WirtschaftMontagsmusik
Gong – Occu­py

Es ist zum EulenEs macht eigent­lich kei­nen Spaß mehr, die Tele­kom so rich­tig blöd zu fin­den, ist sie doch auf der dies­jäh­ri­gen CeBIT mit einem Stand unter dem Mot­to „Wirt­schafts­wun­der“ zu fin­den, wäh­rend zumin­dest der Zugang zum kabel­lo­sen Inter­net preis­wer­ter gewor­den ist. Sig­mar Gabri­el durf­te gleich am Eröff­nungs­tag für die Tech­nik­ver­hin­de­rungs­par­tei SPD wer­ben, was über den Stand­ort Deutsch­land mehr aus­sagt als man eigent­lich wis­sen woll­te.

Eigent­lich auch schon zu viel: Am Frei­tag starb Daevid Allen, eines der frü­hen Mit­glie­der von Soft Machi­ne und Grün­der der Spa­ce­rock-Legen­de Gong, an den Fol­gen sei­ner Krebs­er­kran­kung. „Nur die Besten ster­ben jung“, heißt es und stimmt nicht. Ter­ry Prat­chett, eben­falls erst vor weni­gen Tagen ver­stor­ben (was ist nur los mit die­sem März?), wur­de auf Twit­ter über­wie­gend sei­nes „zu frü­hen“ Todes bedau­ert, als hät­ten die Bedau­ern­den ein ande­res Ster­be­da­tum vor­ge­se­hen; wie halt auch sonst immer alles nur zu früh ist. Der frü­he Kauz bricht den Ast. Es ist Mon­tag und man will es lie­ber nicht so genau wis­sen.

Bären­ge­dan­ken. Es ist ja doch immer alles nur schwarz und weiß und pel­zig; und, jeden­falls, Musik. Es ist zum Eulen.

Gong „Occu­py“ music video

Guten Abend.

In den NachrichtenWirtschaft
Unse­grie­ös!

Die Mehr­heit der Deut­schen hält laut einer neu­en Umfra­ge die grie­chi­sche Regie­rung für unse­ri­ös, berich­tet „SPIEGEL ONLINE“, und abge­stimmt wur­de natür­lich von der glei­chen Mehr­heit, die sonst den dicken Sig­gi und/oder unse­re Kanz­le­rin wählt, denn unse­ri­ös hau­en die einen nicht über’s Ohr, son­dern wenig­stens in fei­ner Klei­dung. Bei uns kann man ja nix machen gegen die da oben, aber die Grie­chen. die sol­len gefäl­ligst was Anstän­di­ges (i.e. Mer­kel, Ange­la) wäh­len, sonst wol­len wir die hier nicht. Geht doch zurück nach Grie­chen­land.

Über­haupt wird hier­zu­lan­de viel zu wenig ver­kof­fer­wor­tet. Grexit. Last Exit Hirn­schwund. Dem Gren­ter folgt der Grab­schwung (wo nicht gar die Euro­g­rie­se). Kein Grund zu grie­nen. Viel­leicht betet er (V. Putin, A.d.V.), denn die Situa­ti­on ist furcht­bar. Gegen einen anstän­di­gen Reli­giö­sen hat man nichts im Hau­se WELT, da ist man alters­mil­de. Die Mehr­heit der Deut­schen stimmt, fürch­te ich, schwei­gend zu.


Wor­über deut­sche Lokal­po­li­ti­ker so dis­ku­tie­ren müs­sen: Bekämp­fung des Dir­nen­un­we­sens.

PolitikIn den Nachrichten
Schnell ver­ges­sen, schnel­ler töten

Das Inter­net steht Kopf; irgend­wel­cher Gen­der­krem­pel mit Tilo Jung und Julia­ne „Jule“ Leo­pold beschäf­tigt seit Tagen das Netz, weil man dort lie­ber Säue irgend­wo hin- und/oder durch­treibt, die kei­nen Scha­den anrich­ten, weil die gro­ße Welt­po­li­tik dann doch zu schmerz­haft ist.

Nicht überwacht

Die CIA hackt Din­ge. Was aller­dings aus der Über­wa­chung durch die NSA gewor­den ist? Wer weiß? Spielt das noch eine Rol­le? Bun­des­tro­ja­ner, schreck­lich, aber auch schon wie­der schreck­lich lan­ge her. Es ist nicht mehr neu genug, die Zei­tung von gestern ist so was von Diens­tag.

Um nicht sehen zu müs­sen, wie schlecht es uns eigent­lich geht, gucken wir lie­ber etwas wei­ter weg: Spen­det jetzt, damit noch mehr Leu­te noch mehr Leu­te töten kön­nen.

‚Ira­ki­sche Armee mel­det Erfol­ge‘ (…) ‚Hur­ra! Wir haben jeman­den umge­bracht!‘
@arschhaarzopf

Wenn du Frie­den willst, halt‘ bloß die Fres­se. Höf­lich­keit ist Fir­le­fanz. Apple ver­kauft Uhren für bis zu 18.000 US-Dol­lar, deren beson­de­re Funk­ti­on es ist, dass sie nach weni­ger als einem Tag wie­der an die Steck­do­se müs­sen. Viel­leicht kön­nen sie auch die Zeit anzei­gen, so recht einig sind sich die Nach­rich­ten da nicht. Es ist aber auch schwer, die Men­schen noch für ein Mit­ein­an­der gewin­nen zu wol­len.


Hur­ra, aber­mals:

Am 18. August star­tet der Stutt­gar­ter Pani­ni Ver­lag, bis­lang in erster Linie für sei­ne Kin­der- und Jugend­zeit­schrif­ten bekannt, den Titel „Mein Papst“.

Hof­fent­lich mit lebens­gro­ßem Star­schnitt und einem Gim­mick. Wie wär’s mit Urzeit­kreb­sen? Pas­send zum Katho­li­zis­mus sind die ja auch noch klein.

In den NachrichtenMontagsmusikComputer
Pea­ches & Iggy Pop – Kick It

NachteuleDer Moment, in dem ihr anfingt, komisch zu reden. Immer schnel­ler, immer höher, immer wei­ter, immer bes­ser. Wir spa­ren uns nicht nur die Höf­lich­keit, wir spa­ren uns auch noch den Rest des hal­ben Sat­zes, so lan­ge noch Platz bleibt für ein paar „Alter„s, Alter. Die Wis­sen­schaft tut nichts dage­gen. Die hat ande­rer­seits auch ande­re Sor­gen: „Jeder hält sich nun für einen Com­pu­ter­fach­mann, weil er die Maus zwei Stun­den lang her­um­schie­ben kann, ohne sich dabei den Fuß zu bre­chen“, was halt dann schon eini­ges erklärt. Uner­klär­lich bleibt der­weil der Lauf der Welt. Schon wie­der Mon­tag, es bleibt auch nichts erspart. Der Über­schwang vom Wochen­en­de ent­pupp­te sich nicht gera­de als Schmet­ter­ling. Jün­ger wird man ja doch nicht. Ein Schwei­gen im Blät­ter­wald, wäh­rend die Insas­sen rau­schen: „Meer­kat“, eine Art Twit­ter-Medi­en­stream, wird hoch­ge­ju­belt; und dann benutzt es doch nur wie­der Sascha Lobo.

Wer übri­gens auch nicht jün­ger wird: Iggy Pop.

Pea­ches & Iggy Pop – Kick It

Guten Mor­gen.

Mir wird geschlechtIn den NachrichtenPiratenpartei
Netz­na­zis und Daten­schutz­ta­li­ban

Sie haben Angst vor uns, weil wir ihre Wer­te bedro­hen; weil wir das Neu­land, in das sie sich ver­irrt haben, wie kei­ne ande­re Grup­pe zu beherr­schen wis­sen. Wir über­zie­hen die­ses Neu­land mit einer Wel­le des File­sha­ring­ter­rors und ver­ge­wal­ti­gen die Urhe­ber­rech­te, wo immer wir nur kön­nen. Wir len­ken unse­re Flug­zeu­ge (im Flug­si­mu­la­tor) gegen die Gebäu­de derer, die unse­re Mis­si­on gefähr­den. Der bewaff­ne­te Klas­sen­kampf wird mit LAN-Kabeln und Club-Mate-Fla­schen aus­ge­tra­gen.

Das Fleisch gewor­de­ne Peter-Prin­zip Gün­ther Oet­tin­ger hat Recht: Wir sind gefähr­lich. Wir sind die 99 Pro­zent. Wir sind die Tali­ban.

Was die Netz­neu­tra­li­tät betrifft, da haben wir gera­de in Deutsch­land Tali­ban-arti­ge Ent­wick­lun­gen. Da ist die Netz­ge­mein­de, da sind die Pira­ten unter­wegs, da gehts um per­fek­te Gleich­ma­che­rei.

Arrrrr! :irre:


Heu­te ist übri­gens Welt­frau­en­tag, pas­send dazu war Had­mut Danisch unlängst auf einer von Steu­er­gel­dern finan­zier­ten Gen­der-Kon­fe­renz. Kei­ne Sor­ge, es fand kei­ner­lei Wis­sen­schaft statt.

PolitikIn den NachrichtenMir wird geschlecht
Gleich­stel­lung, Geheim­dien­ste und ato­ma­re Gegen­wehr

OleoleLesens­wert (1): Bir­git Kel­le über Geschlech­ter­po­li­tik.

Seit der aktu­el­len Debat­te um die Novel­lie­rung des Bun­des­gleich­stel­lungs­ge­set­zes haben wir es jetzt schwarz auf weiß: Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te sol­len auf kei­nen Fall auch für Män­ner zustän­dig sein. Der Ent­wurf hier­für ist kurz­fri­stig ver­än­dert wor­den, nach­dem auf­ge­fal­len war, dass eine pari­tä­ti­sche Beset­zung von Män­nern und Frau­en bei allen Posten dazu füh­ren könn­te, dass sich die Gleich­stel­lungs­da­men in den Berei­chen des öffent­li­chen Dien­stes, in denen Frau­en teil­wei­se über 75 Pro­zent hal­ten, dann ja auch um Män­ner küm­mern müss­ten.


Lesens­wert (2): Über­ra­schen­der­wei­se ist der BND nicht dar­an inter­es­siert, dass man ihm bei der Arbeit zuguckt.

Die Abge­ord­ne­ten des NSA-Unter­su­chungs­aus­schus­ses glau­ben inzwi­schen, dass die ihnen vor­ge­leg­ten Akten extra für sie ange­fer­tigt wur­den. Was natür­lich viel Raum für Spe­ku­la­tio­nen lässt, wie die Ori­gi­na­le aus­se­hen mögen und was das Par­la­ment davon sehen darf.

Wenn sich jetzt auch noch her­aus­stellt, dass ein Geheim­dienst eine staat­li­che Insti­tu­ti­on ist, dann wird es bestimmt scharf for­mu­lier­te Brie­fe hageln.


Auch schön: US-ame­ri­ka­ni­sche Atom­waf­fen blei­ben in Deutsch­land, um den Frie­den in der Ukrai­ne zu sichern. Si vis pacem para bel­lum. Die Guten, das sind – wie im Film – die mit dem mei­sten Wumms.

In den NachrichtenComputer
Sam­sungs Wand­kusch­ler

2014 – anläss­lich der Vor­stel­lung des damals neu­en Modells Gala­xy S5 – ließ das korea­ni­sche Unter­neh­men Sam­sung eine Wer­bung auf die Leu­te los, in der Nut­zer von Kon­kur­renz­pro­duk­ten (ins­be­son­de­re des iPho­nes) als „Wand­knudd­ler“ (wall hug­gers) bezeich­net wur­den, weil sie sich nur sel­ten weit von der nächst­ge­le­ge­nen Steck­do­se ent­fer­nen kön­nen, ohne all­zu vie­le Ein­bu­ßen in Kauf neh­men zu müs­sen. Man kön­ne, haha­ha, die Akkus ja meist nicht mal ein­fach ohne beson­de­res Werk­zeug aus­tau­schen.

Sam­sung Gala­xy S5 – Wall Hug­gers (The Next Big Thing is Alre­a­dy Here) Legend­ado Pt-Br

Auf dem Mobi­le World Con­gress in Bar­ce­lo­na stell­te Sam­sung nun jüngst das Nach­fol­ge­mo­dell Gala­xy S6 vor. Man kann, haha­ha, den Akku, nun, ihr ahnt es.

Gibt es dazu eigent­lich auch schon einen Wer­be­spot?

In den NachrichtenMontagsmusik
Pan­da Bear – Sequen­ti­al Cir­cuits

Selber aggressiv, Hässlichkeit!Es ist Mon­tag. Irgend­wo in den Nie­der­lan­den, so ähn­lich steht’s in den Nach­rich­ten, greift ein aggres­si­ver Uhu Spa­zier­gän­ger an. Der hat wohl auch kei­nen Bock. Frü­her war mehr Dop­pelt. Mar­tin Luther gibt es nun auch in klein, auf „ZEIT ONLINE“ fin­det man das nicht vor­be­halt­los gut, weil inne­re Grö­ße und äuße­re Grö­ße mit­ein­an­der kon­form gehen soll­ten oder so, was nicht so ganz erklärt, wie­so die „ZEIT“ immer noch im Rie­sen­for­mat und nicht als Taschen­buch daher­kommt, aber ich ver­ste­he viel­leicht ein­fach nichts von wah­rer Grö­ße und fin­de die Idee, Play­mo­bil soll­te einen „Pla­stik-Papst“ (ebd.; war das nicht viel­mehr Hei­di Klum?) model­lie­ren, auch nur bedingt gut. Ande­rer­seits: Reli­gi­on in Kin­der­zim­mern – was soll­te da schief­ge­hen?

Und ich?

Pan­da Bear – Sequen­ti­al Cir­cuits (Uni­on Trans­fer 5-17-2014)

Guten Mor­gen.

KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2014 – Favo­ri­ten und Ana­ly­se

Die­ser Arti­kel ist Teil 14 von 29 der Serie Jah­res­rück­blick

2015? Da war doch was? Mir war, als hät­te ich etwas ver­ges­sen. Nein, ver­ges­sen wohl nicht, aber es gibt tat­säch­lich noch etwas aus dem Vor­jahr zu ver­mel­den, näm­lich den zwei­ten Teil der Liste der wun­der­voll­sten Musikal­ben von 2014. Auch, wenn dies­mal nicht noch in letz­ter Minu­te neue Alben dazu­ge­kom­men sind, da ich mir genug Zeit genom­men hat­te, erhebt natür­lich auch die­se Liste nicht den Anspruch auf Voll­stän­dig­keit; schon weil mit Bent Knees Debüt­al­bum ein fre­ne­tisch gefei­er­tes Album fehlt, was nicht dar­an läge, dass es schlecht ist (es ist gut), son­dern schlicht dar­an, dass die Band stu­dio­sei­tig weit unter ihren Mög­lich­kei­ten agiert. Eine Kon­zert-DVD wäre will­kom­men.

Drau­ßen blei­ben muss­ten über­dies Hei­no („Schwarz blüht der Enzi­an“) und Unhei­lig aus Qua­li­täts­grün­den, im Gegen­zug ver­zich­te­te ich auf die Mehr­fach­nen­nung der bereits anders­wo von mir gewür­dig­ten neu­en Alben von Boris, Mar­gin und den Fan­ta­sti­schen Vie­ren. Das ziem­lich gute „Good­night Civi­lizati­on“ von Zu muss lei­der eben­falls feh­len – als EP gelingt ihm das Hin­ein­mo­geln in die­se Liste dies­mal nicht.

Nichts­de­sto­we­ni­ger schlie­ße ich nicht aus, auch schlicht etwas ver­ges­sen zu haben. Euch fehlt ein rele­van­tes Album? Kommentiert’s hier gern unten drun­ter!

‘Musik 12/2014 – Favo­ri­ten und Ana­ly­se’ wei­ter­le­sen »

PolitikIn den Nachrichten
Links, zwo, drei, vier: Arbeit macht spaß­frei!

Das ist aber nett von der Sozi­al­de­mo­kra­tie:

Ver­trags­spie­ler von Min­dest­lohn befreit

Weil:

Ama­teur-Ver­trags­spie­ler im deut­schen Sport fal­len nicht unter das Min­dest­lohn­ge­setz. Dies stell­te Bun­des­ar­beits­mi­ni­ste­rin Andrea Nah­les (SPD) am Mon­tag (…) klar. (…) „In die­sen Fäl­len steht nicht die finan­zi­el­le Gegen­lei­stung, son­dern der Spaß an der Sache im Vor­der­grund. Des­halb kön­nen wir hier nicht von einem klas­si­schen Ver­hält­nis zwi­schen Arbeit­ge­ber und Arbeit­neh­mer spre­chen“, sag­te Nah­les in Ber­lin.

Ein „klas­si­sches Ver­hält­nis zwi­schen Arbeit­ge­ber und Arbeit­neh­mer“, das min­dest­lohn­wür­dig ist, kön­ne dem­nach nur bestehen, wenn der Arbeit­neh­mer sei­ne Arbeit auf­rich­tig ver­ab­scheut. Blöd für Leu­te, die einen Beruf ergrif­fen haben, den sie gern aus­üben: Ihr Chef sei dem­nach nicht an den Min­dest­lohn gebun­den. Arbeit darf nicht lustig sein. Arbeit muss betrü­ben.

Arbeit ist Krieg! :hitler:

Inso­fern machen’s die nie­der­säch­si­schen „Lin­ken“ gera­de rich­tig:

Der bis­he­ri­ge Lan­des­vor­sit­zen­de der nie­der­säch­si­schen Lin­ken, Man­fred Sohn, hat sei­nen Aus­tritt aus der Par­tei erklärt. Der 59-jäh­ri­ge Diplom­so­zi­al­wirt zog damit die Kon­se­quen­zen aus hef­ti­gen Macht­kämp­fen im Lan­des­ver­band (…).

Die Arbei­ter­re­vo­lu­ti­on ist auch nicht mehr, was sie mal war.

In den NachrichtenMontagsmusikComputer
Ani­mals As Lea­ders – CAFO

Seht nur, wie flauschig es ist! (gefunden auf owlaktuell.de)Ein Mon­tag, der sich wie das Gegen­teil eines Sonn­tags anfühlt. Das Käuz­chen wun­dert sich. Frü­her war mehr Ach und weni­ger Jeh. Und sonst? Spe­sen. Gewe­sen. Kof­fe­in, wir brau­chen Kof­fe­in.

Offen­siv wie Micro­soft. Es gibt Gra­tis­spei­cher auf dem One­Dri­ve, wenn man bis­lang Drop­box genutzt hat. Kampf­los lässt sich Micro­soft sei­ne Markt­an­tei­le nicht neh­men. Nicht neh­men lässt es sich der­weil der SPIEGEL, sei­nen Ruf als Bou­le­vard­quatsch­blatt noch zu festi­gen: Eine Liai­son zwi­schen Emma Wat­son und dem bri­ti­schen Prin­zen Har­ry von Wales sei Wunsch­den­ken, lei­der ohne nähe­re Anga­ben dar­über, wer sich das wün­sche.

Kof­fe­in, Kof­fe­in. Oder Rock.

Ani­mals as Lea­ders – „CAFO“ Pros­the­tic Records – Offi­ci­al Music Video

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Fer­ke­lei­en

Glück­li­che Skur­ri­le Umstän­de lie­ßen mich der aktu­el­len Aus­ga­be des Maga­zins „Hea­vy Rub­ber“, offen­sicht­lich ein Fach­or­gan für Freun­de der völ­li­gen Gum­mi­um­man­te­lung sexu­ell inter­es­san­ter Men­schen, hab­haft wer­den. Offen­sicht­lich han­delt es sich bei „Hea­vy Rub­ber“ nicht um einen ein­fa­chen Latex­fe­tisch, viel­mehr um eine Vor­lie­be dafür, den Sex­part­ner nur noch erah­nen zu kön­nen. Unter dem Stich­wort „Hea­vy Rub­ber“ fin­det man im Inter­net jeden­falls Gas­mas­ken und der­glei­chen. Anschei­nend gibt es einen flui­den Markt für der­lei Ent­span­nungs­ge­rät. Fragt ihr euch nicht auch manch­mal, was eure Nach­barn nachts so trei­ben?

In die­ser Aus­ga­be kommt neben manch ande­rer Feti­schi­ko­ne auch „Sae­borg“, eine Latex­künst­le­rin, die nach eige­ner Aus­sa­ge momen­tan an einer Schlan­gen­fi­gur arbei­tet, zu Wort. In gan­zer sexu­el­ler Pracht erstrahlt Frau „Sae­borg“ übri­gens auf die­sem Bild:

Saeborg Playmobil

In der „Hea­vy Rub­ber“ abge­druckt ist sie aller­dings wie folgt:

Saeborg Schwein

Es han­delt sich um eine glän­zen­de Dop­pel­sei­te. Inter­es­sen­ten erhal­ten gern eine lami­nier­te Farb­ko­pie.

So haben sich die Acht­und­sech­zi­ger das mit der „frei­en Lie­be“ wahr­schein­lich nicht vor­ge­stellt; aber auch Bau­ern brau­chen Wär­me. – Ich las­se mich nicht gern für einen ver­klemm­ten Kon­ser­va­ti­ven hal­ten, schon gar nicht sexu­ell, wes­halb ich mich mit der Bewer­tung an die­ser Stel­le viel­leicht doch lie­ber zurück­hal­te. Zumin­dest wäre es wohl unan­ge­mes­sen, von die­ser einen Künst­le­rin auf alle Men­schen zu schlie­ßen, die sich für „Hea­vy Rub­ber“ inter­es­sie­ren. In der „Hea­vy Rub­ber“ kom­men immer­hin auch nor­ma­le Men­schen zu Wort, zum Bei­spiel Lara Aimée, ihres Zei­chens nie­der­län­di­sches Mode­mo­del, das von sei­ner Lei­den­schaft wie folgt schwärmt:

Mei­ne Lie­be zu Gum­mi reicht von ein­fa­chen, leicht anzu­zie­hen­den Sachen bis hin zu kom­ple­xen Out­fits mit vie­len Schich­ten. (…) Die (mit Mas­ken usw., A.d.V.) ver­bun­de­ne Anony­mi­tät macht es mir leich­ter, aus der Kom­fort­zo­ne her­aus­zu­kom­men. Nie­mand sieht mich oder mei­ne Gefüh­le; ich kann machen, was ich will. (…) Die Schein­wer­fer und der Applaus geben mir einen gro­ßen Kick, wäh­rend ich den Lauf­steg her­un­ter­stol­zie­re, (sic) in den schön­sten Krea­tio­nen der besten Desi­gner.

In den schön­sten Krea­tio­nen.

Der besten Desi­gner.

Lara Aimée

Wie­her.

(irre kichernd ab)

NetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Leno­vos Super­fi­sche

Ziemlich dumm - schade trummMan könn­te die­se Mel­dung jetzt natür­lich höh­nisch kom­men­tie­ren:

Leno­vo lie­fert neue Lap­tops mit der Adware Super­fi­sh Visu­al Dis­co­very aus. Die blen­det nicht nur lästi­ge Anzei­gen ein, son­dern macht das System auch anfäl­lig für gefähr­li­che Man-in-the-Midd­le-Angrif­fe.

Mit Fire­fox / Linux / BSD / Fax wäre das nicht pas­siert; bzw. eben: boy­kot­tiert Leno­vo, bis sie das besei­tigt (letz­ten Monat) und um Ent­schul­di­gung gebe­ten (die­se Woche) haben!!1

Man könn­te statt­des­sen auch Com­pu­ter­nut­zer sen­si­bi­li­sie­ren für die rea­le system- wie her­stel­ler­un­ab­hän­gi­ge Gefahr der Spy­wa­re (Super­fi­sh, Chro­me, Ubun­tu) und die Vor­tei­le der Selbst­in­stal­la­ti­on als ersten Schritt nach dem ersten Anstöp­seln der neu­en Kiste (vul­go „Scheiß­ding“), um künf­ti­ge Über­fäl­le die­ser Art eben­so zu ent­schär­fen wie wei­land Kryp­top­ar­tys den Staat (bzw. eben nicht), aber das Fin­den eines Schul­di­gen, eines „Sün­den­bocks“ eben, was in einer Zeit, in der vie­le Lap­top­her­stel­ler beschlie­ßen, dass sich Gerä­te mit einer rich­ti­gen Tasta­tur nicht mehr her­zu­stel­len loh­nen, unhüb­sche Impli­ka­tio­nen birgt; respek­ti­ve: spio­na­ge­frei ist nur, was man gar nicht erst ein­schal­tet.

Schö­ne neue Welt.


Auch hübsch: Lip­pen­stift ver­schmie­ren gegen Krebs. End­lich tut mal einer was!

MontagsmusikIn den NachrichtenPiratenpartei
Tod­mo­bi­le – Stopp

Kame­le! Kame­le! Rosen­mon­tag­ster­ror über­all. Ob es der Gesell­schaft abträg­lich ist, wenn Wat?Rosen­mon­tags­zü­ge aus­fal­len, Anwoh­ner also das Haus ver­las­sen kön­nen, ohne Angst haben zu müs­sen, Angst vor der ver­krampf­ten Locker­heit, der man als Deut­scher moderner­wei­se anzu­hän­gen pflegt, möge ein bes­se­rer Phi­lo­soph als wie ich abschlie­ßend beur­tei­len, einen Ver­lust an Lebens­qua­li­tät kann ich zwar in der täg­li­chen Ter­ror­hy­ste­rie, nicht jedoch in dem Weg­fall von Köl­ner Tru­bel im nie­der­säch­si­schen Flach­land aus­ma­chen.

Apro­pos aus­ma­chen: Wahr­schein­lich ist es müßig zu erwäh­nen, dass auch Dani­el Schwerd, sei­nes Zei­chens Funk­ti­ons­trä­ger in der Pira­ten­par­tei Deutsch­land, nicht die Mehr­heits­mei­nung der Par­tei abbil­det, wenn er sich zumin­dest ohne bemal­te Brü­ste, aber doch in Helm’scher Tra­di­ti­on bei Arthur Har­ris bedankt; was ja sowie­so so ein Pro­blem von Par­tei­en ist, dass sie eben für Spin­ner ein will­kom­me­nes Betä­ti­gungs­feld dar­stel­len, wes­halb Par­tei­po­li­tik ja samt und son­ders eher zur Ver­wir­rung bei­trägt: Lie­be Lin­ke, wählt CDU (2013); und wer will schon „rechts“ sein?

Ach­jeh. Und: Rock.

Tod­mo­bi­le – Stopp (Stú­díó A)

Guten Mor­gen.