In der Krise um die Erhöhung der Schuldenobergrenze der USA steht eine Lösung unmittelbar bevor. Führende Demokraten und Republikaner im Senat haben eine Einigung erzielt.
Diese “Einigung”, dieser Kompromiss gar, gestaltet sich wie folgt:
Der Republikaner John Boehner, der Sprecher des Repräsentantenhauses, gestand die Niederlage ein. (…) Er werde die Republikaner ermutigen, für das Gesetz zu stimmen. Es gebe keinen Grund, mit Nein zu stimmen.
“Einigungen” in den USA: Eine Partei stampft so lange mit einem Fuß auf, bis der Fuß kaputt ist. Dann nimmt sie den anderen. Woher wir das kennen? Natürlich von den gescheiterten Kohl‑, äh, Koalitionsverhandlungen zwischen den Grünen und den beiden schwarzen Parteien; nur dass in diesem Fall nicht der schwarze Fuß es war, der kaputtging, sondern die Grünen waren es. Das Stampfen war jedenfalls recht überzeugend.
Um was für ein Gesetz geht es eigentlich? Es geht darum, dieses Szenario abzuwenden:
Wird die Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar nicht angehoben, droht ab morgen die Zahlungsunfähigkeit.
Die USA haben fast 16,7 Billionen (16.700.000.000.000) US-Dollar Schulden angehäuft, mehr dürfen sie nicht, und ihre Lösung lautet nicht etwa, unrentable Ausgaben (NSA, Militär, Staatspräsidentenamt) einzustellen, sondern den Punkt mit dem “Dürfen” neu zu konzipieren. Wäre Hans-Werner Sinn US-Amerikaner, er würde ein empörtes Interview geben.
Entschuldigt mich dann morgen mal. Ich muss zur Bank — ich habe eine Einigung zu erzielen.
(Mit Dank an L.!)



Huch, Dein Arbeitgeber Microsoft soll eingestellt werden. Da denke noch einmal drüber nach.
Wovon zur Hölle redest du?