NetzfundstückeIn den Nachrichten
Daten­schutz ist schlim­mer als Hit­ler!

Die Daten­samm­ler­indu­strie hat jetzt ihren eige­nen „God­win“:

‚Ein Optout ent­sprä­che nach unse­rer Sicht einem ’nein, ich will nicht, dass Urhe­ber die vom Gesetz­ge­ber zuge­stan­de­ne, ange­mes­se­ne Ver­gü­tung für ihre Wer­ke erhal­ten.‘ „

Genau! Wer auf die Wah­rung sei­nes Rechts auf Daten­schutz im deut­schen Inter­net pocht, ist schuld, wenn die Urhe­ber ver­hun­gern!

Ein­sper­ren, alle ein­sper­ren!
unbe­kann­ter Inter­net­nut­zer

Senfecke:

  1. Mal ganz doof gefragt: Wie ist dein Kom­pro­miss­vor­schlag? Ich bin durch­aus auf das Geld aus der VG-Wort-Aus­schüt­tung für Tex­te im Inter­net ange­wie­sen. :/

    Und so ganz leuch­tet mir auch nicht ein, was jetzt eigent­lich das Pro­blem des Daten­schutz­hei­nis ist. Auf den VG-Wort-Ser­vern wird anony­mi­siert. Jetzt argu­men­tiert der damit, dass die Daten ja an einem Kno­ten­punkt vor­her abge­grif­fen wer­den könn­ten. Äh. Ja. Könn­ten sie. Wenn aber jemand schon einen Kno­ten­punkt vor­her kom­pro­mit­tiert hat, war­um soll­te er sich die VG-Wort-Daten her­aus­grei­fen, wenn da ver­mut­lich viel loh­nens­wer­te­re Daten über die­sen Kno­ten­punkt gehen? Dass eine IP-Adres­se eine Bild­da­tei auf einem VG-Wort-Ser­ver anfor­dert, ist für mich jetzt nicht wirk­lich etwas, was einen beson­de­ren Daten­schutz erfor­dert.

    • Oh, hoher Besuch. Ent­schul­di­ge, hät­te ich das gewusst, hät­te ich den roten Tep­pich ent­staubt.

      Das Pro­blem ist, dass erst auf den VG-Wort-Ser­vern ver­schlüs­selt wird. Das ist, banal gesagt, wie der Face­book-Coo­kie: Es könn­te dem Nut­zer völ­lig lachs sein, ob die VG Wort rein tech­nisch alles pro­to­kol­lie­ren kann, was er im Inter­net so anstellt. Muss es aber nicht müs­sen.

      Mein Kom­pro­miss­vor­schlag? Ach, Klop­fer. Du bist doch (ein nicht mal schlech­ter) Autor. Du brauchst die paar Krö­ten der VG Wort nicht. Die mei­sten Leu­te ver­wen­den wohl sowie­so einen Wer­be­blocker, der Zähl­pi­xel unkom­men­tiert aus der Web­site wirft, bevor sie über­haupt ange­zeigt wird.

      • Also ist das Pro­blem nur, dass die Zähl­pi­xel per http und nicht per https ver­linkt sind?

        Die paar Krö­ten waren die­ses Jahr immer­hin über 500 Euro, die sind durch­aus nötig. :/ Im letz­ten Jahr hät­te ich ohne die VG-Wort-Zah­lung mei­ne Mie­te nicht bezah­len kön­nen, die kam gera­de im rich­ti­gen Moment, weil es (auch auf­grund der Tren­nung von Dai­sy) finan­zi­ell gera­de echt mies lief. Natür­lich wird das Geld von der VG Wort immer weni­ger, weil mehr Leu­te bei die­sem Pro­gramm mit­ma­chen und die Zahl­quo­ten jedes Jahr gerin­ger aus­fal­len, aber ich bin trotz­dem heil­froh, dass ich da ein biss­chen was krie­ge. (Ich glaub nicht, dass die Wer­be­blocker vgwort.de in ihren Fil­ter­li­sten drin haben. War­um auch?)

        • https ist seit 1997 knack­bar, SSL-Bypas­sing kei­ne obsku­re Kunst. Trotz­dem: Mit https wäre das Pro­blem sicher­lich zumin­dest gerin­ger. (Die Tren­nung war teu­er? Über­rascht dich das? ;) )

          Wer­be­blocker fil­tern „unsicht­ba­re Pixel“ anhand der Grö­ße, nicht anhand der Domain. Jeden­falls gute. ;)

          • Also ist dir https auch nicht genug (wobei immer noch die Fra­ge wäre, war­um sich jemand die Mühe machen soll­te). Also noch mal die Fra­ge: Wie sieht dein Kom­pro­miss­vor­schlag aus?
            Das ist doch das­sel­be Grund­pro­blem wie bei der Kul­tur­flat­rate: Um die Ver­tei­lung der Gel­der an die Urhe­ber fair zu gestal­ten, muss erfasst wer­den, wel­che Wer­ke von wel­chen Autoren wie oft ange­klickt wer­den (wobei zumin­dest ein biss­chen schwe­rer gemacht wer­den soll­te, den Zäh­ler durch simp­les Neu­la­den hoch­zu­ju­beln). Nun ist die Erfas­sung der dafür not­wen­di­gen Daten wie­der­um ganz doll böse wegen Daten­schutz. Ich hab kei­ne Ahnung, wie sich die Pira­ten vor­stel­len, einer­seits ihre Vor­stel­lun­gen von einer Kul­tur­flat­rate und ande­rer­seits ihre Erwar­tun­gen an den Daten­schutz unter einen Hut zu brin­gen.
            Daher stimmt es doch auch, was da oben gesagt wird: Ein Opt-Out aus der Erfas­sung heißt: „Ich will nicht dazu bei­tra­gen, dass der Autor, des­sen Tex­te ich lese, einen Anteil aus dem VG-Wort-Topf kriegt.“ Ein nicht erfass­ter Besuch wird nicht berück­sich­tigt, wenn es dar­um geht, ob der Text die Min­dest­quo­te an Besu­chen über­schrit­ten hat (oder eine der höhe­ren Quo­ten, für die es mehr Geld gibt).
            Frei­wil­li­ge Gaben direkt von den Lesern klap­pen ja auch nicht: Die Läste­rei über die „Aben­teu­er des Ste­fón Rudel“ wur­de kein ein­zi­ges Mal geflat­trt. Aber ich habe immer­hin eine gute Chan­ce, im näch­sten Jahr von der VG Wort dafür 10 oder 15 Euro zu krie­gen (neh­me ich zumin­dest an, weil die Klick­zah­len, die ich selbst erfasst habe, ziem­lich hoch sind).

            Über­rascht mich nicht, dass eine Tren­nung Geld kostet, aber das war ja auch nicht der Punkt. Du hast gesagt, ich wäre auf das Geld nicht ange­wie­sen, ich hab dir gesagt, war­um ich dar­auf ange­wie­sen bin. Ob die Aus­ga­ben für mich über­ra­schend kamen oder nicht, ist irrele­vant. Auch wenn ich es kom­men sehe, kann ich es mir nicht aus den Rip­pen schnei­den. ;)

            Mir stellt sich die Fra­ge, war­um „gute“ Wer­be­blocker Zähl­pi­xel blockie­ren. Mei­ner Mei­nung nach sol­len Wer­be­blocker ein­fach dafür sor­gen, dass pene­tran­te Wer­bung nicht nervt. Zähl­pi­xel dürf­ten ja kaum einen Nerv-Fak­tor haben.

            • Mein Kom­pro­miss­vor­schlag: Eine Opt-Out-Funk­ti­on; oder bes­ser: Opt-In. Besu­cher wer­den gefragt, ob sie das wol­len, und wenn sie nichts dage­gen haben, bleibt der Zähl­pi­xel drin. Das ist ja auch alles, was den Daten­schutz­be­auf­trag­ten stört, dass das nicht geht. Wie bei Face­book. – Die „Kul­tur­flat­rate“ ist so was wie die GEZ-Gebüh­ren, nur dass sie auch Tausch­bör­sen umfasst, sozu­sa­gen. ;)

              Wer­be­blocker blockie­ren Zähl­pi­xel aus dem glei­chen Grund, war­um sie „unauf­fäl­li­ge Wer­bung“ (zum Bei­spiel von Goog­le) blockie­ren: Track­ing hat gewis­se Nach­tei­le. Die­se gan­ze NSA-Geschich­te hat­te Kon­se­quen­zen. Gho­stery (das Ding, das dafür da ist, nur Zähl­pi­xel raus­zu­wer­fen) ver­brei­tet sich ja auch wie blö­de.

  2. Hm, kein „Antworten“-Link mehr da…

    Gera­de eine Opt-In-Lösung wäre mir wie­der zu viel. Die mei­sten wür­den doch gar nicht dar­auf ach­ten oder es auto­ma­tisch weg­klicken, weil sie es nicht ver­ste­hen. Eine Opt-Out-Lösung wäre dann immer­hin eine bewuss­te Ent­schei­dung, dass einem das Aus­kom­men des Autors egal ist.

    Die „Kul­tur­flat­rate” ist so was wie die GEZ-Gebüh­ren, nur dass sie auch Tausch­bör­sen umfasst, sozu­sa­gen.

    Das erklärt genau gar nichts dar­über, wie das umge­setzt wer­den soll. GEZ-Gebüh­ren gehen an die öffent­lich-recht­li­chen Sen­der, also eine fest defi­nier­te Anzahl von Emp­fän­gern, deren Finanz­be­darf vor­her fest­ge­stellt wird. Die Ver­tei­lung der Gebüh­ren an die Sen­der ist nicht direkt an die Popu­la­ri­tät der Sen­dun­gen gebun­den.
    Aber wie soll das bei der Kul­tur­flat­rate mit der Aus­schüt­tung an die vie­len indi­vi­du­el­len Urhe­ber lau­fen, sodass es gerecht ist? Das ver­su­che ich doch begreif­lich zu machen: Jeder kon­zen­triert sich bei dem Begriff „Kul­tur­flat­rate“ auf die Ein­nah­men­sei­te, aber ver­schwen­det kei­nen Gedan­ken an die prak­ti­sche Umset­zung der Ver­tei­lung.

    Track­ing hat gewis­se Nach­tei­le. Die­se gan­ze NSA-Geschich­te hat­te Kon­se­quen­zen.

    Na komm, ist doch nicht so, als wenn man erst nach Snow­den ange­fan­gen hat, wegen Wer­be­track­ing am Rad zu dre­hen.
    Wenn man nach­fragt, ist da immer die­se unbe­stimm­te Angst, für die Wer­be­indu­strie glä­sern zu wer­den, weil die Erkennt­nis­se dar­aus für kon­text­sen­si­ti­ve und auf die Per­son abge­stimm­te Wer­bung ein­ge­setzt wer­den kön­nen. (Ich find’s jetzt aller­dings auch nicht tra­gisch, dass man mir Wer­bung ein­blen­den will, die mich tat­säch­lich inter­es­sie­ren könn­te.) Ich glaub aber auch nicht, dass die Geheim­dien­ste auf Zähl­pi­xel und Wer­be­netz­wer­ke ange­wie­sen sind, um Infos über bestimm­te Per­so­nen her­aus­zu­krie­gen. Bei den vie­len Daten, die sie direkt an den Back­bones und bei Mail­pro­vi­dern abgrei­fen, sind Track­ing­pi­xel doch Kiki­fax. Kon­kret auf die VG-Wort bezo­gen dürf­te es auch recht unin­ter­es­sant sein, wenn man denn her­aus­fin­den wür­de, dass jemand auf Klop­fers Web, Spie­gel Online und dem Bestat­ter­web­log unter­wegs war, weil die alle Zähl­pi­xel der VG Wort drin hat­ten.

    Im End­ef­fekt muss man sich doch fra­gen, inwie­weit man über­haupt ernst­haft an die Finan­zie­rung von Web-Ange­bo­ten denkt. VG Wort ist doof wegen Daten­schutz. Wer­bung wird geblockt wegen Daten­schutz. Spen­den funk­tio­nie­ren nicht. Kul­tur­flat­rate jeder Art geht auch nicht wegen Daten­schutz. Und dann ist man belei­digt, wenn gesagt wird: „Okay, ihr wollt also nicht, dass die Urhe­ber was krie­gen.“ ;)

    • Der „Antworten“-Link ist wei­ter oben, unend­lich vie­le Ver­schach­te­lun­gen wären hier irgend­wann … etwas unüber­sicht­lich.

      Opt-Out hät­te den Nach­teil, dass es erst nach der erst­ma­li­gen „Über­wa­chung“ dei­ner Besu­cher über­haupt genutzt wer­den kann. Das ist ja dann auch nicht der Sinn der Sache. (Nein, nicht erst „nach Snow­den“, aber die Leu­te kom­men jetzt erst auf den Trich­ter, dass sie seit vie­len Jah­ren dumm waren. Du kennst doch die Men­schen. Nicht jeder ist wie wir.)

      Ganz ehr­lich: Ich will von dir unter­hal­ten wer­den und wür­de dei­ne Sei­te nicht mehr all­zu oft besu­chen, wür­de ich dafür zah­len müs­sen. :D Aber ich drücke – zuge­ge­ben, momen­tan geben mei­ne Finan­zen das par­tout nicht her – gern mal auf Spen­den­but­tons her­um (und kau­fe Bücher), wenn’s halt nicht gera­de Flattr ist, weil das dann Aus­druck mei­ner Wert­schät­zung und kein Zwang ist. Da zahl‘ ich dann auch frei­wil­lig mehr. Viel­leicht bin ich da eine Aus­nah­me…? Mir des­we­gen pau­schal zu unter­stel­len, ich wür­de wol­len, dass du ver­hun­gerst, ist nicht unbe­dingt fair. ;)

      Ich kom­me ja eher aus der Infor­ma­tik. Eines mei­ner Pro­jek­te bekommt schon so zwan­zig Euro pro Monat an Spen­den zusam­men. Inso­fern wür­de ich nicht sagen, dass Spen­den nicht funk­tio­nie­ren. Ist immer die Fra­ge, wel­ches Publi­kum du ansprichst. Dei­ne Ziel­grup­pe ist über­wie­gend (fast) min­der­jäh­rig, wenn ich dei­ne Kom­men­ta­re so angucke. Die haben ja nix.

      Scherz bei­sei­te – ratio­nal betrach­tet: Wer Inhal­te kosten­frei ins Netz stellt, ist grund­sätz­lich selbst ver­ant­wort­lich für die­se Ent­schei­dung. Ich hab‘ hier ja auch kei­ne Wer­be­ban­ner (nur ’n paar Text­links rechts) drin, obwohl die Zugriffs­zah­len das theo­re­tisch attrak­tiv machen wür­den, schon, weil ich weiß, dass Wer­be­un­ter­neh­men mit Metho­den arbei­ten, die ich nicht zu schät­zen weiß.

      Das erklärt genau gar nichts dar­über, wie das umge­setzt wer­den soll.

      Es gibt meh­re­re Model­le, eines, das ich per­sön­lich supi fin­de, ist: Jeder Bür­ger zahlt einen noch fest­zu­le­gen­den Pau­schal­bei­trag und dafür bekommt er einen eMu­le- und kinox.to- und-und-und-Frei­brief – soll hei­ßen: die Abmahn­fir­men stel­len ihre Arbeit in D kom­plett ein. Hät­te auch noch ande­re Vor­zü­ge. Die Ver­tei­lung an die „Urhe­ber“? Tja, das ist ein gro­ßes Pro­blem. Wenn du da eine her­aus­ra­gen­de Idee hast, tra­ge sie doch bei. Die „Flat­rate“ ist im Prin­zip genau so unfair wie die GEMA- und GEZ-Gebüh­ren, weil nicht pro­to­kol­liert wer­den kann, wel­cher Urhe­ber wie viel …

      Eine mög­li­che Idee, die mir gera­de kommt: Pro­zen­tua­le Abrech­nung anhand der Men­ge der bei­gesteu­er­ten Wer­ke.

      • Opt-Out hät­te den Nach­teil, dass es erst nach der erst­ma­li­gen „Über­wa­chung” dei­ner Besu­cher über­haupt genutzt wer­den kann.

        Aber wäre das nicht ein ver­tret­ba­rer Nach­teil?

        Aber ich drücke – zuge­ge­ben, momen­tan geben mei­ne Finan­zen das par­tout nicht her – gern mal auf Spen­den­but­tons her­um (und kau­fe Bücher), wenn’s halt nicht gera­de Flattr ist, weil das dann Aus­druck mei­ner Wert­schät­zung und kein Zwang ist. Da zahl’ ich dann auch frei­wil­lig mehr.

        Fin­de ich sehr löb­lich, aber gera­de weil dei­ne Finan­zen gera­de nicht viel her­ge­ben, ist doch die­se VG-Wort-Sache so gut: Das Geld ist sowie­so schon da, weil es ja aus der Kopier­ab­ga­be für Daten­trä­ger, Kopie­rer, Scan­ner etc. stammt. Du musst gar nichts extra zah­len, son­dern ein­fach nur durch das Laden eines Pixels der VG Wort sagen, dass du den Text ange­guckt hast.

        Eines mei­ner Pro­jek­te bekommt schon so zwan­zig Euro pro Monat an Spen­den zusam­men. Inso­fern wür­de ich nicht sagen, dass Spen­den nicht funk­tio­nie­ren.

        Aber 20 Euro sind ver­gli­chen mit der Arbeit, die du rein­ge­steckt hast, auch eher wenig, ne? ;) Ich hab kürz­lich über­ra­schend auch eine Paypal-Spen­de über 50 Euro bekom­men, das war schon fan­ta­stisch. Aber es pas­siert eben ziem­lich sel­ten. Bei Flattr hat sich her­aus­ge­stellt, dass dort Pod­casts recht gut lau­fen, alle ande­ren sind ziem­lich am Boden. Aber regel­mä­ßig spen­den tut halt so gut wie nie­mand von selbst; hat ja sei­nen Grund, dass Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen nicht mehr mit der Spen­den­büch­se her­um­ge­hen, son­dern eine Ein­zugs­er­mäch­ti­gung fürs Kon­to haben wol­len. XD

        Dei­ne Ziel­grup­pe ist über­wie­gend (fast) min­der­jäh­rig, wenn ich dei­ne Kom­men­ta­re so angucke. Die haben ja nix.

        Stimmt so jetzt auch nicht, die sind ja durch­aus mit­ge­al­tert und zum gro­ßen Teil jetzt Stu­den­ten oder Berufs­an­fän­ger. (Gut, sie haben nicht unbe­dingt was, aber sie sind auch größ­ten­teils nicht mehr min­der­jäh­rig.)

        Wer Inhal­te kosten­frei ins Netz stellt, ist grund­sätz­lich selbst ver­ant­wort­lich für die­se Ent­schei­dung. Ich hab’ hier ja auch kei­ne Wer­be­ban­ner (nur ‘n paar Text­links rechts) drin, obwohl die Zugriffs­zah­len das theo­re­tisch attrak­tiv machen wür­den, schon, weil ich weiß, dass Wer­be­un­ter­neh­men mit Metho­den arbei­ten, die ich nicht zu schät­zen weiß.

        Natür­lich ist es mei­ne Ent­schei­dung, aber ich fin­de es eben­so natür­lich, dass jemand, der mit sei­nen kosten­lo­sen Inhal­ten vie­le Leu­te unter­hält, auch ver­dient hat, damit Geld ein­zu­neh­men. Ich krieg dau­ernd Ange­bo­te von irgend­wel­chen Mar­ke­ting­fir­men, dass ich in Blog­ein­trä­gen doch Wer­be­links unter­brin­gen soll. Will ich nicht, ist mir zuwi­der. Ich schmeiß damit Geld zum Fen­ster raus, aber ich hof­fe ein­fach, dass das durch ande­re Din­ge aus­ge­gli­chen wird. Und wenn man mir die auch noch neh­men will, wer­de ich natür­lich ein wenig sau­er.

        Jeder Bür­ger zahlt einen noch fest­zu­le­gen­den Pau­schal­bei­trag und dafür bekommt er einen eMu­le- und kinox.to-Freibrief – soll hei­ßen: die Abmahn­fir­men stel­len ihre Arbeit in D kom­plett ein. Hät­te auch noch ande­re Vor­zü­ge.

        Irgend­wie illu­strierst du genau das, was ich sagen will: Du kon­zen­trierst dich nur auf die Ein­nah­men­sei­te. Aber wie das Geld, was durch die­sen Pau­schal­bei­trag ein­ge­nom­men wird, gerecht auf die Urhe­ber ver­teilt wer­den soll, dar­über schweigst du dich aus. Und weil es dafür offen­bar kei­ne Ant­wort gibt, ist das gan­ze Modell hin­fäl­lig. Eine Ope­ra­ti­on ist schließ­lich auch nutz­los, wenn der näch­ste Schritt nach „Wir schnei­den den Pati­en­ten auf“ fehlt.

      • Oh, da kam noch was dazu im Kom­men­tar:

        Die Ver­tei­lung an die „Urhe­ber”? Tja, das ist ein gro­ßes Pro­blem. Wenn du da eine her­aus­ra­gen­de Idee hast, tra­ge sie doch bei.

        Ich hab kei­ne. Des­we­gen fin­de ich den Plan nicht umsetz­bar, erst recht nicht mit dem Daten­schutz­be­dürf­nis.

        Die „Flat­rate” ist im Prin­zip genau so unfair wie die GEMA- und GEZ-Gebüh­ren, weil nicht pro­to­kol­liert wer­den kann, wel­cher Urhe­ber wie viel …

        Eine mög­li­che Idee, die mir gera­de kommt: Pro­zen­tua­le Abrech­nung anhand der Men­ge der bei­gesteu­er­ten Wer­ke.

        Fin­de ich wie­der­um nicht gerecht, weil ich den­ke, dass die­je­ni­gen mehr ver­dient haben, die auch mehr Leu­te mit ihren Wer­ken unter­hal­ten haben. PSY hat für ein­mal Gang­nam Style mei­ner Mei­nung nach mehr Anspruch auf Geld als ein 18-Jäh­ri­ger, der nahe­zu unbe­ach­tet von der Außen­welt einen Gang­sta-Rap nach dem ande­ren aus­kotzt.

        • Ich fin­de, Psy soll­te mir für jedes Mal, den ich die­sen bescheu­er­ten Gang­nam-Style hören muss, Schmer­zens­geld zah­len. War­um soll­te jemand für einen ein­ma­li­gen Glücks­tref­fer mehr Geld bekom­men als für rei­hen­wei­se krea­ti­ve Aus­güs­se (Qua­li­tät ist ja sub­jek­tiv)? (Und war­um beschwerst du dich dann nicht erst mal bei der GEMA, die seit vie­len Jah­ren nach genau dem glei­chen Prin­zip, eben nach „Beliebt­heit“ und nicht nach Pro­duk­ti­vi­tät, abrech­net?)

          Aber wäre das nicht ein ver­tret­ba­rer Nach­teil?

          Theo­re­tisch schon, unser­eins wirft die Zähl­pi­xel ja eh‘ unge­se­hen raus. :D Aber das Prin­zip muss lau­ten: Oma Lies­chen darf nicht unin­for­miert über­wacht wer­den. Die aktu­ell meist­ver­brei­te­te Lösung für Blogs bie­tet sich da an: Ein­fach unten auf der Sei­te einen Ban­ner „die­se Sei­te ver­wen­det Zählpixel/Cookies/usw., wol­len Sie…“ ein­blen­den, „OK“ spei­chert ein Coo­kie, Pro­blem gelöst. Das wäre dann wahl­wei­se Opt-In oder Opt-Out, je nach­dem, wie du es umsetzst.

          Soll­te die VG Wort ihrer juri­sti­schen Pflicht nach­kom­men, wirst du das frü­her oder spä­ter übri­gens sowie­so machen müs­sen.

          Aber 20 Euro sind ver­gli­chen mit der Arbeit, die du rein­ge­steckt hast, auch eher wenig, ne?

          Na ja, immer mehr Spen­den für immer weni­ger (Wartungs-)Aufwand – irgend­wann ist Soft­ware ja auch mal aus­ge­reift – las­sen mich da mit schlech­tem Gewis­sen zurück. ;)

          hat ja sei­nen Grund, dass Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen nicht mehr mit der Spen­den­büch­se her­um­ge­hen, son­dern eine Ein­zugs­er­mäch­ti­gung fürs Kon­to haben wol­len. XD

          Hm, ich hät­te da eine Idee für Klop­fers Web … :D

          dass jemand, der mit sei­nen kosten­lo­sen Inhal­ten vie­le Leu­te unter­hält, auch ver­dient hat, damit Geld ein­zu­neh­men

          Die­ses Recht möch­te ich dir kei­nes­falls abspre­chen. Das wäre ja ein Eigen­tor von mir. Aber es gibt nun mal auch – außer „Bezahl­schran­ken“ – kei­ne Mög­lich­keit, auf mehr als nur die Groß­zü­gig­keit dei­ner Besu­cher zu hof­fen, die zuver­läs­sig funk­tio­nie­ren wür­de.

          • (Und war­um beschwerst du dich dann nicht erst mal bei der GEMA, die seit vie­len Jah­ren nach genau dem glei­chen Prin­zip, eben nach „Beliebt­heit” und nicht nach Pro­duk­ti­vi­tät, abrech­net?)

            War­um soll­te ich mich beschwe­ren, wenn ich es für eine blö­de Idee hal­te, nach Pro­duk­ti­vi­tät abzu­rech­nen? (Die Pro­ble­me mit der GEMA lie­gen mei­ner Mei­nung nach woan­ders.)
            Es gibt einen völ­lig fal­schen Anreiz, wenn man nur nach der Pro­duk­ti­vi­tät geht. Man arbei­tet dann nicht mehr fürs Publi­kum, man arbei­tet für die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft. Es ist ja dann scheiß­egal, ob der Text oder das Lied gut ist, was du ablie­fert, Haupt­sa­che, es erfüllt die for­ma­len Kri­te­ri­en (Län­ge). Du bevor­zugst dann Leu­te wie Simo­ne Kaplan, die alle 14 Tage ein neu­es E‑Book raus­brin­gen, was abso­lu­te Grüt­ze ist, nicht die­je­ni­gen, die sich tat­säch­lich viel Mühe geben und die Zeit neh­men, weil sie ihren Lesern tat­säch­lich etwas bie­ten wol­len. Auch wenn dir „Gang­nam Style“ sub­jek­tiv nicht gefällt, objek­tiv muss man sagen: Es hat sehr vie­len Leu­ten gefal­len. Mir gefällt ja Twilight auch nicht, aber ich kann jetzt auch nicht behaup­ten, dass Ste­phe­nie Mey­er ihr Geld nicht ver­dient hät­te.

            Aber das Prin­zip muss lau­ten: Oma Lies­chen darf nicht unin­for­miert über­wacht wer­den. Die aktu­ell meist­ver­brei­te­te Lösung für Blogs bie­tet sich da an: Ein­fach unten auf der Sei­te einen Ban­ner „die­se Sei­te ver­wen­det Zählpixel/Cookies/usw., wol­len Sie…” ein­blen­den, „OK” spei­chert ein Coo­kie, Pro­blem gelöst. Das wäre dann wahl­wei­se Opt-In oder Opt-Out, je nach­dem, wie du es umsetzst.

            Soll­te die VG Wort ihrer juri­sti­schen Pflicht nach­kom­men, wirst du das frü­her oder spä­ter übri­gens sowie­so machen müs­sen.

            Das ist für mich aber wie­der so eine voll­kom­men bescheu­er­te, welt­frem­de Büro­kra­ten­lö­sung. Dass man gene­rell eine Coo­kie­war­nung ein­blen­den soll, fin­de ich schon arg behäm­mert. Das bil­det den durch­schnitt­li­chen Inter­net­sur­fer doch nicht, es macht ihn para­no­id. „Wah, Coo­kies sind offen­bar irgend­wie gefähr­lich, sonst wür­de man mich nicht davor war­nen!“ Deut­sche sind da eh beson­ders anfäl­lig, was grund­lo­se Panik angeht.
            Bei der Ein­bin­dung von frem­den Gra­fi­ken wird es noch beklopp­ter. Wenn man das wei­ter denkt, müss­te man auf sämt­li­chen Web­siten vor­her nach­fra­gen, ob man von ande­ren Sei­ten etwas ein­bin­den darf, sei­en es Bil­der, Vide­os, Schrift­ar­ten oder Skrip­te (wie z.B. JQuery), weil die ja theo­re­tisch tracken könn­ten, wer was auf­grund wel­cher Sei­ten von ihren Ser­vern gela­den hat. Und das alles, weil Oma Lies­chen und ande­re sich von Zähl­pi­xeln über­wacht füh­len, obwohl im Fall der VG Wort der gan­ze Kram sowie­so anony­mi­siert wird und dann nicht mal die IP-Adres­se gespei­chert wird. Wer im Inter­net unter­wegs ist, hin­ter­lässt auto­ma­tisch Daten. So funk­tio­niert der gan­ze Kram nun mal. Soll­te doch eher dar­auf ankom­men, wie die Daten ver­wen­det wer­den. Und gera­de im Fal­le von Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten: Die haben eine gesetz­lich fest­ge­leg­te Auf­ga­be. Die GEZ kriegt auto­ma­tisch von den Ein­woh­ner­mel­de­äm­tern Adress­da­ten, aber da trau­en sich die Daten­schutz­hei­nis nicht ran. Die VG Wort spei­chert einen Hash­wert, und es gibt Ter­ror. Find ich behäm­mert.
            Ich den­ke da auch immer wie­der an Ste­fan Nig­ge­mei­er. Ein Daten­schutz­be­auf­trag­ter ver­bot ihm, in sei­nem Blog die IP-Adres­sen der Kom­men­ta­to­ren zu schrei­ben, gericht­lich wur­de er aber dazu ver­pflich­tet, sie zu spei­chern, damit die Urhe­ber von rechts­ver­let­zen­den Kom­men­ta­ren ermit­telt wer­den kön­nen.

            Aber es gibt nun mal auch – außer „Bezahl­schran­ken” – kei­ne Mög­lich­keit, auf mehr als nur die Groß­zü­gig­keit dei­ner Besu­cher zu hof­fen, die zuver­läs­sig funk­tio­nie­ren wür­de.

            Und des­we­gen muss man dar­auf hin­ar­bei­ten, aus immer­hin rela­tiv zuver­läs­si­gen Mög­lich­kei­ten höchst unzu­ver­läs­si­ge zu machen? Fin­de ich blöd.

          • Klop­fer: War­um soll­te ich mich beschwe­ren, wenn ich es für eine blö­de Idee hal­te, nach Pro­duk­ti­vi­tät abzu­rech­nen? (Die Pro­ble­me mit der GEMA lie­gen mei­ner Mei­nung nach woan­ders.)

            Ja, mir sind auch mehr Pro­ble­me dies­be­züg­lich bekannt. Aber die GEMA ist doch die Vor­zei­ge­insti­tu­ti­on zum The­ma „Abrech­nung nach Beliebt­heit“ – im Wesent­li­chen das, was du mit dei­ner Psy-Ana­lo­gie sagen woll­test, rich­tig?

            Es ist ja dann scheiß­egal, ob der Text oder das Lied gut ist, was du ablie­fert, Haupt­sa­che, es erfüllt die for­ma­len Kri­te­ri­en (Län­ge).

            Guck‘ mal in die Hit­pa­ra­de. Genau so funk­tio­niert „Musik“ heut­zu­ta­ge – mit dem logi­schen Schluss übri­gens, dass das schrot­ti­ge Zeug in den „Charts“ auch das sein wird, was per Kul­tur­flat­rate am mei­sten „gesaugt“ wer­den wird, und sei’s nur „aus Prin­zip“. Damit wären die Künst­ler mit Anspruch auch wei­ter­hin die Ver­lie­rer.

            Auch wenn dir „Gang­nam Style” sub­jek­tiv nicht gefällt, objek­tiv muss man sagen: Es hat sehr vie­len Leu­ten gefal­len. Mir gefällt ja Twilight auch nicht, aber ich kann jetzt auch nicht behaup­ten, dass Ste­phe­nie Mey­er ihr Geld nicht ver­dient hät­te.

            Ich behaup­te, sie hat weit mehr bekom­men als ver­dient. Aber das sind nun Erb­sen, die zu zäh­len weit am The­ma vor­bei­führt. Also: Beliebt­heit soll­te für die Kul­tur­flat­rate das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um sein, mit dem Ergeb­nis, dass „unbe­kann­te“ Künst­ler auch wei­ter­hin so gut wie nichts davon haben. „Ille­ga­le Down­loads“ kannst du ja schlecht mes­sen – da bleibt als Kri­te­ri­um also nur die öffent­li­che Zahl. Oder wie jetzt?

            Die ein­zig fai­re Ent­loh­nung wäre folg­lich: Jeder bekommt das glei­che. Da wer­den sich Simo­ne Kaplan und Ste­phe­nie Mey­er aber schön behar­ken. ;)

            Wir fol­gern: Es muss nicht nur eine Kul­tur­flat­rate her, son­dern auch eine ein­heit­li­che (tech­ni­sche) Abrech­nungs­in­fra­struk­tur, die dann natür­lich auch finanz­amts­kom­pa­ti­bel sein muss. Ohweia. (Egal, wie sehr ich Pirat bin: Ich habe nicht auf alles die ulti­ma­ti­ve Ant­wort. Beru­hi­gend, nicht?)

            Dass man gene­rell eine Coo­kie­war­nung ein­blen­den soll, fin­de ich schon arg behäm­mert. Das bil­det den durch­schnitt­li­chen Inter­net­sur­fer doch nicht, es macht ihn para­no­id.

            Der Spruch ist viel­leicht platt, aber: 2011 haben sie uns alle noch para­no­id genannt, heu­te sind sie sau­er, weil wir Recht hat­ten.

            Bei der Ein­bin­dung von frem­den Gra­fi­ken wird es noch beklopp­ter. Wenn man das wei­ter denkt, müss­te man auf sämt­li­chen Web­siten vor­her nach­fra­gen, ob man von ande­ren Sei­ten etwas ein­bin­den darf, sei­en es Bil­der, Vide­os, Schrift­ar­ten oder Skrip­te (wie z.B. JQuery), weil die ja theo­re­tisch tracken könn­ten, wer was auf­grund wel­cher Sei­ten von ihren Ser­vern gela­den hat.

            Das ist rich­tig, und des­we­gen soll­te man exter­ne Sachen sowie­so lokal spie­geln. (Wei­te­rer nicht para­no­ider Vor­teil: Du kannst davon aus­ge­hen, dass auch in zehn Jah­ren kein „Bild nicht gefun­den“ irgend­wo auf dei­ner Sei­te auf­taucht.) Das Wir-spei­chern-nicht-Sie­gel muss­te ich mir auch hart erar­bei­ten.

            Es ist schon vor­ge­kom­men, dass Kri­mi­nel­le Domains über­nom­men und dann Schad­code in die Java­scripts ein­ge­baut haben. Das ist heut­zu­ta­ge ja so eine Art Frei­zeit­sport für man­che Kin­der. Wenn ich die Wahl habe, mei­ne Leser einem sol­chen Risi­ko aus­zu­set­zen oder „para­no­id“ zu sein, wäh­le ich die „Para­noia“. Aber hey – ich maße mir nicht an, für alle zu spre­chen. Ich ver­su­che nur mei­ne Erkennt­nis­se zu tei­len. Sie müs­sen nicht stim­men.

            Und das alles, weil Oma Lies­chen und ande­re sich von Zähl­pi­xeln über­wacht füh­len

            Nein, eben nicht. Des­we­gen muss das ja der Daten­schüt­zer machen.

            obwohl im Fall der VG Wort der gan­ze Kram sowie­so anony­mi­siert wird und dann nicht mal die IP-Adres­se gespei­chert wird.

            Nein, eben nicht. Der gan­ze Kram wird erst anony­mi­siert, wenn er schon durch die Gegend gesen­det wur­de. Und auch das nur angeb­lich. Und das ist das Kern­pro­blem.

            Wer im Inter­net unter­wegs ist, hin­ter­lässt auto­ma­tisch Daten.

            Wenn ich auf eine Web­site gehe, hin­ter­las­se ich dort Daten. So weit kann ich dir fol­gen. Wo ich aber wider­spre­che, ist: Wenn ich auf eine Web­site gehe, hin­ter­las­se ich auf unzäh­li­gen Sei­ten gleich­zei­tig Daten, die Kri­mi­nel­len (Face­book, Wer­be­indu­strie) oder all­ge­mein Daten­samm­lern gehö­ren kön­nen. So funk­tio­niert der gan­ze Kram eben nicht zwangs­wei­se. „Big Data“ heißt, du gehst im Rau­schen unter? „Big Data“ hat „Big Fil­ters“. Ich möch­te nicht, dass Goog­le weiß, wie viel Geld ich besit­ze, sozu­sa­gen. (Hier habe ich den Gedan­ken­gang mal erklärt.)

            Soll­te doch eher dar­auf ankom­men, wie die Daten ver­wen­det wer­den. Und gera­de im Fal­le von Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten: Die haben eine gesetz­lich fest­ge­leg­te Auf­ga­be.

            Ja, aber es geht die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft nichts an, was ich gern lese.

            Die GEZ kriegt auto­ma­tisch von den Ein­woh­ner­mel­de­äm­tern Adress­da­ten, aber da trau­en sich die Daten­schutz­hei­nis nicht ran. Die VG Wort spei­chert einen Hash­wert, und es gibt Ter­ror. Find ich behäm­mert.

            Fin­dest du den Daten­han­del mit der GEZ denn in Ord­nung? Immer­hin fin­dest du es para­no­id, wenn man ein Pro­blem damit hat, wenn per­sön­li­che Daten über die eige­ne Per­son quer durch’s Netz geschickt wer­den. (Ja, mei­ne Lese­vor­lie­ben sind in mei­nen Augen eben­so per­sön­li­che Daten wie mei­ne Ama­zon­ein­käu­fe, mei­ne Such­an­fra­gen und mei­ne E‑Mails.) Ich hal­te die GEZ für einen Ver­bre­cher­ver­ein, sehe aber nicht ein, wie­so ich ande­re, gleich­wer­ti­ge Unter­neh­men des­we­gen nicht schlimm fin­den darf, wenn sie das glei­che Geschäfts­mo­dell aus­üben. Aber wir schwei­fen ein biss­chen ab. Nicht schlimm, ich mag so was.

            Und des­we­gen muss man dar­auf hin­ar­bei­ten, aus immer­hin rela­tiv zuver­läs­si­gen Mög­lich­kei­ten höchst unzu­ver­läs­si­ge zu machen? Fin­de ich blöd.

            Die VG-Wort-Zähl­pi­xel sind doch jetzt – dank Dum­my­fil­tern in Wer­be­blockern – schon alles ande­re als „rela­tiv zuver­läs­sig“. Ob die Leu­te nun einen Knopf für „nee, will ich nicht“ oder eine Fire­fo­xer­wei­te­rung für den glei­chen Zweck nut­zen – kommt das nicht auf’s Glei­che ‚raus?

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