­ben, auch wei­ter­hin begei­stert über „die schö­ne Pira­tin“ (BILD).

Und der Rest? Nun, die kom­men­de Erset­zung eini­ger Vor­stands­mit­glie­der wird den Weg frei­ma­chen für sol­che, die auch noch etwas ande­res mit ihrer Zeit anfan­gen als im Ram­pen­licht rum­ste­hen. Auch bei den Grü­nen ist der Abtritt Jür­gen Trittins kein Zei­chen von Zer­fall der Par­tei, son­dern ein mit­tel­mä­ßig gut gelun­ge­ner Ver­such, die Pädo­phi­lie­dis­kus­si­on aus den Par­tei­in­ter­na her­aus­zu­hal­ten.

Bernd Schlö­mer jeden­falls, unter des­sen ver­meint­li­cher Ägi­de gro­ße bun­des­wei­te Wahl­er­fol­ge wider Erwar­ten aus­blie­ben, tut der Pira­ten­par­tei mit sei­ner aus­blei­ben­den Neu­kan­di­da­tur einen wirk­lich gro­ßen Gefal­len. Um die Poli­tik im Land zu ver­än­dern (unter ande­rem das Bewusst­sein für Daten­schutz und digi­ta­le Bür­ger­rech­te sowie das mit der Basis­de­mo­kra­tie), hat die Pira­ten­par­tei bis­lang kein Man­dat im Bun­des­tag benö­tigt – um aller­dings aus der Sta­gna­ti­on zu erwa­chen, ist ein „Par­tei­chef“, der den Mit­glie­dern samt und son­ders feh­len­de Moti­va­ti­on unter­stellt und auch anson­sten gern mal dum­mes Zeug in Mikro­fo­ne rein­plap­pert, womög­lich nicht die beste Wahl.

Aber immer­hin reden wir hier von ZEIT ONLINE, einem Able­ger eines die­ser klas­si­schen Medi­en. Die ste­hen kurz vor dem Zer­fall, heißt es.

Seit Jah­ren.

Politik⁠In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Hurra!

Beim einst sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Schmier­blatt SPIEGEL eja­ku­liert man fast vor Begei­ste­rung:

Die Zei­tun­gen über­schla­gen sich in der Bewer­tung ihres Wahl­sie­ges, „Ange­la, die Gro­ße“ wird Mer­kel genannt.

Und wie sie alle gespannt sind!

Mit SPD-Chef Sig­mar Gabri­el habe sie einen „ersten Kon­takt“ gehabt, lässt Mer­kel wis­sen. Aber vor mög­li­chen Gesprä­chen müs­se man natür­lich den Kon­vent der Sozi­al­de­mo­kra­ten am Frei­tag abwar­ten.

Seid ihr auch schon alle so neu­gie­rig wie ich?


Wie die­ses „Über­schla­gen“ in der Pra­xis aus­sieht, erklärt übri­gens das Web­ma­ga­zin „der Stan­dard“ (Öster­reich, ver­steht sich, denn in Deutsch­land saust den Medi­en die Muf­fe):

Hur­ra, Ange­la Mer­kel darf Euro­pa wei­ter kaputt machen!

„Der Ver­stand macht uns vor, dass sich alles wie­der­holt, / doch wer dar­an glaubt, der hat sich selbst ver­kohlt.“
– Die Fan­ta­sti­schen Vier: Alles ist neu

Politik
Bundestagswahl 2013: Eine kritische Analyse unter Berücksichtigung aller vorliegenden Fakten (Stand: 02:41 Uhr)

Der Wäh­ler, zieht man das Wahl­er­geb­nis als Anhalts­punkt her­an, will kei­nen Min­dest­lohn, kei­ne Bür­ger­be­tei­li­gung, kei­nen Atom­aus­stieg, kei­nen Sozia­lis­mus, kei­nen Femi­nis­mus, kei­ne Wom­bats, kei­ne Pädo­phi­lie und kei­ne D‑Mark. Struk­tu­rel­le Neu­aus­rich­tun­gen jeg­li­cher Par­tei­en soll­ten auf die­ser Grund­la­ge erfol­gen.

Politik⁠In den Nachrichten⁠Nerdkrams
Kurz verlinkt CXCII½: Von Fingerprinting und Befingertwerden

Wisst ihr noch, damals, 2012, als alle gesagt haben, nie­mand habe irgend­ein Inter­es­se an unse­ren Daten und der Ein­satz von NoScript sei para­no­ider Quatsch? Stellt sich raus: Nicht nur Geheim­dien­ste fin­den die­se Hal­tung gut.

Der Wer­be­ver­mark­ter Zan­ox setzt auf soge­nann­tes Brow­ser-Fin­ger­prin­ting für die Wie­der­erken­nung von Brow­sern, wenn Coo­kies gelöscht, deak­ti­viert oder per Brow­ser-Ein­stel­lung blockiert wer­den.

Wäre ja auch wirk­lich scha­de, wüss­te so ein Rekla­mehei­ni nicht genau, wer die Per­son ist, die gera­de das Ergeb­nis sei­nes „krea­ti­ven Pro­zes­ses“ (ver­mut­lich also Kacken) ertra­gen muss.

(via Nacht­wäch­ter, der ein paar Lösungs­an­sät­ze nennt)


Zur aktu­el­len Pädo­phi­lie­de­bat­te wur­den schon aller­lei groß­ar­ti­ge Tex­te ver­fasst. Einer der groß­ar­tig­sten stammt von Sophie Dan­nen­berg, die bekennt:

Um den 11. Sep­tem­ber 2001 her­um wur­de ich erwach­sen und hör­te auf, die Grü­nen zu wäh­len[.]

Lesens­wert!


In eige­ner Sache: Wenn mein Plug­in funk­tio­niert, ist hier mor­gen bis 18 Uhr kei­ner­lei Inhalt zu fin­den (der RSS-Feed funk­tio­niert jedoch auch wei­ter­hin, gegen das Caching von RSS-Cli­ents ist nur schwer­lich etwas Effi­zi­en­tes zu tun). Nutzt die­se Gele­gen­heit, um das Plug­in auch in eurem Blog ein­zu­set­zen.

Politik⁠In den Nachrichten
Kurz verlinkt CXCII: Bouffiers Ehrenwort

An Absur­di­tät ist die­se Mel­dung die­ser Tage ja auch nur noch schwer­lich zu über­tref­fen:

Unein­ge­schränk­tes Ehren­wort: Bouf­fier will doch nicht mit der AfD

Weil Hes­sens Mini­ster­prä­si­dent (obwohl „das Gesicht der hes­si­schen CDU“ natür­lich auch pas­sen wür­de) Vol­ker Bouf­fier die AfD, eine Zwerg­par­tei, deren Mit­glie­der sich aus F.D.P. (einer ande­ren Zwerg­par­tei) und CDU rekru­tie­ren und die den Euro, immer­hin mit Recht, nicht son­der­lich gut fin­det, nicht aus­drück­lich als Koali­ti­ons­part­ner aus­ge­schlos­sen hat­te, haben sich die poli­ti­schen Mit­be­wer­ber hier­aus einen Skan­dal gestrickt; es dür­fe doch nicht sein, dass eine Zusam­men­ar­beit mit den Rechts­po­pu­li­sten über­haupt in Fra­ge kom­me, und es wer­de nun­mehr erwar­tet, dass man sich aus­drück­lich von jed­wel­cher poli­ti­schen oder tak­ti­schen Zusam­men­ar­beit mit den Rechts­po­pu­li­sten, die den euro­päi­schen „Zusam­men­halt“ mas­siv zu schä­di­gen imstan­de sei­en, noch vor dem Wahl­tag distan­zie­re.

Ob die AfD die­ser Bit­te nach­ge­kom­men ist, konn­te ich bis­lang nicht in Erfah­rung brin­gen.

Politik
Ein Ratespiel mit der SPD

Ach­tung, eine Fra­ge an die auf­merk­sa­men Leser folgt!

Wenn ein über­zeug­tes SPD-Mit­glied dies in sein Blog schreibt:

(…) mich nervt es gewal­tig, dass die­ser Ver­ein sich zwar auf jede Men­ge Tra­di­ti­on beruft, es aber nicht hin­be­kommt, sich zeit­ge­mä­ße Struk­tu­ren zu geben

Oder dies:

(…) ich will natür­lich, dass wie­der ange­knüpft wird an die tol­len Jah­re Ende der 70er, Anfang der 80er

Oder dies:

Bis­lang gab es immer irgend­ein grot­ti­ges Gepicker und ich muss­te viel Geld in Brau­se, Brat­wurst und Süßig­kei­ten inve­stie­ren (…).

Oder dies:

(…) da ver­fehlt ein Vor­stands­chef Ziel um Ziel, ist aber nicht fähig zur Selbst­kri­tik und über allem thront ein Auf­sichts­rat, gegen den die Wasch­wei­ber eine ver­schwie­ge­ne Trup­pe sind

Wovon, auf­merk­sa­me Leser, spricht er dann wahr­schein­lich?

(Nicht schum­meln! Die Auf­lö­sung gibt es hier.)

Netzfundstücke
Kurz verlinkt CXCI: Gabeln werden vermisst.

Dies übri­gens dann auch mal emp­foh­len:

[E]ineinhalb Jahr­hun­der­te lang wur­den Hörer auf Gabeln geknallt. Heu­te gibt es noch so ein paar Kunst­stoff­din­ger mit einem ein­zel­nen Pla­stik­pin, aus dem der Hörer wie­der raus­fliegt, wenn man ihn nicht gleich durch das Gehäu­se häm­mert. In aller Regeln aber fin­det das ja gar nicht mehr statt, und man been­det ein Gespräch, indem man einen win­zi­gen Knopf drückt oder das Scheiß­ding gar strei­cheln muss, um die Funk­lei­tung zu unter­bre­chen.

Smart­phone mit Gabel. Das wär’s.

Politik⁠In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Ausgesucht wahllos

Nee, „SPIEGEL ONLINE“, eher nicht:

Mari­ne-Reser­vist tötet wahl­los Ex-Kame­ra­den

„Wahl­los“ bedeu­tet im mir bekann­ten Deutsch unge­fähr „ohne eine Gemein­sam­keit zwi­schen den gewähl­ten Optio­nen“. „Mari­ne-Reser­vist tötet wahl­los Ex-Kame­ra­den“ ist also unge­fähr so eine klu­ge Wort­wahl wie „Kind kauft wahl­los nur Erd­beer­eis“.

Apro­pos unklug: Es wird im Wei­te­ren davon aus­ge­gan­gen, dass es sich beim „Mari­ne-Reser­vi­sten“ um meh­re­re Per­so­nen han­delt. Damit ist die Über­schrift gleich dop­pelt blöd, aber nun ja, ist halt SPIEGEL ONLINE, nicht?

Dazu dann auch dies:

Den getö­te­ten Schüt­zen hat die Poli­zei inzwi­schen iden­ti­fi­ziert als den 34-jäh­ri­gen Aaron Alexis aus Fort Worth in Texas, der vor kur­zem einen Job als exter­ner Mit­ar­bei­ter auf dem Stütz­punkt begon­nen hat­te. (…) Es wer­de alles getan, um die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zu zie­hen.

Die Ver­ant­wort­li­chen – also inklu­si­ve des Toten. Dann mal ab mit dem in den Knast!

„Dum­me Gedan­ken hat jeder, nur der Wei­se ver­schweigt sie.“
– Wil­helm Busch

Netzfundstücke
Polonaise 2.0 (ohne Systemtechniker)

Ein Tweet ließ mich einen Blick in den ZDF-Video­text (Vor­sicht: Flash!) wer­fen und amü­sier­te mich infol­ge­des­sen präch­tig.

Videotext

Wer – außer der BRAVO – wüss­te bes­ser ein­zu­schät­zen, was gera­de im Trend liegt und was nicht, als das ZDF? Eben!

„In“ ist also das Ver­las­sen eines gesel­li­gen Bei­sam­men­seins, bevor die Polo­nai­se beginnt. Ich wer­de das anläss­lich der näch­sten Ver­an­stal­tung die­ser Art ein­mal aus­pro­bie­ren. Vor vier Uhr mor­gens wird das also nichts. Von die­sen Ver­an­stal­tun­gen erho­len soll­te man sich aller­dings im Süden, zum Bei­spiel in Bay­ern. Hui, Urlaub im Süden ist „ange­sagt“. Wie lan­ge hat das ZDF dafür gebraucht?

Was hin­ge­gen „out“ ist, muss schon mal „in“ gewe­sen sein. Dass dazu das Zuru­fen von Sport­er­geb­nis­sen jemals gehört haben soll, hal­te ich für ein unwah­res Gerücht, aber ich bin auch nicht beim ZDF beschäf­tigt und habe daher kei­ne Ahnung von Trends. Eben­falls „out“ ist es angeb­lich, auf bil­li­gen Schlaf­un­ter­la­gen ange­nehm zu ruhen. Im ZDF-Alten­heim, wo die Insas­sen eine Fei­er stets nach dem Kuchen um 17 Uhr mit einer Polo­nai­se beschlie­ßen, gehö­ren also mal neue Matrat­zen ange­schafft. Ein sehr sub­ti­ler Schrei nach Auf­merk­sam­keit, fin­de ich.

Garan­tiert nie­mals „in“ war es aller­dings, als System­tech­ni­ker alles Neue „2.0“ zu nen­nen. Die­se dum­me Ange­wohn­heit wird meist von denen umge­setzt, die an einem Com­pu­ter gera­de mal den Aus­schal­ter fin­den. – BWL-Absol­ven­ten und Schlips­trä­ger eben. System­tech­ni­ker hin­ge­gen nen­nen alles Neue „das kom­men­de Ding“ und „hat bald jeder“, völ­lig unab­hän­gig davon, ob das stimmt. (Schon mal ein Smart­phone gese­hen, das „2.0“ heißt?) Die­sen Unter­schied gilt es zu ver­ste­hen.

Kor­rekt ist’s also, ZDF-Video­text­re­dak­ti­on, dass ihr kei­ne System­tech­ni­ker seid. Daher könnt ihr „2.0“ nen­nen, wonach immer euch der Sinn steht. Inkor­rekt hin­ge­gen ist’s, dass „2.0“ ein „Inter­net-Begriff“ sei; selbst dann, wenn man das lee­re Gewäsch vom „Web 2.0“ als einen fest­ste­hen­den Begriff betrach­tet (denn wo kann ich die­se Ver­si­on der web.exe her­un­ter­la­den?). Win­dows 2.0 gab es jeden­falls schon 1987, von „Unix 2“ fan­ge ich hier gar nicht erst an.

Viel­leicht ist das auch alles über­trie­be­ne Kri­tik, viel­leicht schät­ze ich die ZDF-Kund­schaft auch nur falsch ein. Das Wort „Video­text“ hät­te mich eigent­lich schon war­nen müs­sen.

Video­text näm­lich ist so was von „out“.

Persönliches⁠Piratenpartei
Grundrechte auf Piratisch

Ich wur­de vor­hin auf Twit­ter gefragt, ob ich Dog­ma­ti­ker sei, weil ich in die­sem Jahr nicht am Wahl­kampf der Pira­ten­par­tei teil­neh­me. Hier habe ich aus­rei­chend Platz für eine aus­führ­li­che Ant­wort:

Ich wür­de mich nicht als einen Dog­ma­ti­ker bezeich­nen, ich bin jedoch Idea­list. Zu mei­nen poli­ti­schen Idea­len gehört Ehr­lich­keit, denn die Unehr­lich­keit der gro­ßen Par­tei­en, die kei­ner­lei Inter­es­se dar­an haben, sich kon­se­quent für die Umset­zung ihrer Wahl­ver­spre­chen ein­zu­set­zen, zu adap­tie­ren hal­te ich für wenig erstre­bens­wert. Und bei der Ehr­lich­keit geht es schon los.

‘Grund­rech­te auf Pira­tisch’ wei­ter­le­sen »

Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Kurz verlinkt CXC: Twittergedichte und Facebookgesichter

Den genau­en Nut­zen von Goo­gles Such­vor­schlä­gen hat­te ich bis­her zu erken­nen ver­säumt. Nor­ma­ler­wei­se weiß ich, wonach ich suchen möch­te, wenn ich eine Such­ma­schi­ne auf­ru­fe. Die Betrei­ber des Twit­ter-Accounts @GooglePoetics haben aber die wah­re Stär­ke der Vor­schlags­funk­ti­on ent­deckt: Sie schreibt bes­se­re Lyrik als so man­cher die­ser moder­nen „Pop­au­to­ren“.

Man­che der Gedich­te haben meh­re­re Stro­phen, manch­mal sind es auch tief­sin­ni­ge, dafür kur­ze Apho­ris­men:

I inven­ted sex
I imme­dia­te­ly reg­ret this decis­i­on

Soll­te aus mei­nen bis­he­ri­gen Tex­ten also her­vor­ge­gan­gen sein, dass ich die Goog­le-Suche für über­flüs­si­gen Mist hal­te, so möch­te ich die­ses Urteil zumin­dest teil­wei­se als revi­diert ver­stan­den wis­sen.


Apro­pos skru­pel­lo­se Mega­kon­zer­ne: Face­book-Chef Mark Zucker­berg hat die Inter­net­spio­na­ge durch den amerikanische[n] Geheim­dienst NSA (…) kri­ti­siert[.]

Das hat natür­lich einen ver­ständ­li­chen Grund: Zwar ist die NSA kein Betrei­ber eines „sozia­len Netz­werks“, aber der Markt der Daten­samm­ler scheint hart umkämpft zu sein. Ver­glei­chen­de Wer­bung hat ja durch­aus Tra­di­ti­on.