Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 15. April 2026

Wun­der der Wis­sen­schaft: Com­pu­ter haben jetzt Atem­pro­ble­me. Da haben sich die Inve­sti­tio­nen in die­se „KI“-„Zukunft“ ja schon jetzt ordent­lich gelohnt.


„Komm, Schatz! Wir machen Putz­ur­laub in Ber­lin!“

(Ist eigent­lich noch was von Ber­lin übrig, wenn der Dreck weg ist?)


Ich möch­te die recht­li­che Kom­po­nen­te an die­ser Stel­le gar nicht bewer­ten, denn die ist ziem­lich ein­deu­tig; aber ob – glaubt man den von mir gefun­de­nen Quel­len – in Zei­ten von Inter­net und unbe­ob­ach­te­tem iPad-Glot­zen unter der Bett­decke das (hof­fent­lich) beglei­ten­de und kom­men­tie­ren­de Zei­gen von wenig­stens leid­lich ästhe­ti­schen Blüm­chen­s­ex­bild­chen in einer Klas­se vol­ler Neunt­kläss­ler sel­bi­ge jetzt schwer trau­ma­ti­siert, so dass drin­gend Kon­se­quen­zen gezo­gen wer­den müs­sen… nun, auch das möch­te ich an die­ser Stel­le gar nicht bewer­ten. (Ein bedeut­sa­mes Pro­blem mit der Moral ist ja, dass jeder eine hat.)


Fas­zi­nie­ren­des aus der Welt der Nor­men: Das Lin­sen­sup­pen­re­zept in DIN 44550 wur­de zurück­ge­zo­gen, aktu­ell gül­tig ist nur noch das Pfann­ku­chen­re­zept aus EN 60350–2. Ist immer­hin Deutsch­land hier. (via)


Die „nd“, vor­mals „Neu­es Deutsch­land“, mit­hin frü­he­res Mit­tei­lungs­blatt einer schwie­ri­gen Par­tei aus einem schwie­ri­gen Land, titel­te jüngst: „50 Jah­re Punk, die Musik der Selbst­er­mäch­ti­gung“. Eine Podi­ums­dis­kus­si­on mit den Machern des „nd“, der Kul­tur­re­dak­ti­on des NDR („Jazz ist eine Musik der Selbst­er­mäch­ti­gung“), Kai Mül­ler vom „Tages­spie­gel“ („Rock’n’Roll“ sei eine gar auf­rüh­re­ri­sche „Musik der Selbst­er­mäch­ti­gung“) sowie Paul Ste­phan aus dem Inter­net (ihm zufol­ge sei­en auch Blues und „Car­men“ eine „Musik der Selbst­er­mäch­ti­gung“) wür­de mich spä­te­stens jetzt doch inter­es­sie­ren.


Apro­pos: Den schwe­len­den Kampf dar­um, ob der Mensch nun einen frei­en Wil­len, einen Wil­len zur Geset­zes­be­fol­gung oder einen Wil­len zum Arbeit­neh­mer­da­sein als natur­ge­ge­ben betrach­ten muss, was mit­ein­an­der nur schwer in Ein­klang zu brin­gen ist, hät­te ich ja auch gern mal ent­schie­den gese­hen.

In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Lou Reed – With You // 81 Copiloten

Pand Guckindieluft

Es ist Mon­tag. Der Dachs schießt nach oben, Waf­fen­ru­he sei Dank. „Und die For­schung zeigt: Ein Ver­bot auf dem Papier schreckt jene, die bereit sind, Gewalt aus­zu­üben, gar nicht ab“ („taz“). Ach. Ach was. Man könn­te fast mei­nen, dass Ver­bo­te nur die Fal­schen tref­fen, näm­lich die, die Recht und Gesetz irgend­wie inter­es­sie­ren.

Gute Fra­ge in die­sem Zusam­men­hang: „Wenn zwei ziem­lich Glei­ches tun, lie­gen dazwi­schen jedoch leit­me­di­al Wel­ten?“ Zum Belü­gen, erklär­te ein­mal Homer Simpson, gehö­ren immer zwei: Einer, der lügt, und einer, der es glaubt. – Die „FAS“ (will nicht, dass sie voll­zi­tiert wird, LSR), die in der Rubrik „Fami­lie“ ein Paar frag­te, war­um es die Frau anstel­le des Man­nes arbei­ten schickt, ver­öf­fent­lich­te in der­sel­ben Aus­ga­be am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de ein Inter­view mit Hash­im Tha­çi, in des­sen Rah­men er ganz­sei­tig erklä­ren durf­te, war­um es schon ganz in Ord­nung war, dass die NATO unter Bei­fall – weil Zustim­mung – von SPD und Grü­nen 1999 ein Ver­bre­chen (d.h. den Angriff auf den Koso­vo) ver­übt hat. Kei­ne wei­te­ren Fra­gen.

Tipp für Men­schen, die nur Sin­gen und Klat­schen stu­diert haben und dar­um heu­te ent­we­der Fla­schen sam­meln oder irgend­was mit Ver­trieb machen müs­sen: Wenn ich ein Pro­dukt namens „Copi­lot“ hät­te und mir daher die­se Mar­ke gehör­te, dann wäre es nicht in mei­nem Sin­ne, (momen­tan) 81 ver­schie­de­ne Pro­duk­te so zu nen­nen. Aber was weiß ich schon von Ver­trieb? Ich bin ja kein Idi­ot.

Apro­pos „kein Idi­ot“: Lou Reed mit Musik.

With You

Guten Mor­gen.

Politik
Medienkritik in Kürze: Geschichte, subjektiv.

Die „taz“ so:

Je auto­ri­tä­rer Putin herrscht, desto weni­ger lässt er eine kri­ti­sche Sicht auf die rus­si­sche Geschich­te zu. Sein Russ­land soll als ortho­do­xe Groß­macht ohne Feh­ler und Ver­bre­chen daste­hen.

Uniro­nisch gele­sen und jetzt mich freu­end auf die näch­sten Befrei­ungs­fei­ern im Mai, wenn deut­sches Mili­tär kom­men darf und Sowjet­flag­gen nicht.

Computer⁠Musik⁠Netzfundstücke⁠In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Deadletter – Cheers! // Linguis studui, quare machina sum.

Bikergang (gefährlich)

Es ist, so leid mir das ver­kün­den zu müs­sen auch tut, Mon­tag. „Die Zukunft!“ des Monats: Stellt euch vor, ihr ver­lasst die Erde, weil ihr die Nase voll davon habt, Out­look nut­zen zu müs­sen, und dann müsst ihr im Welt­all meh­re­re Out­looks nut­zen und die gehen dann nicht. The Void would very much like you to stop screa­ming into it (2017).

Neue „KI“-induzierte Regel für den zwi­schen­mensch­li­chen Umgang: Wer eine frem­de Spra­che hin­rei­chend gut gelernt hat, der ist zwei­fel­los ein Robo­ter. Irgend­was mit Tem­pura und Morus. Alle bekloppt.

(Hilf­rei­cher Weg­wei­ser für den All­tag: Seid ihr Deut­sche oder seid ihr Auti­sten?)

Mili­ta­ri­sti­sches: VW-Mit­ar­bei­ter wür­den gern weni­ger Mord­werk­zeu­ge bau­en, wer­den aber nicht gefragt. Län­ger weg­zu­fah­ren, um die­sen geschichts­ver­ges­se­nen Mist wenig­stens mal ein hal­bes Jahr lang nicht mehr ertra­gen zu müs­sen, geht jeden­falls nicht mehr, ohne das Ober­kom­man­do zu fra­gen. Das ist ein biss­chen wie frü­her, nur mit mehr Femi­nis­mus. Wor­in genau besteht jetzt eigent­lich noch die mit der sonst­wie eklig argu­men­tie­ren­den AfD her­auf­dräu­en­de Gefahr – dass dann das pas­siert, was gera­de pas­siert?

Ist es das, was ihr wollt?

Ein guter Tod steht aller­dings dann doch noch an, näm­lich der des Musik­strea­mings. Es kön­ne gar pas­sie­ren, mut­maßt des Arti­kels Autor, dass Künst­ler sich in den näch­sten Jah­ren anstel­le der „Sicht­bar­keit“, mit der man halt auch kei­ne Mie­te bezah­len kann, wie­der mehr um die Bin­dung ihrer Anhän­ger sche­ren und gar, huch!, Plat­ten­ver­käu­fe anstel­le irgend­wel­cher Ein­trä­ge in irgend­wel­chen Wie­der­ga­be­li­sten irgend­wel­cher Banau­sen für erstre­bens­wert hal­ten könn­ten. End­lich mal eine Zukunfts­vi­si­on, hin­ter der ich mich guten Gewis­sens (not­falls allein) ver­sam­meln kann.

Durch das Netz wird gera­de das kana­di­sche Duo Angi­ne de Poi­tri­ne getrie­ben, weil es in lusti­gen Pünkt­chen­kla­mot­ten auf­tritt und mal was ande­res als die immer­glei­che Com­pu­ter­pop­mu­sik run­ter­du­delt. Ich habe mir eines ihrer Stücke vor­über­ge­hend ange­se­hen und ange­hört, mit den Ach­seln gezuckt und dann lie­ber etwas ande­res ange­macht, was nicht ganz so ermü­dend ist.

Näm­lich das hier.

Che­ers!

Guten Mor­gen.

Politik
Kurz angemerkt zu dem Merz seinen Eiern

Eine poli­ti­sche Jugend, der „Merz leck Eier“ bereits als Schlacht­ruf der eige­nen Demon­stra­tio­nen genügt, wo doch ihren (Groß-)Eltern wenig­stens was mit einem Muff und Tala­ren ein­ge­fal­len war, die also Plum­pes dem Sub­ver­si­ven vor­zieht und deren Revo­lu­ti­ons­freu­de dort ein Ende hat, wo man sich kri­tisch mit (ins­be­son­de­re: der eige­nen) Geschich­te und Sozi­al­wis­sen­schaft aus­ein­an­der­set­zen müss­te, weil es so bequem ist, mit Tut­ti-Frut­ti-Scher­zen Däum­chen­hochs in sozia­len Medi­en ein­zu­heim­sen, wäh­rend man selbst gar nicht mehr den Anspruch hat, ein bes­se­res Mor­gen zu erschaf­fen, ist genau der Grund, war­um die AfD da steht, wo sie steht.

Politik⁠Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Liegengebliebenes (ohne April-April!) vom 1. April 2026

Ich habe kei­nen Burn­out, ich habe nur kei­nen Bock.


Schland: „Gelän­der und Umweh­run­gen müs­sen min­de­stens 1,1 Meter hoch sein.“ (…) „Daher sind momen­tan zwölf Per­so­nen zu unter­schied­li­chen Zei­ten an ver­schie­de­nen Posten in den Trep­pen­häu­sern im Ein­satz.“ End­lich wer­den mei­ne Steu­ern mal nicht mehr für per­vers ekli­gen Scheiß­dreck (= Sol­da­ten und Waf­fen), son­dern auch mal für was Ver­nünf­ti­ges ein­ge­setzt. (Archiv­ver­si­on)


Apro­pos. Die „WELT“ (will nicht ver­linkt wer­den, LSR) titelt: „3,84 Euro pro Kiste Cola – So viel soll die zusätz­li­che Zucker­steu­er brin­gen“. Bei der Wahl zwi­schen „die Her­stel­ler zu mehr Anstand bewe­gen“ und „Gesund­heits­schä­di­gung in Steu­er­ein­nah­men umwan­deln“ nimmt die­ser ver­fluch­te Staat drei­mal Letz­te­res. (Sie­he auch: Tabak. Sie­he lei­der noch nicht: Koka­in.) Mit Dia­be­tes kann man ja immer noch bis 70 arbei­ten.

Wo bleibt eigent­lich die Revo­lu­ti­on?


Bei denen hier bleibt sie lie­ber nicht: „6,5 Pro­zent der befrag­ten Frau­en zeig­ten ‚mani­fest rechts­extre­me Ein­stel­lun­gen‘. Ein Rekord­wert im Ver­gleich mit den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren, und ein Wert, der höher liegt als bei Män­nern (4,2 Pro­zent).“ Bei all dem Gewe­se über die gene­ti­sche Schei­ßig­keit von Män­nern kommt ja man­ches inzwi­schen viel zu kurz, unter ande­rem das. (Kann man eigent­lich noch Femi­nist und trotz­dem Anti­fa­schist sein? Wenn ja: wie?)


Höhöhö:

Das Betriebs­sy­stem Pick (…) ist ein (…) Com­pu­ter­be­triebs­sy­stem, das auf einer Mul­ti­Va­lue-Daten­bank basiert. (…) Es ist nach einem sei­ner Ent­wick­ler, Dick Pick, benannt.

(Aus dem Eng­li­schen.)


Axel Kan­nen­berg blö­delt bei „hei­se online“:

Ins­ge­samt ver­liert das Büro aus Sicht der Befrag­ten sei­ne Rol­le als pro­duk­ti­ver Ort.

Man könn­te dar­aus etwas über die post­in­du­stri­el­le Gesell­schaft ler­nen, wenn man denn woll­te.

Montagsmusik⁠In den Nachrichten
Einstürzende Neubauten – NNNAAAMMM // Geräuschothek für die Germans

Huiiiiii! (Bild mitgenommen bei @jagbdt2025 auf Twitter.)

Es ist (eine Stun­de zu früh) Mon­tag. Bio­rhyth­mus im Arsch, Frau­en beson­ders betrof­fen. Wir fol­gern: Die Zeit­um­stel­lung ist frau­en­feind­lich und damit rechts­ra­di­kal. Erwar­te stünd­lich Demos vor der Phy­si­ka­lisch-Tech­ni­schen Bun­des­an­stalt.

Com­pu­te­rei: Wie geht es in eurem Unter­neh­men eigent­lich eurem Mar­kus? (All­er­gi­ker­war­nung: Lin­ke­dIn.) – Die bescheu­er­te Pro­gram­mier­spra­che Python las­se sich, erklärt Iso­topp, mit ver­gleichs­wei­se ein­fa­chen Mit­teln dazu bewe­gen, bereits beim Start Schad­soft­ware aus­zu­füh­ren. Und dafür haben sie also Pas­cal als Anfän­ger­spra­che auf­ge­ge­ben. Nar­ren. (Hihihi: Poli­zei, klin­ge­ling! Machen Sie sofort ein Update!)

Auch lustig: Irgend­wel­che ega­len Poli­ti­ker aus dem Bun­des­tag schicken, der­weil ihre Par­tei­en von Palä­sti­na und ihren Ein­woh­nern augen­schein­lich wenig hal­ten, dem israe­li­schen Par­la­ment Bitt­stel­ler­brie­fe, dass es das Justi­zer­mor­den von Aus­län­dern bit­te blei­ben las­sen möge. Tut es das nicht, dann tut es das nicht. Zum Glück ist wenig­stens der völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angriffs­krieg auf Iran end­lich gewon­nen. Zur Sicher­heit sogar immer wie­der. Der AfD-Bun­des­vor­sit­zen­de habe unter­des­sen, quatscht die „FAZ“, „den Abzug der ame­ri­ka­ni­schen Trup­pen aus Deutsch­land gefor­dert“. Das muss die­ses Huf­ei­sen sein. Kann ich die­se west­li­chen Wer­te noch mal sehen?

Die ARD-Audio­thek hei­ße künf­tig statt­des­sen „Sounds“, also „Geräu­sche“, muss­te ich erfah­ren. Füh­le mich grund­ver­sorgt. Mit Eng­lisch. (Mei­ne Ner­ven, mei­ne armen Ner­ven.)

Apro­pos Geräu­sche.

Nnnaaammm

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Demokratisch auf den Zug warten

Kur­ze Durch­sa­ge vom Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ster (Archiv­ver­si­on; All­er­gi­ker­war­nung: „n‑tv“):

„Wir dür­fen nicht ein­rei­ßen las­sen, dass die Men­schen glau­ben, der Staat bekommt Pro­ble­me wie maro­de Brücken oder noto­risch ver­spä­te­te Züge nicht in den Griff.“ (…) Es sei brand­ge­fähr­lich, wenn immer mehr Men­schen den Ein­druck bekä­men, „dass der Staat nicht funk­tio­niert“. (…) „Die Pünkt­lich­keit wird sich nicht um fünf, sechs oder sie­ben Pro­zent­punk­te stei­gern.“

Der König hat was Neu­es an und der Staat bekommt Pro­ble­me wie maro­de Brücken oder noto­risch ver­spä­te­te Züge ganz pro­blem­los und ganz sicher in den Griff. Weil er so gut funk­tio­niert. Ahoi.

Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: clipping. – Dead Channel Sky

clipping. - Dead Channel Sky

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Und über Rap auch nicht. Dabei ist (über­dies schnel­ler) Rap bei clip­ping. aus Los Ange­les ein beherr­schen­des Ele­ment, der – und da wird es für mich wie­der inter­es­sant – mit avant­gar­de­s­quen beats unter­legt wird. Die Wiki­pe­dia erzählt was von musi­que con­crè­te und Noi­se, und weil sie anders als ich Gen­res nicht irgend­wie schwie­rig fin­det, glau­be ich ihr das mal.

Das neue­ste Album von clip­ping., Dead Chan­nel Sky (Amazon.de, Band­camp, TIDAL), ist in der „kur­zen“ Ver­si­on, also der­je­ni­gen ohne Zusatz­stücke, „nur“ zwan­zig Stücke zwi­schen jeweils 46 Sekun­den und 4:50 Minu­ten lang und ein wah­rer Geräusch­über­fall.

Und ein biss­chen Nerd­ly­rik ist auch dabei:

Be a pawn they belie­vin’ that they could master
Though they never wan­ted to look behind the eyes of a hacker, okay

Hat Charme, das Album. Gebe ich hier­mit auf’s Ohr.

In den Nachrichten⁠Mir wird geschlecht
Nachtrag zu Ulmen

Arne Hoff­mann wit­zelt:

„Wie gefähr­lich ist es, einen Part­ner zu haben?“ fragt die Web­site Wat­son. Ich weiß es doch auch nicht. Gibt es viel­leicht Über­le­ben­de, die man fra­gen könn­te?

Ab wie vie­len Unhol­den, die einem bestimm­ten Geschlecht ange­hö­ren, ist die­ses Geschlecht nun eigent­lich tabu? (Soll­te man es statt „Epstein-“ nicht „Max­well­in­sel“ nen­nen, um Frau­en nicht unsicht­bar zu machen?)

Wenn jemand jetzt die aktu­ell gül­ti­ge Liste der erlaub­ten Reak­tio­nen von unser­ei­nem (d.h. Frau­en gegen­über grund­sätz­lich wohl­ge­son­ne­nen, obwohl in der Ver­gan­gen­heit von weib­li­cher Gewalt betrof­fe­nen Men­schen mit bio­lo­gisch zu ver­ant­wor­ten­dem Macht­zen­trum, wie es wohl neu­er­dings heißt) zur Ver­fü­gung hat, erbit­te ich ohne jeden Anflug von Iro­nie eine kur­ze Nach­richt. Gleich­zei­tig „gefäl­ligst wütend sein, weil Mann“, „gefäl­ligst zur Sei­te ste­hen, weil Mann“ und „gefäl­ligst schwei­gen, weil Mann“ geht ganz schön auf die Nie­ren.

Politik⁠In den Nachrichten
Wehner ’26

rbb (Archiv­ver­si­on):

Für die SPD ist das schär­fe­re Schwert des Ord­nungs­gel­des gegen gro­be Pöbe­lei­en im Land­tag schon lan­ge über­fäl­lig. (…) Die Zahl der Ord­nungs­ru­fe sei seit 2014 sprung­haft ange­stie­gen. Der Ton sei jetzt noch­mal rau­er gewor­den.

Wiki­pe­dia:

Dem SPD-Abge­ord­ne­ten Franz Josef Zebisch, der sich über die in den 1960er-Jah­ren noch übli­che alpha­be­ti­sche Sitz­ver­tei­lung beklag­te, emp­fahl Weh­ner, sich in „Genos­se Arsch­loch“ umzu­be­nen­nen.

Her­bert Weh­ner war einer der letz­ten Sozi­al­de­mo­kra­ten, die das Wort noch ver­dient haben. Dass man sich an ihn erin­nert, liegt nicht dar­an, dass er so ein weich­ge­spül­ter Dau­er­lut­scher gewe­sen wäre.

SPD. Die Älte­ren erin­nern sich.

(via Schwerdt­fe­gr)


Nach­trag (Archiv­ver­si­on) vom 24. März:

Die SPD will sich ange­sichts der jüng­sten Wahl­nie­der­la­gen nach den Wor­ten von Par­tei­chef Lars Kling­beil künf­tig ver­stärkt um Men­schen küm­mern, „die in Arbeit sind“. (…) „Unser The­ma sind Men­schen, die 3.000, 4.000 Euro ver­die­nen, und für die wol­len wir das Leben bes­ser machen“, sag­te Kling­beil in der ntv-Sen­dung „Pinar Ata­lay“.

War­um die­se Men­schen nicht mehr ver­die­nen, wäre eine Fra­ge, für die man jetzt natür­lich eine Arbei­ter­par­tei bräuch­te, nicht?