Wo muss denn unbedingt mehr Internet rein?
Richtig: In euer Melderegister (Archivversion).
Wo muss denn unbedingt mehr Internet rein?
Richtig: In euer Melderegister (Archivversion).
Folgende Frage an die „taz“:
Was der Fraktionschef sagt, bedeutet aber offenbar nichts mehr. (…) Bis dahin muss die Union klären, wo sie steht: auf der Seite der liberalen Demokratie oder auf der Seite der Autoritären? Beides wird nicht funktionieren. (…) Sollte der Kanzler und Parteivorsitzende dafür keine Autorität mehr haben, braucht die CDU einen neuen.
Ist es jetzt eigentlich gut oder schlecht, wenn einzelne Politiker wenig zu melden haben?
Cory Doctorow schreibt über die Überwachungsfantasien des Oracle-Gründers, Meuchlers der Firma Sun und ihrer Produkte sowie auch sonst recht unangenehmen Menschen Larry Ellison (eigentlich englischsprachig):
Wir weigern uns, uns so zu verhalten, dass die Welt für Ellison optimal wird. Deshalb wird er eine Welt ständiger Überwachung, Beurteilung und Bestrafung schaffen. In dieser Welt werden wir uns so sehr davor fürchten, beschämt zu werden, dass wir alle unser wahres Ich unterdrücken und Masken aufsetzen, die nach Ellisons Vorstellungen gestaltet sind.
Ist es nicht erstaunlich, dass diejenigen, die das meiste Geld dafür anhäufen, die Privatsphäre anderer Leute zu missachten, ihre eigene für bedingungslos schützenswert halten?
Gute Frage aus dem Internet: Warum ist es so schwierig, heutige Kommandozeilenprogramme dazu zu bewegen, dunklen Text auf hellem Hintergrund abzubilden, so dass man als jemand, der wie jeder andere normale Mensch auch den „hellen“ anstelle des „dunklen“ Modus seines Betriebssystems bevorzugt, stattdessen erbärmlichen Kontrast erdulden muss, wenn man nicht bei jeder neuen Software erst mal im Handbuch nach den Farboptionen suchen will?
(Die Umgebungsvariable NO_COLOR funktioniert manchmal, aber sehr oft auch nicht.)
Putin, den Knopf bitte:
In einer der hitzigsten Diskussionen, die derzeit auf X geführt werden, geht es um die Ethik eines GitHub-Projekts, in dem jemand an einer Reihe lokal gehosteter großer Sprachmodelle Saw-ähnliche „Folter“- und „Schmerz“-Experimente durchführt. Das veranlasst eine Reihe von Altruisten und Menschen, die glauben, dass LLMs empfindungsfähig seien, GitHub anzuflehen, das Projekt zu löschen, weil die „KI“ leide und dieses lamettabehangene Textabenteuerspiel auf irgendeine Weise grausam sei.
(Erneut übelsetzt aus dem Englischen.)
Ich leide ja auch, zum Beispiel unter solchen Nachrichten. Aber ich bin natürlich auch keine „KI“.
Die „WELT“ (will nicht verlinkt werden, LSR) berichtet über den neuesten Ulk, den meine Steuern so treiben:
Seit Montag halten mehrere ICE-Linien der Deutschen Bahn (DB) von Binz/Greifswald Richtung Nordrhein-Westfalen und Hannover nicht mehr am Hamburger Hauptbahnhof, wie ein Bahnsprecher auf Nachfrage mitteilte. (…) Um die Pünktlichkeit bundesweit zu stabilisieren, passe die Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO das Fahrplankonzept bei wenigen, besonders störanfälligen Linien hinsichtlich des Verlaufes und der Halte an.
Ein Zug, der nicht hält, hält auch nicht zu spät: Ein wahrer Geniestreich. Wolfsburger Bahnkunden kennen das.
Es ist Montag. Dreierlei Nachtrag zu meinem jüngsten Ausflug nach London sei mir zugestanden: Fliegen ist mit seinen unschönen Auswirkungen auf mein körperliches Wohlbefinden – ich werde das mit dem Druckausgleich wohl mein Leben lang nicht so recht anzuwenden verstehen – und der mit ihm längst untrennbar verbundenen „Sicherheits“-Paranoia auch ein Vierteljahrhundert nach dem Verschwinden zweier grässlich gestalteter Türme eine noch unbefriedigendere Art des Reisens als Bahnfahren (ich werde dieses Flugzeug unter Zuhilfenahme einer kleinen Flasche voller Mineralwasser in meine Gewalt bringen, har har), ich habe unabhängig davon, wie lange ich dort bin, immer genau einen Tag zu wenig Zeit, um alles zu erleben, was es zu erleben gilt, und Deutschland wirkt jedes Mal, wenn ich zurückkehre, noch ein bisschen dröger, wenn nicht gar: verschlafener.
Belgien und Dänemark machen jedenfalls das nicht mit mir.
(Derweil in der Schweiz: Polizei? Ach was! Wir kümmern uns selbst um Vergewaltiger!)
Medienkritik aus Russland (Allergikerwarnung: .ru): Ukrainische Drohnen hindern ukrainische Einwohner an der Flucht aus einer von selbigen Drohnen eingeschlossenen Stadt, Schuld an den humanitären Folgen sei ausweislich des „SPIEGELs“ der Russe. Machste nix.
Kurze Durchsage aus der Tanzmusikszene: Der Tanzboden im Techno-Club, das ist nicht der main floor, denn dieser ist das Klo.
Die Toilette hat sich vom existenziellen Abort zur performativen Darbietung transformiert.
Technoskeptiker, wie ich es nun mal bin, könnten daraus jetzt despektierliche Kommentare zu Technoschuppen ableiten. Ich überlasse das dem Kommentariat. – Zum quasi gleichen Thema auch bzw. hihi: Anscheinend kann man den Leuten ironisch mit Liedern von Taylor Swift drohen und sie glauben das dann. Ich kann das verstehen. Popmusik richtet bisweilen größere Schmerzen an als ein durchschnittlicher Zahnarztbesuch.
Schmerzfrei: Musik (gut).
Guten Morgen.
Eigentlich bin ich wie Robert Habeck, sieht man vom Charisma ab.
Nicht nur habe auch ich ein gesundes Verständnis vom Völkerrecht (Hühner, Schweine, Kühe melken), sondern ich empfinde auch, je älter ich werde, zusehends bzw. ‑fühlens nach, was er zum allgemeinen Missfallen bzw. Vergnügen in ein Buch schrieb:
Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen.
Als der Text, den ihr gerade lest, erscheint, bin ich auf dem Weg zu einem Flughafen (ist jetzt eh egal), um es den Briten gleichzutun und endlich mal wieder die EU zu verlassen, und frage mich, was Heimat ist.
Na, auch Linux statt Windows zu Hause? Das gute Debian gar?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
(Immer noch scrollend geschrieben.)
Eigentlich würde es mir ja schon reichen, könnten Regierung und Gesellschaft sich einigen, ob Männer jetzt aufgrund ihres Geschlechts bereit zum Töten sein sollen (Wehrpflicht) oder lieber nicht (Fernandes).
Es ist Montag. Gute Frage aus dem Internet: warum wird eigentlich alles immer einfarbiger? Die 80er waren in allen Lebensbereichen, Technik und Kleidung eingeschlossen, zu bunt, aber warum ist in den 2020ern alles nur noch schwarz und grau? Ist das so ein mindset-Ding? (Getippt auf einem schwarzen Schreibtisch vor einem schwarzen Bildschirm. Auf einem schwarzen Stuhl. Aber meine Tastatur ist eher cremefarben. Hihi (?).)
Ausgerechnet die Linkspartei ständig des Antisemitismus zu beschuldigen sei „eine zynische politische Instrumentalisierung“, mit der „beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus“ gleichgesetzt werde.
Zumal Völkermord ja neuerdings Auslegungssache zu sein scheint. – (Habt ihr eigentlich schon alle ein Bundesverdienstkreuz? Nein? Warum nicht? – Mittlerweile halte ich diejenigen Menschen automatisch für ehrenvoller, die keines bekommen haben und wahrscheinlich auch niemals eines bekommen werden. Das ist offensichtlich eine höhere Hürde. Ein Bundesverdienstkreuz hat heute den Wert eines Sanifaircoupons. Und man kann damit auch ungefähr so überzeugend prahlen. [Will man das eigentlich, mit Orden prahlen?])
Apropos Verschwendung: Der Vorstandsvorsitzende des skrupellosen Umweltschmutzkonzerns Nvidia ließ jüngst die Weltöffentlichkeit wissen, welchen Nutzen es haben sollte, dass die Kinder künftig nicht mehr so viel können müssen; er könne sich nämlich nicht mal seine Adresse merken. Wofür auch? Es gibt ja Computer. Vorwärts immer.
Rückwärts immer aber gern auch: Musik.
Guten Morgen.
Aus Gründen.
Gedanke (trüb): Wenn die Verfechter von Recht und Ordnung jemals erfahren, wie einfach es ist, die Deutschen dazu zu bringen, jeder dahergelaufenen Website außer ihrem Namen, ihrer Anschrift, ihrem Geburtsdatum, ihren Kontodaten und ihrem Mausbewegungsverhalten auch noch ihre oft unnötig biometrischen Gesichtsaufnahmen mittels Formular zu übermitteln, wenn man ihnen nur verspricht, dass sie hinterher ein computergeneriertes Bild herunterladen können, auf dem sie aussehen wie der erbärmlichste Missbrauch eines Föns, den diese Welt jemals zu sehen das Missvergnügen hatte, dann können wir hier einpacken. Besser wird’s nicht mehr.

(Ich ja auch.)
Anika Taschke und Albert Scharenberg sprechen mit dem Wohnexperten Dr. Andrej Holm über die internationale Dimension der Bewegung[.]
Gut für die Demokratie sei es also, wenn die drei schwächsten Parteien, die allesamt Prozentpunkte verloren haben und insofern abgewählt worden sind (also die demokratische Mehrheit), gemeinsam die Regierung bilden, damit der Wahlsieger nicht regieren kann, weil der was gegen die Demokratie habe.
Man kann zweifelsohne die gefundene Lösung argumentativ verteidigen (AfD dohf), aber Wörter hatten irgendwann mal eine Bedeutung und Wahlen auch.
Gut. Ist ja bloß Sprache.
Es ist Montag. Wie sieht es eigentlich aus, wenn man sich die Arbeit mit einer „KI“ (dem Ergebnis eines „nie zuvor da gewesenen Ausmaßes an Diebstahl“, glaubt man Microsoft) erleichtern möchte, indem sie triviale Aufgaben übernimmt? Zum Beispiel so. Ob es sich jedoch lohnt, dafür gewaltige Wassermengen zu verschwenden, ist augenscheinlich noch nicht abschließend geklärt.
(Seit langem gute Empfehlung: Wenn ihr schon E‑Mail-Signaturen mit Werbung für irgendeinen Käse drin haben wollt, dann eine mit ASCII-Ribbon. HTML-Mails sind noch gruseliger als Wahlergebnisse.)
Apropos, der Parlamentarismus ist offenkundig ein voller Erfolg: In einer Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern hatte gestern niemand Bock (Archivversion) darauf, den Bürgermeister zu spielen. Das ist witzig. Man sehe mir aber nach: Statt mit Wahlberichterstattung (die fast so langweilig ist wie die Politik selbst) den Tag zu verplempern, habe ich gestern meine Zeit mit etwas Schönem verbracht, nämlich mit: Musik.
Moths can feel no pain.
Guten Morgen.
Ab Anfang 2027 steht die digitale Brieftasche EUDI-Wallet allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Einwohnerinnen und Einwohnern in Deutschland (…) freiweillig [sic! A.d.V.] zur Verfügung.
Die EU (Archivversion), sinngemäß:
Nein.
Ab wie vielen guten Gründen darf man EU-Skepsis eigentlich endlich als EU-Müdigkeit betiteln?