Politik⁠In den Nachrichten
Internet ist freiwillig: Ein Nachtrag zu d‑you

Die Bun­des­re­gie­rung:

Ab Anfang 2027 steht die digi­ta­le Brief­ta­sche EUDI-Wal­let allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern sowie Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern in Deutsch­land (…) frei­weil­lig [sic! A.d.V.] zur Ver­fü­gung.

Die EU (Archiv­ver­si­on), sinn­ge­mäß:

Nein.

Ab wie vie­len guten Grün­den darf man EU-Skep­sis eigent­lich end­lich als EU-Müdig­keit beti­teln?

In den Nachrichten
Kriminalisiert wegen Bahn

Nicht, dass Bahn­fah­ren sonst ein Quell nie enden wol­len­der Freu­de wäre, wenn man nicht gera­de einen frei­en Ter­min­ka­len­der, ein schwach aus­ge­präg­tes Sozi­al­le­ben und eine erst­klas­si­ge Bahn­Card 100 sein eigen nennt, aber eine Schip­pe drauf­le­gen kann man ja noch (Archiv­ver­si­on):

Am Haupt­bahn­hof in Trier hal­ten die Bun­des­po­li­zi­sten einen Mann an, der gera­de aus einem ankom­men­den Zug steigt. Schwarz geklei­det, kaput­ter Ruck­sack, meh­re­re Tat­toos. Sei­nen Aus­weis rückt er nur wider­wil­lig raus. (…) Die bei­den Beam­ten bit­ten ihn, mit auf die klei­ne Wache zu kom­men, die die Bun­des­po­li­zei am Haupt­bahn­hof hat. Dort wer­den sei­ne Taschen und sein Ruck­sack kon­trol­liert. Sie fin­den nichts. Also kann der jun­ge Mann wie­der gehen.

Ein Täto­wier­ter in schwar­zer Klei­dung ohne unmit­tel­ba­re Absicht, eine Gewalt­tat zu bege­hen? An einem Bahn­hof?! Da wäre ich jetzt aber auch sehr skep­tisch gewe­sen. Zum Glück haben die­se tap­fe­ren Poli­zi­sten unter Ein­satz ihres Lebens die­ses Mon­ster vor­über­ge­hend in Ver­wah­rung genom­men. Wer weiß, was er sonst noch ange­stellt hät­te! :ja:

Min­de­stens so viel wie die­se jun­ge Frau im glei­chen Text bestimmt:

Die jun­ge Frau beteu­ert, dass sie einen Fahr­schein habe, nur ihr Han­d­y­ak­ku sei leer. Des­halb kön­ne sie ihn nicht zei­gen. 60 Euro kostet das die 18-Jäh­ri­ge – und eine Anzei­ge wegen Erschlei­chens von Lei­stun­gen.

Soll halt einen Akku mit­neh­men, der so lan­ge hält wie die durch­schnitt­li­che Bahn­ver­bin­dung ein­schließ­lich sämt­li­cher Ver­spä­tun­gen, die­se gemei­ne Trick­be­trü­ge­rin. Ist doch nicht die Schuld der Bahn, dass papier­ne Fahr­kar­ten nur noch unter aller­größ­tem Pro­test ver­kauft wer­den. :aufsmaul:

Falls über­haupt.

Wo’s doch die Bahn sowie­so gera­de nicht leicht hat:

Schar­fe Kri­tik von Bay­erns Ver­kehrs­mi­ni­ster: „Bahn gibt erbärm­li­ches Bild ab!“

Bil­li­ger und pünkt­li­cher wird’s halt auch nicht; wes­halb sich end­lich der Besit­zer der Bahn, „wir alle“ (d.h. die Bun­des­re­gie­rung), ein­schal­tet (knips) und han­delt (Archiv­ver­si­on):

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz hat Ent­la­stun­gen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wegen der hohen Sprit­prei­se in Aus­sicht gestellt.

Die­ser Spruch mit dem Fres­sen und Kot­zen – er ist noch bekannt?

Montagsmusik⁠Netzfundstücke⁠In den Nachrichten⁠Nerdkrams
scheitern.dreitausend – Müllberg // ChiPass und Unread sind das neue KeePassXC und Unread

Wie man sich bambust, so liegt man.

Es ist, mei­ne Damen und Her­ren, und das möch­te ich hier in aller Offen­heit sagen, Mon­tag. In der „taz“ durf­te jemand mit­tei­len, er „glau­be ein­fach, dass lin­ker Con­tent arschlang­wei­lig ist“. Ich begrü­ße die­sen Bei­trag, fürch­te aber, er wird die Situa­ti­on nicht nach­hal­tig posi­tiv beein­flus­sen. Wenn die Rech­ten eines beherr­schen, dann das Spiel mit der Netz­kul­tur.

(Der Oberrech­te von Sach­sen-Anhalt schlug der­weil vor – Archiv­ver­si­on -, man kön­ne doch das hoch­ge­rü­ste­te Mili­tär auch für effi­zi­en­te­res Abschie­ben ver­wen­den. Die Empö­rung war groß: Deut­sche Waf­fen dür­fen nur Flucht­ur­sa­che sein, nie­mals Rück­kehr­ar­gu­ment. Schwin­den­des Kul­tur­gut: es noch sel­ber mer­ken.)

Com­pu­ter, Com­pu­ter: Es gibt einen Win­dows-98-Defrag­men­tie­rungs­si­mu­la­tor. Als alter Sack, der ein paar Jah­re vor­her sei­ne ersten Geh­ver­su­che mit Win­dows­sy­ste­men hat­te, löst das immer­hin ein woh­li­ges Rau­nen in mei­nen Inne­rei­en aus. Mitt­ler­wei­le bin ich vor­ran­gig mit macOS und iOS „unter­wegs“, wie das wohl heut­zu­ta­ge genannt wird, doch auch dort ist man­ches in der Schwe­be. Der Pass­wort­ver­wal­ter Kee­Pas­sXC etwa, unter unixo­iden Syste­men zu Recht recht beliebt, weil die Pass­wör­ter dort abge­legt wer­den, wo man sie selbst unter Kon­trol­le behält, hat mit ChiP­ass eine „KI“-freie Abwand­lung bekom­men, die ich enorm gut fin­de und dar­um dort­hin umge­stie­gen bin. Möge dem Pro­jekt Erfolg beschie­den sein. Als RSS-Leser set­ze ich unter­des­sen seit bald zwei Jah­ren zufrie­den Mini­flux ein und gebe hier­zu zu Pro­to­koll, dass Unread, der von mir ein­ge­setz­te RSS-Leser für iPho­nes, seit kur­zem auch nativ das Mini­flux-API anzu­spre­chen in der Lage ist, so dass das Fever-API dort deak­ti­viert wer­den konn­te und ich end­lich auch direkt aus Unread her­aus Abon­ne­ments ver­wal­ten kann. Es ist ja nicht alles schlecht am Kapi­ta­lis­mus.

Du sagst immer „Spät­ka­pi­ta­lis­mus“, als wär’ das bald vor­bei.

scheitern.dreitausend – Müll­berg – Offi­ci­al Video

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Miniaturen (13.9.26)

Grund­sätz­li­che Idee für einen System­wech­sel: In einer abso­lu­ti­sti­schen Mon­ar­chie hät­te die AfD nichts zu mel­den.


Es gibt Erfreu­li­che­res als sehr gesprä­chi­ge Men­schen mit sehr lau­ter Lache, die offen­bar eine All­er­gie gegen geschlos­se­ne Büro­tü­ren haben.


Die­ter Hil­de­brandt hät­te heu­te sehr schlech­te Lau­ne.


Geschicht­li­cher Spaß­fakt, der mir zuge­tra­gen wur­de: Im BND wähl­ten Agen­ten anfangs oft einen Tarn­na­men mit Dok­tor­ti­tel, bis sich die ech­ten Dok­to­ren in Dien­sten des BND dar­über beschwert haben, wor­auf­hin es unter­sagt wur­de. Dort zu arbei­ten scheint nichts für Men­schen mit gesun­dem Selbst­wert­ge­fühl zu sein.


Men­schen, die „Bil­dung für Alle!“ auf Pla­ka­te schrei­ben und die Poin­te dann nicht ver­ste­hen.


Wie es zustan­de­kommt, dass zuse­hends blö­de­re Men­schen zuse­hends smar­ter hei­ßen­de Gerä­te nicht nur sich zu lei­sten imstan­de sind, son­dern genau das auch tun, lässt mir noch reich­lich Raum zum Wun­dern.


Sobald mir eine Par­tei ver­spricht, im Fal­le ihres Wahl­siegs den Gebrauch der von sämt­li­chen Sport­kom­men­ta­to­ren als ein­zig zuläs­si­ge For­mu­lie­rung für ver­blei­ben­de Spiel­dau­ern aner­kann­ten Phra­se „Es sind noch zehn Minu­ten zu gehen“ unter emp­find­li­che kör­per­li­che Stra­fen zu stel­len, wer­de ich mög­li­cher­wei­se doch noch ein Fan des Par­tei­en­we­sens.

Politik⁠In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: d‑you (war das nicht eine Automarke?)

Ein Sadist ließ mir über den hie­si­gen Kom­men­tar­be­reich gegen mei­nen Wil­len eine Pres­se­mit­tei­lung zur digi­ta­len Brief­ta­sche zukom­men. Ich bekom­me jetzt mei­ne Hand gera­de lan­ge genug aus dem Gesicht, um wenig­stens drei Zita­te anzu­brin­gen:

Der Name „d‑you“ ver­bin­de laut Bun­des­di­gi­tal­mi­ni­ster Dr. Kar­sten Wild­ber­ger (CDU) meh­re­re Ebe­nen: Das „d“ ste­he für digi­tal und Deutsch­land, wäh­rend „you“ die Nut­ze­rin­nen und Nut­zer adres­sie­re und bewusst in den Fokus stel­le.

Ach so. Mal was ande­res als unbe­wusst. Aber wäre es dann nicht ein­fa­cher, das Ding ein­fach „d‑u“ zu nen­nen?

Nein, natür­lich nicht:

Gleich­zei­tig klin­ge der Name inter­na­tio­nal und ver­wei­se auf den euro­päi­schen Kon­text, in dem die Wal­let ein­ge­setzt wer­den soll.

Ein ein­zi­ger Mit­glieds­staat der EU spricht haupt­säch­lich Eng­lisch. Wäre Chi­ne­sisch da nicht eine klü­ge­re Wahl gewe­sen? Oder wenig­stens Fran­zö­sisch, die euro­päi­sche Spra­che?

Ach, das könnt ihr ja nicht. Dafür klän­ge es weni­ger nach einer Auto­mar­ke aus einer sehr lästi­gen alten Fern­seh­wer­bung. Aber wer kennt schon Fern­seh­wer­bung?

Zen­tra­les Ele­ment des Logos ist eine Hand, die für Indi­vi­dua­li­tät und Selbst­be­stim­mung ste­hen soll – im Sin­ne von: die eige­nen Daten „in der Hand“ zu haben.

Unter­stel­len wir mal, dass das eine Hand sein soll und kein Blu­men­bou­quet oder ein neu­es Micro­soft­pro­gramm: Den­ke ich an mei­ne Daten in Ver­bin­dung mit zen­tra­ler digi­ta­ler Spei­che­rung, ist eine staat­li­che Hand das Letz­te, das ich da unbe­dingt haben muss.

Aber mich hat natür­lich auch mal wie­der nie­mand gefragt.

(Und „Wal­let“ ist natür­lich auch ein, wie wir Hob­by­ju­gend­li­chen es bis heu­te gern nen­nen, räu­di­ger Begriff. Man nen­ne es „Brief­ta­sche“ oder ver­su­che es am besten gar nicht erst.)

In den Nachrichten
Mörderroboter nach DIN

Wäh­rend ganz Deutsch­land in einer für Außen­ste­hen­de ver­mut­lich noch komi­scher anmu­ten­den Mischung aus Scha­den­freu­de und Psy­cho­se Beden­ken die neue­sten Kom­ma­ta aus Sach­sen-Anhalt debat­tiert, als wäre es neu­er­dings für irgend­je­man­den von Inter­es­se, was vor Punkt 18:00 am Wahl­abend (das ist nor­ma­ler­wei­se der Beginn auf­rich­ti­ger poli­ti­scher Kom­mu­ni­ka­ti­on, denn dann ist der Wäh­ler erst mal wie­der lei­se und es geht an die gemein­sa­me Posten- und damit Geld­ver­tei­lung) aus so einer Par­tei her­aus­plät­schert, sind 128 Mit­glieds­staa­ten der Ver­ein­ten Natio­nen schon einen Kriegs­schau­platz wei­ter­ge­zo­gen und arbei­ten an einer gemein­sa­men Leit­li­nie (eng­lisch­spra­chig) zum Umgang mit töd­li­chen auto­no­men Waf­fen (d.h. Mör­der­ro­bo­tern), die eher nicht „wir wer­den kei­ne nicht von einem Men­schen gesteu­er­ten Maschi­nen damit beauf­tra­gen, Men­schen zu töten, weil das unfass­bar bescheu­ert wäre“ lau­ten wird; und das ist die eigent­li­che Mel­dung dar­an.

Politik⁠In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Qluster – Xymelan // Teletekst statt WWW

Zahnpflege ist wichtig.

Es ist Mon­tag. Sind eigent­lich die­je­ni­gen Sach­sen-Anhal­ti­ner, die ganz sicher und nicht nur wegen der Herz­chen in den (gestern auch wie­der wirk­lich nur mit gut geöl­ten Wort­fil­tern erträg­li­chen) sozia­len Medi­en das Land ver­las­sen wer­den, wenn die AfD dort etwas mehr Ein­fluss im Par­la­ment bekom­men soll­te, noch da? Wenn ja: war­um? Es ist näm­lich archi­tek­to­nisch nicht sehr schön in Sach­sen-Anhalt.

(In der gest­ri­gen Wahl­be­richt­erstat­tung, soweit von mir zur Kennt­nis genom­men, amü­sier­te mich am mei­sten die Zwi­schen­über­schrift „Das sind die Grün­de für die SPD-Stim­men“ im „tagesschau“-Liveticker; denn anschei­nend muss die echt mal jemand erklä­ren.)

Lustig: Dirk Kurb­ju­weit erzählt beim „SPIEGEL“, dass es bestimmt irgend­ei­nen Beweis für die dank­bar kol­por­tier­te und dar­um mehr­fach wie­der­hol­te Behaup­tung gäbe, dass Russ­land in Deutsch­land irgend­wel­che Droh­nen zu ver­ant­wor­ten habe, benennt daher Russ­land als „den Feind“, ver­säumt es aber zu erwäh­nen, wie man gegen Russ­land so ins Feld zie­hen kann, dass es außer­halb von Ber­lin auch irgend­je­man­den inter­es­siert. Selbst­ver­ständ­lich liegt es mir als Freund der frei­en Pres­se fern, Jour­na­li­sten im Kriegs­mo­dus als satt und daher fei­ge zu beti­teln, des­halb kann ich nur rat­los dar­über nach­den­ken, war­um sie aus ihren kli­ma­ti­sier­ten Büros her­aus, fern­ab tat­säch­li­cher Fron­ten, so zahn­los für mehr Geschichts­ver­ges­sen­heit und also für mehr deut­sche Waf­fen gegen die Bol­sche­wi­ken trom­meln, ohne die­se Mög­lich­keit zumin­dest zu nen­nen.

Sicher nicht aus einem so nich­ti­gen Grund.

Oder?

2026 bis­her kurz zusam­men­ge­fasst: In den Nie­der­lan­den gibt es immer noch einen Tele­text. Die Nach­rich­ten-Web­site des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks konn­te aus irgend­ei­nem Grund nicht mehr aktua­li­siert wer­den, und sie haben Tele­tekst dazu genutzt, dar­über zu infor­mie­ren. Alles hat sei­nen Zweck.

Unter ande­rem auch: Musik.

Qlu­ster – Xyme­lan (offi­ci­al video)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten⁠Politik
Papier wird wenigstens nicht hochgeladen

Ber­lin so:

Min­de­stens eine sen­si­ble Datei ist sogar ver­schlüs­selt. Offen­bar genau für den Fall, der nun ein­ge­tre­ten ist. Aller­dings wur­de das zuge­hö­ri­ge Pass­wort eben­falls gele­akt, weil eine Mit­ar­bei­te­rin es per Mail her­um­ge­schickt hat­te, die wie­der­um abge­fischt wur­de.

Zwei­er­lei Bemer­kung dazu:

  1. Es ist all­zu leicht, mit dem Fin­ger auf tat­säch­li­che oder ver­meint­li­che Schul­di­ge (der Russe!!11!) zu zei­gen, wenn das eigent­li­che Sicher­heits­ri­si­ko bei Benut­zern liegt, die Pass­wör­ter im Klar­text ver­tei­len, und bei Admi­ni­stra­to­ren, die auf so etwas wie eine sau­be­re Rech­te­tren­nung lie­ber ver­zich­ten. Müss­te ich für das in Ber­lin Gesche­he­ne nun aber die Ver­ant­wor­tung über­neh­men, wäre mein erster Vor­schlag ein grö­ße­rer Ein­schnitt ins Per­so­nal. Offen­bar arbei­ten in der Ber­li­ner Ver­wal­tung Men­schen, die lie­ber irgend­was mit Men­schen machen soll­ten. Oder was mit Kunst.

    Sicher: Es ist legi­tim, alles beim Alten zu las­sen. Mei­ne eige­ne Lebens­er­fah­rung lehrt mich aber: Wenn es mein Ziel ist, dass jemand nach­drück­lich den Ein­druck behält, dass sein Ver­hal­ten viel­leicht nicht das Aller­schlaue­ste war, dann kom­me ich mit Zei­ge­fin­ger­schwin­gen nicht wei­ter. – Oder man lässt’s halt lau­fen. Is halt Ber­lin, wa.

  2. Haft­no­ti­zen an Bild­schir­men lan­den wenig­stens nicht in Daten­samm­lun­gen.

    Netzfundstücke⁠Nerdkrams
    Snic-KI-ers

    Wäh­rend Deutsch­land noch Kul­tur­zen­tren schließt, um es dem Rus­sen mal so rich­tig zu zei­gen, ver­tei­di­gen Scho­ko­rie­gel­her­stel­ler bereits unse­re west­li­chen Wer­te an mir bis dato erfreu­lich unbe­kann­ten Fron­ten:

    Snickers

    (Ent­schul­di­gung. Ich muss­te kurz tief durch­at­men. Sonst krie­ge ich die­sen Absatz nicht zu Ende getippt.)

    also Snickers hat

    (*prust*)

    es hat den ersten digi­ta­len Scho­ko­rie­gel erfun­den, mit dem man „KI“s gege­be­nen­falls dazu bewe­gen kann, sich die vor­he­ri­ge Ant­wort noch mal zu über­le­gen.

    Doch, wirk­lich.

    Sie sind ja nicht sie selbst, wenn sie hung­rig usw.

    Und da hilft ein Snickers.

    (Putin, den Knopf bit­te.)


    Lesens­wert (wenn auch recht aka­de­misch) zum sel­ben The­ma: Wie funk­tio­niert ein LLM und war­um ist es weder künst­lich noch intel­li­gent?

    Politik
    Mehr Karl Popper für Sachsen-Anhalt

    Karl Pop­per ließ 1987 über den „SPIEGEL“ (und wenig spä­ter per gutem Buch) die Wahr­heit ver­brei­ten, „alle unse­re Demo­kra­tien“ sei­en „kei­ne Volks­re­gie­run­gen, son­dern Par­tei­re­gie­run­gen“, weil die Par­tei­obe­ren über Inhal­te bestim­men und das Volk eben nicht.

    Zur Lösung des im sel­ben Auf­satz ange­führ­ten Pro­blems, dass das Vie­lepar­tei­en­sy­stem einen Pro­porz zur Fol­ge hat, der dafür sorgt, dass ein unzu­frie­de­nes Volk nicht so recht abrech­nen kann, weil nach der Wahl die abge­wähl­te Par­tei trotz­dem – dann eben mit mehr Koali­tio­nä­ren – wei­ter zu regie­ren gedenkt, schlug er vor, das aus dem US-ame­ri­ka­ni­schen und bri­ti­schen Raum bekann­te Zwei­par­tei­en­sy­stem für weni­ger schlecht zu hal­ten: Gefällt dem Wäh­ler die Poli­tik der einen Par­tei nicht, wird näch­stes Mal zuver­läs­sig die ande­re regie­ren.

    Ich hielt die­sen Vor­schlag ent­täu­schend lan­ge für unüber­legt, erken­ne aber mit Blick auf die poli­ti­sche Situa­ti­on in Sach­sen-Anhalt, das das Zwei­par­tei­en­sy­stem „die AfD und die Ande­ren“ in der poli­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on für selbst­ver­ständ­lich hält, spät sei­ne Weit­sicht an. Es soll­te eine Mög­lich­keit für den Wäh­ler geben, auch Par­tei­en, die too big to fail sind, wenig­stens eine Legis­la­tur­pe­ri­ode lang dazu zu bewe­gen, sich dar­über Gedan­ken zu machen, ob es wirk­lich so wei­se ist, eine ein­zi­ge Ent­täu­schung zu sein.

    Sonst lan­det man eben da, wo man jetzt steht.

    Persönliches⁠Politik⁠Montagsmusik
    Emma Ruth Rundle & Thou – Into Being // Antifaschismus endet am Bühnenrand

    Pan kurz da, Pan gleich weg

    Es ist Mon­tag. Die Islän­der wol­len allen Über­zeu­gungs­ver­su­chen von Nicht­is­län­dern zum Trotz mehr­heit­lich nicht in die EU, las ich in den Nach­rich­ten. Ein stol­zes Land. Könn­te man auch mal hin­rei­sen.

    Apro­pos Rei­sen. Ich war am ver­gan­ge­nen Sonn­abend, wie Nie­der­sach­sen und ande­re nor­ma­le Men­schen den bay­ri­schen und/oder ost­deut­schen „Sams­tag“ nen­nen, mal wie­der auf ein Punk­fe­sti­val gereist. Auf trat unter ande­rem (Archiv­ver­si­on für spä­te­res Schä­men) der mir bis dato unbe­kann­te Musi­ker But­ter­weg­ge nebst Begleit­grup­pe. In des­sen Kon­zert­rah­men gesun­gen wur­de „wenn alles scheiß­egal ist, sind wir end­lich frei“ und gespro­chen unter ande­rem „wir wol­len eure Hän­de sehen!“. Es wur­den Hän­de gezeigt. Mit die­sen Punks hat die AfD ein leich­tes Spiel: wer auf einer Büh­ne steht, der bekommt sei­nen Wil­len. Anti­fa­schis­mus endet am Büh­nen­rand.

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