Nerdkrams
Sublime Text: Na ja, ich hab’s versucht.

Über Sub­lime Text habe ich ja schon so manch­es berichtet, mich auch in Form von Todo.txt-Unterstützung am reich­halti­gen Erweiterungs­fun­dus beteiligt. Nun macht sich aber die Kehr­seite von closed source bemerk­bar: Der Entwick­ler hätte gern noch mehr Geld von mir.

Die Entwick­lung von Sub­lime Text 2 ist seit langem been­det, obwohl es dur­chaus noch einige Unzulänglichkeit­en zu beheben gäbe. Sämtliche Entwick­lungsar­beit kommt momen­tan Sub­lime Text 3 zugute, das in der Betaphase steckt und momen­tan noch mit ein­er Sub­lime-Text-2-Lizenz funk­tion­iert, das soll sich aber mit der finalen Ver­sion ändern. Die wesentliche Neuerung? Python 2 wurde durch Python 3 erset­zt. Für mich als Nicht-Python-Nutzer ist das natür­lich über­flüs­siger Quatsch. Bei Sub­lime Text 2 zu bleiben halte ich für keine gute Lösung, die bekan­nten Prob­leme ein­er nicht mehr gepflegten Soft­ware wer­den mit der Zeit ja nicht von selb­st ver­schwinden, son­dern sich eher noch ver­mehren. Sub­lime Text 3 ließe sich wahrschein­lich wie schon Sub­lime Text 2 ohne Lizenz (mit gele­gentlichen Nerv-Pop­ups) nutzen, aber das halte ich für falsches Vorge­hen. Ich ver­ste­he ja auch Leute nicht, die jahre­lang Win­RARs Nervpop­ups ertra­gen, statt auf freie Alter­na­tiv­en wie PeaZip oder 7‑Zip umzusteigen.

Die Lösung? Ver­mut­lich bleibt mir, wenn ich nicht plöt­zlich im Lot­to (das ich nicht spiele) gewin­nen sollte, nichts anderes übrig als das Ökosys­tem Sub­lime Text mit all seinen Annehm­lichkeit­en (in meinem Fall wären dies der her­aus­ra­gende Paketver­wal­ter Pack­age Con­trol und das killer­fea­ture Goto Any­thing, ins­beson­dere die Sym­bol­liste) wieder durch etwas aus der Welt der freien Soft­ware zu erset­zen. Wer weiß, wie lange es dauert, bis Sub­lime Text 4 wiederum das Ende der aktuellen Entwick­lun­gen ein­läutet? Nur wodurch?

Sub­lime Text 2 hat­te auf meinem Win­dowssys­tem gle­ichzeit­ig Notepad++ (Allzwecked­i­tor) und GVim (Codeed­i­tor) abgelöst. Notepad++ kommt nicht mehr in Frage: Zwar ist die Liste an Erweiterun­gen beein­druck­end, die Sta­bil­ität jedoch nicht — um ein kom­fort­a­bles Arbeit­en zu ermöglichen, ist eine Vielzahl an Plu­g­ins von­nöten. Auf einem Sys­tem, auf dem ich immer mal wieder neue Notepad++-Versionen aus­pro­biere, kommt es hier­bei regelmäßig zu Abstürzen (gele­gentlich mit Daten­ver­lust; ähn­liche Erfahrun­gen habe ich übri­gens mit PSPad gemacht). Selb­st die Plu­g­ins im mit­geliefer­ten “Plu­g­in-Man­ag­er” mögen Notepad++ manch­mal nicht.

Notepad++ kaputt

Also wird eine Alter­na­tive gesucht. Notwendig sind eine ein­fache Erweit­er­barkeit (etwa per Plu­g­ins), eine Ver­mei­dung des Lizen­zprob­lems bei ver­gle­ich­sweise kleinen Verbesserun­gen (damit fall­en EmEd­i­tor und SlickEd­it raus) und eine erträglich kom­fort­able Sym­bol­suche (somit ist auch sed aus dem Ren­nen), Bonus­punk­te gäbe es für par­al­le­les (gle­ichzeit­iges) Edi­tieren in unter­schiedlichen Zeilen (das brauche ich ger­ade in PHP ziem­lich häu­fig) und eine flex­i­ble Anpass­barkeit, die nicht wie Sub­lime Text auf vier (!) Dateien pro Plu­g­in (!) verteilt wer­den sollte. Suchen und Erset­zen mit reg­ulären Aus­drück­en, intak­te Syn­tax­her­vorhe­bung für “meine” bevorzugten Sprachen sowie ein grafis­ches theme, bei dessen Anblick nicht umge­hend die Augen explodieren (par­don, PSPad), soll­ten heutzu­tage selb­stver­ständlich sein. Was ich auch auf keinen Fall brauche, ist ein IDE. Für große Pro­jek­te mag es akzept­abel sein, mein Inter­esse daran, für kurzes Web­seit­en­basteln eine umfan­gre­iche Pro­gram­mierumge­bung (Visu­al Stu­dio, eclipse, Aptana, …) hochfahren zu müssen, hält sich aber in engen Gren­zen.

Zweifel­sohne inter­es­sant ist Tex­tAdept, ein freier Edi­tor, der die Benutze­r­ober­fläche von Sub­lime Text nachahmt und kon­tinuier­lich entwick­elt wird, jedoch wer­den Lua-Ken­nt­nisse für die Kon­fig­u­ra­tion voraus­ge­set­zt, die ich nicht habe. Eine Sym­bol­suche scheint es nicht zu geben, die Web­site schweigt sich dazu aus. Ich werde den Edi­tor im Auge behal­ten, momen­tan aber taugt er für meine Zwecke nichts. RJ TextEd ist gut gemeint und für Weben­twick­lung sicher­lich keine allzu schlechte Wahl, kann aber bere­its mit C++-Code nichts mehr anfan­gen. Der “High­lighter” für C++ blieb fol­gen­los — eben­falls untauglich.

Weit­er: Blue­fish. Ein Mul­ti­plat­tformed­i­tor unter der GPL, der mit sein­er Eig­nung als Codeed­i­tor wirbt. Die Instal­la­tion unter Win­dows schaufelt mir erst mal unge­fragt Python und GTK+ auf die Fest­plat­te, obwohl ich davon überzeugt bin, dass bei­des schon irgend­wo herum­liegt. Der Start erfol­gt allerd­ings blitzschnell, die Bedienober­fläche nach dem ersten Start ist allerd­ings ziem­lich über­frachtet. Themes scheint es nicht zu geben, mit etwas Herumgek­licke im Ein­stel­lungs­di­a­log bekommt man aber zumin­d­est einen dun­klen Hin­ter­grund für das Edi­tor­fen­ster hin. Das Syn­tax­high­light­ing für Nicht-Web-Sprachen ist vorhan­den, aber, gelinde gesagt, scheiße. Auch eine Sym­bol­suche kon­nte ich nicht ent­deck­en. Blue­fish scheint eben­falls vor allem für Weben­twick­ler von Rel­e­vanz zu sein, was nicht schlimm ist, aber ich habe eben auch noch ein paar andere Pro­jek­te zu bear­beit­en.

Für meine Zwecke oft vorgeschla­gen wird auch Geany. Geany über­rascht mich pos­i­tiv und neg­a­tiv. Gle­ichzeit­ig. Das muss man erst mal schaf­fen!

Geany

Zuerst das Neg­a­tive: Das Syn­tax­high­light­ing für jeden­falls C++ ist auf Blue­fish-Niveau, eine Möglichkeit, aus dem weißen Hin­ter­grund einen dun­klen zu machen, habe ich nicht gefun­den (ein heller Hin­ter­grund stört bei län­ger­er Bild­schir­mar­beit doch immens), par­al­le­les Edi­tieren scheint eben­falls nicht zu funk­tion­ieren. Pos­i­tiv hinge­gen: Die Sym­bol­liste (lei­der nur auf die ger­ade geöffnete Datei beschränkt, eine vorhan­dene Ctags-Datei wird trotz ange­blich­er Kom­pat­i­bil­ität seit­ens Geany voll­ständig ignori­ert, da sie den falschen Namen — das eigentlich dur­chaus nor­male TAGS — trägt) wird beim Start gefüllt und angezeigt. Es scheint aber nicht möglich zu sein, direkt ein bes­timmtes Sym­bol inner­halb der ger­ade offe­nen Datei per Tas­tenkürzel anzus­prin­gen, ein akzept­abler Ersatz für “Goto Any­thing” ist also auch in Geanys Port­fo­lio nicht zu find­en. Schade.

Let­z­tendlich bleiben also nach meinem aktuellen Ken­nt­nis­stand nur drei freie, mehrsys­temkom­pat­i­ble Edi­toren übrig, die meine Anforderun­gen zu erfüllen scheinen: Vim, Emacs und jEd­it.

Vim kenne ich ja noch von früher (und vom Arbeit­en im Ter­mi­nal), nach all der Zeit mit Sub­lime Text fehlt mir aber irgend­wie die anfängliche Begeis­terung für seinen sprö­den Charme. Ich werde wohl bequem im Alter. Sich­er, auch Vim kann alles Gewün­schte, wenn man es ihm nur beib­ringt, und zum Pro­gram­mieren eignet er sich (abge­se­hen von seinem eher durch­schnit­tlich guten Ver­ständ­nis von kor­rek­ter Codeein­rück­ung) prinzip­iell her­vor­ra­gend; was ich aber nun, da ich mich neben­bei wieder ein wenig mit sein­er Kon­fig­u­ra­tion befasse, schmer­zlich ver­misse, sind Tas­tenkürzel, mit denen ich qua­si blind arbeit­en kann. Gewöhn­liche Textbear­beitung (dd zum Zeilen­löschen, c3w zum Ändern der näch­sten drei Wörter und so weit­er) ist zwar immer noch unglaublich effizient, für erweit­erte Code­basteleien (etwa Sym­bol­lis­ten anle­gen und durch­suchen) müssen aber Funk­tio­nen aus Plu­g­ins her. Die Strg-Taste ist dann wahlweise — je nach Plu­g­in — ein Dop­pelpunkt oder die Leader-Taste, die meist mit “,” oder “\” iden­tisch ist. Zum Glück lassen sich die Funk­tio­nen, die man häu­figer braucht, per remap-Anweisun­gen mit akzept­ablen hotkeys bestück­en. Blöd ist im Übri­gen auch, dass Vim von PCRE-Aus­drück­en nichts hält — Suchen und Erset­zen mit einem solchen Aus­druck erfordert min­destens :perl­do s/alt/neu/, falls Vim über­haupt mit Perl-Unter­stützung kom­piliert wurde. (Ein Nach­trag, da in den Kom­mentaren Unklarheit­en offen­bar wur­den: Vim selb­st ist dur­chaus in der Lage, Suchen und Erset­zen mit reg­ulären Aus­drück­en durchzuführen. Vom Vim-Regex-Dialekt bekomme ich aber Kopfweh. Ich bevorzuge die Perl-Syn­tax, eben PCRE, und die klappt unter Vim nicht so ein­fach.)

Unter Emacs, dem anderen Extrem, ist die Sach­lage im Übri­gen fast die gle­iche wie unter Vim, das PCRE-Prob­lem inklu­sive (nur schlim­mer). Das Aufrufen von Plug­in­funk­tio­nen (M‑x funk­tion­sname) ist zwar ein­prägsamer (weil qua­si ein­heitlich), dafür sind die Text­funk­tio­nen im Ver­gle­ich zu Vim meist nur wenig attrak­tiv. (Dass es zahlre­iche Emacs-Plu­g­ins gibt, die dd, c3w und der­gle­ichen nachrüsten, spricht für sich.) Emacs eignet sich in sein­er Stan­dard­e­in­stel­lung also eher als Allzweck- und weniger als Codeed­i­tor, zumal es keinen “Ein­füge­modus” wie in Vim gibt, also direkt los­geschrieben wer­den kann. Sowohl in Emacs als auch in Vim sind Syn­tax­high­light­ing, par­al­le­les Edi­tieren und die Ver­wen­dung von Sym­bol­daten­banken wie Exu­ber­ant Ctags indes nicht zu bean­standen, selb­st die “mehrfachen Cur­sor” von Sub­lime Text (Strg+Klick) lassen sich ohne viel Aufwand nachah­men.

Das “j” in jEd­it ste­ht für “Java”. Das merkt man nicht nur am hässlichen Stan­dar­d­ausse­hen (mit steigen­der Verzwei­flung steigt hier eben­so die Tol­er­anz­gren­ze), son­dern auch an der lausi­gen Startzeit inklu­sive splash­screen — nein, jEd­it-Entwick­ler, ich möchte keinen Schnell­starter für meinen ver­dammten Texte­d­i­tor instal­lieren — und dem RAM-“Verbrauch”.

jEdit - RAM-Verbrauch

Nun, irgend­was ist ja immer. Der Edi­tor selb­st (wieder ein­er ohne Farb­schemen für das Textfeld — bin ich der Einzige, der gern stan­dard­mäßig nicht in grelles Licht guck­en würde?) ist flex­i­bel ein­stell­bar, die Syn­tax­her­vorhe­bung funk­tion­iert erfreulich gut.

jEdit - Syntaxhighlighting

Es gibt auch einen “Plu­g­in-Brows­er”, der eine Fülle an jEd­it-Erweiterun­gen feil­bi­etet. Inter­es­sant ist hier das Plu­g­in “Ctags­Side”, das gemäß sein­er Beschrei­bung in der Lage sein soll, aus mein­er (wegen Vim/Emacs) sowieso vorhan­de­nen TAGS-Datei eine durch­such­bare Sym­bol­liste zu erzeu­gen. Das funk­tion­iert — ctags voraus­ge­set­zt und bei mir ja vorhan­den — zumin­d­est für die aktuell geöffnete Datei auch lei­dlich gut, nur sehe ich zwei große Ärg­ernisse: Erstens scheint sich dieser “Side­kick” nicht darum zu scheren, dass ich in den Pro­gram­mop­tio­nen einen dun­klen Hin­ter­grund für fast alles fest­gelegt habe, zweit­ens bleibt eine Eingabe in das Fil­ter­feld (oben links) fol­gen­los.

jEdit - SideKick kaputt

Mit der Ressourcenver­schwen­dung kön­nte ich ja noch umge­hen — ich habe aber nicht die ger­ing­ste Ahnung, wie ich diesen bei­den Ärg­ernissen abhelfen soll. Damit ist die einzige nicht kostenpflichtige Alter­na­tive (nochmals: Sub­lime Text bleibt mein Werkzeug der Wahl, wenn’s Geld kosten darf) zu Vim und Emacs für mich wiederum unbrauch­bar. Also heißt es wieder: Vim oder Emacs? Emacs oder Vim? Wahrschein­lich werde ich wür­feln müssen. (Momen­tan sieht es, ärg­er­lich!, nach Emacs aus.) Ich wieder­hole mich: Irgend­was ist ja immer.

Oder habe ich einen Edi­tor überse­hen, den ich mir unbe­d­ingt mal anse­hen müsste? Immer hier hinein damit!

Senfecke:

  1. > Blöd ist im Übri­gen auch, dass Vim von PCRE-Aus­drück­en nichts hält – Suchen und Erset­zen mit einem solchen Aus­druck erfordert min­destens :perl­do s/alt/neu/, falls Vim über­haupt mit Perl-Unter­stützung kom­piliert wurde.

    rießen-bull­shit. haupt­sache laut rumge­meck­ert, so wie immer hier.

  2. Also für Search&Replace reicht es zumin­d­est, den Befehl direkt einzugeben. :s/foo/bar.
    Wie es mit dem Rest aussieht, weiß ich nicht.

    Ich bin eben­falls auf der Suche nach DEM Edi­tor. Lange bei Text­Mate geblieben, mit­tler­weile auch Sub­lime. Hätte gekauft, wenn da nicht Sublime3 in den Startlöch­ern gewe­sen wäre. Bis jet­zt klicke ich also auch immer fleißig die Nervpop­ups weg. Ob das jet­zt bess­er oder schlim­mer ist als der Splash­screen von jEd­it, sei dahingestellt.

    Für SSH Ses­sions nutze ich weit­er­hin vim, mit und ohne Janus.

  3. Ich habe aus­drück­lich von PCRE gesprochen, simon. :s/foo/bar/ hätte aber gern Vim-Reg­Ex­ps, und die haben eine grauen­volle Syn­tax.

    Auf dem Serv­er wech­sle ich momen­tan munter zwis­chen Vim (für Code) und nano (für alles andere).

  4. +1! ich kann genau nachempfind­en, wie du dich fühlst… mir geht es genau so ;)

    doch werde ich bei sub­lime bleiben… die Eval­u­a­tions-Wer­bung drück ich stillschweigend mit Esc weg… eine Lizenz ist mir (noch) zu teuer… ausser­dem sehe ich es genau wie du: wozu VIEL Geld hin­le­gen, wenn beste­hende Fehler nicht behoben wer­den? der Entwick­ler soll sich mal helfen lassen und ein git-repo auf­set­zen… wie schnell sub­lime nahezu per­fekt wer­den würde… man kann es nur erah­nen ;)

    die Vorteile von sub­lime hast du ja schon genan­nt… mehr-zeilen auswahl, string-auswahl auch auf mehrere Zeilen verteilt, der paket-man­ag­er ist SUPER (:

    geany ist eine schöne alter­na­tive… nur (noch) nicht so mächtig… und für deine Augen: bit.ly/17kxARj [oder such mal nach dem geany-vibrant-ink-theme…] sieht bei mir dann SO aus…

    hier sollte ein geany-screenshot sein...

    und wenn es mir zu bunt wird kommt mein Liebling… vi(m) ;) hat zwar nicht alle “Killer-Fea­tures” der ultra­_1337_haxX0r-Edi­toren, ist mir aber am ver­trautesten, am lieb­sten und startet mit Abstand am schnell­sten ;) ach und hab ich schon erwäh­nt, dass vi(m) FOSS ist? Nein? Nicht? VI(M) IS FREE AS IN FREEDOM AND IN FREE BEER http://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_lol.gif

    • Die Nachteile von Geany über­wiegen halt immer noch doofer­weise. Ich pran­gere das selb­st an. (Für mich als Anwen­der hat Open Source an sich übri­gens noch keinen Vorteil gegenüber “nor­maler” Free­ware. Ich suche meine Soft­ware nicht nach Ethik aus.)

  5. Grossar­tiger Vergleich/ Analyse. Deckt sich weit­ge­hend mit meinen Erken­nt­nis­sen, es ist schlicht alles (min­destens irgend­wo) Schrott, was sich da draussen so bewegt.
    Gut, das Pspad-bash­ing kann ich man­gels schla­gen­der Beispiele schlecht nachvol­lziehen, die liefer ich hier mal nach: Pspad ist (imho) im direk­ten Ver­gle­ich mit allen anderen mir bekan­nten Edi­toren (zumin­d­est für Win) per­fekt, es hat nur lei­der — seit etwa einem Jahr — grosse Prob­leme mit grossen Dateien und/oder einzeili­gen grossen Dateien. Das kann man dann in aller Regel über den Taskman­ag­er abschiessen.

    Wie jed­it in die Aufzäh­lung reinkommt ist mir recht schleier­haft, das einzige OS, wo man jed­it ein­set­zen kann ist MacOS — ein OS was man frei­willig nur ver­wen­det, wenn man in Sibirien in ein­er Höh­le sitzt und nichts anderes bekommt und wo es auch keine anderen halb­wegs brauch­baren Edi­toren gibt.

  6. jEd­it kommt da genau so rein wie Blue­fish: Stand im Inter­net unter “Texte­d­i­toren, die vielle­icht ganz nett sind und so”. Fälschlicher­weise, wie ich zugeben muss. (Unter Mac OS X läuft zumin­d­est SubEthaEd­it, auf das ich vor Sub­lime Text lange ein biss­chen nei­disch geguckt habe. Ach, und Aqua­macs, MacVim, … ;) )

    (Toll, ein Texte­d­i­tor, den man abschießen kann. Ein­ladend! Übri­gens habe ich vorhin beim kurzen Drauf­schauen — PSPad soll ja doch noch ’ne Chance erhal­ten, wenn es sie ver­di­ent hat — kein­er­lei Anze­ichen für Ctags-Ein­bindung gefun­den.)

  7. Ver­ste­he gar nicht warum du dir so ins Hemd kaeck­erst. Ich nutze an der Win­dows-Mas­chine seit anbe­ginn der Zeit notepad++, an der Lin­ux­mas­chine ged­it und nano, abhaengig von der Sache die ich erledi­gen will. Dieses Sub­lime sieht zwar in der Vorschau recht gut aus, kommt aber fuer mich nicht infrage — allein wegen dem Lizen­zrotz.

  8. Ged­it scheint eben­falls kein “Gehe zu Sym­bol” zu haben, damit ist es für mich nicht inter­es­sant. Nano nutze ich für Kleinkram auf dem Serv­er (bevorzugt allerd­ings Vim). Notepad++, na ja, siehe Text.

  9. Deine oppor­tunis­tis­chen Mei­n­un­gen zum The­ma Ethik, Soft­ware­lizen­zen etc. teile ich im All­ge­meinen nicht.

    Zum The­ma jEd­it:
    1- Du kön­ntest stattdessen das CTagsIn­ter­face-Plu­g­in aus­pro­bieren, da haben viele Leute bessere Erfahrun­gen damit machen kön­nen.
    2- Hast du das Design mit dem Scheme Edi­tor erstellt? Unab­hängig davon kön­ntest du die bei­den Quellen anschauen jEd­it Col­or Schemes #1 & jEd­it Col­or Schemes #2

    • Inwiefern sind meine Mei­n­un­gen oppor­tunis­tisch? Oppor­tunis­tisch wäre es, würde ich der Masse fol­gen. Daran habe ich kein­er­lei Inter­esse.

      1. Habe ich.
      2. Ja.

  10. Ich hat­te da auch nicht den Massenop­por­tunis­mus im Kopf (den ver­fol­gst du bes­timmt nicht), jedoch eine Art sach­lichen Oppor­tunis­mus bzw. die abgeschwächte Form davon (Prag­ma­tismus) (“Ich suche meine Soft­ware nicht nach Ethik aus”) (in dem Fall wäre der Gegen­pol die freie Soft­ware­be­we­gung, die Ihre ethis­chen Ansätze bzw. Ide­olo­gie ver­fol­gt)…

    1. Hast du mit dem Plu­g­in dann keine besseren Erfahrun­gen machen kön­nen? Das wäre dann in der Tat selt­sam…
    2. Hast du das auch mit eini­gen fer­ti­gen Schemes ver­sucht, ob du da visuell bessere Ergeb­nisse (auch mit den Andock­fen­stern der Plu­g­ins) bekommst?

  11. Ich weiß nicht was du gegen Geany hast.

    Du kannst die Syn­tax Invertieren unter: Ein­stel­lun­gen > Edi­tor > Ansicht > Erste check­box “Invertiere Syn­tax­her­vorhe­bung”

    Par­al­le­les edi­tieren gibt in dem sinne nicht, aber wozu auch wenn man [STRG]+[h] drück­en kann und alle vorkom­men im Doku­ment aus­tauscht. Wo man sog­ar mit RegEx suchen kann.

    Und unter Ein­stel­lun­gen > Tas­tenkürzel > Gehe zu; Gibt es eine menge Bele­gun­gen. Man muss Sie nur nutzen?

    Mir scheint als ob du dir Geany nich mal wirk­lich angeschaut hast.

    Sub­lime­Text hat­te ich auch mal kurz im Ein­satz aber im Ver­gle­ich zu Geany ist die Kon­fig­u­ra­tion, vor allem von Snip­pets viel aufwendi­ger.
    Das anpassen eines Themes scheint bei Sub­lime auch ein Krampf zu sein.

    Setz dich noch mal ran und schau dir Geany an. Es lohnt sich wirk­lich wenn man auf fan­cy eye catch­er verzicht­en kann. ;)

    • Ich weiß nicht was du gegen Geany hast.

      Artikel noch mal lesen.

      Par­al­le­les edi­tieren gibt in dem sinne nicht, aber wozu auch wenn man [STRG]+[h] drück­en kann und alle vorkom­men im Doku­ment aus­tauscht. Wo man sog­ar mit RegEx suchen kann.

      Echt? Wie lautet der RegEx für “in Zeile 2, 5 und 8 nach dem ersten Wort ein weit­eres (immer das gle­iche) ein­fü­gen”? Eventuell bemerkst du, worauf ich hin­aus will.

      Das anpassen eines Themes scheint bei Sub­lime auch ein Krampf zu sein.

      Stimmt.

  12. Echt? Wie lautet der RegEx für „in Zeile 2, 5 und 8 nach dem ersten Wort ein weit­eres (immer das gle­iche) ein­fü­gen”? Eventuell bemerkst du, worauf ich hin­aus will.

    Warum sollte ich nach Zeilen suchen wollen? Klar, das par­al­lele edi­tieren macht Sinn wenn ich in einem HTML Doku­ment bes­timmte Tags die gle­iche klasse geben will. Aber dafür gibs sicher­lich auch andere Wege oder ich mach das old copy&paste.

    Ich finde das par­al­lele edi­tieren eher als ver­wöh­ntes faul­heits fea­ture.

  13. Ich möchte nicht nach Zeilen suchen, ich möchte nur manch­mal in mehreren Zeilen die gle­iche Änderung vornehmen. Und ja, das würde ich gern so ein­fach wie möglich machen.

    Sog­ar Emacs und Vim kön­nen das ziem­lich leicht. ;)

    • Auch da waren Emacs und Vim schneller. ;) (Com­man­der kann zu Sym­bol­en UND Zeilen sprin­gen? Wie?)

      Bei zusam­men­hän­gen­den Zeilen geht das in Vim am ein­fach­sten per visuellem Modus — Zeilen markieren, fer­tich. Anson­sten: Plu­g­in.

      • Zur Zeile sprin­gen geht mit STRG+L.
        Zu einem Sym­bol kommst du mit STRG+F (aka suche).

        Bin aber mit­tler­weile auch weg von Geany und bei vim gelandet. :D

        • “Suche” und “zu Funk­tions­dekla­ra­tion sprin­gen” ist ja schon was anderes…

          (Willkom­men auf der dun­klen Seite.)

  14. Man kann es auch so sehen: Die Sub­lime Lizenz hat man durch das Zeit­erspar­nis von ein paar Arbeit­sta­gen wieder drin. Ab da macht man Plus ;-)

  15. Aber Sub­lime Text 2 und 3 lassen sich doch kosten­los so lang man will aus­pro­bieren. Und wenn du es moralisch mit der selb­st recht­fer­ti­gen kannst, dann patch ein­fach den nag-screen raus so er dich denn stört (gist.github.com/6466311).

  16. Bei­des ist ein Lizen­zver­stoß, den ich gern ver­mei­den würde. Nach der­sel­ben Logik ist Win­dows ja auch Free­ware — kann man raus­patchen. (Den Patch kan­nte ich aber tat­säch­lich noch nicht.)

  17. Wenn du alles so “hässlich”, “langsam”, “Kopfweh” erre­gend find­est:

    Sel­ber machen, nicht jam­mern klein­er

  18. Hi,

    wie sieht es denn momen­tan nach 3–4 Jahren aus? Bei den Edi­toren hat sich zwis­chen­zeitlich etwas getan. Hast du etwas gefun­den oder hast Du einige der vorgestell­ten Edi­toren erneut pro­biert?
    Notepad++ ist mitler­weile sehr sta­bil und mächtig gewor­den, unter Lin­ux habe ich jedoch keine Erfahrung (geht wohl nur mit wine).
    Ein schön­er Edi­tor ist auch TexS­tu­dio, zumin­d­est für tex.

    Gruß
    Andre

    • Ich bin immer noch Emac­snutzer und füh­le mich damit eigentlich recht wohl. Nur auf dem Serv­er nutze ich was anderes, weil Emacs über PuT­Ty nicht schön zu bedi­enen ist. Emacs kann auch LaTeX… :)

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