Der Streamingdienst TIDAL verkündete jüngst, dass er „KI“-generierte „Musik“ demnächst aus der Tantiemenverteilung ausschließen wird. Hierfür verlässt er sich künftig auf entsprechende Erkennungsautomatismen und kennzeichnet den nutz‑, weil herzlosen Schrott als solchen. Er folgt damit den französischen Konkurrenten Deezer und Qobuz, die bereits zuvor vergleichbare Maßnahmen angekündigt hatten.
Wer jetzt annimmt, dass dies abermals einer meiner kleinen und weniger kleinen Seitenhiebe gegen Spotify ist, der hat damit völlig Recht, denn natürlich hat auch Spotify (wie übrigens auch Apple Music) das Problem erkannt und möchte etwas dagegen unternehmen: Falls an den hochgeladenen Stücken ausdrücklich dransteht, dass es sich um „KI“-generierte „Musik“ handelt, dann könnten sie möglicherweise anders behandelt werden.
Ich schau’ mir das aus der Ferne an und geh’ pragmatisch um: In den Plattenschrank kommt nur, was der Mensch vollbringt. (Auf einem Laptop herumzudrücken ist immer noch eine zutiefst menschliche Angelegenheit.) Ein Gütesiegel für und namens „menschliche Musik“ fände ich allerdings trotzdem großartig, könnte man da nicht…?


Schrott mit Herz, sei er nun gekennzeichnet oder nicht, ist auch schrottig.
PS.
Was ist denn ein „Plattenschrank“?
Schrank mit Platten drin
War heute Liebesliederprade bei Spotify?
Woher soll ich das wissen?