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Fer­ke­lei­en

Glück­li­che Skur­ri­le Umstän­de lie­ßen mich der aktu­el­len Aus­ga­be des Maga­zins „Hea­vy Rub­ber“, offen­sicht­lich ein Fach­or­gan für Freun­de der völ­li­gen Gum­mi­um­man­te­lung sexu­ell inter­es­san­ter Men­schen, hab­haft wer­den. Offen­sicht­lich han­delt es sich bei „Hea­vy Rub­ber“ nicht um einen ein­fa­chen Latex­fe­tisch, viel­mehr um eine Vor­lie­be dafür, den Sex­part­ner nur noch erah­nen zu kön­nen. Unter dem Stich­wort „Hea­vy Rub­ber“ fin­det man im Inter­net jeden­falls Gas­mas­ken und der­glei­chen. Anschei­nend gibt es einen flui­den Markt für der­lei Ent­span­nungs­ge­rät. Fragt ihr euch nicht auch manch­mal, was eure Nach­barn nachts so trei­ben?

In die­ser Aus­ga­be kommt neben manch ande­rer Feti­schi­ko­ne auch „Sae­borg“, eine Latex­künst­le­rin, die nach eige­ner Aus­sa­ge momen­tan an einer Schlan­gen­fi­gur arbei­tet, zu Wort. In gan­zer sexu­el­ler Pracht erstrahlt Frau „Sae­borg“ übri­gens auf die­sem Bild:

Saeborg Playmobil

In der „Hea­vy Rub­ber“ abge­druckt ist sie aller­dings wie folgt:

Saeborg Schwein

Es han­delt sich um eine glän­zen­de Dop­pel­sei­te. Inter­es­sen­ten erhal­ten gern eine lami­nier­te Farb­ko­pie.

So haben sich die Acht­und­sech­zi­ger das mit der „frei­en Lie­be“ wahr­schein­lich nicht vor­ge­stellt; aber auch Bau­ern brau­chen Wär­me. – Ich las­se mich nicht gern für einen ver­klemm­ten Kon­ser­va­ti­ven hal­ten, schon gar nicht sexu­ell, wes­halb ich mich mit der Bewer­tung an die­ser Stel­le viel­leicht doch lie­ber zurück­hal­te. Zumin­dest wäre es wohl unan­ge­mes­sen, von die­ser einen Künst­le­rin auf alle Men­schen zu schlie­ßen, die sich für „Hea­vy Rub­ber“ inter­es­sie­ren. In der „Hea­vy Rub­ber“ kom­men immer­hin auch nor­ma­le Men­schen zu Wort, zum Bei­spiel Lara Aimée, ihres Zei­chens nie­der­län­di­sches Mode­mo­del, das von sei­ner Lei­den­schaft wie folgt schwärmt:

Mei­ne Lie­be zu Gum­mi reicht von ein­fa­chen, leicht anzu­zie­hen­den Sachen bis hin zu kom­ple­xen Out­fits mit vie­len Schich­ten. (…) Die (mit Mas­ken usw., A.d.V.) ver­bun­de­ne Anony­mi­tät macht es mir leich­ter, aus der Kom­fort­zo­ne her­aus­zu­kom­men. Nie­mand sieht mich oder mei­ne Gefüh­le; ich kann machen, was ich will. (…) Die Schein­wer­fer und der Applaus geben mir einen gro­ßen Kick, wäh­rend ich den Lauf­steg her­un­ter­stol­zie­re, (sic) in den schön­sten Krea­tio­nen der besten Desi­gner.

In den schön­sten Krea­tio­nen.

Der besten Desi­gner.

Lara Aimée

Wie­her.

(irre kichernd ab)