Sonstiges
Eve­lyn Pal­la ist dohf.

Komfort-Check-in kaputt

Aber erst mal schön durch­sa­gen, dass es beque­mer wäre, wenn man sich kom­fort-ein­checkt.

Gut, so eine Bahn­che­fin zu haben. Da fühlt man sich direkt pro­gres­siv und femi­ni­stisch, wenn die Bahn Pro­ble­me hat und man drin­sitzt. Stolz wer­den wir sein, sagt sie, meint damit aber ver­mut­lich eher so etwas wie fas­sungs­los. Was ich mit „dohf“ mei­ne, sag ich aber nicht.

PolitikIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 25. Juni 2026

Das Wet­ter tut den Men­schen nicht gut, ihr Gleich­mut ist das erste Opfer des Som­mers: Ob ein Video­schieds­rich­ter, der irgend­was mit den Hän­den macht oder auch nicht und irgend­wel­che dog whist­les aus ein­schlä­gig auf­ge­kratz­ter Unbran­che schlech­ter­dings nicht mal kon­zep­tio­nell über­haupt kennt, ein gefähr­li­cher rechts­extre­mi­sti­scher Ter­ro­rist sei, mut­maßt (Archiv­ver­si­on) etwa das offen­sicht­lich gelang­weil­te ZDF und wun­dert sich hin­ter­her wie­der über Wahl­er­geb­nis­se.


Apro­pos Som­mer. Der puri­ta­ni­schen Ver­kehrs­po­li­zei (Brül­ler im Inter­net geklaut, dan­ke) sind nicht nur Her­ren, die ein­fach in Ruhe nackt her­um­ra­deln wol­len, ein Dorn im Auge, son­dern auch schnack­seln­de Ver­lieb­te.

Ein Paar ist sich im baden-würt­tem­ber­gi­schen Bur­ger­wald­see nah gekom­men. So nah, dass Bade­gä­ste die Poli­zei rie­fen.

Zum Glück wur­de aus­nahms­wei­se kein Gebrauch von der … hehe … Schuss­waf­fe gemacht.

Kann ich die­se Isla­mi­sie­rung noch mal sehen, deren rück­stän­di­ges Ver­hält­nis zu unse­ren Frei­hei­ten uns alle in der libe­ra­len Demo­kra­tie bedroht, indem man dort z.B. all­zu vie­le Kör­per­tei­le hin­ter Stoff hän­gen will?


Der neue Wehr­dienst habe bis­her über 530 neue Mör­der Sol­da­ten in den Dienst von Rhein­me­tall getrie­ben, froh­lockt das „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land“ und lässt das umstrit­te­ne Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­ri­um vor­rech­nen:

Von den Män­nern zeig­te laut Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­ri­um mehr als jeder Fünf­te Inter­es­se am neu­en Wehr­dienst, wobei der Durch­schnitts­wert des Inter­es­ses auf einer Ska­la von 0 bis 10 bei rund „Fünf“ lag.

„Nur über mei­ne Lei­che!“ ist ja immer noch kein „ganz bestimmt nicht“, nicht wahr?


Na, immer noch eure Pass­wör­ter auf den Ser­vern ande­rer Leu­te abge­legt, weil das so schön prak­tisch ist? Bei Last­Pass haben sie daher jetzt mal wie­der eure Kon­takt­da­ten raus­ge­tra­gen.


Das infan­ti­le Kin­der­be­triebs­sy­stem GNU/Linux ken­ne den Vor­fall eines Ker­nel-Hup­sis („Ker­nel oops“), las ich in der eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia. Hopp­la! Hat Ker­ne­li ein Aua? Soll Mama Debug­ger pusten?

(Erüb­rigt so was nicht auch die Alters­kon­trol­len?)


Neu­es von der Staats­rai­son: Die Ver­ein­ten Natio­nen, zustän­dig für Welt­frie­den, Men­schen­rech­te und ähn­li­chen als ver­al­tet miss­ver­stan­de­nen Krem­pel, stell­ten erneut fest, dass das geziel­te Zer­fet­zen von Kin­dern auch im Kriegs­fall mög­li­cher­wei­se nicht vom Völ­ker­recht gedeckt ist. Das sol­le man aber nicht über­be­wer­ten, teilt Isra­el mit. Die Zah­len sei­en ja gar nicht so groß wie ange­ge­ben und außer­dem sei­en die zer­fetz­ten Kin­der den Sol­da­ten vor­her gefähr­lich nahe gewe­sen. Mach­ste nix.

MontagsmusikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Genghis Tron – I Am All // Hit­ler ist mög­li­cher­wei­se gar nicht da.

Neue Bären braucht das Land

Es ist Mon­tag. Wir soll­ten alle viel mehr schrei­ben wie frü­her. Lan­ge Sät­ze. Kei­ne Emo­jis. Wie so ein Höh­len­mensch und/oder Erwach­se­ner. (Nur bes­ser kei­nem völ­lig Frem­den.)

Kur­zes Update aus der EU: Open Source ist kaputt. Haha. Die­se Bri­ten. Sie wis­sen ja gar nicht, was ihnen ent­geht. Haha­ha­ha. – Apro­pos „Haha­ha­ha“: Letz­te Woche ent­nahm ich einer Mit­schrift des „Mac & i“-Podcasts des hei­se-Ver­lags, dass die bei­den Mode­ra­to­ren dar­um gebe­ten wor­den waren, nicht so oft das Wort „Siri“ zu sagen, weil dies die „Assi­sten­ten“ der Pod­cast­hö­rer jeweils zur Akti­vie­rung gebracht hät­te und das von Nach­teil für die jewei­li­ge Lebens­qua­li­tät sei. Kann ich die­se Zukunft noch mal sehen, in der die Autos flie­gen und Com­pu­ter uns zu Dien­sten sind?

(Das auf irgend­ei­nem juri­stisch inter­es­san­ten Wege neu gegrün­de­te Unter­neh­men Com­mo­do­re hat ein Doofs­mart­phone raus­ge­bracht. Zufäl­le gibt’s.)

Kur­ze Info vom „Stern“: Wenn man auf einem Bild­chen im Inter­net Hit­ler in einem Fuß­ball­sta­di­on sieht, dann ist er es mög­li­cher­wei­se gar nicht.

Ach so.

Apro­pos Welt­krieg: Die Bun­des­wehr, kon­zept­be­dingt ein Hort für Wider­lin­ge jed­we­der Façon, möch­te bit­te nicht, dass ihr wisst, wie vie­le Deut­sche sich aus­drück­lich dage­gen sträu­ben, von wohl­ge­nähr­ten Feld­her­ren in sinn­lo­se Krie­ge geschickt zu wer­den. Der beste Tag, um den Kriegs­dienst zu ver­wei­gern, war übri­gens immer gestern, aber heu­te geht auch noch. (Denen, die jetzt ein­wen­den möch­ten, man möge doch bit­te wenig­stens dem Rus­sen etwas ent­ge­gen­set­zen, sei ergän­zend der Hin­weis gege­ben, dass die ukrai­ni­sche Armee euch gern rekru­tiert. Ach so, ihr wollt nur vom beque­men Sofa aus völ­lig Frem­den beim Ster­ben zugucken? Mein Feh­ler. Komi­sches Hob­by habt ihr da. Krieg macht halt mehr Spaß, wenn man nicht mit­ma­chen muss, nicht wahr?)

Hihi: „Nach­dem er die letz­ten drei Jahr­zehn­te sei­nes Lebens völ­lig unfä­hig und unwil­lig war, sich in irgend­ei­ner sinn­vol­len Wei­se mit der Welt um ihn her­um aus­ein­an­der­zu­set­zen, erklär­te James Par­ker – ein Typ aus der Gegend, der als Mensch abso­lut nichts auf die Rei­he kriegt – Repor­tern am Don­ners­tag, dass er in KI rie­si­ges Poten­zi­al sehe.“ – Dazu auch: Wie „KI“-Wirtschaft funk­tio­niert. „Xavier besitzt eine Woh­nung, die er mit einem Ver­lust von 1 Mil­li­ar­de Dol­lar pro Monat ver­mie­tet. Ange­sichts die­ses Erfolgs beschließt er, finan­zi­el­le Ver­pflich­tun­gen für den Bau neu­er Woh­nun­gen im Wert von 850 Mil­li­ar­den Dol­lar an Orten ein­zu­ge­hen, an denen nie­mand sie haben will.“ Isso.

Isauch­so: Musik.

GENGHIS TRON – I Am All (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenNerdkrams
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Anony­me Aus­weis­kon­trol­le mit 3sat

3sat quatscht (Archiv­ver­si­on) von MEINEN Gebühren!!!1! über das mord­fi­nan­zier­te „sozia­le Netz­werk“ W Social (ich berich­te­te):

Ein­mal per Aus­weis veri­fi­zie­ren, danach anonym posten.

Ist ja nicht so, dass der Aus­weis nicht genau das ist, was Anony­mi­tät sicher auf­hebt.

Ich hal­te es übri­gens mehr mit anony­mer Veri­fi­zie­rung, aber mei­ne Plä­ne zur Über­wa­chung sämt­li­cher EU-Bür­ger sind auch von über­schau­ba­rem Umfang.

In den NachrichtenNerdkrams
Kurz ange­merkt zu W Social

Ein von einem schwe­di­schen pro­fit­ori­en­tier­ten Unter­neh­men ins Leben geru­fe­nes und von Men­schen aus dem Umfeld der ekli­gen Fir­ma Spo­ti­fy, die mit dem Geld, das sie dafür bekommt, ihren immer noch zu vie­len zah­len­den Kun­den mit „KI“-generierter Musik auf die Eier zu gehen, Mord­ma­schi­nen finan­ziert, unter­stütz­tes „sozia­les Netz­werk“ im Gei­ste der De-Mail, auf des­sen Start­sei­te man der­zeit umge­hend einen Bei­trag von Ursu­la von der Ley­en sieht und also sofort kei­nen Bock mehr hat, mit direk­ter Ver­bin­dung zu dem von ein paar Mil­lio­nä­ren gegrün­de­ten und exklu­siv betrie­be­nen US-Netz­werk Blues­ky und Aus­weis­pflicht, damit es nur nie­mand wagen möge, dort sein Recht auf freie Rede all­zu unge­zü­gelt ein­zu­set­zen, sei also eine emp­feh­lens­wer­te „euro­päi­sche Alter­na­ti­ve“ zu Twit­ter, blö­deln (Archiv­ver­si­on) die öffent­lich-recht­li­chen Kanä­le seit gestern, igno­rie­ren mit­hin die Exi­stenz der noch vor drei Jah­ren auch im ZDF mit gro­ßem Getö­se ange­prie­se­nen euro­päi­schen Alter­na­ti­ve Mast­o­don (jaja: Mast­o­don ist nur eine der Ober­flä­chen für Acti­vi­ty­Pub; wie halt W Social auch nur eine der Ober­flä­chen für das beknack­te Blues­ky ist) und stel­len so ins­ge­samt unter Beweis, dass es für Ner­ven und Ver­stand bis­wei­len gesün­der ist, nir­gend­wo zu sein und die sozio­lo­gisch sicher­lich lehr­rei­che klei­ne Bla­se aus den­je­ni­gen Men­schen, die die Euro­päi­sche Uni­on sehr mögen, tech­nisch mäßig inter­es­siert sind, unbe­dingt irgend­wo sein wol­len, sich weder auf Twit­ter noch auf Blues­ky wohl­füh­len und trotz­dem sehr gern nicht über so etwas Lästi­ges wie die Hoheit über die eige­nen Daten nach­den­ken wol­len, mit ihren Sor­gen, Pro­ble­men und Lösun­gen für nicht vor­han­de­ne Pro­ble­me fürs Erste allein zu las­sen.

PersönlichesPolitik
Zweit­klas­si­ge Deut­sche

Latür­nich gibt es in Deutsch­land und sei­ner Gesell­schaft die Zwei­klas­sen­ge­sell­schaf­ten im Plu­ral:

  • Pri­vat und gesetz­lich Ver­si­cher­te (wie lang­wei­lig).
  • Besu­cher der re:publica und lesens­wer­te Autoren.
  • Chri­sten mit selbst gewähl­tem gesetz­li­chem Aus­schla­fen und die gro­ße Mehr­heit.
  • Men­schen, für die der Exhi­bi­tio­nis­mus­pa­ra­graph nicht gilt, und Män­ner.
  • Poli­ti­ker und Men­schen, die man online nach Belie­ben eine pein­li­che Wurst nen­nen kann, ohne dass die Staats­an­walt­schaft „von Amts wegen“ tätig wird.
  • Sol­da­ten und ehr­ba­re Men­schen, die man nicht aus­la­chen soll­te, wenn man ihnen begeg­net.
  • Wehr­pflich­ti­ge und Men­schen, die die Wehr­pflicht befür­wor­ten.

Die Fran­zo­sen hat­ten auf all das mal eine ein­fa­che Ant­wort. Wel­che haben wir?

In den NachrichtenMontagsmusik
Lai­bach – Sin­gu­la­ri­ty // Kopf­schmerz­ora­kel

Hier ein Panda-Orakel: es wird flauschig.

Es ist, ich hat­te es ja befürch­tet, Mon­tag. Ein „Pin­gu­in-Ora­kel“, quatsch­ten, wäh­rend ich was Bes­se­res zu tun hat­te als die Qua­li­täts­nach­rich­ten („n‑tv“) zu lesen, die Qua­li­täts­nach­rich­ten („n‑tv“), habe mit­tels Wat­schelns irgend­was mit Fuß­ball geweis­sagt. Ich habe mir beim gest­ri­gen und damit wenig­stens ange­nehm spä­ten Lesen die­ser, äh, Nach­richt spon­tan ein Poch-Ora­kel aus­ge­dacht: der Rhyth­mus mei­nes pochen­den Kopf­schmer­zes, der umge­hend ein­setz­te, bedeu­tet bestimmt auch irgend­was. Ger­ma­ny zwölf pöints. War schon vier­mal da, bit­te nicht wie­der anru­fen.

Inter­es­sier­te Fra­ge mei­ner­seits: War­um hei­ßen Wie­der­ho­lun­gen neu­er­dings „Re-Live“ und wen muss ich mit Toma­ten bewer­fen, damit das auf­hört? – Apro­pos Toma­ten­wer­fen: Jun­ge Leu­te haben Angst. Die­je­ni­gen, die sol­cher­lei Mit­men­schen zu zeu­gen beab­sich­ti­gen, soll­ten dies bit­te recht­zei­tig unter­las­sen. Angst ist nur für Künst­ler ein guter Antrieb, aber so vie­le Künst­ler braucht die Zukunft nun wirk­lich nicht. Das macht ja dem­nächst auch alles „die KI“, die immer­hin die Zukunft der Wahr­heit ist. Doch, wirk­lich, so heißt ein Buch zum The­ma, das eben­falls eine „KI“ geschrie­ben hat, und damit ist es eine zuver­läs­si­ge Pri­mär­quel­le.

(Ver­steh’ ich auch nicht: War­um ist die Wiki­pe­dia kei­ne zuläs­si­ge Quel­le, aber jeder hane­bü­che­ne Unfug, den die­se „KIs“ mit nichts als Sto­cha­stik so zusam­men­fa­bu­lie­ren, geht als gül­ti­ges Recher­che­er­geb­nis durch? Sind den Men­schen ihre gei­sti­gen Errun­gen­schaf­ten bis hin zur – jaja – Kul­tur nur mehr so wenig wert?)

Die Schei­ßig­keit der „künst­li­chen Intel­li­genz“ in Ver­bin­dung mit dem Geiz, der sie von der Nut­zung einer guten Such­ma­schi­ne abhält, trei­be Men­schen zum Äußer­sten, lese ich: Es gibt wie­der mehr Link­ver­zeich­nis­se. Die Älte­ren erin­nern sich. Die Ant­wort der Poli­tik auf die­sen Käse ist ein pani­sches Grei­fen nach dem letz­ten Stück vom Kuchen, als schmeck­te der gif­ti­ge Brei nach Erd­bee­ren, sobald man eine euro­päi­sche Flag­ge rein­rammt. (Das tut er nicht.) Es ist schon merk­wür­dig: Immer, wenn sich die Poli­tik um ein The­ma zu küm­mern beab­sich­tigt, wäre es mir wirk­lich lie­ber, sie wür­de es las­sen.

Das The­ma lässt selbst die kon­se­quent iro­ni­sche Musik­grup­pe Lai­bach nicht kalt, und weil ich ihre Umset­zung mag, las­se ich zum Abschluss auch sie zu Wort kom­men.

Charts are fil­led with polished sounds
There’s no magic to be found

Guten Mor­gen.

PersönlichesFotografie
Brüs­sel sehen und trotz­dem nicht ster­ben

Das Leben ist zu kurz für etwas ande­res als Genuss. Unter Berück­sich­ti­gung die­ser wert­vol­len Maxi­me für jeder­manns gutes Leben rei­ste ich also in inspi­rie­ren­der Beglei­tung nach Brüs­sel, wo ich nicht nur sowie­so mal hin­woll­te, son­dern auch eine alt­ge­dien­te Musik­grup­pe auf ihrer wohl letz­ten Tour sehen konn­te. Per­fekt.

Brüs­sel ist hyg­ge­li­ger hüge­li­ger als das optisch sonst lei­der ähn­li­che Prag. Wenn man vom Bahn­hof aus zu Fuß zum Hotel schlen­dert, wird man unter­wegs zwei­mal see­krank. Die Stadt riecht nach Waf­feln und Scho­ko­la­de. Dass trotz­dem aller­or­ten mit dem bescheu­er­ten Man­ne­ken Pis gewor­ben wird, als gäb’s dort nichts ande­res zu sehen, ist eine Ver­mark­tungs­stra­te­gie, die etwas ein­fach scheint, aber funk­tio­niert. Wo man den blö­den Brun­nen wohl sehen könn­te, ergab sich schon beim Schlen­dern durch die Stadt, denn die gro­ßen Schwär­me an Tou­ri­sten aus augen­schein­lich aller Welt hin­ter­lie­ßen Spu­ren. Hof­fent­lich bringt bald jemand eine zwei­te Sehens­wür­dig­keit raus.

‘Brüs­sel sehen und trotz­dem nicht ster­ben’ wei­ter­le­sen »

PolitikIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 10. Juni 2026

Der skru­pel­lo­se Unrechts­staat Isra­el ver­sen­de Zen­sur­vor­ga­ben an Jour­na­li­sten, lese ich bei der­sel­ben „ZEIT“, die 2025 befand, Deutsch­land müs­se dem „Freund“ Isra­el mit etwas erho­be­ne­rem Zei­ge­fin­ger als bis­her Waf­fen lie­fern. Wenn das die „ein­zi­ge Demo­kra­tie“ im „Nahen Osten“ ist, was ist dann eigent­lich eine Dik­ta­tur?


Dazu auch: Wehr­pflicht­kri­tik sei ein Honig­topf für Links­extre­mi­sten, erzählt ein Innen­mi­ni­ste­ri­um. Sel­ten fühl­te ich mich Win­nie Puuh mehr ver­bun­den als jetzt. (Mal was ande­res als immer nur I‑Aah.)


Dada­is­mus (Archiv­ver­si­on) der Woche:

Das Kon­sum­kli­ma in Deutsch­land ist so schlecht wie seit Jah­ren nicht mehr. Han­del und Gastro­no­mie hof­fen auf einen “WM-Effekt”.

Sie hof­fen, dass also „die Deut­schen“, gebeu­telt von der Steu­er­be­la­stung, äh, dem „schlech­ten Kon­sum­kli­ma“ (hä?), in der Vor­run­de raus­flie­gen und dann, statt zu pein­li­cher Unmu­sik miss­brauch­te Flag­gen zu schwen­ken, demü­tig schwei­gen, wäh­rend bes­se­re Mann­schaf­ten – ich halt’s ja mit den Three Lions – ver­gleichs­wei­se ansehn­li­chen Sport betrei­ben? Das hal­te auch ich für wün­schens­wert.


Na, haben wir wie­der kein Pro­blem damit, wenn unser Foto in irgend­ei­ner „Cloud“ liegt, und sind hin­ter­her außer uns, weil wir ein biss­chen dumm sind?


Ich, wie die Eng­lisch­spre­cher sagen, lach­te mei­nen Hin­tern ab: Die „FAZ“ (will nicht direkt ver­linkt wer­den, LSR) schreibt zum „KI“-Zwi­schen­fall von Mario Voigt (CDU):

Wir haben den Gast­bei­trag von Mario Voigt bei FAZ.NET depu­bli­ziert und im F.A.Z.-Archiv gesperrt.

Was spricht eigent­lich dage­gen, die Grüß­au­gu­ste der Bun­des­re­pu­blik – vom Mini­ster- bis zum Bun­des­prä­si­den­ten – kom­plett durch eine „KI“ zu erset­zen, wenn ihre Auf­ga­be eh nur im Vor­le­sen frem­der Pro­sa besteht? Die Sprach­syn­the­se ist mitt­ler­wei­le recht aus­ge­reift, wie man hört.

In den Nachrichten
Kurz ange­merkt zur Bericht­erstat­tung über Bel­fast

Es sei­en – anders frei­lich als die nahe­zu welt­wei­te und wohl­be­grün­de­te Erre­gung über das gewalt­sa­me Able­ben Geor­ge Floyds – ras­si­sti­sche Kra­wal­le, rech­te Het­ze und/oder Auf­wie­ge­lei, wenn nicht gar Spal­tung und Hass, stel­len so Medi­en fest, dass näm­lich die Ein­woh­ner des Ver­ei­nig­ten König­reichs als Reak­ti­on dar­auf, dass Sikh, Suda­ne­sen und ander­wei­tig als anders­ar­tig Emp­fun­de­ne hin und wie­der einen Bri­ten oder Nord­iren „mes­sern“, wie wir es frü­her in Coun­ter-Strike nann­ten, weil näm­lich, so lässt es die „tages­schau“ (Archiv­ver­si­on) argu­men­tie­ren, kei­ne gro­ßen Pro­te­ste statt­fin­den, wenn ein Nord­ire eine Nord­irin eben­falls ermor­det; was man als Prio­ri­tät natür­lich so gel­ten las­sen kann.

PolitikIn den Nachrichten
Si vis pacem, para bel­lum. (25)

„hei­se online“, 6. März 2026 (will nicht ver­linkt wer­den, LSR):

Die Mini­ster­prä­si­den­ten­kon­fe­renz (MPK) hat auf ihrer jüng­sten Sit­zung am Don­ners­tag in Ber­lin einen Kurs­wech­sel in der digi­ta­len Ord­nungs­po­li­tik signa­li­siert. Im Zen­trum der Bera­tun­gen stand die psy­chi­sche Gesund­heit der jüng­sten Nut­zer­ge­ne­ra­ti­on, die nach Ansicht der Län­der­chefs im digi­ta­len Raum syste­mi­schen Risi­ken aus­ge­setzt ist. Sucht­me­cha­nis­men, Des­in­for­ma­ti­on sowie Hass und Het­ze nen­nen sie als zen­tra­le Gefah­ren, vor denen Kin­der und Jugend­li­che ein Recht auf Schutz haben.

„nd“, 4. Juni 2026:

2016, nach dem zwei­ten Tag der Bun­des­wehr, ver­öf­fent­lich­ten Frie­dens­ak­ti­vistinnen Bil­der von Kin­dern an Waf­fen. Im baden-würt­tem­ber­gi­schen Stet­ten wur­den Kin­der in die Funk­ti­ons­wei­se des Sturm­ge­wehrs G36 und der Pisto­le P8 ein­ge­wie­sen. Die Maschi­nen­pi­sto­le MP7 durf­ten sie, unter Anlei­tung von Sol­da­ten, sogar anle­gen und das Zie­len üben. (…) 2025, eine »Zei­ten­wen­de« spä­ter, inter­es­sier­ten ähn­li­che Vor­gän­ge kaum noch. Akti­vist\innen der Kam­pa­gne »Unter 18 nie«, die sich gegen die Anwer­bung Min­der­jäh­ri­ger durch das Mili­tär aus­spricht, beob­ach­te­ten in Bücke­burg Kin­der an Maschi­nen­ge­weh­ren. Den Sol­da­ten am ent­spre­chen­den Info­stand sei zwar klar gewe­sen, dass es Kin­dern ver­bo­ten sei, mit Waf­fen zu han­tie­ren, sie hät­ten auch dar­auf hin­ge­wie­sen, den Zugriff der Kin­der aber nicht unter­bun­den.

Haupt­sa­che, sie lesen nicht aus Ver­se­hen „RT“ oder so.

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

MusikIn den NachrichtenMontagsmusik
Bent Knee – Holy Ghost // Künst­li­che Arsch­bro­tin­tel­li­genz

Praktisch: Pandas kann man stapeln.

Es ist Mon­tag 2.0, denn letz­te Woche war auch bereits ein Mon­tag und das ist die ein­zig logi­sche Fort­füh­rung. Selbst die drö­ge „FAZ“ hat inzwi­schen das Gezweinul­le für sich ent­deckt und schwärmt sal­bungs­voll von ihrem ETF-Spar­plan 2.0. Eine Ver­si­on 1.1 gab es nie und eine Ver­si­on 3.0 wird es wahr­schein­lich auch nie geben, es gibt immer nur 2.0. Wenn die Arsch­bro­te von der elen­den NATO dem­nächst dann also aus gewohnt affi­gen Grün­den den näch­sten Welt­krieg als aus­ge­bro­chen bezeich­nen wer­den, dann wird das nicht der drit­te Welt­krieg, son­dern der Welt­krieg 2.0 sein. Denn den gab es ja noch nie, nur schnö­de Welt­krie­ge.

(Öfter mal neue Schimpf­wör­ter erfin­den. Das hält die Spra­che leben­dig.)

Apro­pos Arsch­bro­te: Der fürs Pen­ta­gon zustän­di­ge US-Mini­ster habe, wie man liest, zwecks Bekämp­fung der „Infek­ti­on der poli­ti­schen Kor­rekt­heit“ die Anzahl an im Mili­tär offi­zi­ell zuge­las­se­nen Reli­gio­nen von über 200 auf 31 (davon 22 christ­li­che Glau­bens­ge­mein­schaf­ten) gesenkt. Hihi. Die­se Got­tes­staa­ten immer. So rück­stän­dig. Wir im Westen hin­ge­gen schau­en mit Nach­sicht auf die edlen Wil­den. Kolo­nia­li­sie­rung lohnt sich da nicht mehr. Alles im Eimer.

Aus dem Pan­ora­ma zum glei­chen The­ma: Die dpa berich­tet, „ein Mann“ habe „in Mün­chen mit einem Stra­ßen­schild auf Men­schen vor einem Imbiss ein­ge­schla­gen“ und dabei irgend­ei­nen reli­giö­sen Blöd­sinn geru­fen. Typisch Poli­tik und Poli­zei: Auf Mes­ser zum Apfel­schä­len kon­trol­lie­ren sie, aber Stra­ßen­schil­der stel­len sie dann griff­be­reit hin. Dan­ke, Mer­kel.

(Es scheint eine außer­or­dent­lich dum­me Idee zu sein, ein Bank­kon­to in Deutsch­land zu haben. Wenn Lon­don nur nicht so unprak­tisch wäre! Was für eine wun­der­vol­le Stadt. Was für ein wun­der­vol­les Land. -)

Auch lehr­reich: Wor­an erkennt man eine „KI“? Der Ins-Inter­net-Rein­schreib­kol­le­ge schreibt und fuß­no­tet: unter ande­rem dar­an, dass sie weder zuzu­ge­ben bereit ist, was sie alles nicht kann, noch im eigent­li­chen Sin­ne Humor hat. Ich schrei­be jetzt nicht, für wel­che Par­tei eine „KI“ also wahr­schein­lich eine her­vor­ra­gend qua­li­fi­zier­te Vor­stands­kan­di­da­tin wäre. Es ist Wahl­kampf und da mache ich nicht mehr mit.

Über aus­ge­rech­net Paul McCart­ney erfuhr ich (wie üblich) zu spät, dass er sich schon 2025 an einem künst­le­risch lobens­wer­ten Pro­jekt namens „Is This What We Want?“ betei­ligt hat­te, das als Pro­test gegen die „KI“-„Musik“ kon­zi­piert war und im Wesent­li­chen aus Stu­dio­ge­räu­schen bestand, um zu ver­deut­li­chen, was pas­sie­ren wür­de, wür­de „KI“ die Arbeit von Berufs­mu­si­kern voll­ends ent­wer­ten: sie hät­ten näm­lich schlicht kei­nen Bock mehr. Zwar hät­te ich per­sön­lich außer­or­dent­lich weni­ge Ein­wän­de dage­gen, wenn der ein oder ande­re Musi­ker kei­nen Bock mehr hät­te, bin aber den­noch der Ansicht, dass das Anlie­gen unter­stüt­zens­wert war, ist und bleibt. Wenn ihr also jeman­den kennt, der „KI“-„Musik“ unter die Leu­te zu brin­gen ver­sucht, gebt ihm bit­te einen mög­lichst unhöf­li­chen Kose­na­men (z.B. „du Arsch­brot“), bis er damit auf­hört.

Drin­gend auf­merk­sam­keits­be­dürf­tig: Musik von (und für) Men­schen.

BENT KNEE – Holy Ghost (Live at The Record Co.)

Guten Mor­gen.